Leben
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bild: watson / shutterstock

Emma Amour

Mundgeruch, Panik, Scheissfrisur ... Mein erster Morgen mit dem Zyklopen!

Das erste Wochenende, das der Zyklop und ich im Bett verbringen, bringt mich an den Rand des Wahnsinns. Hier verrate ich, warum ich (eventuell) nicht ganz geputzt bin und Dinge, die nur meine BFFs kennen!



Ich bin jetzt (glaubs) in einer Beziehung. Oder in sowas ähnlichem. Oder auf dem besten Weg dazu. Was super ist. Weil ich schampar verschossen bin in den Zyklopen. Nachdem wir also schon seine Arschfistel, unser erstes Date und, ganz wichtig, den ersten Sex geschafft haben, stand neulich das erste ganze Wochenende an, das wir zusammen verbrachten.

Mir ist bewusst, dass das herrlich romantisch klingt. Was es ja auch ist. Aber nicht nur.

Zumindest meine Panik beginnt schon beim ersten Morgen mit der neuen Flamme im Bett. Es ist eben so, dass ich leider nicht wie Gisele Bündchen aussehe oder nach Rosen rieche, wenn ich erwache.

Mein struggle ist fu**ing real!

Und dann die Frisur. Beziehungsweise das, was eine sein sollte: Ein wildes Nest aus Haarknöpfen, flachen Stellen, Wirbeln, die Blicke auf meine Kopfhaut gewähren und Haarspitzen, die aufgrund zu viel Haare färben in zu kurzer Zeit sehr spröde und ungepflegt aussehen.

Mir ist sehr bewusst, dass rund 99% aller Männer all das nicht nur nicht egaler sein könnte, sie sehen es nicht mal. Die Glücklichen.

Ich leide trotzdem.

Was dazu führt, dass ich einen riesigen Affentanz aufführe.

Das beginnt beim Einschlafen. Ich liege auf Zyklops Brust. Kann aber nicht loslassen. Hab Panik, dass ich auf seine nackte Brust sabbere. Oder schnarche. Vielleicht rede ich auch im Schlaf. Was weiss ich. Also warte ich bis er seligst wegdöst. Dauert drei Minuten. Weitere zwei braucht es, bis er unbeschwert schnarcht.

Super.

Nun stehe ich ganz leise auf, um mir etwas gegen Durchfall einzuwerfen. Nicht, dass ich Durchfall hätte. Ich hab bloss Panik, dass ich am nächsten Tag in meiner kleinen und nicht sehr schalldichten Wohnung gross muss.

Verliebtsein = MEGA Stress!

Dann schminke ich mich ab. Um mich sogleich wieder zu schminken. Und zwar so, dass es sehr ungeschminkt aussieht. Und so, dass die Schminke die Nacht übersteht. Ich hab das im Griff. Hab ich schon oft gemacht. Bizli Lidschatten, biz sehr wasserfeste Mascara, biz Wangenrouge.

Dann schleiche ich mich zurück ins Bett. Wo ich kein Auge zukriege, weil des Zyklops Geschnarche, nun, sehr dominant ist. Der nächste Stress: Je weniger Schlaf ich kriege, desto beschissener sehe ich am nächsten Morgen aus.

Fuck.

Irgendwann döse ich zumindest ein bisschen weg, um kurz nach 7 Uhr hochzuschrecken. Der Zyklop schläft friedlich. Sehr gut. Ich schleiche langsam raus, um mir wie eine Wahnsinnige die Zähne zu putzen, die halbe Flasche Mundwasser nachzuleeren und mein sehr dezentes Make-Up aufzufrischen.

Ich schleiche mich auf Zehenspitzen zurück, um abzuchecken, ob der Zyklop immer noch schläft. Er schläft. Ich wiege mich in Sicherheit und unterziehe mich noch einer sehr leisen halben Dusche. Aus potentiellen Morgen-Sex-Gründen.

Er putzt Zähne (Er ist einer von mir!)

Die Haare binde ich locker zusammen. Auf die Schnelle kriege ich nichts besseres hin. Nun bin ich hellwach. Ich könnte Frühstück machen. Ist aber eventuell biz too much der Romantik. Oder Netflix schauen. Das wäre aber eventuell etwas psycho so am Samstagmorgen in aller Herrgottsfrühe.

Ich merke gerade, dass ich vergessen habe, wie anstrengend Verliebtsein wirklich ist.

Ich entscheide mich, ganz leise ein bisschen zu putzen. Einfach damit meine Wohnung auch bei Tageslicht eine gute Falle macht. Kurz nach 10 Uhr lege ich mich wieder ins Bett. Der Zyklop fängt langsam an, sich zu recken und zu strecken.

Ich stelle mich tief schlafend. Der Zyklop soll schliesslich denken, ich sei tiefenentspannt und cool.

Jetzt ist es er, der aufhüpft. Er müsse mal, sagt er. Ich höre ihn im Bad aber wie wild Zähne putzen.

Erst dann zelebrieren wir ausgiebigen Morgensex.

Das ist mein Zyklop.

* Dieser Text darf, nein, soll mit einer grossen Portion Ironie gelesen werden. Liebe Grüsse an alle, die jetzt schon «Lerne endlich mal, dich selber zu lieben», «Mundgeruch ist imfall natürlich und voll easy», «Shiit, ich dachte immer, Emma sei cool» oder ähnliche Parolen in die Kommentarspalte schreiben wollten. Wobei, schreibt. Ich bin sowieso so penetrant verknallt, dass mich nichts und niemand aufregt. Nicht mal der Fakt, dass ich seit vier Einkäufen Züri-Säcke vergesse, macht mich hässig.

Liebe Grüsse von Wolke 7,

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14 Comics, die dich und deine Beziehung zu 99% beschreiben

Anmachsprüche zum Fremdschämen:

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Emily Engkent

Emma Amour ist ...

… Stadtmensch, Single, Mitte 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deiner Fragen annimmt. Und keine Sorge: Du wirst mit deinen Fragen anonym bleiben – so wie auch Emma. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.

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Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe. bild: watson

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