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Madeleine Albright: «Was in Amerika passiert, ist die Hölle»



epa04214563 Former Secretary of State Madeleine Albright speaks at a discussion panel before an awards luncheon held by the National Democratic Institute to present the 2014 Madeleine K. Albright Grant to Aswat Nisaa (lit: 'Women's Voices') of Tunisia, at the Newseum in Washington DC, USA, 19 May 2014. Aswat Nisaa is a group that aims 'to give women a great role in Tunisia's political life and democratic transition'.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Madeleine Albright Bild: EPA/EPA

Die frühere US-Aussenministerin Madeleine Albright hat vor Präsident Donald Trump gewarnt. «Dass ein Mensch mit Macht denkt, er stehe über dem Gesetz, und eine freie Presse sei der Feind des Volkes, das ist gefährlich», sagte die 83-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) (Samstag) mit Blick auf den Präsidenten. «Was in Amerika passiert, ist die Hölle. In sehr vieler Hinsicht.» Die Demokratin Albright war von 1997 bis 2001 unter Präsident Bill Clinton Aussenministerin der USA.

Albright sagte laut RND, Faschismus beruhe stets auf einer Spaltung der Gesellschaft. «Ein Führer identifiziert sich mit einer Gruppe auf Kosten einer anderen, die dann als Sündenbock benutzt wird.» Das könnten Immigranten sein oder auch Schwarze, die gegen Polizeigewalt demonstrieren und dafür als Terroristen dargestellt würden. Faschismus sei «keine Ideologie, sondern ein Prozess, um die Macht zu gewinnen». Dabei würden Trennlinien in Gesellschaften, die ohnehin vorhanden seien, von politischen Führern für ihren eigenen Machtanspruch ausgenutzt. Dies sei nicht neu.

Vor wenigen Tagen hatte sie bereits dem «Stern» gesagt, Trump sei zwar kein Faschist. «Aber Trump hat mit Sicherheit einen autoritären Instinkt.» Er glaube, er selbst sei die Lösung von allem. Das besorge sie zutiefst. «Statt die Menschen zusammenzubringen, provoziert er Spaltung. Das ist eine Methode aus dem Einmaleins des Autoritarismus.» (sda/dpa)

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