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President Donald Trump meets with British Prime Minister Boris Johnson at the United Nations General Assembly, Tuesday, Sept. 24, 2019, in New York. (AP Photo/Evan Vucci)
Donald Trump,Boris Johnson

Der britische Premier Boris Johnson und US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen in New York. Bild: AP

Jetzt mischt auch noch Trump beim Brexit-Chaos mit und attackiert Corbyn



US-Präsident Donald Trump hat das vom britischen Premierminister Boris Johnson ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU kritisiert. Es mache den Abschluss eines Handelsabkommens mit den USA unmöglich

Trump attackierte am Donnerstag in einem Interview mit dem Chef der EU-feindlichen Brexit-Partei, Nigel Farage, im Radiosender LBC ausserdem den britischen Oppositionsführer Jeremy Corbyn scharf.

«Dieser Deal... man kann es nicht machen, man kann keinen Handel treiben», sagte Trump in dem Telefoninterview mit dem Rechtspopulisten und Brexit-Hardliner Farage, der auf LBC eine eigene Sendung hat. Die USA könnten unter diesen Voraussetzungen «kein Handelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich» abschliessen.

Trump forderte Johnson und seinen «Freund» Farage zudem zu einer Zusammenarbeit bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Dezember auf. Die beiden sollten sich «zusammentun», weil sie zusammen ein gutes Ergebnis erzielen könnten, sagte der US-Präsident. Farages Brexit-Partei habe schon bei der vergangenen Wahl «fantastisch» abgeschnitten und Johnson respektiere ihn sehr. Farage antwortete, er könne Johnson nur unterstützen, wenn der Premierminister sein «fürchterliches» Brexit-Abkommen aufgebe.

Corbyn wirft Trump Einmischung vor

In dem Interview attackierte Trump auch den Chef der oppositionellen Labour-Partei, Corbyn. Als möglicher Premierminister nach den Neuwahlen vom 12. Dezember wäre Corbyn «so schlecht» für Grossbritannien, sagte der US-Präsident. «Er würde euch an so schlechte Orte führen.»

Corbyn warf Trump daraufhin im Kurzbotschaftendienst Twitter eine Einmischung in den britischen Wahlkampf vor. «Trump versucht sich in die Wahlen in Grossbritannien einzumischen, damit sein Freund Boris Johnson gewählt wird.»

Trump hat sich schon mehrfach in den Brexit-Streit in Grossbritannien eingemischt und sich dabei meist hinter Johnson gestellt. Im September sagte Trump, die USA und Grossbritannien arbeiteten an einem «grossartigen Handelsabkommen» für die Zeit nach dem Brexit. Im August lobte er Johnson als «grossartig» und bezeichnete ihn als «richtigen Mann» zur Umsetzung des Brexit.

Grossbritannien hofft darauf, durch ein Freihandelsabkommen mit den USA den transatlantischen Warenaustausch zu erhöhen. Dies soll zum Teil den Wegfall europäischer Absatzmärkte durch den EU-Austritt kompensieren. (sar/sda/afp)

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • äti 01.11.2019 09:58
    Highlight Highlight Das ist eher gut für Corbyn. Trump hat auch in UK sehr schlechtes Image.
    • nilson80 01.11.2019 11:53
      Highlight Highlight Yep, Corbyn könnte die Wahlempfehlung von Trump 1 zu 1 auf Wahlplakate drucken lassen.
  • 03_szust 01.11.2019 09:49
    Highlight Highlight Warum muss der der orange mann mit hamster auf dem Kopf von jenseits des grossen Teiches seine Meinung zu der sache äussern?
    Wollte der nicht mal, dass die USa sich aus Affähren anderer Länder raushält oder gilt das nur, wenn's da kein Geld gibt?
    • Jawolaufensiedenn 01.11.2019 11:47
      Highlight Highlight Das ist doch ein Frettchen🐱, nie und nimmer ein Hamster 🐹
  • wasps 01.11.2019 07:57
    Highlight Highlight Der Boris wird sich sicher revanchieren und seinen Senf zum Impeachment Verfahren gegen seinen Spezi geben. Adams Family.
  • rodolofo 01.11.2019 07:48
    Highlight Highlight Als ob Trump den mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag gelesen hätte...
    Aber das Foto, das Ihr für diesen Artikel ausgesucht habt, ist köstlich!
    "Die zwei Doofen aus Provinzistan" könnte der Titel heissen.
    Aber ganz so doof sind die gar nicht!
    Denn mit ihrer Masche, als unverschämter "Elite-Schmarotzer" der Extra-Klasse auf "volkstümlich" und "einfach gestrickt" zu machen, bringen sie Massen von noch dooferen "Abgehängten" dazu, sie zu wählen!!!
    Ganz nach dem ökonomischen Prinzip:
    "Wo eine Nachfrage besteht, wird es bald auch ein entsprechendes Angebot geben."...
  • Phrosch 01.11.2019 06:54
    Highlight Highlight Typischer Fall von „Wag the Dog“: wenn es zuhause schwierig ist, dann stell die Aussenpolitik auf den Kopf, um alle abzulenken.
    • nilson80 01.11.2019 11:49
      Highlight Highlight Gibt noch einen anderen Grund. Wenn GB keinen Deal mit der EU hat steht ihnen bei den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA mit dem Rücken an der Wand. Es ist klar wer dann diktiert. Statt "take back control" heisst es dann "Vogel friss oder stirb".
  • bokl 01.11.2019 06:41
    Highlight Highlight Ich hoffe es findet sich ein UK-Gericht, welches wegen Einmischung in den Wahlkampf alle Vermögenswerte von Trump in UK (Golfplatz, usw.) blockiert und Sanktionen gegen ihn und sein Umfeld erlässt. Wäre zu schön...
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