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epa07167665 U.S. President Donald J. Trump smiles while speaking to Marines at Marine Barracks in Washington, D.C., USA, 15 November 2018. President Trump and the First Lady are meeting with Marines who responded to a building fire at the Arthur Capper Public Housing complex on 09 September 2018.  EPA/Andrew Harrer / POOL

Trump kann jetzt endlich wieder lachen, denn wegen seinen Beschwerden investieren andere Staaten mehr Geld in die Nato.  Bild: EPA/BLOOMBERG POOL

Die Nato hat plötzlich mehr Geld – und dankt Trump



Die regelmässigen Beschwerden von US-Präsident Donald Trump über zu niedrige Verteidigungsausgaben der Nato-Verbündeten zeigen ihre Wirkung. Dies sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Sonntag in einem Interview.

Die Forderungen Trumps hätten das Verteidigungsbündnis nicht geschwächt – vielmehr würden die Mitgliedstaaten bis Ende 2020 zusätzliche 100 Milliarden Dollar für die Verteidigung ausgeben, sagte Stoltenberg am Sonntag (Ortszeit) in der US-Sendung «Fox News Sunday».

«Also sehen wir einiges reales Geld und einige reale Ergebnisse», sagte Stoltenberg weiter und fügte hinzu: «Die klare Botschaft von US-Präsident Trump hat Auswirkungen.»

Trump reagierte umgehend auf die Äusserungen des Nato-Generalsekretärs. Stoltenberg habe «gerade erklärt, dass die Nato meinetwegen in der Lage war, deutlich mehr Geld von ihren Mitgliedern einzusammeln als je zuvor», erklärte er im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Zwei Prozent als Ziel

Trump hatte die Nato vor seinem Amtsantritt 2017 als obsolet bezeichnet und als US-Präsident mehrfach Zweifel an der Beistandsgarantie im Fall eines Angriffs genährt. Zudem fordert er deutlich höhere Verteidigungsausgaben, vor allem von Deutschland.

Die Nato-Staaten hatten 2014 vereinbart, die Verteidigungsausgaben binnen eines Jahrzehnts «Richtung zwei Prozent» ihres jeweiligen Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu erhöhen. Rund die Hälfte der 29 Mitgliedstaaten sind von dem Ziel jedoch noch deutlich entfernt.

Stoltenberg hielt sich in den vergangenen Tagen zu Gesprächen mit US-Aussenminister Mike Pompeo, dem amtierenden Verteidigungsminister Pat Shanahan und dem nationalen Sicherheitsberater John Bolton in Washington auf. (sda/afp)

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