Schweiz
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ZUR MELDUNG, DASS DIE STADT BERN VERSUCHSWEISE CANNABIS IN APOTHEKEN VERKAUFEN MOECHTE, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 14. MAERZ 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Die Zutaten fuer einen Joint bestehen aus Hanf (Cannabis Sativa), links, Tabak, Mitte, Zigarettenpapier, oben und einem Filter, oben rechts, fotografiert auf einem Tisch  in Zuerich im Herbst 2005. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Kiffen ist in der Schweiz noch nicht legal. Bild: KEYSTONE

Die Schweiz testet das legale Gras: 5 Dinge, die du dazu wissen musst

In der Schweiz soll man künftig legales Gras konsumieren können. Zumindest dann, wenn man Teil einer wissenschaftlichen Studie ist. Der Ständerat gab heute Mittwoch grünes Licht dazu.



Wird Cannabis legal?

Nein. Die Legalisierung von Cannabis liegt in der Schweiz immer noch in weiter Ferne. Das wuchtige Nein von 63 Prozent zur Hanfinitiative im Jahr 2008 ist vielen Politikerinnen und Politikern immer noch gut in Erinnerung.

AktivistInnen des

2006 wurde die Hanf-Initiative mit 105'000 Unterschriften eingereicht. Das Volk sagte zwei Jahre später Nein dazu. Bild: KEYSTONE

Die Initiative wollte damals den Konsum, Besitz, Erwerb und Handel von Cannabis erlauben und forderte gleichzeitig Jugendschutz-Massnahmen. Seither änderte sich in der Schweizer Hanf-Politik nicht viel. Seit 2013 gilt zumindest der «Besitz» (im Gesetz ist die Rede von der «Konsum-Vorbereitung») von weniger als 10 Gramm Cannabis als straffrei.

Was soll sich denn nun ändern?

In der Schweiz konsumieren immer noch rund 220'000 Menschen regelmässig THC-haltiges Cannabis. Davon profitiert heute vor allem der Schwarzmarkt, was verschiedene Fragen bezüglich Prävention und Gesundheit aufwirft. Einerseits «verticken» Dealer auch Jugendlichen bereits das Kraut, andererseits wissen Käuferinnen häufig nicht, wie gut die Qualität des illegal gekauften Grases ist.

Verschiedene Schweizer Städte wollen das ändern. Sie fordern, dass Pilotprojekte möglich werden. Darunter werden wissenschaftliche Studien verstanden, bei denen Interessierte Cannabis legal und zu «Genusszwecken» (sprich: Kiffen) kaufen können sollen.

A CPlant employee organizes a box of hemp for export at the company's farm on the outskirts of Tala, Uruguay, Thursday, Aug. 13, 2020. The export of Uruguayan hemp could reach 60 tons by the end of 2020, according to Sergio Vázquez, from the Ministry of Livestock, Agriculture and Fisheries, following a presidential decree in August that opened the door to sell abroad. (AP Photo/Matilde Campodonico)

Städte sollen künftig Cannabis-Konsum-Studien durchführen können. (Symbolbild) Bild: keystone

Hintergrund für den Experimentierartikel ist eine verweigerte Bewilligung für eine Cannabis-Studie der Universität Bern. Das Bundesamt für Gesundheit war zum Schluss gekommen, dass es für solche Studien keine Rechtsgrundlage gebe.

Die grossen Städte Zürich, Bern, Genf und Basel sind an solchen Pilotprojekten interessiert. Sie erhoffen sich, dass die Schweizer Hanf-Politik künftig «alternative Regulierungsformen» beinhalten kann. Als Beispiel wird der regulierte Verkauf in Apotheken genannt. Dafür fehlt aber bislang die rechtliche Grundlage.

Was wurde nun beschlossen?

Der Bundesrat hat letztes Jahr einen Gesetzesentwurf ins Parlament geschickt, mit dem solche Pilotprojekte erlaubt werden können. Nachdem der Nationalrat zu Cannabis-Pilotprojekten bereits Ja gesagt hat, kam das grüne Licht nun auch aus dem Ständerat.

Das Gesetz ist damit aber noch nicht unter Dach und Fach. Stände- und Nationalrat streiten sich noch über ein kleines Detail: Die grosse Kammer fordert, dass bei solchen Tests nur Schweizer Bio-Hanf zur Anwendung kommt. Die kleine Kammer will hier eine «wenn möglich»-Formulierung.

Der Nationalrat wird deshalb nochmals über das Gesetz diskutieren müssen. Sobald es eine Einigung zur Bio-Hanf-Frage gibt, ist der Weg frei für solche Pilotprojekte.

Wann kann ich Cannabis in Schweizer Städten kaufen?

Das kann noch ein bisschen dauern. Der Bundesrat will nämlich die Details dazu noch in einer Verordnung regeln. Die Arbeit dazu will er erst aufnehmen, wenn das Parlament definitiv grünes Licht für die Pilotversuche gibt.

Die Verordnung könnte für viele Kiffer eine Enttäuschung sein. Geht es nach dem Willen des Bundesrates, sollen solche Pilotprojekte nur mit starken Einschränkungen bewilligt werden. So etwa bei der Anzahl der Studienteilnehmenden: Der Bundesrat schreibt, dass man diese «auf das für die wissenschaftliche Aussagekraft erforderliche Mass» begrenzen soll. Er geht von maximal 5000 Personen aus.

Die Resultate von solchen Studien sollen später helfen, neue Wege für die Hanf-Politik zu finden. Dieser Zwischenschritt zu einer möglichen Cannabis-Legalisierung wird deshalb auch von Sucht-Fachleuten begrüsst. Markus Meury von Sucht Schweiz erhofft sich «bessere Regulierungen bezüglich des Jugendschutzes» und vermutet, dass dadurch auch der Schwarzmarkt ausgetrocknet werden könne, wie er zu Radio SRF sagt.

Wie sieht es weltweit aus?

Die Zeit der repressiven Cannabis-Politik ist in vielen Ländern vorbei. Mehrere europäische Staaten, darunter Grossbritannien, Belgien, Deutschland, Italien und Spanien, erlauben den Konsum zum Eigenbedarf. Portugal hat den Konsum und Besitz von kleinen Mengen sämtlicher Drogen im Jahr 2000 ganz entkriminalisiert. Auch die Niederlande ist wegen den berühmten «Coffeeshops» bekannt für eine De-facto-Legalisierung

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Map-of-world-cannabis-laws.svg
English: Map showing legal status of recreational cannabis across the world.
  Legal
  Illegal but decriminalized
  Illegal but often unenforced
  Illegal

CC-BY-SA https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en

Freizeitgebrauch von kleinen Mengen von Cannabis: legal (blau), entkriminalisiert (gelb), keine zwingende Strafverfolgung (hellrot), illegal (rot). Bild: Jamesy0627144/cc-by-sa

Auffällig ist der Weg der Vereinigten Staaten. Dort entscheidet jeder Bundesstaat für sich, wie er mit nicht-medizinischem Konsum von Cannabis vorgehen will. In den vergangenen Jahren gab es eine regelrechte Legalisierungswelle, die verschiedenenorts einen regelrechten Markt entstehen liess. Ähnlich sieht es in Kanada aus, wo Cannabis-Blüten, -Öl und gar THC-haltige Lutscher legal gekauft werden können.

Soll Cannabis in der Schweiz legalisiert werden?

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103Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Count Goku 10.09.2020 09:25
    Highlight Highlight "...zu «Genusszwecken» (sprich: Kiffen)" - und schon ist der Stempel drauf.
    Demnach wäre jeder, der auch nur ab und zu ein Gläschen trinkt, ein Säufer.
  • ernst.haft 10.09.2020 07:20
    Highlight Highlight Ein grosser Schritt für die Schweiz, doch ein kleiner Schritt für die Menschheit.
  • Booker 10.09.2020 07:13
    Highlight Highlight Toll, da werden ja die Zahlen der Drogentoten in ein paar Jahren kräftig steigen. Cannabis ist eine Einstiegsdroge, welche bei vielen Konsumenten später zu härteren Sachen führt. Kiffende Teenies sind auch in der Berufswelt selten zu gebrauchen, sie denken meist nur an den nächsten Rausch und ans Wochenende. Hauptsache Party & Flash !
    • Die_andere_Perspektive 10.09.2020 07:39
      Highlight Highlight So viel bulls**t muss man erst mal in 3 Sätze packen können... Respekt...
    • Liselote Meier 10.09.2020 07:43
      Highlight Highlight Au contraire, wenn Hanf legal in Läden erworben werden kann, muss man sich das Zeug nicht mehr von der Gasse holen.

      Und nö, Einstiegsdrogen Nr. 1 sind Nikotin und Alkohol.
    • achiiloo 10.09.2020 07:58
      Highlight Highlight @Booker ich rauche seit 13 Jahren, habe regelmässig gefeiert, hab mein Lehrabschluss, 2x Weiterbildungen absolviert und bin jetzt Abteilungsleiter...und und und ich rauche immer noch - bin 28J. alt :):):)
    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 10.09.2020 06:20
    Highlight Highlight Die Hanflegalisierung ist ein Intelligenztest und ein Grossteil des Stimmvolkes und der Politik haben ihn grandios versägt...
  • sunshineZH 10.09.2020 06:03
    Highlight Highlight Für mich lieber ein Bier 😃 Aber jedem das seine 👍
  • Jorge de los alpes 10.09.2020 05:34
    Highlight Highlight Wie die Japaner, um das Walfangverbot zu umgehen, werden die Wale zu wissenschaftlichen Zwecken gejagt....
  • Nurmalso 10.09.2020 03:37
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man bald nochmal abstimmen. Ich meine die 63% die beim letzten mal nein gesagt haben dürften ja 12 Jahre klüger sein jetz odr hatten wenigstens genug Zeit zum über ihre Fehler nach zudenken
  • Tropennütteler 09.09.2020 21:20
    Highlight Highlight Hoffen wir nicht. Die 220 000 sollen unter sich bleiben.
  • Marco Antonio C. 09.09.2020 19:02
    Highlight Highlight Ich finde auch das es legalisiert werden sollte. Aber ich kann verstehen weshalb sie es nicht möchten, da sehr viele Jugendliche das zeug konsumieren. Und im Wachstumsalter hat diese Droge nichts zu suchen. Wenn ihr euch in den Grossstädten rum schaut, würdet ihr es sehen, wie sich die Gesellschaft verändert hat. Lustigerweise ist es nicht wegen Gras, sondern das Kokain schuld!
  • El Vals del Obrero 09.09.2020 18:43
    Highlight Highlight Ich verstehe einfach nicht, dass da die SVP nicht total dafür ist. Offensichtlich nehmen sie ihr Parteiprogramm nicht ernst:

    - "Freiheit für mündige Bürger", "Kein Nanny-State!" etc. CHECK (bei Alkohol und Tabak und Junk-Food argumentieren sie doch auch so)

    - "Schweizer Bauern unterstützen" CHECK

    - "(Ausländische) Kriminelle behindern" CHECK

    - "Freie Marktwirtschaft, keine Staatseingriffe" CHECK
    • Mitläufer 09.09.2020 19:03
      Highlight Highlight Kiffer wählen nicht und wenn dann kaum SVP. Das könnte neben "alt und konservativ" noch ein Grund sein. Frage mich das nämlich auch schon lange. Unsere Bauern könnten alle Millionäre werden und das ganz ohne Subventionen.
    • Alnothur 09.09.2020 20:44
      Highlight Highlight Weil sie konservativ sind, nicht liberal.
    • switchertüütsch 10.09.2020 07:22
      Highlight Highlight ...überdüngte Böden entgiften! CHECK
  • Gondeli 09.09.2020 17:08
    Highlight Highlight Kiffen ist und soll strafbar bleiben! Denkt doch mal an die Zukunft der Schweiz, unsere Kinder!

    Oder wollen wir eine nicht arbeitende, lethargische, selbsgefällige Bevölkerung? Nein!
    • JarlUrlak 10.09.2020 08:43
      Highlight Highlight Ja genau, denk an die kinder!
      Nach der Legalisierung könnten die Armen gar nichts mehr rauchen.
      Denn denk auch an die Dealer welche an kinder verkaufen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen das es mit 16 um einiges leichter war an Gras zu kommen als an Tabak oder sogar Schnaps.
      und wieso ist jemand selbstgefälliges schlimmer als jemand der im Leute anpöbelt oder direkt zuschlägt? (Damit will ich nicht sagen dass alle die Alkohol trinken gewalttätig sind aber auch nicht alle Kiffer sind selbstgefällig und nutzlos.)
    • D(r)ummer 10.09.2020 08:55
      Highlight Highlight Unsere Kinder ab 13 rauchen irgendwelchen Blödsinn von der Strasse.
      Es wird geraucht, ob sie wollen oder nicht liebs Gondeli!

      Bedenklich finde ich jedoch diese Kiffer, die es während der Arbeit nicht lassen können.

      Aber wenn ich nach Feierabend biz druff sein will, soll ich das machen dürfen.

      Für die Bauern und deren Fruchtfolge wäre es auch nicht schlecht.

      Ich seh das Negative echt weniger...
  • Chalbsbratwurst 09.09.2020 16:03
    Highlight Highlight Zitat: "Dieser Zwischenschritt zu einer möglichen Cannabis-Legalisierung wird deshalb auch von Sucht-Fachleuten begrüsst. Markus Meury von Sucht Schweiz erhofft sich «bessere Regulierungen bezüglich des Jugendschutzes» und vermutet, dass dadurch auch der Schwarzmarkt ausgetrocknet werden könne."

    Komische Vorstellungen hat der Mann. Denkt er wirklich wenn 5000 von 220'000 Kiffern ihr Gras nicht mehr auf dem Schwarzmarkt kaufen habe das auswirkungen auf den Schwarzmarkt? Anschliessend heisst es dann: "Studien haben gezeigt das eine Legalisierung den Schwarzmarkt nicht beseitgen kann."
  • tii 09.09.2020 15:58
    Highlight Highlight Mein Dealer verdient im Jahr 90'000.- steuerfrei und geht nicht mal arbeiten..
    Da fragt man sich schon wieso man noch abeiten geht..
    Legalisieren und die Steuern in die AHV.. das wärs!
  • PVJ 09.09.2020 15:53
    Highlight Highlight Dass Prohibition nicht funktioniert ist hinlänglich bekannt. Dass Legalisierung funktionieren kann ebenfalls. Verstehe nicht warum es noch Studien braucht.
    • Walser 09.09.2020 22:49
      Highlight Highlight Wo funktioniert denn die Legalisierung?
    • PVJ 10.09.2020 08:01
      Highlight Highlight Artikel gelesen?
  • Chalbsbratwurst 09.09.2020 15:52
    Highlight Highlight Ich bin ganz klar der Meinung das es nur einen Weg gibt: Anbau, Besitz und Konsum ab 18 legalisieren aber den Handel weiterhin unter Strafe stellen. Dann kann jeder der kiffen möchte sein Gras selber anbauen, die Dealer würden verschwinden weil ja jeder sein eigenes Gras hat und die Jugend wäre geschützt weil man niergends einfach so Gras kaufen kann. Da sich aber unser Staat wenn schon an den Kiffern bereichern möchte wird der Eigenanbau bestimmt nie legal werden. Heisst das Gras wird mit Steuern künstlich verteuert und der Schwarzmarkt lacht sich ins Fäustchen weil er billiger anbieten kann.
  • mrgoku 09.09.2020 15:49
    Highlight Highlight Dass 2020 noch über sowas diskutiert werden muss...
    Naja ich weiss ja nicht...

    Alk wird ja auch überall gesoffen... und ist erst noch schädlicher.
  • du_bist_du 09.09.2020 14:50
    Highlight Highlight Da die Menschen in der Schweiz sowieso bis zum geht nicht mehr saufen und viele, vorallem jüngere Menschen, mittlerweile für eine Legalisierung sind sollte man Drogen legalisieren.
    Um die Eigenvernatwortung dann aber auch konsequent zu leben, soll Polizei und Sanität zu keinen drogenbedingten Einsätzen mehr ausrücken dürfen. Im Zweifelsfall wird ausgerückt und halt der Einsatz abgebrochen.

    Problem gelöst... so schwierig ist das Thema doch nicht.
    • Mr. Spock 09.09.2020 18:06
      Highlight Highlight Konsequenterweise bitte das Selbe bei alkoholbedingten Einsätzen fordern... Evtl. War das ja mit drogenbedingt gemeint? Macht 0 Sinn nur so nebenbei...
    • Mitläufer 09.09.2020 19:06
      Highlight Highlight Sanität und Polizei rücken zu 90+% für Selbstverschuldetes aus. (Wenn du 150kg wiegst und einen Herzinfarkt hast, oder seit 20 Jahren rauchst und deine Lunge schlapp macht usw)
    • CrispMüesli 09.09.2020 20:59
      Highlight Highlight öhm das finde ich jetzt nicht nein.

      Das eine soll mit dem anderen überhaupt nichts zu tun haben. Wenn ich einfach aus reiner Dummheit mit dem Kopf in eine Wand renne, habe ich trotzdem ein Recht auf medizinische Versorgung.

      Wo landen wir denn, wenn wir den Notruf nur noch auf diejenige Situationen eingrenzen, die deiner Meinung nach ein Recht darauf haben?😅
    Weitere Antworten anzeigen
  • Suerehohn 09.09.2020 14:06
    Highlight Highlight Ich war lange Zeit Krank und was hat mir gegen die Schmerzen geholfen... Cannabis natürlich. Ich verstehe das ganze Tam-Tam nicht wegen der Legalisierung.
    • Patrik Hodel 09.09.2020 17:00
      Highlight Highlight Da steht auch die Farma-Branche dahinter.
      Die wollen Dir für alles eine Pille oder Spritze andrehen.
    • Einstürzende_Altbauten * 10.09.2020 07:33
      Highlight Highlight Spannend ist, wie sich die Haltung in meinem Umfeld zu dem Thema ändert, wenn die Personen krank werden, Schmerzen haben, irgenwann keine Lust mehr auf Chemie haben und dann Cannabis entdecken. So erlebt, dass heftige Kritikerinnen zu Befürworterinnen werden.
  • Cirrum 09.09.2020 14:03
    Highlight Highlight Lächerlich, wie der Staat mit Betäubunsmitteln umgeht, wenn es einem Land gelegen kommt ist es kein Problem Betäubungsmittel einzusetzen, niemand interessiert sich für die Gesundheit des Menschen, es geht nur um Kontrolle.
    Und dann etwas harmloses wie Hanf zu verteufeln.. Hanf passt halt nicht ins System, weil es nicht ein Aufputschmittel ist sondern etwas beruhigendes.. und mit gesunden, gelassenen Menschen lässt sich kein Geld machen..
    Hierzu ein sehr interessanter Artikel.

    https://www.woz.ch/-a7e
    • mystiker 09.09.2020 16:58
      Highlight Highlight es geht bei der legalisierung auch um folgendes: Wenn der staat etwas verbietet und jeder macht es trotzdem, dann verliert der staat seine glaubwürdigkeit. deshalb muss der staat jetzt darüber debattieren.
    • Hockey-Fan 09.09.2020 17:46
      Highlight Highlight @mystiker: In der Schweiz geht man von ca. 200'000 Personen aus, die regelmässig kiffen, also irgendwo um 2,5 % rum. Ich würde mal behaupten, dass um ein Vielfaches mehr auf der Autobahn eher 130 als 120 kmh fahren. Ist das jetzt ein Grund, das Tempolimit zu erhöhen?
    • Liselote Meier 09.09.2020 18:13
      Highlight Highlight @Hockey; Der Vergleich hinkt, bei Tempolimiten spielt die Gefährdnung von Dritten mit. Wenn ich ein Tütchen rauche gefährde ich damit keine Drittperson.



  • landre 09.09.2020 13:25
    Highlight Highlight Zu Gunsten der Forschung sicherlich sinnvoll (aktuelles "Experiment"). Da solche Formen "Legalisierungen", sei als Experiment wie Etablierung, nur dem mündigen Teil der Bevölkerung zu Gunsten kommen, bleiben die zu schützenden Minderjährigen ausgeschlossen und "müssen" daher weiterhin und auch zukünftig auf den Schwarzmarkt zurückgreifen.
    Abgesehen davon, kratzt solch ein staatlicher Intervent keineswegs die Mafien, denn diese verdienen viel mehr mit "härteren" Drogen als mit den ohnehin schon tiefen Preisen bei den "leichteren" Drogen.
    Forschung Ja, Etablierung Jein oder Nein (cpth).
    • landre 09.09.2020 14:29
      Highlight Highlight @BlitzerInnen

      Ideologisch unabhängig...Wenn ein mündiger Mensch auf solche Substanzen zurückgreifen will und es tut, ist das sachlich etwas ganz anderes als wenn es ein Minderjähriger es tut (und es nicht einfach nur einmal im Leben "probiert"...).

      Wollt Ihr mit dieser Form von "Legalisierung" wie hier oben nur Euch (falls Erwachsen) selber begünstigen und beglücken oder der gefährliche Missbrauch von Drogen eindämmen? Was ist Euer Ziel?
    • DonChaote 09.09.2020 16:36
      Highlight Highlight @landre
      Mir persönlich geht es hauptsächlich um die gleichstellung von cannabis mit anderen genussmitteln (z.b. alkohol, was wesentlich problematischer ist vom suchtpotential und gesundheitlichen folgeschäden).

      Frage an sie: wie genau sieht der „gefährliche missbrauch“ von cannabis aus?
      Beim alkohol bleiben die minderjährigen ja theoretisch auch ausgeschlossen. Gibt es dafür auch einen „mafien“ schwarzmarkt, der sie mit alkohol beliefert?
    • DonChaote 09.09.2020 16:45
      Highlight Highlight @landre
      Was ich nicht verstehe ist, wo das problem mit cannabis liegt. Ich konsumiere bald seit 20jahren mehr oder weniger regelmässig und ich bin ein ganz normaler, anständiger teil der gesellschaft. Ich habe ein funktionierendes sozialleben, einen anspruchsvollen job (arbeitgeber und kunden stets mehr als zufrieden), zahle meine steuern, miete, rechnungen termingerecht, habe keine psychischen probleme (zumindest keine schlimmeren als die ‚normale‘ durchschnittsbevölkerung). Und allen kiffenden in meinem umfeld geht es genau gleich.
      Plus: man geht meist entspannter durchs leben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • TWilli 09.09.2020 13:22
    Highlight Highlight Zuerst geht jahrelang nichts und jetzt stockt die Gesetzesverabschiedung wegen einem Streit um Bio-Hanf oder nicht😂
  • hello_world 09.09.2020 13:20
    Highlight Highlight Was sollen diese ganzen wischiwaschi Vorlagen mit dies und der Ausnahme oder Bedingung.
    Legalisieren und besteuern! Punkt!
  • caro90 09.09.2020 13:20
    Highlight Highlight Mir fehlt der Button 'Nein, sonst verdiene ich nichts mehr' 😂 Spass, aber das Problem in der Regulierungsfrage ist, dass Rund ums Kiffen eine eigene kleine Parallelwirtschaft entstanden ist, die trotz der Gesetzlosigkeit grundsätzlich gut funktioniert. An diesem System verdienen sehr viele Menschen mit, die das Ganze gerne so belassen möchten und so trotz Befürwortung des Kiffens 'Nein' stimmen würden... Zudem müssten die Vor- und Nachteile der Regulation die heutige Situation - die eben gar nicht so schlecht ist - insgesamt deutlich verbessern, ansonsten bleibt das Ganze im Untergrund.
    • IZO 09.09.2020 14:09
      Highlight Highlight So prickelnd ist der Markt seit den 00 Jahren auch nicht mehr! Die Preise sind explodiert und dafür ist die Qualität massiv zurückgegangen. Growe selber( Eigenbedarf) und hoffe auch dass das Schule macht. Der Aufwand lohnt sich auf jedenfalls 😉✌️
    • tr3 09.09.2020 15:17
      Highlight Highlight Ähm, ja. Darum gehts ja, dass genau der von dir beschriebene Markt ausgetrocknet werden soll (ob das gänzlich gelingen wird, steht auf einem anderen Blatt).

      Und sooo viele Leute verdienen da auch nicht mit, als dass die ein allfälliges Abstimmungsresultat entscheidend beeinflussen könnten...
  • John Henry Eden 09.09.2020 13:16
    Highlight Highlight Alle Drogen legalisieren und lernen, damit umzugehen.

    Der Reiz des Verbotenen ist unglaublich stark. In diesem Punkt hat die Bibel recht.
    • hairypoppins 09.09.2020 16:32
      Highlight Highlight Sache der Einstellung
  • Hockey-Fan 09.09.2020 12:38
    Highlight Highlight Auf der einen Seite wird alles unternommen, um Covid einzudämmen, Risikogruppen zu schützen, zu welchen u.a. Personen mit Atemwegserkrankungen gehören, reden von Spätfolgen, die diese Krankheit haben kann/ könnte, und diskutieren nun allen Ernstes über die Legalisierung eines Produktes, von dem man weiss, dass es genau u.a. diese Atemwegserkrankungen auslösen kann? Agiert hier noch irgendwer mit gesundem Menschenverstand?
    • Ian Cognito 09.09.2020 12:44
      Highlight Highlight Wenn das gesunder Menschenverstand sein soll, bin ich lieber krank!
    • Queerio 09.09.2020 12:47
      Highlight Highlight Der Unterschied ist dass ich selber frei entscheiden kann, ob ich Gras konsumiere oder nicht, und dass es ein Genussmittel ist. Eine Covid infektion will ich nicht, aber entscheiden, ob ich mich anstecke, kann ich freilich nicht.
    • Hockey-Fan 09.09.2020 12:53
      Highlight Highlight Seid ihr Blitzer die Gleichen, welche für eine Maskentragepflicht und den Schutz der Atemwegserkrankten einstehen? Würde mich jetzt einfach ernsthaft interessieren ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pandas 09.09.2020 12:36
    Highlight Highlight Schwarzmarkt austrocknen und Prävention fördern wie mit Alkohol, Tabak, Heroin(Platz Spitz)!
    Play Icon
    • mystiker 09.09.2020 17:01
      Highlight Highlight Zum Nixon:

      Da kann ich das Buch: Der König von Nepal empfehlen. vom Nachtschattenverlag.
  • Einfach Bob 09.09.2020 12:36
    Highlight Highlight Ich bin dafür dass Gras legalisiert wird, aber eine Obergrenze für den THC Gehalt bei max. 15% festgelegt wird.

    Wieso? Weil so richtig hochgezüchtetes Gras eben nicht mehr ne leichte Droge ist und nicht mehr mit einem Bier verglichen werden kann, sondern mit hochprozentigem Strohrum.

    Legalisierung kann meiner Meinung nur Vorteile haben. Entkriminalisierung (Weniger Kriminalität entlastet auch die Polizei), Wirtschaftlich gut (Wenn Gras legal verkauft wird(analog Tabaksteuer) auch eine Steuer drauf gesetzt werden), Kontrollierte Qualität, usw.

    Was sind die Gegenargumente zur Legalisierung?
    • haegipesche 09.09.2020 14:39
      Highlight Highlight Strohrum ist ja auch legal. Somit erübrigt sich dein Argument
    • wakker 09.09.2020 14:42
      Highlight Highlight Und, ist Strohrum verboten? Was würde passieren wenn man es versuchen würde?

      Was sollen immer wieder solche Forderungen und Einschränkungen, so wird man den Schwarzmarkt nie los! Es macht einfach wütend, wenn Andere immer meinen für einen entscheiden zu müssen was ich konsümieren und wie.

      Alsob wir irgendwie mit kleine Zugeständisse der froh sein sollten. Grrrr.

      Und Steuer braucht es auch nicht, es ist eine Heilpflanze.

      "Sin taxes" sind sowieso ungerecht, den Reichen macht es nicht, die Armen werden "gesteuert" da sie wohl nicht selbst denken könnnen.
    • MarGo 09.09.2020 14:54
      Highlight Highlight Das weitaus "beste" Gegenargument hat die ehemalige deutsche Drogenbeauftragte mal von sich gegeben... ;)

      "Cannabis ist verboten, weil es illegal ist. Punkt!"

      So... konter das mal :DDD
    Weitere Antworten anzeigen
  • creator54 09.09.2020 12:18
    Highlight Highlight Also wer für ein Verbot von Cannabis ist lebt doch hinter dem Mond.

    Wo kann mann sich Anmelden für diese Studie?
    • creator54 09.09.2020 14:54
      Highlight Highlight Im ernst jetzt. Weiss wirklich niemand, wie man sich dort melden kann?
    • Tropennütteler 09.09.2020 21:22
      Highlight Highlight Hochgezüchtetes Indoor Gras ist eine schlimme Droge und sollte auch verboten bleiben... mann müsste das mit dem THC-Gehalt regeln...wie beim CBD Gras.
  • rüpelpilzchen 09.09.2020 12:16
    Highlight Highlight Legales Gras ist illegal ☝️
    • Ian Cognito 09.09.2020 12:44
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • rüpelpilzchen 09.09.2020 19:10
      Highlight Highlight "In der Schweiz soll man künftig legales Gras konsumieren können."

      Diese Formulierung in der Einleitung hat mich zu diesem Kunstwerk inspiriert. Weil da nicht steht "In der Schweiz soll man künftig legal Gras konsumieren können."
      Ich werde es jetzt noch eine Weile auf mich wirken lassen und dann allmählich und unumgänglich vergessen. Der Himmel habe es gnädig.
    • Ian Cognito 10.09.2020 09:39
      Highlight Highlight achso.. :) ja, da hast du ja nicht unrecht.
      Beziehungsweise kann man mit CBD ja wirklich schon heute "legales Gras" konsumieren..
  • DonChaote 09.09.2020 12:12
    Highlight Highlight Muss man bei teilnahme an der studie seinen fahrausweis deponieren? Erfährt die polizei irgendwie, dass man an dieser studie teilnimmt?
    • K1aerer 09.09.2020 15:24
      Highlight Highlight Denke nicht, dass da die Polizei das erfährt. Aber bei einer allfälligen Kontrolle kann der Test negative Konsequenzen haben, auch wenn man nicht berauscht ist.
    • DonChaote 09.09.2020 15:57
      Highlight Highlight @K1aerer
      Das ist genau meine sorge. Denn laut polizei (oder besser gesagt laut den aktuellen tests) ist man nach dem konsum für mehr als 24h fahrunfähig, da z.b. der speichelschnelltest nochimmer angeben kann, obwohl schon lange keine aktive wirkung mehr da ist. Falls da aber keine (mmn unsinnige) fahrausweissperre dabei ist, und die polizei garantiert keinen zugriff auf die teilnehmerliste einer solchen studie erhält, so bewerbe ich mich dann gerne als teilnehmer.
    • mystiker 09.09.2020 16:56
      Highlight Highlight Als erweiterung für die cannbislegalisierung:
      Deponierung des fahrausweis.
      Den hinterlegt man auf dem Polizeiposten oder sonst wo, konsumiert Gras (oder was auch immer, der Mensch konsumiert Drogen egal ob legal) und kann den Lappen wieder abholen nach beweisen der Fahrtüchtigkeit. Up oder Blutprobe.
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  • insert_brain_here 09.09.2020 11:59
    Highlight Highlight Konsequenterweise gibt es eigentlich nur zwei Wege: Gras legalisieren oder Alkohol und Tabak ebenfalls verbieten
    • oh snap 09.09.2020 12:35
      Highlight Highlight Das leuchtet jedem ein, welcher ein Minimum an Verstand vorweisen kann.

      Leider sind das in der Schweiz nicht gerade viele😔
    • Lustiger Baum 09.09.2020 14:50
      Highlight Highlight Die Alkohol-, Tabak und Pharmalobby ist nunmal finanzkräftig. Da wird sich wenig tun. Schlussendlich sind unsere Politiker einfach nur geldgeil und richten sich nach dem grössten „Spender“.
    • Anded 09.09.2020 18:57
      Highlight Highlight Würde man aus gesundem Menschenverstand handeln und nicht mit Tradition, Wirtschaft und Feierabendbier argumentieren, dann gehört Alkohol verboten. Ja.
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Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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