Schweiz
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Der Bund präsentiert zum ersten Mal eine Grafik – was sie uns zeigt und was nicht

Der Bundesrat kündigte gestern eine Lockerung der Massnahmen an. Gleichzeitig veröffentlichte er eine Grafik, bei der das erste Mal absehbar ist, wohin die Reise führen wird. Doch diese Grafik wirft auch neue Fragen auf.



Der Bundesrat hat gestern beschlossen, die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus um eine Woche, bis zum 26. April, zu verlängern. Fast im gleichen Atemzug liess er verlauten, dass noch vor Ende des Monats erste Massnahmen «vorsichtig und schrittweise» gelockert werden.

Dazu veröffentlichte er eine Grafik, auf der zum ersten Mal ein konkreter Überblick zur Epidemieentwicklung in der Schweiz ersichtlich ist. Inklusive Zukunftsaussichten.

Bild

Diese Grafik zur Epidemieentwicklung veröffentlichte der Bundesrat gestern. bild: bag

Diese Grafik stellt insofern ein Novum dar, als dass sie einen Blick in die Zukunft wagt und erahnen lässt, wohin uns die Reise ungefähr führen wird. Bisher hielt sich der Bundesrat in Sachen Prognosen ziemlich bedeckt.

Trotzdem sind noch viele Punkte unklar, die Grafik ist sehr allgemein gehalten. Wie haben sie uns genauer angeschaut und erklären, was sie aussagt und was nicht.

Was die Grafik aussagt:

1. Mitigation, Transition, Containment – auch in der Schweiz

Diese drei Wörter kursieren seit Beginn der Epidemie durchs Netz, nun werden sie auch vom Bundesrat in den Mund genommen.

Von vorne: Containment bedeutet Eindämmung. Damit bezeichnet man den Versuch, das Virus komplett zu unterdrücken. Containment funktioniert nur, wenn die Fallzahlen tief genug sind. Denn um erfolgreich einzudämmen, bedarf es ein rigoroses Nachverfolgen der Kontakte von Infizierten mit anschliessender Abschirmung. Auch weitreichendes Testen gehört zu dieser Strategie.

Die verschiedenen Begriffe im Detail erklärt:

Daniel Koch, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten des Bundesamt für Gesundheit (BAG), meinte kürzlich bei einer Pressekonferenz, dass für ein erfolgreiches Containment 50 bis 100 Personen pro Infektionsfall unter Quarantäne gestellt werden müssten.

Nun lässt die Grafik durchblicken, dass wir uns zu Beginn der Epidemie, also seit dem ersten Corona-Nachweis am 25. Februar, in der Containment-Phase befanden. Der Bundesrat hat in dieser Phase verschiedene Massnahmen ergriffen, wie zum Beispiel das Social Distancing oder die Abschirmung vulnerabler Gruppen.

Doch der Versuch der Eindämmung scheiterte und führte uns am 16. März in die nächste Phase.

2. Wo sich die Schweiz befindet

Bild

Das rote Rechteck illustriert die Mitigation-Phase.

Mitigation lässt sich am besten mit Schadensbegrenzung übersetzen. Die Abschirmung und Verfolgung von Infizierten ist aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr möglich, also versucht man, mit Isolations- und Hygienemassnahmen, wie sie der Bundesrat am 16. März beschlossen hat, die Ansteckungen zu minimieren.

Ziel dieser Massnahmen ist es, den R0-Wert unter den Wert 1 zu drücken. Nur so lässt sich die Kurve abflachen. Der R0-Wert bezeichnet die Basisreproduktionsrate, also die durchschnittliche Anzahl Menschen, die ein mit dem Coronavirus Infizierter ansteckt. Werden keinerlei Massnahmen getroffen, so liegt der R0-Wert für das Coronavirus ungefähr zwischen 2-3, was exponentielles Wachstum bedeutet.

Laut der Grafik befinden wir uns also zurzeit in der Mitigationsphase. Ist diese Phase erfolgreich, führt uns das zu Punkt drei.

3. Keine Lockerungen, bevor R0 nicht unter 1 ist

Bild

Sinkt die Kurve nicht, gibt es keine Lockerungen. bild: bag

Schaffen wir es, die Basisreproduktionsrate unter 1 zu drücken, so sieht der Bundesrat eine Rückführung in die Containment-Phase vor. Begleitet würde dieser Prozess von einer Transitionsphase (oranger Kreis).

Wie diese Übergangsphase aussehen könnte, wurde an der Pressekonferenz vom Mittwoch angedeutet. Ab dem 26. April sollen die getroffenen Massnahmen aus der Mitigationsphase schrittweise gelockert werden.

Danach geht es zurück zu Phase eins, Containment. Dies bringt uns zu den Dingen, die die Grafik uns nicht sagt.

Was die Grafik nicht sagt:

1. An welchem Punkt sich die Schweiz befindet

Bild

Wo stehen wir gerade? bild: bag

Das wohl grösste Fragezeichen bei dieser Grafik ist der aktuelle Status der Schweiz. Haben wir den Peak schon erreicht?

Die Geschwindigkeit der Ausbreitung hat in den letzten Tagen tatsächlich deutlich abgenommen. «Die Massnahmen zeigen Wirkung», liess der Bundesrat verlauten. Setzt sich dieser Trend fort, dürften wir uns momentan kurz nach dem Peak befinden.

Ähnlich sieht es auch der Epidemiologe Christian Althaus von der Universität Bern. Am Donnerstagvormittag veröffentlichte er neuste Einschätzungen zum R0-Wert in der Schweiz. Seinen Berechnungen zufolge konnte dieser dank der getroffenen Massnahmen auf 0.59 gesenkt werden.

Trifft Althaus' Berechnung zu, wäre das ein sensationeller Wert, der mit jenem in Wuhan vergleichbar ist. Ende Monat könnten wir so tatsächlich mit der Lockerung der Massnahmen beginnen und dereinst zurück zur Containment-Strategie wechseln.

2. Wie die zweite Containment-Phase aussehen wird

Bild

Ganz rechts im Bild: Containment (Blaues Rechteck). bild: bag

Wie genau eine solche Containment-Phase aussehen würde, ist auf der Grafik nicht ersichtlich. Der Grund ist simpel: Es ist zu früh, einen solchen Plan zu erstellen. Der Bundesrat wird sich erst am 16. April über die Ausgestaltung der Übergangsphase beraten.

Einen Blick auf andere Länder wie Südkorea oder Singapur zeigen jedoch, was es braucht, um eine zweite Ansteckungswelle zu vermeiden:

Auch eine Zusammenarbeit mit dem Ausland ist unumgänglich, da sich das Virus nicht an Landesgrenzen hält.

3. Die Höhe der Fallzahlen

Was ebenfalls nicht ersichtlich ist, ist die Anzähl Fälle, ab der man wieder zurück zur Stufe Containment wechseln kann. Ein rigoroses Contact-Tracing beansprucht eine Menge Ressourcen und ist mit einer zu hohen Anzahl Infizierter nicht umsetzbar.

Das Containment ist aber nur so lange erfolgreich, wie sich R0 unter dem Wert 1 bewegt. Sobald die Basisreproduktionsrate diesen Wert wieder übersteigt, wird der Bundesrat schärfere Massnahmen zur Eindämmung ergreifen müssen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas G. 10.04.2020 08:19
    Highlight Highlight Herr Althaus nennt einen R0 < 1 sagt aber nicht wie er diesen Wert berechnet. Das ist keine gute Grundlage. Meine Berechnungen zeigen das R0 weiterhin über 1 liegt.
  • rakatoka 09.04.2020 23:37
    Highlight Highlight Eine schöne Dromedar-Kurve. Ich gehe davon aus, dass es zukünftig eher eine mehrhöckrige Kamel-Kurve sein wird...

    https://www.technologyreview.com/2020/03/17/905264/coronavirus-pandemic-social-distancing-18-months/
  • Addix Stamm 09.04.2020 23:31
    Highlight Highlight Bis ein Impfstoff breit einsetzbar ist, werden noch viele Alte und Kranke sterben. Wir haben zwar viele Intensivepflegeplätze und Beatmungsgeräte. Und viele Senioren die Einkaufen gehen. Wie wäre es mit betreuten Quarantäneplätzen in grosser Zahl? Dörfern?
  • Saerd neute 09.04.2020 22:51
    Highlight Highlight Gibt es nächsten Winter auch wieder so eine schöne Grafik?
  • Turicum04 09.04.2020 22:28
    Highlight Highlight Wir haben den Peak noch nicht erreicht, somit sind wir in der aufsteigenden Linie. Um den Lockdown zu lockern, müssen wir in die orange ovale Zone gehen. Dann sollen Kleinstläden geöffnet werden. Danach wird es noch Monate dauern bis auch Einkaufscentren wieder offen haben. Vor Jahresende ist nichts zu machen! Sollten hingegen Komplikationen auftreten, fallen wir nochmals um weitere Monate zurück! Und die eine oder andere Firma geht pleite.
    • Saerd neute 10.04.2020 14:48
      Highlight Highlight Arbeitest du beim Staat und kannst die jetztige Situation entspannt geniessen?
  • lilie 09.04.2020 21:29
    Highlight Highlight Danke, @Dennis, für die Zusammenfassung und Erläuterungen. 👍

    Ich hatte erwartet, dass das klar sei, dass dies das Vorgehen ist. Aber vielleicht hilft die grafische Darstellung nochmals, um es besser greifbar zu machen.

    Ich dachte auch, dass die Absenkung der Anzahl Neuninfizierten und die Planung der Transitionphase deutlich macht, dass wir den Peak überschritten haben.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 09.04.2020 21:10
    Highlight Highlight Das Volk hat spätestens heute die Massnahmen selbst gelockert und ist in Massen unterwegs gewesen. Am Abend haben hier in der Umgebung fast alle die mediterrane Ferienstimmung genossen. Es wird gelacht, grilliert, gespielt, zusammen abgehängt. Das Einzige, was sie nicht tun, ist sich an die Regeln zu halten.
    • lilie 09.04.2020 22:49
      Highlight Highlight @Antinatalist: Wo zum Geier lebst du? 🤔

      Ich wohne in einer günstigen Wohnsiedlung mit vielen Ausländern und Familien. Hier ist sonst bös was los mit Kindergeschrei, zahllosen Besuchen und Grillpartys im Party.

      Jetzt: Nichts. Ich habe nicht einmal mehr als 5 Personen auf dem Spielplatz gesehen, alle Erwachsenen mit Abstand. Besuche gibts nicht mehr, es hat auch noch keiner grilliert, trotz schönem Wetter.

      Die einzigen, die sich einen Deut um die Massnahmen scheren, sind ein paar Idioten im Bus - und einzelne ältere Menschen.
    • DuhuerePanane 10.04.2020 00:38
      Highlight Highlight Seltsam. Hier in der Stadt Zürich sind die Leute auch wieder vermehrt unterwegs. Die Nachbarn machen Grillparties und auf dem Spielplatz nebenan waren heute ca. 7 Paare mit ihren Kindern 🤷🏻‍♀️
    • Shlomo 10.04.2020 09:09
      Highlight Highlight @Lilie: wenn du ab ca 15:00 am nicht abgesperrten Seebecken entlanggelaufen wärst hättest du die Horden an Menschen gesehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Addix Stamm 09.04.2020 20:55
    Highlight Highlight Wir haben so viel Zeit und so wenig Lösungen. "Best chance for a change"
    Es erstaunt aber nicht. Das Leben war ein Excess ohne Ende. Arbeit, Freizeit, und Konsum. Der fast "einzige Wandel" nach dem 2.Weltkrieg war der Wirtschaftsaufschwung. Ich suche jetzt nach dem vierten Begriff, welcher nicht zu den Rubrik Arbeit, Freizeit und Konsum passt. Der Tod ist eines davon.
    • lilie 11.04.2020 08:12
      Highlight Highlight @Addix Stamm: Zum vierten Begriff fällt mir die Mobilität ein.

      Wir sind uns einfach unglaublich daran gewöhnt, täglich Kilometer abzuspulen, sei es, um zur Arbeit zu gehen, Besorgungen zu machen, unsere Freizeit zu verbringen oder Leute zu treffen.

      Für mich ist das eine der einschneidensten Veränderungen.

      Aber ja, ich hoffe, dass wir alle ein wenig darüber nachdenken, was wirklich wichtig und notwendig ist im Leben.

      Bill Watterson (der Zeichner von Calvin & Hobbes) sagte einmal, er sähe keinen Zusammenhang zwischen dem, was die Leute wollten, und dem, was sie bräuchten.
  • Yabba Dabba Doo 09.04.2020 20:47
    Highlight Highlight "Kurz" und verständlich erklärt.
    Play Icon
  • Grego 09.04.2020 20:39
    Highlight Highlight Ist das Problem von Covid-19 nicht, dass manche ohne sehr auffällige Symptome durchkommen und es eine lange Inkubationszeit hat? Der eine hat dann leichten Husten, geht aber evtl. im Juli wieder mit dem ÖV ins Büro, wo dann 300 Leute auf einem Haufen sind und steckt gleich wieder andere an. Von denen gehen dann einige auch von einer leichten Erkältung aus und es geht wieder von vorne los. Ich will nicht den Miesepeter spielen, aber ich glaube nicht, dass wir vor Ende Sommer wieder normal leben. Homeoffice, Social Distancing etc. wird uns noch lange erhalten bleiben. Da täuscht uns die Grafik.
    • Addix Stamm 09.04.2020 20:58
    • Ferd Blu 09.04.2020 21:02
      Highlight Highlight Das könnte aber sehr gravierend sein wenn man dieses Massnahmen Regime bis Ende Sommer aufrecht erhalten will. Ich denke die meisten würden einfach mit der Zeit sich nicht mehr an die Regeln halten.
    • lilie 09.04.2020 21:12
      Highlight Highlight @Grego: Ich glaube nicht, dass die Grafik täuscht. Weder die Containment-Phase am Anfang noch die am Ende widerspiegelt ja unser bisheriges Leben. Vielmehr sind hier bereits die zahllosen Massnahmen enthalten, welche der Bundesrat noch vor dem Lockdown beschlossen hat: Abstand halten, Händehygiene, Selbstisolation bei Symptomen.

      Ich wage auch zu bezweifeln, dass es dieses Jahr irgendwelche Massenveranstaltungen gibt.

      Und natürlich rechnet man damit, dass nach der Lockerung die Zahlen wieder steigen. Wir müssen eben erst herausfinden, was genau es braucht, um den Virus einzudämmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • imposselbee 09.04.2020 20:36
    Highlight Highlight Und alle Drittweltländer so..
    👏👏👏☠️
    • ChlyklassSFI 10.04.2020 08:21
      Highlight Highlight 🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️
  • Alnothur 09.04.2020 20:34
    Highlight Highlight Diese Eindämmung - sorry, "Containment", muss heute ja Englisch sein - wird sowas von scheitern.
  • elco 09.04.2020 20:32
    Highlight Highlight Ich hoffe der Bundesrat hat noch andere Tabellen... z.B. diejenige über Anzahl Arbeitslosen, Staatsverschuldung, Anstieg der Armut, Zukunftsaussichten der Jugend usw.
    Also all die Sachen die euch im gemütlichen Homeoffice jetzt gerade nicht unter den Fingern brennt...
    • lilie 09.04.2020 21:15
      Highlight Highlight @elco: Ja, hat er. Alle diese Zahlen wurden kommuniziert und Prognosen erstellt, obwohl gerade das zweite sehr schwierig ist.

      Da die Staatsverschuldung der Schweiz seit jeher weit unter dem europäischen Schnitt liegt, kann der Staat nun Milliarden aufbringen, um die Wirtschaft zu stützen. Für die Amortisation wurden bisher 25 Jahre veranschlagt.
    • KYBI60 09.04.2020 21:17
      Highlight Highlight Richtig, die Wirtschaft wird nun richtiggehend in eine Depression im Stile der 30er Jahre abgleiten. Schöne Aussichten für die jüngeren Mitbürger. In den USA zB Stand heute 1'132 neue Arbeitslose pro ab covid18 verstorbener Person!
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 09.04.2020 21:31
      Highlight Highlight Dass es mal eine Pandemie geben würde, war eine Zukunftsaussicht. Nur hat es so lange niemanden interessiert, bis sie eingetroffen ist. Davor hat man sich reproduziert, konsumiert und ignoriert. Die etwas kurzfristigere Zukunftsaussicht heute heisst: Es gibt 2020 eine gewaltige Trockenperiode und 18 Monate "ausserordentliche Lage". Jetzt bleibt die Wahl, ob das Volk lernen mag, mit weniger Wohlstand klar zu kommen, dann spielt die Wirtschaft eine Nebenrolle, oder ob sie zurück zum Pre-Corona-Stand wollen und dafür schon bald wegen des Klimawandels zugrunde gehen wollen. Wähle dein Herzblatt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 09.04.2020 20:29
    Highlight Highlight "Wie genau eine solche Containment-Phase aussehen würde, ist auf der Grafik nicht ersichtlich. Der Grund ist simpel: Es ist zu früh, einen solchen Plan zu erstellen."

    Ähm, nein. Es ist höchste Eisenbahn, einen solchen Plan zu erstellen.
    • Heb dä Latz! 09.04.2020 21:01
      Highlight Highlight Meinen sie jetzt TGV, Frecciarossa, Renfe oder die SBB?
  • Sharkdiver 09.04.2020 20:24
    Highlight Highlight In Wuhan war der Lockdown mehrere Monaten, und gemäss dem ZDF Reporter der eben erst am Sonntag nach Wihan reiste, traf alles andere als Normalität an, und wir wollen bereits wieder zur Normalität zurück. 🤨
    • lilie 09.04.2020 21:19
      Highlight Highlight @Sharkdiver: Hallo, lieber Haitaucher! 😃👋

      Ich glaube, niemand hat von Normalität geredet. Containment heisst, im Alltag rigorose Massnahmen umsetzen.

      Worum es geht, ist, dass dieser Alltag wieder stattfinden kann, nachdem er auf nun ein Minimum heruntergefahren wurde - Arbeiten, Schule, Einkaufen, Freunde treffen.

      Für diese Rückkehr in eine "relative Normalität" hat der Bundesrat bisher einige Wochen veranschlagt - es sei denn, es läuft wieder aus dem Ruder, dann sitzen wir vermutlich ganz schnell wieder zuhause.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 09.04.2020 21:35
      Highlight Highlight Es herrscht weitestgehend Normalität. Nur die allgemeinen Shoppingtempel und öffentlichen unbedachten Seuchentreffpunkte sind gesperrt. Wobei gesperrt nicht heisst, dass man sich nicht trotzdem dort trifft. Es wird zur Not ausgewichen. Aber es herrscht tatsächlich Normalität.

      Hoffentlich gibt's noch sowas wie einen Rückstoss.
      Play Icon
    • Oliver M 09.04.2020 23:24
      Highlight Highlight In Wuhan hat das ganze angefangen und ist dort erst mal 1.5 Monate grassiert bevor der Lockdown gekommen ist, wenn nicht noch länger da noch keine Tests und keine Kenntnis.
  • imposselbee 09.04.2020 20:20
    Highlight Highlight „ Keine Lockerungen, bevor R0 nicht unter 1 ist“

    Dumm nur, dass mit einem R0 unter 1 die Wirtschaft eine Beatmungspumpe braucht.
    • elco 09.04.2020 20:45
      Highlight Highlight Das interessiert jetzt niemanden. Das dürfen sie nicht laut sagen...
    • ScottSterling 09.04.2020 21:41
      Highlight Highlight Ich verstehs gerade nicht... Wieso sollte ein R0 unter 1 der Wirtschaft schaden?
    • imposselbee 09.04.2020 22:28
      Highlight Highlight @ScottSterling R0 < 1 kann nur dadurch erreicht werden, wenn mind. die Hälfte der Bevölkerung entweder geimpft oder immun ist. Jetzt sitzen ja bestimmt 90% der Bevölkerung in Quarantäne und der Wirtschaft geht es ja nicht besonders gut. R0 < 1 ist total unrealistisch, denn der Virus hat sich nicht verändert, könnte sich aber, das weiss man noch nicht. Es ist auch möglich, dass erst 10% der Bevölkerung immun ist und die Massnahmen mehr geschadet, als genützt haben. C19 hat einen R0 von 3-5 und wird nunmal die Opfer kosten, aber diese Zahl kann durch bessere Therapieformen verkleinert werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paternoster 09.04.2020 20:15
    Highlight Highlight Was ich grundsätzlich nicht mag ist, wenn Informationen so oft englisch sein müssen. Social Distance, Containment..etc warum können wir uns denn nicht getrauen von Abstand halten und Eindämmung zu reden, damit wir zumindest unsere Sprache pflegen und nicht das Gefühl haben, wenn es auf englisch geschrieben steht, es professioneller daher kommt. Social Distance, herje... Abstand, eben
    • Bibilieli 09.04.2020 21:10
      Highlight Highlight Ich bin grundsätzlich deiner Meinung, wenn es um die Verwendung englischer Begriffe geht. Doch in einer globalen Krise kann es - mitunter zu Vergleichszwecken - durchaus sinnvoll sein, wenn die Massnahmen gleich benannt werden. Zudem scheint mir, dass der Begriff "social distancing" seinen Effekt nicht verfehlt hat. Er fällt auf und man hört ihn seit Wochen an allen Ecken. Das führt langfristig zu einer gewissen Konditionierung. Ich bin mir nicht sicher, ob das bei "Abstand halten" auch so gewesen wäre.
    • Shabaqa 09.04.2020 21:17
      Highlight Highlight Social Distance statt Abstand war ziemlich clever. Die meisten Menschen haben mit dem neuen Begriff gleich die richtigen Verhaltensweisen verinnerlicht. "Abstand" ist einfach irgend eine undefinierte Distanz. "Social Distance" heisst: 2 Meter Mindestabstand, um weder sich selbst noch andere zu gefährden.
    • Bjns 09.04.2020 21:18
      Highlight Highlight Die Begriffe kommen aus der Forschung. Die Sprache, die sich in der Forschung durchgesetzt hat, ist Englisch. Der Vorteil: Mehr Forschende haben die Möglichkeit Studien zu verstehen. In der Kommunikation mit der breiten Bevölkerung sollten Fremdwörter allerdings vermieden werden. Da bin ich einverstanden Nur: Wissenschaftler sind in Kommunikation selten geschult. Und Journis haben Angst, unprofessionell zu wirken, wenn sie auf Fachvok. verzichten.
      Die Gesamtheit der Kommunikation von Medien und Wissenschaft wird sich in dieser Krise wohl nicht mehr ändern. Vielleicht aber diejenige Watsons?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 09.04.2020 19:54
    Highlight Highlight Heut waren die Fallzahlen ja schon wieder höher, haben wir noch etwas Geduld und bitte seid alle konsequent, sonst schaffen wir das nicht.
    • elco 09.04.2020 20:46
      Highlight Highlight Ich war heute im Tessin. Jocke;-)

      Wir schaffen das... haben sie mir eine Pille?
    • KeineSchlafmützeBeimFahren 09.04.2020 22:13
      Highlight Highlight Ja, wieso? Weil sich mehr Menschen angesteckt haben oder weil mehr getestet wurde? Im Moment wissen wir das nicht, ob das BAG uns bald darüber informieren wird, bleibt fraglich. Herr Marjanovic von Watson sollte mal diese Frage an Herrn Koch stellen...
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 09.04.2020 19:43
    Highlight Highlight Für mich bleibt die Frage im Raum, wie sehr die Spitäler während dieser Phase seit dem 16.03. ausgelastet gewesen sind. Vielleicht muss man nämlich einen Perspektivwechsel von der Zahl der täglich positiv Getesteten hin zu der Zahl an freien Spitalbetten und Intensivbetten vollziehen? Schliesslich tun wir ja das alles für die Spitäler. Wieso ist die letztere Zahl für den Bundesrat in seinen Entscheidungen nicht zentraler gewesen? Schliesslich hängt die täglich dazukommende «Infiziertenzahl» sehr von der Anzahl durchgeführter Tests pro Tag ab. Das sind dann bloss schwach belastbare Daten.
    • Garp 09.04.2020 20:24
      Highlight Highlight Die Schweiz hat im Verhältnis zu Bevölkerungszahl, sehr wenige Intenisvbetten. Die Zahl der Spitalbetten und freien Intensivbetten wird von allen Kantonen berücksichtigt. Die Prozentzahl von getesteten ist stabil, wieviele davon in der Intensivstation landen. Es gilt die Infektionen zu drücken, sonst geht es uns, wie in Italien.
    • elco 09.04.2020 20:43
      Highlight Highlight Seien sein sie still, das darf man jetzt nicht mehr laut sagen...
    • homo sapiens melior 09.04.2020 20:52
      Highlight Highlight Nein, wir tun das nicht für die Spitäler. Wir tun es für uns alle. Für Menschen. Für Überleben. Für das Gesundheitssystem. Nur weil man noch leere Betten hat, muss man die ja nicht unbedingt füllen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinZH 09.04.2020 19:40
    Highlight Highlight Wer es gestern verpasst hat, einfach einmal Karl Lauterbach zuhören. Dann ist man um einiges gescheiter. 😉👍

    https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-8-april-2020-100.html
    Play Icon
    • MartinZH 09.04.2020 21:08
      Highlight Highlight Nachricht an den Multi-Blitzer: Du würdest Dich besser einmal ein bisschen bilden, als die ganze Zeit damit zu verbringen, meine Beiträge 'runterzublitzen'. Dein Verhalten ist einfach nur peinlich.
    • Varanasi 10.04.2020 00:56
      Highlight Highlight Lauterbach ist ein toller Politiker. Er hat Epidemiologie in Harvard studiert (und ich glaube er gibt dort auch noch Gastvorträge) und weiss wovon er spricht.
    • ChlyklassSFI 10.04.2020 08:27
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