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Polizist im US-Bundesstaat Kalifornien erschiesst schwarzen Radfahrer



Bei einer Polizeikontrolle in der kalifornischen Metropole Los Angeles hat ein Beamter einen schwarzen Radfahrer erschossen, der eine Pistole bei sich trug. Nachdem der Mann für eine Kontrolle angehalten worden sei, habe er einem der Beamten ins Gesicht geschlagen, erklärte das Büro des Sheriffs im Bezirk Los Angeles.

Dann habe er ein Bündel Kleider fallen gelassen, in dem eine «schwarze halbautomatische Pistole» zu sehen gewesen sei, erklärte Sprecher Brandon Dean am Montag (Ortszeit) vor Journalisten. Ein Beamter habe daraufhin mehrere Schüsse abgefeuert.

Protesters clash with deputies of the Los Angeles Sheriff's Department during protests following the death of Dijon Kizzee on Monday, Aug. 31, 2020, in Los Angeles, Calif. (AP Photo/Christian Monterrosa)

Protestierende treffen am Montag, den 31. August 2020, auf Polizisten, nachdem ein schwarzer Mann auf dem Fahrrad erschossen wurde. Bild: keystone

Der Fahrradfahrer wurde noch am Ort des Vorfalls für tot erklärt. Zunächst blieb unklar, wieso genau die Polizei den Mann gestoppt hatte. Der Vorfall werde nun untersucht, erklärte die Polizei. Örtlichen Medienberichten zufolge kam es wegen des Vorfalls in der Nacht zum Dienstag vereinzelt zu Protesten gegen Polizeigewalt.

Seit der Tötung des unbewaffneten Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in der Stadt Minneapolis Ende Mai hat sich in den USA eine starke Debatte um Rassismus und Polizeigewalt entwickelt, die auch zu Protesten geführt hat.

Erst vor etwa zehn Tagen schoss die Polizei einem Schwarzen in der Stadt Kenosha im Bundesstaat Wisconsin mehrfach in den Rücken. Der Fall von Jacob Blake, der schwer verletzt überlebt hat, führte zu neuen Protesten. (sda/dpa)

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Gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA

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    Alle Leser-Kommentare
  • Akzent 02.09.2020 11:34
    Highlight Highlight Wieso sollte ein Schwarzer einem Polizisten ins Gesicht schlagen, wo er doch genau weiss, wie gefährdet sein Leben dadurch ist? Das, und der angebliche Waffenbesitz können genauso gut vorgeschobene Gründe sein. Man weiss es nicht.
  • no_body_is_perfect 02.09.2020 06:33
    Highlight Highlight Nachdem der Mann für eine Kontrolle angehalten worden sei, habe er einem der Beamten ins Gesicht geschlagen, erklärte das Büro des Sheriffs im Bezirk Los Angeles.

    Wenn du in diesen Tagen als ein Mensch welcher Hautfarbe auch immer bei einer kontrolle einem Polizit ins gesicht schlägst und noch eine Waffe dabei hast, ist dir nicht mehr zu Helfen. Ist der Bericht vollständig, war das klar Notwehr und der Titel und der Titel reisserisch, Da die Polizeiliche Abwehr als Angriff impliziert wird.
  • Butschina 01.09.2020 23:06
    Highlight Highlight Mal abgesehen vom Rassismus wäre es von Vorteil, würden die Polizeibeamten in den USA besser ausgebildet. Das würde wohl etliche Leben retten. Das ist meine generelle Meinung und bezieht sich nicht auf einen bestimmten Fall.
  • P. Meier 01.09.2020 21:39
    Highlight Highlight Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie in den USA teilweise im vorletzten Jahrhundert oder noch früher strecken geblieben sind. Bei den Wahlen werden die Wahlmänner bestimmt, die dann ihre Stimme dem entsprechenden Kandidaten geben. Zu einer Zeit, wo das Reisen und die Datenübermittlung noch sehr schwierig war, sicher eine gute Idee. Dazu noch das System "erst mal schiessen und danach fragen" überzeugt wirklich für einen fortschrittlichen Staat.
  • Scarrus 01.09.2020 21:34
    Highlight Highlight Also ich stelle das hier einfach mal so rein. No Comment.

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  • Toerpe Zwerg 01.09.2020 21:01
    Highlight Highlight In den USA werden im Durchschnitt jeden Tag 2.5 Menschen durch die Polizei getötet. Ca. 30% davon sind Schwarze.

    Ca. Jeden Dritten Tag stirbt ein Beamter im Dienst.

    M.E. ist das Problem viel breiter zu analysieren als bloss unter dem Rassismus Aspekt. Dass aktuell einzig über getötete Schwarze berichtet wird, führt zu einer unzutreffenden Wahrnehmung.
    • Mox 01.09.2020 22:03
      Highlight Highlight Die demografische Zusammensetzung der US-Bevölkerung solltest du aber schon berücksichtigen, wenn du unzutreffende Wahrnehmung verhindern willst.
      Benutzer Bild
    • genauleser 01.09.2020 22:24
      Highlight Highlight Sucht man die von dir vergessene Quelle, erscheint einem Rassismus halt schon als wichtiger Aspekt:
      Afroamerikaner machen 13% der US-Bevölkerung aus - sie haben ein mehr als verdoppeltes Risiko, erschossen zu werden.
      80% aller Erschossenen waren bewaffnet.
      Bei den unbewaffnet Erschossenen machen Schwarze und Hispanics (16.2% der Bevölkerung) zusammen zwei Drittel aller Fälle aus.
      https://www.welt.de/politik/ausland/article141699536/US-Polizei-hat-bis-Mai-385-Menschen-erschossen.html
      Und hier die Ethnien:
      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/166858/umfrage/ethnien-in-den-usa/
    • Sprachrohr 01.09.2020 22:43
      Highlight Highlight @Mox

      Wenn du jetzt noch die soziale Schicht analysieren würdest, wärst du beim wahren Problem...
    Weitere Antworten anzeigen
  • piatnik 01.09.2020 20:27
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • Pidemitspinat 01.09.2020 19:18
    Highlight Highlight und es hört und hört nicht mehr auf.
    • Toerpe Zwerg 01.09.2020 23:16
      Highlight Highlight Jedes Jahr werden in den USA ca. 1'000 Personen durch Polizisten getötet.
    • _kokolorix 02.09.2020 08:28
      Highlight Highlight @Toerpe
      Hochgerechnet, müsste das in der Schweiz zu etwa 27 Getöteten pro Jahr führen. Die Realität sieht aber sehr anders aus. Ich führe das zu grossen Teilen darauf zurück, dass bei einer Auseinandersetzung hierzulande der Polizist der einzige ist der eine Schusswaffe dabeihat, weil auch schweizer Polizisten häufig sehr rassitisch eingestellt sind.
    • Illuminaughty 02.09.2020 09:56
      Highlight Highlight Die schweizer Polizei ist deutlich besser ausgebildet und setzt die Schusswaffe erst im äussersten Notfall ein. Solange eine Polizeiausbildung in den USA zum Teil gerade mal 6 Wochen dauert, wird es wohl nicht besser.
  • weissauchnicht 01.09.2020 19:09
    Highlight Highlight Wir wissen zwar zu wenig über den Fall, aber einmal mehr entsteht der Eindruck, dass das wohl nie aufhört...😢
  • Magnum 01.09.2020 18:57
    Highlight Highlight Jetzt werden Schwarze offenbar sogar schon erschossen, wenn sie ihre Waffe fallen lassen. Das Problem der exzessiven Polizeigewalt hat sich tief in die US-Gesellschaft gefressen. Es muss dringend angegangen werden. In einem demokratischen Rechtsstaat sollten sich Bürger nicht vor der Polizei fürchten müssen
    • Emil Eugster 02.09.2020 01:01
      Highlight Highlight Sie haben recht.
      Weisse mit Kriegsgerät um den Hals wie der Mörder in Kenosha wird vom Polizeichef als Patriot beschrieben und von der Polizei als Mistreiter für Ruhe und Ordnung gesehen, Schwarze im Besitz von Schusswaffen automatisch als tödliche Gefahr (eben sogar, wenn sie diese fallen lassen oder den Polizisten explizit darauf hinweisen, dass sie eine legale Schusswaffe im Auto haben) und werden deshalb sofort erschossen. Ebenso Kinder mit einem Spielzeug in der Hand auf dem Spielplatz, wenn sie schwarz sind.
    • _kokolorix 02.09.2020 08:35
      Highlight Highlight Das Problem nur auf Polizeigewalt zurückzuführen ist eine starke Vereinfachung.
      Die Gesellschaft der USA ist einfach sehr gewalttätig. Das zeigt sich in der Auswahl der Themen für Filme und Games, dem Werdegang der Nation, wo zuerst die Eingeborenen grossflächig getötet wurden und dann in der Sklaverei und dem Sezessionskrieg, der ausgesprochen brutal, auch gegen die Zivilbevölkerung, geführt wurde
  • Hugo Hugentobler 01.09.2020 18:52
    Highlight Highlight Warum kann man sich nicht einfach an die Anweisungen der Polizei halten? Warum schlägt man einem Polizisten ins Gesicht, wenn man noch eine Waffe dabei hat? Natürlich sind amerikanische Polizisten schnell bereit zur Waffe zu greifen. Insbesondere wenn sie in einem Bezirk arbeiten, in welchem nahezu jeder Straftäter auch bewaffnet ist und diese Waffe einsetzen würde. Evtl müsste sich die Afroamerikanische Communitiy auch selbst ein bischen an der Nase nehmen und diese Probleme angehen oder zumindest benennen, anstatt weiter zu machen wie bisher und danach zu protestieren.
  • Schiri 01.09.2020 18:41
    Highlight Highlight Einfach 👎👎👎
  • Meinung 01.09.2020 18:30
    Highlight Highlight Wer soll in den USA für Ruhe und Frieden sorgen? Eine frage die wohl noch lange ungeklärt bleiben wird. Ein Land am abgrund und ein Präsident, welcher noch mehr Öl ins Feuer giesst.
    Da hielft auch, God bless America nicht weiter.
  • Snowy 01.09.2020 18:20
    Highlight Highlight Dieser Fall ist - falls die Infos korrekt sind - anders zu beurteilen als die Fälle von Jacob Blake und George Floyd.

    Blake und Floyd wurden ohne Grund von den Beamten quasi exekutiert.

    Dieser Fall zeigt sich anders: Es ist bei einer polizeilichen Anhaltung sicher keine gute Idee, einem Beamten ins Gesicht zu schlagen (egal was der Grund für die Anhaltung ist) - erst recht, wenn man noch eine Waffe auf sich trägt.
    • Duweisches 01.09.2020 21:15
      Highlight Highlight Natürlich ist das keine gute Idee. Ist aber aktuell nur diese Seite: „habe er einem der Beamten ins Gesicht geschlagen, erklärte das Büro des Sheriffs“.

      Verschiedene Vorfälle in der Vergangenheit haben gezeigt, dass die tatsächlichen Vorfälle (Videos, Zeugenaussagen) häufig nicht mit den Polizeiberichten übereinstimmen. Aber warten wir erst einmal ab.
    • Kruk 02.09.2020 04:41
      Highlight Highlight Trotzdem denke ich wäre es möglich solche Menschen auf andere Weise ausser Gefecht zu setzen.

      Das Schiesszeig sitzt bei denen schon sehr locker.
    • Musikuss 02.09.2020 05:22
      Highlight Highlight Weisst Du, ob es die Wahrheit ist, dass er dem Beamten ins Gesicht geschlagen hat, oder ist das nur eine Schutzbehauptung des Polizisten, um die Erschiessung zu rechtfertigen? Hatte er wirklich eine Waffe, oder wurde die ihm erst nachträglich zugesteckt? Ist alles schon vorgekommen, leider! Deshalb hat die Polizei in den USA ein massives Glaubwürdigkeitsproblem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • «Shippi» 01.09.2020 18:17
    Highlight Highlight Natürlich hat die US-amerikanische Mehrheitsgesellschaft immer noch ein Rassismusproblem, das ist keine Frage. Aber wieso ändern die Amis nicht mal ihr Waffengesetz, damit nicht jede Bürgerin, jeder Bürger einfach so eine Waffe tragen kann? 😅
    • magnet1c 01.09.2020 21:16
      Highlight Highlight Sie nennen es Freiheit und so.
    • Octavius 02.09.2020 00:28
      Highlight Highlight Du gehst wirklich von dem aus ,dass er die Waffe legal in Besitz hatte?
      In LA gilt wie überall in der USA,vorbestrafte dürfen keine Waffe noch Munition weder kaufen noch besitzen.
      In LA ist das tragen von Waffen verboten. Man kann wie bei uns eine Waffe registriert besitzen aber nicht auf sich haben,ausser in ein paar wenige Staaten. Dann kann je nach Staat eine Waffe sichtbar getragen werden eine Waffe versteckt tragen dürfen nur wenige. Die meisten besitzen eine Waffe illegal.
    • Konsortin Sha'ira 02.09.2020 06:19
      Highlight Highlight Weil es für viele Teil ihrer "Identität", ihrer Mentalität ist, dass sie das Recht haben, sich selber (gegen jeden und alles) zu schützen. Das können und werden wir nie verstehen. Aber: das Land (i.e. die Bevölkerung) ist im Umbruch. Es wird noch lange dauern, aber sie sind auf dem Weg der Erkenntnis, dass es auch anders geht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bossac 01.09.2020 18:14
    Highlight Highlight Neben dem strukturellen Rassismuss ist das Problem doch, dass die Polizei ständig davon ausgehen muss, dass einfach jeder eine Waffe bei sich trägt und somit das eigene Leben bedroht ist. Würden die USA da endlich gesetzlich den Waffenbesitz einschränken, würde das auch die Arbeit der Polizei erleichtern. Dass ein Polizist sechs(!) Schüsse auf einen Verdächtigen abfeuert zeugt, falls es nicht irgendwelchen Ressentiments geschuldet war, auch einfach nur von schlechtern Polizeiausbildung und einer Angstreaktion.
  • Jacob Crossfield 01.09.2020 18:12
    Highlight Highlight Einen Verdächtigen zu erschießen, der die Waffe nicht in den Händen hält, das kommt wohl nur den miserabel ausgebildeten Cops in den USA in den Sinn. Ausbildung kostet und der amerikanische Staat muss ja sparen um die Steuergeschenke der Reichen zu kompensieren.
  • Phrosch 01.09.2020 18:05
    Highlight Highlight „Dann habe er ein Bündel Kleider fallen gelassen, in dem eine «schwarze halbautomatische Pistole» zu sehen gewesen sei...“ Hmm 🤔 darum muss man ihn erschiessen, weil er seine Waffe fallen lässt? Festnahme ist keine Option? 🙈
    • no_body_is_perfect 02.09.2020 06:39
      Highlight Highlight Wie viele Waffen hat er noch dabei und wie gut ist er in Kampfsport ausgebildet? Das sind wahrscheinlich die Fragen, welche dem Polizisten durch den Kopf gehen. Mit dem Hintergrund, dass er gerade einen Faustschlag ins Gesicht erhalten hat, darf er zurecht von mehr Waffen und/oder einer guten Kampfausbildung ausgehen. Weil wenn du einen Polizisten ohne dies angreifst bist du einfach nur BLÖD.

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