Schweiz
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Label für schwulenfreundliche Firmen: So soll das Outing erleichtert werden 



Homosexualität am Arbeitsplatz ist nach wie vor ein Tabu. Wie die Stiftung Proutemployer auf ihrer Website schreibt, getrauen sich über die Hälfte der LGBTI nicht, sich am Arbeitsplatz zu outen. 

Die Angst vor negativen Konsequenzen bei einem Outing ist nicht aus der Luft gegriffen. Eine Studie der Universität Genf zeigt, dass sich über zwei Drittel der Homo-, Bi-, Inter- und Transsexuelle schon Diskriminierungen am Arbeitsplatz ausgesetzt sahen. 

Ein Pilotprojekt soll es nun einerseits LGBTI erleichtern, am Arbeitsplatz offen mit ihrer Sexualität umzugehen. Auf der anderen Seite sollten Vorurteile in der Berufswelt gegenüber Schwulen, Lesben, Bi- und Intersexuellen sowie Transgender, abgebaut werden.

So eher nicht: Szene aus «The Office»

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Video: YouTube/The Office US

Wie Yann Lavenu, Vorstandsmitglied des Vereins Network gegenüber dem Bieler Tagblatt sagt, wolle man mit einer Art Label-System Unternehmen auszeichnen, die gewisse Standards erfüllen. «Die personelle Vielfalt wird zu einem immer wichtigeren Faktor für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg von Unternehmen.»

Lavenue ist überzeugt, dass das Labelling nicht nur Angestellten sondern auch dem Unternehmen zugutekommt. «Verlässt jemand nach nicht gelungenem Outing eine Firma, hat diese die Kosten zu tragen, bis wieder jemand mit denselben Qualifikationen gefunden und eingearbeitet ist.» Und: «Personen, die sich nicht zu outen getrauen, können am Arbeitsplatz nicht ihre volle Leistung bringen.»

Das Label solle nach dem Prinzip der Selbstdeklaration vergeben vergeben, wie auf der Webseite von Network zu lesen ist. Zu den interessierten Unternehmen gehörten demnach unter anderen das VZ Vermögenszentrum, die Post und Dow Chemical.

(wst)

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    Alle Leser-Kommentare
  • frnrsch 29.04.2017 08:42
    Highlight Highlight Ich muss nicht wissen ob jemand homosexuel ist um ihn nicht zu mögen, ich mag ihn einfach nicht. Es wird auf beide Seiten übertrieben, auf die eine Seite heisst es wir "anders" sexuel ausgerichtete wollen gleich behandelt werden aber auf die andere Seite werden immer mehr soziale "Spezialitäten" gefordert um sich profilieren zu können. Wie gesagt mir ist ziemlich egal was für eine sexuelle Ausrichtung jemand hat um ihn/sie nicht zu mögen oder zu mögen.
    • Fabio74 29.04.2017 16:35
      Highlight Highlight du solltest mal an deinen Vorurteilen arbeiten.
  • Jsgkl 28.04.2017 20:59
    Highlight Highlight Traurig, das immernoch über dieses Thema diskutiert werden muss. Am Arbeitsplatz kommt es auf die Leistung etc. an. Beim Privatleben auf den Charakter etc, aber doch nicht auf die Sexualität...
  • Macke 28.04.2017 20:23
    Highlight Highlight Ich kann nachvollziehen, wie man auf diese Idee kommt. Dennoch finde ich sie unausgegoren. Wie sollen diese Standards festgemacht werden?
    Angenommen, man spricht von einem Frauenhaus, Schwulenbar, lesbischem Treffpunkt oder anderen Institutionen, die eine oder mehrere der LGBTI-Gruppen ausschliesst, wird diesen dann auch das Label verwehrt? Soll dieses irgendwann zu einem Qualitätsstandard werden, an das monetäre Zuschüsse/Bussen gebunden sind? Wäre es nicht nachhaltiger, mehrere Infokampagnen zu machen?
  • ThePower 28.04.2017 19:54
    Highlight Highlight Ist mir völlig schnuppe, mit wem und wie oft meine Arbeitskollegen Sex haben. Betreffend Schwule: habe mal mit einem zusammengearbeitet, der dauernd "rum-tuntet" hat, das war schon ziemlich nervig. Da haben wir dann halt zwei, drei Sprüche gebracht und er hat sich danach zusammengerissen. Aber sonst hat es nie Probleme gegeben.
    • Fabio74 28.04.2017 20:02
      Highlight Highlight offensichtlich ist es nicht egal, wenn du so abfällig übeder den einen Schwulen reden musst,
    • ThePower 29.04.2017 14:42
      Highlight Highlight @Fabio74
      Nach mehreren Tagen à acht Stunden "(T)Raumschiff Surprise" wärst auch du genervt gewesen. Wie übrigens jeder andere der dabei war.
    • Jonny_0815 30.06.2017 10:23
      Highlight Highlight Ich kenn einige schwule und den meisten sieht man es nicht an. Man weis es erst wenn sie sich outen.

      Ich nehme an, dass sehr viel mit schwule/bisexuellen Arbeitskollegen zusammenarbeiten ohne dass sie davon Kenntnis haben.

      Bitte nicht alle in den gleichen Topf werfen weil dir jemand "auf den Senkel gange" ist.
  • Wolf2000 28.04.2017 18:38
    Highlight Highlight Warum schreibt ihr das nicht Euch auf die Stirn? Eigentlich ist mir egal was Ihr seit oder macht. Hauptsache ihr seit nett und friedlich.
  • Majoras Maske 28.04.2017 18:08
    Highlight Highlight Ich bin schwul und wurde auch vor Jahren von nem anderen Typen im Büro sexuell belästigt als ich noch ein Lehrling war (und er war vermutlich mehr als doppelt so alt wie ich). Abgesehen davon, dass ich mir lange selber Schuld gab ihn ermutigt zu haben, weil ich vorher nett zu ihm war, habe ich das auch gar niemandem erzählt. Nicht nur die Scham der Belästigung und das dann noch als Mann, sondern auch das damit verbundene Outing hätte ich damals nie und nimmer über mich gebracht. Heute bin ich zum Glück weiter und ich denke Offenheit der Firmen würde extrem helfen.
  • Chrigu91 28.04.2017 16:53
    Highlight Highlight Bei der vorherigen Firma, wussten es nur zwei Leute und bei der jetzigen Firma, bei der ich seit 2 Monaten arbeit noch niemand. Und das ist (leider) besser so. Weil ich möchte nicht schon als der schwule Neue abgestempelt werden, bevor mich nicht alle richtig kennen.
  • Alnothur 28.04.2017 16:16
    Highlight Highlight Was ist das überhaupt ein Thema am Arbeitsplatz? Und wieso nicht einfach ein "Label" für Firmen mit gutem Arbeitsklima? Mobbing ist Mobbing, Schwulsein oder was auch immer ist da immer nur ein gäbiger Grund.

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