Schweiz
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Lockerung oder Verschärfung der Massnahmen? Das fordern die Schweizer Parteien

Die Forderungen an den Bundesrat nach einer Lockerung des Corona-Shutdowns werden lauter. Nach der SVP verlangen auch FDP und Wirtschaft eine Öffnung der Geschäfte und Betriebe nach dem 19. April. Gewerkschaften und Grüne fordern zumindest eine Exit-Strategie. Die SP dagegen warnt vor verlockenden Schnellschüssen.



Isolierung von Risikopersonen, Tragpflicht von Schutzmasken, strenge Einreisekontrollen: Die SVP forderte den Bund vor einigen Tagen auf, seine Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus ab Mitte April zu ändern. Ansonsten wären die wirtschaftlichen Schäden nur schwer reparierbar. Es brauche jedoch einen Mittelweg und keine Radikallösungen.

Grundsätzliche Unterstützung für Aufweichungen signalisierte in der «NZZ am Sonntag» FDP-Parteichefin Petra Gössi. Es reiche nicht zu sagen, man müsse zuwarten, zuwarten, zuwarten. Man müsse nun auch damit beginnen, positive Signale auszusenden, sagte sie im Interview.

Konkret heisse das, dass alle Geschäfte wieder öffnen, die die Sicherheitsmassnahmen des BAG einhalten können: den Abstand von zwei Metern für alle Personen im Laden und sämtliche Hygienevorschriften. «Wenn wir das nicht machen, setzen wir das Verständnis für die Massnahmen des Bundesrates unnötig aufs Spiel.»

«Ich wünsche mir das möglichst schnell.»

Petra Gössi nzzas

Gössi fordert zudem, dass die Volksschulen, insbesondere auf der Unter- und Mittelstufe nach den Frühlingsferien ihren Betrieb wieder aufnehmen. Sie wünsche sich eine Lockerung möglichst schnell, sie müsse allerdings gesundheitspolitisch vertretbar sein. Das Tragen von Schutzmasken könne dabei ein Element sein: «Es schadet jedenfalls sicher nicht.»

Gewerkschaften verlangen Entscheid

Solche Diskussionen könnten erst unter der Voraussetzung stattfinden, dass es eine Lösung gebe für die besonders gefährdeten Arbeitnehmenden und die Einhaltung aller Gesundheitsvorschriften, sagte SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard im Interview mit der «Sonntagszeitung». Die Gewerkschaften seien mit den Arbeitgebern schon seit Tagen an einer Lösung.

Der Bundesrat habe Varianten erhalten, wie man das Problem lösen könne. Am kommenden Mittwoch müsse er endlich entscheiden, «ob er den Weg mit uns gehen will». Offenbar waren Maillard und Arbeitgeber-Chef Valentin Vogt am vergangenen Mittwoch nahe an einer Lösung, doch das Seco soll sein Veto eingelegt haben.

Pierre-Yves Maillard, SP-VD, spricht waehrend der Fruehlingsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 4. Maerz 2020 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Ist schon Land in Sicht? SP-Nationalrat und SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard. Bild: KEYSTONE

Der Bundesrat muss laut Maillard jetzt mit Fachleuten, Sozialpartnern und mit allen Kräften der Demokratie eine Strategie entwickeln, bei der auch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Risiken eine Rolle spielten.

Sogar die SVP sage in ihrem Plan zur Öffnung der Wirtschaft, die Risikogruppen müssten zuhause bleiben. Es könne ja nicht sein, dass man Jugendlichen, die Fussball spielten, eine Busse verpasse und gleichzeitig Menschen mit Gesundheitsrisiken dazu zwinge, zur Arbeit zu gehen, so Maillard.

«Die Leute haben es begriffen»

Wie eine Öffnung aussehen könnte, erklärte Swissmem-Präsident Hans Hess im Interview mit der «Sonntagszeitung»: in Industrie, Lebensmittelläden, Apotheken und Poststellen habe man gelernt, wie die Vorschriften des BAG umgesetzt werden können. Das könne man für viele andere Läden und Firmen nutzen, die jetzt noch geschlossen sind.

Für gewisse Situationen brauche es Tests, Handschuhe, eine Maskentragpflicht und Tracking-Apps. Hess sieht nicht ein, warum man nicht auch risikolos eine Batterie oder eine Hörgerät kaufen könne, «wenn man risikolos produzieren und Lebensmittel einkaufen kann».

Eine Lockerung sei nun möglich, weil mittlerweile alle begriffen hätten, dass es sich nicht nur um eine Grippe handle. Deshalb könne man den Shutdown lockern und durch Schutz- und Hygienemassnahmen ersetzen.

Arbeitgeber-Chef zurückhaltend

Von den Erfahrungen des Lebensmittel-Detailhandels könne der Rest des Detailhandels profitieren, sobald sich der Bundesrat zu einer Lockerung der Massnahmen entschliessen sollte, meinte im gleichen Interview Arbeitgeber-Präsident Vogt. In der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio SRF zu den Forderungen nach einer Lockerung liess sich Vogt am Samstag jedoch nicht aus der Reserve locken.

«Dieser Entscheid liegt einzig und allein beim Bundesrat», sagte er. Die Wirtschaft müsse sich einfach gut darauf vorbereiten. Der Schweizerische Arbeitgeberverband arbeite an der Exit-Strategie. Er gehe davon aus, dass man in rund einer Woche soweit sein dürfte mit einem «konsistenten Plan».

Beim Wiederhochfahren gehe es nicht um die Frage Gesundheit oder Wirtschaft, sondern um Gesundheit und Wirtschaft, denn: «Niemand will eine zweite Ansteckungswelle.»

SP will keine falschen Hoffnungen schüren

Eine Debatte über die medizinische Bekämpfung der Pandemie werde es mit der SP nicht geben, bestätigte Roger Nordmann einen Bericht des «Sonntagsblick» auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das sei eine Sach-Frage, die nicht politisiert werden dürfe. «PolitikerInnen sollten nicht die Hobby-Epidemiologen zu spielen beginnen», formulierte es SP-Parteipräsident Christian Levrat auf Anfrage. Aber klar, die Situation sei «obermühsam und unerträglich», räumte Nordmann ein.

Der Bund erledige seine Arbeit jedoch gut und habe bisher mit seiner vorsichtigen Politik «weise» gehandelt, so Nordmann. Die Diskussionen über ein Ende der Notmassnahmen seien im besten Fall verwirrend, im schlimmsten Fall gefährlich. Eine zweite Ansteckungswelle wäre wie für alle Beteiligten auch laut SP eine Katastrophe.

Wenn der Bundesrat am 19. April die Massnahmen lockere, schüre er damit falsche Hoffnungen. Erst in zwei bis drei Wochen werde man wissen, «wo wir real sind», so Nordmann. Ob also entweder die Infektionszahlen zurückgingen oder ob viele junge Leute ohne Symptome Antikörper gebildet hätten. Bei letzterem müsse man zwar länger auf Ergebnisse warten, könne dann aber die Massnahmen nicht schrittweise, sondern rasch massiv lockern.

Grüne: höchste Zeit für Exit-Varianten

Auch für die Grünen-Präsidentin Regula Rytz müssen die medizinischen Fachleute den Takt angeben. Wenn diese es vertretbar fänden, am 19. April mit Lockerungen zu beginnen, sei das erfreulich. Wenn nicht, «müssen wir länger durchhalten».

Regula Rytz, Praesidentin Gruene Partei Schweiz, Nationalraetin (BE) spricht an einer Medienkonferenz ueber die Abstimmung ueber die Initiative « Mehr bezahlbare Wohnungen » , am Dienstag, 7. Januar 2020, im Medienzentrum Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

«Höchste Zeit» für den Bundesrat: Grünen-Präsidentin Regula Rytz. Bild: KEYSTONE

Für Rytz ist es aber «höchste Zeit», dass der Bundesrat nun Varianten auf den Tisch bringt. In jedem Fall müssten die Unterstützungsmassnahmen für Kleinbetriebe und Selbständige sofort nachgebessert werden.

Sobald die Ansteckungszahlen zurückgehen, sollte aus Sicht der Grünen die Schliessung von Schulen und von Betrieben und Märkten mit Publikumsverkehr unter Einhaltung der Schutzmassnahmen schrittweise gelockert werden. Das Homeschooling verschärfe die Chancen-Ungleichheit in der Schweiz und sei für Kinder und Eltern eine grosse Belastung. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • MarGo 06.04.2020 10:12
    Highlight Highlight Politiker, ihr solltet jetzt einfach die Klappe halten und auf die Wissenschaftler hören!
    Dass ihr euch auf die Hinterbeine stellt, wenn es eurem Geldseckel an den Kragen geht, war so klar.
    Hier sieht man einmal mehr, wer die Bevölkerung schützen möchte und wer nur an Geld denkt...

    Ist ja nicht so, dass die kommende Rezession nur die Schweiz düpieren wird - jeder ist in der gleichen Situation, also beherrscht euch und seid nicht wie Trump!
    • Platon 06.04.2020 10:45
      Highlight Highlight @MarGo
      Du willst auf Wissenschaftler hören? Hier, Bitteschön: https://www.nzz.ch/video/nzz-standpunkte/die-schweiz-im-wuergegriff-von-corona-ld.1549929
      Wir brauchen jetzt ziemlich schnell einen Plan, wie wir aus diesem Lockdown rauskommen. Und zwar lieber zu früh als zu spät. Ja, ich weiss, jetzt kommen alle: "Wie viel ist denn ein Menschenleben wert mimimimi." Aber Leute zu Hause einzusperren und an den Rand des wirtschaftlichen Ruins zu treiben geht auf die lange Dauer nicht, erst recht nicht, wenn die meisten Leute von der Krankheit nichts zu befürchten haben oder sogar immun sind.
    • MarGo 06.04.2020 13:16
      Highlight Highlight Hehe, ein Ökonom... ja, manche nennen das Wissenschaftler... natürlich rede ich nicht von Ökonomen, sondern von den Wissenschaftlern, die Ahnung von der Krankheit haben und nicht von deren allfälligen Folgen (die kein Ökonom vorhersehen kann, da wir nie einen solchen Fall hatten)

      Ja, manche Leute haben vor Covid nichts zu befürchten - andere sterben daran... Bist du der, der hier die Linie ziehen will??

    • Platon 06.04.2020 16:53
      Highlight Highlight @MarGo
      Ich ziehe keine Linie. Ich sage nur, dass wir unter normalen Umständen nie 20% unserer Wirtschaftsleistung opfern würden, um ein paar Lebensjahre für alte Leute zu gewinnen. Von daher müssen wir unsere Strategie dringend überdenken. Mit 20% der Wirtschaftsleistung kann man viel mehr Gutes tun, als wir jetzt erreichen. Ich weiss, ich kann ja das Blitzgewitter auch schon kommen hören, aber das ist einfach eine Tatsache. Solche Einsichten liefert uns nunmal die Ökonomie, ob wir sie mögen oder nicht, beeinflusst deren Wahrheitsgehalt nicht. Der Sinneswandel wird kommen.
  • Skeptischer Optimist 06.04.2020 09:29
    Highlight Highlight Frau Gössi und Frau Blocher haben Mühe zu begreifen, dass derzeit nicht Lobbying, sondern ein Virus die Politik bestimmen.
  • Capslock 06.04.2020 09:08
    Highlight Highlight und übernehmen all diese Besserwisser die Verantwortung, wenn es nicht so läuft wie von diesen Leuten angedacht? Wohl kaum, denn dann werden sie schlicht und einfach die Verantwortung der sich nicht kooperativ verhaltenen Bevölkerung zu schieben. Sie, die "Politiker" stehlen sich dann klamm heimlich wieder aus der Schusslinie
  • Biine 06.04.2020 06:25
    Highlight Highlight Mich betrifft das ganze nicht so richtig (Lockdown, Homeoffice).
    Ich bin Krankenschwester. Eine Lockerung wäre fatal!!
    Eher braucht es über Ostern eine verschärfte Ausgangssperre..
    Eine Lockerung würde bedeuten das die Zahl der Dunkeziffern rasant ansteigen würde und die ganze Geschichte um einiges länger wird.

    Tut es nicht!!
  • Lowend 05.04.2020 23:51
    Highlight Highlight Habe gerade gehört, dass die SVP eine Initiative lanciert, die das Coronavirus ab dem 19.4.2020 einfach verbietet, damit die Arbeiter wieder arbeiten und die Gewinne der Gewinner wieder sprudeln.
  • Eugen1999 05.04.2020 23:44
    Highlight Highlight Die Corona-Lüge! Beendet den Mist einfach. Es ist eine spezielle Grippe die vor allem für vorerkrankte Alte heftig ist. Betrachtet man die Todesfallzahlen im Vergleich zu Grippewellen und zur Gesammtbevölkerung, ist es nichts spezielles. Die Statistiken die uns aufgetischt werden sind zweckentfremdet um eine Pandemie vorzutäuschen. Stoppt den Wahnsinn sofort. Das Geschwafel von Dunkelziffern, Herdenimmunität, Inkubationszeit usw. ist sinnlos. Niemand scheint Genaues zu wissen. Die Massnahmen sind reine Arschrettungsaktionen weil man es verbockt hat die bekannten Konzeptmängel zu lösen.
    • Lowend 06.04.2020 12:46
      Highlight Highlight Die ganze Welt voll Idioten, nur der Eugen ist der Erleuchtete, denkt er.
  • Alteresel 05.04.2020 21:47
    Highlight Highlight Und wie löst Frau Martullo die nächste Welle auf? Mit Masken? Das dürfte nicht reichen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 06.04.2020 11:52
      Highlight Highlight Na, so wie Trump.
      Mit ganz viel heisser Luft.
      *Zynismus off*
  • Sman Stith 05.04.2020 21:10
    Highlight Highlight Warum sprechen alle von Tracking? Bis anhin war doch nur von Tracing die Rede.
    • blueberry muffin 05.04.2020 22:27
      Highlight Highlight Vermutlich weil 98% der Politiker keinen PC einschalten koennten ohne Hilfe der Enkel.
  • Shisha 05.04.2020 20:32
    Highlight Highlight Beispiel Coop / Migros: Bei Lebensmitteln ist das Ansteckungsrisiko vertretbar. Sobald es aber in die Spielzeugabteilung geht, wird es hochgefährlich! Was für ein Non-Sense! Würden sich die Kunden über die ganze Ladenfläche verteilen, wäre das Risiko logischerweise kleiner. Ideologie vor Verstand scheint hier die Devise...
    • Aglaya 05.04.2020 22:03
      Highlight Highlight Ich denke, dass das Absperren der Spielzeug/Papeterie/Sonstiges-Abteilung eher daher kommt, dass reine Spielwarengeschäfte, Papeterien, Kleiderläden etc. geschlossen wurden. Die Supermärkte sollen wohl den geschlossenen Läden nicht auf unfaire Weise die Kunden abwerben können.
    • Shisha 05.04.2020 22:11
      Highlight Highlight @Aglaya: Völlig korrekt, aber in der Weiterführung des Gedanken müsste das doch heissen, dass auch diese Geschäfte wiedereröffnet werden können, wenn die Hygienevorschriften eingehalten werden.
    • Aglaya 06.04.2020 05:55
      Highlight Highlight @Shisha
      Ich nehme an, dass bei offenen Läden sehr viele Leute ihre freie Zeit mit "Langeweileshopping" verbringen würden (kennt man ja von Samstagen) und die Innenstädte und Einkaufscentren (und der ÖV dorthin) darum täglich voller Leute wären, was wir ja vermeiden sollten. Wenn nur Migros und Coop offen sind, reizt die Stadt nicht so. Wenn man aber auch noch in H&M, Dosenbach, Interdiscount und Manor kann plötzlich schon...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raembe 05.04.2020 18:57
    Highlight Highlight Was unsere Parteien aktuell wollen, ist mir ziemlich gleichgültig.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 06.04.2020 07:19
      Highlight Highlight Genau nach so einem Beitrag habe ich gesucht. 👍
      Parteipolitik hat hier nicht das geringste zu suchen.
    • Raembe 06.04.2020 13:09
      Highlight Highlight Nicht nur das, diese Leute erhalzen genau die gleichen Infos wie wir. Daher sehe ich keinen Grund darin diesen Leuten eine Plattform zu geben. Denn alles was da rauskommt ist Halbwissen und die Meinung der Lobby im Hintergrund.
  • Jörg Wirz 05.04.2020 18:44
    Highlight Highlight Weder gierige Wirtschaftsvertreter noch Verantwortliche im Gesundheitswesen sollten das Zepter übernehmen für den sinnvollen Übergang zurück ins freie Leben. Extreme Meinungen vergrössern nur die Angst, da sie einseitig oder unglaubwürdig sind.

    Ich vertraue Bundesrat Berset und seinem Team im BAG.

    Sobald die momentan überzeichnete Angst im Volk zurückgeht und einem gesunden Respekt Platz macht ist der Zeitpunkt gekommen für eine schrittweise Öffnung. Ich bin sicher, Berset und sein Team haben Ideen und werden diese präsentieren wenn die Zeit dafür reif ist.

  • ostpol76 05.04.2020 18:13
    Highlight Highlight Wie weiss man eigentlich wann der Peak erreicht ist? Jetzt wo man die Kapazität hat jeden Tag mehr Leute zu testen ist ja klar dass man jeden Tag mehr Infizierte zählt.
  • Frankygoes 05.04.2020 18:03
    Highlight Highlight Wir haben nach Spanien die zweithöchste Ansteckungsrate pro Mio Einwohner in Europa. Ja kommt, lasst uns die Massnahmen lockern..
  • Erwin71 05.04.2020 17:51
    Highlight Highlight liebe svp. wie stellen sie sich das vor. bin risikoperson und meine frau soll dann normal arbeiten gehen?

    da müsste ich mich ja von meiner frau trennen! zahlen sie uns die kosten für eine 2 wohnung oder für ein hotelzimmer?

    überlegen sie mal!
    • Aglaya 05.04.2020 18:12
      Highlight Highlight Das geht heute schon vielen Paaren so. Ein grosser Teil der Arbeitnehmer muss immer noch ganz normal zur Arbeit, unabhängig davon, ob Angehörige/Mitbewohner zu einer Risikogruppe gehören.
  • Rethinking 05.04.2020 17:37
    Highlight Highlight Kaum sind die Politiker aus ihren Löchern gekrochen setzen sie sich in Szene und schreien Lauthals nach Veränderungen...

    Wir tun gut daran auf die Wissenschaftler, statt auf die Politiker zu hören...
  • Peter Panther 05.04.2020 17:30
    Highlight Highlight Zur zeit sind wir weltweit in der spitzengruppe der neuerkrankungen und diese helden aus wirtschaft und wirtschaftsnahen parteien wollen tatsächlich alles rückgänig machen. Frau Gössi will die kinder wieder zur schule schicken. Natürlich werden wohl kaum welche von ihnen krank werden. Aber von wem werden sie unterrichtet? Von lehrpersonen, die ift ü55 sind. Nicht gerade hochrisikogruppe, aber spurlos gehts an denen nicht vorbei. Oder werden die lehrer dann in glaskästen gesoerrt zum unterrichten, wie früher bei "Dopplet oder nüt"? Oder hat Frau Gössi andere lustige vorschläge?
  • 7immi 05.04.2020 17:16
    Highlight Highlight Auch die SP hat Pläne, wenn auch defensive, die hier aber irgendwie nicht beleuchtet werden... weshalb auch immer. Nach der BZ will die SP eine "Reindustrialisierung" der Schweiz und mehr Umweltschutz... https://www.bzbasel.ch/schweiz/die-sp-will-nun-eine-reindustrialisierung-der-schweizer-wirtschaft-137603464
  • LikeOrDislikeisthebigQuestion 05.04.2020 17:15
    Highlight Highlight Für mich wird aus diesem Bericht ersichtlich, dass die verschiedenen Parteien im BR beginnen, zusammenzuhalten und nicht aneinander vorbei reden! Das zeigt für mich SOLIDARITÄT. Und nur gemeinsam werden wir es aus dieser Krise schaffen. Macht weiter so und findet immer mehr gemeinsame Nenner.
    • Spargel 05.04.2020 21:03
      Highlight Highlight Vergiss es. Alle haben Interesse an der Wirtschaft. Es geht hier mehr um Partikularinteressen aller (portmonee) als um kuscheln aller Parteien
  • chrimark 05.04.2020 17:07
    Highlight Highlight "Eine Lockerung sei nun möglich, weil mittlerweile alle begriffen hätten,...".
    Darum musste die Polizei dieses Wochenende Passstrassen und Seepromenaden sperren, weil zuviel Volk unterwegs und das Tessin fürchtet sich vor Ostertouristen. Genau mein Humor.
    • Calimoerchen 05.04.2020 17:41
      Highlight Highlight Da kann ich dir nur beipflichten. Es gibt leider noch zuviele, die es eben NICHT begriffen haben. Und die gefährden die anderen. Warten wir mal Ostern ab und schauen, was da abgeht. Die Polizei wird gut zu tun haben.
  • Spargel 05.04.2020 17:00
    Highlight Highlight Nur dort lockern resp Schliessung aufheben wo der Abstand eingehalten wird. Sehe nicht ein, wieso die Blumengeschäfte oder Fartenmöbelanbieter zu sind, der Volg etc offen mit abgeklebten Regalen. Und solange die Leute mit dem öv unterwegs sind sollten gleiche Spiesse für alle gelten. Wenn Abstand unmöglich, dann weiter geschlossen halten (Coiffeure)
  • CalibriLight 05.04.2020 16:56
    Highlight Highlight Moment, ich frage grad mal meine Kristallkugel, wie es am 19. April aussehen wird....
  • Gurgelhals 05.04.2020 16:50
    Highlight Highlight Die Epidemologen haben tatsächlich recht, wenn sie immer wieder betonen, dass der Peak noch nicht erreicht wurde. Wie man hier sieht, kommt der Peak an geistiger Zumutung gerade auf uns zu – und zwar in Form der üblichen Profilneurotiker aus Politik und Wirtschaft. Leider erwachen diese langsam aus ihrer Schockstarre und gehen wieder zum Tagesgeschäft über, welches da lautet: die Medienkanäle unablässig mit ihrem unerträglichen Besserwissertum zu fluten. Da ist mir das Virus fast lieber, der labert wenigstens nicht...

    Um es auf gut Deutsch zu sagen: Hebed doch eifach emal de Latz, tamminamal!
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 05.04.2020 16:46
    Highlight Highlight Vorsicht ist geboten, aber ich denke es ist richtig, sich Gedanken zu machen, wie man wieder möglichst viel hochfahren kann, insbesonders auch die Volksschulen. Diese wäre für Kinder wie auch Eltern eine grosse Entlastung.
    Gut, dass sich Gewerkschaften und Arbeitgeber mit dem Seco (und dem BAG?) zusammensetzten. Die SVP produziert mit ihren verfrühten Querschüssen wenig, kein Verständnis habe ich aber auch für die offizielle Position der SP, die auch schon so in der Arena vertreten wurde.
    Es sei zu früh, um darüber zu reden, keine Hoffnungen wecken?
    Wieso nicht vorausschauend planen?
  • Kant 05.04.2020 16:42
    Highlight Highlight Frau MMB, wenn diese Forderungen umgesetzt werden sollten und deswegen die Krise länger dauern sollte, übernehmen Sie dann die Verantwortung und treten aus allen politischen Gremien zurück? Nein? Dann sagen Sie lieber nichts.
    • Dieter123 05.04.2020 23:42
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Trompete 06.04.2020 08:17
      Highlight Highlight Dafür, dass du dich nach dem wohl bekanntesten deutschsprachigen Philosophen benannt hast, äusserst du dich überhaupt nicht so, als hättest du längerfristig deine Hirnzellen dafür aufgewendet, die Funktionalität der Politik zu verstehen.

      Politiker, die direkt durch das Volk gewählt wurden, müssen von diesem wiederum abgewählt werden. Sinn macht deine Forderung nur bei Politikern, welche durch ein zwischengeschaltetes Gremium gewählt wurden.

      Somit: Sie sollte weiterhin Sagen, was Sie für richtig hält und wenn zu wenige Bürger damit zufrieden sind, wird dies zu Ihrer Abwahl führen.
  • Garp 05.04.2020 16:39
    Highlight Highlight Zweite Welle? Wir stecken noch mitten in der ersten und nun soll gelockert werden?
  • FrancoL 05.04.2020 16:37
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • weissauchnicht 05.04.2020 16:33
    Highlight Highlight Es braucht eine schrittweise Normalisierung. Egal, wann wir damit beginnen, wäre es gut, wenn der Bundesrat schon einmal die einzelnen Schritte darlegt. Auch so kann man sich besser mit der Situation abfinden.

    Wenn ich weiss, dass Restaurants frühestens drei Wochen nach den Läden oder Schulen wieder öffnen dürfen, und Grossveranstaltungen frühestens drei Monate später, wäre zumindest klar, dass es einen Plan gibt.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 05.04.2020 16:57
      Highlight Highlight Ob das so klar umsetztbar ist, weiss ich nicht, aber das scheint auch mir der gangbarste weg.
      Man lockert es, schaut, wie die Menschen reagieren und ob sie die restlichen Regeln weiter einhalten und kann im bestenfall so alles normalisieren über dne Verlauf von Wochen bis Monaten.
    • Deckardcain 05.04.2020 17:39
      Highlight Highlight Ich versteh deine Ansicht, aber ich bin der Meinung man sollte nicht nur durch Spekulationen vorrausplanen, das kann schlechtere ausswirkungen haben als mit Geduld.
  • Cyrillius 05.04.2020 16:26
    Highlight Highlight “Eine Lockerung sei nun möglich, weil mittlerweile alle begriffen hätten, dass es sich nicht nur um eine Grippe handle. Deshalb könne man den Shutdown lockern und durch Schutz- und Hygienemassnahmen ersetzen.“
    Was für einen Mist da erzählt wird. Die einschneidenden Massnahmen tragen erheblich dazu bei, dass Corona ernstgenommen wird. Sobald die meisten Geschäfte wieder offen haben, werden viele Leute der Meinung sein, das die Krise vorbei ist. Viele werden wieder vermehrt shoppen gehen oder auch mit Freunden an den See, draussen grillieren usw...
  • imposselbee 05.04.2020 16:20
    Highlight Highlight Wenn wir etwas aus dieser Übung , und es ist nichts anderes als ein wissenschaftliches Projekt, lernen werden ist, dass wir so etwas nie wieder machen werden. Die Wirtschaft ist ein lebendiger (sehr komplexer) Organismus, der uns alle erdenklichen Wünsche erfüllt. Unsere Wirtschaft hat sich dahingehend angepasst, dass wir Risiken eingehen. Wenn wir in Zukunft keine Risiken eingehen und dahingehend werden wir aktuell vom Staat erzogen, verändert sich unsere Gesellschaft komplett, resp. hat sich jetzt über Nacht. Wir werden die Dinge nun sicher mehr zu schätzen wissen und bewusster Leben.
    • Calimoerchen 05.04.2020 17:50
      Highlight Highlight Genau! Und der Storch bringt die Kinder. Wenn ich sehe, wie sich die Leute benommen haben - angefangen bei Klopapier über Einhaltung von Regeln etc. habe sie nicht so wahnsinnig viel gelernt. Und sobald die Geschäfte wieder geöffnet haben, ist die Meute nicht mehr zu bremsen. da muss sofort ein neues Klamöttchen her, weil man sich für die schlimme Zeit was Gutes tun muss.
  • elco 05.04.2020 16:17
    Highlight Highlight Das Kriterium gegen eine Lockerung war und ist die Kapazität unserer Spitäler. Das Schreckszenario ist zum Glück nicht eingetreten, die Zahlen der Neuansteckungen sind plus/minus stabil und steigen nicht exponentiell. Die Intensivplätze sind bei weitem nicht belegt.
    Worauf warten wir eigentlich?
    • 7immi 05.04.2020 17:05
      Highlight Highlight @elco
      "Das Schreckszenario ist zum Glück nicht eingetreten"... füge ein "noch" vor dem "nicht" ein und du hast die Antwort. Wir warten darauf, dass die Neuansteckungen weiter abnehmen, sonst hast du dein "Schreckszenario".
    • Harri Hirsch 05.04.2020 17:13
      Highlight Highlight Und weisst du warum die Neuansteckungen +/- stabil sind?
      Eben wegen der getroffenen Massnahmen. Wenn zu früh gelockert wird, dann schiessen eben die Neuansteckungen wieder durch die Decke und es kommt zwei Wochen später zum Lockdown 2.0
    • elco 05.04.2020 17:21
      Highlight Highlight @Harri Hirsch, es ist ja nicht so, dass wir nur einfach ein wenig zu Hause rum sitzen. Jeden Tag gehen durch den Lockdown Existenzen zu Grunde. Das ist alles nicht einfach ein kleiner Spass.
  • Töfflifahrer 05.04.2020 16:12
    Highlight Highlight Hallo Politiker und Wirtschaftsvertreter, der Peak ist noch nicht erreicht, wann und wie das aussieht wissen wir nicht, wir können da nur hoffen.
    Darum, haltet einfach mal eure Klappe!
    • elco 05.04.2020 16:50
      Highlight Highlight Der Peak war am 27.03. mit 1383 Neuansteckungen. Sie dürfen gerne weiter Homeoffice machen. Was ist ihr Problem?
    • elco 05.04.2020 16:56
      Highlight Highlight Und wenn sie von gewählten Volksvertretern fordern dass sie die Klappe halten sollen, dann stimmt etwas Grundsätzlich nicht. Gefallen ihnen die Notstandsgesetze? Kleiner Hang zur Diktatur?
    • Sman Stith 05.04.2020 21:09
      Highlight Highlight Töfflifahrer, sag das mal deinen Kollegen:
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