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epa08727066 US Speaker of the House Nancy Pelosi responds to a question from a member of the news media as she steps into an elevator following a television interview on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 07 October 2020. Pelosi criticized US President Donald J. Trump for withdrawing from negotiations with Pelosi on a coronavirus COVID-19 stimulus package, causing sharp market declines, but hours later Trump appeared to reverse course in a pair of tweets.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses. Bild: keystone

US-Demokraten wollen Amtsfähigkeit von Präsidenten prüfen lassen



Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus wollen eine Kommission zur Beurteilung des Gesundheitszustands von Präsidenten einrichten. Das Gremium solle künftig in Extremfällen die Amtsfähigkeit des Präsidenten prüfen, erklärte die Vorsitzende der Parlamentskammer, Nancy Pelosi, am Freitag in Washington. Dabei gehe es nicht um Amtsinhaber Donald Trump, sondern darum, in Zukunft einen solchen Mechanismus zu haben. Die Kommission soll erst nach der Wahl am 3. November auf den Weg gebracht werden.

Der Abgeordnete Jamie Raskin erläuterte, die Kommission solle von Vertretern beider Parteien gleichmässig besetzt werden. Sie soll aus 16 medizinischen Experten und früheren ranghohen Regierungsmitarbeitern bestehen, darunter möglicherweise auch Ex-Präsidenten. Die Mitglieder sollten dann selbst einen 17. Vertreter für die Kommission benennen. Rechtsgrundlage sei der 25. Verfassungszusatz. Er sieht Regelungen für Fälle vor, in denen der Präsident sein Amt nicht mehr ausüben kann.

Die Demokraten haben im Repräsentantenhaus, das am 3. November neu gewählt wird, die Mehrheit. Trumps Republikaner kontrollieren bislang allerdings den Senat, der nur zum Teil neu bestimmt wird. Ob das Gesetz Chancen hat, nach der Wahl von beiden Kammern beschlossen und vom Präsident ratifiziert zu werden, ist daher unklar.

Trump wiederum behauptete, die «verrückte Nancy Pelosi» wolle das Gremium nur einrichten, um den Demokraten Joe Biden im Falle eines Wahlsiegs durch Vizepräsidentin Kamala Harris ablösen zu können. Biden sei nicht im Stande, Präsident zu sein, schrieb Trump auf Twitter über seinen demokratischen Kontrahenten. Der Republikaner bewirbt sich bei der Wahl im November um eine zweite Amtszeit. (sda/dpa)

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