Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08350057 A view of chocolate Easter bunnies with mouth masks during the production at the Wawi company in Pirmasens, Germany, 08 April 2020. WAWI-Schokolade AG is a German company in the confectionery industry and a manufacturer of various chocolate products. The protective face masks, the toilet papaer decorations or nurse outfits refer to the ongoing coronavirus pandemic.  EPA/RONALD WITTEK

Beide Grossverteiler raten: Plant eure Einkäufe rechtzeitig Bild: EPA

So wollen Coop und Migros den Kaufandrang vor Ostern vermeiden



Die Besorgungen für das Osteressen sollten in diesem Jahr gut geplant sein. Die Situation in den Supermärkten scheint sich zwar mittlerweile etwas zu beruhigen, bestimmte Lebensmittel werden aber immer noch mehr als sonst nachgefragt.

«Nach wie vor stellen wir eine erhöhte Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs fest», sagte Migros-Sprecher Patrick Stöpper zur Nachrichtenagentur AWP. Zuoberst auf dem Einkaufszettel stehen Backzutaten, Beilagen, Konserven, Eier, Fleisch, Gemüse und Wasch- und Reinigungsprodukte sowie Haushalts- und Toilettenpapier.

«In den Filialen scheint sich die Situation mit den leeren Regalen langsam aber sicher zu beruhigen», so Stöpper. Auch das «Tröpfchensystem» habe sich gut etabliert. Zu langen Warteschlangen komme es nur noch selten und bloss in vereinzelten Fällen.

Menschenansammlungen vermeiden

Auch bei Coop hiess es: Mittlerweile habe sich die Nachfrage nach allen Produkten des täglichen Bedarfs auf einem hohen Niveau eingependelt - nach der erhöhten Nachfrage nach länger haltbaren Lebensmitteln im vergangenen Monat. Generell seien Engpässe bei Coop nach wie vor kein Thema, sagte Coop-Sprecherin Rebecca Veiga. «Die Versorgung ist sichergestellt.»

Beide Grossverteiler raten jedoch mit Blick auf das nahende Osterwochenende, Einkäufe rechtzeitig zu planen. Vor den Feiertagen könnte es bei Coop zwischenzeitlich zu Wartezeiten kommen, sagte Veiga. Über Social Media und die Webseite seien die Kunden bereits gebeten worden, ihre Ostereinkäufe diese Woche frühzeitig zu erledigen. Neben den längeren Wartezeiten geht es auch darum, Menschenansammlungen zu vermeiden.

Des clients d'un magasin d'alimentations (Coop) doivent desormais patienter avant de pouvoir faire leurs courses, ce samedi 21 mars 2020 a Geneve. Pour faire face aux nouvelles exigences sanitaires imposEes dans le cadre de la lutte contre la pandEmie du coronavirus COVID-19. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Social Distancing vor einer Coop-Filiale: Das Tröpfchensystem hat sich bewährt. Bild: KEYSTONE

Seit gut drei Wochen dürfen Lebensmittelläden und sonstige Geschäfte, welche ebenfalls Lebensmittel oder Gegenstände für den täglichen Bedarf anbieten, anders als der restliche Detailhandel oder Restaurants zwar weiterhin geöffnet bleiben. Wegen der Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ist dies aber nur eingeschränkt möglich: Es müssen Hygieneregeln eingehalten werden, und derzeit ist nur eine Person pro zehn Quadratmeter in jeder Filiale erlaubt.

In der Anfangszeit waren die Mitarbeiter in den Schweizer Supermärkten zudem - trotz Sonderschichten und Extrafahrten beim Warentransport - mit dem Auffüllen der leeren Regale teilweise nicht nachgekommen.

Sport-Kollegen sortieren Waren ein

Darum sind in der jetzigen Ausnahmesituation helfende Hände gefragt: Derzeit kann es bei der Migros vorkommen, dass man von einem Fitnesstrainer oder Golflehrer bedient wird. Ein grosser Teil der Mitarbeitenden der Freizeitanlagen unterstütze aktuell Kollegen in den Supermärkten, sagte Migros-Sprecher Stöpper. Das sei innerhalb der Gruppe in diesen Zeiten selbstverständlich.

Sport- und Fitnesszentren müssen bis zum 19. April geschlossen bleiben. Die einzelnen Genossenschaften hätten daher einen Mitarbeitenden-Pool gebildet, bei dem man sich freiwillig zum Aushelfen melden konnte, erläuterte Stöpper. Vereinzelt könne es aber auch vorkommen, dass jemand verpflichtet werde einzuspringen, wo besonders viel zusätzliche Arbeit anfalle. Die Mitarbeiter von den Sportangeboten helfen insbesondere beim Nachfüllen der Waren oder auch bei der Einlasskontrolle.

Der Detailhändler Migros ist nach eigenen Angaben zugleich auch der grösste Anbieter von Freizeitanlagen in der Schweiz mit über 130 Fitness- und sieben Golfanlagen.

Bei Coop unterstützen rund 13'000 Mitarbeiter aus den geschlossenen Non-Food-Bereichen die Kollegen in den Supermärkten und in der Logistik. (cki/sda/awp)

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

News zum Coronavirus in der Schweiz und International. Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das Leben von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler

Plexiglas-Scheiben im Coop und Migros

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Flox 08.04.2020 22:45
    Highlight Highlight Da nützt alles planen nichts, wenn die Regale um 18:00 schon leer sind (Coop Grüze hat bis 20:00 offen). Das die Lager voll sind und man alles im Griff hat ist schlicht gelogen, da fühlt man sich als Kunde veräppelt....
    Warum können Coop und Migros nicht einfach zugeben das sie der Situation nicht gewachsen sind. Jämmerlich..!!!
  • Pointer 08.04.2020 16:52
    Highlight Highlight «Beide Grossverteiler raten: Plant eure Einkäufe rechtzeitig»
    Wenn ich also vor zwei Wochen den Einkauf für Donnerstagnachmittag eine Stunde vor Ladenschluss geplant habe, bin ich auf der sicheren Seite. Oder hätte ich dies schon vor vier Wochen planen sollen. 🤔
  • Datenschutzbeauftragter 08.04.2020 15:18
    Highlight Highlight Ich habe heute Mittwoch meine Ostereinkäufe erledigen können. Der Supermarkt war aber schon überraschend voll, ich will nicht wissen, was da morgen oder am Samstag abgehen wird, lange Wartezeiten sind wohl kaum zu vermeiden. Plant also genügend Zeit ein, haltet Abstand und bleibt geduldig, so wird es ein entspannter Auftakt zum Osterfest.
  • DerSchreder 08.04.2020 13:34
    Highlight Highlight und die Antwort auf den im Titel suggerierten Inhalt ist? Die Leute heute bitten ihre Einkäufe noch auf die verbleibenden 1.5 Tage vor Ostern zu planen?

    • esmereldat 08.04.2020 18:32
      Highlight Highlight In meiner Migros waren schon vor mindestens einer Woche Plakate aufgehängt und Durchsagen gemacht wegen den Ostereinkäufen. Fing also schon deutlich früher an.

Nach 2 Monaten in Isolation: Wie mein Omi ihren Lebensmut verloren hat

Ein Sturz zwang meine 86-jährige Grossmutter in den verhassten Rollstuhl und ins Altersheim. Nachdem sie ihr Leben lang für ihre Selbstständigkeit gekämpft hat, bedeutete das die ultimative Kapitulation. Dann kam der Lockdown.

Ich mache mir Sorgen.

Ich mache mir Sorgen um meine Grossmutter und um ihre Generation. Um fast 100’000 Personen in der Schweiz, die derzeit in einem Alters- oder Pflegeheim leben. Die rund um die Uhr betreut werden, weil die Beine nicht mehr richtig wollen, das Aufstehen Mühe bereitet. Und der Kopf auch. Weil die Erinnerungen kommen und gehen, wie sie wollen.

Seit dem 16. März befinden sich diese Menschen in Isolation. Sie gelten in der Coronakrise als besonders gefährdet. Dringt das Virus in …

Artikel lesen
Link zum Artikel