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«Wegen Euch müssen wir nun Masken tragen», schrie ein Passant Vater und Sohn an. Severin Bigler (schlieren, 15. Juli)

Corona-Rassismus: «Er ging auf uns zu und schrie: Wegen euch müssen wir Masken tragen!»

Die Corona-Krise legt Rassismus gegen Asiaten offen. Am Tag der Einführung der Maskenpflicht ist es zu einem neuen Vorfall gekommen.

Pascal Ritter / ch media



Es geschah am Montag, den 6. Juli. Chun Ng* wartete am Bahnhof Schlieren zusammen mit seinem viereinhalbjährigen Sohn auf das 2er-Tram. Sie waren unterwegs zum Kindergarten. Chun Ng trug eine Gesichtsmaske und war froh, dass er nicht mehr der Einzige war. Der Vierzigjährige stammt aus Taiwan und ist vor einem Jahr in die Schweiz gekommen, um an einer Universität im Bereich Chemie zu arbeiten.

Von Taiwan ist er sich das Maskentragen gewohnt. Seit der Sars-Epidemie Anfang der Nullerjahre geniessen Masken dort eine hohe Akzeptanz. In der Schweiz hingegen wurde man lange schräg angeschaut, wenn man eine Maske trug. Doch jener Montag war der erste Tag, an dem Masken in Tram, Bus und Zug obligatorisch waren. Und so trugen auch andere Pendler Masken, als sie auf das Tram warteten.

Sohn wird beim Einkaufen beschimpft

Vom Bahnhof herkommend näherte sich ein Mann im Anzug. Er trug einen Aktenkoffer, aber keine Maske. Als er Chun Ng sah, steuerte er direkt auf ihn und seinen Sohn zu. Chun Ng dachte sich zunächst nichts dabei, denn er stand direkt neben dem Billettautomaten. «Ich ging davon aus, dass er ein Ticket lösen will», erinnert er sich heute.

Doch dann baute der Mann sich vor ihnen auf und begann zu schreien. Die Chinesen seien schuld, dass nun alle Masken tragen müssten. Und: Sie seien darum nicht willkommen in der Schweiz. Chun Ng blieb während der Begegnung kurz nach 8 Uhr morgens wie angewurzelt stehen. Heute sagt er: «Ich brachte kaum ein Wort heraus»

Die meisten anderen Wartenden hätten auf die verbale Attacke nicht reagiert. Drei junge Frauen aber, die auf der gegenüberliegenden Seite auf dem Wartebänkli sassen, hätten dem verbal ausfälligen Mann sogar noch applaudiert. Der Anzugträger wechselte dann das Perron, schaute aber weiter herüber zu Vater und Sohn und murmelte etwas Unverständliches. Dann kam endlich das Tram.

Rassismus gegen Asiaten im Vergleich selten

Laut dem aktuellen Bericht des Beratungsnetzes für Rassismusopfer sind Asiaten im Vergleich zu anderen Gruppen selten betroffen von fremdenfeindlichen Attacken. Von 299 Opfern, die sich im vergangenen Jahr beraten liessen, stammen lediglich 20 aus der Region Asien und Pazifik. Dem stehen 98 Personen mit afrikanischem Hintergrund gegenüber.

Während der Coronakrise häuften sich aber Berichte wie der von Chun Ng und seinem Sohn. Vor allem als sich das Virus am Anfang des Jahres schnell ausbreitete und die Verunsicherung gross war, kam es weltweit zu fremdenfeindlichen Vorfällen. Auch körperliche Attacken waren darunter.

Geschürt wurde der Rassismus durch die Bezeichnung «Chinavirus», die etwa US-Präsident Donald Trump verwendete. Zudem nutzten viele Asiaten schon Masken, um sich und andere vor dem Virus zu schützen, als der Bundesrat den Mund-Nasen-Schutz noch als nutzlos oder gar kontraproduktiv darstellte. Maskenträger fielen auf und wirkten verdächtig. Hatte es nicht geheissen, dass Masken nur etwas brächten, wenn man schon infiziert sei?

Nach dem Abschwellen der Infektionswelle und vor allem mit der Einführung der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr fielen diese Faktoren weg. Der Vorfall in Schlieren zeigt nun aber, dass das Problem trotzdem weiterhin existiert.

In den sozialen Medien wehren sich Asiaten gegen solche Übergriffe. Sie posieren mit Plakaten, auf denen die Aussage «Ich bin kein Virus» zu lesen ist. Auch der Schlieremer Chun Ng teilte seine Erfahrung auf Facebook und löste damit unter Taiwanesen, die in der Schweiz leben, etwas aus. Sie begannen von eigenen Erfahrungen zu berichten. Da ist etwa Denise aus Glattbrugg bei Zürich. Die 42-Jährige lebt seit rund zehn Jahren in der Schweiz. Am 6. April spuckte ihr ein Bub, der ihr auf dem Velo entgegenkam Wasser ins Gesicht und rief «Corona!». Am Telefon sagt sie:

«Ich zitterte, weil ich so Angst hatte.»

Denise aus Glattbrugg-Zürich

Eine Zeit lang habe sie sich danach nicht mehr aus dem Haus getraut, später verhüllte sie ihr Gesicht mit einem Schal. Andere berichten von Jugendlichen, die «Corona, Corona!» rufen und lachen oder von Eltern, die ihre Kinder warnen, «dieser dreckigen Person» nicht zu nahe zu kommen. Eine Frau berichtet, dass sich Menschen angeekelt abwandten und ihr Gesicht bedeckten, als sie durch einen Zugwaggon ging. Eine andere wurde im Laden absichtlich angehustet, als sie eine Maske trug.

Wie soll man es dem eigenen Kind erklären?

Das Schwierigste für den Schlieremer Chun Ng ist, dass sein Sohn den Vorfall miterleben musste. Und es ist nicht die einzige negative Erfahrung, die der Viereinhalbjährige machen musste. Als er mit seiner Mutter Schuhe einkaufen war, rief ein anderes Kind: «Jetzt kommt Corona». Und auch auf dem Weg zum Kindergarten musste er sich schon ähnliches anhören. Wie spricht man mit seinem Kind über solche Hänseleien? Er sagt:

«Ehrlich gesagt, weiss ich auch noch nicht, wie man am besten damit umgeht. Ich rate ihm, sich zurückzuziehen und die Konfrontation zu vermeiden, wenn ihn andere Kinder derart plagen.»

Grundsätzlich fände er es gut, wenn in den Schulen und Kindergärten das Thema aufgegriffen würde und Kinder vermehrt auf Rassismus sensibilisiert würden.

Attackierter verspürt keinen Hass

Und wie denkt Chun Ng über die Menschen, die ihn an der Tramstation attackierten? «Ich verspüre gegenüber dem Mann, der uns anschrie oder gegenüber den Mädchen, die applaudierten, keinen Hass», sagt er. «Ich stelle mir vor, dass es sicher Gründe gab, warum er derart aufgebracht war und warum die jungen Frauen so reagiert haben. Dennoch kann ich ein solches Verhalten nicht akzeptieren.» Seit dem Vorfall hat er ein seltsames Gefühl, wenn er wieder mit dem Buben aufs Tram wartet.

Chun Ng wünscht sich von den Medien und von der Regierung mehr Aufklärungsarbeit. Ihm ist wichtig, zu sagen, dass Chinesen und Taiwanesen genauso Opfer des Coronavirus sind wie alle anderen auch. Er sagt:

«Ich kann wegen des Virus keine Ferien in meiner Heimat machen und glauben sie mir: Ich trage die Maske auch nicht gerne. Ich tue es, um mich und andere zu schützen.»

Chun Ng legt wert darauf, dass er sich in der Schweiz immer willkommen gefühlt habe. «Die allermeisten Menschen reagieren positiv auf mich. Aber das Virus hat nun bei einigen Wenigen etwas ausgelöst», sagt er. Diese Einschätzung teilen die anderen, die von rassistischen Vorfällen berichten.

Dass er als Taiwanese Opfer von Corona-Rassismus wurde, ärgert Chun Ng besonders. Denn der strikte Umgang des Landes mit dem Virus, erlangte internationale Beachtung. Früh wurden Reisende bei der Ankunft auf das Virus getestet und Ansteckungsketten rigoros verfolgt. Das Land, das mit China eng verbunden ist, hatte bisher lediglich sieben Coronatote zu beklagen. Im 23-Millionen-Land kam es zu 451 Ansteckungen. In der Schweiz gab es bisher rund 33'000 Ansteckungen und rund 1700 Tote.

* Name geändert (ch media)

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89
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89Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Marhof 17.07.2020 15:53
    Highlight Highlight Mir tut vor allem auch der kleine Junge leid - das könnte durchaus ein traumatisches Erlebnis sein.
    Zumal er sich aus Taiwan an eine sehr rücksichtsvolle und freundliche Gesellschaft gewöhnt ist.
  • Lucida Sans 17.07.2020 12:09
    Highlight Highlight Habe mich dereinst mit einer Managerin aus Singapur unterhalten. Sie sagte mir, dass sehr viele Leute bei uns denken, sie als Asiatin arbeite im horizontalen Gewerbe. Diesmal ist es Corona und eine weitere Art von Dummheit und Unwissenheit. Ich frage mich, ob man eine gewisseSorte strohdummer Leute einfach ignorieren sollte. Wer sind die schon!
  • JoeThrasher 17.07.2020 09:09
    Highlight Highlight Irgendwer hat sicher Schuld, aber der Mann mit seinem kleinen Sohn? Mit Rassismus ist schnell um sich geworfen, dazu kennen wir den „Täter“ nicht. Evtl. würde er auch so zu Berner, Luzerner etc. sein, falls es da ausgebrochen wäre. Auf jedenfall zeugt es nicht von Charakter und Weitsichtigkeit wenn man Fremde Leute so anfährt wie es der Herr tat. Schade, wünsche mir das die beiden nicht das Gefühl haben ALLE hier seien gegen sie.
  • Ivan se Terrible 17.07.2020 08:05
    Highlight Highlight Es gibt einfach zu viele Idioten auf diesem Planeten …
  • Lienat 17.07.2020 08:02
    Highlight Highlight "Von 299 Opfern, die sich im vergangenen Jahr beraten liessen, stammen lediglich 20 aus der Region Asien und Pazifik. Dem stehen 98 Personen mit afrikanischem Hintergrund gegenüber."

    Ist zwar etwas off-topic, aber könnte das damit zusammenhängen, dass man in der Schweiz auch viel mehr (z.B. 5x mehr) Personen mit afrikanischem als asiatischem Hintergrund begegnet? Oder etwas überspitzt formuliert: Wer nicht hier ist, kann auch nicht persönlich diskriminiert werden.
    • broccolino 17.07.2020 08:47
      Highlight Highlight BFS Ausländerstatkstik 2018 (und da sind eingebürgerte Asiaten nicht mitgezählt): Afrika 109'500, Asien 165'100
    • Lienat 17.07.2020 11:32
      Highlight Highlight @broccolino: Danke für die Zahlen. Das überrascht mich jetzt sehr, denn auf meinem Arbeitsweg begegne ich regelmässig mehrfach Personen mit offensichtlich afrikanischer Abstammung. Asiaten hingegen nur gelegentlich. Vielleicht täuscht das auch nur, weil man eine dunkelhäutige Person schon von Weitem als solche erkennt.
    • Maria Buschor 17.07.2020 12:33
      Highlight Highlight Vielleicht haben sie vergessen dass auch Türken, Syrer etc. als Asiaten gelten... :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • UriStier 17.07.2020 04:22
    Highlight Highlight Wie blöd sind wir Menschen eigentlich. Wohin man blickt Hass, Verachtung, Neid und Krieg. Und all das weil man anders aussieht, Hautfarbe, Religion, Meinung, Denkweise oder Sprache hat!

    Das einzige was unsere Gesellschaft zeigt ist das Sie nie,wirklich nie was aus der Vergangenheit lernt.
    Alle verurteilen was im 2.Weltkrieg statt fand aber alle machen Munter weiter.

    Alles Heuchler aber wirklich alle Nationen und Religionen.

    Ich schäme mich ein Mensch zu sein.
    Alle sagen die Menschen sind Intelligent, wo? Geld, Macht und Egoismus sucht Zeugen nicht von Intelligenz.



  • Aaron Maté 17.07.2020 01:58
    Highlight Highlight Da purzelt er wieder mal raus der hierzulande weit verbreitete, normalerweise aber sorgfältig verkappte Rassismus.
    Weiss gerade nicht was ich mehr bin - hässig oder traurig.
  • Donald 17.07.2020 01:23
    Highlight Highlight Schlieren, da überrascht mich nichts. Aber Aufwertung und somit gebildete Leute anziehen will man ja auch nicht. Das wäre Gentrifizierung.
    • milkdefeater 17.07.2020 04:18
      Highlight Highlight Du schnallst es nicht, hah? Rassismus ist dasselbe idiotische Pauschalisieren und Über-einen-Kamm-scheren, das du gegenüber den Einwohnern von Schlieren betreibst.
    • Donald 17.07.2020 15:36
      Highlight Highlight Nein, ich kritisiere hier, dass man solche Orte entstehen lässt. Da können die Einwohner von Schlieren selbst nicht viel dafür.
    • Kruk 17.07.2020 16:13
      Highlight Highlight Rassisten gibt es auch in Herrliberg...
    Weitere Antworten anzeigen
  • simonline 16.07.2020 22:34
    Highlight Highlight Ok wow. Es geht jetzt also auch um temporären Rassismus? Echt jetzt? Ich war mit meiner Familie Anfang März noch in Sri Lanka und da haben die Leute uns auch beschimpft als Corona Europäer. Zu dieser Zeit war in Italien die Hölle los und überall in den Medien. Sri Lanka war noch "sauber". So what? Lustig fand ichs nicht aber auch nicht schlimm und sogar ein kleines bisschen verständlich. Die Leute sind einfach doof, sind in Panik, sagen unüberlegte Sachen und hamstern dann WC-Papier. Das ist zwar dämlich aber auch menschlich. Deswegen jetzt wieder das Rassismus-Fass aufmachen ist echt gaga.
  • Kritiker 2.1 16.07.2020 22:30
    Highlight Highlight Rassismus... Weil konstruktives und differenziertes Denken für Xenophobiker eben zu komplex ist. Zum 🤮
  • dodo, dodo? 16.07.2020 22:24
    Highlight Highlight das macht einfach traurig und wütend! 😔😭
    so eine situation, das geht einfach nicht!
    stellt euch vor, das passiert euren kindern und euch! es gibt viele dumme menschen und ignoranz. und da fehlt auch die zivilcourage. keine angst! am besten, viele leute in solchen situationen (diese höchst übergriffig!) direkt ansprechen und involvieren.
  • Altweibersommer 16.07.2020 22:11
    Highlight Highlight Im Gegensatz zu den Europäern und Amerikanern haben die Asiaten längst begriffen, dass Maskentragen einen Sinn hat.

    Oder interessiert es hier einfach niemanden, da man ohnehin "nur" andere damit schützen kann?
    • Juliet Bravo 17.07.2020 00:44
      Highlight Highlight Eine Frage der Solidarität zweifelsohne. Aber ein bisschen Druck - eher ein Schubs - braucht es vielleicht auch. Das zeigt sich an der Schweiz ganz schön.
      So einige der hochgelobten asiatischen Länder nehmen wenig Rücksicht (z.B. Privatsphäre, Zwang) und haben eine andere Vorstellung von Freiheit als Prämisse für ihr Handeln.
  • Notabik 16.07.2020 21:53
    Highlight Highlight Rassismus, nicht nur in unserem Land, soll aufs schärfste Verurteilt werden. Niemand soll wegen seines Aussehens pauschal angegangen werden. Die Zivilgesellschaft muss diesbezüglich die Augen offen halten. Die Schweiz ist aber auch nicht rassistischer als irgend ein anderes Land auf diesem Planeten. Deshalb müssen wir auch damit aufhören, dieses Thema künstlich herauf zu stilisieren.
  • Licorne 16.07.2020 21:15
    Highlight Highlight Das ist einfach nur traurig und schlimm. Und ich bin fassungslos über die nicht vorhandene Zivilcourage in unserem Land.

    Schreitet ein, weist sie zurecht, sagt nein!
  • pamayer 16.07.2020 20:43
    Highlight Highlight Der idiotische Rassismus macht so vieles sinnlos kaputt.

    Ich kann einfach nicht nachvollziehen, was in solchen Menschen vorgeht.
  • Don Alejandro 16.07.2020 20:24
    Highlight Highlight Unterste Schublade, zum fremdschämen.
  • Yogi Bär 16.07.2020 20:14
    Highlight Highlight Immer mehr offenbart sich, dass die Schweiz mit zu vielen rassistischen Idioten ein Problem hat.
  • Melissa 16.07.2020 19:55
    Highlight Highlight Einfach nur traurig und unbegreiflich das es solche Menschen gibt, ebenfalls die Zivilcourage von den anderen Passanten 😪
  • Die_andere_Perspektive 16.07.2020 19:50
    Highlight Highlight «Ich verspüre gegenüber dem Mann, der uns anschrie oder gegenüber den Mädchen, die applaudierten, keinen Hass»

    Ein Mensch mit wahrer Grösse 💪
  • Cosmopolitikus 16.07.2020 19:46
    Highlight Highlight Es ist einfach nur peinlich, wie sich ein Teil unserer Bevölkerung benimmt. Das liegt nicht nur am fehlenden Anstand, machmal ist es Überforderung, oder es mangelt an Empathie, manchmal sogar an (durch Viren verursachte) abhanden gekommener Intelligenz. Bei ganz wenigen Fällen kommt alles zusammen...
    • Swingforthefences 16.07.2020 20:59
      Highlight Highlight Schön gesagt. Überforderung und fehlende Empathie sehe ich leider auch im nahen Bekanntenkreis (zu) häufig.
    • Spargel 16.07.2020 21:27
      Highlight Highlight Oder er war n alkoholisierter Assi?
  • Lowend 16.07.2020 19:33
    Highlight Highlight Ich frage mich gerade, ob die rechten Kommentatoren jetzt auch fordern, man solle doch bitte aus Fairness auch den offen rassistischen Anzugträger zu Wort kommen lassen?

    Bei der offen rassistischen Kontrolleurin, die letzthin eine polnische Bloggerin anging, war das ja deren Grundtenor.
    • dan2016 16.07.2020 19:54
      Highlight Highlight Du meinst vermutlich unter anderem mich. Falls nicht, sorry. Also Du weisst, wo ich politisch einzuotdnen bin? Vermutlich liegst du falsch, darum geht es aber nicht. Offenbar hast du ein extremes Kästchendenken, kannst die Leute sofort pauschal einordnen, ich nicht, es sei denn es werden offensichtliche Ziele verfolgt. Ich versuche es nicht zu tun oder es zumindest zu merken. Und Kästchendenken ist die Mutter vieler Dinge, u.a. von Rassismus (kann stattdessen auch OK Boomer sein). Und nur weil man die Kästchen auf der politisch korrekten Seite hat, sind diese deswegen nicht gu
      Kästchendenken
    • Team Insomnia 16.07.2020 20:02
      Highlight Highlight Die werden das wieder schön reden und relativieren. Das ist DIE stärke der Rechten. Siehe Trump, Blocher, Köppel und Freunde...
    • Lowend 16.07.2020 21:12
      Highlight Highlight Ich liebe solche Kommentare, wie den Ihrigen Dan!

      Unliebsame Kritikern ein „extremes Kästchendenken“ vorwerfen und dabei selber nicht bemerken, in was für ein enges Kästchen Sie diesen Kritiker einsperren.

      Genau mein Humor! 🤣
    Weitere Antworten anzeigen
  • je-maison 16.07.2020 19:33
    Highlight Highlight Ein Schweizer Anzugstraeger laesst sich sicher nicht von Trumps Wortwahl zum Rassisten machen, er ist es meistens schon. Ausserdem scheinen ja auch nicht-Anzugtragende junge Frauen gleicher Meinung zu sein. Aber so sind die Schweizer, wenn es Schweizer Rassisten gibt, muss ja jemand anderes Schuld sein.
    • sowhat 16.07.2020 23:41
      Highlight Highlight Ja die jungen Frauen, die applaudiert haben, wiedern mich auch an. Und ebenso ärgern mich all die Umstehenden die nicht reagiert haben.
      Und obwohl ich weiss, dass man den richtigen Reflex oft nicht hat, regts mich auf.
      Können wir Menschen das denn trainieren?
  • Kenshiro 16.07.2020 19:30
    Highlight Highlight Verstehe ich, und leider wird es nur noch schlimmer. Wenn dann die chinesischen Touristen wieder einreisen, dann gute Nacht.

    Was ich aber nicht verstehen kann sind aussagen wie "niemand ist schuld und es bringt nichts mit dem Finger zu zeigen" Mentalität.

    Das wäre in etwa das gleiche, nach einem Mord, keinen schuldigen suchen zu wollen.

    Es ist passiert,und es ist in China passiert,wie die Chinesen auf den Anschuldigungen reagiert haben,hat das ganze nur noch verschlimmert, wie sind auf irgendeiner Weise betroffen (Todesfall, Märkten tagen ETC.).Einfach zur Info: meine Frau kommt aus Japan.
    • Wiedergabe 16.07.2020 22:25
      Highlight Highlight Was ist in China "passiert"?
      Ein bestimmtes Virus von einem Tier auf den Menschen übergegangen?
      Kann das nicht überall passieren und warum spielt es eine Rolle wo es passierte?
      10x schlimmer als China hat Trump reagiert, indem er die Abteilung Seuchenbekämpfung schloss und das Coronavirus als Hoax bezeichnete. Jedes Land hatte einen ersten Patienten und konnte das Virus nicht stoppen. Warum sollte man dies nur einem Land (China) vorwerfen und allen anderen nicht? Im Vergleich zu China waren alle anderen Länder gewarnt und haben es keinen Deut besser hingekriegt.
    • maude 16.07.2020 22:37
      Highlight Highlight Najaaaaaaa...wenn ein Mord geschieht, dann hat a) b) getötet. Punkt.
      Wenn Viren entscheiden mal neue Wege einzuschlagen...wer ist dann schuld? Die Viren, die sich dessen keinesfalls bewusst sondern einfach sind? Da eine Schuldfrage zu suchen ist lächerlich. Ich bezweifle dass Viren einen Sinn für das menschliche richtig-falsch haben..
      Ja mag sein hats im Informationsfluss gehapert aber auch da gibts viele Gründe warum ( ' mal beobachten'-'mir egal' findet das Virus, ab auf den nächsten Flieger). Da eine Schuldfrage kreieren zu wollen ist lächerlich, m.M
    • diesdasananas 16.07.2020 23:01
      Highlight Highlight Du willst deinen Anti-Chines*innen-Rasissmus mit deiner japanischen Frau legitimieren.
      Ich bin angewiedert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • honesty_is_the_key 16.07.2020 19:20
    Highlight Highlight Das macht mich einfach nur traurig und wütend zu gleich und ich kann es einfach nicht nachvollziehen und verstehen. Wieso soll ein Mensch wie Chung Ng und sein Kind für Corona mit verantwortlich sein ? Sorry, aber Leute, braucht bitte euren gesunden Menschenverstand !!!!!! Mitmenschend so zu behandeln finde ich persönlich sehr widerlich. Ich habe auch Angst vor Corona, und Angst deswegen meine Arbeit zu verlieren. Aber: Rassismus in keinster Form ist für mich jemals entschuldbar ! Dafür gibt es niemals nie einen Grund und das ist einfach immer nur widerlich und abstossend.
    • Kruk 16.07.2020 19:46
      Highlight Highlight Ich pflege zu sagen, die Mutter von Rassismus ist die Dummheit und der Vater ist der Hass.

      Bei diesem Beispiel kommt die Mutter ganz besonders zum tragen.
      Es ist dermassen dumm, dass ich mich jetzt sogar schon ein bisschen für einen Rassisten fremdschäme.
    • Volande 16.07.2020 20:07
      Highlight Highlight Ein Kommentar zum Einrahmen. Danke! ❤️
  • De-Saint-Ex 16.07.2020 18:39
    Highlight Highlight Die 60er sind zurück. Statt Tschingg heisst es jetzt Corona. Bevor es Rassismus ist, ist es unsäglichste Dummheit.
    • Garp 16.07.2020 20:54
      Highlight Highlight Du blabberst manchmal unsägliche dummes Zeug. Natürlich ist es Rassismus und das hat nichts mit Dummheit zu tun. Auch intelligente Menschen suchen sich gern Schuldige.
    • De-Saint-Ex 16.07.2020 21:50
      Highlight Highlight Wenn‘s Dir gut tut mich derart anzugreifen... es heisst übrigens unsäglich (ohne e) dummes Zeug. Und Rassisten sind per se eben nicht intelligent. Sie mögen gebildet sein, Intelligenz ist was anderes.
    • sowhat 16.07.2020 23:46
      Highlight Highlight Doch Garp, Rassismus IST Dummheit. Jedenfalls bei den heutigen Bildungsmöglichkeiten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Victor Paulsen 16.07.2020 18:38
    Highlight Highlight Einfach nur zum 🤮 solches Zeug. Zum einen der Fremdenhass, das unpassende Verhalten, aber auch die scheinbare Ahnungslosigkeit über gewisse Themen
    • Hugo Schweizer 16.07.2020 23:08
      Highlight Highlight Dass es rassistische Einzelfälle gibt, lässt sich wohl nie verhindern. Unheimlicher ist vielmehr, dass mindestens 40 Leute (die aktuell geblitzt haben) Rassismus in dieser Form scheinbar angebracht finden 🤔
  • Liselote Meier 16.07.2020 18:35
    Highlight Highlight Nein, nein in der Schweiz gibt es kein Rassismus Problem.

    Was mich aber noch wütender macht, ist die fehlende Zivilcourage.

    Lass das Glotzen sein, greift ein!





    • Kruk 16.07.2020 18:51
      Highlight Highlight Glotzen... sogar noch applaudieren tun sie.
    • namib 16.07.2020 18:51
      Highlight Highlight Genau. Dass ein Einzelner entgleist, ist zwar unschön aber verkraftbar. Dass sich niemand dagegen wehrt, ist die wirklich schlechte Nachricht!
    • Its a me, Mario 16.07.2020 18:54
      Highlight Highlight Das ist für mich auch absolut unverständlich. Und wenn ich diese Blitze betrachte wird mir erst recht übel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Else Schrödingers Schwarzes Schlafschaf 16.07.2020 18:31
    Highlight Highlight Viele Schweizer sind sehr rassistisch und merken es nichtmal.
    • Andi Amo 16.07.2020 22:25
      Highlight Highlight Das soll jetzt nicht relativieren, aber zeig mir mal ein Land wo es keine Rassisten gibt.
    • Else Schrödingers Schwarzes Schlafschaf 17.07.2020 05:03
      Highlight Highlight Na, na was habe ich gesagt ☝️😅
  • cool zurich boy 16.07.2020 18:31
    Highlight Highlight Die Leser von watson sollten vorsichtig sein mit der Empörung über Corona-Rassismus. Die Begeisterung über den schwedischen Weg, der purer Sozialdarwinismus ist (Ergebnis eines neoliberalen Proamerikanismus seit 30 Jahren) zeigt, wie dünn der Firnis der Zivilisation ist.
  • Hiker 16.07.2020 18:30
    Highlight Highlight Es ist zwar nachvollziehbar, dass die Menschen einen Schuldigen suchen. Wenn dann auch noch Prominente wie Donald Trump die Schuldigen bei den Chinesen sehen ist das doppelt schlimm. Aber leider gibt es diesen Schuldigen nicht. Alle sind betroffen und niemand ist schuld, ausser vielleicht den unbelehrbaren die sich einen Deut um den Schutz der Mitmenschen kümmern. Wenn schon sind das die wahren Treiber hinter den Ansteckungen. Jetzt jeden Asiaten als Verursacher dieser Pandemie zu verunglimpfen hilft niemandem, ist falsch und schürt nur wieder einmal Hass und Gewalt.
    • Plan B 16.07.2020 18:51
      Highlight Highlight *Leider gibt es diesen Schuldigen nicht* Und eine zeiöe weiter gibt es diesen dann doch. :)
    • Nausicaä 16.07.2020 19:09
      Highlight Highlight Es gibt einen etwa 10-seitigen TA-Artikel der aufzeigt, dass die Vertuschung der chinesischen Regierung eben schon gravierend dafür verantwortlich war, dass sich das Virus so verbreiten konnte.

      Die Komplexität des Weltgeschehens aber überfordert viele Menschen. Sie haten dann einfach x-beliebige Asiaten, die wohl mit ziemlicher Sicherheit mit dieser Vertuschung nichts zu tun hatten.
      Übrigens: Warum hat der Westen China eigentlich nicht boykottiert? Man weiss ja, was da von Seiten Regierung alles abläuft und schiefläuft. War China als billiger Produktionsstandort so wichtig?
    • je-maison 16.07.2020 19:30
      Highlight Highlight Seufz. Trump sieht eine gewisse Schuld bei CHINA, nicht bei allen Chinesen weltweit. China hat spaet informiert, und das Virus hat dort auch vermutlich seinen Ursprung, das kann man ja wirklich nicht von der Hand weisen. Spanische Grippe darf man ja auch noch sagen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AG-Bärner 16.07.2020 18:30
    Highlight Highlight Unsere Regierung hat es verschlafen am Anfang.
    Siehe Vietnam. 350 Fälle bei 95 Mil Einwohner, 0 Tote.
    Das es Leute gibt wie diesen Herrn und diese Damen wird man nicht ändern können. Das wird es leider immer geben.
    Rassismus ist ein Teil unserer Gesellschaft. Wer Rassistisch ist, ist nicht clever, das ist eine Tatsache.
    Was unsere Regierungen machen müssen, Rassismus unterbinden bei Schulen und Behörden. Da muss Rigoros dagegen vorgegangen werden.
    Bei allgemeinen Volk wird man es nicht wegbringen. Leider.
  • TheKen 16.07.2020 18:26
    Highlight Highlight Das Epizentrum hat sich längst verschoben. die USA sind so ziemlich überall führend was Infizierte und Tote anbelangt.

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