Schweiz
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29.08.2020, Berlin: Teilnehmer einer Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen stehen vor dem Reichstag, ein Teilnehmer haelt eine Reichsflagge. (KEYSTONE/DPA/Fabian Sommer)

Die Reichsflagge an der Demonstration in Berlin. Bild: keystone

Reichsflaggen an den Coronademos in Zürich und Berlin: Sind sie überhaupt erlaubt?

Neben Regenbogenfahnen und regierungskritischen Transparenten stachen auffällig viele Symbole aus der rechten Szene ins Auge. Erstaunlich ist: Vieles, was in Deutschland verboten wäre, ist in der Schweiz erlaubt.

Samuel Schumacher / ch media



22'000 Menschen in Berlin, gut 1000 in Zürich: Am Wochenende gingen Gegner der Coronamassnahmen in Deutschland und der Schweiz wieder auf die Strasse und machten ihrem Unmut über die geltenden Einschränkungen Luft.

Gesichtsmasken trugen die wenigsten. Dafür wurden auffällig viele Reichskriegsflaggen geschwenkt. Welches ist ihr historischer Hintergrund, und wo gibt es einen Bezug zur Nazi-Zeit? Eine kleine Flaggenkunde:

Die Reichskriegsflagge

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bild: ch media

Die Reichskriegsflagge wurde anlässlich der Neugründung des Deutschen Reiches 1871 geschaffen und unter anderem als Kriegsflagge der deutschen Marine und später der gesamten deutschen Streitkräfte verwendet. Die Nazis ersetzten später den Adler in der Mitte der Flagge durch das Hakenkreuz. Die Reichskriegsflagge zu zeigen, ist in Deutschland und der Schweiz grundsätzlich erlaubt. Allerdings gilt sie spätestens seit der Zwischenkriegszeit als Symbol rechtsradikaler Kreise. 2013 sorgte der damalige Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger für Aufsehen, weil die Kameras des SRF in seinem Keller eine aufgehängte Reichskriegsflagge filmten.

Die Reichsflagge

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bild: ch media

Auch die schwarz-weiss-rote Reichsflagge erlebt an den Coronademos in Deutschland derzeit ein Revival. Die Farbkombination stammt aus dem Jahr 1866. Sie war die Nationalflagge des Deutschen Kaiserreichs (1871 bis 1918). Von 1933 bis 1935 verwendeten die Nationalsozialisten die Flagge als offizielle Farben des Dritten Reiches.

Erst nach dem Tod von Reichspräsident Paul von Hindenburg 1935 wurde sie durch die Hakenkreuzflagge ersetzt. Herman Göring, damals Chef der Nazi-Luftwaffe und Reichstagspräsident, erklärte in einer Rede am 15. September 1935 anlässlich der Ablösung der alten schwarz-weiss-roten Flagge: «Die alte Flagge, sie ist in Ehren eingerollt worden. Sie gehört einem vergangenen Deutschland der Ehre an.» Auch sie gilt als eindeutiges rechtsextremes Symbol. Sie ist aber weder in Deutschland noch in der Schweiz verboten.

Die Naziflagge

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bild: ch media

Die Hakenkreuzflagge war von 1935 bis zum Untergang des Dritten Reiches 1945 die Nationalflagge. Zuvor schon wurde sie von den Nazis als Parteiflagge verwendet. In seinem Buch «Mein Kampf» schreibt Hitler, das Hakenkreuz stehe «für den Sieg des arischen Menschen». Die Verwendung und Verbreitung jeglicher Darstellungen des Hakenkreuzes ist in Deutschland verboten, ausser sie geschieht in klar historischem Kontext (z.B. im Rahmen einer historischen Theateraufführung).

In der Schweiz hingegen darf die Flagge theoretisch gezeigt werden, sofern man damit nur eine eigene politische Überzeugung zum Ausdruck bringen und nicht Propaganda betreiben will. Die Abgrenzung ist schwierig. Dennoch sind mehrere politische Vorstösse, die ein Hakenkreuz-Verbot zum Ziel hatten, in den vergangenen Jahren gescheitert.

Die Nazireichskriegsflagge

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bild: ch media

Die nationalsozialistische Variante der Reichskriegsflagge, die an Stelle des deutschen Adlers ein Hakenkreuz (Swastika) setzte, wurde offenbar von Adolf Hitler persönlich entworfen und erstmals 1935 gehisst.

Teilweise wurde das Hakenkreuz zusätzlich auf die Rückseite der Flagge genäht, damit es von beiden Seiten betrachtet nach rechts deutete. Die Flagge wurde primär auf Kriegsschiffen, an Wehrmachtsgebäuden und zur Bedeckung der Särge gefallener Soldaten verwendet. Sie ist in Deutschland - wie alle Gegenstände mit Hakenkreuz - verboten, in der Schweiz hingegen nicht. (bzbasel.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Quacksalber 31.08.2020 18:02
    Highlight Highlight Ich finde man sollte diesen Leuten etwas „Reichsnostalgie“ gönnen und sie ins Arbeitslager stecken wenn sie demonstrieren oder gar ihre Meinung sagen. Ausserdem impfen, egal gegen was so wie früher als alles besser war.
  • Skorpion 31.08.2020 14:56
    Highlight Highlight Ich wünschte mir, dass wir in der Schweiz genau soviele Freiheiten in Bezug auf Meinung und Symbolik hätten wie es in den USA der Fall ist! Soviel ich informiert bin, darf in den USA jedes Kind beim Namen genannt werden, ohne dass gleich mit dem Zeigefinger gedroht wird! Frage mich auch, warum es einen #Reichstag gibt, wenn Reichsflagge und Reichsbürger verpönt sind?
    • So oder so 31.08.2020 16:19
      Highlight Highlight "Reichstag bezeichnet im Heiligen Römischen Reich, in den europäischen Staaten, die aus diesem hervorgegangen sind, sowie einigen anderen Staaten eine ständische und später parlamentarische Versammlung, die als Gegengewicht zum Kaiser (und später zur Reichsleitung oder zur Staatsregierung) dienen sollte" Quelle: Wikipedia.

      Darum wollten sie ihn ja stürmen.
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 31.08.2020 14:56
    Highlight Highlight So am Rande:
    Atilla Hildmann wurde bei der Demo in Berlin festgenommen, als er versucht hatte, die Absperrung der Reichstagswiese zu überwinden.😂
    Was für ein Vollpfosten.
    • So oder so 31.08.2020 16:14
      Highlight Highlight Die einten haben es Geschafft - Atilla blieb am Geländer hängen, die Polizei hat ihn dann Befreit.
    • Pisti 31.08.2020 16:29
      Highlight Highlight Blödsinn er wurde verhaftet als er vor der russischen Botschaft mit dem Megaphone eine seiner wirren Reden gehalten hat.
  • Körschgen 31.08.2020 10:30
    Highlight Highlight Fazit: Ist erlaubt, eventuell hat man nachher andere Freunde als vorher.
  • Le French 31.08.2020 10:18
    Highlight Highlight Jeder ein Idiot, der mit Rechtsextremen mitmarschiert
  • Rosskastanie 31.08.2020 09:54
    Highlight Highlight Ich mache mir immer einen Spass daraus, meine alten Tanten und Onkel mit ausgestrecktem, rechten Arm zu grüssen; das sorgt meist für verwunderte Augen (sind alles Deutsche). Ist in der Schweiz aber nicht verboten, wenn man den Gruss nicht mit dem 3. Reich in Verbindung bringt. Siehe auch Bundesgerichtsurteil aus dem Jahr 2014: es sei entscheidend, ob es sich um ein persönliches Bekenntnis oder um Propaganda handelt....nein, bin weder Reichsbürger, noch Nazi, noch Sympathisant rechter Gruppen......eine Motion, auch den Hitlergruss zu verbieten ist glaube ich im Parlament noch hängig...
    • dechloisu 31.08.2020 12:52
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 31.08.2020 14:27
      Highlight Highlight Sorry, einfach auf unglaublich dumm und infantil.
      Und nicht mal ansatzweise lustig, Leuten den Hitlergruß zu zeigen.
    • Rosskastanie 31.08.2020 15:05
      Highlight Highlight @ alle: beruhigt euch mal; aber ja, ist nicht jedermanns Sache, meine Persiflage der unverständlichen Rechtssprechung zu verstehen. Das hätte ich wohl genauer ausführen sollen....wie aber kann man sonst auf solche Urteile wie sie das Bundesgericht gefällt hat, reagieren? Seis drum, haters gonna hate, jetzt habt ihr wenigstens einen Steilpass, an dem ihr euch kräftig abreagieren könnt. Wenn der Gruss nämlich nicht im Kontext mit dem 3. Reich steht, dann ist es höchstens ein "Saluto romano". Aber wenn ihr in jedem ausgestreckten Arm einen Hitlergruss sieht, dann ist das euer Problem. 🙋‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hamudi Dudi 31.08.2020 08:28
    Highlight Highlight Verdammte Rechtsextreme, die immer alles für sich vereinnahmen und umdeuten müssen! Das Kaiserreich wäre garantiert nichts für diese Leute gewesen. Zucht und Ordnung, Wissenschaft und Kultur sind alles Dinge, welche ich diesen rechtsextremen Spinnern nicht zuschreiben würde.
    • Silphium 31.08.2020 10:38
      Highlight Highlight Der Antisemitismus war in allen Schichten weit verbreitet. Auch das Denken, dass Menschen mit dunklerer Hautfarbe weniger wert seien, war sozusagen Konsens. Ausländer bzw. generell "Fremde" waren per se kritisch zu betrachten, wenn sie nicht unglaublich reich waren und rein zu Ferienzwecken kamen. Das war im 19. Jh. so und auch während bzw. zwischen den grossen Kriegen. Sicher gab es Ausnahmen, aber die Rechten heute sind nicht so weit weg von der Einstellung, die ein Grossteil der Bevölkerung im deutschsprachigen Raum damals hatte. Daher ist die Glorifizierung dieser Zeit logische Konsequenz.
  • SUP_2 30.08.2020 21:34
    Highlight Highlight Das waren wohl die ganz blöden nachäffer! Alles muss kopiert werden! Bleibt zu Hause ihr Reichsidioten
    • Lucida Sans 30.08.2020 22:55
      Highlight Highlight Sie würden sich wundern, wie viele von denen sich hier bei uns tummeln! Argument: In der Schweiz gibt es keine Merkel, also lebt es sich hier ein wenig besser.
  • rönsger 30.08.2020 20:50
    Highlight Highlight Erstens frage ich mich, was die Reichskriegsflagge mit dem Protest gegen Corona-Massnahmen zu tun hat. Und zweitens - auf die Schweiz bezogen: Was bitteschön hat diese Flagge hier zu suchen? Und wie ist das Gedankengut jener geschnitzt, die in Zürich neben den Fahnen wacker mitmarschieren, um für mehr Freiheit und Demokratie zu demonstrieren?
    • Quo Vadis 31.08.2020 07:42
      Highlight Highlight "Und wie ist das Gedankengut jener geschnitzt, die in Zürich neben den Fahnen wacker mitmarschieren, um für mehr Freiheit und Demokratie zu demonstrieren?"

      Und was sollen die denn tun? Sich von der Demo abwenden? Nach Hause gehen?

      Ich bin nicht per se gegen die Demo - ist ja deren Recht, finde aber das Erfassen der Personalien durch die Polizei begrüssenswert. Sollte es bei Demonstranten zu einer Infektion und Komplikationen durch Covid kommen sollten Krankenkassen Zahlungen und Leistungen der Demonstranten NICHT übernehmen.
    • DerTaran 31.08.2020 08:49
      Highlight Highlight Die wollen wohl heim ins Reich? Als schweizer Patrioten?

      Da bleibt nur Kopfschütteln.
    • Quo Vadis 31.08.2020 13:03
      Highlight Highlight Jetzt mal ernsthaft, erwartet ihr dass sich eine friedliche 1. Mai Demo auflöst weil sich ein paar vom Schwarzen Block darunter gemischt haben? Oder weil da Flaggen mit Hammer und Sichel geschwenkt werden (dem Symbol unter welchem Millionen von Menschen umgekommen sind) ?

      Nein, es wäre unmöglich jegliche Demo durchführen zu können weil es immer Ewiggestrige geben wird.

      Auch mir passt dieses Anti-Covid Geschwurbel genau so wenig. Noch weniger habe ich's mit Rechts- und Linksextremen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • malu 64 30.08.2020 20:06
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Borki 30.08.2020 20:06
    Highlight Highlight Waren an der Demo in Zürich echt Reichskriegsflaggen zu sehen?

    Uiuiui da müssten die Fahnenträger aber schon in einer komfortablen Überzahl sein, dass ich so etwas unkommentiert durchgehen liesse, wenn ich die Deppen live sähe...
    • Pisti 31.08.2020 16:31
      Highlight Highlight Nein es waren keine Reichkriegsflaggen zu sehen.
  • Siru 30.08.2020 19:50
    Highlight Highlight Viele wundern sich hier, das rechtsextreme Fahnen erlaubt sind oder diskutieren über degen Bewilligung, etc.

    Dabei scheinen die Leute die wesentliche Botschaft zu ignorieren: der widerwärtige rechtsextreme Mob wagt sich auch in der Schweiz immer häufiger öffentlich zu zeigen, beschränkt sich nicht mehr auf die SozMed.
    Bin ich der Einzige, der das besorgniserregend findet?
    • Herr Schneebeli 30.08.2020 20:17
      Highlight Highlight Nein, bist du nicht, Siru.
      Das „Eidgenossentum“ feiert Urständ. Nicht nur am Parteitag der Schweizerischen Verbreitungspartei. Man kann das überall beobachten.
    • Scott 30.08.2020 21:43
      Highlight Highlight Die Flagge des Deutschen Kaiserreichs ⬛⬜🟥 hat nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun und soll wohl eher den Wunsch nach einer gültigen Verfassung zum Ausdruck bringen.
    • Siru 30.08.2020 22:03
      Highlight Highlight Scott: doch, inzwischen schon. Wie viele andere Symbole wurde die Fahne von den Rechtsextremisten vereinnahmt. Zudem hat Deutschland bereits eine gültige Verfassung.
      Die Fahne ist ein Symbol GEGEN die gültige Verfassung und GEGEN die Demokratie.

      Abgesehen davon hat sie auf Demos in der Schweiz nicht das geringste verloren. Wir waren nie Teil des deutschen Kaiserreichs.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scott 30.08.2020 19:40
    Highlight Highlight Die Einen wollen einen Kaiser, die Anderen den Sozialismus. Wo ist das Problem?
    • Uranos 30.08.2020 23:51
      Highlight Highlight Das Problem ist dass die Geschichte klar gezeigt hat, dass die Demokratie die beste aller Staatsformen ist und einer absolute Monarchie oder Diktatur in jeder Hinsicht überlegen ist. Caesar, auf den der Begriff Kaiser zurückgeht, war übrigens so schrecklich, dass man ihn nach einem (!) Monat als Herrscher schon ermordet hat. Nicht unbedingt etwas, nachdem sich ein vernünftiger Mensch sehnen sollte.
    • Ueli der Knecht 30.08.2020 23:56
      Highlight Highlight "Die Einen wollen einen Kaiser"

      Nicht Kaiser. Den Führer, @Scott.

      Sozialismus achtet die Menschen,
      (Neo-)Nazis verachten die Menschen.

      Das ist das Problem.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 31.08.2020 07:02
      Highlight Highlight Pffft - alle totalitären Systeme verachten die Menschen: kommunistisch, sozialistisch, nationalsozialistisch und auch demokratisch ohne verankerten Minderheitenschutz, wenn es zu einer Diktatur der Mehrheit kommt. Ein Blick auf die sozialistische DDR und ihren Umgang mit Dissidenten sollte dazu eigentlich ausreichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 30.08.2020 19:33
    Highlight Highlight Das Geschäft von Angelo Barrile (SP) zu dieser Thematik wurde leider noch nicht behandelt.

    Der BR empfiehlt zwar derren Ablehnung, ich würde aber eine Annahme begrüssen. Ebrn aus den oben im Artikel genannten Gründen.

    https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193270
    • Stinkstiefel 31.08.2020 00:11
      Highlight Highlight Geschäft gelesen:
      „Die Schweiz bestraft als eines von wenigen Ländern die öffentliche Verwendung von Hakenkreuzen, Hitlergruss und Ku-Klux-Klan-Symbolik nicht.„

      Das ist objektiv falsch. Aus irgendwelchen Gründen glauben Linke, beim Verbot von Symbolen würde die dahinter liegende Gesinnung verschwinden. Warum wohl demonstrieren die Deutschen Nazis mit Reichskriegsflagge? Weil die Naziflagge verboten ist. Nun die 100-Euro Frage: Was passiert wohl, wenn man die Reichskriegsflagge verbietet?

      Es gibt schon Gründe, weshalb der BR dies ablehnt. Schafft nur zusätzliche Faszination für das Verbotene.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 31.08.2020 10:56
      Highlight Highlight @Stinkstiefel
      Kannst dich sicher einige brauchbare Beispiele nennen, WELCHE linken behauptet haben, dass durch ein Verbot die entsprechende Gesinnung verschwinden würde?

      Wenn du klare Beispiele hast, kann man die entsprechenden Idioten auch nennen und meiden.

      Und wenn nicht, wars einfach Geschwafel.
    • Ueli der Knecht 31.08.2020 15:09
      Highlight Highlight "Aus irgendwelchen Gründen glauben Linke, beim Verbot von Symbolen würde die dahinter liegende Gesinnung verschwinden."

      Es geht weder um ein Verbot von Gesinnungen, noch um ein Verbot derer Symbole, @Stinkstiefel. Sondern ein Verbot von rassistischen Belästigungen, also um die Verbreitung solcher Gesinnungen und Symbole IN DER ÖFFENTLICHKEIT.

      Wer mit Hakenkreuz oder Reichsflagge in einer Synagoge "protestiert", der ist schon heute strafbar. Aber das ist leider nicht immer so klar (vgl. Ku-Klux-Clan an schwyzer Fasnacht). Ein Verbot solcher Symbole in der Öffentlichkeit würde es vereinfachen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 30.08.2020 19:32
    Highlight Highlight So sehr ich das Gedankengut der diversen antidemokratischen Gruppierungen (Nazis, Reichsbürger aber auch Kommunisten usw.) verabscheue: ein Verbot derer Symbole wäre keine gute Idee. So zwingt man sie in den Untergrund, wo sie sich radikalisieren. Das führt zu Gewalt.
    Besser ist es, wenn die Leute jedes mal erneut hören, warum ihre Ideen dämlich sind. Denn da gibt's nun wirklich ausreichend gute Argumente.
    • Martin Fluxus 30.08.2020 21:18
      Highlight Highlight Untergrund? Ne, die suchen sich dann einfach andere Symbole. Irgendwas mit schwarz, weiss und rot findet sich immer - oder irgendwelche Zahlencodes à la 1488.
    • Uranos 30.08.2020 23:54
      Highlight Highlight Das ist eines der am häufigsten genannten Argumente und es ist falsch. Symbole sind Kommunikationsmittel, mit ihnen demonstriert man Stärke und gewinnt an Anhängern. Klar wird es im Untergrund immer auch weiter brodeln, aber wenn man im Zuge der "Redefreiheit" diese Symbole erlaubt, kann es viel schneller überschäumen.
    • Joe "I beat the socialist" Biden 31.08.2020 03:56
      Highlight Highlight @Uranos: Verbote bewirken in der Tat das was @Martin Fluxus beschreibt. Nazis suchen sich dann einfach neue Symbole und Namen die jedes mal etwas harmloser aussehen als Hakenkreuz bzw. NSDAP, solange bis das alte Böse in neuem Gewand mehrheitsfähig wird.
  • Funboy 30.08.2020 19:00
    Highlight Highlight Funfact: im deutschen Reich herrschte eine Impfpflicht
    • Juliet Bravo 30.08.2020 19:18
      Highlight Highlight 😂
    • Der Kritiker 31.08.2020 09:04
      Highlight Highlight Danke, Funboy, der war wirklich gut!
    • hutti 31.08.2020 10:39
      Highlight Highlight made my day, danke dir.🤣😂
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.08.2020 18:59
    Highlight Highlight "Erstaunlich ist: Vieles, was in Deutschland verboten wäre, ist in der Schweiz erlaubt."

    Weshalb ist das erstaunlich?
    Das Zeigen von Symbolen/Flagge ist ein Aspekt der Meinungsfreiheit, die beschränkt sich ja nicht nur auf das gesprochene oder geschrieben Wort. Es macht Sinn, dass der Gesetztgeber sehr vorsichtig reguliert und gerade bei Flagge /Symbolen die Interpretation in der spezifischen Situation extrem schwierig, welche spezifische Botschaft genau transportiert werden soll.
    • Juliet Bravo 30.08.2020 19:21
      Highlight Highlight Völlig einverstanden, wobei ich bei Hakenkreuzflaggen schon Mühe habe, den Träger nicht als Neonazi einzustufen.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.08.2020 20:33
      Highlight Highlight Ich denke das darf man ruhig so annehmen;-)
    • Uranos 30.08.2020 23:56
      Highlight Highlight In unserem bürokratischen Land ist es erstaunlich, dass man nicht irgendwie eine Sondergenehmigung braucht um so eine Flagge zu besitzen/zu zeigen (z.B. Sammler, für einen Film). Wäre vielleicht sogar ne recht gute Lösung, statt ein Verbot, wo dann jeder Einzelfall zuerst mal überprüft werden muss?
  • Ludwig van 30.08.2020 18:57
    Highlight Highlight Ich kenne selbst welche. Halten das Merkel-Regime für eine Diktatur aber wollen den Kaiser zurück. Gegen diese Logik komme ich nicht an.
    • De-Saint-Ex 30.08.2020 19:05
      Highlight Highlight Nö, nicht den Kaiser... den Führer.
    • Juliet Bravo 30.08.2020 19:08
      Highlight Highlight Das zeigt, wie autoritär sie eigentlich eingestellt sind. Und dann behaupten sie häufig auch noch, WIR seien die Lemminge😂
    • Ludwig van 30.08.2020 19:38
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex: Reichsbürger sind nicht automatisch Neonazis. Sie glauben dass die BRD für ein illegitimes Regime ist weil angeblich nie einen einzigen Friedensvertrag mit allen Kriegsparteien gab. Sie glauben dass das Deutsche Reich inklusive Kaiser noch immer gültig ist. Einige sind Nazis, die meisten sind rechts, aber es ist gibt tatsächlich auch linke Reichsbüger. Das sind teils verwirrte Hippies oder Esoteriker zum Beispiel. Oft sind es auch einfach Leute die Probleme mit den Behörden haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 30.08.2020 18:53
    Highlight Highlight Ich find’s gut, sind diese Flaggen nicht verboten... daran kann man dieses braune Gesocks gut erkennen.
    • Kleinaberdoktor 30.08.2020 22:35
      Highlight Highlight Bin ich vollkommen Deiner Meinung🤗

      Früher sind sie noch als Boneheads aufgetreten heute sind sie leider schwer zu erkennen.
      Noch besser wäre es gäbe die Clowns gar nicht, aber es gibt sie eben doch.
      Da es heutzutage nicht mehr so hip ist mit Bomberjacke, Springerstiefeln und praktischem Haarschnitt herumzurennen ist so ein Erkennungsfähnchen gar nicht mal so verkehrt🤔

      Weiter ihr braunen Jungs und Mädels, hisst die Flaggen, dann kann man auch „vernünftige Dialoge“ mit euch führen. Bei nicht erkennen kommen die meist schwer zustande und Dialog ist wichtig😉
  • Tilman Fliegel 30.08.2020 18:30
    Highlight Highlight Reichsbürger sind doch per Definition anti-demokratisch, oder nicht?
    • wasps 30.08.2020 19:47
      Highlight Highlight Ja.
  • Sergeant Pepper 30.08.2020 18:26
    Highlight Highlight Fragen sie doch Oskar Freysinger von der SVP.
    • DerTaran 31.08.2020 10:13
      Highlight Highlight Er hätte dafür eigentlich aus jeder Schweizer Partei rausgeschmissen werden müssen. Gerade für eine Schweizer Volkspartei sollte diese Fahne eigentlich nicht akzeptabel sein.
  • Zanzibar 30.08.2020 18:18
    Highlight Highlight Nimmt mich ja wunder warum diese Flaggen in der Schweiz erlaubt sind...
    • AngelitosHE 30.08.2020 18:26
      Highlight Highlight Weil das Verbot in Deutschland soviel gebracht hat meinst du?
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 30.08.2020 18:43
      Highlight Highlight Vielleicht weil die Schweiz eine Demokratie ist und Zanzibar nicht einfach bestimmen kann was erlaubt ist und was nicht .
    • Alnothur 30.08.2020 18:59
      Highlight Highlight Weil Symbolverbote Blödsinn sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Papierli-Tschingg 30.08.2020 18:18
    Highlight Highlight Flaggen verbieten finde ich etwas albern. Ausserdem würde es sonst viel schwerer die ganzen Idioten zu erkennen.
  • Wellenrit 30.08.2020 18:04
    Highlight Highlight Ou man
    Der Vorteil von solchen Leuten ist: jetzt können alle seriösen Schweizer diese Demonstrationen erst recht nicht mehr ernst nehmen!

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