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FILE - In this March 6, 2019 file photo, Michael Cohen, President Donald Trump's former lawyer, returns to testify on Capitol Hill in Washington. Michael Cohen's tell-all memoir makes the case that President Donald Trump is

Michael Cohen: Trumps ehemaliger persönlicher Anwalt packt aus. Bild: keystone

«Can you believe that bullshit?» Die 12 brisantesten Zitate aus Cohens Buch über Trump

Michael Cohen, Trumps langjähriger Anwalt und Mann fürs Grobe, veröffentlicht am Dienstag ein neues Buch über seine Zeit mit dem Präsidenten. Das sind die brisantesten Zitate.



Trumps langjähriger Anwalt und persönlicher Fixer, Michael Cohen, veröffentlicht am Dienstag ein Buch über seine Zeit mit dem Präsidenten. Darin beschreibt er sich selbst als einer von Trumps «Bad Guys», während er den Präsidenten als einen «Betrüger, Lügner, Mobber, Rassisten, Raubtier und Hochstapler» bezeichnet.

Etliche US-Medien wie die Washington Post, CNN und die New York Times erhielten eine Vorab-Version der Enthüllungsmemoiren. Wir haben die brisantesten Zitate zusammengetragen. Das sagt Cohen über ...

... über Trumps Meinung von Schwarzen

Cohen beschreibt in seinen Memoiren Trumps «obsessiven» Hass auf Obama. Dabei erzählt er auch von Trumps «niedriger Meinung über alle Schwarzen»:

«Tell me one country run by a black person that isn’t a shithole. They are all complete fucking toilets.»

Zu Deutsch: «Zähl mir ein einziges Land auf, das von einer schwarzen Person regiert wird und kein Scheissland ist. Sie sind alle komplette Scheiss-Toiletten.»

Trump soll dies im Zusammenhang mit Mandelas Tod im Jahr 2013 gesagt haben. Er geht noch weiter:

«Mandela fucked the whole country up. Now it’s a shithole. Fuck Mandela. He was no leader.»

Zu Deutsch: «Mandela versaute das gesamte Land. Jetzt ist es [Südafrika] ein Scheissland. Scheiss auf Mandela. Er war kein Führer.»

... über den Wahlkampf von 2016

«MC, you’ve got to get dad to stop the campaign. It’s killing the company.»

Zu Deutsch: «MC [Michael Cohen], du musst Dad überzeugen, die Kampagne abzubrechen. Sie tötet das Unternehmen.»

Ivanka Trump, the daughter and assistant to President Donald Trump, listens to her father speak at Local 18 Richfield Training Facility, Thursday, March 29, 2018, in Richfield, Ohio. Also at the event is Trump's daughter Tiffany Trump. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Ivanka Trump war anscheinend nicht sehr begeistert vom Wahlkampf ihres Vaters. Bild: AP/AP

Das soll Ivanka Trump, die älteste Tochter Trumps, zu Cohen gesagt haben. Als er seine Kandidatur im Jahr 2015 bekannt machte, beschimpfte Trump in seiner Rede Mexikaner als dreckige Leute und Vergewaltiger. Cohen sagt, dass sich Trump von Ivankas Einwänden unbeeindruckt gezeigte habe und unbekümmert über den Schaden für seine Unternehmen gewesen sein soll. «Ausserdem»:

«I will never get the Hispanic vote. Like the blacks, they're too stupid to vote for Trump. They're not my people.»

Zu Deutsch: «Ich werde niemals von den Latinos gewählt. Wie die Schwarzen sind sie zu dumm, um Trump zu wählen. Sie sind nicht meine Leute.»

... über die Affäre Stormy Daniels

«If it comes out, I’m not sure how it would play with my supporters. But I bet they’d think it’s cool that I slept with a porn star.»

Zu Deutsch: «Ich bin mir nicht sicher, wie es bei meinen Unterstützern ankommt, wenn es rauskommt. Aber ich wette, sie würden es cool finden, dass ich mit einem Pornostar geschlafen habe.»

FILE - In this Feb. 11, 2007, file photo, adult film actress Stormy Daniels arrives for the 49th Annual Grammy Awards in Los Angeles. Stormy Daniels, whose real name is Stephanie Clifford, is suing President Donald Trump and wants a California judge to invalidate a nondisclosure agreement she signed days before the 2016 presidential election. (AP Photo/Matt Sayles, File)

Stormy Daniels. Bild: AP/Sayles

Trump schien zuerst nicht wirklich davon überzeugt zu sein, der ehemaligen Pornodarstellerin Stormy Daniels Schweigegeld zu bezahlen. Vor den Wahlen von 2016 habe er dann aber Cohen damit beauftragt, Daniels 130'000 Dollar zu bezahlen, damit sie nichts über die aussereheliche Affäre erzählte. Er argumentierte damit, dass er seiner Frau eine weitaus grössere Summe bezahlen müsste, falls die Sache ans Licht käme.

Hier packt Stormy Daniels über ihre Affäre mit Trump aus

Video: srf/Roberto Krone

... über Cohens Tochter

«Look at that piece of ass. I would love some of that.»

Zu Deutsch: «Schau dir diesen Arsch an. Davon hätte ich gerne etwas.»

Cohen beschreibt auch Trumps problematischen Umgang mit Frauen. Sie hätten Cohens Tochter bei einer Tennisstunde zugeschaut, als Trump einen Kommentar über den Hintern von Cohens Tochter abgab. Zu diesem Zeitpunkt war sie 15 Jahre alt.

... über Trumps Verhältnis zu seinen Wählern

«Can you believe that bullshit? Can you believe people believe that bullshit?»

Zu Deutsch: «Kannst du diesen Bullshit glauben? Kannst du dir vorstellen, dass Leute diesen Bullshit glauben?»

Cohen schreibt, dass, bevor Trump die Präsidentschaft gewonnen hat, er sich mit evangelikalen Führern im Trump Tower getroffen habe. Die Evangelikalen hätten während eines Gebets ihre Hände auf Trump gelegt.

Das nächste Zitat geht in eine ähnliche Richtung:

«The cosmic joke was that Trump convinced a vast swathe of working-class white folks in the Midwest that he cared about their well-being. The truth was that he couldn’t care less.»

Zu Deutsch: «Der kosmische Witz war, dass Trump einen grossen Teil der weissen Arbeiterklasse im Mittleren Westen davon überzeugte, dass ihm ihr Wohlergehen am Herzen liegt. Die Wahrheit ist, dass sie ihm völlig egal sind.»

Die Karikaturisten dieser Welt zu Trumps Wahl

... über Putin

«Trump loved Putin because the Russian leader had the ability to take over an entire nation and run it like it was his personal company — like the Trump Organization, in fact.»

Zu Deutsch: «Trump liebte Putin, weil dieser die Macht hatte, eine ganze Nation zu übernehmen und sie wie eine persönliche Firma zu führen – in der Tat wie die Trump Organization. »

FILE - In this July 16, 2018, file photo Russian President Vladimir Putin, right, and U.S. President Donald Trump give a joint news conference at the Presidential Palace in Helsinki, Finland. For the past three years, the administration has careered between President Donald Trump's attempts to curry favor and friendship with Vladimir Putin and longstanding deep-seated concerns about Putin's intentions. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, File)
Donald Trump,Vladimir Putin

Trump bewundere Putin wegen dessen Macht und dessen Reichtums, schreibt Cohen. Bild: keystone

Trump habe Putin wegen dessen Reichtums bewundert, schreibt Cohen. Weiter: Durch Andeutungen, die USA könnte die Sanktionen gegen Russland lockern, erhoffte sich Trump anscheinend eine bessere Ausgangslage nach seiner Präsidentschaft.

Übrigens: Cohen äussert sich auch zu den berüchtigten Videos, die von Trumps Besuch in Moskau existieren sollen. Cohen bestreitet die Stichhaltigkeit der Gerüchte: «Diese Behauptung ist nach meinem besten Wissen und meinen Untersuchungen nie aufgetaucht.»

Er habe aber im Sommer 2016 einen anonymen Anruf erhalten, bei dem ein Mann behauptete, im Besitz solcher Videos zu sein. Er forderte 20 Millionen dafür. Cohen wollte einen Ausschnitt davon sehen, aber der Anrufer hängte auf und Cohen hörte nie wieder was von ihm.

... wie Trump gewonnen hat

Michael Cohen rechnet aber nicht nur mit Trump, sondern auch den Medien ab. Sie seien für den Sieg Trumps verantwortlich:

«Donald Trump's presidency is a product of the free press. Not free as in freedom of expression, I mean free as unpaid for. Rallies broadcast live, tweets, press conferences, idiotic interviews, 24-7 wall-to-wall coverage, all without spending a penny. The free press gave America Trump.»

Zu Deutsch: «Donald Trumps Präsidentschaft ist ein Produkt der freien [oder in dem Fall gratis] Presse. Nicht frei im Sinne von Meinungsfreiheit, ich meine frei wie in gratis. Liveübertragungen der Wahlkampfveranstaltungen, Tweets, Pressekonferenzen, idiotische Interviews, 24/7-Berichterstattung, alles ohne einen Penny auszugeben. Die Gratis-Presse schenkte Amerika Trump.»

Die Medien seien auf die Taktiken Trumps hereingefallen und hätten ihn ins Amt befördert:

«Right, left, moderate, tabloid, broadsheet, television, radio, Internet, Facebook – that is who elected Trump and might well elect him again.»

Zu Deutsch: «Rechts, links, moderat, Boulevard, Qualitätszeitungen, Fernsehen, Radio, Internet, Facebook – das sind die, die Trump gewählt haben und ihn vielleicht wieder wählen werden.»

Cohens Fazit

«You now have all the information you need to decide for yourself in November»

Zu Deutsch: «Jetzt hast du alle Informationen, die du für eine Entscheidung im November benötigst.»

(jaw)

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