Leben
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Bruce Springsteen performs at the 12th annual Stand Up For Heroes benefit concert at the Hulu Theater at Madison Square Garden on Monday, Nov. 5, 2018, in New York. (Photo by Brad Barket/Invision/AP)

Kann das denn sein? Ist Bruce Springsteen ein Advokat des Teufels, äh, der Cancel Culture? Das konservative Amerika tobt, weil er jetzt ganz offiziell Biden unterstützt und Trump weghaben will. Bild: Brad Barket/Invision/AP/Invision

Analyse

Cancel Culture bedroht Ihre Potenz, Ihren Job und überhaupt alles

Was bewirkt der Kampfbegriff der Cancel Culture wirklich? Und ist sie so neu, wie ihre Erfinder uns das glauben machen?



Als mich ein Freund während des Lockdowns fragte: «Na? Was hältst du denn so von Cancel Culture?», verstand ich erst mal «Cancer Culture». Krebskultur statt Stornierungs- oder Absage- oder Annulierungskultur. Was symptomatisch war. Denn diejenigen, die Cancel Culture anprangern, sehen darin eine rhetorische Pandemie. Das Krebsgeschwür der Zensur. Die Aufhebung der Meinungsfreiheit. Der Anfang eines neuen Totalitarismus.

Cancel Culture ist für sie die Seuche, die aus den sozialen Medien gekrochen kommt. Denn dort hockt der «Mob». Wüste Zusammenrottungen intoleranter Idioten, die vor dem Einschlafen Gendersternchen zählen und sich überlegen, wen sie am nächsten Tag wieder ans Messer liefern könnten. Etwa einen alten weissen Sexgrüsel wie Harvey Weinstein? Oder einen alten schwarzen Sexgrüsel wie Bill Cosby? Oder doch lieber eine mittelalte weisse Frau wie J.K. Rowling, weil sie sich fragte, ob man Transfrauen überhaupt Frauen nennen könne? Oder etwa eine sehr junge weisse Frau wie die Kabarettistin Lisa Eckhart, die sich als Antisemitin (miss-)verstehen lässt? Oder den überholten Namen eines Schaumkusses?

Aber schauen wir uns doch mal an, was die angeblich so mächtige Cancel Culture wirklich anrichtet. Hat sie etwa Harvey Weinstein aus dem grossen Hollywood-Tableau radiert? Nein, dazu haben grosse, klassische Medien wie der «New Yorker» und die «New York Times» mit ihren orchestrierten Recherchen den Anstoss gegeben – nachdem Weinstein jahrelang die Karrieren von Frauen, die nicht willig waren, gecancelt hatte. Erst dann kam die sozialmediale Welle mit #MeToo, am Ende hat ein Gericht entschieden. Und Cosbys Antrag auf Berufung wurde vor Kurzem teilweise stattgegeben.

FILE - In this Nov. 13, 2018 file photo, author J.K. Rowling poses for photographers upon her arrival at the premiere of the film 'Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald', in London. JK Rowling is publishing a new story called â??The Ickabog,â? which will be free to read online to help entertain children and families stuck at home during the coronavirus pandemic..The â??Harry Potterâ? author said Tuesday May 26, 2020, that she wrote the fairy tale for her children as a bedtime story over a decade ago. (Photo by Joel C Ryan/Invision/AP, File)
J.K. Rowling

J.K. Rowling, deren Bücher quasi ein diversitäts-sensibles Paradies sind, schockte die Trans- und weite Teile ihrer Fangemeinde, als sie auf Twitter fragte, wie denn eigentlich der Name für «people who menstruate» überhaupt noch lauten würde. Bild: AP

Ist J.K. Rowling gelöscht worden? Nein, kein bisschen, zudem erhielt sie vehemente Unterstützung von 150 höchst etablierten Autorinnen und Intellektuellen, die in einem offenen Brief im «Harper's»-Magazin das Wüten der Cancel Culture beklagten.

Oder wie dies der Musiker und Aktivist Billy Bragg im «Guardian» zusammenfasste: Ältere Menschen, die sich viel Verehrung gewöhnt sind, sehen diese von jungen Menschen in Frage gestellt und flippen aus.

Ist Lisa Eckhart verstummt? Überhaupt nicht! Sie hat so viel Redezeit und Zustimmung in den Medien erhalten wie noch nie in ihrem Leben, sie durfte erklären und differenzieren, sich zur Linken bekennen, aber diese auch kritisieren, sie hat das ganz gut gemacht und das Angebot zum Dialog (oder zur PR für ihren ersten Roman) genutzt.

Auch wenn Eckhart nach der Kritik an einem älteren Programm von der AfD umarmt und kurzzeitig zum Opfer-Postergirl der Cancel Culture erhoben wurde, lässt sich eines mit Sicherheit sagen: Weder Weinstein noch Cosby, Rowling oder Eckhart sind Rechte, die von Linken gecancelt wurden. Und nur einer ist ein alter weisser Mann, also das Filetstück unter den Opfern der Cancel Culture.

Dass ein Schaumkuss umgetauft wird? Ein Klacks. Aus Raider wurde auch mal Twix.

Trotzdem findet jene Rechte, die in Amerika die Abtreibung abschaffen will, die allgemein bereits Greta Thunberg das Recht auf Öffentlichkeit abgesprochen hat und mitten in Europa der türkischstämmigen Kabarettistin Idil Baydar, den Linken-Politikerinnen Martina Renner, Anne Helm und Janine Wissler und der Wiener Autorin Stefanie Sargnagel Vergewaltigungs- und Todesdrohungen schickt oder den CDU-Politiker Walter Lübcke erschossen hat, dass sich die linke Cancel-Culture-Jugend auf einem Feldzug gegen die Freiheit an sich befinde.

ARCHIV - 13.01.2018, Bayern, Nürnberg: Die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart steht während der Verleihung des Deutschen Kabarett-Preises in der Tafelhalle auf der Bühne. Nach der Absage an Lisa Eckhart hat das Literaturfestival Harbourfront die österreichische Kabarettistin erneut eingeladen. (zu dpa

Lisa Eckhart will Antisemitismus kritisieren, indem sie diesen in ihren Programmen auf die Spitze treibt. Manchmal wird sie ihrem eigenen Konzept nicht unbedingt gerecht. Bild: DPA

Nun muss man zugeben, dass die Scheinwerfer der sozialen Medien besonders grell leuchten. Gerade die für jederlei Hashtagphänomene besonders beliebte Plattform Twitter erlaubt nicht nur Pointiertheit, sondern auch aggressive Verkürzung. Früher hätte man gesagt, was in einer derartigen Knappheit präsentiert werde, sei gänzlich «aus dem Zusammenhang gerissen», etwa aus dem Zusammenhang eines längeren, recherchierten Zeitungsartikels. Doch wo die klassischen Medien ihrer Beobachtungsfunktion nicht mehr nachkommen, übernehmen eben andere. Alles hat eine Ursache.

Und alles hat eine Geschichte. Auch die Cancel Culture. Nur gibt es jetzt einen flotten Begriff, eine negative Prägung. Von jener Seite, die in Cancel Culture besonders erfahren ist. Und ich meine nicht Donald Trump, der jeden Tag andere cancelt: Mexikaner, Muslime, die LGBTQ-Community ...

Gecancelt wurde in der Schweiz etwa die politische Teilhabe von Frauen an der Demokratie, und zwar bis zur Einführung des Frauenstimmrechts vor 49 Jahren.

Gecancelt wurden in der Schweiz so manche Karrieren von Menschen, über die im absurden Namen einer drohenden Übernahme durch den Kommunismus Fichen angelegt worden waren. In den USA gab es zu Beginn des Kalten Krieges die McCarthy-Ära, in der willkürlich gegen angebliche Kommunisten ermittelt wurde und unzählige Kunstschaffende und Wissenschaftler ihre Jobs verloren. Wie weit das Canceln, das Annullieren von Gruppen, deren Meinung, sexuelle, religiöse oder politische Orientierung man nicht teilt, unter Hitler ging, wissen wir alle*. Und so weiter.

Mitglieder und Sympathisanten der Frauenzentrale, des Frauenstimmrechtvereins und anderer politischer Frauengruppen demonstrieren am 1. Februar 1969 in Zuerich, Schweiz, fuer die Einfuehrung des Frauenstimmrechts auf eidgenoessischer Ebene, das am 1. Februar 1959 an der Urne abgelehnt wurde. (KEYSTONE/Str)

Schweizerinnen demonstrieren jahrelang (hier 1969) für ihr Recht abzustimmen. Erst 1971 haben sie damit Erfolg. Bild: KEYSTONE

Die reale Macht war dabei auf Seiten der Macht. Jetzt ist zumindest die Definitionsmacht auf der Seite vieler. Das heisst, viele möchten viele Ungerechtigkeiten beheben. Was zu einer nicht ungefährlichen Verzettelung und Zersplitterung der Anliegen und der Blasenbildung einzelner Communitys führt.

Doch der Lauf der Geschichte schubst die Gesellschaften nun einmal ganz langsam, aber unaufhaltsam in Richtung von Gleichberechtigung und Teilhabe, von Diversität und Inklusion. Fortschritt ist unumkehrbar. Emanzipationsbewegungen sind möglich und zeigen Folgen. Was auch dazu führt, dass sich viele unterschiedlich ungerecht behandelt fühlen. Und wo einer ein Unrecht beanstandet, kommen drei und sagen, dass das doch einfach normal sei, schliesslich sei es immer schon so gewesen. Und wenn es anders werden soll, geben sie der Cancel Culture die Schuld. Die es so gar nicht gibt.

Was man sich auf linker Seite durchaus zu Herzen nehmen darf, ist das Problem der unsouveränen Selbstdarstellung als Minorität und Opfer.

Die Publizistin Franziska Schutzbach beschreibt es so: «Ausschliesslich um die noch existierenden Missstände zu kreisen ..., birgt die Gefahr, sie dadurch noch grösser zu machen. Vor allem kann Unter­gangs­stimmung die eigene Handlungs­fähigkeit und auch Stärke unterminieren. Sich aus der marginalisierten Perspektive einseitig auf einen Stand­punkt der Ohnmacht, der Diskriminierung oder der Unter­drückung zu berufen, hiesse am Ende, genau die Position zu reproduzieren und zu akzeptieren, die einem von den herrschenden Verhältnissen zugewiesen wird: eine Position der Marginalität.»

In this image released Monday May 18, 2015  by Rialto Pictures/Studiocanal, Orson Welles portrays Harry Lime in a scene from

Der Schauspieler und Regisseur Orson Welles stand während der McCarthy-Ära auf der schwarzen Liste. Es hiess, sein Film «Citizen Kane» würde kommunistisches Gedankengut verbreiten. Bild: AP/Rialto Pictures/Studiocanal

Wir befinden uns im Fluss feinnerviger Prozesse und Anpassungen. Und ja, das bedeutet auch Privilegienverluste für die einen. Aber es bedeutet weder ihre Annulierung noch ihre Entfernung aus der Öffentlichkeit, das ist reine Selbststilisierung. Seht her, ich bin auch Opfer!

Wie sagte der dänische Schauspieler Nikolaj Coster-Waldau – der Jamie Lannister aus «Game of Thrones» – letztes Jahr in Zürich so schön: «Mich belastet es, zu wissen, dass andere nicht die gleichen Freiheiten haben wie ich. Gleichstellung heisst nicht, dass Männer etwas aufgeben müssen, wir gewinnen etwas. Wir können unsere Freiheiten besser geniessen, wenn wir wissen, dass sie auch die Freiheiten der anderen sind.»

*Dieser Satz war zuerst missverständlich formuliert und wurde von einigen Usern zu Recht als allzu salopp kritisiert. Die Autorin entschuldigt sich dafür.

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171Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Watchdog2 21.08.2020 15:28
    Highlight Highlight Liebe Simone Meier,
    Ich konnte ihren Aufsatz erst heute in Ruhe lesen und musste feststellen, dass ihre Abhandlung über Cancel Culture missglückt ist.

    Gerade auch wegen den historischen Referenzen.
    Sie getrauen sich wirklich - in verschiedenen Publikationen - das Wort "gecancelt" zu schreiben - für die von Hitler betriebenen Massenmorde.
    Wie bitte?

    (Wird dieser Kommentar veröffentlicht?)
  • Füdlifingerfritz 21.08.2020 14:44
    Highlight Highlight Wer einen tiefgehenderen Einblick in die Gefahren der cancel culture erhalten möchte, möge sich dieses Video von Gunnar Kaiser ansehen.
    Natürlich ebenfalls subjektiv, aber a) als kommentierendes Werk entsprechend gekennzeichnet und b) wesentlich besser in Sachen Argumentation und Recherche.
    Play Icon
  • Karl33 21.08.2020 12:43
    Highlight Highlight Habe unterdessen einen erheblich sachlicheren Artikel auf zeit online gefunden. Gut argumentiert.

    https://www.zeit.de/2020/34/cancel-culture-zensur-usa-meinungsfreiheit-debattenkultur/komplettansicht

    Bedenkenswert finde ich einen der letzten Sätze:
    "Denn über kurz oder lang profitieren, wie in den USA schmerzlich zu sehen ist, gerade die wahren Feinde der Demokratie, wenn Demokraten es versäumen, konsequent für Werte wie die Meinungsfreiheit einzustehen. "

    Es gibt also durchaus Gründe, die Abschaffung von rechtsstaatlichen Prinzipien nicht zu bejubeln, auch wenn das verführerisch scheint.
  • Nik G. 21.08.2020 08:35
    Highlight Highlight Zum grossen Teil kann ich zustimmen. Nur muss man aufpassen woher solche Shitstorms kommen. Plötzlich macht man etwas nicht weil Abtreibungsgegner sich dagegen entrüsten. Komiker können keine Satirische Witze mehr machen weil Political Corectness. Es gibt immer 2 Seiten. Wenigsten passiert etwas. Es ist einfach ein langsamer stetiger Prozess.
  • Anna Landmann 21.08.2020 00:06
    Highlight Highlight Was ist denn hier bloss los mit all den Herzen und Blitzen...?

    Also prominente Kabarettisten, Politiker, Publizisten, Schauspieler, Autoren, Firmenchefs lassen sich kaum von einem dreitägigen Shitstörmchrn auf Twitter canceln.

    Möglicherweise ist es unschön, wenn gegen kleine Geschäfter wegen rassistischen Äusserungen etc. zum Boykott aufgerufen wird. Jedoch kommt dass a) kaum vor und b) erhalten Uneinsichtige genauso viel Unterstützung wie Kritik, siehe Dubler.

    Von „Meinungsterror“ kann keine Rede sein, ständig wird in grossen Zeitungen geschrieben, was man angeblich nicht mehr darf.
  • Kupetzky 20.08.2020 21:50
    Highlight Highlight Franziska Schutzbachs these kann man noch einfacher formulieren: Selbstmitleid ist eine Form von Aggression gegenüber sich selbst.
  • Shlomo 20.08.2020 18:07
    Highlight Highlight Die Cancel Culture ist momentan der Höhepunkt der Linken Identitätspolitik. Wir linken begreifen scheinbar nicht, dass mit dieser Identitätspolitik uns noch der letzte Arbeiter zu den Rechtspopulisten abwandert und wir weiter in die politische Bedeutungslosigkeit a la SPD verschwinden.
    • Gopfidam 21.08.2020 14:50
      Highlight Highlight Stimmt. Die Linke wird elitär. Und als Arbeiterkind verstehe ich Ihr Parteiprogramm nicht.
  • grind 20.08.2020 14:56
    Highlight Highlight ok.

    heute auf der frontseite:

    - svp-video canceln
    - netflix-serie canceln
  • grind 20.08.2020 13:09
    Highlight Highlight https://www.watson.ch/digital/film/634554677-franzoesischer-film-cuties-von-netflix-geraet-in-kritik

    • Anna Landmann 21.08.2020 00:15
      Highlight Highlight „eine Petition fordert gar die Annullierung des Films“ – Menschen äussern ihre Meinung und kritisieren einen Film. Mit einer Petition. Weil es von links kommt, ist das plötzlich schlimm. Während Konservative in Regierungspositionen schon seit Jahrzehnten Filme, Bücher, Musik und Meinungen beepen, schneiden, verbieten, fichierrn, zensieren, sprich: canceln.
    • grind 21.08.2020 09:19
      Highlight Highlight der titel des artikels lautet:"Warum dieser Netflix-Film noch vor seiner Erscheinung annulliert werden soll" (auch wenn die url anders ist). die löschung fordern und etwas kritisieren sind 2 paar schuhe. andere meinungen stehen lassen? kommt gar nicht infrage! der darf seine meinung nich haben, weil ICH dagegen bin!!! dann noch eine spur whataboutism obendrauf, weil die rechten machens ja auch. uuund abschicken
  • rodolofo 20.08.2020 12:21
    Highlight Highlight Mir fehlt bei solchen Diskussionen über Grundsatzfragen immer der individualistische Ansatz:
    Da die Menschen sehr verschieden sind, "erträgt" es bei den Einen viel, bei anderen wenig, bis sie "explodieren".
    Auch historisch gesehen haben sich Empfindlichkeiten gewandelt.
    Während man früher für gewisse Beleidigungen am folgenden Morgen zum Duell eingeladen wurde, wird man heutzutage allerhöchstens wegen "Übler Nachrede" verklagt.
    Wo die Schmerzgrenze bei den Einzelnen jeweils ist, müssen wir ständig neu herausfinden, indem wir diese Schmerzgrenze übertreten... ;)
    Dann aber macht es "Aua!".
  • bbelser 20.08.2020 11:06
    Highlight Highlight "Cancel culture" ist ein Kampfbegriff derer, die die Macht ihres Missbrauchs von Kommunikationsmitteln am eigenen aufgeblasenen Ego zu spüren bekommen.

    Ein Schlückchen der eigenen jahrelang ausgeteilten Medizin, und schon hyperventiliert der kleine Möchtegern-Diktator.
    Und faselt dann mitleidheischend von Meinungsdiktatur und Gesinnungsterror.
    Und das in den Demokratien mit den grössten Freiheiten weltweit.

    Hat was jammerläppisches...

    Achtung: Blitzer werden fichiert und umgehend gecancelt!
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.08.2020 14:02
      Highlight Highlight Grandios auf den Punkt gebracht.

      Dein Schlusswort ist übrigens einfach genial. 🤣👍👍
    • Shlomo 21.08.2020 08:21
      Highlight Highlight Cancel Culture ist primär der momentane Höhepunkt der fehlgeleiteten Identitätspolitik von uns Linken.
    • bbelser 21.08.2020 08:37
      Highlight Highlight @Shlomo:
      Und "die Linken" sind gerade weltweit an den Schalthebeln der Macht, um ihre Identitätspolitik mit Nationalgarde und Militär durchzusetzen?
  • Lou Disastro 20.08.2020 11:05
    Highlight Highlight Sehr schöner Artikel! Was Lisa Eckhart betrifft, ich verstehe sie als satirische Kunstfigur und ihre Performance ist super, auch spricht sie ein sehr sympathisches Hochdeutsch. Wenn sie mal nach Zürich kommt, kaufe ich sofort Tickets.
  • opwulf 20.08.2020 10:57
    Highlight Highlight Stephen Fry's stand zur "Cancel Culture":

    Play Icon
    • Gopfidam 21.08.2020 14:51
      Highlight Highlight Jordan Peterson for life
  • Geo1 20.08.2020 10:40
    Highlight Highlight Besonders schwer zu ertragen finde ich das selbstgerechte bis selbstherrliche Auftreten der selbsternannten Verteidiger der Redefreiheit, wie es etwa bei der "Mohrenkopf-Debatte" zu Tage getreten ist. Man empört sich, dass die "politisch Korrekten" angeblich überempfindlich seien, andere Meinungen nicht akzeptierten, in ungerechter Weise pauschalisierten – und dabei handeln viele von ihnen selbst genauso.
    • rodolofo 20.08.2020 12:15
      Highlight Highlight Das ist doch bei jeder Art von Hänselei so!
      Diejenigen, die hänseln, pöbeln und provozieren, bauen darauf, dass die Angegriffenen und Beleidigten glauben, "Coolness" bewahren zu müssen.
      So fressen sie dann den ganzen Frust über erlittene Demütigungen in sich hinein, tun dabei aber so, als mache ihnen das alles überhaupt nichts aus!
      Wenn dann allerdings bei "Opfern" und "Gemobbten" der angestaute Zorn explodiert, dann kann das fürchterlich enden, entweder in einem Suizid, oder in einem Amoklauf mit Massaker.
      Besser ist es also, wenn sich Beleidigte und Zurückversetzte SOFORT bemerkbar machen!
  • Vollkornzwieback 20.08.2020 10:39
    Highlight Highlight Dieser Artikel bzw. diese Glosse dünkt mich auf so vielen Ebenen polemisch und mit Scheuklappen behaftet, wie das, was er angeblich kritisiert.
    Hauptsache, alle drehen munter an jeder Eskalationsspirale mit.
  • Michael Heldner 20.08.2020 10:10
    Highlight Highlight Und ich dachte bisher, mit cancel culture sei das zumindest in den letzten Jahren häufiger gewordene rasche einknicken vor dem Internet Shitstorm gemeint anstatt Rückgrat zu zeigen.
    Dieses finden die eingeknickten, wenn überhaupt, meist erst Tage später wieder wenn der shitstorm abgeflacht ist

    Stichwort vorauseilendem Gehorsam der wütenden Meute. Cancel culture umfasst dann in aller Regel also nur ein Ereignis und keine Serie. Und sobald der Mob befriedigt ist und sich auflöst findet man auch sein Rückgrat wieder und sagt “so hätte das nicht sein dürfen!”
    • bbelser 20.08.2020 11:14
      Highlight Highlight Cancel culture ist ein Begriff des mimimi der Rechten, die nicht mehr unwidersprochen Lügen, Unflätigkeiten und Beleidigungen rauslassen können. Sie versuchen Widerspruch als Angriff auf die Meinungsäusserungsfreiheit zu diffamieren.
      Wer diesen Begriff verwendet, hat kein Interesse an Diskussionskultur, sondern will Andersdenkenden die Legitimation absprechen.
    • Bruno Wüthrich 20.08.2020 11:42
      Highlight Highlight Eh voilà !!!

      Wäre ich der Verantwortliche dieser Kommentarspalte, würde dieser Kommentar - vor allem der erste Teil davon - als Highlight gekennzeichnet.
    • Herr J. 20.08.2020 17:09
      Highlight Highlight Zeigt den Umgang von Linken, wenn man ihnen zeigt, wie intolerant sie mit anderen Meinungen umgehen. Abstreiten, verniedlichen, "ich nicht, die anderen auch".
      Etwas Selbstkritik wäre hilfreich, aber wer die Geschichte auf seiner Seite sieht ("Fortschritt ist unumkehrbar" und ähnliches Gedöns), kann nicht einfach hinstehen und sagen: Mist, stimmt, da haben wir ein echtes Problem, wir müssen uns hinterfragen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Ninio 20.08.2020 10:05
    Highlight Highlight Der Erfinder der cancel culture war wahrscheinlich die katholische Kirche. Und sie war sehr erfolgreich dammit. Im deutschsprachigen Mainstream kamm er erst wieder mit dem Echo Skandal auf. Als zuerst Frei Wild von der Bühne geekelt wurden und er danach weggen Capital Bea ganz abgeschaft wurden. Davor Kamm er nur in linken kreisen als selbstkasteiung vor. Leider haben viele der hier genannten Beispiele nicht wirklich was mit cancel culture zutun und wenn dann nur am Rande.
  • Do not lie to mE 20.08.2020 10:00
    Highlight Highlight PC Fanatismus?? Die Debatte um Eckart ist bezeichnend dafür, dass Moralismus zu Fanatismus werden kann und man im Deckmantel der Moral sich das aneignet, was man bekämpfen will. Selbst die Fangemeinde der grossen Satiresendungen ist sich bei ihr nicht mehr einig, weil sich herausfiltert, wer reflektiert und wer nur konsumiert. Gewohnheit ist der Feind der Entwicklung, und wenn man die Selbstkritik völlig ausklammert, erliegt man dem Fanatismus.
  • _Thanatos_ 20.08.2020 09:59
    Highlight Highlight Cancel culture ist klarer Meinungsterrorismus und sollte entsprechend durch die Gesellschaft auch so behandelt werden. Diese Leute sind keinen Deut besser als jene die sie angreifen und mundtot machen wollen. Klar soll man Meinungen kritisieren dürfen aber wenn dann zu Konsequenzen gegen denjenigen der diese Meinung vertritt aufgerufen wird, ist das für mich ein noGo und sollte ein Strafbestand sein. Der Artikel ist aus meiner Sicht doch eher schwach da er suggeriert, dass dieses Verhalten problemlos sei. Für eine freie Gesellschaft ist es aber toxisch und sollte entsprechend bekämpft werden.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.08.2020 14:06
      Highlight Highlight Dann sollten die rechten endlich mal damit klar kommen, dass sie nicht mehr unwiedersprochen Mist verbreiten können.
      Diese Snowflakes schreien schon Meinungsdiktatur und Gesinnungsterror, wenn man ihnen widerspricht.
    • Rabbi Jussuf 20.08.2020 20:57
      Highlight Highlight Thanatos
      Absolut einverstanden. Nur ein wichtiges Element hast du vergessen: Es geht immer ums Moralisieren! Die Betroffenen werden abgewertet, oder gleich zu Nazis oder Faschisten gestempelt. Das ist wirkmächtig. Man sieht es vielen Leuten schon an, wie sie Angst haben, bloss kein falsches Wort zu äussern und lieber den Kotau machen und sich demütig entschuldigen um bloss nicht ausgeschlossen zu werden von den "moralisch" im "Recht Seienden", oder gar den Job zu verlieren. Der Moderator der BLM Arena war ein peinliches Beispiel dafür.
  • SpitaloFatalo 20.08.2020 09:58
    Highlight Highlight Nach Bekanntwerden seiner politischen Gesinnung kam Andreas Thiel nicht mehr in die (subventionierten) Theater rein. In den Kulturteilen der Zeitungen konnte man lesen, sein Programm sei "schlicht nicht lustig. Dieser Mann wurde mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet! Ich werde nie verstehen, wie man vor dem Lachen unterscheidet, ob mal lachen darf, da politisch korrekt. Ich lache gerne über Volker Pispers (links), den erwähnten Thiel und Lisa E., die ich bis anhin gar nie links/rechts verordnen konnte/wollte.
    • Anna Landmann 20.08.2020 23:57
      Highlight Highlight Warum dürfen deiner Meinung nach Theater nicht selbst entscheiden, welches Programm sie machen wollen?
    • SpitaloFatalo 21.08.2020 17:14
      Highlight Highlight Weil sie subventioniert sind, von der Öffentlichkeit finanziell mitgetragen.
  • dievobärn 20.08.2020 09:47
    Highlight Highlight Toller Artikel!
  • PleaseExplain 20.08.2020 09:15
    Highlight Highlight Einige Aspekte dieses Artikels mögen wahr sein, die genannten Beispiele (Cosby, Weinstein, Frauenwahlrecht?) aber sehr schlecht gewählt und irreführend. Während ich generell beim mundtotmachen von politischen Meinungen bereits ein grosses Problem sehe, sind die richtig hart getroffenen Opfer diejenigen die ihre Jobs etc. verlieren, oftmals ohne was falsch gemacht zu haben bzw. ohne politisch zu sein. Siehe Synchronsprecher, welche sich nicht mehr getrauen ihre Stimme einer «andersfarbigen» Cartoon-Figur zu verleihen, aus purer Angst dass ein Shit Storm über sie hereinbricht. This is madness.
    • bbelser 20.08.2020 11:27
      Highlight Highlight Richtig hart getroffene Opfer sind:

      - Menschen auf der Flucht, die wir im Mittelmeer ertrinken lassen,

      - mexikanische Kinder, die an der US-Grenze von ihren Eltern getrennt werden,

      - Indigene im brasilianischen Regenwald, denen die Lebensgrundlage abgefackelt wird,

      - friedliche Demonstranten, die in Belarus vom Regime zum Krüppel geprügelt werden,

      - Menschen wie ein George Floyd, die an alltäglicher Polizeigewalt und Rassismus sterben müssen,
      ....
      ....

      Nur mal kurz wegen der Relationen...
    • Herr J. 20.08.2020 17:12
      Highlight Highlight Dagegen sind Millionen Menschen, die sich nicht mehr getrauen, ihre Meinung zu sagen, weil sie sonst von Tugendwächtern kaputt gemacht werden, natürlich ein völlig vernachlässigbares Phänomen.

      Whataboutism at its best...
    • bbelser 20.08.2020 18:23
      Highlight Highlight @Herr J.
      Und da ist sie: die Opferrolle! Yeah!
      Und gleich millionenfach.

      Ich höre das ohrenbetäubende Schweigen der Millionen.
      Vor allem das der Rechtsaussen und Rechtsextremen schmerzt vor lauter Stille...

      Sorry, leihe deine Stimme den Menschen, die tatsächlich "gecancelt" werden.
      Meine Aufzählung oben ist nur eine verschwindend kleine Auswahl.

      (kannst du eigentlich ein paar Beispiele nennen, wo sich bei uns in der Schweiz Millionen Menschen nicht mehr getrauen, ihre Meinung zu sagen?)
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 20.08.2020 09:09
    Highlight Highlight Die Comedy-Szene ist eh ein zwielichtiges Genre, das von Doppelbödigkeiten und und sarkastischem Zynismus lebt.
    KomikerInnen sind "moderne Hofnarren".
    Der Hofnarr musste im Verlaufe ihrer Gaukler-Karriere das Gesicht des Königs immer besonders genau im Blick behalten:
    Lachte Ihro Mayestät laut und herzhaft mit, oder verfinsterte sich der Blick von Durchlaucht?
    Heute ist aus dieser EINEN Majestät an der Spitze eines Hofstaates "König Kunde" geworden.
    Ein aufgebrezeltes Nazi-Weib zu spielen, mag für ein kleines Nischenpublikum interessant sein.
    Viele (wie ich) finden das aber einfach nur doof...
    • BVB 20.08.2020 12:22
      Highlight Highlight Ich glaube du unterschätzt wieviele Leute schwarzen Humor mögen.
    • rodolofo 20.08.2020 13:44
      Highlight Highlight Schwarzen Humor mag ich auch!
      Aber das ist Brauner Humor...
  • Bruno Wüthrich 20.08.2020 09:02
    Highlight Highlight Für mich ist es eine grosse gesellschaftliche Errungenschaft der letzten Jahre, dass man sich heute auch an die Grossen und Mächtigen heranwagt, wenn die nicht so tun, wie man tun müsste.

    Und das freut mich sehr.

    Weniger Freude habe ich, dass heute immer noch pauschalisiert wird wie eh und je, und dass man auch heute - ebenfalls wie eh und je - nicht merkt, dass man es tut. Selbst wenn wir dem, was wir tun, heute sogar Namen geben.
  • N. Y. P. 20.08.2020 08:17
    Highlight Highlight Mediale Hetze gegen Weinstein fand ich zum Beispiel sehr gut. Die in totaler Ächtung der Person Weinstein endete. Zudem wurde er vor Gericht diverser Delikte verurteilt.

    Ich habe null Mitleid mit ihm und ich begrüsse explizit, wie Weinstein medial "vernichtet" wurde.

    Ich denke also, man muss differenzieren.
    • BVB 20.08.2020 12:24
      Highlight Highlight Kriminelle sind nicht weniger Wert, egal wie schlimm das was sie getan haben ist.
    • N. Y. P. 20.08.2020 13:54
      Highlight Highlight Tut mir leid, @BVB, sie sind weniger wert. Weinstein hat Dutzende Seelen zerstört. Was forschen wir noch lange nach seinen Beweggründen. Abmarsch ins Loch.
  • blueberry muffin 20.08.2020 08:01
    Highlight Highlight Hut ab, toller Artikel.

    Auch wenn selbst linke Kritiker der Cancel Culture wie Jonathan Pie zum Ergebnis kam, dass ohne das Me Too Movement Epstein nach wie vor ein Kinderpuff führen würde und mit seinen Freunden Trump und Clinton auf Lolita Islans rumhängen würde.

    Das alleine Journalisten zuzuspielen ist verkürzt, nur schon wenn man sieht wieviele Amerikanische Newsnetzwerke voll mit Tätern waren. Und weder Trump noch Bill Clintons Beziehung mit Epstein Wellen schlug in den US Medien.
  • Sapere Aude 20.08.2020 08:00
    Highlight Highlight Ist längst zum politischen Kampfbegriff geworden und wird hüben wir drüben von unlauteren Akteuren im politischen Diskurs verwendet. Entweder um eine moralisch überlegene Position zu suggerieren oder sich gegen Kritik zu immunisieren.
  • LeChef 20.08.2020 07:18
    Highlight Highlight Simone, ich finde diesen Text ziemlich ignorant. Man kann sich schon darüber streiten, wie gross das Problem wirklich ist, gerade hier in Europa, aber es vollständig zu negieren ist nicht ok. Weinstein und Cosby sind schlechte Beispiele, weil bei ihnen ja wirklich eine juristische Anklage existiert. JKR schon eher - aber es geht ja nicht einmal unbedingt um die high profile Fälle wie JKR, die hat genug Geld und Unterstützung ihrer Fans. Ich finde es schwieriger, wenn sich der Mob gegen weniger bekannte Künstler, Wissenschafter, Lokalpolitiker oder einfache Angestellte richtet.
    • Herr J. 20.08.2020 17:16
      Highlight Highlight Bester Kommentar. Alles in einen Topf werfen, umrühren und am Schluss sagen: Ich finde das Problem nicht, und wenn es eines gibt, sind die anderen schlimmer (weil sie eh immer schlimmer sind) - das ist eine schwache Leistung. Und wer die Absicht merkt, ist verstimmt.

      Dasselbe mit dem Kommentar von Tobler gestern bei Tamedia.
  • AndiCartoon 20.08.2020 07:06
    Highlight Highlight Liebe Simone - mach bitte kurze Sätze - eine Passagen sind kaum lesbar.
    • bbelser 20.08.2020 13:59
      Highlight Highlight Und Bilder, liebe Simone, ganz viele bunte Bilder, sonst versteh ich gar nix mehr...
  • MaximaPoena 20.08.2020 07:02
    Highlight Highlight Frau Meier, haben Sie ernsthaft verurteilte Sexualstraftäter vom Schlage eines Harvey Weinstein und Bill Cosby mit Frauen, die einfach nur ihre Meinung geäussert haben, in einen Topf geworfen, um Cancel Culture zu erklären oder besser gesagt kleinzureden? Ich hoffe, das war Satire.
  • aglaf 20.08.2020 06:48
    Highlight Highlight Mich beunruhigt und gleichzeitig verblüfft es, dass für jede Abweichung vom Gewohnten (nicht Normalität), jede Krankheit, jede Andersmeinung und jedes Verhalten ein trendy englischer Ausdruck kreiert werden muss, um eine Kategorie zu schaffen. Kann man die Dinge nicht einfach belassen und für sich diskutieren?
    • invisible 20.08.2020 13:34
      Highlight Highlight "diskutieren" ist DER Feind
  • walsi 20.08.2020 06:02
    Highlight Highlight Jeder der hier der Meinung ist Cancel Cultur existiert nicht, sollte in Zukunft hier seine Kommentare mit seinem realen Namen veröffentlichen und auch noch angeben wer sein Arbeitgeber ist. Sollte ja kein Problem sein. Oder?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.08.2020 07:35
      Highlight Highlight Gehst du mit gutem Beispiel voran und kommentierst nur noch unter deinem echten Namen?
    • walsi 20.08.2020 08:20
      Highlight Highlight @Bambus: Nein. Ich habe schon einmal fast meine Stelle verloren weil ich mit meinem Namen dinge getwittert habe und deswegen bei meinem Chef angeschwärzt wurde.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.08.2020 08:52
      Highlight Highlight Lass mich raten, du hast dich rassistisch über Ausländer geäußert. Richtig?
  • Therealmonti 20.08.2020 03:41
    Highlight Highlight Bis zum Lesen von Frau Meiers wie immer brilliant geschrieber Analyse habe ich nicht gewusst, dass es eine Cancel Culture gibt. Und auch nach dem Lesen weiss ich noch nicht, was das ist. Ich habe nun bloss ein bisschen Bedenken, ob ich impotent werden könnte.
    • invisible 20.08.2020 13:38
      Highlight Highlight kurze Zwischenfrage: warum ist es brilliant, wenn du es doch nach eigener Aussage immer noch nicht verstanden hast? Ich habs auch nicht verstanden, aber ich nenns ja auch nicht brilliant... 🤔
    • Therealmonti 20.08.2020 16:01
      Highlight Highlight Ihre Schreibe ist brilliant, invisible. Nicht was sie schreibt, sondern wie sie schreibt.
    • invisible 20.08.2020 17:01
      Highlight Highlight Therealmonti: achso, ok
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  • Max Dick 20.08.2020 03:35
    Highlight Highlight Man kann mit einem einseitigem Artikel jedes Thema ins Lächerliche ziehen, wenn man will. Den selben Artikel, den die Autorin hier über Cancel Culture schreibt, könnte genauso über das Thema Rassismus geschrieben werden, und es würde gleich klingen.
    • Füdlifingerfritz 20.08.2020 10:40
      Highlight Highlight Sehr schön gesagt. Wird Frau Meier eines Tages auch noch merken. Oder vielleicht weiss sie es auch schon, aber es ist ihr halt egal...
  • Herbibi 20.08.2020 02:52
    Highlight Highlight Für mich war dieser Begriff neu. Ich dachte zuerst wie viele, dass dieser Artikel seine Länge nicht wert sei. Am Schluss muss ich doch sagen, er bringt auch mein Unbehagen zur Sprache, obwohl ich mich nicht als Linker verstehe. Trump ist das beste Beispiel. Er giesst seinen Schmutz unbestraft über alle aus, aber wenn Twitter einen seiner unflätigen Tweets zurückweist, jammert und schreit er wie ein Verrückter, die Meinungsfreiheit sei in Gefahr. Das Monieren von Cancel Culture ist in den USA offenbar wie das Pendent des unfassbaren Geschreis einer AfD über die sog. Lügenpresse - widerlich.
    • El Ninio 20.08.2020 10:20
      Highlight Highlight Der Teufel steckt wie immer im Detail. Wenn du einem Polizisten sagst er sei ein arschloch. Kommst du dran weggen Beleidigung. Wenn du sagst (ich bin der Meinung sie sind ein Arschloch) ist das freie Meinungsäußerung. Sprache ist schon faszinierendes obwohl ich sehr schlecht darrin bin
  • The Great Cornholio 20.08.2020 01:58
    Highlight Highlight Aufgrund des Umstands, dass die Autorin im Artikel Donald Trump (, der jeden Tag andere cancelt: Mexikaner, Muslime, die LGBTQ-Community)" mit (Unter) Hitler (wurden Juden, Menschen mit einer Behinderung, Fahrende, Kommunisten und Homosexuelle gecancelt) gleichsetzt, wird die eklatant unklare Begriffsdefinition von Verb "canceln" sowie das damit verbundene kontextsensitive, arbitäre Umdeuten offensichtlich.
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    • NullAchtFünfzehn 20.08.2020 10:54
      Highlight Highlight Fremdwörter sind Glückssache.
      Aber ich kann Sie beruhigen, Cornholio: Fremdwörter sind auch nicht mein Rechaud.
    • The Great Cornholio 21.08.2020 13:43
      Highlight Highlight @ NullAchtFünfzehn
      Sie haben mich ertappt; kaum in der Lage, einen Schraubenzieher anständig in der rechten Hand zu halten,
  • Demetria 20.08.2020 01:15
    Highlight Highlight Ich hab Tränen gelacht als ich den Artikel las. Dass natürlich die braven Bünzlis sich hier provoziert sehen war klar. Eigentlich müssten sie froh sein. Das Bier am Stammtisch würde doch gar nicht schmecken wenn man sich nicht über männermordende Kampfemanzen und die drohende Invasion des Islams ereifern könnte. Meist ist es so langweilig im Schoggiland dass manchmal nicht mal mehr dem Blick eine gute Idee kommt was man schreiben könnte. Meine Lieblingsschlagzeile ist ja: "Meilis Meersäuli: wo ist es nur geblieben?" Man muss ja informiert sein, ob er es wirklich genug gestreichelt hat.
    • Herr J. 20.08.2020 17:20
      Highlight Highlight Probleme negieren und ins Lächerliche ziehen ist nicht dasselbe wie Probleme lösen.

      Leider wird, was aus den USA kommt, mit Verzögerung auch bei uns Mode. Dann wird vielen die Nonchalance vergehen.
  • invisible 20.08.2020 00:49
    Highlight Highlight Nach einem kurzen Besuch bei Wikipedia meine ich verstanden zu haben, dass diese Cancel Culture im Grunde nichts anderes ist als Boykott, gern auch in Begleitung von ein bisschen Rufschädigung - oder einfach lästern. Sollte ich damit falsch liegen lasse ich mich gerne aufklären. Stand jetzt: wozu ein neuer Begriff für etwas derart Nicht-Neues, und was zur Hölle soll das Theater?
    • walsi 20.08.2020 08:27
      Highlight Highlight Du hast es falsch verstanden. Es geht darum, dass Leute die mit deiner Meinung nicht einverstanden sind zu deinem Chef gehen und sagen: Haben sie gesehen was der sagt. Wenn sie den nicht entlassen werden wir mit ihren Kunden sprechen und darauf hinweisen was für komische Leute bei Ihnen arbeiten und dass besser wäre in Zukunft einen anderen Lieferanten zu berücksichtigen.
    • invisible 20.08.2020 10:06
      Highlight Highlight Naja so falsch liege ich dann ja doch nicht. Aber danke für die Präzisierung. Man könnte es auch Scheissverhalten nennen.
    • invisible 20.08.2020 10:33
      Highlight Highlight aber ich hab in meiner Aufzählung offensichtlich Erpressung noch vergessen...
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  • Toerpe Zwerg 19.08.2020 23:36
    Highlight Highlight Dieser Artikel scheitert bereits an der Definition des Phänomens.
    • The Destiny // Team Telegram 20.08.2020 00:00
      Highlight Highlight Knüpft an dem Tiefpunkt an welcher mit dem Artikel über Johnny Depp erstellt wurde.
  • kliby 19.08.2020 23:29
    Highlight Highlight Der Text scheint mir etwas wirr, daraus entnehme ich jetzt nicht was Cancel Culture sein soll und weshalb diese so toll sein soll. Männer werden wie so oft als die Ausgeburt des Teufels beschrieben, aber das ist ja nichts neues in unserer Gesellschaft voller Männerhass.
    • bbelser 20.08.2020 10:44
      Highlight Highlight Mit anderen Worten: du hast es nicht verstanden. Und daran ist die Gesellschaft und so schuld.
      Q. E. D.
  • So oder so 19.08.2020 23:07
    Highlight Highlight Cancel Culture ? Der Begriff gabs noch nicht als sie in denn USA, CDs von denn Dixie Chicks plattgewalzt haben wegen ihrer Bush Kritik - Radiosender sie Boykottiert haben.

    Also was solls, was Neu verpacken und verkaufen..... drüber schreiben, ist Neu aha so.
  • Guybrush Threepwood 19.08.2020 22:51
    Highlight Highlight Wer Lisa Eckhardt nicht versteht ist einfach zu doof dafür.
    • Statler 20.08.2020 00:41
      Highlight Highlight Das dürften einige sein ;)
    • E.Simonik 20.08.2020 01:41
      Highlight Highlight Verstehen ja, amüsieren nein.
      Ist mir irgendwie zuwenig einfach nur in die Extreme zu gehen. Und sie passt ihr Programm ja schon extrem an, was die Sprache, etc betrifft. Also viel Intelligenz brauchts nicht um das zu verstehen.
    • Helvetio 20.08.2020 05:17
      Highlight Highlight Uch, die Geburt von einem neuen Schlagwort von links. Wers nicht lustig findet is doof. Super. Disskusion unnötig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Quo Vadis 19.08.2020 22:46
    Highlight Highlight Anfänglich sah ich auch Probleme mit der Cancel Culture. Und natürlich existiert diese.

    Der Weg daraus wird wohl sein, dass man die Urheber des jeweils zu cancelnden Events ausfindig macht und seinerseits diese Personen und deren Firmen oder Sponsoren boykottiert. So werden wir alles canceln was uns nicht passt - ist doch toll! Dies wird äusserst förderlich für den Dialog sein, wenn wir so eine reine Bubble-Culture fördern. Das wird dann tolle Listen geben: Kauft nicht bei Rechten, Linken, Juden, etc. Such dir was hübsches aus was du heute canceln oder boykottieren möchtest 🤡
  • Simonj 19.08.2020 22:37
    Highlight Highlight Liebe Simone. Das ist etwas vom schlausten das ich in deinem sowieso schon schlauen Schreiben gelesen habe. Und hat vieles in meinem Kopf geordnet und entspannt. Well done.
  • Telomerase 19.08.2020 22:13
    Highlight Highlight Ich kapier die Pointe des Artikels nicht. Cancel Culture ist gar nicht so schlimm, weil Hitler und McCarthy und das fehlende Frauenstimmrecht schlimmer waren? Cancel Culture ist nicht Links, weil Links per Definition nicht negativ sein kann? Cancel Culture ist eigentlich nur ein PR-Instrument?
    • bbelser 20.08.2020 10:32
      Highlight Highlight Davon steht in Simone Meiers Artikel kein Wort. Lies nochmal, ohne dich gleich im rechten Wohlfühlgärtchen bedroht zu sehen...
      Hiermit cancle ich dich.
    • Telomerase 20.08.2020 16:02
      Highlight Highlight @bbelser: auch das xte Mal durchlesen hat nicht geholfen. Dein Kommentar auch nicht.
    • NullAchtFünfzehn 21.08.2020 15:58
      Highlight Highlight „ auch das xte Mal durchlesen hat nicht geholfen. “
      Vielleicht liegt das daran, Telomerase, weil das x-mal Durchlesen nur hilft, wenn x mindestens 1 ist?
  • Neutralier 19.08.2020 22:10
    Highlight Highlight Jaja Frau Meier, auch mit whataboutism wickeln Sie uns nicht um den Finger, um uns Cancelculture schmackhaft zu machen. Das Problem dieser Bewegung ist, dass eine mitte/konservative Meinung als extrem rechts abgestempelt wird und gecancelt wird. Gecancelt wird meistens in Unis (Dozenten), TV-Auftritten, Zeitungen und in der Gesellschaft. Rassisten das Wort zu nehmen ist ok, aber allen das Wort zu nehmen, welche nicht 100% die gleiche meinung mit einem haben ist einfach nur schädlich. Siehe: #IsOverParty, Jordan Peterson, Jimmy Fellon, usw...
    • bbelser 20.08.2020 14:16
      Highlight Highlight Also dafür ist die mittige/konservative/rechte Meinung aber unüberhörbar laut und medial omnipräsent. Genau das macht das Gejammer über cancel culture so lächerlich...
    • Neutralier 20.08.2020 15:53
      Highlight Highlight Das ist deine Wahrnehmung, weil du nur hörst was du hören willst und bei dir der Verlauf von mitte - konservativ uns rechts kein Verlauf ist, sondern eine scharfe Kante.

  • Lowend 19.08.2020 21:43
    Highlight Highlight Cancel Culture ist doch nur ein politischer Kampfbegriff jener populistischen Schreihälse, die vor lauter Schreierei gar niemandem mehr zuhören und deren Geschrei auch schon lange keiner mehr hören mag. Echt nur noch langweilig, dieses Gejammer von rechts!
    • Quo Vadis 20.08.2020 14:25
      Highlight Highlight @ Lowend.. "Cancel Culture ist doch nur ein politischer Kampfbegriff jener populistischen Schreihälse, die vor lauter Schreierei gar niemandem mehr zuhören und deren Geschrei auch schon lange keiner mehr hören mag. Echt nur noch langweilig, dieses Gejammer von rechts!"

      Also mir gefällt deine Argumentation nicht. Könntest du deinen Arbeitgeber nennen? Nur damit ich danach Kommentare über deine politische Meinung auf der Webseite und/oder Google hinterlassen kann und zum Boykott aufrufen kann?
  • Queen C 19.08.2020 21:38
    Highlight Highlight - Gewissen Massnahmen im Zusammenhang mit Corona sind widersprüchlich. —> COVIDIOT

    - Frauen sind nicht immer das Opfer. —> SEXIST

    - der Islam hat problematische Seiten. —> ISLAMHASSER

    - Migration birgt Probleme. —> RASSIST

    - Ausländer sind nicht per se eine Bereicherung. —> NAZI

    - Um Greta Thunberg wird ein Hype veranstaltet. —> KLIMALEUGNER

    usw. usf.

    —> auch das kann man unter cancel Culture verstehen.

    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.08.2020 12:05
      Highlight Highlight Du solltest echt lernen, was der Unterschied zwischen sachlicher Kritik und rassistischen Äußerungen ist.

      Wenn ich mitbekomme, dass ein Ausländer sich scheisse verhält, sag ich das glasklar. Und meistens nenne ich solche Menschen eine Schande für ihr Volk.

      Die rechten heulen permanent man dürfe nichts mehr sagen, wenn man ihnen sagt, dass man ihre Ansichten für Schwachsinn hält.
    • bbelser 20.08.2020 14:23
      Highlight Highlight @Queen C:
      Das ist keine cancel culture, sondern das sind Begriffe mit denen Verhalten bezeichnet wurde.

      Dagegen kannst du argumentieren,
      dich in der Diskussion wehren,
      aufklären über den deiner Meinung nach falschen Gebrauch von Worten
      deine eigenen Äusserungen auf Rassismus, Sexismus, Hass, Klimawandelleugnung etc. abklopfen und entsprechend differenzierter formulieren.

      Oder aber du kannst jammern
      über cancel culture.
    • louie louie 20.08.2020 14:42
      Highlight Highlight "Wenn ich mitbekomme, dass ein Ausländer sich scheisse verhält, sag ich das glasklar. Und meistens nenne ich solche Menschen eine Schande für ihr Volk."

      Hoppla, Sie sehen jedem Menschen an, zu welchem "Volk" er gehört? Starke Leistung - oder wohl Rassismus in Reinkultur?
  • Swen Goldpreis 19.08.2020 21:37
    Highlight Highlight Man wählt die Beispiele halt immer so, dass es in die Argumentation passt.

    Was ist mit Kevin Spacey? Er wurde nach einer einzigen Anschuldigung ohne Überprüfung der Sachverhalte aus House of Cards rausgeworfen. Unschuldsvermutung? Nein, danke! Man hätte mit dem Rauswurf warten sollen, bis er sich auch wirklich bestätigt hat.

    Oder noch krasser: Was ist mit Tim Allen? Er kritisierte die Cancel Culture (verglich sie mit Berlin 1933), worauf seine Serie Last Man Standing abgesetzt wurde. Ja, die Aussage war dumm und überzeichnet, hat sich aber in der Folge bestätigt.

    • The Destiny // Team Telegram 20.08.2020 09:44
      Highlight Highlight @Swen, wir hätten da auch noch Kachelmann oder wie der Wetter Moderator auch hieß, als Beispiel.
    • bbelser 20.08.2020 14:35
      Highlight Highlight Was?
      Tim Allens dumme Aussage hat sich bestätigt?

      Es herrschen also dank cancel culture heute nach der weltweiten Machtergreifung die Nationalsozialisten und sperren Kommunisten, Juden, Roma, Schwule und Kritiker in Konzentrationslager?
      Die Presse ist gleichgeschaltet und das Parlament entmachtet?

      Nein! Rechte Laberköpfe können nicht mehr unwidersprochen lügen, wie es ihnen gerade in den Kram passt. Und das ist (endlich!!) gut so.

      Was für eine haarsträubende Geschichts-Verachtung!
    • Swen Goldpreis 20.08.2020 15:54
      Highlight Highlight Tim Allens Wortwahl war dümmlich wie eigentlich fast jeder Nazi-Vergleich (ausser vielleicht bei Xi Jinping). Das steht vollkommen ausser Frage und ich bin 100% bei dir. "Haarsträubende Geschichtsverachtung" ist der passende Begriff.

      In der Sache hatte Allen aber recht: In Hollywood gibt es eine Cancel Culture, die sich vor allem gegen Rechte wendet. Und sein anschliessender Rausschmiss hat seinen Vorwurf genau bestätigt.

      Es ist gut, dass rechte Laberköpfe nicht unwidersprochen lügen dürfen. Aber widersprechen und zensieren ist nicht das gleiche. Das finde ich als eher Linker problematisch.
  • Thomas G. 19.08.2020 21:34
    Highlight Highlight Ok zwar voll am Thema vorbei geschrammt aber immerhin mal zum Thema geäussert. Leider hat die Autorin nicht verstanden worum es geht.
    • bbelser 20.08.2020 14:37
      Highlight Highlight Schön, dass du so eloquent ausführst, worum es denn geht.
      Diese brillanten Argumente,
      diese funkelnde Rhetorik!
  • Wolfgang Hürlimann 19.08.2020 21:34
    Highlight Highlight Echt gut geschrieben ... zu lang aber echt fein formuliert.
  • Rundlauf 19.08.2020 21:31
    Highlight Highlight Natürlich auch raffiniert aufgebaut, der Artikel. Zum Schluss ein Zitat einstreuen, dem man als reflektierter Mensch kaum widersprechen will, um zu bezwecken, dass man auch die restlichen Inhalte des Artikels nicht anzugreifen traut?

    Dass JKR angegriffen wurde, zeugt ja gerade davon, dass es diese Cancel Culture tatsächlich gibt. Eine sowas von nachvollziehbare, objektive Argumentation, die aus linken Kreisen total zurückgewiesen wurde. Passt halt nicht in das radikale Gendernarrativ hinein. Recht bekommen ist wichtiger als recht haben. Zum Glück gibt's immer noch viele Andersdenkende.
    • De-Saint-Ex 19.08.2020 22:00
      Highlight Highlight Bist Du sicher, dass Du den Inhalt dieses Artikels verstanden hast? Geht ja nicht darum, dass es die Cancel Culture nicht gibt... sondern darum, dass es sie seit einer Ewigkeit gibt. Lies nochmal.
    • smartash 19.08.2020 22:06
      Highlight Highlight „Dass JKR angegriffen wurde, zeugt ja gerade davon, dass es diese Cancel Culture tatsächlich gibt.“

      Nein, eben nicht. JKR wurde ja nicht gecancelt. Sie kann weiter Bücher schreiben und du kannst diese kaufen. Sie kann auch weiter twittern und ihre Meinung sagen. Da wurde rein gar nichts gecancelt

      Was es gab war eine Reaktion auf ihre Aussage. Aber das ist nicht canceln und auch nicht mundtot machen. Sondern eine Gegenmeinung

      Es zeugt schon von enormer Schwäche und Unsicherheit, wenn man beim kleinsten Widerspruch gleich von Cancelkultur schreit
    • HabbyHab 19.08.2020 22:35
      Highlight Highlight JKR ist transfeindlich, hat sie mehrmals ausgedrückt. Auch wenn sie dann immer alles relativiert. Wieso unterstützt sie dann offen transfeindliche Leute und Ansichten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Andre Buchheim 19.08.2020 21:19
    Highlight Highlight Danke für den interessanten Artikel. Ich finde aber, dass man da auch bei sich selbst hinschauen sollte, liebe Wartsons. Denn auch hier wird von einigen Personen eine regelrechte regelmässige Löschorgie gegen missliebige Meinungen betrieben. Was mehreren Personen unabhängig voneinander auffiel und angeprangert wurde.
    Wer sich mit seiner Meinung in die Öffentlichkeit begibt, muss damit leben, wenn ihm auch mal widersprochen wird. Denn das schlimmste an der Löschkultur ist die Verzerrung oder gar Verhinderung des Diskurses und die Gefährdung der geistigen Freiheit.
  • Rundlauf 19.08.2020 21:19
    Highlight Highlight Wenn Cancel Culture "not a thing" ist, warum sie dann verteidigen? Als Linker mit Intellekt sollte man sich eigentlich davon distanzieren, nicht mit kindischem Whataboutism darauf reagieren.

    Das perfide an dieser Cancel Culture zeigt sich auch viel mehr im Alltag denn bei den grossen Fischen. Statt einige wenige grosse Personen (was ziemlich ineffektiv wäre) werden vielmehr ganze Bevölkerungsgruppen in den Senkel gestellt. Diese Gendersternchenzählenden, weiss-m-ü60-Hassenden, die alles verachten, was nicht so stark politisiert und extremisiert ist wie sie selbst, gibt es tatsächlich.
    • kliby 19.08.2020 23:30
      Highlight Highlight Der Begriff dazu heisst:
      Cancel-Culture-Leugnerin.
    • bbelser 20.08.2020 14:57
      Highlight Highlight @Rundlauf:
      Warum ist dann der rechte / rechtsextreme hatespeech dermassen dominant in den social media?
      Aus dem rechten Sumpf der Hassrede heraus radikalisierten sich
      die Mörder vom NSU,
      der Massenmörder von Utoya,
      der Mörder von Walter Lübcke in Kassel,
      der rechtsextreme Mörder und Synagogen-Attentäter von Halle u.a.

      Welche kriminellen und tödlichen Übergriffe gehen auf das Konto von Gendersternchenzählenden und Weiss-M-ü60-Hassenden???
      Welche neue Foltermethode ist "In-den-Senkel-stellen"?

      Welcher Verhältnisblödsinn muss noch herhalten, um das cancel-culture-Gejammere zu rechtfertigen?
  • Shabaqa 19.08.2020 21:10
    Highlight Highlight Die Rechten in den USA haben nicht grundsätzlich ein Problem mit Cancel Culture. Sie haben ein Problem damit, dass sie sich neuerdings gecancelt fühlen. Selber haben sie ja schon immer gecancelt, siehe z. B. Dixie Chicks, siehe z. B. Verbrennung von Nike-Produkten.
    • Telomerase 19.08.2020 22:20
      Highlight Highlight Die Dixie Chicks haben das Dixie aus ihrem Namen gestrichen, da dies mit der Konföderation in Verbindung gebracht werden kann. Das ist sozusagen die Mohrenkopfdebatte der USA. Und das kam wohl kaum von Rechts.
      Das Problem ist wohl eher, dass fehlende Toleranz und wohl fehlende Entspanntheit auf beiden Seiten der Parteilinie vorkommt.
    • The Destiny // Team Telegram 19.08.2020 23:57
      Highlight Highlight Leuten wird gekündet weil sie auf Facebook sich kritisch gegenüber BLM geäußert haben...

      Man kann ja gegen Rassismus sein und auch gegen Plünderungen.
    • Shabaqa 20.08.2020 08:00
      Highlight Highlight @Telomerase: Nein, das kam nicht von rechts, das war ihre eigene Entscheidung.

      Als ihre Musik von den Radiosendern gestrichen wurde und ihre CDs verbrannt, da hiess die Band jedoch Dixie Chicks.
  • Quizmachine 19.08.2020 21:07
    Highlight Highlight Es gibt die, die laut "Cancel culture" schreien, nur weil sie auf ihr Tweet negative Reaktionen erhalten haben, und das ist bloss peinlich. Das hat aber nichts mit dem realen Kern der Diskussion zu tun. Es geht darum, dass Linksliberale (oder solche, die sich dafür halten) alle aus der Diskussion ausschliessen, die sich nicht haargenau an vorgegebene Orthodoxien und Sprachregeln halten. Anderswo mögen die "Gecancellten" immer noch ihre Platformen haben, die Canceller machen aber ihr eigenes Umfeld kaputt, wenn es nur noch Dogmen gibt und keine echten Diskussionen mehr.
    • bbelser 20.08.2020 15:06
      Highlight Highlight Und wie genau machen die "Linksliberalen" das?
      Mit der Meinungsdiktatur-Gestapo?

      Wenn doch alle "aus der Diskussion ausgeschlossen" werden: warum kann dann hier und bei anderen Medien jeder seine noch so abstruse Meinung zum Besten geben, wenn er sich an die Kommentarregeln hält?
      Warum plärren uns überall ganz uneingeschränkt die Rechtsaussen und Rechtsextremen am lautesten und hasserfülltesten entgegen?
  • Matti_St 19.08.2020 20:56
    Highlight Highlight Cancel Culture ist ein Phänomen damit sich einige als Opfer fühlen können. Zur Zeit ganz gross angesagt bei denen, die regelmässig "wir sind das Volk" und "Lügenpresse" schreien. Und ja, mit solchen will ich nicht diskutieren. Ich mag zwei Arten Menschen nicht. Missionare und Rassisten. Leider decken die gleich beide Spezies ab. Und ja, ich "Cancel" wie man so schön sagt. Das macht sie aber noch lange nicht zum Opfer.
  • JackMeMore 19.08.2020 20:46
    Highlight Highlight Schön geschriebener Text, Frau Meier. Jedoch verstehe ich noch nicht, was jetzt genau diese Cancel Culture macht oder wer sie ist. Geht es darum, dass unliebsame Menschen aus dem Weg geräumt werden? Schon was von Sündenbockstrategie gehört?
  • landre 19.08.2020 20:34
    Highlight Highlight "Born in the USA" ist zu persönlich geprägt...Ich bekomme Gänsehaut weil ein Bruce musikalisch verständlich zu übermitteln weiss dass Demokratie mehr als nur fonische Kunst ist. (Merci@Simone)
  • Stachanowist 19.08.2020 20:30
    Highlight Highlight Hier ein Artikel von Politikwissenschaftler Yascha Mounk zum Thema Cancel Culture - meines Erachtens äusserst lesenswert.

    https://www.zeit.de/2020/34/cancel-culture-zensur-usa-meinungsfreiheit-debattenkultur
    • bbelser 20.08.2020 15:22
      Highlight Highlight Der Artikel ist lesenswert, aber nicht ganz vollständig.
      Der Autor analysiert ganz treffend die mögliche(!) Gefahr durch Identitätspolitik und Verengung von Diskursen durch die linksliberale Seite (an Unis, in der Kultur etc.)
      Was er unterschlägt:
      Die reale Gefahr durch das Agieren der Herrschenden und Mächtigen.
      Bestimmt werden politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entscheidungen in den USA offen oder verdeckt durch die reaktionäre Agenda der Trumpregierung und der zudienenden Republikaner.
      Das hat reale(!) Auswirkungen auf Millionen von Menschen dort und weltweit.
  • Sauäschnörrli 19.08.2020 20:26
    Highlight Highlight Cancel Culture und die Beispiele sind Springsteen, Cosby und Weinstein? Was habe ich verpasst? Irgendwie kann ich da keine Brücke herstellen.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.08.2020 20:26
    Highlight Highlight Die Welt ist nicht schwarz weiss!
    Man kann Metoo gut finde und es gleichzeitig ablehnen, das Maenner und Frauen aufgrund von nicht ueberpruefbaren Anschuldigung rausgekickt werden.
    Man kan fuer emanzipatorische Projekte wie die Individualbesteuerung sein und es gleichzeitig ablehnen, das die Migros die Zusammenarbeit mit zwei Graphikerinne beendet, weil auf Twitter jemand Sexismus schreit.
  • Kronrod 19.08.2020 19:49
    Highlight Highlight Mir scheint, der Begriff “Cancel Culture” wird hier etwas überdehnt. Wenn Trump gegen Mexikaner wettert, hat das nichts mit Cancel Culture zu tun. Cancel Culture ist, wenn man politische Gegner mit unlauteren Methoden am Äussern ihrer Meinung hindert. Wenn beispielsweise ein Journalist/Mitarbeiter entlassen wird, weil er öffentlich die “falsche” Meinung vertreten hat. Oder wenn reddit ein Forum unter fadenscheinigen Vorwänden sperrt. Oder wenn viele Nutzer einen Account melden, um eine Sperrung zu erwirken, obwohl der betroffene Benutzer gar keine Regel verletzt hat.
    • HabbyHab 19.08.2020 22:39
      Highlight Highlight "Cancel Culture ist, wenn man politische Gegner mit unlauteren Methoden am Äussern ihrer Meinung hindert."

      Nein? Cancel Culture wird geschrien, wenn man Gegendwind zu einer Meinung erhällt und vielleicht auch mal die Konsequenzen des eigenen Handelns spüren. Wenn Leute dir sagen, dass sie deine Meinung nicht mögen und deshalb eines deiner Produkte nicht mehr kaufen, ist das auch freie Meinungsäusserung.
    • walsi 20.08.2020 05:59
      Highlight Highlight @HabbyHab: Der Meinung von jemanden widersprechen ist völlig OK und kein Problem. Aber deswegen zum Chef dieser Person rennen und sie bei diesem anschwärzen und drohen, dass man die Firm in die Öffentlichkeit zerrt und zu einem Boykott der Produkte aufruft, so lange diese Person noch in dieser Firm ist, ist eine ganz andere Nummer.
  • Eiswalzer 19.08.2020 19:48
    Highlight Highlight Ich finde schon, dass so einiges an der Cancel Culture dran ist. Egal von welcher (politischen) Seite. Dass Leute wie Eckart (die ich übrigens toll finde) dann mehr Publicity bekommen, mag natürlich stimmen. Dieter Nuhr ist ein anderes Beispiel. Es ändert aber nichts daran, dass da Shitstorms und Deutungshoheiten proklamiert werden, die ich für heuchlerisch und am Problem vorbei keifend halte. Sofort muss jede/r rassistisch, homophob, frauenfeindlich sein. Das hilft der Sache aber nicht, im Gegenteil. Und ich sage das als Homosexueller. Solche Tendenzen bedrohen die Diskussionskultur.
  • NiemandWirklich 19.08.2020 19:48
    Highlight Highlight "die allgemein bereits Greta Thunberg das Recht auf Öffentlichkeit abgesprochen hat und mitten in Europa der türkischstämmigen Kabarettistin Idil Baydar, den Linken-Politikerinnen Martina Renner, Anne Helm und Janine Wissler und der Wiener Autorin Stefanie Sargnagel Vergewaltigungs- und Todesdrohungen" – genau das. War schon immer so, machen alle so. Weder neumodisch noch besonders links. Ich hasse diesen unreflektierten Begriff. Danke für den reflektierten Artikel!
  • De-Saint-Ex 19.08.2020 19:47
    Highlight Highlight Danke Frau Meier. Teile Ihren Optimismus leider überhaupt nicht. Ich erlebe die ganze Entwicklung (die Cancel-Kultur ist da nur eine verschwindend kleiner Aspekt) des „Faken“ und der damit grundsätzlichen Infragestellung von absolut allem als Aufhebung des Objektiven da Fakten entsprechend ignoriert werden. Daraus muss zwingend Nihilismus in seiner anarchistischsten Form resultieren. Wenn sich Mensch nur noch darin einig ist, dass man sich unmöglich einig sein kann, ist das, als erster Schritt, die Zerstörung jeder demokratischen Kultur.
  • Ich-meins-doch-nicht-so 19.08.2020 19:32
    Highlight Highlight Dem ist nichts hinzuzufügen - vor allem nichts, was dieser Artikel hier nicht schon (besser) gesagt hätte.
  • bbelser 19.08.2020 19:32
    Highlight Highlight Danke, Simone Meier!
    Auf den Punkt gebracht.
  • du_bist_du 19.08.2020 19:24
    Highlight Highlight Mit Verlaub, ich bin fassungslos...

    Mir kommt es so vor, als hätte man das Thema genommen, gemerkt man kann sich mit der Seite, der aktuell unterstellt wird oft zu canceln, identifizieren und nun muss man negieren, dass es die Cancel Culture gibt auf der richtigen Seite. Wenn dann ist es nur böse wenn es so ist wie Trump es macht. Ansonsten wird die USA aussen vor gelassen wenn es um das Negative der Cancel Culture geht. Hauptsache hier kein Problem oder wenn dann nur von Rechts. Gerne nimmt man noch allerhand Schweinereien die nichts mit der heutigen Definition zu tun haben ins Boot.
    • Eiswalzer 19.08.2020 19:52
      Highlight Highlight Das sehe ich ähnlich. Grundsätzlich stimmt vieles im Artikel, gerade auch der letzte Absatz mit den Freiheiten. ABER es sind Tendenzen feststellbar, dass Sprache, Humor, Kultur, Verhalten praktisch “bereinigt” werden sollen. Da schreckt man nicht davor zurück, selbst einem ideologisch nahestehende Personen in gefährliche Ecken zu drängen. Gerade Nuhr und Eckart sind da gute Beispiele...
    • Statler 20.08.2020 00:46
      Highlight Highlight @Eiswalzer: Nuhr und Eckhart in einem Atemzug zu nennen braucht doch ziemlich viel Chuzpe.
    • blueberry muffin 20.08.2020 08:25
      Highlight Highlight Dir ist schon klar, dass die meisten die gecancelt wurden, Rechte sind die Hitler und Faschismus geil finden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • smartash 19.08.2020 19:24
    Highlight Highlight Endlich sagts mal jemand. Ich kann dieses „mimimi man darf nichts mehr sagen ohne gecancelt zu werden 😫😭“ von der rechten Seite mit ihrer Doppelmoral nicht mehr hören

    Sehr gute Analyse 👏
  • Snowy 19.08.2020 19:23
    Highlight Highlight Bruce Springsteen unterstützt jeden demokratischen Präsidenten seit Bill Clinton offen.
    Bei Obama gabs sogar ein Ständchen an seiner Feier.

    Die Republikaner waren schon damals empört.

    Zum Rest: Ich hab ganz ehrlich nicht wirklich verstanden, was nun die Cancel Culture genau macht, bzw was sie ausmacht.
    Vor allem aber würde mich interessieren, warum ich davon Impotent werden kann?

    😎
    • Kupetzky 20.08.2020 21:55
      Highlight Highlight Du hast es nicht verstanden weil du bereits impotent bist.
  • Trafalgar 19.08.2020 19:13
    Highlight Highlight Hab hier mal durchgescrollt, weiss noch immer nicht was cancel culture sein soll - und ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht.
    • dmark 19.08.2020 19:20
      Highlight Highlight "cancel culture" - kurz - so wie ich das sehe, bedeutet wohl, dass es Menschen in ihrem Leben zu langweilig wird und diese deshalb am Wirken anderer herum nörgeln.
    • Blitzmagnet 19.08.2020 19:29
      Highlight Highlight Als ich das las dachte ich, es gehe darum dass die Menschen alles kurzfristig absagen because reasons. Das ist die echte Cancel Culture.
    • Tikvaw 19.08.2020 19:35
      Highlight Highlight Das ist "cancel-culture" 👇
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  • The Destiny // Team Telegram 19.08.2020 19:10
    Highlight Highlight Ihre Kollegin aus den USA glaubt nicht, dass es cancel culture gibt.
    https://reclaimthenet.org/aoc-doesnt-think-cancel-culture-is-a-thing/
  • international orange 19.08.2020 19:10
    Highlight Highlight Trifft den Nagel auf den Kopf, und prima Schlusszitat von Coster-Waldau👍🏻

8 Sport-Typen, die jeder in seinem Freundeskreis hat

Sport ist gesund und wichtig. Kostet dafür aber in der Regel eine Menge Überwindung. Insbesondere dann, wenn du einen der folgenden 8 Sport-Typen in deinem Freundeskreis hast.

Es ist nicht für alle gleich einfach, sich für Sport zu motivieren oder gar zu begeistern. Deshalb können wir uns glücklich schätzen, dass wir ein soziales Umfeld haben, das uns ab und an auf die Sprünge hilft, unserem inneren Schweinehund den Garaus zu machen.

Leider haben aber auch diese Freunde in Sportangelegenheiten oftmals ihre Tücken. Klein, fein, aber je nach Kontext auch ein wenig ... nun ja, anstrengend. Ihnen seien die folgenden 8 Punkte gewidmet.

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