Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

25'000 Päckli pro Stunde: Das Herz der Post läuft auf Hochtouren

Wegen der Coronakrise werden so viele Päckli verschickt wie sonst nur an Weihnachten. Im grössten Paketzentrum der Schweiz arbeiten 400 Mitarbeiter fast rund um die Uhr. Trotzdem kommt die Post kaum nach.

Stefan Ehrbar / ch media



Im Auge des Päcklisturms ist es ruhig. Im Paketzentrum Härkingen sind nur die Laufbänder zu hören. Seit die Coronakrise ausgebrochen ist, bleiben die Menschen zu Hause. Die Läden sind geschlossen, also bestellen sie in den Onlineshops Essen, Kleider und Elektronikgeräte (wir auch …).

Viele dieser Pakete liegen irgendwann auf dem Laufband in Härkingen. Bis zu 25'000 sind es jede Stunde, bis zu 370'000 am Tag, fast 30 Prozent mehr als vor dem Ausbruch des Virus. Beat Lindegger, der stellvertretende Leiter des Paketzentrums, lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. «Wir bewältigen die Zunahme bis jetzt gut», sagt er. Nur: Wie lange noch?

>> Coronavirus: Die News im Liveticker

In Härkingen, dem grössten von aktuell sechs Paketzentren der Post, ist fast alles automatisiert. Nur zwei Schritte benötigen noch menschliche Arbeitskraft: Das Ausladen der angelieferten Pakete aus den Containern und die Feinsortierung bevor die Pakete das Zentrum wieder verlassen. Ein einzelner Mitarbeiter ist für etwa zehn Rutschen zuständig, in denen je vier Zielorte zusammengefasst sind. Die Pakete werden automatisch vom Laufband gestossen, sobald sie ihr Ziel erreicht haben.

Die Schweizerische Post muss derzeit eine Flut von Päckchen und Paketen bewältigen. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

Personalausbau ist nicht möglich

Vielleicht könnte man sogar noch mehr automatisieren, sagt Lindegger. Doch zu welchem Preis? «Wir geben hier 400 Menschen eine Arbeit. Das zählt auch», sagt Lindegger.

Noch stellt sich die Frage sowieso nicht: Keine Maschine erledigt die beiden Arbeitsschritte so effizient wie der Mensch. Auch in den neuen regionalen Paketzentren in Cadenazzo und Ostermundigen, die die Post vor kurzem eröffnete, braucht es an diesen Enden des Förderbands Mitarbeiter aus Fleisch und Blut.

Im Gegensatz zu Maschinen können diese allerdings krank werden. Bereits jetzt kämpft Lindegger mit Absenzen. Mitarbeiter, die zur Risikogruppe gehören oder ihre Kinder betreuen müssen, fallen aus. Im Gegensatz zur Weihnachtszeit, in der das Paketzentrum auf zusätzliche Arbeitskräfte zählen kann, bleibt jetzt nur die Stammbelegschaft.

«Wir haben sehr vieles umgebaut, um die Hygieneregeln einzuhalten. Die Mitarbeiter arbeiten alle in grossen Abständen voneinander. Die Pausen haben wir auf ein Zeitfenster von zwei Stunden verteilt, so dass die Mitarbeiter gestaffelt gehen. Wir stellen genügend Desinfektionsmittel zur Verfügung. Ich bin stolz auf die Leistung der Teams hier in Härkingen», sagt Lindegger.

Zwischen 6 und 2 Uhr laufen die Maschinen

Seine Mitarbeiter arbeiten nun auch samstags, weil das Volumen so stark gestiegen ist. Jeden Tag zwischen 5 und 6 Uhr beginnt die erste Schicht mit der Sortierung, zwischen 15 und 16 Uhr gehen die Mitarbeiter nach Hause.

Nun folgt eine kurze Pause in der 20'000 Quadratmeter grossen Halle im Industriegebiet, gleich neben der Autobahn A1. Zwischen 16 und 17 Uhr kommt die Abendschicht, die bis um 2 Uhr morgens Pakete sortiert. Dann stehen die Maschinen für drei bis vier Stunden still. Die Pause wird benötigt: Wartungsarbeiten.

Pakete werden auf Foerderbaendern transportiert, im Paketzentrum der Schweizerischen Post in Haerkingen, am Montag 3. Juni 2019, in Haerkingen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Bisher galt der Grundsatz, dass jedes Paket, das am Abend Härkingen erreicht, am nächsten Tag verteilt wird. In der Krise kann das nicht mehr immer gewährleistet werden. In den allermeisten Fällen klappt es noch, sagt Lindegger. Nur vereinzelt müssten Kunden länger warten. «Die Frage ist: Wie lange hält die Paketwelle noch an?» Gehe es noch lange so weiter, werde die Post «weitere Massnahmen prüfen.»

Die Post beherrscht den Päckli-Markt

Jeden Morgen fahren 100 Paketboten mit ihren Lieferwagen von Härkingen los und verteilen die Pakete. Am Mittag kommen sie zurück und beladen ihre Fahrzeuge noch einmal. Nicht alle Pakete werden allerdings direkt von Härkingen aus verteilt. Andere fährt die Post mit Zügen und Lastwagen in Distributionszentren, welche die Feinverteilung übernehmen.

Pakete, die nicht im Einzugsgebiet des Paketzentrum Härkingen zugestellt werden – das sind etwa 40 Prozent – gehen an das zuständige Paketzentrum. 150 Lastwagen verlassen Härkingen jeden Tag, aber auch 30 Zugkompositionen. Darauf ist Lindegger stolz. «Keine andere Post der Welt transportiert mit 60 Prozent einen so hohen Anteil der Pakete auf der Schiene», sagt er. Economy-Pakete nehmen alle den Zug, schnellere werden auf der Strasse transportiert.

«Sonntagszustellung wird wieder Thema»

Seit 1997 bewegt sich die Post im Paketbereich in einem liberalisierten Markt. Ihr Anteil liegt seit Jahren stabil bei etwa 75 Prozent. In der Krise muss die Post aber auch Anpassungen machen. Sie transportiert nur noch Pakete als Sperrgut, die ein Mitarbeiter alleine tragen kann – zum Schutz der Mitarbeiter, wie die Post betont.

Dabei werden derzeit besonders viele sperrige Waren bestellt, wie Lindegger festgestellt hat: Gartenmöbel etwa, Fernseher oder Velos. Die betroffenen Händler müssen ihre Waren nun als teures Stückgut versenden.

Pakete von Zalando liegen in einem Wagen, im Paketzentrum der Schweizerischen Post in Haerkingen, am Montag 3. Juni 2019, in Haerkingen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Selbst wenn die Bestellmenge dereinst wieder zurückgehen dürfte: In den nächsten Jahren kommt auf Lindegger mehr Arbeit zu. «Die Mengen steigen stetig», sagt er. Die Post muss zudem immer mehr Spezialwünsche erfüllen: Kunden wollen genau bestimmen, wann ihr Paket ankommt. Andere wollen sich ihre Päckli ins Büro liefern lassen und auch die Sonntagszustellung dürfte wieder zum Thema werden, sagt Lindegger: «Das ist eine Frage der Zeit.»

Bis es so weit ist, bewältigen die Mitarbeiter die Päckliflut der Coronakrise. Ihr Profil: «Körperlich gut situiert, keine Zahlenlegastheniker, in der Lage, Anweisungen zu verstehen und ohne Vorstrafen». Angst vor dem Pöstler braucht übrigens auch in der Krise niemand zu haben, versichert Lindegger: «Es gibt bis jetzt keine Hinweise, dass man sich über Pakete mit dem Virus infizieren kann.» (aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Geisterorte während Coronakrise in Drohnenbildern

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

57
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Woichbinistvorne 06.04.2020 17:32
    Highlight Highlight Seit den Wochenende gehöre ich auch zu denen, die sinnlos Waren bestellen, denn es war Freitagnachmittag und am Samstag völlig unmöglich ein stinkgewöhnliches Velo-Flickzeug in einem Laden oder in einer Tankstelle zu bekommen. Man MUSS das online bestellen und es sich zuschicken lassen. Habe dann noch bei anderen Geschäften einiges portofrei bestellt. Der Bundesrat hat das schliesslich so gewollt. Anstatt zu jammern soll sich die Post beim Bundesrat beschweren damit Baumärkte wieder öffnen können.
  • Hans Maulwurf 06.04.2020 13:46
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn man zur Zeit mal etwas zurückschraubt mit den Online-Bestellungen? Die Pöstler würden es vermutlich danken... Dass ich eh nicht verstehen kann, wieso man sich offenbar wöchentlich neue Kleider bestellen muss, ist eine andere Geschichte.
  • Aletheia 06.04.2020 12:32
    Highlight Highlight Das Wandern ist des Müllers Lust und das Onlineeinkaufen ist des ...hmmm... des sich in Coronaquarantäne befindlichen Schweizers Lust...

    Habt ihr denn in diesen Zeiten nichts Besseres zu tun, als euch Dinge zu kaufen, die ihr eigentlich gar nicht braucht?!
  • Magnum 06.04.2020 11:44
    Highlight Highlight Kein Wort davon, dass die Post wegen der sprunghaften Zunahme von Online-Einkäufen zusammen mit dem UVEK eine Paketkontingentierung für die Osterwochen beschlossen hat? Und dass dadurch noch operierende Gewerbebetriebe (Stichwort: Werkstätten für Velos, Motos und Autos) um die Versorgung mit Ersatzteilen fürchten müssen?
    Das wäre doch der nahe liegende Aufhänger gewesen, um über die Paketpost zu berichten.
    • Lightwood 06.04.2020 13:51
      Highlight Highlight Die Pläne sind auf Eis gelegt und die Post sucht nun mit den Grosskunden gemeinsam nach Lösungen.

      Die Post muss momentan die Grundversorgung sicherstellen, gleichzeitig die Arbeitnehmer schützen (vor Ansteckung gemäss Regeln BAG) und ist bereits am absoluten Anschlag bezüglich Kapazitäten. Dass hier die Post laut über drastische Massnahmen nachdenkt, verwundert mich eigentlich nicht.
    • dan2016 06.04.2020 14:10
      Highlight Highlight und die Werkstätten haben in der Vergangenheit die Ersatzteile wie bekommen? So wie ich es zumindest verstanden habe, werden nur die 100 grössten Versender limitiert und auch diese dürfen mehr versenden als sie anfangs März verschickt haben.
  • mrgoku 06.04.2020 11:26
    Highlight Highlight vieleicht könnte man die auch entlasten wenn man halt in dieser zeit nicht unnötig tonnen an zalando päckchen bestellt die man dann komplett wieder zurücksendet...man kann ja etwas zurückstecken und andere damit stark entlasten...

    schon vor der kriese bewunderte ich die pöstler was die täglich abliefern müssen für den mickrigen gehalt... und jetzt noch extremer...

    da viele aber nicht wissen was mit ihrem leben anfangen im "home office" oder sonst in der freizeit, bestellt man irgendwas nach hause... ohne grund oder notwendigkeit
    • Donspliff 06.04.2020 12:34
      Highlight Highlight oh ja bitte ein postler dankt
    • Conflux 06.04.2020 13:33
      Highlight Highlight Was ist denn das für eine seltsame und komplett aus der Luft gegriffene Unterstellung?
    • mrgoku 06.04.2020 13:47
      Highlight Highlight @Conflux

      komplett aus der Luft? naja...
      für gewisse Tatsachen braucht es keine beweise. Etwas logischer Menschenverstand reicht oft schon aus

    Weitere Antworten anzeigen
  • Tito88 06.04.2020 11:25
    Highlight Highlight Ganz tolle Arbeit der Post. Mein Paket ist seit Donnerstag 06.50 im Paketzentrum in Härkingen. Lieferdatum wäre letzten Donnerstag gewesen. Seit da ist nichts mehr passiert. Geld für A-Post gibt es keins zurück. Mitarbeiter an der Hotline können nichts nachvollziehen. Paketverlust anfragen werden momentan nicht geprüft... Richtig tolle Arbeit!
    • mrgoku 07.04.2020 10:23
      Highlight Highlight Ist den das Paket lebensnotwendig?
  • Yankee25 06.04.2020 11:09
    Highlight Highlight Einfach sensationell die Post. Wenn es eine Konstante gibt seit ich auf dieser Welt bin, dann ist es die Pöstlerin oder der Pöstler, der mir stets rechtzeitig die Briefe & Päckli schnell und zuverlässig nach Hause liefert. Die Post macht seit Jahren einen guten Job und jetzt in der Krise erst recht. Bravo 🙌
  • herrkern (1) 06.04.2020 10:53
    Highlight Highlight Als ehemaliger DHL-Kurier wundere ich mich etwas, dass die Post nicht abends noch mal eine Route fahren lässt. Die Autos sind da, die Leute auf Kurzarbeit wären froh um Aufträge, die Kunden hätten gerne ihre Pakete. Die Post hat im Moment etwa 2-3 Tage Verspätung.
    • Natürlich 06.04.2020 11:09
      Highlight Highlight Machen sie doch schon?
      Sehe jedenfalls oft noch Abends bis 8, 9 Uhr Lieferwagen der Post unterwegs.
    • herrkern (1) 06.04.2020 11:22
      Highlight Highlight @Natürlich: offenbar reicht das nicht. Darum die Frage, warum sie nicht weitere Routen fahren. Würde jeder Privatwirtschaftler machen.
    • RicoH 06.04.2020 11:32
      Highlight Highlight 2-3 Tage Verspätung – geht jetzt damit die Welt unter?
    Weitere Antworten anzeigen
  • JZ4EVER 06.04.2020 10:37
    Highlight Highlight Vielen Dank den Pöstlern !! Ich staune aber, dass die Zunahne nur 30% ist...hätte mindestens eine Verdoppelung erwartet im diesen Zeiten
    • Natürlich 06.04.2020 10:43
      Highlight Highlight Dünkt mich ebenfalls komisch diese Zahl.
      Bei uns (NoTime) haben wir zz etwa ein doppelt bis dreifach so hohes Paketvolumen wie normal.
    • Santa 06.04.2020 12:34
      Highlight Highlight Ich glaube das liegt daran dass von China etc. viel weniger an Pakete unterwegs sind.
    • Mcapple 06.04.2020 12:37
      Highlight Highlight Wahrscheinlich weil die Auslandspakete und Warenverkehr zwischen den Geschäften zurückgegangen sind.
  • B0bbleeeee 06.04.2020 10:32
    Highlight Highlight Die Qualität und Speditivität der Schweizer Post ist meiner Meinung nach unerreichbar und erst recht nicht vergleichbar mit anderen Ländern. Deswegen habe ich auch kein Problem, wenn mein Paket in dieser Zeit mal etwas später bei mir ankommen sollte. Die machen alle einen Super Job.
    Vielen Dank!!
  • Carry62 06.04.2020 09:54
    Highlight Highlight Ich muss täglich geschäftlich auf die Post. Im Moment ist diese nur nachmittags geöffnet.
    15 Minuten vor der Schalteröffnung stehen bereits 20 Leute vor der Türe. 50% mit Zalando Rücksendungen unter dem Arm...

    Zum 🤮🤮🤮

    • Magnum 06.04.2020 11:45
      Highlight Highlight Ey, Schreien vor Glück, nicht Speien vor Glück, im Fall!
  • Hardy18 06.04.2020 09:44
    Highlight Highlight Die Post muss zudem immer mehr Spezialwünsche erfüllen: Kunden wollen genau bestimmen, wann ihr Paket ankommt.
    Das sind hausgemachte Probleme und nicht Kundenwünsche. Ich selber wäre nie auf die Idee gekommen, wenn die Post mich nicht darauf hingewiesenen hätte das es diese Möglichkeit gibt.

    Und als Postboss müsste ich wissen das in Zeiten wo der gemeine Schweizer sein Geld nicht los wird, zum Internetshopping greift. Es gäbe genug Ansätze und Ideen wo man mehr Platz (Umsetzung BAG) und auch wo man mehr Mitarbeiter herbekommt. Es ist ja nicht so,dass ihr mit dem Versand kein Geld verdient 🙄
    • northvan 06.04.2020 11:59
      Highlight Highlight @Hardy18. Das Problem ist ja nicht per se die Mehrmenge. Das Problem liegt z.B. darin, dass jetzt nur noch 1 Person LKW's/Container etc. entladen kann anstatt 2 (oder so). An den Rutschen kann jetzt auch nur 1 Person statt 2 Personen arbeiten. Ansonsten können die Vorgaben des BAG nicht eingehalten werden. Somit können auch nicht einfach mehr Leute eingestellt werden. Die Post wird sich schon überlegen/überlegt haben was möglich ist. Mit den jetztigen Vorgabe ist dass was normalerweise vor Weihnachten oder Black Friday etc. umsetzbar ist und gemacht wird nicht möglich.
    • Baccaralette 06.04.2020 12:53
      Highlight Highlight Naja, wenn du etwas bestellst, was eine Unterschrift benötigt, möchte ich schon gerne sagen können, wann ich das Paket entgegen nehme. Da ich normalerweise nicht von zu Hause aus arbeite, erspart mir das dann den Gang auf die Post, die auch dann geöffnet hat, wenn ich arbeite....
  • Scaros_2 06.04.2020 09:43
    Highlight Highlight Hab das ganze WE damit verbracht mit teils zu fragen was ich kaufen könnte. Man hat plötzlich echt viel mehr Geld wenn man nur Zuhause sitzt und Lebensmittelmässig auch auf Sparflamme ist.

    Hab aber nix gefunden. :(
  • Jeremy Liquidpsy 06.04.2020 09:32
    Highlight Highlight "Bis zu 25'000 sind es jede Stunde, bis zu 370'000 am Tag, fast 30 Prozent mehr als vor dem Ausbruch des Virus."

    Bei der Überschrift dachte ich irgendwie das es locker doppelt so viel ist wie sonst. 30% sollte doch noch machbar sein für die Post ohne das plötzlich alle Lieferzeiten 1 Woche lang sind.
    • RicoH 06.04.2020 11:40
      Highlight Highlight Echt jetzt – in Zeiten einer Pandemie forderst du "business as usual"?
    • ND_B 06.04.2020 12:45
      Highlight Highlight Ich vermute die Post hat genau wie andere Firmen mit dem Wegfall der Arbeiter in der Risikogruppe und erhöhtem Absentismus zu kämpfen. Ich gehe zudem davon aus, dass sie aufgrund Vorgaben welche DHL und Konsorten nicht haben (Kündigungsschutz, Einarbeitung usw.) Nicht einfach en masse neue MA rekrutieren können ohne einen wirtschaftlichen oder Reputationsschaden zu erleiden sobald das Ganze sich wieder normalisiert.

      Bei einem Riesenlade wie der Post ist das skalieren der Paketboten um 30% wohl unmöglich.
  • Triumvir 06.04.2020 07:58
    Highlight Highlight Was ist eigentlich mit der Konkurrenz? Jetzt wäre DIE Gelegenheit dem gelben Riesen einige Kunden (sogar Grosskunden) abzujagen...Und wer mal weg von der Post ist, der kommt häufig nicht wieder.
    • DartVaidder 06.04.2020 08:47
      Highlight Highlight Die von dir hochgelobte Konkurrenz fokussiert sich auf die Rosinen im Wirtschaftsraum zwischen Bodensee und Genfersee oder hast du wirklich das Gefühl, für diese ist es interessant ein Paket ins Puschlav zuzustellen?
      Kommt dazu, dass die Konkurrenz teilweise die Infrastruktur der Schweizer Post nutzt und möglichst wenig investiert, aber ich denke dass ist dir bekannt?
    • dan2016 06.04.2020 08:58
      Highlight Highlight weil die Konkurrenz ja mit extremen Überkapazitäten an Markt ist und seit Jahren darauf gewartet hat, dass die Volumen kurzfristig explodieren
    • Raembe 06.04.2020 09:13
      Highlight Highlight Unser Geschäft arbeitet sowohl mit der Post als auch mit anderen Lieferfirmen wie DHL, DPD, UPS zusammen. Erfahrungsgemäß hat man mit der Post auch unter Hochdruck am wenigsten Probleme.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DartVaidder 06.04.2020 07:48
    Highlight Highlight Diese Menschen, welche uns täglich versorgen und für uns sorgen, verdienen mehr als eine "Danke-Klatsch-Minute" welche eh wieder vergessen ist, wenn das Ganze wieder "Normalität" annimmt.

Nach 2 Monaten in Isolation: Wie mein Omi ihren Lebensmut verloren hat

Ein Sturz zwang meine 86-jährige Grossmutter in den verhassten Rollstuhl und ins Altersheim. Nachdem sie ihr Leben lang für ihre Selbstständigkeit gekämpft hat, bedeutete das die ultimative Kapitulation. Dann kam der Lockdown.

Ich mache mir Sorgen.

Ich mache mir Sorgen um meine Grossmutter und um ihre Generation. Um fast 100’000 Personen in der Schweiz, die derzeit in einem Alters- oder Pflegeheim leben. Die rund um die Uhr betreut werden, weil die Beine nicht mehr richtig wollen, das Aufstehen Mühe bereitet. Und der Kopf auch. Weil die Erinnerungen kommen und gehen, wie sie wollen.

Seit dem 16. März befinden sich diese Menschen in Isolation. Sie gelten in der Coronakrise als besonders gefährdet. Dringt das Virus in …

Artikel lesen
Link zum Artikel