Schweiz
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Haupteingang des Universitaetsspital Zuerich USZ in Zuerich am Mittwoch, 26. Mai 2010. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die Spitäler im einwohnerstärksten Kanton Zürich hielten am Mittwochnachmittag 624 Betten für Covid-Patienten bereit. 475 davon standen leer. Bild: KEYSTONE

Überkapazitäten: Die meisten Spitalbetten für Coronapatienten bleiben leer

Die Kapazitäten für Covid-19-Fälle sind laut der Vereinigung der Spitaldirektoren nur zu einem Drittel ausgelastet. Die Armee plant bereits das Ende ihres Einsatzes.

lorenz honegger / ch media



Überfüllte Spitäler, überarbeitete Ärzte, viel zu wenig Schutzmaterial. Die dramatischen Meldungen zum Coronavirus aus Norditalien ab Ende Februar bewogen die Schweizer Behörden dazu, die Kapazitäten im Gesundheitswesen stark auszubauen.

Die Armee liess mehrere Tausend Spital- und Sanitätssoldaten einrücken. Die Krankenhäuser bauten Operationssäle in Intensivpflegeplätze um. Das Bundesamt für Gesundheit bestellte Hunderte zusätzliche Beatmungsgeräte. Ob die Kapazitäten für alle Patienten ausreichen würden, wusste niemand.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Inzwischen ist klar: Es hat mehr als genug Betten. Während die Zahl der täglichen Neuinfektionen bereits wieder sinkt, stehen in den Schweizer Krankenhäusern zwei Drittel der für Covid-Fälle bereitgestellten Betten leer, sagt Rolf Gilgen, Präsident der Vereinigung der Schweizerischen Spitaldirektoren. «Die grosse Welle, die man befürchtet hatte, ist nicht eingetroffen.»

Wie gross die Reserven sind, zeigt das Beispiel Zürichs. Die Spitäler im einwohnerstärksten Kanton hielten am Mittwochnachmittag 624 Betten für Covid-Patienten bereit. 475 davon standen leer. Nur 50 Zürcher Coronapatienten mussten beatmet werden. Das ist – zum Glück – weit entfernt von den Worst-Case-Szenarien, welche Epidemiologen zu Beginn der Pandemie skizzierten.

Auch die Armee rechnet mit einer weiteren Entspannung der Situation und plant bereits das Ende ihres Pandemieeinsatzes für die zivilen Behörden. Noch ist das Militär in rund fünfzig Spitälern im Einsatz.

Vorkehrungen für eine zweite Ansteckungswelle

Der «oberste Spitaldirektor» Rolf Gilgen betont, für eine definitive Entwarnung sei es zu früh. Gerade bei den Intensivpflegeplätzen sei es wichtig, die Kapazitäten länger aufrecht zu erhalten, da schwer erkrankte Infizierte oft über Wochen behandelt werden müssten. Im Fall einer erneuten Ansteckungswelle müssten die Spitäler die Kapazitäten für Coronapatienten innert zwei bis drei Tagen wieder hochfahren können. «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht vom einen ins andere Extrem fallen.»

Die hohe Zahl der leer stehenden Betten erhöht aber den Druck auf den Bundesrat, den Spitälern möglichst bald wieder die Behandlung von Patienten zu erlauben, die keine Notfälle sind.

Die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) plädiert dafür, in einem ersten Schritt Behandlungen ohne Spitalübernachtung wieder zu ermöglichen. Bewähre sich die Wiedereinführung von ambulanten Konsultationen, könne die Lockerung auf stationäre Eingriffe mit einer beschränkten Aufenthaltsdauer ausdehnt werden, sagt GDK-Generalsekretär Michael Jordi. Bedingung dafür sei, dass die Patienten keine knappen Medikamente benötigen, die für die Therapie von Covid-Patienten verwendet werden. Verschiebbare Eingriffe mit einem wahrscheinlichen Aufenthalt auf der Intensivstation sollen erst ganz am Schluss wieder erlaubt werden.

Die Kantone fordern vom Bundesrat ein schweizweit einheitliches Vorgehen. Es dürfe keinen kantonalen Flickenteppich geben wie bei der Einführung des Lockdowns. Andernfalls könne es bei medizinischen Behandlungen zu einer Art Einkaufstourismus kommen.

Keine breite Kritik an den Überkapazitäten

Offen bleibt die Frage, warum das Schweizer Gesundheitswesen durch die Coronapandemie bis jetzt weniger stark ausgelastet worden ist als die Spitäler anderer Industrieländer.

Michael Jordi von der Gesundheitsdirektorenkonferenz sieht das im europäischen Vergleich früh erlassene Verbot von Grossveranstaltungen des Bundesrates als einen möglichen Grund für das relativ rasche Abflachen der Covid-Ansteckungskurve. Auch das hohe Vertrauen der Schweizer Bevölkerung in die Behörden habe dazu beigetragen, dass die Massnahmen schnell gewirkt hätten.

Kritik an den Überkapazitäten im Gesundheitswesen ist aktuell kaum zu hören. So fordert SVP-Fraktionschef und Gesundheitspolitiker Thomas Aeschi im Namen seiner Partei ab dem 27. April zwar eine schrittweise Lockerung des Lockdowns. Jetzt sei aber nicht die Zeit, das Vorgehen und allfällige Fehler der Gesundheitsbehörden ausufernd zu kritisieren.

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61
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61Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wintergrün 16.04.2020 13:55
    Highlight Highlight Und wie sieht es mit den Beatmungsgeräten aus sowie denen die sie bedienen können?
    Dass wir genug Betten haben ist nicht so eine Leistung.
  • Lowend 16.04.2020 12:18
    Highlight Highlight Das BAG, der Bundesrat und nicht zuletzt die Schweizer Bevölkerung hat eben sehr entschlossen und schnell reagiert und wir haben es darum geschafft, die Kurve sehr stark abzuflachen.

    Wer jetzt den Spitälern oder dem BAG vorwirft, dass sie sich für den schlimmsten Fall vorbereitet haben, soll mir dann bitte auch mal erklären, warum wir seit Jahrzehnten Milliarden in die Rüstung buttern, obwohl wir noch nie angegriffen wurden.

    Die Chance auf Krieg ist noch viel unwahrscheinlicher, als eine erneute Pandemie, aber darauf wären wir tiptop vorbereitet gewesen. - Irgendwie stimmt da etwas nicht.
  • Eugen1999 16.04.2020 10:57
    Highlight Highlight Beweist mir eines, Corona ist nicht mehr als eine Grippe mit der hinterhältigen Eigenschaft hat vor allem die Alten und Geschwächten (Vorerkrankungen) anzugreifen. Aber war das nicht schon immer so? Da man dies nicht genau abschätzen konnte, waren bis jetzt die Massnahmen grechtfertigt. Aber nun, müssen wir schon aufpassen, dass nicht mehr abgemurkst wird als nötig. Ich befürchte, dass dieser Virus leider misbraucht wird unsere persönliche Bewegungsfreiheit längerfristig einzuschränken. Das wäre dann eine massiv andere Dimmension. Noch hoffe ich, dass es nicht so ist.
    • Schlingel 16.04.2020 12:13
      Highlight Highlight Stimmt. Der Staat hat nämlich sooo viel davon, wenn du dich nicht frei bewegen kannst.

      Es gehen viele Firmen pleite oder brauchen Notkredite, wofür der Staat aufkommen darf.
      Es verlieren dadurch viele Personen ihre Jobs wofür ebenfalls der Staat aufkommen muss.
      Und zum krönenden Abschluss fallen die Steuereinnahmen für dieses Jahr ins bodenlose, da viele Firmen und auch Einzelpersonen einen kleineren Verdienst/Umsatz haben.

      Also was bitteschön hat der böse böse Staat davon? Hört ihr Verschwörungstheoretiker euch eigentlich selbst zu und merkt wie völlig verblödet eure Aussagen sind?
    • Wurstbrot 17.04.2020 05:54
      Highlight Highlight Die Typen die nichts begreifen, sterben leider nicht aus.
  • arni99 16.04.2020 10:57
    Highlight Highlight Wenn nicht mal die Spitäler im Grossraum NY einem der Hotspots überlastet sind (Aussage Cuomo Dem. und nicht Trump) dann zeigt das sehr gut das das Gesundheitswesen in der Lombardei und Madrid unterirdisch schlecht sind, und die vielen Fälle vor allem der Bevölkerungsstruktur geschuldet ist (Grossfamilien unter einem Dach). Ich hoffe der BR berücksichtigt das bei den Lockerung der Massnahmen, und wir sind möglichst bald wieder in der Nähe des Normalzustand.
  • Cenk_1905 16.04.2020 10:17
    Highlight Highlight Super News.. natürlich freuen wir uns auch mal solche Nachrichten zu lesen... das diese schlimme Szenario nicht aufgetreten ist. :)
  • bbelser 16.04.2020 09:42
    Highlight Highlight Nicht überlastete Spitäler sind ein deutliches Zeichen dafür, wieviel hier richtig gemacht wurde. Ist es nicht ziemlich dumm, die Massnahmen, mit denen eine Krise halbwegs ordentlich bewältigt wurde, als unnötig für die Bewältigung einer Krise zu bezeichnen?
    Wieviele Menschen müssen erschöpft zusammenbrechen, damit Massnahmen als sinnvoll gelten dürfen?
  • blong 16.04.2020 09:41
    Highlight Highlight All diejenigen, die jetzt sagen, super, seien wir doch froh: Nein, es gibt keinen Grund, froh zu sein. Die Misskalkulation (für die ich übrigens niemandem die Schuld geben will, schliesslich ist dieses Virus neu für uns alle) hat zur Folge, dass eine Welle an aufgeschobenen Operationen auf die Spitäler zukommt. Man wird entscheiden müssen, wer zuerst dran kommt, und das wird nicht immer schön eindeutig sein. Triage ahoi. Da man auch die Diagnostik aufgeschoben hat, wird es vermutlich auch unentdeckte, schwerwiegende Krankheiten geben, die dringender denn je behandelt werden müssen.
  • Flavio O. 16.04.2020 09:40
    Highlight Highlight Auch dieses prognostizierte Horrorszenario ist somit nicht eingetreten.

    M.E. waren/sind die getroffenen Massnahmen überzogen. Schweden zeigt, dass es auch anders (vernünftiger und ohne Panik) geht, indem es Schulen und die Wirtschaft möglichst offen hält. Dabei ist das Resultat nicht schlechter als bei uns. Italien und Spanien haben ein miserables Gesundheitssystem, was der alleinige Grund für die Schreckensbilder ist. Unser System ist auf einem anderen Level.

    Ich hoffe, es wird bald alles lückenlos aufgearbeitet und würde wetten, dass viele zum gleichen Ergebnis gelangen werden.
    • bbelser 16.04.2020 10:51
      Highlight Highlight Was soll ein Vergleich mit Schweden, ohne alle Parameter zubenennen, die uns fundamental unterscheiden? Fängt bei der Besiedlungsdichte an und hört bei der Verflechtung mit umliegenden Ländern noch lange nicht auf...
    • Flavio O. 16.04.2020 11:30
      Highlight Highlight @bbelser: Der Vergleich mit Schweden ist m.E. jedenfalls nicht weniger gerechtfertigt (ganz im Gegenteil) als ein solcher mit Italien, Spanien und USA, auf welche ja gerne verwiesen wird.

      Wenn aber Ihres Erachtens kein Vergleich möglich/sinnvoll gilt folgendes für die CH: Leere Spitäler und damit - entgegen den Prophezeiungen - kein Zusammenbruch des Gesundheitswesens, viel weniger Tote als prognostiziert, Durchschnittsalter derselben Ü80 und 98% davon mit mind. 1 Vorerkrankung.

      Ich hoffe auf lückenlose, sachliche Aufarbeitung.
    • bbelser 16.04.2020 12:05
      Highlight Highlight Ich feiere die Erhöhung der Kapazitäten, genau weil so eine Überlastung der Spitäler in erträglichen Grenzen gehalten werden konnten. Wer schliesst denn aus erfolgreichen Massnahmen, diese seien nicht nötig gewesen? Für die Schweiz waren die schweizerischen Massnahmen wohl austariert, ähnlich wie die schwedischen Massnahmen für Schweden...
  • Beat_ 16.04.2020 09:40
    Highlight Highlight Auf Grund der aktuellen Lage, auch in den Spitälern, hat der Bundesrat meiner Meinung nach die letzten Wochen sehr vieles richtig gemacht.
    Er hat zusammen mit Experten aus den relevanten Bereichen Massnahmen beschlossen und umgesetzt. Und so vieles in die richtigen Bahnen geleitet.
    Mir fürchtet es vor dem Moment, wo die wirtschaftlichen Ansprüche über die Gesundheit der Bevölkerung geht. Und die letzten Tage lassen mich hier nicht ruhiger werden. Lasst weiter die Fachleute ihre Arbeit machen und hört auf, ständig Forderungen zu stellen.
    • regen 16.04.2020 10:11
      Highlight Highlight dito
      diese unsäglichen in "gutgemeinte" ratschläge und expertisen verpackte eigeninteressen sind einfach zum 🤮.....
    • Dr. Unwichtig 16.04.2020 10:18
      Highlight Highlight Das ist theoretisch richtig, aber sehr kurz gedacht. Es geht bei weitem nicht nur um die Wirtschaft, sondern die gesamte Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Die "Corona-Massnahmen" wären auch zur Eindämmung der saisonalen Grippe sinnvoll und hätten in den letzten 10 Jahren Tausende Menschenleben gerettet. Die erste Reaktion - als die Dimension der Bedrohung noch nicht eingeschätzt werden konnte - waren ohne Zweifel richtig. Jetzt geht es aber um mehr, als nur "die Wirtschaft" wieder hochzufahren. Um viel mehr...
  • Pointer 16.04.2020 09:25
    Highlight Highlight Zum Glück gibts dafür schon eine Grafik:
    Benutzer Bild
    • Dr. Unwichtig 16.04.2020 11:00
      Highlight Highlight Nette Grafik. Von "weiter wie gewohnt" spricht nun aber wirklich niemand. Die einzelnen Massnahmen und die reale Situation sollen und müssen aber kritisch beurteilt werden. Social Distancing ist sinnvoll, Einschränkung von Veranstaltungen ebenso, Schliessung von Schulen eher nicht usw. usf. Ausserdem: zu keinem Zeitpunkt wurden mehr als 5% der Betten in den Spitälern von Covid-19-Patienten belegt. Unser Gesundheitswesen schluckt problemlos die 4 - 5fache Rate an Erkrankten. Es ist also tatsächlich an der Zeit, Vorsicht um der Vorsicht willen abzulegen...
    • Flavio O. 16.04.2020 11:41
      Highlight Highlight @Pointer: Mein Vorschlag für neue Grafik:

      In blau neu: "Seht Ihr? Wir haben genau richtig reagiert! Ansonsten wäre es viel schlimmer gekommen!"

      Fragen:

      Wie sieht es in Schweden aus, das moderate Massnahmen ergriffen hat (Schulen und Wirtschaft möglichst offen)? Und wie in Weissrussland, das gar nichts macht? Müssten die Leute da nicht alle tot umfallen?

      Wo bleibt der gesunde Menschenverstand, das kritische Denken von Politik, Wirtschaft und Medien?
  • Filzstift 16.04.2020 09:06
    Highlight Highlight Super, dass das nicht gebraucht wird. Die Massnahmen haben also etwas gewirkt. Hoffen wir, dass das so bleibt.
  • GoldjungeKrater 16.04.2020 08:53
    Highlight Highlight Krass wie die Experten mit ihren Voraussagen daneben lagen! (zum Glück!)

    Es sollte uns aber auch die Augen öffnen zB mit all den Klima-Experten und Wissenschaftlern. Ich glaube kaum, dass es einfacher ist das Klima des Planeten um Jahrzehnte vorauszusagen als ein Pandemie-Verlauf von einigen Wochen..?

    Am Schluss brauchen aber alle einen Job um die Miete zu bezahlen, ist mir auch klar. Es gibt Leute die von der Panikmache leben.
    • Joseph Quimby 16.04.2020 12:26
      Highlight Highlight Das heisst in der Schweiz gibt es keine Klimaerwärmung aber in Italien schon ? 🤔
  • Gubbe 16.04.2020 08:51
    Highlight Highlight Es war gut, dass nach Italien reagiert wurde. Es war nicht gut, dass sich alle möglichen 'Wissenschaftler' auf das Corona-Virus geäussert haben und Unwissen gestiftet haben. Kein Mensch kann in die Zukunft sehen und bewerten, was da kommen wird. Es sind Vermutungen, das heist nicht Wissen. Ich finde, dass die HH Berset und Koch ihren Job gut gemacht haben. Wenn sie die Maskenfrage nicht verschleiert hätten, sehr gut.
  • Nutzername 16.04.2020 08:37
    Highlight Highlight Die Spitäler haben allerdings auch einiges dafür getan, dass die Betten möglichst schnell wieder frei werden. So wurde in meinem Umfeld eine Patientin nach ein paar Tagen mit Sauerstoffflasche nach Hause zu ihrem Mann geschickt (der in gleich mehreren Risikogruppen gehörte).
    Ärgerlich jetzt zu wissen, dass dieses Risiko hätte vermieden werden können...
  • Saerd neute 16.04.2020 08:35
    Highlight Highlight Leere Spitalbetten?!

    Och, wie erstaunlich!
    Wo blieb nun diese schreckliche Pandemie?
    Ach ja, stimmt, nur Dank dem heldenhaften Eingreifen unseres Bundesrates und den wirksamen Massnahmen sind wir knapp der Katastrophe entronnen. Ui, wieder mal Glück gehabt!!
    Und ab jetzt wird geimpft was das Zeug hält, so was Schreckliches will doch niemand mehr erleben!

    Oder war es doch nicht so schlimm?
    War es doch nur eine Grippe?
    • Hamudi Dudi 16.04.2020 10:59
      Highlight Highlight Wenn der Mensch den Klimawandel aufhält, heisst es von dir sicher "Wo war jetzt dieser Klimawandel? War doch alles Hysterie blablabla mimimimi". Eventuell könnten die Massnahmen dazu geführt haben, dass die Pandemie weniger schlimm ausfiel?! Aber was gebe ich mir überhaupt die Mühe. Leute wie du sind leider lernresistent, stur und glauben nur, was in ihr Weltbild passt.
  • Vecchia 16.04.2020 08:29
    Highlight Highlight Es ist für die Schweiz, trotz gravierender Missstände im Pflegebereich, fürs Erste gerade noch mal gut gegangen.

    Scheinbar hat aber die Mehrheit der oekonomisch orientierten Politiker und Verbände "den Schuss vor den Bug" nicht verstanden und z.B. den Tessin bereits wieder vergessen.

    "...viel zu wenig Schutzmaterial."
    Ja, in einem grösseren ZH Spital gab es noch letzte Woche in der Covid-Abteilung pro Pflegende 1 Schutzmaske pro Schicht (!).

    Statt Vorwürfe am BR, wäre die Behebung der langjährigen Missstände in systemrelevanten Branchen angebracht.

    • ands 16.04.2020 09:41
      Highlight Highlight Eine Schutzmaske pro Schicht ist nicht viel, reicht aber eigentlich aus. Und ich gehe davon aus, dass es bei "sichtbarer Verschmutzung" (z.B. durch Niesen) erlaubt ist, die Maske zu wechseln. So wird es fast überall gehandhabt. Ich bezweifle auch, dass man bei vollen Lagern mehr Schutzmaterial ausgeliefert hätte. Das hätte man für die grosse Welle zurück behalten. Inzwischen wurde ja ausreichend Material beschafft.
      Prekär ist die Situation in Alters- und Pflegeheimen, welche bei der Beschaffung nicht vom Bund unterstützt werden. Da muss für die Zukunft eine bessere Lösung gefunden werden.
    • Vecchia 16.04.2020 10:01
      Highlight Highlight "Eine Schutzmaske pro Schicht ist nicht viel, reicht aber eigentlich aus. ... dass es bei "sichtbarer Verschmutzung" (z.B. durch Niesen) erlaubt ist, die Maske zu wechseln."

      Bin nicht Experte, aber wir reden hier von der Abteilung wo die Covid-Fälle liegen. Da gabs aufgrund der Rationierung kein Wechsel.
      Aber ich kenne auch Spitex-Leute, die sich über Rationierung beklagen, ganz zu schweigen von Alters- und Pflegeheimen, wie richtig bemerkt wurde.

      Für Fachpersonal, das in Hygiene geschult ist, sind Rationierungen eine grosse Belastung, die sie auch in Gewissenskonflikte bringen kann.
  • Kaspar Floigen 16.04.2020 08:15
    Highlight Highlight Probleme, um die uns andere beneiden. Lieber so rum als andersrum.
  • YvesM 16.04.2020 08:12
    Highlight Highlight Sind wir doch dankbar, dass das Schlimmste noch verhindert werden konnte und wir nicht italienische Zustände zu beklagen haben.
    • blong 16.04.2020 09:42
      Highlight Highlight Ach, wenn's doch nur so einfach wäre.
  • tyche 16.04.2020 08:04
    Highlight Highlight Zum Glück war Schweden so konsequent und verzichtete auf übermäßig strenge Interventionen zur Eindämmung der Infektionsausbreitung, so dass wir jetzt eine - wenn auch (aufgrund von Diffusion der Intervention) nicht perfekte - Kontrollgruppe zur Verfügung haben, um die Effektivität der getroffenen Maßnahmen zu evaluieren. Ohne Kontrollgruppe ließe sich nicht herausfinden, ob die Veränderungen wegen oder trotz Intervention passierten, und jeder könnte dann alles behaupten.
    • bbelser 16.04.2020 11:22
      Highlight Highlight Es wird sich nach x Studien herausstellen, dass die schwedischen Massnahmen für Schweden ebenso sinnvoll waren wie die schweizerischen Massnahmen für die Schweiz. Die Hoffnung, in Schweden eine vergleichbare Kontrollgruppe oder einen Beweis zu haben für die Segnungen eines minimalen Lockdown, kann nur der nähren, der alle anderen Parameter ausblendet.
  • Rundlauf 16.04.2020 07:52
    Highlight Highlight Im Nachhinein wirkt dieses Video dieser Basler Spitalmitarbeiterin leicht lächerlich. Dort wurde völlig gehypert; gut möglich, dass man am Anfang der Welle vor Überforderung stand und das Licht am Ende des Tunnels nicht sehen konnte. Letztlich waren die in jenen Video verwendeten Fluchwörter gegenüber der Bevölkerung aber unbegründet, und selbst bei etwas lascherem Verhalten einiger Mitbürger hätte uns noch immer nicht der Kollaps gedroht. Wir hatten zum Glück mehr als genügend Betten in unseren Spitälern!

    Gut sind diese Panikzeiten vorbei. Gut geht's aufwärts.
    • Hansruedi Müller 16.04.2020 08:11
      Highlight Highlight Aus der Geschichte weiss man schon, dass Basler schnell am hyperen sind. Nicht weiter schlimm, muss man aber einfach wissen.
    • Barracuda 16.04.2020 08:55
      Highlight Highlight Lächerlich wirkt eher deine Aussage. Jemand, der nicht an der Front ist, kann gut einen solch lockeren Spruch vom Stapel lassen. Erstens hat die Situation in Basel kritischer ausgesehen als in anderen Kantonen und zweitens zeichnete sich zu dieser Zeit etwas ab, dass dann gottseidank doch nicht eingetreten ist, vielleicht genau wegen so eindringlichen Worten!
    • who cares? 16.04.2020 09:10
      Highlight Highlight Oder gerade weil anfangs gehypert wurde geht's uns jetzt so gut?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 16.04.2020 07:20
    Highlight Highlight Wie gut, dass Menschen so vergesslich sind, so dass sie gar nicht merken, dass Corona-News spätestens am übernächsten Tag mit der Realität oft gar nichts mehr gemein haben und lediglich ein Szenario projeziert haben.

    Wie war das nochmals mit dem überlasteten Pflegepersonal in der Schweiz? Und mit meinem massiv geblitzen Kommentar vor drei Wochen, als ich anmerkte, dass Spitäler ihre Angestellten auf Kurzarbeit gesetzt haben, weil die Notfälle allein sie nicht auszulasten imstande sind?

    Und fast ein ganzes Volch war im Glauben, die Spitäler liefen längst auf dem Zahnfleisch... 🙄
    • felixJongleur 16.04.2020 12:44
      Highlight Highlight Hmmm nein es wurde schon lange transparent kommuniziert das die Spitäler weniger Eintritte haben, das ist schlicht unwahr. Und du bist übrigens genau so Teil vom Volch.
  • Blitzesammler 16.04.2020 07:12
    Highlight Highlight Es ist NIE falsch von etwas zu viel zu haben, solange es nicht jemand anderes nötiger hat (wie z.B. WC Papier oder Hefe😉) auch wenn es Betten in einem Spital sind! Aber es wird sicher wieder einige, vor allem gewisse Politiker, die auch hier wieder was auszusetzen haben werden. Ich Bin froh und es beruhigt mich, dass wir hier in der Schweiz so gut aufgestellt sind.
  • Jagr 16.04.2020 07:08
    Highlight Highlight Seit wir die Heisenbergstudie haben (Danke Dr. Streek!, super Job!) wissen wir nun, dass es eine relativ normale Grippe ist.

    Wielange wollen wir die Sau noch medial durchs Dorf jagen?

    Wie lange braucht unser Bunderat bis er aufgrund Fakten, anstelle von Bildern/Emotionen reagiert?

  • Spitzbuab 16.04.2020 06:49
    Highlight Highlight In den Spitälern haben sie fast nichts zu tun aber das Personal wird wie Helden gefeiert.
    Aber in den Läden laufen die Mitarbeiter am Anschlag. Viele die sich angesteckt haben oder auf Verdacht zuhause bleiben müssen und so die anderen Mehrarbeit haben. Dazu ist das Personal nur wenig bis gar nicht geschützt.
    DAS SIND HELDEN!!
    • COVID-19 ist Evolution 16.04.2020 07:11
      Highlight Highlight In den Spitälern werden einerseits Doppel- und Dreifach-Schichten gefahren um den Schock auf ein schlecht vorbereitetes System zu mildern, andererseits Mitarbeiter anderer Bereiche in Kurzarbeit geschickt.

      Das Gesundheitssystem weiss dass es auch in Zukunft ausser ein wenig Klatschen nichts erhalten wird was die Situation verbessert.

      Alle Milliarden Wirtschaftshilfen fliessen genau wohin? Das Gesundheitswesen wird auch weiterhin kaputt gespart werden. Personalkosten in der Schweiz machen ihm den Garaus - auf unser aller Kosten. Was sie beschreiben sind die Folgen daraus.
    • elco 16.04.2020 07:47
      Highlight Highlight Die Leute, die zum Nichtstun gezwungen wurden und um ihre finanzielle Existenz kämpfen müssen: Das sind Helden.
    • _kokolorix 16.04.2020 07:47
      Highlight Highlight Dass sie in den Spitälern 'fast nichts zu tun haben' ist eine krasse Fehlinterpretation. Ausserdem gibt es neben dem Verkaufspersonal noch viele weitere 'Helden'. Man denke an die Post, die IT, die Logistik, Energieversorgung, etc.
      Aber auch die vielen kleinen Läden, welche keine Kunden mehr haben, oder gar geschlossen wurden, verdienen Respekt.
      Zu wenig thematisiert wird hingegen das verantwortungslose Verhalten vieler Grosskonzerne, welche sich vor den Kosten für Hygienemassnahmen drücken und Mitarbeiter entlassen, welche ebendiese verlangen
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