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Die Welt im Corona-Dilemma: Vorsicht oder Rückkehr zum Normalbetrieb?

Ein Überblick über die Situation in verschiedenen europäischen Ländern und den USA.



Die Versuchung, Beschränkungen des öffentlichen Lebens zurückzufahren, ist gross angesichts der wirtschaftlichen Verluste. Aber Virologen warnen: Auch wer zu früh kommt, den bestraft das Leben. Es bestehe das Risiko, dass die Infiziertenzahlen wieder hochschnellen könnten. Der prominente Immunologe und Berater Trumps, Anthony Fauci, hält eine Rückkehr zur Normalität allenfalls schrittweise und mit regionalen Abstufungen für möglich.

USA wollen Wirtschaft bald wieder hochfahren

Das öffentliche Leben in den USA steht wegen der Krise in weiten Teilen still, was der Wirtschaft extrem zu schaffen macht. Ursprünglich hatte Trump eine Rückkehr zur Normalität schon für diese Tage, zu Ostern, in Aussicht gestellt. Aber dann traf die Covid-19-Pandemie die USA mit voller Wucht, täglich gibt es seither traurige Rekorde. Die USA haben inzwischen in absoluten Zahlen weltweit die meisten Toten durch die Corona-Epidemie zu verzeichnen: Mehr als 22'000 Menschen starben bis zum Abend des Ostersonntag im Zusammenhang mit dem Virus.

epaselect epa08355254 In an aerial photograph, a backhoe is seen  next to large burial trenches and abandoned buildings on Hart Island, located in the Long Island sound, off the coast of the Bronx, New York, USA, on 10 April 2020. New York City has used the island for many years to bury unclaimed bodies and officials have suggested the idea of temporary burials of victims of COVID-19 on the island, which is the country?s largest public burial ground. The island was once a Civil War prison camp, a tuberculosis patient colony, and a burial site for unclaimed victims of HIV/AIDS epidemic in the 1980s. New York City is still the epicenter of the coronavirus outbreak in the United States and there are continuing concerns that the health care system, and morgues, will be inundated with COVID-19 patients.  EPA/JUSTIN LANE

Auf Hart Island in New York werden Massengräber ausgehoben – falls sie gebraucht werden. Bild: EPA

Trump will die Wirtschaft rasch wieder zum Laufen bringen und voraussichtlich am Dienstag ein Expertengremium vorstellen, das über den Zeitplan für eine Lockerung der geltenden Beschränkungen beraten soll. Aber nachdem der Präsident sich schon massive Kritik der oppositionellen Demokraten und der Medien einhandelte, die Corona-Gefahr lange verharmlost und das Steuer erst viel zu spät herumgerissen zu haben, warnt Fauci seinen Chef jetzt vor übereilten Schritten in die andere Richtung: Möglicherweise könnte der Prozess einer vorsichtigen Öffnung «zumindest auf gewisse Weise» im kommenden Monat beginnen.

Vorhersagen dieser Art seien aber schwierig, und man dürfe nicht vorschnell handeln. Das Eis, auf dem sich Politiker und Experten in der Corona-Krise bewegen, ist immer noch dünn, vieles über das Virus immer noch nicht genau bekannt.

Sicheres Contact-Tracing, Made in Switzerland

Am Sonntag versuchte Trump den Vorwurf zu entkräften, er habe zu spät auf die heraufziehende Pandemie reagiert. Er verstehe nicht, warum die Medien und die US-Demokraten ihn dann so heftig für die Einführung eines Einreiseverbots aus China kritisiert hätten, schrieb er auf Twitter und fügte hinzu: «Korrupte Medien!». Ranghohe Berater des Präsidenten hatten Medienberichten zufolge bereits Ende Januar vor einer Coronavirus-Pandemie gewarnt, in deren Folge Hunderttausende Amerikaner ums Leben kommen könnten. Trump selbst beteuerte noch bis Anfang März, das Virus sei für die USA kein Grund zur Sorge.

Spanier kehren zu Arbeit zurück

In Spanien, wo Ostermontag kein Feiertag ist, steht die erste Lockerung der strikten Ausgehbeschränkungen für die fast 47 Millionen Einwohner an. Seit zwei Wochen durfte nur noch zur Arbeit, wer in unverzichtbaren Branchen tätig ist. Ab Montag dürfen die meisten Spanier nun an ihre Arbeitsplätze zurückkehren – die strenge Ausgehsperre, die noch bis mindestens Mitternacht am 25. April gilt, bleibt aber ansonsten bestehen. Privat dürfen die Menschen seit Mitte März nur noch zum Einkaufen und in Sonderfällen vor die Tür.

epaselect epa08359122 A deliverer rides on a scooter along an empty highway in Valencia, Spain, 12 April 2020. Spain is currently under lockdown due to the coronavirus pandemic.  EPA/KAI FOERSTERLING

Momentaufnahme vom Sonntag: Nur ein Essenslieferant ist in Barcelona unterwegs. Bild: EPA

«Die Pandemie wird kontrolliert. Die Daten werden in den kommenden Wochen dank des wirtschaftlichen Winterschlafes noch besser sein», sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez mit Blick auf die zweiwöchige Zwangspause der Arbeitnehmer. Die positive Tendenz im Kampf gegen das Virus hielt derweil auch über Ostern an. Binnen 24 Stunden wurden knapp 4200 neue Fälle registriert, eine Zunahme um knapp 2,6 Prozent auf insgesamt 166'000 – eine vergleichsweise niedrige Zuwachsrate.

So sieht der Lockdown in Barcelona aus:

Italien zählt weniger Todesfälle

Einen Hoffnungsschimmer gab es auch aus Italien. Dort wurden am Ostersonntag 431 Corona-Tote binnen 24 Stunden registriert. So niedrig war der Anstieg seit längerem nicht gewesen. Insgesamt starben in dem Land seit Februar 19'899 Menschen im Zusammenhang mit der Covid-19-Krankheit, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Gesamtzahl der Infizierten stieg moderat auf 156'363 Fälle (plus gut 4000).

epa08358307 View of the square and church of Santa Maria Novella in Florence during lockdown emergency period aimed at stopping the spread of the Covid-19 coronavirus. Although the lockdown and full absence of people, the scenery of the Italian squares and monuments remain fascinating, Florence, Italy, 11 April 2020..(issued 12 April 2020)  EPA/FABIO MUZZI

Füllen sich die Florenzer Plätze bald wieder? Bild: EPA

Grossbritannien noch nicht über den Berg

Von einem «düsteren Tag» sprach jedoch der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. Die Corona-Todeszahlen hatten am Wochenende die 10'000er-Marke übersprungen. Experten rechnen mit einer hohen Dunkelziffer, da vor allem viele Opfer in Seniorenheimen noch nicht erfasst sind. Viele Experten fürchten, dass das Gesundheitssystem der Krise nicht standhalten werde und Grossbritannien schon bald das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa sein könnte.

Hospital staff takes a break outside St Thomas' Hospital in central London as British Prime Minister Boris Johnson is in intensive care fighting the coronavirus in London, Tuesday, April 7, 2020. Johnson was admitted to St Thomas' hospital in central London on Sunday after his coronavirus symptoms persisted for 10 days. Having been in hospital for tests and observation, his doctors advised that he be admitted to intensive care on Monday evening. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death.(AP Photo/Kirsty Wigglesworth)

Medizinisches Personal des St.Thomas-Spitals in London macht eine Pause. Bild: AP

Aber zumindest der an Covid-19 erkrankte Premierminister Boris Johnson hat seine schwere Erkrankung überstanden. Er konnte das Krankenhaus verlassen und soll sich nun auf dem Landsitz Chequers erholen. Der 55-Jährige lobte die Mitarbeiter des St.Thomas' Hospitals in höchsten Tönen: «Ich verdanke ihnen mein Leben.» Es wird erwartet, dass er erst in einigen Wochen die Regierungsgeschäfte übernehmen kann. Johnson ist über den Berg, sein Land noch nicht.

Frankreich weiter hart getroffen

Die Massnahmen zur Eindämmung des Virus beginnen in Frankreich Wirkung zu zeigen, dennoch bleibt die Lage ernst. Fast 14 400 Menschen sind an den Folgen von Covid-19 verstorben, wie das Gesundheitsministerium am Sonntagabend in Paris mitteilte. Wenigstens sank am vierten Tag in Folge die Zahl der Menschen, die auf der Intensivstation behandelt werden, leicht. «Diese Daten bestätigen, dass die Epidemie in unserem Land in dynamischer Weise weitergeht und es weiterhin hart trifft», so das Gesundheitsministerium. Man beobachte den Beginn «eines sehr hohen Plateaus», müsse aber wachsam bleiben.

Am Montagabend wollte sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erneut mit einer Rede an seine Landsleute wenden. Es wird erwartet, dass der Präsident die Dauer der Verlängerung der strengen Ausgangsbeschränkungen verkünden wird. Das «Journal du Dimanche» schrieb, dass sogar eine Verlängerung der Ausgangsbeschränkung bis Mitte oder Ende Mai möglich sei. Die Regelungen gelten in Frankreich seit dem 17. März. Das Haus dürfen die Menschen nur für notwendige Dinge wie Einkaufen verlassen, Spazieren gehen oder Sport ist nur eine Stunde pro Tag im Umkreis von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt.

(sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rethinking 13.04.2020 16:32
    Highlight Highlight „Ab Montag dürfen die Spanier an ihre Arbeitsplätze zurückkehren – die strenge Ausgehsperre bleibt aber ansonsten bestehen. Privat dürfen die Menschen nur noch zum Einkaufen und in Sonderfällen vor die Tür.“

    Meines Erachtens macht dies aus medizinischer Sicht überhaupt keinen Sinn...

    Die Ansteckungsgefahr ist da, egal ob ich arbeite oder privat was unternehme...

    Je nach Arbeitgeber und dessen Verantwortungsbewusstsein, ist das Social Distancing um einiges schlechter als im privaten...

    Vor allem kann ich im privaten meine Verantwortung war nehmen, bin im Geschäft aber fremdbestimmt...
  • Grötzu 13.04.2020 16:18
    Highlight Highlight Vorsicht und Rückkehr über längere Zeit
  • Hanuta 13.04.2020 15:34
    Highlight Highlight Ich lebe mit meiner Familie in Schweden. Schulen und alle Geschäfte sind offen. Das Gesundheitssystem hält der Belastung stand, obwohl Schwedens Gesundheitssystem weniger gut ausgebaut ist wie das in der Schweiz. In dem Sinne: schaut in den Norden und öffnet die Schulen!
    • Kruk 13.04.2020 16:22
      Highlight Highlight Wenn dies in Schweden klappt, was wir erst noch sehen werden, ist das sehr gut. (ist bei euch das Virus nicht später angekommen?)
      In der Schweiz hätten wir mit dieser Strategie längst Zehntausende tote. Wir leben hier dicht besiedelt, Pendeln jeden Morgen durchs ganze Land, und die Lombardei liegt neben an.
  • Hiker 13.04.2020 15:27
    Highlight Highlight Ich finde einige Kommentare hier entsetzlich. Aussagen wie: es trifft ja nur ü80 und Menschen mit Vorerkrankungen machen mich sprachlos. In was für einer Welt leben wir eigentlich in der das Wohlergehen von zum Glück nicht Betroffenen höher eingeschätzt wird als jenes der unglücklichen die daran sterben könnten? Wie arrogant und selbstsüchtig muss man sein so etwas unbeschreibliches zu fordern? Bitte sagt mir, dass nicht alle hier so denken. Bleibt gesund und dankbar wenn Ihr (noch) nicht betroffen seid.
    • Kruk 13.04.2020 15:56
      Highlight Highlight Erstens dies und zweitens geht es nicht nur um jene die daran sterben, wir wissen sehr wenig über die Krankheit, es wird auch bei überlebenden von der nicht seltenen möglichkeit bleibender Schäden gesprochen, Reaktivierungen etc.
      Natürlich können wir nicht ewig die Schule, Restaurants etc geschlossen halten aber einfach alles sofort öffnen wie zuvor wäre wohl der grösst mögliche Fehler.
    • blueberry muffin 13.04.2020 16:28
      Highlight Highlight Das ist halt der typische Egoist. Der Kapitalismus zuechtet so Menschen heran.
    • Kruk 13.04.2020 17:24
      Highlight Highlight Blueberry, eigentlich wäre jetzt der Moment von dem wegzukommen.

      Möglicherweise zwingt uns der Klimawandel sowieso bald in eine ähnliche Situation.
  • Der Bosnier 13.04.2020 15:24
    Highlight Highlight Der Altersmedian der Verstorbenen liegt gemäss BAG bei genau 84 Jahren. 60% Männer, 40% Frauen. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt momentan ca. 83.6 Jahre. Werden wir die effektiven Zahlen in 1-2 Jahren vergleichen, werden wir sehen, dass über ein ganzes Jahr gesehen, die Anzahl Todesfälle nicht wirklich verändert ist, sondern einfach ungleichmässiger auf die Monate verteilt war. Demensprechend wird sich auch keine Veränderung bei der Lebenserwartung bemerkbar machen. Von daher sollten die Angehörigen der Risikogruppen weiterhin geschützt werden. Die Jungen gehen wider Arbeiten.
    • Garp 13.04.2020 17:02
      Highlight Highlight Oh noch in Prophet, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat.
      Die 2 Bosnier die ich kenne, hatten Familentreffen dieses WE. Die Jungen besuchten ihre Eltern mit Enkeln und Neffen kamen auch. Hätte man nun diese Jungen=Angehörige schützen müssen, die Kinder und Neffen? Wenn ja, wie denn? Sehr rücksichtsvoll den Kindern und Neffen ihren Eltern gegenüber, sie der Gefahr auszusetzen (Risikogruppe) . Klar ist das nicht repräsentativ. Was Du sagst ergibt überhaupt keinen Sinn.
    • Der Bosnier 13.04.2020 17:27
      Highlight Highlight Lieber Garp. Habe ich gesagt, alle sollten nun nach draussen gehen oder ihre Eltern besuchen? In Wirklichkeit bin ich auch kein Bosnier, von daher kannst du dir dies sparen.
    • Garp 13.04.2020 18:05
      Highlight Highlight Du schriebst die Angehörigen der Risikogruppen sollen geschützt werden. Risikogruppen so ca. 1.5 Mio in der Schweiz, die Angehörigen dann vielleicht nochmal 5 mio. . Wie willst Du das bewerkstelligen. Es würde reichen, wenn sich jeder vorerst an die Empfehlungen hält. Meine Fragen hättest Du nun trotzdem beantworten können, selbst wenn Du kein Bosnier bist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dmark 13.04.2020 13:39
    Highlight Highlight Mal so herum gefragt - was will man? Sollte man noch eine gewisse Zeit die Zähne zusammen beissen, evtl. kleineren Geschäften unter entsprechenden Auflagen ihren Betrieb ermöglichen und die Zahlen der Ansteckung weiter reduzieren oder lockert man nun die Massnahmen und hat dann u.U. in kurzer Zeit wieder das gleiche Szenario?
    Eine "Normalität", wie wir sie vor dem Ausbruch kannte, wird sich - wenn überhaupt - erst mit einem geeigneten Impfstoff einstellen.
    • Eiswalzer 13.04.2020 13:54
      Highlight Highlight Dann nehmen wir mal an, der Impfstoff kommt im Frühjahr 2021. Bis dahin wollt ihr wie das Kaninchen vor der Schlange in Schockstarre verharren???
      Wenn wir das tun, werden die Folgen der Massnahmen (inkl. indirekte Tote) wesentlich höher sein als durch das Virus selbst. Einfach über ein paar Jahre gerechnet. Dann siehts halt in Statistiken etwas “schöner” aus, bzw. die fixierte Angst vor dem Virus (einem “Schuldigen”) ist bedient...
    • Garp 13.04.2020 14:14
      Highlight Highlight Bist Du nun unter die Propheten gegangen Eiswalzer oder sprichst Du hier als Wissenschaftler, der Modellberechnungen macht?
    • Eiswalzer 13.04.2020 14:24
      Highlight Highlight Garp:
      Auch wenn ich 2 wissenschaftliche Abschlüsse habe, spreche ich hier nicht als Wissenschaftler. Modellberechnungen waren bisher mehrfach falsch (zb was die Belastung der Spitäler angeht, wo die meisten Däumchen drehen). Ich habe grad ne Partnerin daheim, Spitalangestellte auf Kurzarbeit. Weil nichts mehr gemacht wird im Spital. Seit 3 Wochen “wartet” man auf die grosse Welle, es sind nie mehr als 3-5 Covidfälle dort...
      oder die Modellrechnungen der Wirtschaft, welche sich als zu milde rausstellen und der Schaden im März bereits grösser war als erwartet...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 13.04.2020 13:33
    Highlight Highlight Natürlich werden die Zahlen hochschnellen, wenn man Lockerungen macht - aber dazu gibt es keine Alternative.

    Wir werden damit leben müssen, das Menschen sterben. Das haben sie seit Anbeginn der Menschheit getan und werden es bis zum Aussterben der Menschheit tun.

    Leider gibt es für die Schweiz noch keine Zahlen (ich hab noch keine gesehen) über die Situation in Alten- und Pflegeheimen. In Belgien kommen 40 % der Toten aus Alten- und Pflegeheimen. Ich denke da muss am Hygienemanagement gearbeitet werden.

    Wir können viele, aber nicht alle retten.
    • ächt jetzt 13.04.2020 13:47
      Highlight Highlight Einfach gesagt, wenn man selber nicht zu einer Risikogruppe gehört.
    • Eiswalzer 13.04.2020 13:58
      Highlight Highlight Ächt jetzt:
      Niemand sagt, man müsse das Virus nicht ernst nehmen und einfach nichts tun.
      Aber man kann nicht einfach 1-2 Jahre wegen dieses Virus alles runterfahren (mit nicht vorhersehbaren Folgen). Risikogruppen müssen sich auch jederzeit vor anderen Infektionen schützen. Ironie ist ja, dass vor allem zu Beginn der Pandemie vor allem ebenjene sich NICHT an die Empfehlungen hielten...
    • Garp 13.04.2020 14:11
      Highlight Highlight Es ist ja auch nicht geplant, alles runterzufahren für 1-2 Jahre. Und dass sich Risikogruppen nicht an die Empfehlungen hielten, kannst Du auch nicht pauschalisieren. Aber man kann den Riskiogruppen auch nicht 1-2 Jahre Hausarrest verordnen und alle drumrum leben fröhlich weiter als wäre nix und den Schutz der Risikogruppen denen selber überlassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 13.04.2020 11:46
    Highlight Highlight Die USA befinden sich auf einer gefährlichen Gradwandeurng. Wenn sie lockern, sterben Menschen. Aber wenn sie weiter den Lockdown machen, droht eine Wirtschaftskrise wie 2008, die in den USA über 3 Jahre allein 200'000 zusätzliche Krebstote verursachte. Plus eine riesen Opioidkrise, die weitere 30'000 Tote pro Jahr forderte.

    Hier zeigen sich dann die Vorteile eines gut ausgebauten Sozialstaats...
    • Sälüzäme 13.04.2020 12:20
      Highlight Highlight Mir erschliesst sich der Zusammenhang von Witschaftskrise und Krebserkrankung nicht. Bekommen die Menschen bei einer Wirschaftskrise mehr Krebs und warum? Die Behandlung ist in den USA immer sehr teuer und muss vorwiegend selber bezahlt werden, trotz Krankenversicherung. Mein Arbeitskollege hat es deshalb nicht überlebt. Die Opiatkrise hat erst in den letzten 3-4 Jahren, also bei brummender Wirtschaft ein so katastrophales Ausmass angenommen.
    • Ökonometriker 13.04.2020 14:29
      Highlight Highlight @Sälüzäme: genau bei den Kosten liegt der Hund begraben:
      die Leute verlieren den Job, damit die Krankenkasse und können sich die Behandlung nicht mehr leisten.

      Die Drogentoten folgen nach Krisen immer zeitversetzt, da stets eine mehrjährige "Drogenkarriere" vorausgeht.
      Prof. Nagelhout von der Maastricht Uni hat bezüglich den Hintergründen einige Studien veröffentlicht, die die Mechanismen im Detail erklären.
    • Sälüzäme 13.04.2020 15:15
      Highlight Highlight Trotz Job und Krankenkasse, sogar noch mit Privatversicherung hat die Kasse nicht bezahlt. Als das Greichtsurteil zu seinen Gunsten ausfiel, war er schon tot. Ich könnte noch andere Beispiele aufzählen, ohne Abwalt zahlt in Amerika niemand und dann dauert es noch Monate.
    Weitere Antworten anzeigen
  • marcog 13.04.2020 11:37
    Highlight Highlight Wenn ein grossflächiger Ausbruch verhindert werden möchte, muss Ansteckungsziffer R<1 sein, bis es eine Impfung gibt. Damit dies so bleibt, muss das Öffentliche Leben stark beschränkt werden. Arbeiten nur home office oder wer muss, der ÖV sollte nicht benutzt werden und grössere Veranstaltungen bleiben verboten. Ebenso werden Badeanstallten und sonstige Orte wo sich viele Leute ansammeln geschlossen bleiben. Falls die Impfung ohne klinische Studie zugelassen wird, daurt es "nur" bis im Herbst. Ich habe zweifel, dass dieser Zustand so lange aufrechterhalten werden kann. Und dann geht's los...
    • Eiswalzer 13.04.2020 13:15
      Highlight Highlight Es gibt ja schon so tolle “Experten”, welche empfehlen, Stadien, Konzerthallen usw mindestens 1.5 Jahre geschlossen zu halten. Das wäre dann der Ruin praktisch sämtlicher Sportclubs und weiter Teile der Kunstszene. Mit exorbitanten Folgekosten. Wenn das so geschehen sollte, werde ich mit auf die Barrikaden gehen... Und wohl zum ersten Mal in meinem Leben politisch so wählen, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Notabene wegen Kunstszene und Sport. Welche Ironie...
  • NumeIch 13.04.2020 11:26
    Highlight Highlight Ganz klar Rückkehr zum Normalbetrieb. Wir können uns nicht Monate lang vor diesem Virus einbunkern. Zudem wird der Schaden welcher der Teil-Lockdown anrichtet immer grösser. Jetzt schon stellt sich die Frage wieviele Kleinbetriebe trotz Darlehen des Bundes überleben werden? Gehen die Menschen wieder in die Geschäfte oder haben sie gemerkt wie bequem online Shopping ist und mit jedem Tag länger der teilweise Lockdown dauert um so mehr Kleinbetriebe werden bankrott gehen.
    • Eiswalzer 13.04.2020 13:18
      Highlight Highlight Ziel war ja gemäss BR, BAG etc immer, die Verbreitung zu verlangsamen. Bis in ein paar Monaten würden sich ohnehin 60-70% anstecken. Das Virus werde bleiben. Impfstoff nicht vor nächstem Jahr. Es wäre ohnehin absurd, solche Massnahmen über den Sommer hinaus aufrecht zu erhalten. Bis dahin würden die mittelfristigen (auch gesundheitlichen!) Folgen der Massnahmen viel zu massiv, auch im Vergleich zum Virus. Viele unterschätzen nach wie vor die wirtschaftliche und politische Sprengkraft, wenn ein Lockdown (zu) lange dauert.
    • dmark 13.04.2020 13:43
      Highlight Highlight @NumeIch:
      Wir sind ein kleiner Betrieb und arbeiten eigentlich ganz normal. Halt mit entsprechenden Massnahmen und gewisser Isolation in der Freizeit.
  • Erklärbart. 13.04.2020 11:06
    Highlight Highlight "Mehr als 22 000 Menschen starben bis zum Abend des Ostersonntag im Zusammenhang mit dem Virus."

    Solche Aussagen sollten gestandene Medien eigentlich meiden oder wenigstens präzisieren. Sind diese 22 000 durch das Virus oder "nur" mit dem Virus gestorben?
    • pali2 13.04.2020 12:28
      Highlight Highlight Das ist ja der Witz am Ganzen. Wir starren wie verrückt auf diese Todeszahlen, und bei den meisten ist es "nur" eine Korrelation und keine Kausalität.
    • dmark 13.04.2020 13:05
      Highlight Highlight Sagen wir es mal so - das Virus hat den Tod "beschleunigt"...
    • Locutus70 13.04.2020 13:37
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • magnet1c 13.04.2020 10:31
    Highlight Highlight Gesucht: Eine wohl durchdachte und vorsichtige Rückkehr zur Normalität in mehreren Etappen, mit der Option zum Eingriff wenn nötig...
    Was sich dabei als die richtige Angehensweise entpuppen wird ?
  • GstOf 13.04.2020 10:09
    Highlight Highlight Heute kommt unsere Tochter zum Osterbesuch, natürlich nur mit der nötigen Distanz. Aber die Angst vor einer Ansteckung ist da. Angst vor der eigenen Tochter?

    Wie konnten wir nur soweit kommen, dass wir sogar Angst vor Familienangehörigen haben müssen?

    Die Weltgemeinschaft hat in der gemeinsamen Bekämpfung des Corona Viruses versagt. Wertvolle Kooperationen sind in dieser vergifteten Welt nicht mehr möglich.

    Brunnenvergifter wie Trump, Putin, Xi Jinping und Blocher & Co verhindern mit ihrem Egoismus und Machtanspruch effiziente Zusammenarbeit und fördern dadurch die Ausbreitung von Corona.
    • Locutus70 13.04.2020 14:07
      Highlight Highlight @Wie konnten wir nur soweit kommen, dass wir sogar Angst vor Familienangehörigen haben müssen? - Das solltest du die Medien fragen oder PolitikerInnen, die sich in der Krise profilieren wollen.

      Mein Tipp: Die von dir genannten Politiker stehen da nicht in der ersten Reihe ^^
  • Kronrod 13.04.2020 09:29
    Highlight Highlight Je eher, desto besser!

    Die schlimmsten Szenarien sind nicht eingetreten und wir wissen nun, dass wir den Virus im Fall einer neuen Welle ausbremsen können. Nun gilt es, Schritt um Schritt die Gesellschaft wieder hochzufahren, angefangen mit Läden und Schulen und begleitet von Massnahmen wie Maskentragen. Mit Versammlungen, Grossanlässen und Reisen müssen wir aber noch zuwarten. Wichtig ist auch, dass man Kantone und Gemeinde ihr eigenes Tempo wählen lässt, denn die Situation ist nicht überall die gleiche.
    • Hiker 13.04.2020 09:56
      Highlight Highlight Entschuldigung, aber sind Sie jetzt die Instanz nach der sich alle zu richten haben? Ich für meinen Teil rate dazu den Behörden Empfehlungen zu folgen wie wir anderen das bisher getan haben. Auf Vorgaben von Pseudo und Möchtegernexperten die in dieser Zeit überall zu finden sind verzichte ich lieber. Nichts für ungut, aber das ist noch immer das letzte was wir jetzt brauchen. Noch ist nichts vorbei.
    • DerHans 13.04.2020 10:31
      Highlight Highlight @hiker ich nehme an sie sind nun ein Experte mit allen Diplomen die man haben kann, nicht wahr?
    • elco 13.04.2020 10:41
      Highlight Highlight @Hiker, möchten Sie den Menschen das Denken verbieten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jacques #23 13.04.2020 08:48
    Highlight Highlight Die Definition von Normal ist noch länger in Behandlung. Die Analysesensoren müssen neu kalibriert werden. Die Referenzwerte ebenso, sodass die allgemeine Meinung eine neue Üblichkeit und Richtigkeit findet.

    Aber das ist normal.

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