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President Donald Trump talks with reporters Tuesday, Sept. 1, 2020, as he tours an area damaged during demonstrations after a police officer shot Jacob Blake in Kenosha, Wis. (AP Photo/Evan Vucci)
Donald Trump

Donald Trump in Kenosha: Die Polizei wird gelobt, die Demonstrierenden verurteilt. Bild: keystone

John Oliver legt schonungslos offen, wie Republikaner den Schützen von Kenosha verteidigen



Seit rund einer Woche dreht sich in der US-Politik alles um die Vorfälle in der Kleinstadt Kenosha. In der Stadt war es zu Unruhen gekommen, nachdem ein Polizist am 23. August dem Afroamerikaner Jacob Blake (29) siebenmal in den Rücken geschossen hatte.

Neben friedlichen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt löste der Vorfall auch insbesondere nachts Unruhen aus. Während den Protesten kam es zu tödlichen Schüssen. Dem 17-Jährigen Kyle R. wird zur Last gelegt, vergangene Woche am Rande der teils gewalttätigen Proteste in Kenosha im Gliedstaat Wisconsin zwei Menschen erschossen und eine weitere Person verletzt zu haben.

Obschon auf einem Video die tödlichen Schüsse zu sehen sind, wollen Trump und seine Gefolgsleute die Tat nicht per se verurteilen. Demonstranten hätten ihn «sehr gewalttätig» angegriffen und er «wäre wohl getötet worden», verteidigte Trump den Schützen am Montag.

Oliver zeigt systematische Verteidigung der «Bürgerwehren» auf

Die Verteidigung weisser «Bürgerwehren» hat System. Dies zeigte der Journalist und TV-Entertainer John Oliver in seinem letzten Beitrag eindrücklich auf. Drei Beispiele:

Während des republikanischen Parteikonvents erhielt ein Ehepaar einen Auftritt, das während der Black-Lives-Matter für fragwürdige Schlagzeilen sorgte. Ein Video zeigte, wie sie mit gezückten Waffen ihr Haus «verteidigten», als der Protestzug vorbeizog. Dabei zielten sie auf die Protestierenden. Anstatt dieses Verhalten zu verurteilen, gaben ihnen die Republikaner nun einen Plattform, um ihre Sicht der Dinge darzulegen.

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Ein Ehepaar zielt in St.Louis auf Demonstrierende, nun durften sie am Parteikonvent der Republikaner sprechen. screenshot: youtube/lastweektonight

Auf der konservativen TV-Station Fox News wird der mutmassliche Todesschütze von Kenosha ziemlich unumwunden in Schutz genommen. Es sei eigentlich nicht so überraschend, dass ein 17-Jähriger das Gefühl habe, er müsse für Ordnung sorgen, wenn dies sonst niemand mache, polterte das Fox-Aushängeschild Tucker Carlson. Dass der Schütze wegen seines Alters noch gar keine Waffen auf sich hätte tragen dürfen, schien Carlson nicht zu interessieren.

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Tucker Carlson von Fox News nimmt den Todesschützen in Schutz. screenshot: youtube/lastweektonight

Kurz nachdem Kyle R. die tödlichen Schüsse abgab, näherte er sich der Polizei. Diese reagierte allerdings äusserst zurückhaltend. Sie liess den 17-Jährigen mit geladener Waffe die Strasse hinunter laufen und fragte ihn sogar, ob es Verletzte gegeben habe. Dies, obschon Augenzeugen die Polizei lautstark darauf hinwiesen, dass der junge Mann soeben auf Leute geschossen habe.

Diese Bilder stehen im starken Kontrast zum Vorfall mit Jacob Blake, als die Polizei kaum zögerte, sieben Mal abzufeuern. Für Oliver ist dies ein «eklatanter Doppelstandard»: In weiteren Videos ist sogar zu sehen, wie die Beamten den bewaffneten «Bürgerwehren» Wasser anbietet und sich bei ihnen bedankt.

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Die Polizei reagiert auf Kyle R. völlig anders als auf Jacob Blake. screenshot: youtube/lastweektonight

Trump will seine eigenen Fans nicht vergraulen

Für Oliver gibt es eigentlich keine Zweifel: Trump und seine Gehilfen in den Medien haben während der letzten vier Jahre genau solches Verhalten gefördert, wie es Kyle R. in Kenosha an den Tag legte. Dieser ist denn auch ein überzeugter Trump-Anhänger und sass im Januar in der ersten Reihe einer Wahlkampfveranstaltung des Präsidenten. Würde Trump das Verhalten der «Bürgerwehren» explizit verurteilen, dann würde er seine eigene Wählerschaft vergraulen. Und das will er natürlich nicht.

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Kyle R. an einer Trump-Veranstaltung im Januar. screenshot: youtube/lastweektonight

Übrigens erwähnt John Oliver in seinem Beitrag auch den Schweizer Basketballer Thabo Sefolosha, um den strukturellen Rassismus in den USA aufzuzeigen. Sefolosha wurde 2015 von Polizisten derart schwer verletzt, dass er sich in der Folge einer Operation zuziehen musste. Kürzlich meinte der Schweizer Basketball-Star gegenüber der NZZ:

«Aber in Zeiten wie diesen will und muss ich mich äussern. Und ja, ich habe Angst. Das Narrativ über schwarze Menschen in den USA ist schlecht. Ich sorge mich um meine Töchter. Die USA sind ein gewalttätiges Land, gerade im Vergleich mit der Schweiz.»

(cma)

Hier gibt es den ganzen Beitrag von John Oliver:

abspielen

Video: YouTube/LastWeekTonight

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Zwei Menschen bei Protesten gegen Polizeigewalt getötet – 17-Jähriger festgenommen

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77
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77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • gondwana 03.09.2020 12:11
    Highlight Highlight habe gestern in US-Medien gehört dass Trump-Anhänger gesehen wurden die mit Paintball Gewehren in die Demos marschiert sind um Eskalationen zu provozieren. Mit solchem haben wir's zu tun, und es wird noch viel schlimmer werden.
  • Yogi Bär 03.09.2020 07:14
    Highlight Highlight Die Gewaltspirale in den USA endet erst wenn die Repluplikaner einsehen das Waffen keine Lösung sind, sondern das Problem! Doch ich glaube das Einsehen diesbezüglich geht noch sehr lange oder sehr viele Opfer.....
  • Roman Loosli 03.09.2020 07:01
    Highlight Highlight Man sollte alle zurückgebliebenen rassisstischen rednecks dieser Welt auf eine Insel verfrachten. Dort könnten sie den ganzen Tag Schiessen, Grillen und hätten ihre Ruhe. Und wir auch....
    • Theo Rehtisch 03.09.2020 12:03
      Highlight Highlight Die Insel nennt man Amerika
  • Lustiger Baum 02.09.2020 22:27
    Highlight Highlight Ein Drittweltland. Mehr ist es nicht mehr.
  • MaximaPoena 02.09.2020 22:27
    Highlight Highlight Ach ja, der Johnny English. Er hat für mich jegliche Glaubwürdigkeit verloren, als er jene, die - faktisch völlig korrekt - Covid19 als chinesisches Virus bezeichneten, als Rassisten brandmarkte. Schade, denn er kann durchaus witzig und sympathisch plaudern, aber auf ideologische Erziehung und zur Schau gestellter "Haltung" kann ich bei meiner Unterhaltung bestens verzichten.
  • eddie_c 02.09.2020 19:49
    Highlight Highlight Der Schütze hat sich selber verteidigt, nachdem er von mehreren Randalen verfolgt wurde.
    • Mutzli 03.09.2020 13:11
      Highlight Highlight @eddie_c

      Jo klar, handhaben wir das in Zukunft bei Amokläufern und Attentätern und aller Couleur auch so. Nach erstem Mordopfer wird alles weitere unter "Selbstverteidigung" verbucht.../i
  • Keller Baron 02.09.2020 18:48
    Highlight Highlight Beim Ehepaar mit der gezückten Waffe fallen mir gewisse dinge direkt auf, und zwar. Kein Mensch der den Umgang mit Waffen gelernt hat, hält die Waffe so wie die Dame auf dem Bild.

    1. den Finger auf dem Abzug, (schiessbereit) obwohl keine anbahnenden Gefahr!

    2. wenn schon schiessbereiter, dann Lauf immer in Blick richtung halten!

    3. halten der Waffe mit nur einer Hand!

    4. und zu dem allem, mit so stark angewinkeltem Ellenbogen würde der Rückstoß nach dem ersten Schuss, einem die Knarre direkt in die eigene Fresse fliegen lassen 🤦🏼‍♂️

    Aber Hauptsache eine Pistole in der Hand!
  • Tropennütteler 02.09.2020 18:28
    Highlight Highlight John Oliver😂 ne witzfigur🤸‍♂️
  • Fact checker 02.09.2020 18:09
    Highlight Highlight Ein weiterer schludrig recherchierter Artikel, mit 10 Minuten Abklärungen - hätte man auch folgendes herausfinden können:
    1: Das Anwesen der McCloskeys in St. Louis wurde durch einen Zaun geschützt, welche die "friedlichen Demonstranten" zuerst beschädigt hatten
    2: Die gesetzliche Grundlage in Wisconsin erlaubt das Tragen von "long guns" (Gewehren) erst ab 18; es gibt keine explizite Altersregelung für "hand guns" (Pistolen)
    3: Man kann sich die Videos anschauen und zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen.
    Aber jetzt wird wohl geblitzt werden - ist immer am Einfachsten....
  • Kontrovers 02.09.2020 16:43
    Highlight Highlight Diese brutalen Schiessereien hat es schon immer gegeben und sind nicht neues. Durch eine fast schon flächendeckende Video Überwachung und der ständig gezückten Mobile Kameras ist heute alles viel sichtbarer und präsenter. Zu meinen, unter Präsident Trump hätte sich das verschlimmert, verschliesst sich der Vergangenheit!
    • FrancoL 02.09.2020 18:22
      Highlight Highlight Es geht eher um die Rechtfertigung von solchen Taten, Sie können gerne Beispiele aus der Vergangenheit bringen, die ähnliche Rechtfertigungen belegen.
    • Imfall 02.09.2020 18:38
      Highlight Highlight das stimmt.... aber inzwischen würde man sich sogar wieder über die üblichen thoughts&prayers freuen! Trump verteidigt solche Leute und treibt sie sogar noch weiter an..
    • Wiedergabe 03.09.2020 04:50
      Highlight Highlight Wer meint, die Rhetorik des aktuellen Präsidenten hätte keinen Einfluss auf die Gesellschaft der USA verschliesst sich der Gegenwart.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phüdlibürger 02.09.2020 16:06
    Highlight Highlight Alles redet davon, dass der 17jährige Todesschütze in Notwehr gehandelt habe. Hätten die USA restriktivere Waffengesetze und könnte nicht jeder Halbschlaue im Supermarkt Waffen und Munition kaufen, wäre ein solcher Fall nicht eingetroffen.
    Polizisten hätten auch nicht in jeder Situation den Finger am Abzug. Da aber fast jeder mit einer Knarre herumläuft, ist das Risiko für die Polizei entsprechend hoch, was die Spirale der Gewalt immer weiter antreibt.
    • Alnothur 02.09.2020 17:29
      Highlight Highlight "Hätten die USA restriktivere Waffengesetze und könnte nicht jeder Halbschlaue im Supermarkt Waffen und Munition kaufen, wäre ein solcher Fall nicht eingetroffen."

      Stimmt. Dann wäre er nämlich von den Angreifern aufs Wüsteste zugerichtet worden.
    • Phüdlibürger 02.09.2020 18:00
      Highlight Highlight Falsch! Die Situation wäre gar nicht erst entstanden, weil der Junge ohne Waffe in der Hand gar nicht zum Schutz des Supermarktes angerückt wäre.
    • FrancoL 02.09.2020 18:23
      Highlight Highlight @Nein Alno; Er hätte den Schwanz eingezogen und hätte sich vom Acker gemacht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PVJ 02.09.2020 15:23
    Highlight Highlight Dummerweise schauen die Fans des Präsidenten seine Sendung nicht.
    • bebby 03.09.2020 06:27
      Highlight Highlight Genau. Eine Mehrheit der Amerikaner schaut Fox News und ist deshalb der Meinung, dass Trump der Einzige ist, welcher die USA vor Chaos und Zerstörung schützen kann. Und black live matters liefert Fox news dazu jede Menge Material...Leider.
      Biden wird auf Fox news als Marionette linker Extremisten dargestellt, welche den Weissen alles wegnehmen wollen.
    • Die_andere_Perspektive 03.09.2020 07:16
      Highlight Highlight Er schaltet dafür regelmässig gezielte werbespots auf in Sendungen von welchen er weiss, dass Trottel, eh Trump sie sieht.

      Play Icon
    • Auric 03.09.2020 07:28
      Highlight Highlight Die würden ob der linken Propaganda von ihm auch nur den Kopf schütteln, glaubt irgend jemand der die US Realität erlebt noch freiwillig die linken Terrorunterstützer wählt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Andre Buchheim 02.09.2020 15:21
    Highlight Highlight Dort wird der "genehme" Terror von Staats wegen gefördert. Das hat mit menschlicher Zivilgesellschaft nicht mehr viel zu tun. Das ist schändlich und ich hoffe, dass es hilft, die Vernünftigen zu aktivieren, Trump aus dem Amt zu wählen.
  • Ergo Sum 02.09.2020 15:18
    Highlight Highlight Trump fördert ganz offensichtlich und unter den Augen der Öffentlichkeit den offenen Rassismus. In seiner zweiten Amtszeit führt er dann die Sklaverei wieder ein.
  • lily.mcclean 02.09.2020 15:08
    Highlight Highlight Das war in der Tat wieder mal eine fantastische Folge. Völlig balla balla was da in den USA abgeht.
  • Lowend 02.09.2020 14:52
    Highlight Highlight John Oliver bringt die total verlogene Doppelmoral der Republikaner mal wieder auf den Punkt, aber so was von!
  • Zwiebeln haben Schichten 02.09.2020 14:42
    Highlight Highlight In der Sendung berichtete er zudem über einen Sheriff, der dafür ist, dass gewisse Menschen prophylaktisch in "Lagerhäuser" gesteckt werden. Dieser Typ ist noch immer im Amt.
    • SeboZh 02.09.2020 17:17
      Highlight Highlight Ist das etwa Sheriff Arpaio? ... Dachte bisher der sei mit Abstand der schlimmste Sheriffs der USA. Aber man lernt ja täglich dazu
  • De-Saint-Ex 02.09.2020 14:30
    Highlight Highlight John Oliver 👍🏼 grossartig, wie jedes mal, übrigens egal zu welchem Thema.
  • Varanasi 02.09.2020 14:23
    Highlight Highlight Zu dem Foto mit dem Ladeneigentümer:

    Das ist gar nicht der Ladeneigentümer, der wollte nicht für das Foto mit Trump herhalten. Also was macht das Trumpteam?
    Es fragt einfach einen ehemaligen Ladeneigentümer, der mit dem Laden aber gar nichts mehr zu tun hat.

    https://www.tmj4.com/news/local-news/kenosha-business-owner-declines-president-trump-photo-op-former-owner-replaces-him
    • Quacksalber 02.09.2020 17:56
      Highlight Highlight Skandalös und trumpistisch. Sie versuchen nicht mal einzukalkulieren, dass das eh rauskommt.
  • FrancoL 02.09.2020 14:08
    Highlight Highlight Die Amis haben den Züchter von Doppelstandards gesucht, gefunden und zum Präsidenten gemacht.
    Die Doppelstandards sind nun hoffähig und es wird lange dauern, bis wieder eine vernünftige und faire Sicht von Verbrechen Einzug halten wird.
    Hoffen wir dass dies bei uns nicht Schule macht, auch wenn wir auch in Europa nicht von Doppelstandards gefeit sind.
    • joe 02.09.2020 14:48
      Highlight Highlight Doppelstandartds gab es schon immer in Amerika. USA ist das Land der Doppelmoral und Doppelstandards. Unter Trump macht man das nun einfach viel offensichtlicher und gibt sich gar keine Mühe mehr es zu verheimlichen.
    • Gaechter Vrenä 03.09.2020 08:10
      Highlight Highlight Die Verheimlichung ist ja auch nicht mehr zu bewältigen in all dem Chaos, das er anrichtet 😜
    • El Vals del Obrero 03.09.2020 10:05
      Highlight Highlight Es gibt bei uns ja eine Partei, die fordert für die einen immer "der Staat muss dem mündigen Bürger vertrauen, Freiheit über alles" und bei den anderen "strengstens überwachen und harrrt durrrchgrrreiffen!"
  • du_bist_du 02.09.2020 14:04
    Highlight Highlight Diese moralischen Argumentationen helfen doch nichts, ausser den Klickzahlen.
    Heisse ich die Handlung des Jungen und des Ehepaares gut. Nein natürlich nicht. Aber wieso soll man das Ehepaar verurteilen, korrigiert mich, aber die dürfen das. Betreffend dem 17Jährigen. Wenn man isoliert das eine Video betrachtet, kann man sich in der fatalen Situation durchaus streiten. Von Notwehr bis weiss ich nicht was.
    Beleuchtet doch einfach, dass der Junge gar nicht so dort hätte sein dürfen laut Gesetz. Fordert Deeskalationskurse für jeden Hausbesitzer usw.

    Das wäre konstruktiv. Mehr Lösungsorientiert.
    • Alnothur 02.09.2020 14:27
      Highlight Highlight Er war aber nunmal dort und wurde angegriffen. Da wehrt man sich halt mit was man hat, und wenn man ne Waffe hat (die erst noch gut sichtbar war), dann halt damit. Der eine der drei Angreifer, auf die er geschossen hatte, trug übrigens ebenfalls illegal eine Waffe.
    • joe 02.09.2020 14:52
      Highlight Highlight Ja klar. Wenn der Andere auch eine illegale Waffe hatte ist es ja nicht so schlimm...

      *Facepalm

    • Frankygoes 02.09.2020 15:03
      Highlight Highlight Die Handlungen des 17-Jährigen werden Gerichte beurteilen.
      Der Punkt ist, der Junge wurde zu keiner Zeit von Polizisten als Bedrohung wahrgenommen, während Jacob Blake sieben mal von hinten angeschossen wurde, weil er möglicherweise ein Messer im Auto haben könnte.
      Das zeigt, dass es definitiv zwei Wahrnehmungen gibt, je nach Hautfarbe ist man entweder grundsätzlich eine lebensbedrohliche Gefahr oder völlig harmlos (selbst wenn man mit einer Waffe auf einen zuläuft). Das ist die Konsequenz von Angstmacherei und Hetze und da liegt das Problem.
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