Schweiz
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Eine Tochter in der Besucherbox begruesst ihre Eltern, die sich im Burgerheim Thun befinden, am Mittwoch, 29. April 2020 in Steffisburg. Im Burgergut Thun in Steffisburg betreibt die Burgergemeinde Thun das Burgerheim mit 72 Pflegeplaetzen und bietet 56 Senioren­wohnungen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Soziale Kontakte trotz Zuhausebleiben: Eine Frau besucht ihre Eltern in einem Pflegeheim in Thun. Die Besucherbox ist durch eine Glasscheibe unterteilt. Bild: KEYSTONE

Senioren bewegen sich wieder auf Vor-Lockdown-Niveau

Restaurants, Coiffeure und Primarschulen sind wieder geöffnet – kein Wunder, dass die Schweiz die eigenen vier Wände wieder vermehrt verlässt. Problematisch dabei: Insbesondere die Risikogruppe ab 65 Jahren bewegt sich wieder auf Vor-Lockdown-Niveau.



Seit über 10 Wochen steht das Leben vieler Senioren und Seniorinnen Kopf. Sie sollen nicht mehr selbst einkaufen gehen, dürfen keine Enkel mehr hüten und auch die vielen Ausflüge und Veranstaltungen mit Freunden und Familie wurden grösstenteils abgesagt.

Anfangs hielten sich viele noch an die zahlreichen Appelle des Bundesrats. Inzwischen ist allerdings insbesondere bei der Altersgruppe über 65 Jahren eine gewisse Lockdown-Müdigkeit festzustellen. Seit der Pressekonferenz am Mittwochnachmittag ist klar: Das Ende ist in Sicht. Senioren dürfen das soziale Leben wieder aufnehmen, selbstständig einkaufen und Enkel hüten.

Die Bewegungsdaten

Bundesrat Alain Berset sprach zwar gestern davon, dass sich die Über-65-Jährigen diszipliniert gezeigt haben und das mag für die ersten Wochen nach dem Lockdown auch stimmen. Inzwischen hat sich die Situation aber geändert.

So zeigt beispielsweise die Studie zu den Bewegungsdaten, die vom Kanton Zürich für die ganze Schweiz in Auftrag gegeben wurde, dass die älteste Gruppe fast wieder genau so viele Kilometer zurücklegt, wie sie es noch vor Mitte März getan hat.

So haben die Senioren, die an der Erhebung freiwillig teilnahmen, am Dienstag vor Auffahrt im Median 14 Kilometer Distanz zurückgelegt – zu Fuss, mit dem Velo, Auto oder Zug. Ein durchschnittlicher Wert in der Vor-Corona-Zeit.

Median zurückgelegte Distanz

Senioren bewegen sich wieder vermehrt

Bild: watson/intervista

Auch was den Radius angeht, in dem sich die Altersgruppen bewegen, sticht die älteste Gruppe hervor: Sie bewegt sich zwar verglichen mit den jüngeren Mitmenschen noch immer auf kleinerem Raum, verglichen zu der Zeit vor dem Lockdown ist allerdings die kleinste Differenz auszumachen.

Median Bewegungsradius

Senioren bewegen sich wieder vermehrt

Bild: watson/intervista

Die Gründe

Mögliche Gründe, warum sich Junge verhältnismässig noch weniger bewegen als Anfang Jahr, gibt es viele. Beispielsweise sind die Universitäten und Fachhochschulen noch immer geschlossen und bei vielen jungen Leuten fällt das tägliche Pendeln so noch immer weg.

Ausserdem können Jüngere mit den technologischen Mitteln häufig einfacher soziale Kontakte aufrecht erhalten, ohne dafür das Zuhause verlassen zu müssen. Viele Seniorenhaushalte sind nicht mit Smartphones oder Computern ausgerüstet und können nur durch Verlassen der eigenen vier Wände zu sozialen Kontakten kommen.

Schliesslich gab es in der Schweiz auch zu keinem Zeitpunkt ein Ausgehverbot für Senioren – abgesehen vom Tessin und einigen Tagen im Kanton Uri. Einkäufe und andere Botengänge waren daher vielleicht nicht empfohlen, jedoch niemals explizit verboten. Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation der Pro Senectute Schweiz, hält an dieser Stelle jedoch fest: «In der Freizeit haben sich die Senioren und Seniorinnen sehr konsequent eingeschränkt, viele Wanderungen und Hütedienste wurden abgesagt.»

Die Solidarität

Viele ältere Personen dürften sich auch ab der zurückgewonnen Selbstständigkeit freuen. So haben gemäss einer heute veröffentlichten Umfrage der Pro Senectute 76% aller über 75-Jährigen in den letzten Wochen Unterstützung erfahren. Bei den 66- bis 75-Jährigen war es immerhin etwas über die Hälfte.

Wurden Sie in den letzten Wochen unterstützt, z.B. beim Einkaufen oder mit Fahrdiensten?

Unterstützung im Alltag Senioren

Umfrage der Pro Senectute bei Über-50-Jährigen. Bild: pro senectute

Die Unterstützung erfolgte nicht selten auch von jüngeren Menschen wie Enkeln, Nachbarn oder Freiwilligen. In der Studie von Pro Senectute geben daher auch knapp drei Viertel der Befragten an, dass ihr Bild von den jüngeren Generationen durch die Corona-Krise (sehr) positiv beeinflusst wird.

Mehr Sorgen macht sich Pro Senectute um die längerfristigen Konsequenzen der Beziehung zwischen Alt und Jung. Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, nicht beurteilen zu können, ob das Altersbild bei jüngeren Menschen längerfristig Schaden nehmen könnte – oder haben sogar das Gefühl, dass die generationenübergreifenden Beziehungen in Zukunft leiden.

Alain Huber, Direktor von Pro Senectute Schweiz, meint dazu: «Diese Unsicherheit müssen wir sehr ernst nehmen. Sollte sich dieser Trend verstärken, werden wir vermehrt Gegensteuer geben müssen.»

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65
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65Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jo Blocher 29.05.2020 07:05
    Highlight Highlight Ich, ü 65, hab mich nie an die offizielle Weisung gehalten. Aber Maske tragen in der Öffentlichkeit, ob ÖV, beim einkaufen etc. ist für mich Pflicht, aus Gründen.
  • Mecker Ziege 29.05.2020 06:35
    Highlight Highlight Ich habe gemeint, die Sim karten Auswertung gibt keine Hinweise auf die Person?
  • tostaky 29.05.2020 05:54
    Highlight Highlight Was ist denn das für ein Titel? Es gibt wieder gleich viele Senioren wie vor dem Lockdown?
  • blueberry muffin 28.05.2020 23:07
    Highlight Highlight Also so lange die ältere Generation auch anfängt den Klimawandeletwas ernster zu nehmen, habe ich keine Sorge was Generationenkonflikt angeht.

    Aber daran sind auch hauptsächlich Brandstifter wie Blocher schuld.
  • Fruchtzwergli 28.05.2020 16:50
    Highlight Highlight Ich finde es schwierig, die älteren Personen diesbezüglich zu verurteilen. Meistens wird nur von der Gefahr einer Ansteckung ausgegangen. Was in dieser Disskussion oft ignoriert wird, ist die Gefahr der Vereinsamung, die ebenfalls zu vielen Erkrankungen führen kann. Ich traue den älteren Menschen durchaus zu, für sich selber einschätzen zu können, welche Gefahr die grössere Bedrohung für sie ist.
  • catlaluna 28.05.2020 14:39
    Highlight Highlight Wer sagt denn, dass man automatisch unter Leute geht wenn man sich bewegt. Vielleicht gehen Senioren wieder vermehrt spazieren. Da ist ja nichts verkehrt daran.

    Meine Bewegungsdaten haben sich übrigens gar nie verändert. Ich mag kein Getümmel und bin deshalb nicht so oft in der „Zivilisation“ unterwegs, sondern mache lieber Spaziergänge mit meinem Hund. Die habe ich auch während dem Lockdown gemacht. Nur der Arbeitsweg ist weggefallen aber den habe ich wohl mit den zusätzlichen Kilometern wettgemacht, die ich fahren musste um ab und zu ohne Menschenauflauf spazieren zu können.
  • Elpolloloco 28.05.2020 13:56
    Highlight Highlight Ich habe die Lösung für das Ü65-Problem: AHV-Alter auf 70 Jahre und schon reden wir von 70+ *duckundweg*
  • Puli 28.05.2020 13:41
    Highlight Highlight Naja, danach bitte einfach nicht jammern bei Ansteckung!
  • Froggr 28.05.2020 12:52
    Highlight Highlight Die Senioren gefährden höchsten sich selber. Aber bei 20 Ansteckungen pro Tag über die letzten paar Wochen ist selbst das von sehr weit hergeholt. Also lasst sie ihr Leben leben mein Gott. Oder möchtet ihr einen Grossteil eures möglicherweise nicht mehr so langen Lebens zu hause im Wohnzimmer rumsitzen ohne soziale Kontakte? Nein, eben
  • Sofakartoffel 28.05.2020 12:49
    Highlight Highlight Das Problem sind mMn, unabhängig des Alters, die Verharmloser...

    Gerade heute eine Patientin in der Praxis gehabt, welche das alles "total übertrieben" findet (bei uns muss man nach dem Eintreten die Hände desinfizieren und einen Mundschutz anziehen). Auf meine Rückfrage hin meinte Sie nur: "Sie sind ja gesund und ich auch"... Dass es um andere Mitmenschen geht, hat sie offensichtlich nicht verstanden. NB Jg.43.

    Grundsätzlich habe ich wirklich den Eindruck dass jüngere Patienten den Hygienevorschriften aufgeschlossener gegenüberstehen und weniger "murren" ab den Umständen, die sich ergeben.
  • Nate Smith 28.05.2020 12:34
    Highlight Highlight Da gefühlt alle Senioren vor allem am Wochenende unbedingt einkaufen, spazieren, Wandern, Zugfahren, ... müssen, dürfte sich die Kurve doch eigentlich nicht in allen Altersgruppen am Wochenende gleich verhalten? ;)
  • Tomtom64 28.05.2020 12:23
    Highlight Highlight Aussagekräftiger wäre der Vergleich mit den Bewegungsdaten von vor einem Jahr. Im gewählten Zeitraum vor Corona (Januar bis Mitte März) dürften sich die Senioren witterungsbedingt weniger bewegt haben als im Mai letzten Jahres. Entsprechend würde die Bewegungszunahme auch geringer ausfallen. Bei den Jüngeren spielt hinien, dass viele noch im Homeoffice sind, Gymnasien und Hochschulen erst später öffnen und leider auch viele wegen Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit zu Hause bleiben.
  • Sälüzäme 28.05.2020 12:22
    Highlight Highlight Mir ist es grundsätzlich egal, wie die Rentner ihr Leben führen, was mich stört, es muss gleich sein wie vor Corana, nach dem Motto: wir haben uns das verdient. Ohne wirtschaftliche Einbussen mag das ja einfach sein. Mal in einem Jahr schauen, wenn die Arbeitslosen nicht weniger und ausgesteuert werden, Kurzarbeit weiterhin besteht und Loheinbussen normal sind, ob sie dann auch solidarisch sein werden. Über diese Diskussion betreffend der Umverteilung freue ich mich jetzt schon,speziell wenn die Abgaben für deren Finanzierung erhöht werden (müssen).
    • dorfne 28.05.2020 14:51
      Highlight Highlight Die meisten Rentner*Innen haben mind. 46 Jahre in die AHV und ab 1985 ins BVG eingezahlt, weil sie gearbeitet und ihren Kindern dadurch zu Wohlstand verholfen haben. Die 68ziger-Generation (heute um die 75) hat mit der jahrhundertlangen schwarzen Pädagogik aufgeräumt, stattdessen auf Verstehen und Fördern der Kinder gesetzt und nicht auf Schläge und andere Demütigungen, wies früher üblich war. Diese Generation verdient Respekt.


    • Sälüzäme 28.05.2020 18:40
      Highlight Highlight @dorfne: mag zum Teil richtig sein, Respekt heisst aber auch, nicht mehr für sich in Anspruch nehmen als man zu gute hat. Jährlich werden Milliarden zu den Rentner umverteilt, ich spreche da nicht die AHV und EL an. Die Einnahmen gehen massiv zurück, weniger Lohn und Umsatz bedeutet überall weniger Abgaben in BVG, AHV, EL, EO, IV, MWSt, Gewinn-, Einkommens- und Bundessteuer, die Ausgaben werden hingegen steigen bei ALK, Sozialhilfe, EO und AHV/EL. Wer und wie soll das die nächsten Jahre bezahlt werden? Entweder Leistungen kürzen oder Abgaben erhöhen, es wird für alle unangenehm werden. Sorry
  • α Virginis 28.05.2020 12:15
    Highlight Highlight Das Problem ist keinesfalls eines, das nur ü65 Jährige betrifft. Jüngere Leute sind genauso an der Verbreitung von Corona beteiligt wie die Älteren. So langsam habe ich den Eindruck, dass durch diese Diskussion über ältere Leute der Blick auf die wirklichen Probleme getrübt wird.
    • Nate Smith 28.05.2020 12:41
      Highlight Highlight Jüngere verbreiten mit ihrem grossen Bewegungsradius sogar viel mehr. Das ist, und war immer, allen klar. Es geht nur darum dass sich Ältere Leute durch ihr Verhalten in erster Linie selbst schützen, da sie überdurchschnittlich häufig schwere Verläufe haben und so das Gesundheitssystem zum Kollabieren bringen. Deshalb war es auch sehr unverständlich wenn sich letztere dagegen wehren. Wir haben vor allem wegen ihnen auf sehr viele Dinge verzichtet. Das einzige was man von den Alten verlangt hat ist nicht zu den Hauptzeiten einzukaufen und Wandern zu gehen. War das jetzt wirklich so ein Opfer?
    • DrDeath 28.05.2020 16:27
      Highlight Highlight Hier geht es aber nicht um Verbreitung. Die Verbreitung war nie das Problem. Im Gegenteil: Je schneller sich die Bevölkerung an das Virus anpasst, desto besser. Das Problem ist, dass dieses Virus bei schwerem Verlauf tödlich ist, und der betrifft vornehmlich die Risikogruppen. Unsere Ethik verlangt -und das ist gut so- dass wir unsere Mitmenschen schützen. Die Risikogruppen sind nicht die Verbreiter, sondern die die ein Problem haben wenn es verbreitet wird - und mit ihnen, aufgrund oben stehender ethischer Grundsätze, wir alle anderen auch.
  • Ihre Dudeigkeit 28.05.2020 11:38
    Highlight Highlight wie kann man ein Geschenk der Götter nur so leichtsinning ablehnen?? wir hätten das AHV, das Problem Umwandlungssatz der PK, und das Platzproblem in den Altersheimen, alles auf einen Schlag geslöst gehabt. Aber Nein, ihr fahrt einen breitangelegten Lock down, sperrt alle zu Hause ein und krtisiert zusätzlich permanent die Alten... dafür war alles so gut durchdacht und im Strategiepapier der Sünnelipartei. ;)
    • karl_e 28.05.2020 12:03
      Highlight Highlight Sehr zynisch, Dude, aber nicht völlig falsch.
    • Rellik 28.05.2020 12:25
      Highlight Highlight sorry der joke ist dir misslungen
    • Oly photographer 28.05.2020 12:26
      Highlight Highlight So ein Quatsch. Viele Altersheime haben kein Platzproblem, der Umwandlungssatz der PK's hat mehr mit der schlechten Ertragslage der PK's zu tun, im übrigen gehört das Ersparte in der PK der jeweiligen Person, im Gegensatz zur AHV, die sich nur langfristig sanieren lässt, wenn überhaupt. Es steht dir, wie allen anderen auch zu, selbst Geld auf die Seite zu legen und Eigenverantwortung zu übernehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bert der Geologe 28.05.2020 11:25
    Highlight Highlight Es ist demütigend, mit welchem Selbstverständnis die Senioren bevormundet werden. Besondere Einschränkungen der sogenannten "Risikogruppen" machte im März Sinn, als die Gefahr bestand, das Gesundheitssystem könne das nicht bewältigen. Derzeit und hoffentlich noch lange, sind wir weit weg davon. Also lasst das bitte. Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht.
  • DrDeath 28.05.2020 11:19
    Highlight Highlight Im Grunde ist es ganz einfach: Die Schweiz ist ein freies Land, zwingen kann man keinen zu sicherem Verhalten. Ob du in Kombi und Vollhelm oder Jeans und Skullcap auf dem Töff sitzt, bleibt auch dir selbst überlassen. Einige unvernünftige Töfffahrer bezahlen dafür mit ihrem Leben – und einige unvernünftige Senioren werden das auch tun. Solange Zahlen niedrig bleiben und die Spitäler Kapazität haben, muss man das akzeptieren.
  • De-Saint-Ex 28.05.2020 11:13
    Highlight Highlight Das „Problem“ mit den Senioren... nein wirklich, gratuliere zu dieser Überschrift... besser kann man nicht Öl ins Feuer giessen... und Ihr hättet‘s nicht mal nötig... schade.
    • dorfne 28.05.2020 11:50
      Highlight Highlight Wer eine solche Überschrift wählt, hätte auch grad so gut "Das Problem sind die Senioren" schreiben können.
    • Random Striker 28.05.2020 12:24
      Highlight Highlight Danke Watson für die Korrektur der Überschift.
    • DrDeath 28.05.2020 22:59
      Highlight Highlight Unlücklich formuliert, aber nicht gänzlich unzutreffend. Obgleich ich die Beweggründe der Menschen nachvollziehen kann, Fakt ist doch: die Hospitalisierungsrate ist bei über 60 jährigen doppelt und bei über 70jährigen mehr als dreimal so hoch wie bei über 50 jährigen. Daraus folgt wie Tag auf Nacht: Wenn die älteren strenger darauf achten nicht unter den infizierten zu sein, kann das schweizer Gesundheitssystem massiv viel mehr infizierte verkraften. Simple Mathematik. Ihr dürft mich gern dafür blitzen.
  • Malt-Whisky 28.05.2020 11:11
    Highlight Highlight Die ersten drei Wochen konnte man noch akzeptieren dass wir Älteren sozusagen ieinzelgefangenschaft verbringen mussten. Das haben wohl die allermeisten besser verstanden als die jüngeren. Etwas WK Erfahrung, ob live oder in kurzer Nachkriegszeit haben wir immer noch in guter Erinnerung. Danach wurde es nur noch Chikane. Wir gesunden (mit dem einen oder anderen Problemchen) sind sehr gut in der Lage unsere Leben selber zu organisieren. Oft besser als die jüngeren. Und die Companieros die das nicht mehr können, hatten schon davor die besten Betreuungen.
  • Töfflifahrer 28.05.2020 11:00
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt habe ich von dieser Diskussion die Nase voll.
    Die ü65, als Gruppe, sind und waren nunmal gefährdeter. Wenn die sich nicht schützen wollen, bitte, dann lasst es eben. Die Intensivstationen haben ja auch wieder Platz. Und jetzt sehr makaber aber wahr, go on, es hilft der AHV.
    • De-Saint-Ex 28.05.2020 11:29
      Highlight Highlight Immer wieder dieses in einen Topf schmeissen... ja es wird solche unter den „ü 65“ geben, die sich sagen „scheiss drauf“, ich lebe selbstbestimmt und wenn‘s mich putzt... so be it...
      Andere sitzen verängstigt in ihren Wohnungen rum... auch nicht gesundheitsfördernd...
      So gesehen ist Dein Spruch mit der AHV nicht makaber aber völlig daneben... lass Deinen Frust an anderen aus!
    • keplan 28.05.2020 11:36
      Highlight Highlight Da stellt sich mir aber trotzddm die Frage warum sich der Rest immernoch einschränken muss, wenigsten kommts so langsam auf ein ertragbares niveau (anders gesagt, sie stören mich im alltag nicht)
    • dorfne 28.05.2020 11:52
      Highlight Highlight Wenn die Ü65 sich nicht grossmehrheitlich an die dringenden Empfehlungen des Bundes gehalten hätten, wären die Ansteckungen nicht auf den Tiefststand von heute gesunken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • COVID-19 ist Evolution 28.05.2020 11:00
    Highlight Highlight "Anfangs hielten sich viele noch an die zahlreichen Appelle des Bundesrats. Inzwischen ist allerdings insbesondere bei der Altersgruppe über 65 Jahren eine gewisse Lockdown-Müdigkeit festzustellen."

    Zur Erinnerung: es war auch zu Beginn des Lockdown die "Risikogruppe" welche auffällig fleissig als Ausflugsgrüppchen gesehen wurden.

    Kein Vorwurf an die Pensionäre, nur an die Macher der Massnahmen: dass diese in einer Härte zum Schutz derer ergriffen wurden welche es so gar nicht wollen.
  • Ninha 28.05.2020 10:59
    Highlight Highlight Mir wurde stets Respekt vor dem Alter eingetrichtert, welchen ich auch zu leben Pflege. Sprich, Vortritt lassen, Platz im ÖV überlassen etc. Aber schon länger hatte ich immer wieder das Gefühl, dass dies eine ziemlich einseitige Sache war.

    Nun mit der Corona-Krise bin ich vollends davon überzeugt. Die Ältere Generation hatte 0 Respekt. Wochen lang hat sich die Welt eingeschränkt, die Kinder wurden aus den Schulen genommen vorallem um diese Risiko-Gruppe zu schützen. Aber schon bereits am 11.5. waren es genau sie, die ich in den Kaffees und Bistros antraff, als ob wir Mai 2019 hätten...
    • IZO 28.05.2020 22:59
      Highlight Highlight Glaubst du wirklich mann setzt Milliarden in den Sand "nur" wegen den Pensionären? Persöhnlich bin ich davon überzeugt dass das Virus ungeahnte Schäden anrichtet. Hast du schon Interviews gesehen/gelesen von Ärzten/Patienten die mit dem Virus Kontakt hatten? Weiss nicht was da auf uns zukommt, aber ein Zuckerschlecken dürfte anders aussehen.
  • Hier Name einfügen 28.05.2020 10:53
    Highlight Highlight Die Alten wollen die Zeit, die ihnen bleibt geniessen, anstatt nur Zuhause herumzusitzen?
    Was erlauben die sich eigentlich?!
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 28.05.2020 10:29
    Highlight Highlight Dass sich ältere Menschen jetzt fast gleich viel und weit bewegen liegt wohl daran, dass man sich als älterer Mensch vor und nach Corona wenig bewegt. Ich denke das leuchtet auch ohne wissenschaftlichen Untersuchungen ein.
  • c_meier 28.05.2020 10:21
    Highlight Highlight "Das Problem mit den Senioren"

    wieso ist das ein Problem? genau mit solchen Artikeln wird doch so eine unbewusste "... aber die Senioren?-Stimmung kreiert.

    wie seid ihr auf diesen Titel gekommen?
    • Peter R. 28.05.2020 10:57
      Highlight Highlight Ja genau in diese Richtung geht die ganze Schelte. "Die Senioren sind ein Problem, ein Risiko etc.".
      Vieles kommt von den anfänglich vom BR und BAG schlecht kommunizierten Thesen der Risikogruppe. Man hat alle in "die selbe Ecke" gestellt. Als ob ein rüstiger und fiter 67-jähriger genau so gefährdet sei wie ein 50-Jähriger Raucher/Alkoholiker/Mensch mit chronischer Erkrankung. Man sollte jetzt endlich mit der Pauschalisierung aufhören. Auch mit dem Vorwurf, dass die Alten schuld seien an den lockdown-Massnahmen.
    • andy y 28.05.2020 11:24
      Highlight Highlight Es gibt eine Studie die besagt das Raucher weniger anfällig auf Covid19 sind als Nichtraucher
  • Patronus 28.05.2020 10:16
    Highlight Highlight 1: Dass der Höchstwert jenes Tages mit der meisten Bewegung beim Mittelwert vor dem Lockdown liegt, ist zeigt keine Normalisierung, sondern eher das Gegenteil. Wenn, dann Bitte Mittelwerte mit Mittelwerten vergleichen.

    2: Die Tägliche Schwankung bei den Jüngeren in der Vor-Lockdown-Zeit zeigt grosse Ausschläge an Wochentagen. Da spielt Homeoffice/keine Schule bei der Reduktion im Lockdown wohl eine massgebende Rolle. Sinnvoller wäre ein Vergleich am Wochenende, da sind die Voraussetzungen für Senioren und Jüngere ähnlicher.

    Ein etwas seriöserer Umgang mit Statistiken wäre wünschenswert.
  • ChiliForever 28.05.2020 10:10
    Highlight Highlight Na ja, wer von einem niedrigeren Niveau auf Null geht ist aber auch schneller wieder auf seinem Vorkrisenniveau.

    Bei vielen Älteren lag das Bewegeungsniveau schon vorher im Bereich des absolut notwendigen Minimums, da überrascht es nicht wirklich, daß die das schnell wieder erreichen. Was sollen die auch sonst machen, Jobs zur Abwechslung und zum Rauskommen haben die ja nicht mehr?!
    • Malt-Whisky 28.05.2020 11:16
      Highlight Highlight Das ist etwa gleich arrogant wie wenn ich schreiben würde, dass die jüngeren generationen keine Ahnung mehr vom Büezen und Anstand mehr haben.
    • dorfne 28.05.2020 11:56
      Highlight Highlight Viele Senioren habe Rücken- und Kniebeschwerden. Damit macht man mit oder ohne Corona keine grossen Gümpe mehr, wird eher zum stillen Geniesser, zur stillen Geniesserin.
  • Joseph Quimby 28.05.2020 10:03
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, was die Bewegungsdaten für eine Aussage haben sollen.

    Kaffekränzchen dicht gedrängt um die Ecke = Vorzeige-Senior da nicht viel in Bewegung

    Sonntagsaufahrt alleine ohne Halt = Problem-Senior da viel in Bewegung

    🤷‍♂️
    • Roblock 28.05.2020 11:47
      Highlight Highlight Genau richtig erkannt. Vielleicht bewegen sich die Senioren eben gerade mehr, um zu einem abgelegenen Ort zu kommen, damit sie dann dort ohne Kontakte wandern können.
  • Eifachmitrede 28.05.2020 09:56
    Highlight Highlight und vielleicht ist es auch einfach darum, weil man im Alter nicht mehr das ganze Leben vor sich hat und noch etwas Zeit mit seinen Freunden und Familienmitgliedern verbringen möchte.
    • Twiyah 28.05.2020 11:25
      Highlight Highlight Genau. Und so wie sich jüngere Menschen zu Risiken entschliessen, sind auch Senioren frei darüber zu entscheiden.

      Es darf auch heutzutage - mit etwas mehr Aufmerksamkeit, gesundem Menschenverstand, Abstands- und Hygieneregeln - gelebt und gestorben werden. Der Tod gehört am Ende des Lebens dazu.
  • Sven O 28.05.2020 09:55
    Highlight Highlight Immer geht es um Ü65 und Risikopatienten.Vermehrt wird aber darauf hingewiesen,wie gefährlich eine Covid19 Erkrankung für Gesunde ist und das genesen nicht gleich gesund heisst.Auch ohne Hospitalisierung hinterlässt Corona zum grossen teil üble Spuren,von bleibenden Schäden oder Monate andauernde Symptomen aber Coronafrei. Darüber sollte viel mehr berichtet werden denn viele haben das Gefühl, es betreffe nur Ü65/Risikogruppe ind verhalten sich fahrlässig. Wir gehören nicht zu der Gruppe, machen aber alles um uns zu schützen. Alle sollten begreifen wie gefährlich eine Covid-Erkrankung sein kann
  • Maya Eldorado 28.05.2020 09:54
    Highlight Highlight 2) Fortsetzung
    Den sozialen Kontakt pflege ich jetzt einerseits ein wenig mehr per Telefon.
    Andererseits ist mir auch das Wetter insofern entgegen gekommen, indem ich die sozialen Kontakte draussen pflegte, vorschriftsgemäss mit 2 m Distanz. Das meist wunderschöne und schon warme Wetter kam mir dabei sehr entgegen.
  • Maya Eldorado 28.05.2020 09:51
    Highlight Highlight 1)
    Ich gehöre mit 72 zu den über 65jährigen.
    Interessant, dass die Gefährdung ausgerechnet mit diesem Alter beginnt. Vorher muss man ja schliesslich noch arbeiten gehen. Da wäre Gefährdung kontraproduktiv.

    Ich für mich halte das so:
    Eingekauft habe ich immer selber. Das tut gut unter die Leute zu kommen, allerdings jetzt mit Distanz.
    Bewegung ist sehr wichtig, wenn man älter wird. Ohne tägliche Bewegung verliert man, wenn man älter wird immer schneller die Beweglichkeit. Die ausschliesslich in der Wohnung genügt bei weitem nicht.
    Wichtig ist rauszugehen schon wegen dem Vitamin D.
    Fortsetzung
    • Defekte Demokratie 28.05.2020 11:14
      Highlight Highlight Alter ist relativ, abhängig vom allgemeinen Gesundheits- und Geisteszustand. Sie beweisen, dass es mit einer guten Portion XMV (xundem MenschenVerstand) auch über 65 geht. Leider können das nicht alle, deshalb funktioniert es ja mit der Eigenverantwortung nicht für alle - auch bei weit unter 65 jährigen.
      Geniessen Sie den schönen Sommer, auch wenn Begegnungen in gebührenden 2m Abstand stattfinden, und bleiben Sie gesund!
    • andy y 28.05.2020 11:21
      Highlight Highlight Es mag interessant sein, entspricht jedoch den Tatsachen. Durchschnittsalter der Opfer ist bei 81j, wovon über die Hälfte in den Heimen gestorben ist
    • Vecchia 28.05.2020 11:36
      Highlight Highlight "Interessant, dass die Gefährdung ausgerechnet mit diesem Alter beginnt. Vorher muss man ja schliesslich noch arbeiten gehen."

      Das habe ich mir auch schon oft gedacht. Umso mehr seit mir ein junger Mann erzählt hat, dass U60 mit Asthma und anderen gesundheitlichen Problemen in ihrer Polymech-Bude weiterarbeiten wie bisher.

      Ich habe Verständnis für die anfänglich sehr grosse Sorge seitens des BR, was jedoch gesellschaftlich daraus gegen Senioren folgte, macht mir richtig Angst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mutorintemporibus 28.05.2020 09:48
    Highlight Highlight Subtext auch dieses Artikels: "Wenn wir nur die lästigen Alten nicht hätten", oder liege ich hier falsch? Persönliche Freiheit, Bewegungsfreiheit gilt für alle Menschen. Unvernünftiges Verhalten von SeniorInnen wäre mir zudem nie aufgefallen in den vergangenen Wochen.
  • Rellik 28.05.2020 09:24
    Highlight Highlight Keine Sorge Grossis und Opis, wir lieben euch! <3
    (Also ausser die Wandergruppe am Morgen im Pendlerzug ;))
    • Malt-Whisky 28.05.2020 11:13
      Highlight Highlight Die nehmen wir ja schon aus Eigennutz nicht.
  • champedissle 28.05.2020 09:17
    Highlight Highlight "Kanton Glarus"? Das war "Uri" das den 65ern den Einkauf verbot, allerdings nur 3 Tage lang, dann wurden sie von Bern zurückgepfiffen.
    • Julian Wermuth 28.05.2020 10:02
      Highlight Highlight Hoi champedissle. Du hast natürlich recht, ich hab's angepasst. Besten Dank für den Hinweis.

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