DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Auspeitschung eines Bloggers

Schweiz rügt Saudi-Arabien  



epa04561124 Amnesty International stages a protest demanding the immediate release of Saudi blogger, Raif Badawi, in front of the Saudi Embassy, The Hague, The Netherlands, 15  January 2015. According to media reports Badawi was arrested, charged and received a 226'000 Euro fine, ten years in jail and one thousand lashes for creating the website Free Saudi Liberals and allegedly inisulting Islam, receiving his first 50 lashes, 13 January 2015.  EPA/MARTIJN BEEKMAN

Demonstranten vor der saudi-arabischen Botschaft in Den Haag setzten sich am Donnerstag für den verurteilten Blogger Raif Badawi ein Bild: EPA/ANP

Die Schweiz ruft Saudi-Arabien auf, die Auspeitschung eines Menschenrechtsaktivisten und Bloggers zu stoppen. Sie verurteile seine Bestrafung durch insgesamt 1000 Peitschenhiebe, teilte das Aussendepartement EDA am Donnerstagabend mit.

Der 2012 inhaftierte Raif Badawi war im vergangenen November wegen «Beleidigung des Islams» zu einer zehnjährigen Gefängnisstrafe und 1000 Peitschenhieben verurteilt worden. Er soll insgesamt 20 Mal je 50 Hiebe bekommen. Das erste Mal öffentlich ausgepeitscht wurde er am vergangenen Freitag in der Nähe der Al-Dschafali-Moschee in Dschidda.

Die zweite Serie der Hiebe war für Freitag vorgesehen. Saudi-Arabien solle das Gerichtsurteil aufheben und den Fall neu prüfen, fordert die Schweiz. Die Strafe verstosse unter anderem gegen die Anti-Folter-Konvention, die das Land ratifiziert habe.

Die EU hatte die öffentliche Auspeitschung bereits am vergangenen Freitag als inakzeptabel verurteilt. Der 30-Jährige Badawi ist Gründer der Internetseite Liberal Saudi Network und Träger des Preises Reporter ohne Grenzen 2014. Auf der Website kritisierte er vor allem die saudiarabische Religionspolizei.

Im erzkonservativen Saudi-Arabien herrscht eine besonders strenge Auslegung des Islam, der Wahhabismus. Die Religionspolizei setzt die Scharia mit harter Hand durch. Erst am Mittwochabend hingegen hatte das saudische Königshaus den Anschlag islamischer Fanatiker auf die Pariser Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» verurteilt. (trs/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zürcher Regierungsrat Mario Fehr tritt aus der SP aus – so rechnet er mit seiner Partei ab

Nach den ewigen Querelen hat der Zürcher SP-Regierungsrat Mario Fehr genug. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen die Sozialdemokraten. Diese wollten ihn nicht mehr als Regierungsrat zur Wiederwahl empfehlen.

Mario Fehr, SP-Mitglied und Zürcher Regierungsrat, gilt schon länger als Reizfigur der Linken. Seit 2011 sitzt er in der kantonalen Exekutive und war davor langjähriger Nationalrat. Nun tritt er nach 39 Jahren aus der SP aus. Er begründete den Schritt am Freitag vor den Medien mit zunehmenden Spannungen zwischen ihm und der Parteiführung der SP. «Als Regierungsrat kann ich so nicht länger arbeiten, ohne unglaubwürdig zu werden». Für diese Legislatur bleibe er sicher parteilos.

Dann teilt er so …

Artikel lesen
Link zum Artikel