Schweiz
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Jetzt offiziell: Wir zahlen für Generika fast doppelt so viel wie das Ausland



In der Schweiz sind die Medikamente nach wie vor teurer als im vergleichbaren Ausland. Bei den Generika beträgt der Preisunterschied sogar 47 Prozent, wie der am Dienstag veröffentlichte Preisvergleich von Interpharma und santésuisse zeigt.

Die rund 200 umsatzstärksten patentgeschützten Originalpräparate der Spezialitätenliste waren gemäss dem Preisvergleich mit dem vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) angewandten Wechselkurs von 1.20 Franken pro Euro zehn Prozent teurer als im Ausland. Damit liege das Schweizer Preisniveau auf jenem von Deutschland und Dänemark. Patentabgelaufene Originalprodukte waren in der Schweiz elf Prozent teurer als im Durchschnitt der Vergleichsländer.

Beim letzten Preisvergleich mit den Preisen vom November 2014 und dem damaligen Länderkorb von nur sechs Ländern waren die patentgeschützten Medikamente bei einem Wechselkurs von 1.29 Franken pro Euro gleich teurer wie im Durchschnitt der Vergleichsländer.

ANLAESSLICH DER PRAESENTATION DES PREISVERGLEICHES VON SANTESUISSE, INTERPHARMA UND VIPS STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG, DEM 17. FEBRUAR 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. 
Sabine Imhof, Mitarbeiterin in der Generika Apotheke in Bern, fuellt am Dienstag, 21. Februar 2006 ein Generika ins Regal ein. (KEYSTONE/Yoshiko Kusano)

Schweizer werden bei Generika kräftig zur Kasse gebeten.
Bild: KEYSTONE

Generika in der Schweiz fast doppelt so teuer

Für Thomas Cueni, Generalsekretär von Interpharma, ist die jetzige Preisdifferenz massgeblich auf den erstarkten Franken und die Erweiterung des Länderkorbs zurückzuführen. Umso wichtiger sei die Berücksichtigung des Nutzens mit dem neuen Preisfestsetzungs-System, das nicht mehr nur auf die Preise im Ausland abstelle.

Santésuisse-Direktorin Verena Nold äusserte sich besorgt darüber, dass Generika in der Schweiz noch rund doppelt so teuer sind wie im Durchschnitt der Vergleichsländer. Der Dachverband der Krankenversicherer erwartet, dass für patentabgelaufene Medikamente ein griffiges Preissystem eingeführt wird. Es könne nicht sein, dass auf Kosten der Prämienzahler derart hohe Preise verlangt würden.

Für den Preisvergleich wurden die Fabrikabgabepreise in der Schweiz vom September 2015 mit jenen in Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Grossbritannien, den Niederlanden, Österreich und Schweden für patentgeschützte und patentabgelaufene Medikamente sowie Generika verglichen.

(sda)

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