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Öko-Test findet bedenkliche Stoffe in Sonnencremes – und rät von 3 Salben ab



Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat 22 Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor 30 auf deren Inhaltsstoffe untersucht. Dabei fand man in etlichen Sonnencremes bedenkliche Stoffe. Von drei Salben rät Öko-Test aufgrund der Inhaltsstoffe sogar explizit vom Kauf ab. Zwar ist der Test aus Deutschland, doch viele der bedenklichen Sonnencremes sind auch in der Schweiz erhältlich.

Ein Inhaltsstoff steht im Verdacht, Krebs zu erregen

Eine Zutat, die bei der Untersuchung im Mittelpunkt stand, war Benzophenon. Es entsteht als Abfallprodukt des UV-Filters Octocrylen, der in einigen Cremes verwendet wird. Benzophenon steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Öko-Test hat in allen sieben Cremes, die den UV-Filter enthalten, auch das entsprechende Abfallprodukt gefunden. In einer Salbe war die Menge dabei vergleichsweise hoch, während die restlichen sechs eher geringe Spuren enthielten. Allerdings habe eine Studie gezeigt, dass der Gehalt von Benzophenon mit der Zeit stark ansteigen kann. Je länger einer dieser sieben Sonnencremes also gelagert wird, desto höher kann der bedenkliche Stoff ausfallen.

Octocrylen steht zusätzlich auch in der Kritik, eine hormonelle Wirkung zu haben. Ein weiterer UV-Filter, Ethylhexylmethoxycinnamat, soll ebenfalls wie ein Hormon wirken. Öko-Test rät daher davon ab, auf Sonnencremes mit chemisch-organischen Inhaltsstoffen zurückzugreifen. Besser seien Sonnenschutzsalben, die auf mineralischen UV-Schutz setzen würden.

Acht Cremes enthalten die bedenklichen UV-Filter

Diese sechs Cremes enthalten den UV-Filter Octocrylen oder Ethylhexylmethoxycinnamat und sind auch in der Schweiz erhältlich:

Diese zwei Cremes enthalten die beiden UV-Filter ebenfalls, sind aktuell nicht in der Schweiz erhältlich:

Günstige Produkte sind oft besser als teure Markencremes

Die problematischen UV-Filter sind aber nicht die einzigen bedenklichen Stoffe, die Öko-Test in Sonnencremes gefunden hat. In den Untersuchungen liessen sich auch sogenannte PEG-Verbindungen und halogenorganische Verbindungen nachweisen. Erstere machen die Haut durchlässiger für Fremdstoffe, letztere gelten als allergieauslösend und krebserzeugend. Auch für die Natur sind diese Verbindungen schädlich, denn diese reichern sich in der Umwelt an. PEG-Verbindungen werden auch oft in Kosmetika eingesetzt. Es dient als Bindemittel für Wasser und Fett.

Unklar ist, woher die halogenorganischen Verbindungen kommen, denn laut Öko-Test werden auf den Inhaltsangaben der betreffenden Sonnencremes keine Inhaltsstoffe genannt, die zum Befund passen würden. Insgesamt gibt Öko-Test nur gerade für vier der 22 Sonnencremes eine Kaufempfehlung ab. Von dreien rät das Verbrauchermagazin wegen bedenklicher mengen an genannten Inhaltsstoffen sogar ganz von einem Kauf ab.

Interessanterweise sind die vier empfohlenen Sonnencremes alles günstige Discounter-Produkte, während die drei schlechtesten Salben hochpreisige Markenprodukte sind, die vor allem in Apotheken verkauft werden. Dass gute Sonnencremes nicht teuer sein müssen, zeigten in der Vergangenheit auch diverse andere Tests, unter anderem von «Ktipp» und dem österreichischen Pendant «Konsument».

Bedenkliche Sonnencremes auch in der Schweiz erhältlich

Von diesen drei Sonnencremes rät Öko-Test wegen zu vielen bedenklichen Inhaltsstoffe ab. Sie sind alle in der Schweiz erhältlich:

Diese Sonnencremes solltest du laut Öko-Test besser nicht kaufen.

Teuer, aber laut Öko-Test nicht zu empfehlen. bild: l'oreal/johnson & johnson/Galderma (montage: watson)

Diese vier Sonnencremes haben im Test mit «sehr gut» abgeschnitten. Allerdings ist nur die Lidl-Sonnencreme in der Schweiz erhältlich:

Bild

Hat mit sehr gut abgeschnitten und ist auch in der Schweiz erhältlich: die Sonnencreme von Lidl. Bild: Lidl

Quellen:

(pls)

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