Leben
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Rund 1000 Frauen nehmen am 8. Maerz 1997 in der Innenstadt in Zuerich an einer Kundgebung zum Internationalen Frauentag teilg. Sie protestieren gegen die weltweite Ausbeutung und Diskriminierung von Frauen und Kindern und gegen Sparmassnahmen bei Fraueneinrichtungen. (KEYSTONE/Christoph Ruckstuhl)

Die Demo zum Frauentag mobilisierte 1997 rund 1000 Frauen nach Zürich. Bild: KEYSTONE

Morgen ist der Weltfrauentag – so erreichte der Feminismus die Schweiz

Der Feminismus der westlichen Welt entfaltete sich in drei Wellen. In der Schweiz kamen sie jeweils mit einiger Verspätung an.



1793 wird auf der Place de la Revolution in Paris ein kopfloser Frauenkörper von der Guillotine gehievt. Triumphal hebt der Scharfrichter das Haupt der Hingerichteten der Zuschauermenge entgegen. Es gehörte Olympe de Gouges, der revolutionären, feministischen Vorreiterin, die zwei Jahre zuvor die Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin verfasst hatte.

penovsky, enthauptung von olym de gouges 1793
http://www.pengovsky.com/blog/wp-content/uploads/2010/04/20100428_lds.jpg

Die Hinrichtung de Gouges' am 3. November 1793. bild: penovsky

«Die Frau wird frei geboren und bleibt dem Mann an Rechten gleich.»

Art. 1, Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin, 1791
Olympe de Gouges

Das Dokument war eine Analogie auf die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, die als eine der grossen Errungenschaften der Französischen Revolution gilt. Darin wird die Gleichheit aller Menschen und die Abschaffung der Hierarchien gefordert. Mit «Mensch» meinte man damals «Mann». Olympe de Gouges tat letztlich nichts anderes, als «Mensch» auch mit «Frau» zu übersetzten. Dafür bezahlte sie mit ihrem Leben.

Erste Welle: «Wir wollen abstimmen!»

Bild

Die erste Welle war dauerte von Mitte 19. bis Anfang 20. Jahrhundert an. bild: emaze

Die Erklärung für die Rechte der Frau nahm de Gouges aber nicht mit ins Grab. Das Dokument lebte weiter – und mit ihm seine Forderung nach Gerechtigkeit.

118 Jahren nach ihrem Tod gingen westeuropäische Frauen auf die Strasse, um mit Transparenten und Trompeten zu verkünden, dass sie «nicht Menschen zweiter Klasse» sein wollen.

frauentag 1943, wien 
spö archiv
http://aktuell.spoe.at/wp-content/uploads/2014/02/splitter_frauentag_VGA_430px.jpg

Frauenproteste in Wien. bilD: spö archiv

Es war der 19. März 1911, an dem Sozialistinnen aus Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz nach dem Vorbild der Amerikanerinnen und Britinnen erstmals einen Internationalen Frauentag begingen und für ihre Rechte aufmarschierten.

Ausser in Finnland hatten Frauen damals in keinem europäischen Land das Recht auf politische Mitbestimmung. Doch damit nicht genug: Frauen hatten keinen Anspruch auf Bildung, waren zeitlebens durch Vater, Ehemann, Bruder oder Onkel bevormundet und unterstanden keinem Arbeitsrecht.

opposed to woman suffrage
new york

Geschäftsstelle der nationalen Gesellschaft gegen das Frauenwahlrecht. New York, Anfang des 20. Jahrhunderts. bild: wikimedia

Night of Terror, 14. November 1917

Zwischen den beiden Weltkriegen wurde den Menschen in den meisten Ländern des Westens allmählich bewusst, dass es absurd ist, sich demokratisch zu schimpfen und gleichzeitig der Hälfte der Bevölkerung das Recht auf politische Mitbestimmung zu verweigern.

Die Schweizer Frauen waren nach dem 19. März 1911 allerdings noch weitere 60 Jahre lang ohne politische Rechte. Bis zum 7. Februar 1971 war das Frauenwahlrecht hierzulande ein feministischer Traum.

Einführung Frauenwahlrecht

1893 Neuseeland*
1902 Australien
1906 Finland
1913 Norwegen
1913 Dänemark
1918 Deutschland
1919 Österreich
1920 USA
1921 Schweden
1928 Grossbritannien
1931 Spanien
1934 Frankreich
1946 Italien
1950 Indien
1963 Iran
1971 Schweiz
1984 Lichtenstein
2005 Kuwait
2015 Saudi-Arabien

* Beim Einführungsdatum wurde lediglich das aktive Wahlrecht eingeführt, d.h. Frauen konnten zwar wählen, aber nicht gewählt werden.

Zweite Welle: «Wir wollen arbeiten!»

Womenliberation

http://respectwomen.co.in/wp-content/uploads/2016/09/feminists-movement-600x460.jpg

Die zweite Welle dauerte von Mitte bis Ende 20. Jahrhundert an. Im Bild: der Women's Liberation March, 1971. Bild: www.thetimes.co.uk

Zwei Weltkriege sind überstanden. Die Männer kehren ins Zivilleben zurück und nehmen ihre alten Plätze am Esstisch, in der Fabrik und im Gemeinderat wieder ein.

Elisabeth Pletscher
(1995)

Elisabeth Pletscher, 1995. bild: wikimedia

«Wir sind damals, nach dem Krieg, ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass die Frauen nun auch ihre politischen Rechte bekommen. Das ist aber etwa gar nicht automatisch geschehen.»

Elisabeth Pletscher, Appenzeller Frauen-Aktivistin

Frauen geben ihre Aufgaben wieder ab, die sie übernommen haben, während die Männer im Militärdienst waren. Sie wandern in Waschmittel-Werbungen ab, ziehen sich in Küche, Bad und Kinderstube zurück.

Hausfrau Frauenbild 50er
http://historythings.com/wp-content/uploads/2016/02/50s-housewife.jpg

Das Frauenbild der 1950er Jahre: Kochen, Putzen, Kinder kriegen. PUNKT. bild: history thing

Frauen nähen Kleider, schneiden Haare oder tippen Texte auf der Schreibmaschine ab. Als ob die Kälte der nach dem Krieg geteilten Welt den Feminismus eingefroren hätte, erstarrte die Bewegung der Sufragetten für gut zwei Dekaden.

«Jede tut es. Und jede ist allein damit. Sie macht die Betten, geht einkaufen, wechselt die Schonbezüge des Sofas, isst Butterbrote mit den Kindern, chauffiert die Pfadfindertruppe vom Sohnemann und backt Brownies für den Kindergeburtstag der Tochter. Und wenn sie dann in der Nacht wach neben ihrem Ehemann liegt, traut sie sich fast nicht einmal mehr sich selbst zu fragen: ‹Ist das alles?›»

Betty Friedmann, «Der Weiblichkeitswahn oder Die Selbstbefreiung der Frau» (1963)

24 unfassbar sexistische Werbungen, die tatsächlich mal gedruckt wurden

Zwar träumte man in Damenvereinen – wie zum Beispiel dem bereits 1894 gegründeten Zürcher Frauenstimmrechtsverein – weiterhin von der politischen Mitbestimmung der Frau. Doch als Gefangene im Laufgitter der bürgerlichen Kleinfamilie kam ihr Aktivismus allzuoft in Form von … naja, Fackelmärschen daher.

Am 1. Februar 1959 verwarfen Volk und Stände die Einführung des Frauenstimmrechts auf nationaler Ebene wuchtig.

frauenzentrale, marsch 1969 zürchen frauenstimmrechtverein

Fackelmarsch am 1. Februar 1969 in Zürich zum Gedenken an die zehn Jahre zuvor verlorene Abstimmung zur Einführung des Frauenstimmrechts. bild: keystone

Erst das Jahr 1968 brachte eine Generation hervor, die der Rückständigkeit ihres Landes nicht einfach tatenlos ins Gesicht schauen wollten. Die frisch formierte Frauenbefreiungsbewegung (FBB) störte die friedliche Kundgebung am 1. Februar 1969 zum Gedenken an die zehn Jahre zuvor verlorene Abstimmung, indem sie als Sexualobjekte und Hausfrauen verkleidet ein Improvisations-Strassentheater aufführte.

Die FBB war massgeblich am Ja von 1971 beteiligt, doch ihre Forderungen gingen über das Wahlrecht hinaus: «Kindertagesstätten, der freie Zugang zu Verhütungsmitteln, der straflose Schwangerschaftsabbruch, Lohn- und absolute Rechtsgleichheit», lauteten ihre Parolen.

Swiss artists Verena Voiret, center left, standing, and Dieter Meier, center right, standing, and members of the women's emancipation movement FBB auction off three women's dresses including a miniskirt at the protest meeting

Die FBB organisierte 1975 eine Gegenveranstaltung der von ihr als bieder bezeichneten 4. Frauenkonferenz. Und ja, es gab eine «ironische» Minirock-Auktion. Bild: KEYSTONE

Das Vorbild der FBB war das amerikanische «Women's Liberation Movement», das jeweils am 8. März im grossen Stil den «Women's Liberation March» beging. Die Message: «Frauen der Welt, vereint euch gegen die Ungerechtigkeit, die euch widerfährt.»

Bild

Women's Liberation March, 1971. bild: tumblr

Die FBB löste sich erst mit einem grossen Frauenfest 1989 auf; sie sah ihre prioritären Ziele – Frauenanliegen in die öffentliche Meinung und die «richtige Politik» zu bringen – als erreicht an.

Die Fristenregelung für die legale Abtreibung wurde indes erst 2002 gesetzlich verankert, die Lohngleichheit ist noch immer nicht gesichert und Sexismen bleibt ein alltägliches Phänomen.

Dritte Welle: «Wir wollen frei sein!»

Bild

Die dritte Welle ist der Feminismus von heute. bild: bryan woolston/ reuters

Es ist der 27. Januar 2017. Eine Woche ist seit der Vereidigung des neuen amerikanischen Präsidenten vergangen. Viele regen sich über den neuen starken Mann im Weissen Haus auf, einige sind traurig. Eine Gruppe von 2500 Menschen in Genf protestiert für die Würde der Frau.

Video: watson.ch

Weltweit tun es ihnen Millionen weitere Menschen gleich.

«Gleicher Scheiss, anderes Jahrhundert» – Die besten Schilder der Frauenproteste

Die dritte Welle des Feminismus ist angerollt, wenn auch die Forderungen weitgehend die gleichen sind wie diejenigen der Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin von 1791: Die Frau soll dem Mann gleichgestellt sein. Nicht nur rechtlich, sondern in jeder Beziehung.

Der Feminismus findet inzwischen zu einem guten Teil im Netz statt: Man kann sein Pofilbild auf Facebook werden mit solidarischen Wasserzeichen bestückt und Petitionen für die Rechte von Transmenschen unterzeichnet.

gender equality
the zyme
http://www.thezyme.gr/as/GendeEqualityPoster_Home_m42i185.jpg

bild: the zyme

Der Ansatz des aktuellen Feminismus hat sich denn aber doch gewandelt. Statt «Women unite!» wird heute «Smash the patriarchy!» oder «#Aufschrei» skandiert. Der Feminismus hat sich zu einer Ideologie entwickelt, die sich nicht nur mit der Identität der Frau, sondern mit der Kategorie Geschlecht als Ganzes befasst. Die Mehrfachdiskrimierung bezüglich Rasse und Sexualität wird kritisiert und auch das Leiden von Männern in patriarchalen Gesellschaften thematisiert.

Der Feminismus wurde zwischen den 90ern und heute zunehmend zu einem elitären Diskurs, der vor allem in Universitäten geführt wurde und sein Milieu im globalen Netz fand.

Es brauchte einen alten, zynischen Mann mit orangen Haaren, öffentlich diskutierte Vergewaltigungsprozesse und ganz viele Aufschreie in den sozialen Medien, um den Feminismus wieder dorthin zu bringen, wo er am wirkmächtigsten ist: auf die Strasse.

Bild

Frauenstreik in Bern, am 14. Juni 1991 bild: keystone

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    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Smith 08.03.2020 17:10
    Highlight Highlight Leider ziemlich lausig redigierter Artikel.

    Bild Nr. 2 zeigt Simone Segouin von der französischen Résistance 1944 in Paris. Im unbeschnittenen Original steht sie übrigens zwischen zwei Männern. Offenbar biegt sich nicht nur Trump die Realität nach Belieben zurecht: https://elpais.com/cultura/2016/10/07/actualidad/1475858612_013991.html

    Und Olympe de Gouges wurde nicht primär wegen ihrer Forderung nach Gleichstellung der Frau hingerichtet, sondern weil sie den Terror der Montagnards als Verrat an der Revolution brandmarkte und daher als Konterrevolutionärin verurteilt wurde.
  • PleaseExplain 08.03.2020 13:54
    Highlight Highlight Gleichstellung gehört für mich zum gesunden Menschenverstand und das gilt m.E. auch für mein Umfeld.

    Kann mir bitte jemand erklären was der 3. Welle-Feminsmus ganz konkret fodert? Im Artikel steht "Die Frau soll dem Mann gleichgestellt sein. Nicht nur rechtlich, sondern in jeder Beziehung."

    Was ist mit "in jeder Beziehung" genau gemeint und wie kann man das umsetzen?

    Auch wenn es viele nicht gerne hören, rechtlich haben die Frauen (in CH) diverse Vorteile, wobei mir kein einziges Gesetzt bekannt ist welches Männer bevorzugt. Lerne gerne dazu, bitte klärt mich auf. (nicht ironsich gemeint)
    • just sayin' 08.03.2020 19:29
      Highlight Highlight du wirst hier keine antwort auf deine frage bekommen.
  • ThePower 07.03.2020 19:07
    Highlight Highlight Interessant, dass das Frauenstimmrecht bei uns so spät gekommen ist. Lag das eventuell daran, dass der BR sofort grosse Veranstaltungen verboten hat, um eine rasche Ausbreitung zu vermeiden? Oder bringe ich da etwas durcheinander?

    Egal, schönes Wochenende euch allen. Und: Cool bleiben😎🍻
  • LaPalomaOhe 07.03.2020 18:52
    Highlight Highlight Olympe de Gouges tat letztlich nichts anderes, als «Mensch» auch mit «Frau» zu übersetzten.

    Dafür bezahlte sie mit ihrem Leben.

    In der Französischen Revolution wurde alles hingerichtet was den Jakobinern gerade in die Quere kam, zuletzt Robespierre selber, die Qualität bei Watson lässt zunehmend nach.
    • LaPalomaOhe 07.03.2020 20:37
      Highlight Highlight Hatte nicht erwarte das dass freigeschaltet wird, der Artikel an sich ist natürlich erfreulich.
    • just sayin' 08.03.2020 19:30
      Highlight Highlight es war wochenende😉
  • NaSkivaL 07.03.2020 14:24
    Highlight Highlight Würden Frauen den Mindestlohn für ihre unbezahlte Arbeit erhalten, würden sie damit mehr als die 50 grössten Konzerne zusammen erwirtschaften.
    Weil der grösste Teil der Arbeit von Frauen unbezahlt ist, besitzen sie 50% weniger Vermögen als Männer.

    Artikel dazu:
    https://kontrast.at/frauen-maenner-gehaltsunterschied/
    • Todesstern 08.03.2020 07:01
      Highlight Highlight Na klar 🤷‍♂️
    • BVB 08.03.2020 10:25
      Highlight Highlight Es gibt einfach Dinge man freiwillig tut um der Gesellschaft oder seiner Familie zu helfen. Stell dir mal vor, deine Mutter oder dein Vater hätte von dir für jede Mahlzeit Geld verlangt. Ich denke du siehst warum man nicht jede Arbeit bezahlen kann.
    • just sayin' 08.03.2020 19:32
      Highlight Highlight @ NaSkivaL

      „Weil der grösste Teil der Arbeit von Frauen unbezahlt ist, besitzen sie 50% weniger Vermögen als Männer.“

      aus diesem grund erhalten frauen bei einer scheidung auch die hälfte (auch der pk).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 07.03.2020 13:45
    Highlight Highlight Ich bin zu 100% für Gleichberechtigung und Emanzipation.
    Was sich aber in den letzten gut 10 Jahren zunehmend laut und erschreckend Radau schlagend unter dem Deckmantel des "Feminismus" hervorgetan hat, ist zum menschlichen Davonlaufen.
    • NaSkivaL 07.03.2020 14:26
      Highlight Highlight Todsicher haben das auch etliche Kerle bei der ersten und zweiten Welle gesagt.
      Dein Kommentar gehört in dieselbe Kiste wie "Ich bin kein Rassist, aber...."
    • DuhuerePanane 08.03.2020 00:04
      Highlight Highlight Füürtüfali was genau findest du denn zum Davonlaufen? Nimmt mich jetzt wunder.
  • Faethor 07.03.2020 12:40
    Highlight Highlight Jetzt hab ich zuerst gelesen "Morgen ist der Weltuntergang - wie der Feminismus in die Schweiz kam" 🙈😂
  • Oxymora 07.03.2020 11:51
    Highlight Highlight Hoppla

    WII Frankreich mit
    14.11.1917 USA
    verwechselt.
    Benutzer Bild
  • Merida 07.03.2020 10:57
    Highlight Highlight „Art. 1, Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin, 1791"

    1791 | 1971

    Einfach Jahreszahl spiegeln... 🤔

    Und dann noch 1917...
  • rodolofo 10.03.2017 11:03
    Highlight Highlight Da Tiere nicht so intelligent sind, wie Menschen, können sie auch nicht so blöd sein, ihre eigene Natur zu problematisieren und selbstschädigende Gedanken im Gehirn zu speichern.
    Eine Kuh ist genauso selbstbewusst, bzw. unbewusst, wie ein Stier, auch wenn sie sich anders verhält als dieser.
    Einige besonders schlaue Biertrinker haben zu später Stunde und im Rausch damit zu philosophieren begonnen, dass die Männer zum überlegenen Geschlecht gehören.
    Irgendwann wollte der Wirt seine Ruhe und warf sie raus.
    Darauf torkelten die betrunkenen Helden nach Hause.
    Dort wartete das Wallholz auf sie...
  • Can 09.03.2017 11:44
    Highlight Highlight Kleiner Input zwecks Erkenntnisgewinn (positive Formulierung für «Wayne»:

    Trotz noch stark anhaltender Ungleichbehandlungen erfolgte das Frauenwahlrecht in der Türkei bereits um 1923.
    • Grohenloh 07.03.2020 10:48
      Highlight Highlight Ja, Kemal Atatürk wollte die archaische türkische Gesellschaft überwinden und an die Standards der westlichen, fortschrittlichen Gesellschaftenheranführen. Deshalb verbot er auch die Kleidervorschriften für Frauen in staatlichen Gebäuden.
    • Roland Bach 08.03.2020 10:16
      Highlight Highlight Glaube nicht das es den Frauen in der Türkei viel, wenn überhaupt besser ging als in der Schweiz. Wenn man sich die heutige politische und religiöse Situation anschaut dann ist das kein Vergleich zur Schweiz.
      Atatürk würde sich im Grab drehen bei der heutigen Situation.
    • Grohenloh 08.03.2020 14:03
      Highlight Highlight Ja, richtig. Ist irgendwie misslungen.
  • Liselote Meier 09.03.2017 08:57
    Highlight Highlight Irreführender Titel. Dabei fehlt eine wichtige Welle wo Frauen auch mit Waffen auf der Barrikade standen. La Commune de Paris! Während der Pariser Kommune entstand schliesslich die erste feministische Massenorganisation mit der "Union des femmes pour la défense de Paris et les soins aux blessés", gegründet von Louise Michel.

    Das Datum des Frauentages wurde nicht umsonst auf den März gelegt, da die Pariser Kommune im März 1871 begann. Hauptinitiatorin war schliesslich Clara Zetkin.

    Gouges Erklärung war bis in die 1970er praktisch unbekannt, hier wird die Wirkungsgeschichte ziemlich überhöht.
  • Ohniznachtisbett 09.03.2017 08:43
    Highlight Highlight Warum musste sich meine Mutter gegenüber sogenannten Feministinnen (die für die SELBSTBESTIMMUNG der Frau kämpfen) immer wieder rechtfertigen, dass sie nicht arbeiten ging und sich dafür um Heim und Kinder kümmerte? Das gilt ja bei Feministinnen fast als Verrat. Wohlverstanden, sie war daneben noch in der Fürsorgebehörde der Gemeinde, Aktuarin im Schützenverein, Aktuarin im Bezirksverband der Schützen und Vizepräsidentin im Handballclub. Sie ist wohl die selbstbestimmteste Frau gewesen und trotzdem waren ihr diese Feministinnen immer sehr fremd.
    • Vio Valla 09.03.2017 14:19
      Highlight Highlight Warum wird von Leuten wie dir, der Feminismus immer als etwas homogenes dargestellt, indem sich ja alle Feministinen einig sind? Innerhalb des Feminismus gibt es ganz unterschiedliche Positionen. Diese "Feministinnen sind so und so und darum doof" Diskusion wird langsam mehr als müssig... Ich als bekennende Feministinn sage es aber gerne direkt, ich habe nichts gegen Frauen, die sich fürs Hausfrauensein entscheiden. Jeder Mensch soll und darf selber sein Lebensmodel haben und leben dürfen, ohne gesellschaftliche Hindernisse. Dazu zählt auch das bewusste tragen eines Kopftuches.
    • FrancoL 07.03.2020 10:11
      Highlight Highlight Vielleicht weil Ihre Mutter nicht verstand was die Feministinnen wollten und umgekehrt. Ich stelle immer fest das Unverständnis nicht eine Einwegsicht ist, es brauch 2 dazu.
    • Maracuja 07.03.2020 10:44
      Highlight Highlight Ohniznachtisbett: Sie ist wohl die selbstbestimmteste Frau gewesen

      Dank Ehemann, welcher diese Selbstverwirklichung finanzierte. Die Verherrlichung der Lohnarbeit durch Feministinnen versteh ich genauso wenig wie die Idealisierung des Hausfrauendaseins. Ironie der Geschichte: die Linke kämpft heute lieber für das bedingungslose Grundeinkommen als für eine Verkürzung der Arbeitszeit, das BGE würde aber die traditionelle Familie fördern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lukas Frautschi 09.03.2017 03:57
    Highlight Highlight Brunz
    Sorry aber das war das einzige was ich zum letzten Drittel dieses Artikels in den Sinn kommt. Das sogenannte "Männliche Patriarchat"
    Existiert so theoretisch schon lange nicht mehr. Die Diskriminierung die aufgrund des Geschlechtes noch existiert(Lohnunterschiede,Mangel von Frauen in Verwaltungsräten) könnte man durch bessere Überprüfung und Bekämpfung relativ einfach beseitigen aber stattdessen werden Frauenquoten und andere Utopien gefordert.Der moderne Feminismus ist zu einer Modeerscheinung verkommen die nicht mehr ernstgenommen werden kann.
    • who cares? 09.03.2017 09:55
      Highlight Highlight Das kann man gut sagen als Mann. Leider kann dir jede Frau Geschichten von sexueller Belästigung erzählen und dies geschieht so oft, weil es in vielen Köpfen noch okay oder sogar ein Kompliment ist, einer Frau einen Klaps auf den Hintern zu geben und allgemein ungefragt und völlig ungefragt ihr Aussehen zu kommentieren.
    • I don't give a fuck 07.03.2020 11:00
      Highlight Highlight ich fühle mich auch immer persönlich angegriffen, wenn mir jemand ein kompliment zu meinem aussehen macht.
    • Cédric Wermutstropfen 07.03.2020 12:13
      Highlight Highlight @who cares:

      „...einer Frau einen Klaps auf den Hintern zu geben und allgemein ungefragt und völlig ungefragt ihr Aussehen zu kommentieren.“

      Dem ersten Teil kann ich ja noch zustimmen, aber dem zweiten Teil? Meinst Du da jetzt auch normale Komplimente oder bloss irgendwelche lüsternen Sprüche, Gesten und Pfiffe?

      Also wenn Du Ersteres meinst, dann muss ich damit leben, ein „Sexist“ zu sein. Ich werde auch weiterhin, ohne vorher um Erlaubnis zu bitten, Komplimente machen, wenn mir danach ist. Alles andere nähme ja dem ganzen den Charme und dann liesse man es besser gleich bleiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tmo 09.03.2017 00:07
    Highlight Highlight Die bewaffnete Frau im Aufmacherbild kämpt bestimmt für ihre Rechte, jedoch nicht vor dem Weissen Haus um 1917. Sie kämpft auf Seite der Résistance gegen die Deutsche Besatzung Frankreichs, Ende des zweiten Weltkrieges, zusammen mit einem Mann, der hier leider abgeschnitten wurde. Er hätte aber auch nicht wirklich ins Bild gepasst.
    • Alfadas 09.03.2017 09:52
      Highlight Highlight Genau, es ist Nicole Minet (aka Simone Segouin). Franzöisische Résistance-Kämpferin...
      Dabei ging es wohl eher um die Befreiung Frankreichs und nicht um den Feminisimus...

      Originalbild von 1944: https://cdn.shopify.com/s/files/1/0288/8306/products/simonesegouin_grande.jpeg?v=1383709423
    • just sayin' 07.03.2020 10:44
      Highlight Highlight nice try watson!😉
    • MaskedGaijin 07.03.2020 13:35
      Highlight Highlight Warum das Bild nicht gewechselt wird ist mehr als fragwürdig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ConcernedCitizen 08.03.2017 20:57
    Highlight Highlight Wo sind jetzt die Frauen mit Waffen geblieben, wie im Titel suggeriert? Alternativer Titel!
  • satyros 08.03.2017 19:49
    Highlight Highlight Was in der Liste fehlt: Die Russische Revolution begann nicht zufällig genau vor 100 Jahren. Es waren Petrograder Arbeiterinnen, die am internationalen Frauenkampftag (so hiess das früher) die Arbeit niederlegten und für Wahlrecht und Brot demonstrierten.
    • Watson, Parteiblatt der Linken 07.03.2020 09:52
      Highlight Highlight Leider endete die russische Revolution dann in Gulags und rotem Terror
    • redeye70 08.03.2020 15:22
      Highlight Highlight Und Millionen von Hungertoten und Deportierten. Ein Unrechtsregime sondergleichen in derselben Liga mit den Nazis.
  • Karl33 08.03.2017 18:25
    Highlight Highlight neben der tabelle mit der jahreszahl einführung frauenwahlrecht wäre noch eine tabelle mit der einführung der frauenwehrpflicht interessant.
    • Sapere Aude 08.03.2017 19:00
      Highlight Highlight Interessant wie manche bei der Gleichstellung immer mit dem selben Argument der Wehrpflicht kommen. Btw. Wehrpflicht für Frauen wurde lange aus den gleichen Gründen abgelehnt wie das Wahlrecht.
    • Sapere Aude 08.03.2017 19:35
      Highlight Highlight Nein ich kritisiere lediglich die Verwendung dieses eine Argument. Jedes mal wenn die Gleichstellung zum Thema wird, kommt das ja aber, die Frauen müssen nicht in die Armee mimimi. Ich leiste selbst Militärdienst und habe kein Problem damit, dass dies freiwillig für Frauen ist. Wenn überhaupt bin ich für eine allgemeine Bürgerpflicht (Zivildienst oder Armee für Alle).
    • Anam.Cara 08.03.2017 20:49
      Highlight Highlight Sobald die Medizin soweit ist, dass Männer Kinder kriegen, will ich die Frauen aber subito im Militär sehen!
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