Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Swiss Federal president Simonetta Sommaruga, second right, and from left, Federal councillors Guy Parmelin, Karin Keller-Sutter and Alain Berset talk after the media briefing about the latest measures to fight the Covid-19 Coronavirus pandemic, on Friday, March 13, 2020 in Bern, Switzerland. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Die Bundesräte Parmelin, Keller-Sutter, Sommaruga und Berset an der Pressekonferenz gestern Freitag. Bild: KEYSTONE

Renitente Skigebiete, Hamstereien, Betrüger – so lebt die Schweiz mit den neuen Massnahmen

In der Schweiz sind am Tag nach der drastischen Verschärfung der Massnahmen gegen die Coronavirus-Epidemie die Zahlen der Toten und Infizierten weiter gestiegen. In mehreren Städten kam es zu Hamsterkäufen. Skigebiete kündigten nur widerwillig die Schliessung an. Auch Betrüger versuchten bereits, die ausserordentliche Lage auszunutzen.



Am Samstag wurden zwei neue Todesfälle aufgrund der Lungeninfektion Covid-19 bekannt. Es handelte sich um zwei ältere Patienten mit Vorerkrankungen aus dem Tessin. Damit waren bis Samstag landesweit 13 Tote zu beklagen. Die Zahl der Neuansteckungen stieg gegenüber dem Vortag um 180, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Insgesamt lagen 1189 bestätigte Infektionen vor.

Renitente Skigebiete

Derweil zeigten sich erste Auswirkungen und Schwierigkeiten rund um die Umsetzung der vom Bundesrat am Freitag angeordneten Massnahmen gegen die Virus-Epidemie. Die Aussage des Bundesrats zur Schliessung der Skigebiete wurde von den Bergbahnen unterschiedlich interpretiert. Einige Gebiete blieben zunächst offen. Nach einem Machtwort von Bundesrat Alain Berset krochen sie aber dann zu Kreuze.

«Skigebiete, die heute offen sind, befinden sich in der Illegalität. Ich fordere sie auf, sofort zu schliessen!»

Wie der Innenminister in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF sagte, ist der Weiterbetrieb in den noch offenen Skigebieten illegal. Der Erlass der Landesregierung sei klar. Er rufe die betreffenden Gebiete darum zur sofortigen Schliessung auf. Interpretationsspielraum gebe es nicht.

Swiss Federal councillor Alain Berset briefs the media about the latest measures to fight the Covid-19 Coronavirus pandemic, on Friday, March 13, 2020 in Bern, Switzerland. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Eine weitere Missachtung des Verbots werde Konsequenzen haben: Bundesrat Alain Berset. Bild: KEYSTONE

Bahnen lenken ein

Er dulde die Aufrechterhaltung des Wintersportbetriebes nicht und werde notfalls eingreifen. Für die Durchsetzung stünden die Kantone in der Pflicht. Auch stelle sich die Versicherungsfrage, wenn die Gebiete nicht schliessen, sagte Berset. Das Wallis und Graubünden hätten sich sofort verantwortungsvoll gezeigt.

Einzelne Bahnen fuhren waren zunächst unbeirrt weitergefahren. Die Titlis-Bergbahnen stützten sich dabei auf juristischen Rat, wie ihr CEO Norbert Patt auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Noch am Morgen stellte die Bahn dann aber ihren Betrieb ein.

Diese Titlis Rotair Seilbahn ist 30 Jahre alt und wird bald ersetzt, fotografiert am 24. Oktober 2014, in Engelberg. Die zwei neusten Rotair Seilbahnkabinen der Titlis Bergbahn werden mit einem Helikopter zum Titlis-Stand oberhalb von Engelberg im Kanton Obwalden geflogen wo sie in den naechsten 3 Wochen montiert und ab 15. November 2014 in Betrieb genommen werden. (KEYSTONE/Urs flueeler)

Abgefahren: Auch die Titlis-Bahnen müssen schliessen. Bild: KEYSTONE

Der Berner Regierungspräsident Christoph Ammann sagte, «Social Distancing» sei aus seiner Sicht auf Skipisten möglich. Diese Aussagen trugen zu einer gewissen Unsicherheit bei den Bergbahnen bei.

Hamsterkäufe

In Lebensmittelgeschäften mehrerer Städte kam es am Freitagabend und auch im Verlauf des Samstags zu Hamsterkäufen. Die Detailländler versicherten, es bestehe kein Engpass an Lebensmitteln. Die Lager seien gefüllt.

Dennoch kam es in Läden teilweise trotz massiv erhöhten Lieferkapazitäten und riesigem Personaleinsatz zu leeren Regalen, wie ein Migros-Sprecher auf Anfrage mitteilte. Die Mitarbeitenden arbeiteten rund um die Uhr daran, um die Filialen mit zusätzlichen Mengen zu beliefern.

Aldi Suisse verzeichnete erste Lieferschwierigkeiten, insbesondere von italienischen Lieferanten, wie ein Sprecher mitteilte. Die einzelnen Ausfälle seien bislang mit Alternativartikeln gut abgedeckt worden. Die Nachfrage sei schweizweit seit Freitag nochmals sehr stark angestiegen, sagte eine Coop-Sprecherin.

Vermehrt gekauft werden den Angaben der Detailhändler zufolge etwa länger haltbare Lebensmittel, Beilagen, Tiefkühl-Produkte, Toilettenpapier, Mehl und Zucker sowie Handreinigungsprodukte.

Ein derartiges Einkaufsverhalten hat Aldi seit dem Markteintritt in der Schweiz im Jahr 2005 noch nie beobachtet, wie der Firmensprecher sagte. Selbst die üblichen Vor-Feiertagseinkäufe seien nicht vergleichbar.

Grenzkontrollen

Gut funktioniert hat die vom Bundesrat beschlossene vorübergehende Wiedereinführung von Schengen-Grenzkontrollen, wie der Direktor der Eidgenössischen Zollverwaltung (EVZ), Christian Bock, am Samstag in Chiasso TI erklärte. Die neuen Bestimmungen gelten seit Freitag 15.30 Uhr. Seitdem ist die Einreise aus Italien nur noch erlaubt für Schweizer Bürgerinnen und Bürger, Personen mit einem Aufenthaltstitel in der Schweiz sowie Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen.

Das Fahrzeugaufkommen im Privatverkehr von Italien ins Tessin sei um 60 Prozent zurückgegangen, erklärte der Zolldirektor. Bis Samstagmorgen sei 288 Personen die Einreise verweigert worden. Die Zahl der Grenzgänger, die zwischen 4 Uhr morgens und 11.30 Uhr eingereist seien, habe sich bereits von 68'000 auf 28'000 Fahrzeuge reduziert. Die langen Schlangen, die sich während der Woche nach der Einführung verstärkter Kontrollen gebildet hatten, waren praktisch verschwunden.

Members of the Swiss Border Guard Corps are on duty at the Swiss-Italian border in Chiasso, Switzerland, on Saturday, March 14, 2020. Because of the Coronavirus, Switzerland wants to control the borders with Italy closely. Effective immediately, border traffic from Italy will be channelled to the larger border crossings in Ticino, even a closure is under discussion. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Verstärkte Kontrollen: Ein Grenzwächter in Chiasso. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Während des Informationsanlasses in Chiasso am Samstag passierten nur einzelne Fahrzeuge den Grenzübergang, wie ein Keystone-SDA-Korrespondent vor Ort beobachtete. Es herrschte eine gespenstische Ruhe an einem Grenzübergang, an dem normalerweise an einem Samstag viel los ist.

Armee-Einsätze

Das Schweizer Militär kündigte an, hunderte Armeeangehörige in den Einsatz gegen die Coronavirus-Pandemie zu schicken. Am Montag soll dazu ein Spitalbataillon mit gegen 600 Wehrleuten einrücken. Diese sind für die Unterstützung von Spitälern in den Kantonen vorgesehen.

Bislang steht die Armee wegen der Pandemie mit gut zwei Dutzend Personen im Tessin im Einsatz. Das Militär rechnet aber damit, dass bald aus weiteren Kantonen Hilfegesuche eingehen werden, wie ein Armeesprecher auf Anfrage.

Armeechef Thomas Süssli kündigte im Kurznachrichtendienst Twitter den Einsatz des Spitalbataillons 5 an. Es handle sich um einen «besonderen Dienst zur Sicherheit und zum Schutz von uns allen», schrieb er. Das Spitalbataillon kann Spitälern beim Betrieb helfen, unter anderem in der Krankenpflege, bei der Logistik und der Reinigung, wie der Armeesprecher erklärte.

le nouveau chef de l'armee Suisse Thomas Suessli, gauche, effectue le salut militaire a cote de la conseillere federale Viola Amherd, droite, lors de la ceremonie de passation du drapeau ce jeudi 5 decembre 2019 au Chateau de Chillon a Veytaux. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Armeechef Süssli und Bundesrätin Amherd. Bild: KEYSTONE

Dagegen sistiert die Armee angesichts der Ausbreitung des Coronavirus bis auf Weiteres die Rekrutierung. Alle zur Rekrutierung aufgebotenen Stellungspflichtigen haben gemäss einer Mitteilung der Armee nicht einzurücken. Davon sind Anfang nächster Woche rund 500 Jugendliche betroffen. Der diesbezügliche Marschbefehl müsse nicht befolgt werden. Sobald es die Lage zulasse, würden die Stellungspflichtigen wieder mit einem neuen Marschbefehl aufgeboten.

Betrüger

Die Coronavirus-Krise hat bereits Kriminelle auf den Plan gerufen. Diese versuchten nach Angaben von Behörden mit gefälschten E-Mails an Daten zu gelangen oder mit angeblichen Internetshops Opfer um Geld zu prellen. Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) des Bundes rechnet in den kommenden Tagen mit weiteren Betrugsversuchen, wie ein Melani-Sprecher sagte. In den Fokus geraten könnten insbesondere Spitäler oder Labors.

Die Luzerner Polizei schliesst zum Schutz ihrer Beamten vor dem Coronavirus ab Montag eine Reihe von kleineren Polizeiposten. Damit sollen der direkte Kontakt mit Kunden und die Infektionsgefahr reduziert werden. Luzern ist das erste Korps im Land, das eine solche Massnahme angekündigt hat. Insgesamt schliessen 23 Posten vorübergehend, wie die Luzerner Polizei mitteilte.

Der Bundesrat hatte am Freitag weitreichende Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen und schränkte das öffentliche Leben weiter ein. So darf an den Schweizer Schulen bis 4. April kein Unterricht mehr stattfinden. Bis Ende April sind alle Veranstaltungen im Land ab 100 Personen verboten. An der Grenze werden wieder Kontrollen durchgeführt. Der Wirtschaft will die Landesregierung zehn Milliarden Franken zur Verfügung stellen. (bal/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

15 Bilder, die zeigen, was gerade in Wuhan vor sich geht

«Ich habe keine Angst» – Diese Leute waren an der Langstrasse

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

73
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ylene 15.03.2020 11:33
    Highlight Highlight Wohne in der Stadt Bern und zumindest in meinem Migros hat keiner gehamstert. Auch haben die Nachbarn einen Zettel neben die Eingangstür gehängt, in dem sie anbieten einkaufen zu gehen, falls man selber nicht mehr sollte. Weitere Nachbarn haben jetzt ebenfalls ihre Namen und Tel. Nr. darauf geschrieben, dass sie mithelfen wollen. Das gleiche im Block meiner Schwester in Zug. Reiner Zufall? Ich denke nicht. Es gibt viel mehr vernünftige, gute Leute als Idioten, aber Medien haben einfach einen üblen Negativity Bias. Buchtipp: Rutger Bregman, Im Grunde gut: eine neue Geschichte der Menschheit
  • Smeyers 15.03.2020 10:09
    Highlight Highlight In der heutigen Zeit mit Internet und Skype, kann Problemlos von überall gearbeitet werden und die Handwerker sitzen sowieso nicht, zu fünfzigst dicht an dicht bei der Arbeit.

    Auch der Schulunterricht ist möglich. Es gibt doch keinen Unterschied ob ich von der überfüllten Vorlesung in den nächsten Raum oder nach Hause streamen.

    Gastronomie, Hotellerie, Freizeitbetriebe und Fluglinien die leiden am meisten.

    Stay cool, do youre Job and dont take risks.

  • Saerd neute 15.03.2020 09:30
    Highlight Highlight Hauptsache jede kritische Stimme wird hier gelöscht oder gar nicht mehr aufgeschaltet. Danke
    Soweit unsere Meinungsfreiheit.
  • sowhat 15.03.2020 09:07
    Highlight Highlight Eine Frage zu den Armeeangehörigen, die jetzt als Spitaleinheit eingezogen werden.

    Sind das nicht Leute, die im Zivilleben im Gesundheitswesen arbeiten?
    Fehlen die denn dann nicht an ihren Arbeitsorten?

    Das ist keine provokante Frage, sondern eine ernstgemeinte. Ich kann es mir wirklich nicht vorstellen.
    • Qui-Gon 15.03.2020 09:42
      Highlight Highlight Sanitätssoldaten müssen nicht Mediziner sein. Kommt halt drauf an, welche Aufgaben sie nun kriegen sollen.
    • Caligula 15.03.2020 10:07
      Highlight Highlight Gem. Korpskommandant Süssli arbeiten 90% der Spitalsoldaten nicht in Medizinberufen

      https://twitter.com/ThomasSuessli/status/1238593379778379778?s=19
    • Smeyers 15.03.2020 10:10
      Highlight Highlight Nein, ich war auch Sanitäter und habe mit Medizin nichts amHut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glenn Quagmire 15.03.2020 08:56
    Highlight Highlight Jetzt sind alle gegen Durchfall gerüstet 🤪.

    Was mich wunder nimmt: Alle sagen dass sie Lebkuchen im August oder Erdbeeren im Januar nie kaufen würden. Wäre dies so, gäbe es sie nicht im Supermarkt. Nun streitet jeder ab zu hamstern...
  • Rethinking 15.03.2020 08:21
    Highlight Highlight Soweit ich weiss haben Fitness Center noch immer offen?

    Mir scheint es total unlogisch ganze Skigebiete zu schliessen, aber Fitness Center geöffnet zu lassen...
  • Bruno Meier (1) 15.03.2020 08:10
    Highlight Highlight Da handelt scheinbar die hier sonst immer "rückständige Landbevölkerung" genannt, einmal vernünftiger, als die "gebildete offene urbane Bevölkerung". Keine Hamsterkäufe, der VOLG hat immer noch alles. Ok, es gab schon einige Personen die mehr eingekauft haben, aber erstaunlicherweise wurden diei zuvor noch nie in diesem Laden gesehen.
    In solchen Zeiten zeigt sich wie die Menschheit wirklich tickt, Egoismus pur, was aber nur natürlich ist.
    Obwohl ich kein SP Fan bin, BR Berset macht seinen Job sehr gut, in schwierigen Zeiten zeigen sich die Qualitäten einer Führungsperson.
  • Wiedergabe 15.03.2020 06:43
    Highlight Highlight Das mit den Skigebieten zeigt wieder, dass es immer Deppen geben wird, die nicht kapieren wollen worums jetzt geht, unabhängig von Intelligenz, Beruf oder Amt.
    REDUZIERT EURE KONTANKTE ZU MITMENSCHEN AUF EIN ABSOLUTES MINIMUM!
    Freiwillig und konsequent. Allenfalls sterben jetzt Menschen, die sonst nicht jetzt sterben würden. Es geht nicht darum, in jeder Bestimmung das Schlupfloch zu suchen, Eigenverantwortung, gesunder Menschenverstand und Solidarität sind gefragt.
    • sowhat 15.03.2020 08:52
      Highlight Highlight Auf der Piste ist man sich tastächlich nicht nah. Aber was ist mit der Gondelbahn. Da hat die juristische Abteilung wohl nicht mitgedacht 😆
    • Qui-Gon 15.03.2020 09:43
      Highlight Highlight Das ist halt das Problem mit den 100. Wo werden die gezählt? Die 1000er Limite war ja auch noch kein Schliessungsgrund.
    • Na_Ja 15.03.2020 10:13
      Highlight Highlight Es geht auch darum, dass die Spitäler nicht noch zusätzlich mit Sportunfällen belastet werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lioness 15.03.2020 02:41
    Highlight Highlight In der Krise kommt entweder das Beste oder das Schlechteste im Menschen hervor. Bitte vergesst nicht, die vielen Hilfsangebote auf den Gärngscheh Facebookseiten. Es ist herzerwärmend, wie viele Menschen Hilfe für Kinderhüten, Einkaufen, Hundelaufen anbieten.
  • MacB 14.03.2020 22:38
    Highlight Highlight Kontsktloses bezahlen bitte von 40 auf 100 Franken anheben.
    • Bongj 15.03.2020 00:38
      Highlight Highlight Bitte G-Pay oder Apple Pay benutzen -> Problem gelöst
    • prismaanos 15.03.2020 09:27
      Highlight Highlight Twint geht auch ☺️
  • Dä isches gsi 14.03.2020 22:12
    Highlight Highlight Mich nerven die Desinfektionsmittel Diebe, die den Gästen zu Verfügung gestellt worden sind. Muss ich jetzt echt noch eine Kamera installieren? Echt lächerlich wie weit wir gekommen sind.
    Ja du darfst dir schnell die Hände desinfizieren, nein die Flasche bleibt daaa.
    • MeinAluhutBrennt 15.03.2020 11:20
      Highlight Highlight stell sie morgen leer zurück!
  • Carl Gustav 14.03.2020 22:05
    Highlight Highlight Verbietet bitte den Risikogruppen und den Schüler den Zugang zu den Lebensmittelläden, den das was jetzt läuft ist definitiv kontraproduktiv.
    Allen ist bis Ostern langweilig und mangels Alternativen hängen sie konzentriert an den letzen Plätzen rum, die noch soziale Kontakte zulassen.
  • malu 64 14.03.2020 21:30
    Highlight Highlight Die großen Lebensmittelketten haben heute alle Umsatzrekorde gebrochen. Mich würde nicht wundern, wenn da manche Verteiler Guerilla Marketing angewendet haben, indem sie auf WhatsApp, fingierte Sprüche verbreiteten.
    Von wegen Notstand ausgerufen! 🤷‍♂️
    • Carl Gustav 14.03.2020 22:08
      Highlight Highlight Glaub nicht, dass so etwas im Moment nötig ist.
      Alles, was die Gastronomie verliert, kochen die Leute selber...
    • sowhat 15.03.2020 08:55
      Highlight Highlight Nicht nur die Gastronomie, auch alle Veranstsaltungen die ausfallen generieren "zu Hause kochen". Und dass Handwaschmittel mehr verkauft wird ist ja auch kein schlechtes Zeichen 😉
    • WhyThis 15.03.2020 11:16
      Highlight Highlight Dazu braucht es keine Guerilla Aktion der Grossverteiler, die ständige Berichterstattung der Boulvard-Presse und der Unverstand der heutigen Gesellschaft genügt dazu vollauf
  • CogitoErgoSum 14.03.2020 20:51
    Highlight Highlight Diese whatsapp-Meldungen müssen geahndet werden mit einer drastischen Strafe. Oder finden sich diese Deppen auch noch lustig?
    • malu 64 14.03.2020 23:20
      Highlight Highlight Guerilla Marketing!
  • Aruma 14.03.2020 20:23
    Highlight Highlight Es ist immer ein Abwägen. Aber einmal beschlossene Massnahmen müssen von allen eingehalten werden. Was die Titlisbahnen aufführen, ist ein Spiel mit Menschenleben. Auch Regierungsrat Ammann sollte dringend eine Kur zur Festigung seines Rückgrads machen.
    • Team Insomnia 15.03.2020 05:52
      Highlight Highlight Gummibärli haben kein Rückgrat...
  • Lebenundlebenlassen 14.03.2020 19:52
    Highlight Highlight Und wieso hanem die Warenhäuser noch offen.. Skifahren ist verboten und kleine Polizeiposten schliessen... Geschäfte müssen im Tessin schliessen.. und die Tessiner kommen dann in die Innerschweit Kleider kaufen oder wie.. ich verstehs nicht.. wir sollten kondequent sein und alles schliessen ausser Lebensmittelgeschäfte und Apotheken.. oder seid ihr anderer Meinung?
    • Merida 14.03.2020 20:17
      Highlight Highlight Ich bin deiner Meinung. Wir müssen uns stark einschränken, nur so können wir die Epidemie bremsen oder hoffentlich stoppen.
    • Tobi1972 14.03.2020 20:18
      Highlight Highlight Alles schließen aber man darf sich im Wald etc noch bewegen
    • Em Den 14.03.2020 20:21
      Highlight Highlight Anscheinend sind die meisten Leser nicht einverstanden, die sehen es locker und nerven sich sogar, wenn ihre Freiheit eingeschränkt wird. Es tut mir sehr leid für die schwachen und älteren Personen, aber diese freien Vögel, die sich für die Schwachen in unserer Gesellschaft nicht interessieren, werden ein Wunder in spätestens 2 Wochen erleben. Je länger wir uns frei bewegen desto höheren Preis werden wir nachher zahlen. Hopp Schwiiz, Corona Weltmeister!
    Weitere Antworten anzeigen
  • malu 64 14.03.2020 19:50
    Highlight Highlight Was für ein Witz! In den Einkaufszentren trampeln sich die Leute auf den Zehen rum, die Leute an der Kasse 1 m entfernt, hantieren mit Münzen von Kunden und geben Münzen zurück. Auf Metall kann der Virus ein paar Stunden überleben. Manche berühren verschiedene Backwaren, bis sie die richtige Wahl getroffen haben.
    • Hirngespinst 15.03.2020 07:19
      Highlight Highlight Eigentlich gilt das für alle 'offenen' Waren. Das stimmt mich schon nachdenklich.
      Würde ich zur Risiko-Gruppe gehören oder jemand aus unserem Haushalt, würde ich im Moment ausschliesslich abgepackte Lebensmittel verwenden.
    • SeboZh 15.03.2020 08:45
      Highlight Highlight Das mit verschiedene backwaren anzufassen ist immer ein unding, Auch in in zeiten ohne corona. ..hasse es wenn leute alls brote einmal angefasst haben müssen um zu entscheiden...
    • Peter R. 15.03.2020 08:56
      Highlight Highlight Ich habe mich schon vor der Corona-Krise immer über die Leute aufgeregt, die fünf verschiedene Brote in die Hände nehmen bis sie ein Brot kaufen.
      Ich habe meine Konsequenzen gezogen - ich kaufe nur noch online ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saerd neute 14.03.2020 19:48
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 14.03.2020 21:07
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Celia* 14.03.2020 21:13
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • CogitoErgoSum 14.03.2020 21:15
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • iismaa 14.03.2020 19:46
    Highlight Highlight ... manche Schulen wollen das Verbot von Präsenzunterricht nicht befolgen ...
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 14.03.2020 21:07
      Highlight Highlight ....okay nenne bitte Ort und Schule
    • Em Den 14.03.2020 21:08
      Highlight Highlight Bei uns auf dem Spielplatz spielen sogar mehr Kinder als üblich, ich frage mich was dieses Verbot bringen wird, falls sich die Kinder immer noch treffen und miteinander spielen? Ich bin mit diesen Schulen nicht einverstanden, aber ich sehe ihr Argument.
    • ZimmiZug 14.03.2020 23:20
      Highlight Highlight @Em Den
      Das ist nun die verd. Pflicht von uns Eltern das den Kindern klar zu machen.
      Meine 13 jährige Tochter hat das "herumfüdeln" und mit Freundinnen Angebot auch sei ein paar Monaten entdeckt. Ich musste gestern Abend ein paar klare Worte an die richten was diese Situation bedeutet - jedenfalls nicht Ferien.
      Da ist es mal ein Vorteil, das mein 15 jähriger am liegen nur gamed ;-)
    Weitere Antworten anzeigen

Nach 2 Monaten in Isolation: Wie mein Omi ihren Lebensmut verloren hat

Ein Sturz zwang meine 86-jährige Grossmutter in den verhassten Rollstuhl und ins Altersheim. Nachdem sie ihr Leben lang für ihre Selbstständigkeit gekämpft hat, bedeutete das die ultimative Kapitulation. Dann kam der Lockdown.

Ich mache mir Sorgen.

Ich mache mir Sorgen um meine Grossmutter und um ihre Generation. Um fast 100’000 Personen in der Schweiz, die derzeit in einem Alters- oder Pflegeheim leben. Die rund um die Uhr betreut werden, weil die Beine nicht mehr richtig wollen, das Aufstehen Mühe bereitet. Und der Kopf auch. Weil die Erinnerungen kommen und gehen, wie sie wollen.

Seit dem 16. März befinden sich diese Menschen in Isolation. Sie gelten in der Coronakrise als besonders gefährdet. Dringt das Virus in …

Artikel lesen
Link zum Artikel