Schweiz
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Szenen wie aus Kriegsgebieten: 2500 Bedürftige standen in Genf stundenlang an, um einen Sack mit Gratis-Nahrungsmitteln zu ergattern. screenshot: rts

Stundenlang anstehen für Gratis-Essen: «Nie gedacht, so etwas in der Schweiz zu erleben»

Es sind Bilder, die wir sonst nur aus Kriegsgebieten kennen: In Genf stehen 2500 Menschen stundenlang an, um einen Sack mit Nahrungsmitteln zu ergattern. Auch in Zürich verteilen Helfer tausende Essensrationen an mittellose Menschen. Wegen der Corona-Krise spitzt sich die Situation besonders für die Sans-Papiers zu.



Kaum zu glauben: In der reichen Schweiz müssen wegen der Coronakrise tausende Menschen über einen Kilometer lang anstehen, um eine Tasche mit Grundnahrungsmitteln wie Pasta, Reis, Dosen-Thunfisch und Öl zu ergattern (Warenwert: 20 Franken).

So passiert am Samstag in Genf. 2500 Bedürftige – die meisten davon Sans-Papiers und Migranten – strömten zur Nahrungsmittel-Abgabe in der Eishalle Vernets – mehr als doppelt so viele wie in der Woche zuvor. «Wir sind uns solche Bilder aus Kriegsgebieten gewohnt. Aber ich hätte nie gedacht, so etwas eines Tages in Genf zu erleben», sagt eine Mitarbeiterin von «Ärzte ohne Grenzen» zum Westschweizer Fernsehen RTS.

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Die Schlange ist über einen Kilometer lang: In Genf stehen Bedürftige drei Stunden für einen Sack mit Grundnahrungsmitteln an. screenshot: rts

Die Coronakrise trifft Sans-Papiers ins Mark: Von einem Tag auf den anderen haben tausende sowieso schlecht bezahlte Arbeitende ihre Jobs als Küchenhilfe oder Hausangestellte verloren. Sie haben meist keine Ersparnisse. Und fallen als Illegale nun durch sämtliche sozialen Netze. Auch in der Deutschschweiz.

Grossandrang auch in Zürich

Beim Limmatplatz in Zürich stehen Bedürftige jeden Mittwoch hunderte Meter an, um eine Tasche mit Grundnahrungsmitteln zu erhalten. «Wir verteilen momentan 2000 Essens-Rationen pro Woche. Aber wir benötigen dringend mehr Geld und Nahrungsmittel-Spenden», sagt Amine Diare von der Autonomen Schule zu watson. Er hat die Aktion auf die Beine gestellt und inzwischen nach Aarau, Bern und Freiburg ausgeweitet. Die Glückskette unterstützt das Projekt mit 25'000 Franken.

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Die Autonome Schule verteilt jede Woche 2000 Essens-Säcke an Bedürftige. bild. Zvg

«Viele Sans-Papiers haben schlicht kein Geld mehr, haben kaum noch Essen.»

Bea Schwager

Die Coronakrise trifft auch bei uns die Ärmsten am härtesten. Die Hotline bei der Sans-Papiers-Anlaufstelle (SPAZ) in Zürich läuft dementsprechend heiss. «Die Not ist gross. Viele Betroffene haben schlicht kein Geld mehr und können die Miete nicht mehr bezahlen und sich kaum noch Essen kaufen», sagt Bea Schwager der SPAZ. Inzwischen unterstütze man hunderte Betroffene aus über 230 Haushalten, etwa mit einem Zustupf an die Miete oder die Krankenkassenprämien. «Viele Bedürftige mussten wir leider abweisen. Wir haben schlicht nicht genug Kapazitäten», so Schwager weiter. Man empfehle diesen Menschen direkt die Essensabgabestellen aufzusuchen.

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Nudeln, Kartoffeln, Mehl: Der Inhalt des Essens-Pakets der Autonomen Schule Zürich. bild. zvg

Schätzungen zufolge leben alleine in der Stadt Zürich über 10'000 Papierlose. Viele arbeiten als Putzhilfe oder in der Kinderbetreuung. Oder eben in der Gastronomie. «Es ist völlig unklar, ob sie nach Ende des Lockdowns ihre Jobs wieder erhalten. Das ist ein weiteres Problem», so Schwager.

Die Heilsarmee verteilt in Zürich an zwei Standorten günstiges Essen an Bedürftige. An der Ankerstrasse kamen noch im März 50 Leute über den Mittag, jetzt sind es gegen 200. «Die Menschen haben zunehmend Probleme, sich Essen zu besorgen. Der Bedarf nach Nahrungsmitteln ist gross», sagt Heilsarmee-Sprecher Philippe Steiner zu watson.

«Ganze Familien leben von den Nahrungsmittel-Taschen. Die Menschen in Genf sind am Ende ihrer Kräfte.»

Caravane de Solidarité

Die Heilsarmee ist auch in Genf aktiv. «Die Stadt hat schon länger ein Problem mit den vielen Obdachlosen. Das spitzt sich jetzt wegen Corona massiv zu.» Die Heilsarmee habe darum notfallmässig Bedürftige wie Roma in einem kleinen Hotel einquartiert. «Die Notschlafstellen sind alle völlig überlastet.»

In der Rhonestadt organisiert die Nahrungsmittel-Abgabe der Verein «La caravane de solidarité». Ein Mitarbeiter schlägt Alarm: «Ganze Familien leben von den Nahrungsmittel-Taschen. Die Menschen haben einige Wochen durchgehalten. Jetzt sind sie aber am Ende ihrer Kräfte und brauchen Hilfe.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nicoletta Luigia Di Vincenzo 06.05.2020 05:11
    Highlight Highlight Die Armen gab's schon lange in der Schweiz, nur hat man die gut versteckt. Bei der Armentafel, bei der Heilsarmee, Gassenküchen etc. Und jetzt sieht man sie, weil vieles geschlossen ist.
  • Quacksalber 05.05.2020 15:49
    Highlight Highlight Nicht immer nur hämisch nach USA schielen. Gibts also auch hier bei uns.
  • Mandarinchen 05.05.2020 12:27
    Highlight Highlight Die grosse Frage ist, von wem diese Personen ausgebeutet werden wenn nicht gerade Corona ist. Die meisten arbeiten für Sklavenlöhne für reiche Personen... Und die sorgen dafür mit ihren Politiker Kollegen dafür, dass diese Personen ganz sicher nicht mehr Rechte bekommen. Viele müssen zudem noch überrissene Mieten bezahlen weil sie erpressbar sind weil sie illegal hier sind. Schöne Schweiz.
  • Sarkasmusdetektor 05.05.2020 10:43
    Highlight Highlight Aber Hauptsache die Vermieter bekommen weiterhin ihr Geld. Wäre sonst ja schon eine sehr einseitige Massnahme, wenn sie als einzige teilweise auf ihre Einnahmen verzichten müssten, oder wie sagte Frau Martullo?
  • Name_nicht_relevant 05.05.2020 10:16
    Highlight Highlight Macht mich mega traurig zu lesen dass das Geld nicht reicht, wenn es um Essen und Dach über den Kopf geht muss ich an uns Früher denken. Ach wenn wir 6 und eine andere Familie 4, eine 4 Zimmer Wohnung mit Holz heizten und teilen mussten hatten wir wenigstens was zu essen und ein Dach über dem Kopf. Auch wenn das Haus Schimmel hatte und nicht Dicht für Wärme im Winter, aber wenigstens sassen wir nicht Hungrig Zuhause. Das ist über 25 Jahre her, heute schockiert es mich umso mehr.
    • Toerpe Zwerg 05.05.2020 10:55
      Highlight Highlight Sie sind mit zwei Familien und 10 Personen in einer 4-Zimmer-Wohnung aufgewachsen?

      Wo war das?
    • Name_nicht_relevant 06.05.2020 09:02
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg habe geschrieben das wir 2 Famillien (10 Personen waren. Aufgewachsen in Zürich, Fahrweid. Asylhaus in der Fahrweidstrasse, das gibt es immer noch. Heute wird mit Ölöfen geheizt, wir hatten damals sogar Kakerlaken im Backofen.
  • lilie 05.05.2020 09:37
    Highlight Highlight Das Problem von Sans-Papiers, egal, wie man dazu steht, ist ungelöst, aber es ist doch einfach schön zu sehen, dass man auch sie nicht vergisst! Danke allen Helfern und Spendern für die Solidarität! 👍
  • Saul_Goodman 05.05.2020 09:22
    Highlight Highlight Die schweiz ist kein reiches land sondern das land der reichen!

    Was für ein kleiner aber gewaltiger unterschied!!!!
    • Der Typ 05.05.2020 09:42
      Highlight Highlight Word!
    • Toerpe Zwerg 05.05.2020 10:55
      Highlight Highlight Es reicht.
    • 044 508 39 39 het sie gseit 05.05.2020 11:25
      Highlight Highlight Die CH ist das Land mit dem höchsten Pro Kopf Einkommen.
      Wenn du Länder sehen willst mit grossen Unterschieden, geh mal nach Russland, China, Indien. (uvm)
      Da siehts du bittere Armut und Riesen-Reichtum. So etwas gibt es in der Schweiz nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chaoz 05.05.2020 08:50
    Highlight Highlight Wäre interessant zu wissen, wieviele Millionäre in der Schlange standen...
    • Magnum 05.05.2020 13:54
      Highlight Highlight Die Schnittmenge zwischen Sans-Papiers und Millionären dürfte doch sehr überschaubar sein. Die prekäre rechtliche Lage von Sans-Papiers macht es deren Herren umso einfacher, sie auszubeuten. Denn wie damals bei Saisonniers hängt der Aufenthalt in der Schweiz davon ab, dass man es mit dem Chef gut hat - oder zumindest gute Miene zum bösen Ausbeutungsspiel macht.
    • 044 508 39 39 het sie gseit 06.05.2020 13:00
      Highlight Highlight Vorallem wenn man bedenkt, dass wohl die allermeisten dieser Sans Papiers ihren Pass erst noch absichtlich fortwarfen.
  • Hangover 05.05.2020 08:20
    Highlight Highlight Warum sind die Gesichter dieser Menschen nicht verpixelt?
    Es ist, als ob ihnen der letzte Rest ihrer Würde genommen wird.


  • Lucida Sans 05.05.2020 08:01
    Highlight Highlight Den Helfern geht das Geld aus. Wo sind die vielen Millionen von derGlückskette?
    • lilie 05.05.2020 09:35
      Highlight Highlight @Lucida Sans: Steht ja: Ein Teil davon geht an die Autonome Schule Zürich. Den Rest kannst du bei der Glückskette nachsehen.

      Du kannst auch auf die Seiten der jeweiligen Organisationen gehen und direkt spenden.

      Oder dich als Freiwilliger melden, Geld allein reicht nicht.
  • manolo 05.05.2020 07:53
    Highlight Highlight das haben uns die Politiker von links aufgebürdet!
    • FrancoL 05.05.2020 08:34
      Highlight Highlight Vielleicht solltest Du einmal fragen wo diese Menschen schwarz arbeiten; ich bin sicher das tun sie nach Deiner Auslegung bei den Linken, nicht wahr?

    • Der Typ 05.05.2020 09:44
      Highlight Highlight Die Linken haben diese Menschen gerettet. Die wären heute nicht so geschützt wie bei uns. Schau mal wie sich die Firmen, für die diese Personen arbeiten politisch richten, dann wird Dir einiges klar.
    • FrancoL 05.05.2020 10:24
      Highlight Highlight @Hallo Manolo; wo bleiben Deine Berichtigungen? Deine Antworten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baccaralette 05.05.2020 07:44
    Highlight Highlight Und plötzlich sind alle so solidarisch mit den Sans Papiers, aber wenn es darum geht, sie zu legalisieren, sagt der Bünzli Schweizer nein.

    Sans Papiers leben jahrelang unter uns, haben eine Wohnung, sind unauffällig, bezahlen alles selber und liegen niemandem auf der Tasche - weil sonst sind sie aufgeflogen.

    Was steht dann im Weg, einem Sans Papier die Aufenthaltsbewilligung zu geben? Er / sie hat bewiesen, dass er für sich selber sorgen kann.
    • AngelitosHE 05.05.2020 08:50
      Highlight Highlight Man möchte es nicht attraktiv machen. Dass ist das Problem und meiner Meinung nach auch komplett nachvollziehbar.

      Jemand der illegal hier lebt und schwarzarbeitet mit einer Aufenthaltsbewilligung "belohnen" wär schon irgendwie verkehrt.
    • Baccaralette 05.05.2020 09:48
      Highlight Highlight ah, aber diejenigen, die mit falschen Identitäten einreisen und auf Staatskosten leben, erhalten Asyl oder zumindest werden sie nicht deportiert. Das ist dann okay?

      Was lerne ich daraus? Komme ich ohne Papiere und schaue für mich selber, werde ich bestraft, lebe ich auf Staatskosten und lüge, werde ich belohnt.

      Auch supi nachvollziehbar, oder??
    • Herr Ole 05.05.2020 09:51
      Highlight Highlight Eine Aufenthaltsbewilligung ist keine Belohnung, wenn die Person sowieso schon im Land ist. Davon würden alle profitieren. Attraktiver würde es auch nicht werden, oder denkst du wirklich, soviel mehr Leute wollen sich illegal in der Schweiz aufhalten, wenn es „nur“ 10 Jahre illegal wäre?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hardy18 05.05.2020 06:26
    Highlight Highlight Und nun?
  • DJ77 05.05.2020 02:27
    Highlight Highlight Schlimme Bilder die es in unserer reichen Schweiz nicht geben darf aber es ist leider Realität. Bei einer derartigen Krise trifft es zuerst und am härtestesten die Bevölkerungsschicht ganz unten.
    Die Mittelschicht wird in kurzer Zeit auch betroffen sein. (inkl. mich selbst).
    Zeitgleich erfährt die Bevölkerung das die Swiss und Edelweis 1'900'000'000 SFr. Subventionen von unserem Staat erhalten...
  • Joe "I beat the socialist" Biden 04.05.2020 23:58
    Highlight Highlight "Es sind Bilder, die wir sonst nur aus Kriegsgebieten kennen".

    Die Schweiz ist jetzt ein Kriegsgebiet.
    • FrancoL 05.05.2020 08:36
      Highlight Highlight Für Polemik und Populismus ist kein Platz oder hast Du das noch nie bemerkt.
  • Max Dick 04.05.2020 23:12
    Highlight Highlight Wenn du illegal in einem Land bist und arbeitest, kannst du halt nicht erwarten, dass dir Geld und Essen nachgeworfen wird. So gesehen sollen die Betroffenen lieber froh sein, dass es überhaupt was gibt, anstatt über die bisschen Wartezeit zu meckern.
    • FrancoL 05.05.2020 08:38
      Highlight Highlight Sie arbeiten, das hast Du immerhin bemerkt und nun frage ich Dich; WER beschäftigt sie? Und sollten diese Arbeitgeber nicht deren Sozialleistungen bezahlen? Wieso tun sie das nicht die Arbeitgeber?
    • Max Dick 05.05.2020 11:19
      Highlight Highlight Antwort zu Frage 1: Kriminelle
      Antwort zu Frage 2: Kriminelle haben es an sich, dass sie keine Sozialleistungen zahlen.

      Nicht gefragt, aber ich beantworte es trotzdem gerne: Wer auch immer organisierte Schwarzarbeit in Anspruch nimmt, gehört natürlich bestraft.

    • FrancoL 05.05.2020 12:23
      Highlight Highlight @max, dann gehören auch strengere Kontrollen in den entsprechenden Kreisen dazu oder nicht? Dazu würden auch strengere Kontrollen bei den Steuern dazugehören, denn nur so kommt man der Schwarzarbeit auf die Schliche. Aber gibt es Parteien die das nicht wollen, die weniger Staat wollen, weniger Kontrollen, denn sie setzen auf Ehrlichkeit und Eigenverantwortung. Nur da täuschen sie sich gewaltig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Froggr 04.05.2020 22:45
    Highlight Highlight Macht endlich alles wieder auf. Der Schaden dieses Lockdowns ist Bei weitem grösser!
  • Carlo Meyer 04.05.2020 22:31
    Highlight Highlight Erstaunlich ist für mich nur, wieviel erstaunen dies auslöst.
    Ist doch seit vielen Jahren so. Interessiert hat das bisher kaum jemand.
  • PERSILflage 04.05.2020 22:26
    Highlight Highlight Ein absoluter Hohn, dass das Problem der Randständigen und Obdachlosen in der Calvinstadt zwar anscheinend allgemein seit längerem bekannt ist.
    Wie erklären die Stadträte einer obdachlosen Frau die Investition von über 50'000.- in genderdiverisivizierte Verkehrsschilder?
    "Ja, du hesch jetzt halt mal grad en Peu Hunger, aber lueg la bas, do hets jetzt nid nume Monsieurs ufem Zebrastreifeschild, isch doch merveilleux"

  • Booker 04.05.2020 22:22
    Highlight Highlight Und dann gibt es in der Tat noch politisch Linke welche fordern, dass wir zusätzliche Flüchtlinge aus der Türkei einfliegen ! Es gibt in der Schweiz zunehmende Mitbürger denen es nicht so gut geht und welche man unterstützen muss !
  • 0ldNicehand 04.05.2020 21:49
    Highlight Highlight 25'000 von der Glückskette.. geht es nur mir so, dass die Zahl extrem klein erscheint? Fast ein Hohn wenn man vergleicht, was von dieser Organisation sonstwo ausgegeben wird, nicht? Versteh' s kaum, völlig unabhängig von den (Hinter-)gründen; hier geht's um Menschen in CH denen es am Essen + Trinken fehlt! Das sollte doch an ALLERERSTER Stelle aller Unterstützungsanliegen stehen
  • bonpris 04.05.2020 21:48
    Highlight Highlight Wie lange noch wolllt ihr die Menschen hungern lassen?

    Ist es besser, wenn sie nicht an Corona sterben sondern am Hunger?

    Die Pandemiemassnahmen gehören sofort abgeschafft!
    • FrancoL 05.05.2020 08:40
      Highlight Highlight Hat wenig damit zu tun, sondern es stellt sich die Frage; Wer sind die Arbeitgeber dieser Menschen, wieso werden keine Solzialleistunge für diese Menschen bezahlt und wieso haben sie keinen Schutz wenn sie arbeiten?

      Kannst Du uns das erklären?
    • ChillDaHood 05.05.2020 09:05
      Highlight Highlight Sie dürfen sonst gerne in die USA auswandern.
    • FrancoL 05.05.2020 10:29
      Highlight Highlight Da gehört zuerst eine Bonpris-Kurzsichtigkeit abgeschafft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roman Meier 04.05.2020 21:32
    Highlight Highlight Es ist wichtig solidarisch zu sein, um so den Frieden zu sichern. Da es für papierlose Personen keine spezielle Regelung in der Schweiz gibt, kommen die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen für sie zur Anwendung, d.h. auch für sie gelten die Grundrechte. Sans-Papiers haben keinen Anspruch auf Sozialhilfe. Die Nothilfe steht jedoch allen Personen zu, die keinen Anspruch auf Sozialhilfe haben.
    http://www.migraweb.ch/de/themen/sociale-sicherheit/nothilfe/
    und
    https://www.xn--anwalt-auslnderrecht-lzb.ch
  • Ueli der Knecht 04.05.2020 21:29
    Highlight Highlight "die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen."
    --Präambel der Bundesverfassung.

    https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19995395/index.html#ani1
    • AngelitosHE 05.05.2020 08:56
      Highlight Highlight Wer ist Volk? Ein papierloser Schwarzarbeiter?

      Glaub die Definition wäre hier noch wichtig.
    • ChillDaHood 05.05.2020 11:24
      Highlight Highlight Auch wenn ich häufig nicht mit Ueli einig bin, die Unterteilung in Menschen, welche Rechte haben und Menschen ohne Rechte ist ein dunkler Weg, den wohl lieber keiner beschreiten will.

      Von dem her ist für mich Volk, wer sich innerhalb der Staatsgrenzen befindet oder staatszugehörig ist. Auch wenn er/sie sans-papier ist, nicht wähl- und wahlberechtigt oder gar aufenthaltsberechtigt. Die Würde des Menschen ist dennoch unantastbar.
    • Ueli der Knecht 05.05.2020 13:23
      Highlight Highlight "Wer ist Volk? Ein papierloser Schwarzarbeiter?"

      Jop, AngelitosHE. Sans-Papiers gehören auch zum Volk. Wir alle sind das Volk. Auch die Schwächsten und die Kriminellen.

      Ich mache dabei nicht einmal einen Unterschied zwischen innerhalb und ausserhalb der Staatsgrenzen. Die Welt ist ein Dorf und die Menschheit ist ein Volk. Sogar auch eine Familie.

      Innerhalb der Staatsgrenzen hat man aber mehr Macht. Aus mehr Macht folgt unmittelbar auch mehr Verantwortung. Für unsere Sans-Papier in der Schweiz sind wir daher viel mehr verantwortlich als für die rund 15% undocumented Einwohner der USA.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grötzu 04.05.2020 21:10
    Highlight Highlight auch in der schweiz ist das gesicht der wahrheit hässlich
  • Igor Santrac 04.05.2020 21:01
    Highlight Highlight Die Schweiz ist ja genau darum reich, weil viele Schweizer das genaue Gegenteil davon sind.
  • Waswosch 04.05.2020 20:36
    Highlight Highlight Illegale werden also durchgefüttert. Wo genau liegt nun das Problem?
    • Serjena 05.05.2020 11:39
      Highlight Highlight Du würdest dich besser fragen, was ist mit denen welche diese Personen illegal beschäftigen und schamlos ausnützen, nur damit sie keine regulären Angestellte anstellen müssen welche höhere Unkosten verursachen.
      Also bitte mehr Anstand diesen Menschen gegenüber wäre angebracht.
  • Uno 04.05.2020 20:29
    Highlight Highlight Wenn man die Kommentare im 20-Min liest zum gleichen Beitrag, schämt man sich so wirklich für die Menschen, die sich Schweizer nennen, aber reine Egoisten sind. Menschen in Not, in dieser Pandemie muss man helfen.
  • Sälüzäme 04.05.2020 20:29
    Highlight Highlight Was ich mich frage: wir sind in einer offiziellen Krise, warum kann nicht das Militär einen Teil seiner gebunkerten Vorräte für diese Menschen freigeben, dafür wurden sie doch angelegt?
    • ChillDaHood 05.05.2020 09:08
      Highlight Highlight Es geht nicht darum, dass keine Esswaren vorhanden wären, sondern wer es bezahlt. Sollen die Folgen der Coronakrise also dem Budget für Landesverteidigung angelastet werden? Erhöhen wir also das Budget um diesen Betrag dort?
    • Sälüzäme 05.05.2020 09:52
      Highlight Highlight @ChillDaHood: die Lebensmittel sind über Jahre gelagert und schon bezahlt und somit totes Kapital. Sie müssen daher zwangsverwertet oder entsorgt werden. Diese jetzt abzugeben kostet den Bund einen Bruchteil der Beschaffung, Lagerung und Betreuung. Es handelt sich ja auch nur um einen Bruchteil der Reserven. Das Argument der Kosten ist im Angesicht der jetzt schon ausgegebenen Milliarden und der Not der Menschen lächerlich, engstirnig und egoistisch. Noch besser wäre es, alle Blitzer würden einen Teil der vom Staat "gespendeten" Gelder selber wieder spenden.
    • ChillDaHood 05.05.2020 10:24
      Highlight Highlight Die Reserven der Armee werden in den Armeeküchen umgesetzt, bevor sie verfallen. Eventuell kann man da etwas gegenrechnen mit ausfallenden WKs.
      Ganz einfach gesagt - there is no free Lunch. Wer natürlich findet, dass jeder Franken für die Armee sowieso verschwendet ist, der kommt mit dem immer gleichen Argument, holt das Geld einfach dort. Schlussendlich bleibt mein Punkt der selbe. Essen für die Bedürftigen - löblich. Kosten einfach aus dem ordentlichen Armeebestand rausbuchen - nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinzbond 04.05.2020 20:28
    Highlight Highlight Das Land mag ja reich sein und auch einige seiner Bürger, Einwohner oder Niederlassungsbewilligte aber Reichtum entsteht vor allem darin das meisste aus dem anderen raus zu pressen, wird Zeit das es solche Bilder auch in der Schweiz gibt, vielleicht regt sich das eine oder andere steuerspar gewissen...
  • Bran_don 04.05.2020 20:24
    Highlight Highlight Jemand der illegal (Sans Papier) hier in der Schweiz sich aufhält und sich und seine Manpower unter dem verkauft was andere normalerweise erhalten, ist selber Schuld. Weil diese das machen, was andere machen möchten aber zu teuer sind. Dazu kommt, dass diese selbst sich dafür entschieden haben sich illegal (ohne rechtlichen Aufenthaltsbewilligung) hier in der Schweiz aufzuhalten und auch oft der Rückführung entziehen in dem Sie untertauchen. Aber der Staat unternimmt auch nicht viel gegen diese. Das ist ein Beispiel von vielen.
    • Irene Adler 05.05.2020 12:06
      Highlight Highlight Grundsätzlich hast du recht. Aber dann muss du auch sehen, dass es Leute gibt, die denen es ermöglichen. Sie müssen irgendwo wohnen, sie müssen irgendwo arbeiten. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Beiträge für die Arbeitnehmer zu zahlen, wenn jemand also Sans Papiere beschäftigt, handelt illegal.

      Und dazu kommt noch: wer sich hier illegal aufhält, der hat in seinem Heimatland sicher viel schlimmer, sonst wäre er nicht hier. Und wenn du einmal illegal begonnen hast, hast du praktisch keine Chance auf Aufenthaltsbewilligung. Es ist ein Teufelskreis.
    • Ueli der Knecht 05.05.2020 16:19
      Highlight Highlight "Dazu kommt, dass diese selbst sich dafür entschieden haben sich illegal (ohne rechtlichen Aufenthaltsbewilligung) hier in der Schweiz aufzuhalten und auch oft der Rückführung entziehen in dem Sie untertauchen."

      Das stimmt hinten und vorne nicht, @Bran_don. Sie haben sich nicht freiwillig entschieden zu ihrem Leben im Abseits. Vielmehr lassen wir und unsere armselige Unmenschlichkeit ihnen gar keine andere Wahl.

      Wenn sich die Sans-Papier zB. als Arbeitskräfte anmelden könnten, damit sie Krankenkasse und Sozialversicherungen zahlen könnten, dann würden sie das sofort tun. Geht aber nicht.
    • Bran_don 05.05.2020 18:40
      Highlight Highlight Wie viele Sans Papier sind untergetauchte Flüchtlinge? Wie viele sind sogenannte Feriengäste und nicht mehr zurück reisen? Warum gibt es Sans Papier? Was heisst Sans Papier? Welche Personen fallen unter Sans Papier? Weil diese vor dem Gesetz das Gesuch abgelehnt wurden bei diesen Personen. Weil viele die hier leben wollen um ihr Gesicht in den jeweiligen Ländern von wo Sie kommen nicht das Gesicht zu verlieren. Aber merken nicht, dass Sie in ihren ursprünglichen Ländern als Arbeitskraft fehlen. Nur der Unterschied ist, dass Sie hier mehr bekommen als dort. Aber vergessen, dass hier auch teurer
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sälüzäme 04.05.2020 20:20
    Highlight Highlight Ein Bericht der altbekanntes schonungslos aufdeckt und es wird wieder nichts geschehen. Was ich im Artikel vermisse, ist der Hinweis wieviele Kinder und Jugentliche welche hier geboren sind, direkt betroffen sind. Diese trifft wirklich keine Schuld an ihrem Elend. Vielleicht kann Watson das noch nachliefern?
  • Alex_Phil 04.05.2020 20:13
    Highlight Highlight Das sind jetzt jene Fachkräfte welche so dringend in der Schweiz benötigt werden. Zuerst ausgebeutet und jetzt soll der Staat die Zeche übernehmen. Wer keine Papiere hat und sich illegal in der Schweiz aufhält, hat natürlich keinen Anspruch auf Staatliche Hilfe. Jetzt müssten die Organisagionen zur Rechenschaft gezogen werden, welche diese armen Leute in die Schweiz brachten.
    • ChillDaHood 05.05.2020 09:10
      Highlight Highlight Anrecht auf Nothilfe haben sie schon. Wir lassen doch niemanden verhungern! Tja, aber dann muss man sich halt melden und riskiert nachher ausgeschafft zu werden.
  • soulpower 04.05.2020 20:12
    Highlight Highlight Ich glaube ich bin im falschen Film: Erstens ist es erbärmlich dass hier die sozialen Netze entweder in gewissen Bereichen inexistent sind oder derartige Lücken aufweisen. Zweiten ist es schwierig zu verstehen, dass anscheinend nur ein handvoll Organisationen etwas tun. Dabei wimmelt es doch in der Schweiz nur so von wohltätigen Organisationen und gemeinnützigen Frauenvereinen und was auch immer. Da sollte man denen nun Nahrungsmittel spenden können und die Organisationen zur Verteilung sind gegeben. Jetzt wäre mal Solidarität in unserm Land angesagt!
  • Negan 83 04.05.2020 19:56
    Highlight Highlight Hoffe das wird Kontrolliert. Nicht das sich da ein Paar einschleichen um sich das Essen zu Ergaunern!
    • ChlyklassSFI 05.05.2020 13:18
      Highlight Highlight Wie kommt man darauf, solch einen Kommentar zu schreiben?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 05.05.2020 18:53
      Highlight Highlight Purer Neid, weil jemand etwas kostenlos bekommt.
  • Wurstgesicht 04.05.2020 19:47
    Highlight Highlight B E S C H Ä M E N D! Einfach nur beschämend!
    • Horst-Rüdiger 04.05.2020 21:17
      Highlight Highlight Beschämend??
      Das ist erst der Anfang!
      Der Dank geht an all die Hysteriker!
    • andrew1 04.05.2020 23:33
      Highlight Highlight Naja ich finde es schön gibt es eine Hilfsorganisation die hilft. Ist nicht selbstverständlich.
  • BigDaddy 04.05.2020 19:36
    Highlight Highlight Wie kann man direkt und unverzüglich finanziell oder anders unterstützen?
    • BigDaddy 04.05.2020 20:16
      Highlight Highlight Mir sind die Blitze wirklich vollkommen egal. Hat aber jemand den Mut mir zu erklären, warum eine Frage, wie man bedürftigen Menschen helfen kann, negativ beurteilt wird?
    • Gutemine 04.05.2020 20:26
      Highlight Highlight Die Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers zum Beispiel hat für schnelle, unkomplizierte Soforthilfe in der Corona Krise einen Spendenaufruf auf ihrer Startpage mit Angaben zu Online- oder Bankzahlung aufgeschaltet. Ich glaube, ich darf nicht verlinken, aber mit der Suchmaschine findest du es schnell.
    • Bran_don 04.05.2020 20:40
      Highlight Highlight Sie wollen Menschen (Sans Papier) helfen, die illegal hier in der Schweiz sich aufhalten? Steuergeld bekommen aber keines bezahlen? Die eigentlich in ihre Länder zurück kehren müssten, weil (z.B. Flüchtlingsantrag abgelehnt wurde und um der Rückführung zu entgehen sich im Untergrund verstecken?). Bei solchen habe ich kein Mitleid wie bei Sans Paier. Klingt hart ist aber so. Nur der Staat unternimmt dagegen auch zu wenig und versagt bei diesen mehrheitlich
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  • 97ProzentVonCH68000 04.05.2020 19:33
    Highlight Highlight Wer sich für schnellere Aufhebung des Lockdowns äusserte, erhielt hier einen Blitzsturm und Beleidigungen, man würde unmenschlich nur ans Geld denken.
    Solche Auswirkungen waren offensichtlich, aber wollte eine Mehrheit hier. Und es ist erst der harmlose Anfang.
    • Wurstgesicht 04.05.2020 19:59
      Highlight Highlight Nein, das Thema sans Papier gibt es nicht erst seit der Corona Krise... es wurde einfach nie ernsthaft angegangen!
    • Tux 04.05.2020 20:17
      Highlight Highlight Die Bundesbeamten haben trotzdem ihre dicke Lohntüte.
      Der Direktor könnte ja etwas finanziell unterstützen. Er ist ja Teil des Regimes .... ihm spielt es keine Rolle ob es den Bürger gut oder schlecht geht.
      Toll gemacht....
    • äti 05.05.2020 07:04
      Highlight Highlight Was sind jetzt deine durchdachten und ausgewogenen Vorschläge?
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  • Irene Adler 04.05.2020 19:28
    Highlight Highlight Ohne darüber zu diskutieren, ob man die Sans-Papiers jetzt helfen soll, hätte ich eine Frage: wieso sind so viele hier? Wie können sie überhaupt hier sein? Wo wohnen sie eigentlich? Diese Fragen meine ich nicht moralisch, sondern rein technisch und rechtlich... also wie ist das möglich?

    Ich bin auch Ausländerin (mit B-Bewilligung), aber z.B. als ich den Mietvertrag für die Wohnung unterschrieben habe, hat sich der Vermieter meine Papiere angesehen. Welcher Vermieter macht das nicht (und warum)?
    • Garp 04.05.2020 20:05
      Highlight Highlight Und welcher Arbeitgeber stellt jemanden schwarz an und entlässt ihn sofort, wenn es kritisch wird.
    • Neruda 04.05.2020 20:22
      Highlight Highlight Einer, der Wuchermieten verlangt.
    • Frausowieso 04.05.2020 20:48
      Highlight Highlight Wahrscheinlich leben die Menschen zur Untermiete und arbeiten schwarz. Ich frage mich, wie das mit den Bankkonten funktioniert.
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  • CalibriLight 04.05.2020 19:18
    Highlight Highlight Was sind das nur für Menschen, die Sans-Papiers zu Billiglöhnen schwarz beschäftigen und sie dann in der "Corona-Krise" hängen lassen!
    Eine Schande.
    • TanookiStormtrooper 04.05.2020 19:30
      Highlight Highlight Genau darum beschäftigt man ja Schwarzarbeiter, keine Steuern/Abgaben bezahlen und an so etwas wie das Arbeitsrecht muss man sich auch nicht halten und kann die nach Lust und Laune schnell wieder loswerden. Wer ohne Papiere hier ist geht ja auch nicht zur Polizei oder vors Arbeitsgericht.
    • mikel 04.05.2020 20:43
      Highlight Highlight Vielleicht sind ja diejenigen, die Sans-Papiers beschäftigen, diejenigen, die wenigsten etwas für diese Menschen tun.

      Hier haben wohl ganz viele von uns ein schlechtes Gewissen.
    • Horst-Rüdiger 04.05.2020 21:15
      Highlight Highlight Eine Schande seit ihr Gutmenschen mit euer Hysterie welche für ein paar Beinah-Tote die Schweiz in eine nie dagewesene Krise stürzen werden.
      Und in einer Krise trifft es immer die Ärmsten am härtesten-
      Schwarzarbeit ist zudem meist im gegenseitigen Einverständnis, sozusagen eine Win-Win-Situation.
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  • henkos 04.05.2020 19:17
    Highlight Highlight Nur weil man es nicht sieht (nicht sehen will), heisst es nicht, dass es nicht da ist. Das gilt für vieles in der Schweiz.
    • Tux 04.05.2020 20:21
      Highlight Highlight Genau DAS sollten endlich auch die Schweizer lernen. Ist ja eine Katastrophe wie weltmeisterlich wir Dinge unter den Teppich kehren können aber gleichzeitig mit dem Finger auf andere zeigen....
  • Faktenchecker 04.05.2020 19:17
    Highlight Highlight Es ist gut dass die Problematik der Sans Papier durch Corona nun mal Schlagzeilen macht.
    Alle die hier sind sollte man sofort korrekt in die Gesellschaft integrieren und dann ab jetzt eine strenge Einwanderungspolitik einführen, damit keine illegalen Einwanderer mehr möglich sind. Außerdem muss auch die PFZ dringend hinterfragt werden. Den diese wird uns in einer längeren Wirtschaftskrise brutalst auf die Füße fallen.
    • Roro Hobbyrocker 04.05.2020 19:45
      Highlight Highlight Das Problem sind nicht die Sans Papier, das Problem sind die Leute, welche sie anstellen. Wen jemand denkt er bekomme einen Hausangestellten für ein paar 100 Franken, dann läuft irgend etwas Falsch.
    • Bran_don 04.05.2020 20:28
      Highlight Highlight Ein Sans Papier ist illegal hier in der Schweiz. Sei es weil sein Flüchtlingsantrag abgelehnt wurde und danach untergetaucht ist, weil man sich der Rückführung entziehen wollte (gibt es viele). Aber es gibt auch diese, die zu sogenannten Ferien hier her kommen und dann ab tauchen. Diese müsste der Staat rückführen ohne wenn und aber.
    • Eiswalzer 04.05.2020 21:23
      Highlight Highlight Faktenchecker:
      Brutal auf die Füsse fallen wird es uns, wenn wegen der Folgen der Coronamassnahmen der Nationalismus noch mehr grassiert. Und genau dahin deuten die Zeichen. In diversen Ländern. Und je grösser die Krise wird, umso schlimmer droht es zu werden. Da muss man kein Prophet sein. Das sollten all jene bedenken, die von einer besseren romantisierten neuen Welt nach Corona träumen...
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  • p4trick 04.05.2020 19:16
    Highlight Highlight Wo und wie wohnen Sans Papiers? Wie bekommen sie überhaupt eine Wohnung? Warum gibt es nicht eine Möglichkeit die irgendwie in unsere Sozialversicherungen zu integrieren und nicht gleichzeitig abgewiesene Asylsucher die einen Pass haben zu diskriminieren?
    Ich dachte auch Abgewiesene erhalten Notgeld was in etwa Sozialhilfe entspricht?
    • Oh Dae-su 04.05.2020 19:47
      Highlight Highlight Nothilfe ist deutlich tiefer als Sozialhilfe. Zudem musst du in einer entsprechenden Unterkunft wohnen mit strenger Präsenzkontrolle.
      Aber gerade wenn du aus einem Land kommst, wohin Abschiebungen grundsätzlich möglich sind, wirst du dich wohl davor hüten, auch nur in die Nähe einer staatlichen Einrichtung zu kommen.
    • Sternengucker 04.05.2020 20:01
      Highlight Highlight Es gibt wirklich Sans-papier, die von einem Arbeitgeber bei der Ausgleichskasse angemeldet sind und Beiträge entrichten. Eine Ausgleichskasse kennt von einer Person nicht den Aufenthaltsstatus. Diese kommen aus Datenschutz gar nicht an diese Informationen. Ebenso wird in einem Mietvertrag nicht nach dem Staus nachgefragt. Meist muss man nicht mal die Nationalität angeben , damit weiss man aber nicht den Niederlassungsstatus. Erhält ein Vermieter Lohnbelege resp. zeigt der Mieter, dass ein Einkommen erzielt wird, gibt es da keine Problem. Der einzige, der Bescheid weiss, ist der Arbeitgeber.
    • Gutemine 04.05.2020 20:47
      Highlight Highlight Im Kanton Bern z.B. beträgt die Nothilfe für Asylsuchende mit einem Nichteintretensentscheid 8CHF pro Tag, wovon Essen, Kleidung, Hygieneartikel etc. bezahlt werden muss. Arbeit - selbst Freiwilligenarbeit - ist dabei strengstens verboten.
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  • Pinkerton 04.05.2020 19:16
    Highlight Highlight Die durch den Lockdown verursachte wirtschaftliche Krise wird viel gravierender sein als der Virus selber. Unpopuläre Aussage, ich weiss, aber so werden das mit einem Jahr Distanz die meisten sehen.
    • actualscientist 04.05.2020 19:33
      Highlight Highlight Das nennt man Präventions Paradox. Ihre Ausage kann nicht beantwortet werden, weil die Virus kurve erst durch den Lockdown genügend Abgeschwächt wurde. Im Tessin hatten wir schon fasst Zustände wie in Bergamo. Und da brauchte es mehrere Duzend Militärtransporter um die Leichen zu bergen.

      Und auch eine Unpopuläre Aussage. Wenn wir entlich alle gross Unternehmen und Reichengeborenen richtig Besteuern würden, wären sozialen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auch schwächer. Aber auch diese Frage wird auch nicht in einem Jahr beantworten werden können.
    • _kokolorix 04.05.2020 19:41
      Highlight Highlight Das kann man als junge, gesunde Person so sehen. Als älterer Mensch ist die Sichtweise wohl etwas anders. Man hat nur ein Leben und das wird kostbarer, je älter man wird. Und die Leute welche diese Entscheidungen gefällt haben, sind durchweg etwas älter
    • Eiswalzer 04.05.2020 19:46
      Highlight Highlight Natürlich... Aber erst werden noch mehr für Essen anstehen müssen, bevor viele das verstehen werden. Letzte Woche haben es ein paar bekannte Leute gut zusammengefasst: Wer behauptet, es gehe um Leben ODER Wirtschaft (Dialektik), der hat das Ausmass dieser Krise nicht begriffen.
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  • Cucina 04.05.2020 19:09
    Highlight Highlight Beschämend für die ach so soziale und reiche Schweiz.
    • Denk nach 04.05.2020 20:07
      Highlight Highlight Ernsthaft? Beschämend das es noch Leute gibt die Anstellungen vergeben ohne korrekte Meldung an die Sozialversicherungen. Die funktionieren nämlich nur, wenn auch jemand einzahlt.
    • Negan 83 05.05.2020 00:03
      Highlight Highlight Gut so. Weil Vater Staat muss nicht immer alles wissen. Denn die Kassieren schon mehr als genug von uns!
    • Hangover 05.05.2020 07:55
      Highlight Highlight Wie Recht du hast.
      Die Schweiz ist und bleibt ein einig Volk von "Fünfer und Weggli" - Opportunisten.
      Die Quittung kommt noch!

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Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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