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Kobane

Türkei öffnet die Grenzen für kurdische Kämpfer aus dem Irak 



Die Türkei lässt nach Angaben der Regierung kurdische Peschmerga-Kämpfern aus dem Nordirak zur Verstärkung der syrischen Kurden in die bedrängte Stadt Kobane passieren. Die Türkei unterstütze die Peschmerga dabei, nach Kobane zu gelangen, sagte Aussenminister Mevlüt Cavusoglu der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge am Montag in Ankara.

Zugleich schloss er weiter jede direkte Unterstützung für die syrisch-kurdische Partei PYD aus, deren Volksschutzeinheiten in Kobane gegen die Terrormiliz IS kämpfen

A Kurdish Peshmerga fighter undergoes training by British soldiers at a shooting range in Arbil, in Iraq's northern autonomous Kurdistan region, October 16, 2014.   British army trainers have begun teaching Kurdish Peshmerga fighters how to fire and maintain heavy machineguns, as part of their fight against Islamic State (IS) militants.Picture taken October 16, 2014. REUTERS/Azad Lashkari (IRAQ - Tags: CRIME LAW POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT)

Ein Kämpfer der kurdischen Peshmerga-Streitkräfte wird wird von britischen Soldaten im Gebrauch eines Maschinengewehrs unterrichtet. Britische Spezialisten unterstützen die Streitkräfte der autonomen Region Kurdistans im Kampf gegen den IS. Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Die Türkei pflegt ein gutes Verhältnis zu den Kurden im Nordirak. Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete die syrische PYD dagegen am Wochenende als «Terrororganisation», die sich nicht von der verbotenen türkischen Kurdischen Arbeiterpartei PKK unterscheide.

Die irakisch-kurdische Nachrichtenseite Rudaw meldete am Montag unter Berufung auf eine ungenannte Quelle, die Türkei erfülle mit der Passage eine Bitte des Präsidenten der kurdischen Autonomieregion im Nordirak, Massud Barsani. Barsanis Plan sei mit der PYD und den Volksschutzeinheiten (YPG) abgesprochen. Gebiete zwischen der kurdischen Autonomieregion im Nordirak und Kobane werden von der Terrormiliz IS beherrscht. Der einzige Landweg führt über die Türkei.

twitter/bbcpauladams

Die Entscheidung der türkischen Regierung könnte nun dazu führen, dass der Widerstand der kurdischen Kräfte in Kobane entscheidend gestärkt wird. Die kurdische Stadt an der syrisch-türkischen Grenze ist seit Wochen Gegenstand heftiger Kämpfe zwischen IS-Kämpfern und kurdischen Milizionären. 

Die Bekanntmachung des türkischen Aussenministers erfolgte nur wenige Stunden nach einer Meldung der US-Regierung, Waffen und Hilfslieferungen für die kurdischen Kämpfer in Kobane abgeworfen zu haben. 

jenanmoussa

(wst/sda/afp/dpa)

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