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Kroatien schaltet im Sprachenstreit Verfassungsgericht ein



Im Streit über den Gebrauch des Serbischen als Amtssprache hat das kroatische Parlament das Verfassungsgericht eingeschaltet. Das höchste Gericht solle feststellen, ob ein eigentlich rechtlich vorgeschriebenes Referendum verfassungswidrig sei, beschloss die Mehrheit der Abgeordneten am Dienstag in Zagreb.

Kroatische Nationalisten hatten mehr als eine halbe Million Unterschriften gesammelt und so eine Volksabstimmung erzwungen. Sie wollen damit praktisch verbieten, dass die serbische Minderheit ihre Sprache mit kyrillischem Alphabet als Amtssprache im Umgang mit den Behörden nutzen darf.

Nach der Verfassung ist bisher garantiert, dass in Kroatien überall dort Zweisprachigkeit eingeführt werden muss, wo die Serben mehr als ein Drittel der Bevölkerung stellen.

Die kroatische Sprache wird mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Beide Sprachen sind eng verwandt und wurden zur Zeit Jugoslawiens als gemeinsames Serbokroatisch genutzt. (pma/sda/dpa)

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