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Bernie oder Joe? Demokraten in der Schweiz haben eine klare Antwort

Anfang März haben hier lebende Amerikaner in den US-Vorwahlen ihre Stimme für ihren Präsidentschaftskandidaten abgegeben. Das Resultat fällt deutlich aus - aber weniger deutlich als im Ausland.

Benjamin Weinmann / ch media



Former Vice President Joe Biden, left, and Sen. Bernie Sanders, I-Vt., right, greet one another before they participate in a Democratic presidential primary debate at CNN Studios in Washington, Sunday, March 15, 2020. (AP Photo/Evan Vucci)
Joe Biden,Bernie Sanders

Wer wird's? Ex-Vizepräsident Joe Biden und US-Senator wollen beide ins Weisse Haus. Bild: AP

Joe oder Bernie? In den US-Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten hat sich in den letzten Wochen ein klarer Favorit abgezeichnet: Ex-Vize-Präsident Joe Biden. Doch in der Schweiz sieht das Bild anders aus. Anfang März, am «Super Tuesday», gaben die hier lebenden US-Amerikaner ihre Stimme ab. Und der Lieblingskandidat der Schweiz-Amerikaner ist deutlich der Sozialist Bernie Sanders.

Wie die Organisation «Democrats Abroad Switzerland» auf ihrer Homepage bekannt gibt, hat Sanders 46.3 Prozent aller Stimmen erhalten, während es Biden auf 30.9 Prozent bringt. Für die inzwischen ausgeschiedene Senatorin Elizabeth Warren stimmten 16.4 Prozent der Wähler.

Auch in anderen Ländern ausserhalb der USA wurde gewählt. Und dort war das Resultat sogar noch deutlicher. Bernie bringt es total auf 57.8 Prozent, Biden gerade mal auf 22.6 Prozent. Sanders hatte bereits vor vier Jahren, damals im Vorwahl-Kampf gegen Hillary Clinton, bei den Ausland-Amerikanern am meisten Stimmen geholt.

Doch wie schon 2016 droht Sanders 2020 das gleiche Schicksal, und er dürfte am Schluss am Parteitag nur auf Rang zwei landen, da die Wähler in den US-Staaten Biden bevorzugen. Die Ausland-Amerikaner werden somit neun Delegierte für Sanders an den Parteitag der Demokraten senden, und vier für Biden.

Bemerkenswert ist, dass in der Schweiz rund 26 Prozent mehr Stimmen eingegangen sind. Total waren es knapp 1000. Global betrug das Plus gegenüber 2016 rund 15 Prozent. Allerdings wäre das Plus wohl grösser ausgefallen, wäre die Corona-Krise nicht ausgebrochen. «Democrats Abroad Switzerland» hatte im Vorfeld stark für die Wahlen geworben und in Genf, Zürich und Basel Lokale für die persönliche Stimmabgabe organisiert.

Im Ausland leben rund neun Millionen Amerikaner, rund 2000 davon in der Schweiz.

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Huckleberry 28.03.2020 00:12
    Highlight Highlight Wäre es, angesichts Coronakriese und eines praktisch nicht aufholbaren Abstandes, nicht an der Zeit für Sanders das Rennen aufzugeben und Kräfte zu bündeln für die anstehenden Präsidentschaftswahlen?
  • Benjamin Keller 27.03.2020 19:52
    Highlight Highlight Woher hat diese Organisation ihre daten? Als Ausland-Ami stimmt man direkt im District ab in dem man zuletzt gewohn hat. (War zumindest bei mir so). Es git keine Schweizer-Vorwahl, sie müssten bei jedem District nachfragen ob ein Schwezer abgestimmt hat. Nicht sehr glaubwürdig.
  • Locutus70 27.03.2020 18:05
    Highlight Highlight Auf dem Bild kommen sie mir vor wie Statler und Waldorf :xD
  • Blue Sun 27.03.2020 14:03
    Highlight Highlight Seht Ihr warum die Rente mit 65 so Wichtig ist!
    Hier käme keinen Ü70 in den Sinn sich für den stressigsten Job der Welt zu Bewerben! Aber da in den USA keine Renten gibt, müssen die armen Rentner halt bis zum Koma Arbeiten.
    Es mögen gute Männer sein. Aber ich bleibe dabei, Ü70 sollten nicht zu so einer Wahl antretten, ausser bei Mr. Altersheim! Das sollten alle Ü70 doch bitte einsehen.
    • ulmo 27.03.2020 19:16
      Highlight Highlight Mit Social Security haben die USA seit 1935 ein Rentensystem, das war vor Einführung der AHV in der Schweiz.

      Wieso das Alter von Präsidentschaftsbewerbern so hoch ist, muss an etwas anderem liegen.
  • Aurum 27.03.2020 13:02
    Highlight Highlight Warum sucht man in den USA eigentlich in den Altersheimen nach dem neuen Präsidenten?
    • BVB 27.03.2020 15:04
      Highlight Highlight Hast du dir schon mal überlegt dass die Amerikaner nach Politik und nicht nach Alter wählen?
  • Auric 27.03.2020 12:05
    Highlight Highlight Ja die Auslandstürken wählen auch mehrheitlich jemanden den sie an ihrem Lebensmittelpunkt nicht haben möchten.
    • Fichtenknick 27.03.2020 12:30
      Highlight Highlight Oder (ein ganz revolutionärer Gedanke) sie sehen aus erster Hand, wie ein Bildungs- und Gesundheitssystem à la Bernie funktioniert.
    • D(r)ummer 27.03.2020 12:47
      Highlight Highlight Hahaha gut die Parallele gezogen.

      Aber nein.
    • Lightwood 27.03.2020 13:04
      Highlight Highlight Du meinst glaube ich die Amerikaner, welche in der Schweiz leben und trotzdem Trump wählen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Namenloses Elend 27.03.2020 11:58
    Highlight Highlight Es spielt keine Rolle, gegen die beiden gewinnt Trump (leider) trotzdem. Mit der Rentnertruppe seh ich schwarz 🙈
  • Unicron 27.03.2020 11:58
    Highlight Highlight War ja zu vermuten.
    Was ich nicht verstehe, ist wie Amerikaner welche hier in unserem stabilen System Leben, trotzdem republikanisch und besonders auch Trump wählen können.

    Gefällt es denen überhaupt in der Schweiz? Muss doch schrecklich sein für die, mit all diesen sozialen Absicherungen, bezahlten Krankentagen, Mindestlohn und Krankenversicherungen.
    • SLE7EN 27.03.2020 12:28
      Highlight Highlight Sicher gefällt es denen hier bei uns... Sie müssen für all diese benefits ja auch fast nix zahlen. Wohingegen in den USA für ähnliche Leistungen ein Vermögen fällig würde. Hier bezahlt die Allgemeinheit bei den Amis jeder selber.
    • reaper54 27.03.2020 12:40
      Highlight Highlight Naja schau nacb Deutschland oder nim generell die Auslandstürken. Die stimmen auch für einen konservativen religiösen möchtegernsultan....
      Dagegen scheinen die Amis doch schon vernünftiger...
    • PC Principal 27.03.2020 13:16
      Highlight Highlight In der Schweiz haben wir keinen Mindestlohn und keine staatliche Einheitskrankenkasse.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caligula 27.03.2020 11:52
    Highlight Highlight Nicht verwunderlich. Amerikaner, welche in der Schweiz leben sehen, dass Bernies Ideen gar nicht so radikal, sondern sehr vernünftig sind und auch funktionieren.
  • Joe Smith 27.03.2020 11:47
    Highlight Highlight Kann man daraus schliessen, dass auch Amerikaner, wenn sie einmal das europäische Leben aus eigener Erfahrung kennen gelernt haben, plötzlich die Vorzüge der «sozialistischen Hölle» zu schätzen beginnen?
    • freeLCT 27.03.2020 12:21
      Highlight Highlight @Joe Smith:

      Nein.
    • Lokutus 28.03.2020 17:48
      Highlight Highlight @ freeLCT: Ami go home!!! 😃😃😃
  • Joe Smith 27.03.2020 11:42
    Highlight Highlight Hört endlich auf, Bernie Sanders einen Sozialisten zu nennen. Ja, im politischen Bezugssystem der USA steht er weit links, aber das ist noch sehr weit weg von sozialistisch.
    • Auric 27.03.2020 14:11
      Highlight Highlight Stimmt, andere bezeichnen ihn als Marxist
      Play Icon
    • Binnennomade 27.03.2020 18:00
      Highlight Highlight Bezeichnet er sich nicht selbst als Sozialisten? 🤔
    • AdvocatusDiaboli 27.03.2020 19:04
      Highlight Highlight @Joe Smith: Und was genau muss Bernie denn noch tun, damit er hier als Sozialist gilt? Welche seiner Positionen muss er ändern?

      Das hat mir hier noch nie einer beantwortet.
  • felixJongleur 27.03.2020 11:31
    Highlight Highlight Die neuesten Beschuldigungen wegen sexueller Übergriffe schwächen die Position von Biden neben seiner offensichtlichen gesundheitlichen Verfassung gerade nochmals massiv. Krass, der Topshot des demokratischen Establishments fällt inner kürzester Zeit auseinander. Ich bin mal gespannt ob die Medien bei Biden nur schon Ansatzweise mit der gleichen Elle wie bei Trump oder Kavanaugh messen. Naja, bis anhin erwähnt bspw. Trevor Noah die Misstände bei Biden nicht einmal, same bei Colbert, aber lange wird man das nicht mehr unter dem Deckel halten können.
    • De-Saint-Ex 27.03.2020 11:50
      Highlight Highlight Falsch: wenn schon dann Vorwurf der Belästigung und nicht Übergriffe (bei der Wahrheit bleiben)... und wenn, dann wäre er in dieser Hinsicht ein „würdevoller“ Nachfolger...
    • opwulf 27.03.2020 12:16
      Highlight Highlight De-Saint-Ex:
      Play Icon
    • felixJongleur 27.03.2020 12:17
      Highlight Highlight "According to Reade, Biden pressed her up against a wall and digitally penetrated her without her consent. “It happened all at once, and then… his hands were on me and underneath my clothes,” she says."
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 27.03.2020 11:29
    Highlight Highlight „Und der Lieblingskandidat der Schweiz-Amerikaner ist deutlich der SOZIALIST Bernie Sanders.“ Herr Weinmann, echt jetzt?!
  • felixJongleur 27.03.2020 11:17
    Highlight Highlight Wer sich nur ein wenig mit US Politik befasst, und nach den letzten Auftritten von Biden immer noch an ihm festhält - phu, der Mann braucht Ruhe und Betreuung, es geht ihm wirklich nicht gut.

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«Ich kann nicht atmen!»: Tod des Afro-Amerikaners in Minneapolis löst massive Proteste aus

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