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FILE - In this Jan. 26, 2016, photo, Republican presidential candidate Donald Trump is joined by Maricopa County, Ariz., Sheriff Joe Arpaio at a campaign event in Marshalltown, Iowa. Arpaio says he isn't asking now President Donald Trump to issue a pardon for his misdemeanor conviction last week for defying a judge's order to stop his immigration patrols, even though he endorsed Trump and shared the stage with him at several rallies during the 2016 campaign. The former six-term sheriff of metro Phoenix said he doesn't expect anything in return for his support of Trump and that he doesn't feel abandoned by the president. (AP Photo/Mary Altaffer, File)

Bild: AP/AP

Rosa Unterwäsche für Häftlinge: Trump begnadigt umstrittenen Sheriff



US-Präsident Donald Trump hat den umstrittenen und wegen seiner harten und kuriosen Methoden berüchtigten früheren Sheriff Joe Arpaio begnadigt. Arpaio war in Arizona wegen Gesetzesverstössen und harter Amtsführung gegen Immigranten einer der kontroversesten Ordnungshüter der USA.

Der heute 85-Jährige hatte von 1992 bis 2016 als republikanischer Bezirkssheriff in Maricopa Zehntausende bei Razzien aufgreifen lassen, obwohl nichts gegen sie vorlag. Trump attestierte Arpaio einen «beispielhaft selbstlosen Dienst an der Öffentlichkeit». Nach mehr als 50 Jahren bewundernswertem Dienst an der Nation habe er eine Begnadigung durch den Präsidenten verdient, hiess es in einer Stellungnahme des Weissen Hauses am Freitag (Ortszeit).

Mit der ersten Begnadigung seiner Amtszeit giesst Trump nach Meinung von Menschen- und Bürgerrechtlern Öl ins Feuer der schwelenden Rassismusdebatte im Land. Sie haben Arpaio über Jahre scharf kritisiert.

Essen ohne Pfeffer und Salz für Häftlinge

Arpaio drohte von Oktober an eine sechsmonatige Haftstrafe, zu der ihn ein Bundesgericht in Phoenix im Juli verurteilt hatte. Er wurde für schuldig befunden, als Sheriff eine gerichtliche Anordnung missachtet zu haben, wonach er die Diskriminierung und ethnische Verfolgung von Immigranten zu unterlassen habe.

Trump hatte die Begnadigung bereits vor einigen Wochen öffentlich erwogen. Arpaio hatte Trump im Wahlkampf 2016 nach Kräften unterstützt und wurde auch für ein Regierungsamt gehandelt.

Diese Unterhosen mussten die Insassen tragen.

Als Sheriff hatte Arpaio am Rande von Phoenix eine berüchtigte Gefängnis-Zeltstadt in der glühenden Hitze des US-Südwestens einrichten lassen. Er hatte die Gefangenen ausserdem gezwungen, pinkfarbene Unterwäsche zu tragen. Sie erhielten nur zwei Mal täglich etwas zu essen, angeblich aus finanziellen Gründen stets ohne Pfeffer und Salz. (kün/sda/dpa)

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