Schweiz
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Erneuter Wasser- und Schlammeinbruch im Lötschberg-Basistunnel

Verändert sich der Wasserhaushalt des Berges, bahnen sich Schlammmassen ihren Weg ins Tunnelinnere. Die Folgen sind mühselige Aufräumungsarbeiten und ein eingeschränkter Bahnverkehr.



In der Oströhre des Lötschberg-Basistunnels hat es wieder einen Wasser-und Schlammeinbruch gegeben. (Archivbild)

In der Oströhre des Lötschberg-Basistunnels kam es erneut zu einem Wasser-und Schlammeinbruch. (Archivbild) bild: Stefan Irngartinger / BLS AG

Ein erneuter Wassereinbruch hat den Bahnverkehr am Lötschberg am Donnerstag während Stunden gestört. Die Oströhre des Basistunnels war gesperrt. Fachleute mussten zum Aufräumen ausrücken.

Wasser und Schlamm traten an der bekannten Stelle in den Tunnel ein, wie BLS-Sprecherin Tamara Traxler der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage sagte. Deshalb wurde die Oströhre des Tunnels am Vormittag gesperrt. Kurz nach 15.00 Uhr wurde sie wieder freigegeben, wie die Bahnverkehrsinformation meldete.

Der Lötschberg-Basistunnel war erst seit acht Tagen, nämlich seit dem 22. April, wieder durchgängig befahrbar, nachdem die Aufräumarbeiten nach einem Wassereintritt hatten beendet werden können. Die Oströhre im doppelspurigen Tunnelabschnitt war zuvor seit dem Wasser- und Sandeintritt vom 13. März gesperrt gewesen.

Bis Herbst 2020 will die Bahn langfristige bauliche Massnahmen ausarbeiten: Wasser- und Sandeintritte sollen künftig bewältigt werden, ohne dass der Bahnverkehr beeinträchtigt wird. Die BLS wird ihre Vorschläge dem Bundesamt für Verkehr zur Plangenehmigung unterbreiten.

Absetzbecken und Überwachungskameras

Um die betroffene Stelle im Tunnel mittelfristig zu sichern, hat die Bahn in der Oströhre Absetzbecken aus Stahl eingebaut. Sie überwacht die Stelle mit Kameras; zudem gibt es regelmässige Kontrollgänge. So wird sichergestellt, dass bei einem erneuten Wasser- und Sandeintritt sofort die nötigen Massnahmen eingeleitet und allenfalls der Bahnverkehr unterbrochen wird.

Die betroffene Stelle des Tunnels liegt in einer wasserdurchlässigen Kalkschicht mit Karststrukturen. Veränderungen im Wasserhaushalt im Berginnern lassen sich laut BLS nicht vorhersehen. (adi/sda)

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