Schweiz
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SBB und Postauto empfehlen in Zügen und Bussen Masken, wenn der Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. (Archivbild)

Wer in Stosszeiten pendeln muss, sollte künftig eine Maske im ÖV tragen. bild: keystone

«Masken dringend empfohlen»: So sieht das Schutzkonzept für den ÖV aus

Wie viele Pendler dürfen in einem Abteil sitzen? Gilt jetzt Maskenpflicht im ÖV? Die wichtigsten Fragen und Antworten.



Müssen alle Pendler Masken tragen?

Nein. Aber Kundinnen und Kunden des ÖV wird dringend das Tragen von Masken empfohlen, falls der Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Dies ist der Fall, wenn die Züge oder Trams gut frequentiert sind.

Pendlerzeiten morgens und abends sollen laut SBB wenn möglich umgangen und schwächer frequentierte Verbindungen genutzt werden.

Werden im ÖV Masken verteilt?

Nein. Kunden müssen Masken selbst mitbringen. Auch wenn das für regelmässige Pendler schnell ins Geld geht. «Es gibt keine Möglichkeit für uns, einfach Masken abzugeben», so der SBB-Chef weiter.

Die ÖV-Unternehmen versuchen, möglichst viel Platz zu schaffen. Wo immer möglich unterstützen die Transportunternehmen Reisende, so bei der guten Verteilung in Fahrzeugen oder durch ein möglichst grosses Platzangebot.

Der neue CEO der Bundesbahnen SBB, Vincent Ducrot, beantwortet an seinem ersten Arbeitstag an einer per Videolink uebertragenen Medienkonferenz Fragen der zugeschalteten Medienleute, am Mittwoch, 1. April 2020 im SBB Hauptsitz in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

«Es gibt keine Möglichkeit für uns, einfach Masken abzugeben»: SBB-Chef Vincent Ducrot. Bild: KEYSTONE

Wo sollen ÖV-Kunden Hände waschen?

Die kostenpflichtigen WC-Anlagen der SBB in den Bahnhöfen Basel SBB, Bellinzona, Bern, Genève, Lausanne, Locarno, Luzern und Zürich HB können von den Reisenden ab dem 11. Mai bis auf Weiteres kostenlos benützt werden. An den Eingängen zu den grössten Bahnhöfen werden zudem Desinfektionsmittelspender aufgestellt.

Um die Einhaltung der Hygienevorschriften des BAG sicherzustellen, werden in Grossbahnhöfen Anstehzonen bei Geschäften eingerichtet und die Benutzung von Liften auf eine Person beschränkt.

Sind ÖV-Ausflüge wieder erlaubt?

ARCHIV -- ZUM BERICHT UEBER EINE ANGEBLICHE PRELLUNG DER POSTAUTO CHAUFFEURE UM ZWEI MILLIONEN FRANKEN, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 17. SEPTEMBER 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Ein Postauto auf der Furka Passstrasse am Samstag, 14. Juli 2018. Die Furka Passstrasse erlebt zur Zeit Hochbetrieb mit vielen Fahrradfahrern, Motorradfahrern, Reisecars, Wohnmobilen und allen Arten von Autos. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: KEYSTONE

Nein. Auf touristische Reisen ist gemäss Empfehlung des BAG weiterhin zu verzichten.

Wie wird der Fahrplan hochgefahren?

In Abstimmung auf die weiteren Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen durch den Bundesrat per 11. Mai 2020 wird die SBB ihr Fahrplanangebot erweitern. Die Wiederherstellung des regulären Fahrplans erfolgt laut SBB-Mitteilung schrittweise. Nach der ersten Erhöhung des Angebots per 27. April verkehren per 11. Mai 2020 zusätzlich zum aktuellen Angebot wieder weitere Fern- und Regionalverkehrszüge:

Gibt es wieder Ticketkontrollen?

Die goldenen Zeiten für Schwarzfahrer sind bald vorbei. Ab 11. Mai gibt es wieder überall Kontrollen im ÖV.« Wir werden diese so anpassen, dass das Personal geschützt werden kann», sagt SBB-Chef Vincent Ducrot.

Wann fahren die SBB wieder nach Italien?

Der Zug Tilo der SBB am Bahnhof Stabio faehrt in Richtung Flughafen Mailand Malpensa. Die neue Bahnverbindung von Stabio zum Mailaender Flughafen Malpensa ist seit dem 10. Juni 2018 in Betrieb und wurde vor einem Monat intensiviert, um das grosse Passagieraufkommen zu bewaeltigen. (KEYSTONE/Ti-Press/Elia Bianchi)

Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Das ist noch unklar. Laut SBB-Chef Ducrot stehe man in engem Kontakt mit den Behörden. «Es ist absehbar, dass auch hier eine Lockerung kommt. »

Was sagen die ÖV-Gewerkschaften?

Die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs bauen auf die Eigenverantwortung und die soziale Kontrolle, damit die öffentlichen Verkehrsmittel bestmöglich genutzt werden können. «Wir appellieren an den gesunden Menschenverstand der Fahrgäste, um Konfliktsituationen zu vermeiden. Die Kundenbegleiter werden nicht die Rolle des Sicherheitspersonals übernehmen», bemerkt Barbara Spalinger, SEV-Vizepräsidentin und Verantwortliche des SBB-Dossiers.

(amü)

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70 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Mãozinha
02.05.2020 00:18registriert April 2020
Also das beste was ich heute gehört habe ist, dass man die SBB und die Post zu Systemführern ernannt hat.
Sorry, aber im Gegensatz zu anderen habe ich noch nie in meinem Leben auf einen Führer gehört.
Das einzige was Sinn machen würde, wäre der Lokomotivführer.
Und an all die rechten Trolle in diesem Forum, die sich krampfhaft nach einem masked Führer sehnen, die Masken gibt es bei euresgleichen, halt ein bisschen teurer, da sie ja den Coiffeuren inzwischen von den Kantonen gratis abgegeben werden.
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fidget
30.04.2020 14:43registriert December 2018
Ich bin dankbar dafür, dass das Tragen einer Maske nicht zur Pflicht wurde. In den letzten Tagen beobachtete ich so viele Personen, die ihre Maske schlicht falsch trugen oder ständig dran rum zupften. Die meisten von uns kennen den korrekten Umgang mit diesen Masken nicht und verschlimmern dadurch die Situation womöglich noch, weil sie sich in falscher Sicherheit wiegen.
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Maracuja
30.04.2020 15:02registriert February 2016
Schwach frequentiert gibt es in ZH kaum. Ausserhalb der Stosszeiten fahren Bus/Tram weniger häufig und S-Bahn-Kompositionen sind deutlich kürzer. Einer Nahverkehrssardine wird es gar nicht möglich sein, genug Abstand zu halten, ausser sie geht um 5:00 zur Arbeit und kehrt um 24:00 zurück. Maskenpflicht gibt es nicht, Ausflügler werden sich vermutlich nicht an Empfehlung halten. Mir tun alle Menschen mit Vorerkrankungen leid, welche den ÖV benützen müssen.
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