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epa07480935 US President Donald J. Trump (R) meets Jens Stoltenberg, Secretary General of the North Atlantic Treaty Organization (NATO) in the Oval Office of the White House in Washingtonn, DC on 02 April 2019. This week Washington hosts the NATO Foreign Ministers meetings.  EPA/Ron Sachs / POOL

Jens Stoltenberg lauscht den Ausführungen Donald Trumps – und dürfte die Fehler auch bemerkt haben. Bild: EPA/Consolidated News Photos POOL

Trumps bizarrer Auftritt mit Stoltenberg – der Präsident macht gleich 2 merkwürdige Fehler



Donald Trump hat sich im Rahmen des 70-jährigen Bestehens der Nato mit dem Generalsekretär des Verteidigungsbündnisses, Jens Stoltenberg, getroffen. Während des Treffens beantwortete der US-Präsident einige Fragen von Journalisten, sorgte aber eher für Verwirrung, statt für Aufklärung.

Zunächst ging es um die erneute Kritik, die Trump an Deutschland äusserte. Der 72-Jährige meint, dass Deutschland seinen gerechten Anteil innerhalb der Nato nicht bezahlt, was er gegenüber Stoltenberg zum wiederholten Male zum Ausdruck brachte.

Der US-Präsident will, dass seine Bündnispartner die Verteidigungsausgaben merklich erhöhen. Mit dieser Forderung hat er bereits früher für ziemliche Spannungen innerhalb des Bündnisses gesorgt.

President Donald Trump speaks as he meets with NATO Secretary General Jens Stoltenberg in the Oval Office of the White House, Tuesday, April 2, 2019, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)

Donald Trump: Der US-Präsident erneuerte seine Kritik an den Bündnispartnern. Bild: AP/AP

Bei einem Nato-Gipfeltreffen im vergangenen Sommer in Brüssel hatte Trump sogar einen Austritt der USA aus dem Bündnis nicht ausgeschlossen, sollten nicht alle Bündnispartner sofort zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgeben.

Laut dem jüngsten Nato-Jahresbericht lagen die deutschen Ausgaben im vergangenen Jahr bei 1,23 Prozent. Die mittelfristige Planung von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht für das Jahr 2023 lediglich 1,25 Prozent vor. Demnach müssten die Verteidigungsausgaben von 2023 auf 2024 um einen zweistelligen Milliardenbetrag erhöht werden, wenn das Ziel erreicht werden soll. Das hatte für neuen Unmut von Seiten der US-Regierung gesorgt. Die USA lagen zuletzt bei einem Wert von 3,39 Prozent.

Fehler Nummer 1

Trotz all der Kritik brachte der Präsident jedoch auch seine Verbundenheit mit Deutschland aufs Parkett. Trump sagte:

«Ich meine, Deutschland zahlt ehrlich gesagt nicht seinen gerechten Anteil. Ich habe grossen Respekt vor Angela und ich habe grossen Respekt vor ihrem Land. Mein Vater ist Deutscher. Stimmt's? War Deutscher. Und an einem sehr schönen Ort in Deutschland geboren, und daher hege ich grosse Gefühle für Deutschland.»

Trumps Gefühle in Ehren, vielleicht mag er Deutschland ja wirklich. Aber sein Vater wurde definitiv woanders geboren: Fred Tump kam 1906 in der Bronx in New York auf die Welt. Dessen Vater, Friedrich Trump, kam aus Deutschland und verliess Europa im Jahr 1885 in Richtung Amerika.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump diesen Fehler gemacht hat. Bereits in zwei Fällen zuvor sagte er, dass sein Vater aus Deutschland stamme. Auch damals ging es um die Beziehungen zwischen Europa und den USA.

Fehler Nummer 2

Die falsche Aussage über seinen Vater war nicht der einzige Lapsus während der gestrigen Fragerunde. Der US-Präsident hatte offensichtlich Mühe mit dem Begriff «origin», was so viel wie «Herkunft» oder «Ursprung» bedeutet.

Der Präsident sagte zu den Journalisten, dass der Bericht von Sonderermittler Robert Mueller ihn komplett entlaste. Sowohl in der Russland-Affäre und auch bezüglich des Vorwurfs der Justizbehinderung. Deshalb forderte er die anwesenden Medienleute dazu auf, den Ursprung der Ermittlungen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Doch statt Ursprung, «origin», sagte Trump mehrmals und deutlich hörbar «oranges». Und das klang dann so:

«Ich hoffe, sie untersuchen jetzt die Orangen, die Orangen dieser ... Untersuchung, den Anfang dieser Untersuchung.»

... und die Reaktionen

Der bizarre Auftritt Trumps sorgte für viel Gesprächsstoff. In einem viel beachteten Tweet schrieb eine Userin: «Dass Trump Orangen statt Herkunft sagt, ist ein Warnsignal für jeden wie mich, mit Eltern, die einen Schlaganfall hatten.» Trump habe erkennen lassen, dass ihm das richtige Wort entfallen sei und habe dieses ersetzt. Dies sei bei Menschen mit Aphasie oder Frontotemporaler Demenz üblich.

Eine andere Userin merkte an, dass Trump bereits ziemlich viele Versprecher unterlaufen seien, das obschon er selbst behauptet hatte, dass er «die besten Worte» habe.

Andere User machten sich derweil weniger Sorgen und konnten über den Fehler lachen.

Das Fazit des merkwürdigen Auftritts: «Trump kennt nicht einmal die Orangen seines eigenen Vaters.»

(cma/sda/dpa)

Mueller-Bericht entlastet Trump in der Russland-Affäre

Video: srf

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