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Schnell von Bern nach Köln? Für diesen Business-Trip müssen Schweizer Bundesangestellte künftig in den Zug steigen. bild: lea senn

Beamte dürfen keine Kurzstrecken mehr fliegen – doch es gibt einen Haken

Angestellte der Schweizer Verwaltung müssen bei Auslandsreisen künftig den Zug nehmen, wenn die Reisezeit weniger als sechs Stunden dauert. Der Bundesrat will damit die CO2-Emissionen der Verwaltung senken. Doch es gibt Kritik – von Seiten der Grünen.



Fliegen belastet das Klima so stark wie kaum eine andere Tätigkeit – und dennoch jetten die meisten von uns rege durch die Welt. Genauso wie Bundesangestellte. Doch letztere werden sich nun umgewöhnen müssen – jedenfalls ein bisschen. Bei Reisezeiten unter sechs Stunden heisst es für sie ab Mitte 2020: Ab in den Zug statt ins Flugzeug.

Der Bundesrat hat am Freitag den Aktionsplan Flugreisen verabschiedet. Das Ziel: Die CO2-Emissionen aus Flugreisen der Bundesverwaltung bis 2030 um 30 Prozent senken.

Eine gute Vorstellung darüber, wie gross das CO2-Einsparungspotenzial beim Reiseverhalten der Beamten ist, zeigte im Frühjahr eine watson-Berechnung. Untersucht wurde dabei das Reiseverhalten der Beamten der Departemente EDA, UVEK und WBF in ausgewählte Städte.

«Diese neue Regel hört sich besser an, als sie tatsächlich ist.»

Michael Töngi, Grünen-Nationalrat

Von insgesamt 4717 untersuchten Flugreisen führten rund 4000 Flüge in Städte, die mit dem Zug in weniger als acht Stunden erreichbar sind. Diese Flugreisen verursachten ungefähr 300 Tonnen CO2. Hätte man sie durch Bahnreisen ersetzt, hätte man 79 Prozent der Emissionen eingespart.

Im Parlament war das Flugverhalten der Bundesangestellten bereits Thema. Michael Töngi, Grünen-Nationalrat und Mitglied der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen, verlangte, dass Dienstreisen bis zu acht Stunden per Bahn erfolgen müssen. Mit den vorgegebenen sechs Stunden geht der nun beschlossene Aktionsplan des Bundesrats weniger weit.

Konkret: In Richtung Paris, Frankfurt oder Köln werden sich die Bundesangestellten künftig in den Zug setzen müssen. Destinationen wie Brüssel, London oder Rom hingegen schlittern knapp an der 6-Stunden-Grenze vorbei und dürften weiterhin angeflogen werden (um in die Stadt der EU-Zentrale zu gelangen, braucht man mit dem Zug von Bern aus rund sieben Stunden, nach London mit den meisten Verbindungen rund acht, Rom ist in sechseinhalb Stunden zu erreichen).

Begeistert ist Michael Töngi deshalb nicht, wie er auf Anfrage von watson mitteilt: «Diese neue Regel hört sich besser an, als sie tatsächlich ist. Wenn wichtige und oft angereiste Destinationen nicht vom Flugverbot betroffen sind, ist natürlich das Einsparungspotenzial entsprechend tiefer.» Es handle sich aber zumindest um einen ersten Schritt in die richtige Richtung, so Töngi.

Bisher war es Angestellten der Schweizer Bundesverwaltung freigestellt, für Dienstreisen den Zug oder den Luftweg zu wählen. Es gab lediglich Empfehlungen: Für fünf- bis sechsstündige Reisezeiten solle besser die Bahn gewählt werden, heisst es in einem Infoblatt des Ressourcen- und Umweltmanagements der Bundesverwaltung. Eine neunstündige Zugfahrt nach Wien sei hingegen nicht zumutbar. Zu gross der Zeitverlust, sie dürften deshalb das Flugzeug nehmen.

Ab Sommer 2020

Der jetzig beschlossene Aktionsplan ist Teil des Klimapakets der Bundesverwaltung, das der Bundesrat im Juli verabschiedet hatte. Er will damit die Verwaltung bis 2030 klimaneutral machen. Die Treibhausgasemissionen sollen um 50 Prozent gegenüber 2006 reduziert werden. Der Rest wird durch Emissionszertifikate kompensiert. Ausserdem sollen Angestellte auf Langstreckenflügen vermehrt in der Economy- statt in der Business-Klasse reisen.

Der Plan wird ab Mitte 2020 von allen Verwaltungseinheiten der Bundesverwaltung umgesetzt. Die Bundesreisezentrale wird zusammen mit dem Eidgenössischen Personalamt eine Liste jener Destinationen erstellen, zu denen grundsätzlich mit dem Zug angereist werden muss (also solche mit einer Reisezeit von unter sechs Stunden).

Kleinere Delegationen und mehr Videokonferenzen

Weiter ist geplant, dass weniger Personen an internationale Konferenzen fliegen. Die Delegationsgrössen sollen konsequent «so klein wie möglich» gehalten werden. Als Alternative will die Bundesverwaltung vermehrt auf Telefon- und Videokonferenzen setzten.

Der Plan beinhaltet auch Veränderungen anderer Art: Flüge in der Business-Klasse soll es nur noch geben, wenn ein Direktflug neun Stunden und mehr oder ein Flug mit Zwischenstopp elf Stunden und mehr beträgt.

Mit Material der sda ergänzt.

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hypnotoad 14.12.2019 19:03
    Highlight Highlight Das ist kein Haken sondern gesunder Menschenverstand. Ich versuche selber ökologisch zu leben, aber auf regelmässige Zugfahrten von 8 Stunden hab auch ich keine Lust. Statt ständig Verzicht und Unbequemlichkeiten zu predigen, was von der breiten Masse sowieso ignoriert wird, wäre es klüger endlich sinvoll den Ausbau voranzutreiben.
    In Japan intressieren sich auch niemand fürs Klima. Trotzdem hat die Bahn den Flugzeugen auf den meisten Verbindungen den Rang abgelaufen da sie einfach schneller und gemütlicher ist. Nur mit Highspeed Verbindungen kann der Flugverkehr langfristig verringert werden.
  • Malt-Whisky 14.12.2019 12:55
    Highlight Highlight Haben diese Damen und Herren auch gemerkt, dass langsam aber sicher die Nachtzüge wieder aufgebaut werden? Ich bin in hunderten von Reisen ab Zürich mit dem Nachzug an diverse Destinationen gefahren und am Morgen frisch und fröhlich bereit gewesen. Bei manchen konnte man im Nachtzug sogar noch eine Mahlzeit einehmen. Die Österreichischen Bahnen sind im Moment federführend.
    • sowhat 14.12.2019 19:41
      Highlight Highlight Das ist grundsätzlich schon richtig. Dumm nur, wenn Reisezeit Arbeitszeit ist. Dann zahlen wir mit den Steuern auch noch Nachtzuschläge 😉
    • In vino veritas 15.12.2019 12:17
      Highlight Highlight Das findet Malt-Whisky auch toll, bis er merkt, dass Reisezeit (Schlafzeit) zu horrenden Stundenstätzen vergütet werden... Ob es jetzt etwas bringt Millionen Franken zusätzliche Löhne/Spesen zu bezahlen anstatt dieses Geld direkt in den Umweltschutz zu investieren, darf hinterfragt werden.
  • Alfred Escher 14.12.2019 11:56
    Highlight Highlight Man kann machen was man will, den Grünen passts mal wieder nicht. Begreift endlich dass das Klima nicht mit dem Vorschlaghammer geändert werden kann. Die Menschheit wird sich auch nur langsam ändern. Aber besser kleine wie keine Schritte.
    • Hoci 15.12.2019 01:42
      Highlight Highlight Sorry was für ein Vorschlaghammer? Es wurden bisher nicht die klwinsten Massnahmen ergriffen, ausser auf private Initiative.
      Der Scheitt ist viel zu klein und zu zögerlich, da muss 10 mal mehr und schneller getan werden, damit es was bringt.
  • Hoci 14.12.2019 11:47
    Highlight Highlight Ein guter Ansatz. Aber Brüssel muss obligatorisch rein.
    Ich hoffe dies Fördert die Effektivität und Bequemlichkeit der Bahn.
    Dass man nach Rom so lange hat ist lächerlich, bis zur schweizer Grenze ist schnell. Wird sich aber wohl noch länger nicht ändern.
  • Groovy 14.12.2019 10:25
    Highlight Highlight Die Hotels und das Überstundenkonto freuts 😁
  • WhatsOnNow 14.12.2019 10:09
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man eher mal ein Auge auf die viel Wochenaufenthalter werfen:
    FliegeN Sonntag Abend/Montag morgen ein und dann Do oder Fr Abend zurück und das wöchentlich. Und die grossen Firmen unterstützen das, indem der Mitarbeiter pro tag über 10h arbeitet oder von zu Hause aus arbeiten.
    @watson: das wäre mal ein Artikel wert.
  • jellyshoot 14.12.2019 05:37
    Highlight Highlight „ Eine neunstündige Zugfahrt nach Wien sei hingegen nicht zumutbar“.

    wien ist zum beispiel genau eine dieser destinationen, die mit dem nachtzug angefahren werden können.
    nachts um 10 in zürich einsteigen, und um 7 uhr dort sein = im grunde kein zeitverlust

    das selbe geht mit berlin, hamburg, etc
    • BoJack Horseman 14.12.2019 16:16
      Highlight Highlight reisezeit ist arbeitszeit. wird also alles durch kompensationstage ersetzt, die deine steuen finanzieren
  • Hirngespinst 13.12.2019 22:21
    Highlight Highlight Höchste Zeit, dass das Beamen erfunden wird.
    • Joanna Doe 14.12.2019 04:07
      Highlight Highlight Beamen * Beamten = Beam(t)en ;-)
    • Magenta 14.12.2019 06:04
      Highlight Highlight Das Beam(t)en sozusagen 😉
  • Mamasita 13.12.2019 21:46
    Highlight Highlight Definitiv gute Ansätze, aber fraglich ob es sich lohnt, die gut bezahlten Beamten für einen Tag per Flugzeug bspw. nach Köln zu schicken, oder aber 1,5-2 Tage mit dem Zug. Es wäre aufschlussreicher indem wir wüssten, was uns ein Beamter pro Tag durchschnittlich kostet. Noch etwas bzgl. Langstreckenreisen in Economyclass: Betrifft dies ein Tagesflug verunmöglicht die Economyclass einem das Arbeiten, betrifft dies ein Nachtflug kommt man in der Economyclass nicht ausgeruht an, resp. startet völlig übermüdet in die Meetings. Fragt sich was schlauer, kostensparender und effizienter ist.
    • Tito88 14.12.2019 11:10
      Highlight Highlight Warum kann man auf Langstrecken in Economy nicht arbeiten? Sichtschutzfolie drauf, fensterplatz und gut ist. Oder müssen die Beamten noch ihre Ordner mitschleppen?
    • Areve 14.12.2019 14:04
      Highlight Highlight Es geht bei dieser Regelung nicht um Kostensenkung sondern um die Minderung des CO2 Ausstosses .
      Ansonsten geb ich dir recht, dass es oft effizienter und günstiger ist, wenn man fliegt. Vor allem wenn noch die Tagesansätze dazu gerechnet werden.
  • Freddie Quecksilber 13.12.2019 21:14
    Highlight Highlight Emissionszertifikate
    Hört auf mit dem Sch****. Den Planeten interessiert es nicht wie viel Geld man hat. Sondern wie man selber direkt Emissionen einspart.
    • rburri68 14.12.2019 10:55
      Highlight Highlight Neue Technologien, die finanziert werden müssn, werden das Problem vermutlich einmal lösen könnnen.
  • Stichelei 13.12.2019 20:51
    Highlight Highlight Der grösste Haken beim Artikel ist, dass es in der Schweiz keine Beamten mehr gibt. Dieser Status wurde längst abgeschafft😂
  • KnechtRuprecht 13.12.2019 20:32
    Highlight Highlight Das sind die Beamten auf dem Boden Realität (Privatwirtschaft) gelandet.
    Bin als Techniker selbst international unterwegs.
    Business Flüge auf der Langstrecke war einmal vor 15 Jahren. Über Sinn und Unsinn darf man sich streiten...
    Gibt wohl einfach 1-2 Tage mehr im Hotel zur Erholung, inklusive Spesen...
    Und bevor noch ein Neunmalkluger kommt, ja ein persönliche Besuche kann durch kein Videocall ersetzt werden.
  • sunshineZH 13.12.2019 20:22
    Highlight Highlight Würde das Auto nehmen 😜
    • sowhat 14.12.2019 19:51
      Highlight Highlight Abgelehnt. Im Zug kannst du arbeiten. Im Auto nicht. 😊
  • Evan 13.12.2019 19:55
    Highlight Highlight Ich finde es zwar wichtig, dass man das Verbesserungspotenzial aufzeigt, allerdings bin ich hier durchaus zu frieden. Dort wo man mit dem Zug gut hinkommt, müssen sie den Zug nehmen. Ist doch vernünftig.
  • bebby 13.12.2019 19:45
    Highlight Highlight Lieber wären mir schnellere Hochgeschwindigkeitsstrecken, für 300-500 km/h von Paris nach Frankfurt, etc. Das wäre auf die Länge überzeugender und würde viele zum Umsteigen bewegen.
    Aber Bern- London mit dem Zug ist ja ein Witz als Geschäftsreise, tönt mehr nach Ferien.
    • Evan 14.12.2019 08:39
      Highlight Highlight Wichtiger als Geschwindigkeit sind direkte Verbindungen oder zumindest gute Anschlussverbindungen und Zuverlässigkeit. Und dazu die Infrastruktur, die entsprechende Linien ermöglichen.
    • Posersalami 14.12.2019 09:00
      Highlight Highlight Vielleicht mal wieder Grundlagen der Physik repetieren?

      Züge können schon seit Jahrzehnten 500kmh schnell fahren. Macht nur keiner im Betrieb, weil dafür absurd viel Energie verbraten wird. Der Sweetspot liegt bei 250-300kmh und das reicht auch locker für Distanzen von 1000-2000km! Es gibt kein Recht darauf ganz ganz schnell überall hinzukommen!
    • neutrino 14.12.2019 13:29
      Highlight Highlight @Posersalami: ok, Herr Oberlehrer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dmark 13.12.2019 19:06
    Highlight Highlight Eigentlich ein guter Schritt...
    Die Frage ist aber auch, ob das Flugzeug, welches ja so oder so fliegt, dann auch weniger CO2 frei setzt, wenn ein Staatsdiener weniger darin sitzt?
    Und wie verhält es sich mit den zusätzlichen Kosten, welche entstehen können, weil der Beamte nicht am gleichen Tag zurück reist und am Ort übernachtet - sprich Spesenrechnungen usw.?
    • Evan 13.12.2019 21:22
      Highlight Highlight Solch dämliche Argumente werden mir immer ein Rätsel sein.

      Das Flugzug fliegt nur sowieso, wo die Nachfrage da ist, und jedes gekaufte Flugticket ist Teil der Nachfrage.
    • Hirngespinst 13.12.2019 22:18
      Highlight Highlight Wenn alle umdenken, fliegt das Flugzeug vielleicht dann nicht mehr so oder so.
    • Joanna Doe 14.12.2019 04:15
      Highlight Highlight Ja, genau, weil es für die Airlines rentabel ist, auch leere Flugzeuge fliegen zu lassen.
      Weil der Urwald für das Palmöl in meinem Nutella eh' schon gerodet ist.
      Und weil es sowieso nix bringt, wenn nur ich mein Verhalten ändere.
      <Ironie-off>
    Weitere Antworten anzeigen
  • elco 13.12.2019 19:00
    Highlight Highlight Dummerweise kann man mit den neuen Handys nicht mehr telefonieren. Also muss man zu seinem Gesprächspartner halt fliegen. Oder mit dem Zug hinfahren. Kinder, Kinder...
  • #StopptDenKurvenFetischismus 13.12.2019 18:47
    Highlight Highlight Wien und Berlin sind mit dem Nachtzug ein Schleck...
  • mrmouse 13.12.2019 18:26
    Highlight Highlight <Ironie-Mode>na, dann freue ich mich, dass der Lieferant und ich nun künftig in Wien und nicht in Paris treffen werden.
    </Ironie-Off>

    Ja ernsthaft, gut ist es. Wenn die Firmen die Mehrkosten künftig tragen. Hatte einige Meetings wo ich froh war am Abend wieder bei der Familie zu sein. Künftig 2-3Tage unterwegs, Zug ist oft auch teurer als Flug, und Hotel will auch bezahlt werden.
    Glaube, es braucht hier auch andere Lösungsansätze sonder fängt man an, kreativ die Regeln (wie oben) zu dehnen...
    • Leider Geil 14.12.2019 10:06
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um deine Firma, sondern um Politiker und Staarsangestellte. Kosten hat die sowieso nie interessiert, der Steuerzahler übernimmt schliesslich alles.
    • mrmouse 14.12.2019 20:20
      Highlight Highlight Wieso sollen für meine Firma andere Regeln gelten als für Bund? Klimaschutz betrifft _alle_
  • AgentNAVI 13.12.2019 18:22
    Highlight Highlight Ein Schritt in die richtige Richtung! Dass es dafür auch noch Regelungen braucht... Bsp. Nach Paris oder Frankfurt braucht man nie und nimmer den Flieger. Beides ist in 4h zu erreichen und man spart sich Chek-In etc. Aber braucht man in der heutigen Zeiten überhaupt noch so viele Konferenzen? Zum "bitzli pläuderle" würde doch auch eine Videokonferenz reichen. Solange nichts entschieden oder unterschrieben wird muss man auch nicht vorrort sein!
    • BlueTire 13.12.2019 22:42
      Highlight Highlight Und weil das mit Videokonferenzen so gut geht schippert Greta über den Atlantik und wieder zurück?
      Man kann sehr vieles mit einem Anruf mit/ohne Video besser erledigen als Per Email. Aber für gewisse Sachen ist der persönliche Kontakt trotzdem notwendig.
      Warum man aber zum entscheiden oder unterschreiben vor Ort sein muss ist mir wiederum unerklärlich. Entscheiden kann ich auch auf der heimischen Kloschüssel sitzend. Zum Unterschreiben kann man Dokumente auch versenden. Post schaffts seit hunderten von Jahren über die Weltmeere.
    • MeinAluhutBrennt 13.12.2019 23:01
      Highlight Highlight da haben 66 beamte was gegen.
    • PeteZahad 14.12.2019 03:13
      Highlight Highlight Bin Grundsätzlich deiner Meinung. Aber auch Videotelefonie wird, wie die Telefonie selbst, das persönliche Gespräch nie ganz ersetzen können. Es ist eine Alternative aber es geht auch sehr viel zwischenmenschliches verloren. Auch wenn die Verzögerung in den letzten Jahren minimiert wurde ist die Auswirkung dieser auf eine menschliche Interaktion nicht zu unterschätzen - das selbe gilt für schwankende Audioqualität.
      Das Ganze wurde in diversen Studien im Bereich HCI (Human-Computer-Interaction) ausführlich untersucht und belegt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • murrayB 13.12.2019 18:20
    Highlight Highlight Wo ist der Haken? Sehe ich nicht...
    • Magenta 14.12.2019 06:07
      Highlight Highlight Am Haken sollen die Fische... ääääh Leser anbeissen. Clickbait.
    • trio 14.12.2019 08:39
      Highlight Highlight Das wichtige Destinationen wie z.B. London ausgenommen sind.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 13.12.2019 18:15
    Highlight Highlight «so klein wie möglich»
    Sollte das beim Bund nicht immer gelten?
    Und um diesen Kommentaren schon mal vorzubeugen:
    So klein wie möglich, nicht "hauptsache klein, ob das operationelle Ziel erreicht wird ist egal".
    So klein wie nötig, so gross wie nötig.
    Gerade bei Zugfahren in D könnte man sich aber auch fragen, ob es nicht ökologischer, schneller und billiger wäre, zu Fligen und alles zu kompensieren.

    • Henri Lapin 13.12.2019 19:32
      Highlight Highlight Die DB fährt mit Oekostrom und ist besser als ihr Ruf.
    • xHascox 13.12.2019 19:53
      Highlight Highlight Der Zug ist auch in Deutschland ökologischer als das Flugzeug, aber der unterschied ist wegen dem hohen Anteil von Kohlestrom momentan relativ gering. Ich glaube der Zug verursacht ca. die hälfte als wenn man fliegt.
    • velolove 13.12.2019 20:12
      Highlight Highlight Wieso soll es in Deutschland nicht ökologischer sein mit dem Zug statt Flugzeug zu reisen?!
      Die DB fährt mit Ökostrom und nicht elektrifizierte Strecken gibt es zum Glück immer weniger und praktisch nur auf Nebenstrecken.
      Zur Zeit wird übrigens die Strecke Lindau-München elektrifiziert und Stadler Rail liefert nach Schleswig-Holstein eine akkubetriebene Version des Flirt.
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