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Passengers wearing prospective masks as a precaution against the spread COVID-19 embark and disembark of a bus of theTransports publics genevois, TPG, (English: Geneva Public Transport), during the pandemic coronavirus COVID-19, in Geneva, Switzerland, Monday, July 6, 2020. From Monday 6 July in Switzerland all passengers of public transport must wear a protective face masks as a precaution against the spread of the coronavirus COVID-19. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

ÖV-Passagiere tragen in Genf Masken, 6. Juli. Bild: keystone

Diese 5 Erkenntnisse zeigen, wie das Coronavirus unsere Mobilität beeinflusst hat

Die Rückkehr aus dem Homeoffice geschieht nur langsam. Doch auch öffentliche Plätze und Strassen sind einsamer. Fünf Erkenntnisse.

Stefan ehrbar / schweiz am wochenende



Das Auto schlägt den öffentlichen Verkehr

Die Auslastung im öffentlichen Verkehr erholt sich nur langsam. Bei den SBB beträgt sie derzeit etwa 70 Prozent im Fernverkehr und 80 Prozent im Regionalverkehr. Gemäss dem aktuellsten «Mobility Report» des Techriesen Google von Ende August war die Aktivität in Schweizer Bahnhöfen im Vergleich zum Anfang des Jahres um 32 Prozent tiefer.

Dieser Wert berücksichtigt anhand von Standortdaten der Handys die Anzahl Besuche und die Aufenthaltsdauer. Auf den Strassen sind zwar ebenfalls weiterhin weniger Menschen unterwegs. Der Rückgang ist aber weniger stark. Zwischen dem 24. und 30. August wurden etwa auf der A1 bei Würenlos 2,5 Prozent weniger Autos gemessen als in der Vorjahreswoche. Das zeigen Daten des Bundesamts für Strassen.

Autos am Suedportal des Gotthard-Strassentunnels anlaesslich des 40. Jahrestages der Eroeffnung des Gotthard-Strassentunnels, am Samstag, 5. September 2020, in Airolo. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Es sind zwar weniger Autos auf den Strassen, der Einbruch ist aber tiefer als etwa im ÖV. Bild: keystone

Auf der Umfahrung Bern Ost betrug der Rückgang 4,5 Prozent. Grösser war er auf der A2 beim Schwarzwaldtunnel in Basel mit knapp 8 Prozent. Hier dürfte sich bemerkbar machen, dass weniger Autolenker aus Deutschland oder Frankreich in die Schweiz finden. In der Stadt Zürich wurde im August im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Einbruch von knapp 5 Prozent auf den Strassen verzeichnet, wobei die Zahlen gegen Ende des Monats nach oben zeigten.

In den Städten ist der ÖV stärker

Bereits während des Lockdowns fuhren die Verkehrsbetriebe der grossen Städte ihr Angebot weniger stark zurück als jene auf dem Land. Die Nachfrage brach dort weniger stark ein. Daran hat sich nichts geändert. Das zeigen etwa Daten einer Zählstelle der Verkehrsbetriebe Zürich.

In den letzten beiden Augustwochen wurden dort gut 18 Prozent weniger Pendler gezählt als in den letzten beiden Februarwochen. Der Rückgang relativiert sich weiter, denn im Sommer nutzen jeweils weniger Menschen den öffentlichen Verkehr als im Winter – etwa, weil dank höherer Temperaturen mehr Velo gefahren wird.

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Der Autoboom bleibt aus

Das Auto als mobile Schutzhülle und als Zuflucht für jene, die sicher und ohne Maske reisen wollen: Solche Argumente brachten Vertreter der Automobilbranche während der Coronakrise ein. Doch die Zahlen zeigen in eine andere Richtung.

Der August war mit einem Minus von 16,3 Prozent bereits der achte Monat in Folge, in dem weniger neue Autos zugelassen wurden als in der Vorjahresperiode. Seit Anfang Jahr wurden laut Auto Schweiz fast 60'000 Autos weniger zugelassen als in derselben Periode des Vorjahres – ein Minus von fast 30 Prozent.

Profitieren konnten zuletzt einzig die elektrisch angetriebenen Autos: Mit 10,2 Prozent lag ihr Anteil bei den Neuzulassungen dieses Jahr erstmals in einem zweistelligen Bereich.

Homeoffice bleibt beliebt

Eng mit der Autoflaute zusammenhängen dürfte ein anderer Trend: Obwohl der Bund die Empfehlung zum Homeoffice schon vor Wochen aufgehoben hat und immer mehr Arbeitgeber ihre Mitarbeiter zurück ins Büro beordern, bleibt das Homeoffice beliebt.

Arbeiten mit lärmenden Kindern - die Doppelbelastung im Homeoffice war für Frauen noch grösser als für Männer. (Symbolbild)

Bild: sda

Gemäss dem «Mobility Report» von Google war Ende August ein Minus von 14 Prozent bei der Aktivität an den Arbeitsstätten zu verzeichnen. In einzelnen Kantonen war dieser Wert noch deutlich höher – etwa im Aargau mit –16 Prozent, in Zürich mit –18 Prozent, in Basel-Stadt mit –21 Prozent oder in Graubünden mit –30 Prozent.

Parallel dazu mass Google an den Wohnorten der Menschen zuletzt 4 Prozent mehr Aktivität. Wieder auf dem Stand von vor der Krise ist hingegen der Kanton Tessin, dort sind bereits wieder gleich viele Leute an den Arbeitsstätten anzutreffen wie noch Anfang Jahr.

Läden und Parks werden gemieden

Die Analyse von Google zeigt: Läden und Parks werden weiterhin gemieden. Über die ganze Schweiz verzeichnete Google zuletzt einen Rückgang der Aktivität in der Kategorie Einzelhandel und Freizeit von 21 Prozent gegenüber Anfang Jahr, bei den Läden des täglichen Bedarfs betrug das Minus 12 Prozent, bei den Parks und öffentlichen Plätzen 23 Prozent.

Ein Zusammenhang zur Maskenpflicht erschliesst sich aus den Daten nicht: So beträgt das Minus bei den Läden des täglichen Bedarfs in den Kantonen Genf und Waadt, wo die Maskenpflicht bereits länger gilt, nur 5 respektive 7 Prozent, in Zürich aber 22 Prozent. Überdurchschnittlich hoch ist das Minus mit 15 und 21 Prozent allerdings auch in den Kantonen Bern und Luzern, in denen keine Maskenpflicht herrscht.

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Die Schweiz trägt Maske im ÖV

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Die Schweiz trägt Maske im ÖV
quelle: keystone / ennio leanza
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