Schweiz
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Streit mit Deutschland und gelassene Schweizer – das schreibt die Sonntagspresse



Das Thema Nummer 1 ist auch am Wochenende das neuartige Coronavirus. Allerdings nicht nur. Ein kleiner Überblick über die wichtigsten Schlagzeilen in den Sonntagszeitungen.

Schweizer Maskenstreit mit Deutschland

Masken auf: das gilt auch für Besucherinnen und Besucher des Inselspitals, wenn sie Grippe- oder Erkältungssymptome haben.

Bild: KEYSTONE

Mitten im Kampf gegen das tödliche Coronavirus ist zwischen der Schweiz und Deutschland ein offener Streit um die Lieferung von Schutzmasken entbrannt. Deutschland verhindert laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» die Ausfuhr der Masken in die Schweiz.

Die Eidgenossenschaft lud deswegen gemäss Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) den deutschen Botschafter vor, um bei ihm gegen das Ausfuhrverbot zu protestieren. «Bei diesen Kontakten wurden die deutschen Behörden mit Nachdruck aufgefordert, die blockierten Sendungen umgehend freizugeben», wird Seco-Sprecher Fabian Maienfisch zitiert.

Laut dem Bericht wird ein Lastwagen eines Schweizer Unternehmens von deutschen Zollbehörden daran gehindert, in die Schweiz zu fahren. An Bord befinden sich 240’000 Schutzmasken. Das Seco weist darauf hin, dass es sich nicht um einen einzelnen Fall handle, und dass weitere Transporte blockiert seien.

Die deutsche Regierung hatte am vergangenen Mittwoch ein Ausfuhrverbot für medizinische Schutzausrüstungen wie Schutzbrillen, Atemschutzmasken, Schutzkittel, Schutzanzüge und Handschuhe erlassen. Einen Tag zuvor hatte die französische Regierung die Beschlagnahmung aller Schutzmasken angeordnet. Die Schweiz wird hart von diesen Massnahmen getroffen, weil das Land selber kaum medizinisches Verbrauchsmaterial produziert.

Milliardenkosten in der Schweiz wegen Coronavirus

Die Ausnahmesituation rund um das Coronavirus in der Schweiz verursacht Schätzungen zufolge Milliarden-Kosten. Allein im Gesundheitswesen beziffern Experten die Ausgaben auf rund 1,7 Milliarden Franken, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Besucher des Clubs Plaza weisen sich am Eingang mit ihrer ID und einem Telefon aus, um bei einer Ansteckung des Corona Virus Rueckschluesse zu ziehen, aufgenommen am Freitag, 6. Maerz 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Besucher des Clubs Plaza weisen sich am Eingang mit ihrer ID und einem Telefon aus, um bei einer Ansteckung des Corona Virus Rückschlüsse zu ziehen. Bild: KEYSTONE

Dazu zählen die Kosten etwa für die laufenden Corona-Tests, Spitalaufenthalte und allfällige spätere Impfungen. Die Krankenkassen gehen davon aus, dass das Coronavirus über die Jahre zu einer Prämienerhöhung führen wird. Daneben haben die wegen der epidemieartigen Ausbreitung des Erregers getroffenen Behördenmassnahmen dramatische Auswirkungen auf die Wirtschaft. Stark betroffen ist etwa die Eventbranche.

Wegen des bundesrätlichen Verbots von Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern seien rund 80 Prozent der geplanten Veranstaltungen in der Schweiz abgesagt worden, berichtet der «SonntagsBlick» mit Verweis auf eine Schätzung des Schweizerischen Verbands technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe (SVTB). Es herrsche Alarmstufe «dunkelrot», sagte Eugen Brunner, Präsident des Branchenverbands Expo Event, der Zeitung. Stefan Breitenmoser, Geschäftsführer von SMPA, dem Verband der professionellen Schweizer Konzert-, Show- und Festivalveranstalter erklärte: «Wir rechnen momentan damit, dass unsere Mitglieder seit dem Erlass des Bundesrates insgesamt zwischen 1,5 und 2 Millionen Franken Umsatzeinbusse pro Tag haben.»

Gelassenheit bei Schweizer Bevölkerung

Trotz steigender Zahl der Corona-Fälle in der Schweiz bleibt eine Mehrheit der Bevölkerung gelassen. Das geht aus einer Umfrage des Forschungsinstituts Link hervor, die dem «SonntagsBlick» vorliegt. Demnach fühlen sich 67 Prozent der Befragten vom Virus nicht oder nur gering bedroht. 24 Prozent stufen die Corona-Gefahr als mittelhoch ein, nur acht Prozent als hoch.

Das Krisenmanagement des Bundesrates bewertet ein Grossteil der Befragten als gut. 86 Prozent fühlen sich vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) ausreichend über das Virus informiert, 76 Prozent halten das verordnete Verbot für Grossveranstaltungen für angemessen. Die Bevölkerung befolgt der Umfrage zufolge die vom Bund empfohlenen Präventionsmassnahmen weitgehend. Häufiges Händewaschen gehört für 93 Prozent der Befragten dazu, 76 Prozent vermeiden es, Hände zu schütteln und mehr als die Hälfte verzichtet vorläufig auf Auslandsreisen. Jeder Vierte spricht sich in der Studie für eine Schliessung der Grenzen zu Italien aus.

Das Land ist neben China, Südkorea und dem Iran am stärksten vom Virus betroffen. Nicht viel halten die Befragten hingegen von Mundschützen. Nicht einmal jeder Zehnte erwägt, einen solchen zu tragen. Die Umfrage wurde vom 3. bis 6. März bei 1074 in der ganzen Schweiz lebenden Personen durchgeführt.

Internes Email von Lauber aufgetaucht

Der umstrittene Bundesanwalt Michael Lauber hat in einer E-Mail an seine Mitarbeiter Vorwürfe der Aufsicht gegen ihn zurückgewiesen. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, hält Lauber in dem Schreiben fest, die Behauptung, dass er wissentlich die Unwahrheit gesagt haben solle, sei «tatsachenwidrig».

FILE - In this Wednesday, Sept. 25, 2019 file photo, Swiss Federal Attorney Michael Lauber speaks at a press conference in Bern, Switzerland. Swiss attorney general Michael Lauber was disciplined Wednesday, March 4, 2020 for misconduct during an investigation of FIFA, including failing to tell the truth about an undisclosed meeting with the soccer body's president Gianni Infantino. (Peter Schneider/Keystone via AP, file)

Bundesanwalt Michael Lauber. Bild: AP

Weiter macht er dem Bericht zufolge geltend, dass die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) gegen das Gesetz verstossen habe. «Ich weise die persönlichkeitsverletzenden Verlautbarungen der AB-BA in aller Form zurück», schreibt Lauber demnach. Die AB-BA kam in einem Disziplinarverfahren gegen Lauber zum Schluss, dass er verschiedene Amtspflichten verletzt habe.

Lauber habe in den Verfahren rund um den Weltfussballverband Fifa mehrfach die Unwahrheit gesagt und illoyal gehandelt, so das Fazit. Wegen der Verfehlungen entschied die Behörde, dem Bundesanwalt den Lohn für ein Jahr um acht Prozent oder rund 24'000 Franken zu kürzen. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit Treffen Laubers mit Fifa-Präsident Gianni Infantino rund um die Fifa-Ermittlungen.

Wie die «SonntagsZeitung» berichtet, verlässt nun der zweitwichtigste Ermittler in diesem Verfahrenskomplex die Bundesanwaltschaft. Der ehemalige Chef der internen Fussball-Taskforce verlasse die Behörde, nachdem er nach mutmasslichen Managementproblemen und einer Desavouierung Laubers entmachtet worden sei.

Der Milliardendienst der Grosseltern

Grosseltern werden bei der Kinderbetreuung immer bedeutender und leisten Arbeit für 8 Milliarden Franken jährlich. Dies berichtet die «SonntagsZeitung» mit Verweis auf neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS).

Bild

Bild: shutterstock

Demnach betreuen jede zweite Grossmutter und jeder dritte Grossvater mindestens einmal pro Woche ihre Enkelkinder. Oma und Opa passen jährlich 160 Millionen Stunden auf ihre Enkelkinder auf. Das entspricht täglich über 400'000 Arbeitsstunden. 70 Prozent leisten die Grossmütter. Diese sind durchschnittlich 56 Jahre alt, wenn das erste Enkelkind das Licht der Welt erblickt.

Jungfamilien aber vor allem auch der Staat verlassen sich auf den Einsatz von Grosseltern. «Grosseltern sind Garanten für das Wohlergehen von Familie und Gesellschaft», wird Pasqualina Perrig-Chiello, emeritierte Psychologie-Professorin, in den Bericht zitiert.

Mehr Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeit-Arbeitslosen in der Schweiz ist zwischen 2010 und 2018 um mehr als einen Fünftel von etwa 65'000 auf rund 80’000 gestiegen. So zeigt es eine neue Studie im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft, über die der «SonntagsBlick» berichtet.

Die Zahlen beziehen sich auf Personen zwischen 25 und 65 Jahren. Vermehrt unter langer Erwerbslosigkeit leiden demnach neben den über 45-Jährigen vor allem Akademiker – also ausgerechnet jene, die einen Uni- oder Fachhochschulabschluss in der Tasche haben. 2018 machten die Hochschulabsolventen einen Viertel der Langzeit-Erwerbslosen aus.

Fehlt der SVP im wichtigsten Kampf der Präsident?

Die SVP könnte mitten in ihrem wichtigen Abstimmungskampf für die parteieigene Begrenzungsinitiative plötzlich ohne Präsident dastehen. Denn auch wenn die Partei ihre geplante Versammlung und die damit verbundene Präsidiumswahl am 28. März in Basel wegen des Coronavirus absagen muss, will der scheidende Parteichef Albert Rösti nicht länger im Amt bleiben, wie der Berner Nationalrat in der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche» frühere Aussagen bekräftigte.

Albert Roesti, SVP-BE, spricht waehrend der Fruehlingsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 4. Maerz 2020 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Wer wird Albert Röstis Nachfolger? Bild: KEYSTONE

«Wenn es für ein paar Wochen wäre, würde ich nicht Nein sagen, aber bis August kommt das nicht in Frage», sagte Rösti. Für den Abstimmungskampf für die zuwanderungskritische Vorlage bis am 17. Mai sieht Rösti keine Probleme. «In dieser entscheidenden Zeit muss die SVP von Menschen geführt werden, die bleiben, und nicht von Menschen, die kurz davor sind, zu gehen.» Für den Fall, dass Rösti abtritt und vorerst kein Nachfolger feststeht, übernehmen die drei Vizepräsidenten Magdalena Martullo-Blocher (GR), Céline Amaudruz (GE) und Marco Chiesa (TI) die Führung der grössten Schweizer Partei.

Vorwürfe an Zürcher Klinikdirektor

Das Zürcher Universitätsspital hat eine externe Untersuchung gegen den Klinikdirektor der Gynäkologie angeordnet. Auslöser war laut «NZZ am Sonntag» eine Recherche des Blattes vom letzten Wochenende. Gemäss dieser habe der Klinikdirektor und Chefarzt sich systematisch für Operationen von Privatpatientinnen einteilen lassen, die gleichzeitig stattfanden.

Die Untersuchung soll abklären, ob es zu Unregelmässigkeiten gekommen ist. Ein Punkt betrifft den rechtmässigen Umgang mit Honoraren, die Kaderärzte für Operationen von Privatpatienten verrechnen können. Man nehme die Angelegenheit «sehr ernst», sagte Martin Waser, Präsident des Spitalrats, der Zeitung. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Meier (1) 09.03.2020 09:53
    Highlight Highlight Es geht hier vor allem um die Einhaltung von Verträgen. Es ist eine private Firma in D, welche die Masken aus China importiert und an verschiedene Firmen in Europa verkauft.
    Die CH Firma hat diese Waren bestellt und zur Verzollung angemeldet, bevor D diesen Ausfuhrstopp verhängt hat. Jetzt werden die Waren blockiert.
    Ist dieses Verhalten von D korrekt? Ich bin kein Jurist, aber nach Bauchgefühl, dürfte D so nicht vorgehen.
    Es zeigt uns aber wieder einmal klar auf: für den vermeintlich Stärkeren gilt ein Vertrag nur, so lange er ihm passt. Siehe Verhalten bei der damaligen Hehlerei durch D.
  • sowhat 08.03.2020 22:05
  • Don Alejandro 08.03.2020 16:45
    Highlight Highlight Die Globalisierung hat viele Industrien in der CH zunichte gemacht, das rächt sich jetzt bitter. Leider.
  • Maragia 08.03.2020 15:46
    Highlight Highlight So siehts also aus. Falls mir mal Nahrungsknappheit hätten in der Schweiz, würde Deutschland wohl auch plötzlich Lieferungen blockieren??
    Die Verträge scheinen ja sehr viel wert zu sein...
  • dracului 08.03.2020 13:42
    Highlight Highlight Gelassenheit der Schweizer im Sinne von keiner Panik finde ich gut, aber wenn Gelassenheit Ignoranz bezüglich der Hygiene bedeutet, dann nervt es mich. Es gibt immer noch Männer, die nach dem Urinieren Händewaschen für überflüssig halten oder die 20 Sekunden nicht ernst nehmen oder hustend im ÖV pendeln. Bitte auch an andere denken!
    • Magenta 08.03.2020 15:17
      Highlight Highlight Glaub mir, es gibt auch mehr als genug gruusige Frauen, die die Hände nicht waschen. So oder so: Pfui!
  • Turnbeutelvergesser 08.03.2020 12:29
    Highlight Highlight Seit Jahren distanzieren wir uns von der EU. Deutschland hat selbst Coronavirus-Fälle, aber wir glauben, dass bloss weil wir mehr Kaufkraft haben, den Deutschen Vorräte wegkaufen können, nur damit wir für unsere Wirtschaft die IT-Grenze offen halten können. Italien könnte ihre Ärzte selbst gut gebrauchen. Aber wehe einer spricht es aus, wie scheinheilig wir selbst sind.
  • Mk07 08.03.2020 12:20
    Highlight Highlight In der Not ist der Mensch sich selbst am nächsten...
  • Siru 08.03.2020 12:20
    Highlight Highlight "Gemäss dieser soll der Klinikdirektor und Chefarzt sich systematisch für Operationen von Privatpatientinnen einteilen liess, die gleichzeitig stattfanden."
    *"einteilen lassen haben" oder "sich [...] eingeteilt.
    Wo ist der Lektor, wenn man ihn braucht?
  • Uglyman 08.03.2020 12:02
    Highlight Highlight Das sollte unseren Politikerinnen zu denken geben. Wenn es knapp wird ist das eigene Hemd an nächsten.
    Beim Energiegesetz haben Frau Leuthard und nach ihr Frau Sommaruga beteuert, dass bei einer Stromknappheit uns die Nachbarländer aushelfen.
    Seit gestern wissen wir, die Nachbarhilfe ist nichts wert.
  • Skip Bo 08.03.2020 11:21
    Highlight Highlight Ist das Exportverbot durch den EuGh abgesegnet?
    Darf ein einzelner EU Staat sich über die bilateralen Handelsverträge hinwegsetzen und einseitige Massnahmen treffen?
    Wie verhielte sich D/EU, wenn es eine Nahrungsmittelknappheit geben würde? Unser Selbstversorgungsgrad wird mit neuen AP22 gerade auf 50% gesenkt...
    • Radesch 08.03.2020 11:48
      Highlight Highlight @Skip Bo

      Nein wahrscheinlich nicht. Die Schweiz möchte ja nicht, dass "fremde Richter" über uns urteilen. Ich weiss nicht, ob wir überhaupt Klage beim EuGH einreichen können. Wenn ja, wäre aber eine Strafzahlung von Deutschland wegen des willkürlichen und unangekündigten Exportverbots sicherlich drinnen... Man kann halt nicht alles haben. Bloss nicht in der EU, aber dann den EuGH anflehen geht leider nicht.

      Der EGMR wäre allenfalls ein Mittel, sehe aber in dem Falle keine Menschenrechtsverletzung.
    • Bruno Meier (1) 08.03.2020 12:33
      Highlight Highlight Wenn man schon solche Dinge schreibt, dann bitte korrekt:
      Die EU respektive der EuGh hat sich nie dem EGMR für unterstellt, obwohl dies im Vertag von Lissabon so vorgesehen ist.
      Der EuGh hat bewusst die Hoheit über die EU behalten und der Vertrag von Lissabon wurde in diesem Punkt nie umgesetzt (... nachdem alle EU Länder den Vertrag ratifiziert haben, unterstellt sich die EU/EuGh dem EGMR ...)
      Die Schweiz hat dies im Gegensatz dazu getan, wir sind scheinbar halt nicht so berechnend wie dies die oberste Instanz der EU ist.
    • Radesch 08.03.2020 13:30
      Highlight Highlight @Bruno Meier (1)

      Gibt es Urteile die im Widerspruch zum EGMR stehen bzw. Rügen auf die nicht reagiert wurde in Ländern wie Deutschland oder Frankreich?
    Weitere Antworten anzeigen
  • joevanbeeck 08.03.2020 11:14
    Highlight Highlight Diese 240’000 Schutzmasken würden ja nicht mal für die Deutschen Staatsangehörigen die in der Schweiz leben reichen. Aber ich habe schon ein gewisses Verständnis für die Zurückbehaltung dieser Masken. Ein Land in dem Sportveranstaltungen wichtiger sind als die Gesundheit der Menschen kann diese Masken in Zukunft noch gut brauchen.
    Benutzer Bild
  • Erklärbart. 08.03.2020 11:12
    Highlight Highlight Krankenkassen und Kantone streiten sich darüber, wer nun die Tests bezahlen soll. Geht es jetzt um Geld oder um die Gesundheit der Bevölkerung?

    Bund/Kantone stellen das (soziale) Leben der Bevölkerung auf den Kopf um sie zu schützen - sobald es aber um Geld geht, ist die Gesundheit ebendieser Bevölkerung nicht mehr so wichtig. Etwas heuchlerisch... 1.7 Milliarden (Sonntagszeitung) sollten Peanuts sein für das reichste Land der Welt.
  • Badummtsss 08.03.2020 10:41
    Highlight Highlight 76% vermeiden es die Hände zu schütteln? Wo wurde den diese Umfrage durchgeführt... in meinen Beobachtungen wird quer durch die Schweiz noch normal begrüsst.
  • Der Kritiker 08.03.2020 10:27
    Highlight Highlight Wir können die Deutschen jetzt verfluchen, nur würden wir nicht dasselbe von unserer Regierung erwarten, wenn wir knapp an Masken wären? Aber wenn man schon ein Maskenexportverbot verhängt, dann müsste man auch eine Maskentragepflicht einführen. Das wäre in sich stimmig und konsequent.
    • renko 08.03.2020 10:46
      Highlight Highlight ... nein .... in sich stimmig ist was Anderes! Die blockierten Güter sind bezahlt! In sich stimmig wäre, ein Verkaufsverbot ins Ausland (sprich die Schweiz). Aber erst abkassieren und dann nicht ausführen lassen ist alles andere als stimmig 😉
    • bokl 08.03.2020 14:56
      Highlight Highlight @Kritiker
      Genau. Weil wir knapp an Masken für das medizinische Personal sind verbieten wir den Export, verschwenden sie aber nutzlos durch eine Maskentragepflicht für gesunde Bürger. Voll stimmig 🤣
    • The Destiny // Team Telegram 08.03.2020 17:56
      Highlight Highlight @bokl, du kannst nicht wissen ob du gesund oder Krank bist, bevor du Symptome hast...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Abendländer 08.03.2020 10:25
    Highlight Highlight Selberschuld, noch weniger selber pro produzieren. Die Grenze der Globalisierung ist schnell erreicht.
    Da hilft nur ein Rahmenvertrag, oder ist dieser noch ein Schritt näher dem Suizid?
    • Skip Bo 08.03.2020 14:12
      Highlight Highlight Das Exportverbot betrifft auch EU Länder. Belgien hat auch protestiert. Wenn nicht mal mehr Unionsländer beliefert werden, darf davon ausgegangen werden, dass der Rahmenvertrag KEINE Garantie dafür ist, in Krisenzeiten mit lebenswichtigen Gütern versorgt zu werden.
      Suizid ist, wenn man das eigene Überleben an andere delegiert und sich dessen Launen aussetzt.
    • Makatitom 08.03.2020 16:22
      Highlight Highlight Schutzmaske si d aber nur für medizinisches, Personal u d gefährdete Personen lebenswichtig. Wenn es nicht so viele egoistische Idioten gäbe die diese in Krankenhäuseen, Arztpraxen und Altersheimen klauen hätten wir genug
    • The Destiny // Team Telegram 08.03.2020 17:58
      Highlight Highlight @Makatitom, schöne Illusion die du dir da gemacht hast. Die paar Masken die geklaut werden machen den Braten jetzt auch nicht fett.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pax Mauer 08.03.2020 10:21
    Highlight Highlight Hoffentlich erlebt Lauber grad sein Waterloo mit AB-BA.
    • Antiklaus 08.03.2020 11:47
      Highlight Highlight Zusammen mit denen die ihn weiter im Amt halten
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 09.03.2020 09:38
      Highlight Highlight Mist, jetzt habe ich einen Ohrwurm.
  • renko 08.03.2020 10:10
    Highlight Highlight AN DEN DEUTSCHEN BOTSCHAFTER IN BERN:

    Sie sollten sich in Grund und Boden schämen!! Schutzmasken zu blockieren .... tiefer kann mal wohl nicht mehr fallen!!!
    Schon vergessen wieviele Deutsche bei uns Leben? Brauchen die keine Schutzmasken? Soll die Schweiz den Verkauf von Schutzmasken an unsere Deutschen Mitbürger verbieten mit dem Hinweis, dass Diese für Deutsche Staatsbürger in der BRD einzukaufen sind??? Nochmals; PFUI
    • Radesch 08.03.2020 11:50
      Highlight Highlight @renko
      Man kann es auch übertreiben... Die Einzigen die wirklich Schutzmasken brauchen sind Angesteckte und die Spitäler. Letztere haben noch genügend Reserven und für Erstere ist auch noch genug da. Jedem Bürger besorgten Masken zu verkaufen, das war der Fehler... Zumal das nicht wirklich viel bringt, wenn die Tröpfchen sowieso über die Augen in den Körper gelangen.
    • Drunken Master 08.03.2020 13:05
      Highlight Highlight Super plaziert hier, der Deutsche Botschafter hats bestimmt gelesen und schämt sich jetzt 👍
    • renko 08.03.2020 15:22
      Highlight Highlight ... wohl noch nicht ausgenüchtert 😂😂 ..... könnte ja sein, dass die Botschaft das Gleiche als Email bekommen hat ....
    Weitere Antworten anzeigen
  • maude 08.03.2020 10:09
    Highlight Highlight Als hätten sie die Prämien nicht auch ohne Corona erhöht...
  • Heinzbond 08.03.2020 09:31
    Highlight Highlight Also mal ehrlich, Milliarden für eine Armee ausgeben wenn man von Freunden umgeben ist? Und keine eigenen Masken produzieren?
    Ich hoffe doch das D ein einsehen hat, sonst bin ich bald ohne Maske beim Arbeiten... Und das wollen sicher die Patienten nicht...
    • Antiklaus 08.03.2020 11:48
      Highlight Highlight von Freunden umgeben???
    • -thomi- 08.03.2020 16:24
      Highlight Highlight Macht doch Sinn, wir können ja jetzt einmarschieren und die depperten Masken abholen... Gemäss letzten Berichten wäre die Bundeswehr wohl nicht in der Lage, zu reagieren 🤣
  • grandvlad 08.03.2020 08:49
    Highlight Highlight Bekennt die deutsche Politik Farbe..... 😏
  • N. Y. P. 08.03.2020 08:44
    Highlight Highlight Bite, bitte, bitte setzt endlich diesen unsäglichen Lauber ab.

    Er hat 0,00 % Rückhalt in der Bevölkerung. Wir haben eine Lotterjustiz, um es mit einer zauggschen Worthülse zu sagen.

    Also, setzt ihn doch bitte* ab, so kann er mit seinem Duzfreund Gianni sich öfters auf ein Glas Wein treffen.

    *ichweissichredeaneinewand
    • Antiklaus 08.03.2020 11:50
      Highlight Highlight Schon traurig, wenn das der einzige fähige Jurist sein soll der dieses Amt ausfüllen kann, nicht wahr FDP und SVP
  • Dartanion 08.03.2020 08:37
    Highlight Highlight Na ja, Deutschland wird selbst die Masken benötigen, solange Grossanlässe zugelassen werden wie das Fussballspiel Gladbach gegen Dortmund vor 54'000 Fans. Verantwortungslos !
    • dmark 08.03.2020 13:54
      Highlight Highlight Und? Hast du dort irgend welche Masken gesehen? Die Fans immunisierten sich mit Bier ;)
  • grandvlad 08.03.2020 08:17
    Highlight Highlight Da kommt ein kleiner Virus und erklärt uns die Politik🤔
    • HansDampf_CH 08.03.2020 08:54
      Highlight Highlight Jetzt rächt es sich das wir nur Industrien haben die Maschinen bauen. Notvorrat kostet halt Geld und genau da wurde optimiert äh gespart. Wir haben Chmeie und Pharmaunternehmen, jetzt braucht es schnelles und entschiedenes Handeln... Aber das traue ich unserer Regierung nicht zu...
  • FaLa02 08.03.2020 08:08
    Highlight Highlight Vielleicht bringt uns dieser Virus weit mehr Arbeitsplätze zurück als alle politischen pseudo Konzern Steuergesetzrevisionen welche Schlussendlich eh nur in den Taschen der Aktionäre verdunsten.......!
    Es wäre an der Zeit wieder mehr Güter in der Schweiz her zu stellen............................
  • fenstersimsli 08.03.2020 07:45
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man zukünftig nicht über die Anschaffung von neuen Kampfflugzeugen diskutieren, sondern ein genügend grosses Lager an Schutzmasken und anderer medizinischer Ausrüstung für Katastrophenfälle einrichten. Der Corona Virus ist hoffentlich der Wink mit dem Zaunpfahl, für welche Bedrohungslagen die Schweiz sich rüsten muss. Epidemien, Cyberangriffe, Naturkatastrophen...
    • grandvlad 08.03.2020 08:37
      Highlight Highlight Globalisierung überdenken und vermehrt im eigenen Land produzieren und mehr wandern statt fliegen 🛩
    • Schlange12 08.03.2020 08:46
      Highlight Highlight Oder einfach die Möglichkeit einer eigenen Produktion für den Notfall ermöglichen.
    • Hoci 08.03.2020 10:17
      Highlight Highlight Im Notfall kannst du keine Produktion starten, da kriehst du die Ausgangsprodukte nicht mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chääschueche 08.03.2020 07:43
    Highlight Highlight "2018 machten die Hochschulabsolventen einen Viertel der Langzeit-Erwerbslosen aus."

    Wenn ich sehe wie viele "unnötige" Studiengänge das es gibt erstaunt mich diese Entwicklung nicht. Einige Studiengänge sollte daher "verkleinert" werden. Andere wiederum vergrössert.

    Also als guter Handwerker hat man solche Probleme nicht. Und teilweise verdient man da sogar noch mehr als mit gewissen uniabschlüssen. Zumindest wenn man gut ist.
    • -thomi- 09.03.2020 05:43
      Highlight Highlight Und das ist gut so. Ich glaube einfach nicht, dass es irgend ein Streben nach Wissen und Erkenntnis gibt, das irgendwie unnötig wäre und jeder Mensch hat ein Recht darauf, seine Interessen zu verfolgen. Der Punkt ist oft, dass universitäre Forschung erst nach Jahren etwas Nützliches liefert, das allen dient. Zum Beispiel eine Digitalkamera (oder der Chip dazu im Handy). Firmen wie IBM haben das schon lange erkannt. Und die Geisteswissenschaften werden m.E. immer wichtiger, je mehr man sich in seinem Fach spezialisiert. Hilft bei der Sozialisierung.
  • LillyRose 08.03.2020 07:38
    Highlight Highlight In der Krise ist jeder sich selbst am nächsten. Von wegen offene Grenzen und Globalisierung. Deutschland und Frankreich behalten ihre Masken für sich. Die einen Beschlagnahmen einfach alles, die anderen verbieten die Ausfuhr.
    Bin gespannt, wann die ersten Warenlieferungen aus Italien ausbleiben, auch ohne dass die Grenze von unserer Seite her geschlossen würde.
    • Der Rückbauer 08.03.2020 07:47
      Highlight Highlight Ja, wie mit den italienischen Grenzgängern, nur umgekehrt....
    • Tanit 08.03.2020 08:30
      Highlight Highlight Dank nach D und F,für diese Lernsituation für die vom Wohlstand eingelullten Schweizer! Hoffentlich wacht Ihr bald auf, spätestens dann, wenn aus F kein Atomstrom und aus D kein Kohlestrom mehr kommt, wegen Eigenbedarf, Fr.Leuthards Gaskraftwerke für den Ersatz der AKW seh ich auch nirgends, dafür immer mehr Einwohner und Elektroautos. Bin gespannt wie die heutigen Babys mal mit ihren Demo Mamis umgehen!
    • Hoci 08.03.2020 10:20
      Highlight Highlight Ich dachze es gäbe ne Eu, geeintes Europa. Aber da sieht man, wieso Europa keine Macht hat. Null solidarisch.Nur wenns um Wirtschsft geht, arbeitet man zusammen jnd ev. Bei Flüchtlingen. Bei der fairen Verteilung von Schutzmasken durch Europäische Produzenten nicht.
      Ein Virus deckt auf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • grandvlad 08.03.2020 07:24
    Highlight Highlight Maskenstreit mit Deutschland.... Globalisierung lässt grüssen... Wenn's ums eigene Überleben geht ist die Solidarität und Unterstützung weiiiiiiiiiit weg..... Da gab es einmal einen Spruch... Zusammen sind wir stark....
    • MARC AUREL 08.03.2020 07:47
      Highlight Highlight 2. Weltkrieg sage ich nur... da kriechten wir Nazi- Deitschland in den Allerwertesten!
    • ghawdex 08.03.2020 08:07
      Highlight Highlight War das nicht "wir schaffen das" ?
    • HansDampf_CH 08.03.2020 09:00
      Highlight Highlight Blauäugig. Du würdest als DEUTSCHER politiker das selbe tun...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 08.03.2020 06:37
    Highlight Highlight Da mein Arbeitgeber bisher keine nennenswerten Massnahmen ergriffen hat, muss ich noch immer täglich zu Stosszeiten ins Büro pendeln, um dort eng an eng im Grossraumbüro zu arbeiten und an vielen Sitzungen teilzunehmen...

    Da ich nicht zur Risikogruppe gehöre mag dies sehr knapp noch akzeptabel sein...

    Was mich jedoch tierisch ärgern würde wäre, wenn ich wegen der Fahrlässigkeit meines Arbeitgebers den Virus einfange und dadurch meine Ferien im April ins Wasser fallen...

    Aber ein fahrlässiger / egoistischer AG wird auch für so etwas kaum Verständnis Zeigen, geschweige denn dafür aufkommen...
    • Zauggovia 08.03.2020 07:17
      Highlight Highlight Da würd ich mich eher beim Arbeitgeber beschweren als in der Kommentarspalte.
    • Selbstverantwortin 08.03.2020 07:20
      Highlight Highlight Ja stimmt, deine Ferien sind sicher das aktuell absolut Wichtigste. Soviel altruistischer Gemeinsinn...
    • Ikarus 08.03.2020 07:24
      Highlight Highlight April ferien? Fallen sowieso ins wasser, bis dahin will kein land mehr schweizer gäste. Egal ob du infiziert bist oder nicht, also schwamm drüber und stornier die buchung schonmal
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 08.03.2020 06:30
    Highlight Highlight Die SNB erzielte letztes Jahr einen Gewinn von rund 50 Milliarden...

    Da müsste die eine oder andere Milliarde drin liegen, um den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus zu begegnen...
    • Sihlwahn 08.03.2020 09:07
      Highlight Highlight Ja, das wäre eine Möglichkeit.. Jedoch muss damit gerechnet werden, dass die SNB dieses Jahr deutlich geringere Gewinne erwirtschaften würden aufgrund von Aktienverlusten und Fremdwährungsverlusten aufgrund des Viruses. Auch wenn die SNB somit von den 50 Mrd. CHF gewisse Reserven für die Ausschüttungen an Bund und Kantone beiseite legen würden, hätten sie noch ein ordentliches Polster..
    • Altruide 08.03.2020 11:29
      Highlight Highlight Ja klar, macht ja Sinn momentan Fremdwährung und Aktien zu veräussern, weil die 50 Mrd hauptsächlich Buchgewinn ist? Macht null Sinn. Zudem sind wir wohl bald froh, kann die SNB hoffentlich diese Wirtschaftskrise steuernd etwas entgegenwirken.

Ein Intensivmediziner zieht Bilanz: «Eine Patientin ist schon seit 77 Tagen bei uns»

Peter Steiger, stellvertretender Institutsdirektor Intensivmedizin am Unispital Zürich, hat noch keine Monate wie die letzten beiden erlebt.

«Wir sahen die Welle kommen von China via Italien. In die Intensivstationen im Tessin, im Welschland und auch besonders Zürich kamen immer mehr Covid-­19-Patienten. Wir fürchteten die Überlastung.

Am Unispital Zürich schufen wir zwei separate Corona-Intensiv­stationen. Wir konnten schliesslich genug Beatmungsgeräte beschaffen, aber der Knackpunkt blieb gut ­geschultes Personal. Wir waren erleichtert, als das Operationsprogramm eingeschränkt wurde, sodass wir weniger Patienten als sonst auf …

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