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Dieser millionenteure Basler Abluftkamin steht seit über 20 Jahren und wurde nie benutzt 



Die Tage einer millionenteuren Planungsleiche in Basel sind gezählt: Der über 50 Meter hohe und nie benutzte Abluftkamin der Basler Nordtangente verschwindet in den kommenden Monaten.

Mit den Vorbereitungsarbeiten für den Rückbau des 1995 erstellten Bauwerks werde nächsten Montag begonnen, teilte das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt (BVD) am Freitag mit. Ende September soll vom 53 Meter hohen Kamin aus armiertem Beton nichts mehr zu sehen sein.

Seit über 20 Jahren steht das 3.5 Millionen Franken teure Bauwerk auf dem Basler Erlenmatt-Areal, ohne je seinen Zweck erfüllt zu haben. Über den Kamin sollten nach den ursprünglichen Pläne jene Abgase abgeführt werden, die grosse Ventilatoren im Horburgtunnel der Nordtangente abgesaugt hätten. Dieses Autobahn-Teilstück war 2007 dem Verkehr übergeben worden.

Bessere Verbrennungsmotoren

Dass der Abluftkamin wohl nie in Betrieb geht, hat sich gemäss dem BVD schon während den Bauarbeiten gezeigt. Grund war, dass sich die Abgaswerte von Verbrennungsmotoren seit der Baubewilligung von 1991 stark verbessert hatten. Der Lüftungsschacht und die Ventilatoren als Auflagen der Umweltschutzbehörden erwiesen sich damit als unnötig.

Pläne für den Rückbau des Betonturms bestehen seit einigen Jahren und waren in Architektenkreisen nicht unbestritten. Der bevorstehende Abbruch konnte aber mit Einsprachen nicht verhindert werden.

Die Idee etwa, den Turm als Aussichtspunkt mit einer Bar zu nutzen, erwies sich als unrealistisch. Zudem muss der Bau laut BVD einer Lärmschutzwand für das Erlenmatt-Areal weichen, dass sich in den letzten Jahren zu einem neuen Wohnquartier entwickelt hat.

Rückbau mit Fräse Stück für Stück

Die Kosten für den Rückbau werden auf 700'000 Franken geschätzt. Zwei Drittel davon trägt der Bund als Besitzer der Nordtangente und des Kamins, den Rest der Kanton Basel-Stadt. Am Montag werden die Vorbereitungsarbeiten in Angriff genommen, ab 23. Juli beginnen die eigentlichen Abbrucharbeiten.

Während rund zwei Monaten wird dann eine Fräse den von Innen eingerüsteten Kamin von oben nach unten Stück für Stück in Scheiben schneiden. Diese Scheiben, die bis zu 60 Tonnen schwer sind, werden nachts von einem Pneukran zu Boden gehoben und tagsüber verkleinert und abtransportiert. (sda)

Die höchsten Gebäude der Schweiz

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Die höchsten Gebäude der Schweiz
quelle: roche
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Trotz einem 57%-«Ja» zur zweiten Röhre hagelt es Einsprachen

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