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Zwei mutmassliche «IS»-Mitglieder an Istanbuler Flughafen verhaftet



Knapp eine Woche nach dem verheerenden Selbstmordanschlag am Istanbuler Atatürk-Flughafen sind dort zwei mutmassliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz «Islamischer Staat» («IS») festgenommen worden.

Wie die Nachrichtenagentur Dogan am Montag berichtete, erfolgte der Zugriff am Vorabend. Bei den Verdächtigen handle es sich um zwei Männer aus Kirgistan im Alter von 25 und 35 Jahren.

ARCHIV --- ZUR MELDUNG, DASS MEHRERE MENSCHEN AM ATATUERK FLUGHAFEN IN ISTANBUL BEI MINDESTENS ZWEI EXPLOSIONEN VERLETZT WURDEN, STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG 28. JUNI 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - epa03701348 Turkish Airlines planes at the Ataturk Airport during the Turkish Airlines workers' strike in Istanbul, Turkey 15 May 2013.  EPA/TOLGA BOZOGLU

Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf den Istanbuler Flughafen wurden bereits 13 Verdächtige angeklagt und inhaftiert. Bild: EPA

Im Gepäck der Festgenommenen wurden den Angaben zufolge Nachtsichtfernrohre, militärische Kleidung und zwei Pässe gefunden, die nicht ihnen gehören. Die Männer wurden am Montag von Anti-Terror-Einheiten verhört. Es war nicht klar, ob sie bei der Ein- oder bei der Ausreise aufgefallen waren.

«IS»-Unterstützer aus Ex-Sowjetrepubliken

Die türkischen Behörden arbeiten an der Aufklärung des Dreifach-Anschlags vom 28. Juni, bei dem am Atatürk-Flughafen 45 Menschen getötet und mehr als 260 verletzt wurden. Von den Verletzten werden 49 noch immer im Spital behandelt, darunter 17 auf der Intensivstation.

Die drei Attentäter stammten laut der Regierung aus Russland, Usbekistan und Kirgistan. Aus den früheren Sowjet-Republiken in Zentralasien erhält der «IS» starke Unterstützung für seine Kampfeinsätze im Irak und in Syrien. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach im Oktober vergangenen Jahres von bis zu 7000 «IS»-Kämpfern, die aus den Ex-Sowjetrepubliken stammten.

13 Verdächtige festgenommen

Nach dem Anschlag auf den Atatürk-Flughafen haben die türkischen Behörden bereits 13 Verdächtige wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Mordes angeklagt und inhaftiert. Unter den Angeklagten seien zehn Türken, berichtete Dogan.

Zu dem Anschlag am Atatürk-Flughafen bekannte sich bislang niemand. Die türkischen Behörden machen den «IS» dafür verantwortlich. (sda/afp)

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