Schweiz
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Corina Gredig Co-Praesidentin glp Kanton Zuerich strahlt nach den Sitzgewinnen im Konferenzzentrum Walcheturm in Zuerich bei den eidgenoessischen Wahlen am Sonntag, 20. Oktober 2019. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Auch Corina Gredig von den Grünliberalen hat das Anliegen unterzeichnet. Bild: KEYSTONE

«Die Schweiz kann das!» – U35-Parlamentarier rufen zu Solidarität mit Risikogruppen auf



In einem gemeinsamen Appell wenden sich 19 eidgenössische Parlamentarierinnen und Parlamentarier – alle jünger als 35 Jahre – an die Öffentlichkeit. Ziel ihres Aufrufs: Die im Kampf gegen den Coronavirus engagierten Leute moralisch zu unterstützen und die Bevölkerung zu sensibilisieren.

In einer Mitteilung, die der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth auf Facebook gepostet hat, heisst es:

«Wir sind überzeugt: Gemeinsam können Bevölkerung, Wirtschaft und Politik in der Schweiz den Corona-Virus besiegen. Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich für den grossen Einsatz bedanken, den besonders das Personal im Gesundheitswesen bereits geleistet hat, in diesen Stunden leistet und in den nächsten Tagen und Wochen leisten wird. Wir haben grosses Vertrauen darin, dass Sie, liebe Gesundheitskräfte, unsere Eltern, Grosseltern, Freund*innen und Kinder mit enormem Einsatz sicher durch diese Krise bringen werden. Sie sind die Held*innen dieser Stunden.»

epa08081987 (L-R) Newly elect National Councillors and roommates Mike Egger, People's Party SVP, Franziska Ryser, Green Party, and Andri Silberschmidt, Federal Democratic Party FDP, pose for a photograph in the living room of their common apartment, in Bern, Switzerland, 19 December 2019 . The three politicians who live in Zurich and St. Gallen, use the apartment during parliamentary sessions.  EPA/ALESSANDRO DELLA VALLE

Wollen den Bundesrat im Corona-Kampf unterstützen: Mike Egger (SVP), Franziska Ryser (Grüne) und Andri Silberschmidt (FDP), die gemeinsam in einer WG in Bern leben. Bild: EPA

Gerade von ihrer Generation seien jetzt Solidarität und Rücksicht gefordert, heisst es. Es gehe nicht primär um die gesunden Jungen, sondern um jene, deren Gesundheit oder Leben ernsthaft und unmittelbar gefährdet seien.

Es gelte, die von den Behörden auferlegten Massnahmen und Regeln ohne Einschränkung zu beachten. Sich dem «Social Distancing» zu verweigern sei kein Zeichen von Mut, sondern dumm.

«Wir rufen unsere Generation in der ganzen Schweiz zu solidarischem Handeln auf. Unterstützen wir gefährdete Menschen und ältere Personen in dieser Situation. Helfen wir ihnen Aufgaben des täglichen Lebens zu erledigen, die sie nicht mehr selber machen können. Wir begrüssen die grosse, spontane Solidarität, die in der ganzen Schweiz entstanden ist. Wir sind sicher, dass wir im Namen unserer Generation über alle Parteien hinweg der Bevölkerung und der Politik unsere Solidarität und Unterstützung anbieten dürfen. Wir rufen alle gesunden Jungen auf: Tragt euch in den zahlreichen Gruppen ein, bietet eure Hilfe im Quartier an. Weitere Infos gibt es z.B. hier www.hilf-jetzt.ch.»

Gerade das Thema Kinderbetreuung sei in den kommenden Wochen und Monaten eine ausserordentliche Herausforderung, dort gelte es, schnell, unkompliziert und umfassend Lösungen zu finden.

Unterzeichnet haben das Schreiben Politikerinnen und Politiker über alle Parteigrenzen hinweg.

Der Post auf Facebook:

Die unterzeichnenden National- und Ständeräte und -rätinnen (in alphabetischer Reihenfolge):

(rst)

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77 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Pummeleinhorn
15.03.2020 11:32registriert March 2020
Was man auch mal betonen muss, das Virus (kann) auch jüngere schwer treffen sie sterben vielleicht nicht aber es gibt auch fälle, wo auf der Intensivstation gelandet sind
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Clife
15.03.2020 11:29registriert June 2018
Ich sehe viele linke Personen in der Liste und sympathisiere automatisch stark mit den einzelnen Mitte und Rechtspersonen, die sich hier eingetragen haben. Solidarität ist wichtig und genau das will ich eigentlich von links bis rechts sehen. Nur gemeinsam können wir etwas dagegen unternehmen!
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Vecchia
15.03.2020 12:38registriert July 2019
Nette Geste, aber ich persönlich erwarte jetzt - oder spätestens, wenn die Krise abflauen sollte - Taten! Und zwar alle möglichen Vorstösse und Regelungen, die dazu führen, dass
- das Pflegepersonal betreffend Lohn und Arbeitsbedingungen die Wertschätzung erhält, die es verdient.
- man endlich das Wohl des Personals und eine krisenbeständige Infrastruktur im Gesundheitswesen durchsetzt, statt zu Lasten von Menschen Rendite und Gewinne zu fördern.
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