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Hunderte Nachtschwärmer feierten nach Mitternacht in der Berner Aarbergergasse weiter. bild: zvg

Halligalli in den Partymeilen: Druck zur Aufhebung der Sperrstunde wächst

Ob in der Langstrasse oder der Aarbergergasse: Wegen der Polizeistunde drängten sich hunderte auf den Strassen und feierten ausgelassen weiter. Nun wächst der Druck, die Sperrstunde zu kippen.



Ob an der Zürcher Langstrasse, in der Steinenvorstadt oder in der Berner Aarbergergasse. Letzten Samstag strömten punkt Mitternacht tausende Nachtschwärmer gleichzeitig aus den Bars und Clubs in die Gassen. Dies nicht freiwillig: Wegen der Corona-Sperrstunde müssen die Lokale ihre Gäste alle gleichzeitig auf die Strasse stellen.

Dies führte zu problematischen Situationen in den Party-Hotspots. Nachteulen drängten sich vor geschlossenen Club und feierten lautstark, betrunken und eng umschlungen in den Gassen weiter. «Es war Halligalli-Stimmung in der Aarbergergasse. Natürlich sind die Leute nicht einfach nach Hause gegangen. Die Sperrstunde verunmöglicht ein vernünftiges Nachtleben und ist dazu noch kontraproduktiv», sagt Max Reichen von der Bar- und Clubkommission (Buck). Im Gegensatz zu den Clubs, sei auf den Strassen zudem ein Contact-Tracing unmöglich.

Young people having champagne and vodka with cigarettes at the nightclub St. Germain in Zurich, Switzerland, pictured on June 3, 2008. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Junge Leute konsumieren am 3. Juni 2008 im Nachtklub St. Germain in Zuerich, Schweiz, Vodka, Zigaretten und Champagner. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Nachtschwärmer feierten am Samstag ausgelassen die (partielle) Wiederauferstehung des Nachtlebens. symbolBild: KEYSTONE

«Eine Staffelung der Corona-Polizeistunde hätte einen positiven Effekt.»

Reto Nause, Sicherheitsdirektor Bern

Nicht wirklich «amused» über die vom Bundesrat verordnete «prohibitive» Sperrstunde ist auch der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP). Es sei an der Zeit, dass auch im Nachtleben Verbote durch Eigenverantwortung abgelöst würden.

Bei den sogenannten «mediterranen Nächten» mit verlängerten Öffnungszeiten von Aussenbars in bestimmten Zonen habe Bern in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Dies hat zur Folge, dass nicht alle Lokale gleichzeitig schliessen. «Das hat die Gassen beruhigt. Eine Staffelung der Corona-Polizeistunde hätte nach meiner Einschätzung ebenfalls einen positiven Effekt», so Nause.

Auch FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt (25) will die Sperrstunde so rasch als möglich weghaben. «Sie führt zu Lärm und Littering und damit nur zu neuen Problemen in den Städten, ohne epidemiologisch einen Mehrwert zu bringen.»

«Mir ist es also lieber, wenn sich die Menschen um Mitternacht draussen treffen, als wenn sie mit steigendem Alkoholpegel in Clubs verweilen.»

Olivia Keiser, Epidemiologin

Die Epidemiologin Olivia Keiser sieht steht hingegen weiter hinter der Sperrstunde. Grundsätzlich sei die Ansteckungsgefahr im Freien deutlich geringer als in geschlossenen Räumen. «Mir ist es also lieber, wenn sich die Menschen um Mitternacht draussen treffen, als wenn sie mit steigendem Alkoholpegel und damit einhergehender Unvorsicht in den Bars und Clubs verweile», sagt sie in einem watson-Interview.

Kippt der Bundesrat am 19. Juni die Sperrstunde?

Der Druck auf den Bundesrat steigt, weitere Lockerungen im Nachtleben vorzunehmen. Dies könnte schon bald der Fall sein. Denn am 19. Juni endet die «ausserordentliche Lage», die Kantone erhalten Kompetenzen zurück. Ob sie die Kantone die Polizeistunde dann wieder selbst regeln können, ist noch nicht abschliessend klar. So oder so wünscht der Berner Sicherheitsdirektor, dass die Stadt punkto Sperrstunden mehr Kompetenzen erhält. «Wir brauchen mehr Spielraum für ein vernünftiges Nachtleben.»

«Es ist jetzt bei uns wie in England. Dort sind die Leute wegen der Sperrstunde einfach um 20 Uhr schon knüppelvoll.»

Max Reichen, Buck

Der Bundesrat hat die Polizeistunde einst auch damit begründet, dass bei den Nachtschwärmern die Gefahr von übermässigem Alkoholkonsum zu später Stunde steige, so dass die BAG-Regeln nicht mehr eingehalten würden. Für Max Reichen ist dieses Argument hinfällig: «Es ist jetzt bei uns wie in England. Dort sind die Leute wegen der Sperrstunde einfach um 20 Uhr schon knüppelvoll.»

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57
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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MrNiceGuy 09.06.2020 12:36
    Highlight Highlight Beim Casino Zürich gab es eine Schlange von gut 200-300 Metern um die Ecke herum, 2 Meter Abstand hatte niemand!
    • moedesty 10.06.2020 15:22
      Highlight Highlight schlimmer ist dass die casinos bis 7 uhr morgens geöffnet haben. money talks.
  • Atavar 09.06.2020 11:57
    Highlight Highlight "Der Mensch ist alles andere eher als vernünftig." - Oscar Wilde

    "Ein Mensch ist intelligent, aber ein Haufen Menschen sind dumme, hysterische, gefährliche Tiere" - Agent K, MIB
  • Notabik 09.06.2020 09:34
    Highlight Highlight Ist das laute, pöbelnde Partyvolk von heute überhaupt noch in der Lage, Selbstverantwortung zu übernehmen? Nach mir die Sintflut.
  • tagomago 09.06.2020 09:16
    Highlight Highlight Keine der Lockerungen hat bisher zu einem Anstieg der Fallzahlen geführt. Deshalb kann nun alles freigegeben werden.
  • Dä Globi 09.06.2020 08:08
    Highlight Highlight Diese Sperrstunde ist lächerlich...

    Längere Schlangen die sich vor den Bars bilden weil ja nur max 300 Personen rein dürfen.
    Um 12 alle gleichzeitig auf den Strassen oder im nächsten ÖV.

    Niemand ist zu frieden und wenn es nach den Epidemiologen gehen würde sollte man sowieso das ganze Nachtleben schliessen.
  • humpalumpa 09.06.2020 07:06
    Highlight Highlight Was war den eigentlich die Begründung, warum es besser ist bereits um 00.00 Uhr zu schliessen. Kommt Corona erst nach 00.00 Uhr?!?!
    • lilie 09.06.2020 08:48
      Highlight Highlight @humpalumpa: Die Begründung ist einerseits, dass die Virenlast in der Atemluft umso mehr zunimmt, je länger man in einem (engen) Raum mit anderen sitzt (was faktisch das Geschäftsmodell einer Bar ist).

      Die andere Begründung war, dass es mit fortschreitenden Stunden zu mehr Alkoholkonsum und damit verbunden zu mehr Unvorsichtigkeit kommt, was dann eher dazu führt, dass die Leute die Massnahmen nicht mehr einhalten.

      Zumindest der zweite Punkt war wohl zu kurz gedacht...
    • Qui-Gon 09.06.2020 09:21
      Highlight Highlight mit fortschreitenden Stunden zu mehr Alkoholkonsum und damit verbunden zu mehr Unvorsichtigkeit

      hahaha, genau. Das Partyvolk ist vorher sicher voll vorsichtig, Mann, Alte. Können sie knicken, das Argument.
    • Butch Cassidy & Sundance Kid 09.06.2020 11:04
      Highlight Highlight Leider sind beide Argumente total obsolet!

      Die meisten Clubs machen um 16Uhr bereits auf.. somit schieben sich beide Probleme einfach 6-7h nach vorne..

      Gibt es eigentlich Körpertemperatur Kontrollen beim Einlass? das würde wenigstens ein bisschen was bringen..
  • Posersalami 09.06.2020 00:36
    Highlight Highlight „ Es sei an der Zeit, dass auch im Nachtleben Verbote durch Eigenverantwortung abgelöst würden.„

    Wie aill das funktionieren? Vermutlich gar nicht..
  • Hippokrates 08.06.2020 23:53
    Highlight Highlight Soviel zum Thema Eigenverantwortung, vielen Dank.
  • Master Chief 08.06.2020 23:49
    Highlight Highlight Natürliche Selektion. Die Erde ist genügend überbevölkert. Nur meistens trifft es dann auch auch die unschuldigen... war das jetzt Rassistisch den Party & konsumgeilen Leuten gegenüber? Hoffentlich gibts morgen deswegen in der CH keine Demo deswegen 🤪
    • Extremisten Beseitiger 09.06.2020 11:09
      Highlight Highlight Wie schön, dass Sie in einem sicheren Land leben und solche Witze reissen können.

      Unangebracht meiner Meinung nach :)
  • Marc Stehlin 08.06.2020 23:09
    Highlight Highlight OK... aber dann auch die Behörden/Ämter. Ich arbeite meist, bis 18 Uhr. Ein Gang in ein Amt ist relativ schwierig zu organisieren. Wieso nicht ein Leasingvertrag um 23 Uhr abschliessen? Die FDP sieht es ( eimal mehr) nur aus der Sicht, die ihnen passt und littering gehört sowieso bestraft (mindestens 100.-). Bei Wiederholungstäter jedes mal x2
  • Hillary Clinton 08.06.2020 22:26
    Highlight Highlight Ich bin ja kein Experte auf dem Gebiet....

    Aber wenn es eine 2. Welle gäbe, wäre die nicht längst hier?

    Die Leute halten sich seit mehr als 2 Wochen einen feuchten Dreck an die Regeln...
    • vierundzwanzigsieben 09.06.2020 08:20
      Highlight Highlight Inkubationszeit?
    • Dä Globi 09.06.2020 08:59
      Highlight Highlight @vierundzwanzigsieben

      Die «Inkubationszeit» des neuen Coronavirus, das heisst die Zeitspanne zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt meist fünf Tage. Sie kann jedoch bis zu 14 Tage dauern.
      Quelle BAG.

      14 Tage ist also die Ausnahme, 5 Tage sind es in den meisten Fällen.

      Ausserdem gehen viele Epidemiologen davon aus das die 2te Welle erst im Winter ausbrechen wird und nicht im Sommer.

      Ganz einfach weil die Bedingungen dann günstiger für den Virus sind.
    • Bee89 09.06.2020 09:43
      Highlight Highlight Die 2. Welle kommt vermutlich erst im Herbst/Anfang Winter.
      Da der Mensch im Sommer automatisch ein stärkeres Immunsystem hat (mehr frische Luft, mehr Vitamin D). Gleicher Grund, wieso auch die Grippe im Sommer viel weniger oft auftritt.

      Deshalb mache ich mir ehrlich gesagt etwas Sorgen, dass wir dann bei einer möglichen 2. Welle im Herbst wieder von 100 auf 0 runterfahren müssen, wenn jetzt wirklich alles normalisiert wird
    Weitere Antworten anzeigen
  • malu 64 08.06.2020 22:13
    Highlight Highlight Der Spaß muss verboten werden. Wir sollten alle zu Hause bleiben und unsere Depressionen pflegen. Ja kein Vergnügen, sonst kommt Covid 19 und macht mit.
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 09.06.2020 09:00
      Highlight Highlight malu 64

      Wer an Depression leidet, geht so ziemlich als letztes an eine solche Halligalli-Veranstaltung. Erst mal denken vor dem Kommentieren. 🤦‍♀️
    • Team Insomnia 09.06.2020 10:58
      Highlight Highlight Sich über depressive Leute lustig machen ist echt unterste und übelste Schublade.
  • Super8 08.06.2020 22:05
    Highlight Highlight Diese Regelung war von Anfang an gugus. Kein Meter weitergedacht.
    • lilie 09.06.2020 08:50
      Highlight Highlight @Super8: Aber 2 m! 😅

      Nee, war wohl nicht ganz zu Ende gedacht. Naja, ist eh nur eine vorübergehende Regelung, nehme ich an. Aber so lernt man auch, was funktioniert und was nicht.
    • Feuerblümchen 10.06.2020 11:23
      Highlight Highlight @Everyday
      „Es ist pures Glück...“ - Nein, genau das können Sie eben nicht wissen. Möglicherweise hatte der Bürokollege das Virus bereits und ist aufgrund von gebildeten Antikörpern bereits immun. Vielleicht hatte die Frau auch keine aktive Covid-Infektion und die PCR im Test hat noch vorhandene tote Virenteile nachgewiesen. Auch wenn Sie zum Testzeitpunkt Symptome hatte, könnten diese aufgrund eines normalen viralen Infekts entstanden sein, während der Test dann die toten Viren einen früheren Covid-Infektion nachweist. Alles schon so geschehen. Sonst wäre die Rate längst wieder gestiegen...
    • lilie 10.06.2020 11:31
      Highlight Highlight @Everyday Robot: Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand die Illusion macht, dass der Virus ohne Impfung aus der Welt geschafft werden kann (und nicht mal dann mit Sicherheit).

      Die Strategie des Bundesrates (und der meisten Länder weltweit) heisst daher "Containment": Fallzahlen tief halten durch Massnahmen im Alltag und Contact Tracing.

      Bisher funktioniert das, und wenn nicht, wird es an bestimmten Lebensbereichen liegen. Dann muss man dort konkret eingreifen.
  • Terraner 08.06.2020 21:57
    Highlight Highlight Das Bild von der Aarbergergasse finde ich jetzt nicht sonderlich bedenklich. Ein paar junge die in Gruppen zusammen stehen und noch etwas weiter plaudern. Sieht für mich eigentlich ganz okay aus. Von Halligalli nichts zu sehen.
    Ich gehe aber auch davon aus, dass die Sperrstunde spätestens beim nächsten Lockerungsschritt auf 2 Uhr verlängert oder ganz aufgehoben wird. Beides bei den aktuellen Fallzahlen kein Problem.
    Wie soll es generell mit Grossveranstaltungen weiter gehen? Und was machen wir wenn die Fallzahlen im Winter wieder stark ansteigen. Party im Skigebiet war ja eine der Ursachen.
  • Andreas Beer 08.06.2020 21:40
    Highlight Highlight ....und mir als Musiker fehlen um die 6‘000.-......da fehlen mir die Worte
  • Kleinaberdoktor 08.06.2020 21:15
    Highlight Highlight Ja, ja die Engländer ein sehr kreatives und anpassungsfähiges Völkchen.🤔

    Die wissen sich zu helfen..........🤗
  • Der Bademeister 08.06.2020 21:11
    Highlight Highlight Verstehe den Frust der jungen Leute. Gerade wenn man an die Öffnungszeiten von Casinos denkt...

    Aber Lärm und Litterin hat mit der Sperrstunde nichts zu tun. Habe selber lange in der Stadt gewohnt. Haligali ob um 12 oder 4 Uhr
  • Mat_BL 08.06.2020 21:06
    Highlight Highlight In welchen Clubs darf man eigentlich noch so Zigaretten rauchen, wie die beiden jungen Frauen auf dem Bild?

    Und ist das "symbolBild: KEYSTONE" wirklich das, was WhatsOn uns von Clubbing und Spass vermitteln will?
    • Porsche 08.06.2020 22:15
      Highlight Highlight Guter Punkt Dr. Watson 🤔
    • d-effekt 09.06.2020 08:49
      Highlight Highlight Auf dem Stempel am Arm steht ein H.
      Und es könnte auf einer Dachterrasse stattgefunden haben.
      Klingelts schon?
  • Garp 08.06.2020 21:06
    Highlight Highlight Im Freien steckt man sich weniger an. Also ist die Sperrstunde durchaus sinnvoll. Glaube kaum, dass in allen Lokalen die Massnahmen umgesetzt werden können.


    Was ist ein vernünftiges Nachtleben, ein Nachtleben gegen die eigene innere Uhr?

    Es sind sicher nicht nur Eulen unterwegs und auch Eulen tut es nicht gut jedes WE bis 5 Uhr zu feiern. Bin selber eine.
  • MartinZH 08.06.2020 21:05
    Highlight Highlight Um sich an die Distanz-Regeln halten zu können, ist es sicher besser, wenn sich die Berauschten ab Mitternacht draussen statt drinnen aufhalten. Das sollte eigentlich allen einleuchten und klar sein. Erst recht im Sommer, da friert niemand.

    Das Littering-Argument ist ein Witz und ist völlig an den Haaren herbeigezogen (Whataboutism?). Leute, die den Abfall nicht korrekt entsorgen können, sollten sowieso besser zu Hause bleiben.

    Und das Votum von "Gastro-Jungunternehmer" Andri Silberschmidt (kaisin. GmbH, Poké Store) ist natürlich klar eigennützig und zeugt nicht von grosser Verantwortung. 😂
  • Shlomo 08.06.2020 20:58
    Highlight Highlight In die Langstrasse gehen eh nur noch die Agglos. Also who cares.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 08.06.2020 20:58
    Highlight Highlight Warum verwendet ihr ein Bild, bei dem Frauen in einem Club rauchen? Das ist in der Schweiz verboten, also tauscht das Bild aus.
  • anundpfirsich 08.06.2020 20:55
    Highlight Highlight Das war so klar, dass es so rauskommt!
  • pascii 08.06.2020 20:49
    Highlight Highlight Wer auf Halligalli-Hundsverlocheten-Partymeilen geht, der ist immun gegen alles. Der hat dem Impfstoff Lloretdemalle Riminim™ intus,,,
  • butch3r 08.06.2020 20:47
    Highlight Highlight ähmm ja, wer meint in der Öffentlichkeit keinen Abstand einhalten zu müssen "bechunnt ab jetz e kläpper damit er weis wievill wenigstens e armlängi isch.."

    https://www.theatlantic.com/health/archive/2020/06/covid-19-coronavirus-longterm-symptoms-months/612679/
  • Scaros_2 08.06.2020 20:46
    Highlight Highlight DIe Konsumgeilheit ist halt wichtiger als der eigenschutz. Man mag einfach hoffen das es dank Glück glimpflich verläuft.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 08.06.2020 21:00
      Highlight Highlight Nö, denen soll's ruhig reinhauen, das Ding. Mit chronischen Folgen.
    • Hardy18 08.06.2020 22:11
      Highlight Highlight Ja Mutti.
    • Team Insomnia 08.06.2020 22:16
      Highlight Highlight „Man mag einfach hoffen das es dank Glück glimpflich verläuft.“

      - so gehts mir wenn ich ins Casino pokern gehe 👍🙈😮
    Weitere Antworten anzeigen
  • cheeky Badger 08.06.2020 20:40
    Highlight Highlight Also genau wie in Chur an einem normalen Wochenende (bevor es Coronamassnahmen gab)
    • humpalumpa 08.06.2020 22:33
      Highlight Highlight Oder thun
    • Dä Globi 09.06.2020 07:32
      Highlight Highlight In Chur ist auch mega viel los an jedem Wochenende ;p
  • DerRaucher 08.06.2020 20:39
    Highlight Highlight Die Sperrstunde war von anfang an ohne Sinn. Ist das Virus ab 0 Uhr ansteckender? Wohl kaum. Ist doch klar das dann viele nicht nach Hause gehen sondern nach Alternativen suchen.
    • Hardy18 08.06.2020 22:15
      Highlight Highlight Lieber dann illegal feiern als angemeldet im Club wo man den Virus verfolgen kann. Ich habe es auch nicht verstanden. Und nächste Woche 2x am Tag im vollen Zug und im Grossraumbüro rumsitzen. 🤦🏼‍♂️
    • SeboZh 08.06.2020 23:38
      Highlight Highlight Gebe ihnen recht, virus ist nach 00.00 uhr noch gleich ansteckend. Aber bei der Sperrstunde war wohl die Hoffnung das mehr Leute aufs Ausgehen vorerst verzichten da man ja bereits so früh wieder gehen müsste...
    • Pafeld 09.06.2020 02:21
      Highlight Highlight Die Alternative zur Sperrstunde wäre aus epidemiologischer Sicht keine Wiederöffnung des Nachlebens gewesen. Nicht keine Sperrstunde. Wie gut das Konzept der Eigenverantwortung diesbezüglich funktioniert, sieht man auch jetzt schon. Zur Erinnerung: die Pandemie wird erst mit einem Impfstoff oder einer effizienten Therapie enden. Aber nicht, indem wir die Infektionszahlen kurzfristig auf nahezu 0 runterdrücken.
  • CalibriLight 08.06.2020 20:35
    Highlight Highlight Dieses Wohlstands-Gschtürm ist dermassen peinlich.....

    Beendet einfach die ganzen Corona-Einschränkungen. Bald hält sich sowieso niemand mehr daran. Hauptsache wieder in Massen zusammenstehen, konsumieren was das Zeug hält und sich besaufen.

    Wenn mich diese Zeit eins gelehrt hat, dann zu erkennen, was den meisten Menschen in der Schweiz wirklich wichtig ist. Weia.


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