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Moreno Diaz

Morena Diaz machte ihre Vergewaltigung publik – jetzt soll das Sexualstrafrecht revidiert werden. Bild: instagram.com/m0reniita/

«Wen wundert's?»: Was sich Morena Diaz seit ihrem Vergewaltigungspost anhören muss

Janine Gloor / ch media



Morena Diaz wählte den Weg der grösstmöglichen Öffentlichkeit, um von etwas Schrecklichem zu erzählen, das sie im ganz privaten Rahmen erfahren musste: Am 2. Januar teilte die Influencerin auf ihrem Insta­gram-Profil mit damals 71'000 Followern ein Strandbild und den schockierenden Bericht ihrer Vergewaltigung.

Morena Diaz (26) ist als Body-Positivity-Influencerin über die Schweiz hinaus bekannt. Auf Instagram wurde Diaz’ Glaubwürdigkeit angezweifelt.

Kurz vor Heiligabend 2018 vergewaltigte sie ein Freund nach einem gemeinsamen Abendessen. «Ich hatte ihm vertraut, aber er wollte mehr und holte sich jene Nacht das, was er wollte: meinen Körper», schrieb die Influencerin. Mit ihrem Post will Morena Diaz (26) aufklären, enttabuisieren und anderen Opfern Mut machen. Und sie hat eine konkrete Forderung: «Wir müssen die Gesetze anpassen», schreibt die Aargauer Lehrerin.

Damit ist sie nicht allein. Zwei Juristinnen fordern eine Änderung des Strafgesetzes, voraussichtlich im Januar entscheidet die Rechtskommission des Ständerats ein erstes Mal darüber. Die NZZ widmete dem Thema eine ganze Seite mit dem Titel «Wann ist es eine Vergewaltigung?».

Lass dir helfen!

Du brauchst dringend Rat? Hast du oder eine dir nahestehende Person körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt erlebt? Es ist wichtig, frühzeitig Unterstützung zu holen und Hilfe von aussen in Anspruch zu nehmen. Es gibt viele Beratungsstellen, die dir weiterhelfen können.
Bei feel-ok.ch findest du Beratungsstellen in deiner Nähe.
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Vergewaltigung im vertrauten Rahmen

Morena Diaz’ Geschichte illustriert auf schrecklich anschauliche Weise, worum es geht: Sie wurde nicht auf dem Heimweg in einer dunklen Gasse überfallen und vergewaltigt, sondern befand sich an einem vermeintlich ungefährlichen Ort mit einem vermeintlichen Vertrauten.

Sie hat sich nicht gewehrt, weil sie in eine Schockstarre verfallen sei, schreibt sie. Arme, Beine und Stimme haben ihren Dienst versagt. «Man hofft einfach, dass man das alles so schnell und so unbeschadet wie möglich übersteht.»

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

English in the comments ll TW / Vergewaltigung: Drei Tage vor Heiligabend hat er nach einem gemeinsamen Abendessen über meinen Körper, mein Herz und meinen Bedürfnissen hinweg entschieden. Mit keiner Faser meines Körpers wollte ich das, was er mir angetan hat und mit keiner Faser meines Körpers konnte ich mich wehren. Es ist wahr, was man in den Zeitungen so liest: Man fällt in eine Art Schockstarre. Man schafft es nicht, sich zu schützen, zu wehren und dem Ganzen rechtzeitig ein Ende zu setzen. Eine Freundschaft, die anfangs 2018 zu blühen begann, endete drei Tage vor Weihnachten in demselben Jahr abrupt. Ich hatte ihm vertraut aber er wollte mehr und holte sich jene Nacht das, was er wollte: meinen Körper. 2019 war für mich eher ein Überleben. Ein Gefühlschaos. Zuerst wollte ich gar nichts mehr fühlen, um den Schmerz nicht zu zu lassen und dann, als ich dem Schmerz kurz die Türen öffnete, traf er mich mit voller Wucht. Der Schmerz kam aber nicht alleine. Er wurde von Angst, Trauer und Wut begleitet. Wut auf ihn, Wut auf alle, die anderen das gleiche angetan haben und antun werden. Wut auf die Gesellschaft, die Gesetze, das Patriarchat, das immer noch Macht über uns Frauen* ausüben darf und kann. 2019 war ein Überleben. 2020 möchte ich leben. Nach und nach loslassen. Dafür musste ich letztes Jahr alle Gefühle und somit auch Heilung zulassen und nach und nach die Scherben auflesen, die in jener Nacht in tausend Stücken umherflogen. Ich wurde vergewaltigt und es tut immer noch weh. Die Scherben lese ich weiterhin jeden Tag auf. Und irgendwann, das weiss ich, werden auch die Ängste weniger, die Wut und die Trauer werden zur gleichen Tür wieder rausgehen. Ich werde wieder komplett ausgelassen tanzen können. Lieben und leben. Was ich ganz sicher weiss ist, dass wir Gesetze anpassen müssen, um endlich Opfer und nicht mehr Täter zu schützen, dass wir Aufklärung brauchen denn mein Fall ist kein Einzelfall. Und dass wir unsere Stimmen erheben müssen. Für jede einzelne von uns. Genau deshalb breche ich mein Schweigen. Ni una menos. ♥️

Ein Beitrag geteilt von Morena Diaz (@m0reniita) am

Gemäss dem heute geltenden Strafgesetz ist dieser Geschlechtsverkehr vermutlich nicht als Vergewaltigung einzustufen, denn die Umstände für eine Vergewaltigung lauten: «Wer eine Person weiblichen Geschlechts zur Duldung des Beischlafs nötigt, namentlich indem er sie bedroht, Gewalt anwendet, sie unter psychischen Druck setzt oder zum Widerstand unfähig macht.»

Der Hintergrund zu dieser Textpassage sei historisch bedingt, argumentieren die Juristinnen in der NZZ. Frauen sollten sich mit grossem Widerstand gegen Geschlechtsverkehr ausserhalb ihrer Ehe wehren. Dass eine Vergewaltigung auch innerhalb einer Partnerschaft vorkommen kann, war zur Zeit der Gesetzschreibung keine denkbare Option.

Mit der Gesetzrevision soll eine «Nein heisst nein»-Regel eingeführt werden. Wenn eine Frau – oder ein Mann – Nein zum Sex oder anderen sexuellen Handlungen sagt, wäre es eine Vergewaltigung.

Seit der Veröffentlichung des Posts über ihre Vergewaltigung ist die Followerzahl von Morena Diaz um 2000 angestiegen. Der Post hat über 12000 Likes und mehr als 1000 Kommentare erhalten. Viele davon Sympathiebekundungen. Andere Reaktionen zeigen, dass eine Gesetzesänderung in der Tat an der Zeit wäre.

Von «Was hast du getragen?» bis «Wen wundert’s»

Zwar kann auch eine Nein-Regel nicht dafür sorgen, dass die Beweisprobleme von Sexualdelikten gelöst sind. Aber wie Morena Diaz schreibt, geht es ihr darum, aufzuklären. Noch immer scheinen Leute das Gefühl zu haben, dass man als Opfer zumindest zu einem Teil zur Vergewaltigung beigetragen hat.

In einem weiteren Post veröffentlichte Diaz Kommentare, in denen sie gefragt wurde, was sie denn an diesem Abend getragen hatte und wo sich die Vergewaltigung abgespielt habe und in welcher Beziehung sie zum Täter stehe. «Bei einem sexuellen Übergriff spielt es keine Rolle, wie man angezogen war», schreibt Morena Diaz. «Das Opfer kann nackt vor dem Täter stehen, er hat nicht das Recht, das Opfer gegen seinen Willen anzufassen.»

«Bei einem sexuellen Übergriff spielt es keine Rolle, wie man angezogen war. Das Opfer kann nackt vor dem Täter stehen, er hat nicht das Recht, das Opfer gegen seinen Willen anzufassen.»

Ein Nein sei ein Nein und müsse respektiert werden. Für Morena Diaz sind solche Reaktionen, mit denen sie zwar gerechnet hat, «ein Schlag ins Gesicht und eine Barriere mehr, die Opfer davon abhält, sich zu öffnen».

Die Gesetzesänderung hat auch Gegner. Der Zürcher Strafrechtsprofessor Daniel Jositsch sagte gegenüber der NZZ: «Hier werden strafrechtliche Prinzipien über den Haufen geworfen.» Kritiker sehen die Unschuldsvermutung in Gefahr und befürchten, dass Opfer ein Nein behaupten können, worauf jemand zu Unrecht einer Vergewaltigung bezichtigt werden könnte.

Aber auch Jositsch bestreitet nicht, dass das bestehende Sexualrecht «lückenhaft und teilweise überholt ist», wie die NZZ schreibt. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist die Debatte in der Schweiz erst am Anfang.

Ausdrückliche Zustimmung ist verlangt

Ja heisst Ja

Mehrere europäische Länder, darunter Deutschland und Grossbritannien haben bereits ein Gesetz, das Sex ohne Einwilligung als Vergewaltigung klassifiziert. In Schweden wurde als Folge der «Me Too»-Debatte im Juli 2018 ein neues Gesetz eingeführt, das für einvernehmlichen Sex eine Ja-Regel vorschreibt:
Wenn der Geschlechtsverkehr oder andere sexuelle Handlungen ohne ausdrückliche Zustimmung stattfinden, handelt es sich um Vergewaltigung. Anders als in der Schweiz geht es nicht darum, wie fest sich jemand gewehrt hat oder wie laut das Nein war. Ein deutliches Ja muss es sein. Ein Jahr später hat das Schwedische Obergericht erstmals einen Mann auf der Grundlage des neuen Gesetzes verurteilt.
Nach mehreren Vergewaltigungsprozessen mit milden Urteilen plant auch Spanien die Einführung einer Ja-Regel. In Deutschland wurde das Sexualstrafrecht 2016 angepasst und eine «Nein heisst Nein»-Regel eingeführt. Allen gemein ist die Abwendung von der Vorstellung, dass eine Vergewaltigung nur stattfindet, wenn Gewalt im Spiel ist. (jgl)

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«Es ist kein sexueller Missbrauch, es ist Vergewaltigung»

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208Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dogbone 08.01.2020 07:04
    Highlight Highlight Klar muss die Gesellschaft die Situation ändern auch wenn ich schon im Ansatz nicht verstehe, wie ein Mann mit einer Frau Sex haben will, die ihrerseits nicht will. Aber die Sache mit dem Nein, wie soll denn das gehen? Und wie ist das, wenn mich eine Frau anfasst? Weil wenn so etwas Gesetz ist, dann möchte ich doch lieber keinerlei physischen Kontakt mit einer Frau, ausser mit meiner Partnerin. Händeschütteln, Küsschen, umarmen, alles absolut tabu, weil ich potentiell mit einem Bein vor dem Richter stehe, bzw. keinen Einfluss darauf habe. Ach ja, mit der Partnerin ja das Gleiche...😳
  • sayana 07.01.2020 20:41
    Highlight Highlight Es dürfte hier weitestgehend Einigkeit darüber herrschen, dass von der Frage nach der Kleidung nicht auf die Mitschuld des Opfers geschlossen werden darf. Jedoch kann es sein, dass dies zur Beurteilung eines Falles notwendig sind - insbesondere auch für die Aussagenwürdigung.
    Bevor man also gegen Staatsanwälte etc. schiesst und per se als rückständig bezeichnet, sollte man sich diese Tatsache vor Augen führen. Sollte aus der Begründung eines Urteils eine Mitschuld des Opfers hervorgehen, kann man sich wohl zurecht über victim blaming empören; vorher dürfte es eher ein Schnellschuss sein.
  • Dong 07.01.2020 19:47
    Highlight Highlight Ach, ich werde einfach nicht recht warm mit dieser Story. Die Dame wird gelobt für Ihren Mut, das mit der gesamten Welt zu teilen, aber sie hat nicht den Mut, einfach „Nein“ zu sagen. ich wünsche mir für meine Tochter genau das Gegenteil! Und ich meine das nicht leichtfertig, das gehört für mich zur Erziehung, dass sie auf sowas auch vorbereitet ist. (Achtung: Ich rede nicht von Vergewaltigung nach StGB!)

    Ich bin aber auch kein Fan von der Sorte Feminismus, die der Frau keinen Handlungsspielraum zumutet. Das ist doch das Gegenteil von dem, was frühere Feministinnen erreichen wollten!
    • Zimbo 07.01.2020 22:50
      Highlight Highlight Hast du den Teil mit Schockstarre nicht gelesen? Ich glaube nicht, dass man seine Kinder so erziehen kann, dass sie immer total souverän bleiben und nie von der eigenen Psychologie/Biologie übermannt/fraut werden :(
    • Dong 08.01.2020 08:13
      Highlight Highlight Genau von der Schockstarre rede ich! Das ist doch 1000 mal realistischer, auf sowas vorbereitet zu sein, als zu glauben, dass nie ein Typ zu fummeln beginnt.
      Das Gesetzt schützt uns auch nicht im eigenen Schlafzimmer, ausser man installiert eine Videoüberwachung - wir sollten unsern Kindern da keine falschen Hoffnungen machen, auch wenn wir uns eine idealere Welt für sie wünschen.
  • Don Alejandro 07.01.2020 17:43
    Highlight Highlight Es wird in solchen Angelegenheiten wohl immer Aussage gegen Aussage sein. Die Umkehr der Beweispflicht ist zwar sicher löblich, ebnet aber wiederum erneut ein Missbrauchspotential. Ich will in solchen Fällen keine Richterin sein.
  • Kampfsalami 07.01.2020 16:07
    Highlight Highlight Ohne Partei zu ergreifen: Sex ist einfach nicht toll wenn es nicht beide wollen... Je mehr meine Freundin abgeht desto mehr gehe ich ab... Weiss nicht wie das sonst so bei anderen abgeht aber....
  • user1 07.01.2020 15:16
    Highlight Highlight Enttäuschend
    Bin mega beindruckt von Morena und dass sie mutig genug ist mit dieser grausamen Story an die Öffentlichkeit zu gehen. Auch zu sehen, dass so viele Menschen auf ihrer Seite sind und nun auch den Mut haben ihre eigenen Stories kund zu tun finde ich super, was mich aber extrem enttäuscht (aber nicht überrascht) ist die Reaktion der Medien. Diese Fokussieren sich auf die Minderheit der Hater und was die alles zu sagen haben. Wieso muss das immer im Fokus stehen und nicht die grosse Mehrheit der positiven und unterstützenden Kommentare?
  • IZO 07.01.2020 14:47
    Highlight Highlight Schützt euch! Selbstverteidigungskurse, Kampfsport, Pfefferspray. Wenn die "Gesellschaft" der Meinung ist solche Delikte nicht angemessen zu Ahnden müssen wir selber ran. Zu Recht. Kein Mann rennt danach zur Polizei. Das gleiche wie wenn du Opfer währs, wird ihn daran hindern;Scham. Training gibt Selbstvertrauen und eine Ausstrahlung die manche Typen "schrumpfen" lässt. Schütz euch und eure Kinder, nur ihr habt ein echtes Interresse an eurer Unversehrtheit. Plakativ zusammengefasst; lieber Tod als Doof.
    • Beggride 07.01.2020 18:32
      Highlight Highlight Was gibt Ihnen das Gefühl, dass es allen egal ist? Weil nicht jedes einzelne Delikt juristisch bestraft wird oder werden kann? Das ist, gebe ich zu, ziemlich schwierig, da es meist Aussage gegen Aussage steht. Doch dann die grundlegende Unschuldsvermutung nur bei dem Delikt über Bord zu werfen, finde ich schwierig. Kachelmann beispielsweise hat auch ohne eine Verurteilung sein Leben wegen seiner lügenden Ex verloren.
      Selbstverteidigunskurse finde ich jedoch eine gute Idee!
  • guby 07.01.2020 13:01
    Highlight Highlight Reicht es wenn eine beteiligte Person gegen ihren Willen mitmacht? In meiner letzten Beziehung wurde ich mit psychologischen Mitteln unter Druck gesetzt, Sex zu haben obwohl ich gar nicht wollte. Ist das eine Vergewaltigung? Oder braucht es dazu körperliche Gewalt beziehungsweise das explizite "nicht mitmachen" wie bei einer Schockstarre? Ich finde es sehr, sehr schwierig da eine angemessene Grenze zu ziehen die auch strafrechtlich angewendet werden kann. Damit meine ich nicht, dass die heutige Regelung gut ist. Lediglich, dass die Thematik extremst vielfältig sein kann.
    • Hummingbird 07.01.2020 14:34
      Highlight Highlight Druck zum Sex ist für mich Vergewaltigung. Beide Seiten sollten aus freier Motivation mitmachen. Alles andere ist falsch.
    • guby 07.01.2020 14:55
      Highlight Highlight Ja sollten sie. Aber wie soll man das strafrechtlich ahnden können? Sowas ist niemals zu beweisen. Und ausserdem würde eine griffige Regel falschen Anschuldigungen Tür und Tor öffnen.
    • Hummingbird 07.01.2020 15:36
      Highlight Highlight Falsche Anschuldigungen sind jetzt schon möglich, daran würde sich nichts ändern. Was sich ändern würde ist, dass gesetzlich klarer definiert wäre, was ok ist und was nicht.
  • Rikku 07.01.2020 12:54
    Highlight Highlight Liebe Männer und Frauen, die meinen, die aufreizende Kleidung rechtfertige eine Vergewaltigung oder einen Übergriff: mit dieser Aussage gesteht ihr, ein triebgesteuertes Wesen zu sein, das bei Erregung nicht rational denken kann und nicht mitbekommt, wie es dem Gegenüber geht.
    • albie wright 07.01.2020 13:06
      Highlight Highlight Niemand meint dies. Es provoziert diese vielleicht um 0.1% mehr als ohne.
    • Grohenloh 07.01.2020 15:28
      Highlight Highlight Wie kann man auf die Idee kommen, dass wir kein triebgesteuertes Wesen sind? Sind wir ganz eindeutig.
      (grosse, sinnlose Autos, Essverhalten, Süchte,...)
      Wir sind ein Tier. Und: den Männern vernebelt der Trieb den Verstand. Das ist ja offensichtlich und immer beobachtbar.
      Deshalb muss ein Nicht-Respektieren eines Neins von einer Nötigung (Vergewaltigung) gesprochen werden.

      Das ist aber etwas ganz anderes als ein fehlendes Ja. Dort wird Missbrauch Tür und Tor geöffnet.
  • Satan 07.01.2020 12:25
    Highlight Highlight "Kritiker sehen die Unschuldsvermutung in Gefahr und befürchten, dass Opfer ein Nein behaupten können, worauf jemand zu Unrecht einer Vergewaltigung bezichtigt werden könnte."

    Wer jemand zu Unrecht einer Vergewaltigung bezichtigen möchte, kann das jetzt bereits tun.

    Das wird nichts daran ändern. Man muss sich nun dann einfach im klaren sein, dass ein Nein auch wirklich NEIN bedeutet und nicht "ich spiele die/den Unnahbaren, also nimm mich!"
  • Salamikönig 07.01.2020 12:18
    Highlight Highlight Das Thema Vergewaltigung ist ein sehr ernst zu nehmendes und schwieriges Thema. Jedoch finde ich, das wir uns zu sehr auf den Fall von Morena versteifen. In ihrem Fall handeltet sich wahrscheinlich eher um Selbsttherapie, das sie sich selbst öffnet und das Ganze verarbeitet indem sie darüber schreibt. Finde trotzdem gut das sie darüber spricht und dem Thema die Scham nimmt darüber zu sprechen.
  • eldorak 07.01.2020 11:52
    Highlight Highlight Irgendwie versteh ich die ganze Ja/Nein Regelungen nicht. Wie kann man nicht merken, ob die andere Person Sex möchte oder nicht?
    Spätestens wenn man auf eine Person zu geht und sie irgendwo berührt, sollte man merken, ob die andere Person das mag (resp. Erwidert) oder nicht. Wenn sie gar nicht darauf reagiert oder eingeht müsste eigentlich klar sein, dass sie das nicht möchte.
  • bigfr0g 07.01.2020 11:08
    Highlight Highlight Indemfall muss jeder jetzt ein Diktafon kaufen?
  • LU90 07.01.2020 10:58
    Highlight Highlight Ich finde die „Ja heisst Ja“ Gesetzgebung problematisch. Ein Beispiel: 2 Personen (Geschlecht egal) sind im Ausgang, bisschen Alkohol fliesst, beide landen im Bett. Am nächsten Tag hat die eine Person ein schlechtes Gewissen / schämt sich (oder ist psychisch krank, u.v.m.) und zeigt die andere Person wegen Vergewaltigung an. Niemand er beiden hat „Ja“ gesagt, also sollte doch die Anzeige Erfolg haben? Oder haben sich die beiden sogar gegenseitig vergewaltigt? Oder versteh ich hier etwas grundsätzlich falsch?
    Wichtig: Geschlecht ist hier bei meiner Frage völlig egal!
    • RicoH 07.01.2020 11:10
      Highlight Highlight Im Moment geht es aber um die "ein Nein ist ein Nein" Regel.

      "Erst ein Ja ist ein Ja" wäre dann ein nächster Schritt.
    • who cares? 07.01.2020 11:56
      Highlight Highlight Anzeigen kann die Person schon. Kann sie auch heute. Da sie aber in diesem Fall nicht beweisen kann, dass sie nicht eingewilligt hat, wir die Anzeige auch nicht zu einer Verurteilung führen. Wie auch heute schon, wenn sie keine Verletzungen etc. vorzeigen kann.
    • Dr. Unwichtig 07.01.2020 12:41
      Highlight Highlight Who cares: Es ist nicht möglich zu beweisen, etwas NICHT getan zu haben. Somit wird bei der „Nur-ja-ist-ja“-Regel die Beweislast faktisch umgedreht. Das ist in der Tat nicht ganz unheikel....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 07.01.2020 10:24
    Highlight Highlight Da es offensichtlich immer noch Leute gibt, die nachfragen, was denn das Vergewaltigungsopfer getragen hat, ist diese Diskussion leider noch immer sehr nötig.
    Ob diese Gesetzesrev. allerdings konkret etwas bewirken wird, bezweifle ich (Stichwort: Unklare Beweislage).

    Die genannte „Vergewaltigung“ dieser Influencerin ist sehr wohl eine Straftat - einfach eine sexuelle Nötigung, welche fast den gleich hohen Strafrahmen hat.

    Das Problem bleibt mit oder ohne Anpassung des Gesetzes: Die Beweisbarkeit.

    P.S.: Victim blaming scheint übelst tief in unserer Gesellschaft verankert zu sein. Zum kotzen!
    • WilmaRuhe 07.01.2020 22:08
      Highlight Highlight Ist das "" bei Vergewaltigung bewusst?

      Ich kenne mich im Strafrecht nicht aus. Unabhängig davon ergibt die Begründung, dass es erst eine Vergewaltigung ist wenn Gewalt miteinfliesst oder es keine ist, wenn es ihm nahen Umfeld ohne Gegenwehr geschieht, nicht nachvollziehbar für mich.

      Was mitunter ebenfalls tragisch anmutet, dass es betroffene Personen gibt mit Schuldgefühlen, selbst wenn sie nie persönlich mit solchen Beschuldigungen und Be- und Verurteilungen konfrontiert wurden.
  • front2back 07.01.2020 10:13
    Highlight Highlight Um dem vorgeschlagenen Gesetz gerecht zu werden, muss in Zukunft jeder Geschlechtsakt live gestreamt werden. Dieser wird dann von einer Fachjury bewertet und sofern allen Kriterien entsprochen wird, als einvernehmlich dokumentiert.
    Oder die Menschheit verfallt in Keuschheit, was angesichts des drohenden Naturkollapses die beste Lösung wäre.
    Oder aber, wir lernen als Gesellschaft verantwortlich mit uns selber und unserer Sexualität umzugehen und uns für andere einzusetzen. Es kann nicht sein, dass im 21. Jh. in gewissen Kreisen noch eine Meinung vorherrscht, die beim Opfer die Schuld sucht.
    • aglio e olio 07.01.2020 17:15
      Highlight Highlight Das 2/3 HB Verhältnis irritiert mich etwas. Reichte die Aufmerksamkeitsspanne nur für den ersten Absatz?
    • front2back 07.01.2020 22:00
      Highlight Highlight Ironie und moralische Grundlagen scheinen nicht jedermanns und jederfraus Sache zu sein....
      Falls jemand bessere Vorschläge hat, bitte teilen!
  • corona 07.01.2020 10:12
    Highlight Highlight Ich verurteile diese Tat aufs Gröbste und finde Männer die ein Nein nicht akzeptieren können unter aller Sau! Was ich jedoch nicht verstehe sind Frauen die sich nicht zur Wehr setzen, konsequent und mit aller Kraft. Mir ist durchaus bewusst, das Frauen von Natur aus weniger Muskelmasse haben und deshalb die Angst riesig sein kann.
    Ich möchte keinen Täter in Schutz nehmen kann mir aber vorstellen, dass einige nicht Bewusst vergewaltigen sondern das Gefühl haben es sei okay..
    • JasCar 07.01.2020 11:30
      Highlight Highlight Corona, der Mensch hat instinktiv 3 Reaktionsmöglichkeiten bei drohender Gefahr: kämpfen, fliehen oder totstellen.
      Viele Vergewaltigungsopfer reagieren mit Schockstarre. Man realisiert zwar was passiert, aber man ist unfäähig, irgendwie zu reagieren. Keine Bewegung, kein Wort.
      Leider können viele das nicht nachvollziehen, aber seid froh, wenn ihr instinktiv eine andere Abwehrreaktion zur Verfügung habt.
      Ich fände es wichtig, dass auch darüber mehr berichtet würde.
      Denn Verständnis hilft heilen.
    • who cares? 07.01.2020 11:53
      Highlight Highlight Dann bringen wir doch Männern bei, dass Sex mit jemandem der leblos daliegt, bei Bewusstsein oder auch nicht, nicht okay ist? Warum wollen manche Männer unbedingt Sex mit Frauen, die nicht mitmachen? Ist mir schleierhaft, macht doch gar keinen Spass so?

      Ausserdem, eine Vergewaltigung tut weh und es tut noch mehr weh, wenn man sich wert. Dann wird man im schlimmsten Fall dauerhaft geschädigt oder getötet.
    • Miicha 07.01.2020 11:56
      Highlight Highlight Google mal Schockstarre
    Weitere Antworten anzeigen
  • ruvos 07.01.2020 10:04
    Highlight Highlight Wenn Diaz wirklich vergewaltigt worden ist muss der Täter bestraft werden, das ist klar. Aber warum habe ich immer das Gefühl das es sich bei solchen Veröffentlichungen von
    Influencerinen vorwiegend darum geht die Anzahl Likes zu steigern? Man kann ja mit solchen Geschichten "war oder erfunden" viel Geld verdienen.
    • JasCar 07.01.2020 11:31
      Highlight Highlight Genau, weil man bisschen mehr likes möchte, nimmt man einen solchen Shitstorm in Kauf?
      Echt jetzt?
    • Baccaralette 07.01.2020 12:47
      Highlight Highlight Ruvos denkst du, darum zeigen die Frauen den Täter immer an? GENAU darum nicht.

      Ausserdem: wenn die Beweislast schwierig ist, lässt du es als vergewaltigte Frau lieber sein. Wie ich z.B. auch. Mein Vergewaltiger läuft unbestraft herum. Weil es kaum zu beweisen war, dass er mich vergewaltigt hat. Recht haben heisst einfach nicht, Recht zu bekommen.
    • Glenn Quagmire 07.01.2020 13:24
      Highlight Highlight InfluencerInnen machen sicherlich viel, aber dies wär jetzt arg übertrieben.

      @Baccralette: Hoffentlich wird sich Karma seiner annehmen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • front2back 07.01.2020 10:04
    Highlight Highlight Die Diskussion, dass das Gesetz angepasst werden muss ist müssig. Es ist an der Zeit, dass etwas geändert werden muss. Aber dann muss auch der Straftatbestand geändert werden. Es heisst VerGEWALTigung, was Gewalt impliziert. Klar kann diese auch auf psychischer Ebene stattfinden. Aber das Gesetz mit dem Nein bzw. Ja macht es nicht besser. Es kehrt im besten Falle die Beweislast zugunsten der Opfer, sodass vielmehr der Täter oder die Täterin ihre Unschuld beweisen muss. Das stellt aber ein Widerspruch dar zu "in dubio pro reo"
    • who cares? 07.01.2020 11:49
      Highlight Highlight Nein. Bitte keine Falschinformationen verbreiten. Es gibt KEINE Beweislastumkehr. Nein. Das Opfer muss noch immer beweisen, dass es nein gesagt hat. Wie bei anderen Delikten wo Aussage gegen Aussage steht auch.
    • front2back 07.01.2020 14:24
      Highlight Highlight @who cares: Inwiefern würde denn eine solche Gesetzesänderung eine Verbesserung darstellen?
  • salvii33 07.01.2020 10:00
    Highlight Highlight Habe im Artikel diesen Abschnitt gelesen: "Wer eine Person weiblichen Geschlechts zur Duldung des Beischlafs nötigt, namentlich indem er sie bedroht, ..."

    Bin nicht vom Fach & da stellt sich meine Frage, können in der Schweiz techtlich auch Männer als Vergewaltigungsopfer da stehen?
    danke!
    • Fritz N 07.01.2020 10:18
      Highlight Highlight Nein, das ist dann sexuelle Nötigung. Das Strafmass ist aber in etwa dasselbe..
      Aber ja sicherlich auch veraltete Regelung so
    • Cassady 07.01.2020 10:25
      Highlight Highlight Nein. Bislang nicht. Aber die "Vergewaltigung" eines Mannes ist eine sexueller Nötigung und sollte theoretisch gleich streng bestraft werden.
    • Trompete 07.01.2020 10:26
      Highlight Highlight Nein, ein Mann kann aus juristischer Sicht niemals ein Vergewaltigungsopfer sein. Beispielsweise werden die erzwungene anale Penetration durch einen anderen Mann wie der durch eine Frau erzwungene Beischlaf im Sinne einer sexuellen Nötigung behandelt, sofern das Opfer zum Zeitpunkt des Übergriffs als urteilsfähig erweist. Alle Angaben ohne Gewähr, sondern was ich aus den StGB Artikel 189-191 lese.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nik G. 07.01.2020 09:55
    Highlight Highlight Wenn man fragt was die Person getragen hat macht man Täterschutz. Mit solchen Aussagen rechtfertigt man eine Frau oder Mann anhand seines Outfits vergewaltigen zu dürfen und dabei straffrei zu sein.
    Ich bin das Opfer, wäre sie nicht so aufreizend angezogen gewesen hätte ich sie nicht vergewaltigen müssen. Überlegt euch nur mal diesen Satz.....
    • eineve 07.01.2020 12:31
      Highlight Highlight das typische "wenn der bauer nicht schwimmen kann, ist die badehose dran schuld"
  • what's on? 07.01.2020 09:34
    Highlight Highlight Wenn ich die Aussage der Dame lese, dann wurde sie zur Duldung des Beischlafs genötigt, indem sie unter psychischen Druck gesetzt wurde. Die Folge war, dass sie zum Widerstand unfähig gemacht wurde. Wenn man wollte, könnte man den Vorgang nach heutigem Recht als Vergewaltigung klassifizieren. Oder was sehe ich da falsch?
    • Cassady 07.01.2020 10:27
      Highlight Highlight Nein, das Übergehen eines Neins ist nicht per se psychischer Druck. Gibt Rechtsprechung des Bundeserichts, die genau das sagt.
    • RicoH 07.01.2020 11:14
      Highlight Highlight Offenbar fehlt heute dafür die Rechtsgrundlage. Das möchte sie mit ihrem Gang an die Öffentlichkeit ändern.
    • Qui-Gon 07.01.2020 15:06
      Highlight Highlight Es braucht eine Nötigungshandlung. Diese wiederum defininiert das StGB wie folgt:

      "Wer jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere Beschränkung seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden,..."

      Ein "Nein" zu übergehen oder gar nicht auf ein "Ja" zu warten, reicht nach heutiger Rechtslage tatsächlich noch nicht.
  • RichiZueri 07.01.2020 09:24
    Highlight Highlight Unabhängig der Story bin ich froh, bin ich der Beziehungs-Typ und habe entsprechend keinen Sex ausserhalb.
    Für alle anderen sehe ich "ja heisst ja" als einzige Lösung. Wenn einer eine Nacht eine hat, die sich gerne rar macht und erobern lassen will und dann in der nächsten Nacht eine, die nicht will aber verunsichert ist und sich nicht getraut nein zu sagen, endet das ohne offene Worte scheisse. Ob Frau oder Mann es ist keine Schande von Beginn weg zu sagen, dass man trotz gemeinsamen Spass nichts Sexuelles will oder umgekehrt eben gerne etwas Sexuelles hätte. Redet miteinander!
    • RicoH 07.01.2020 11:19
      Highlight Highlight Hmmm... Vergiss bitte nicht: das betrifft auch den Sex in der Beziehung – was durchaus richtig ist.
    • RichiZueri 07.01.2020 11:51
      Highlight Highlight Klar, doch empfinde ich da das Missverständnispotential als sehr gering.
  • Regionsassa! 07.01.2020 09:15
    Highlight Highlight Vielleicht muss man den Männern einfach mal ernsthaft beibringen, wie man mit Gefühlen umgeht, und zwar so, dass sie als Mann funktionsfähig bleiben und es für sie attraktiv bleibt. Dan wären wir in dieser Debatte auch einen Schritt weiter. Einer, der ständig seine Gefühle unterdrücken muss, wird vielleicht auf eine andere Weise kriminell.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 07.01.2020 10:55
      Highlight Highlight Bitte nicht verallgemeinern.
      Ich kann gut mit Gefühlen umgehen.
      Man wollte mich zwar auch entsprechend erziehen, aber ich habe das nicht zugelassen.
      Ich bin in erster Linie ein Mensch mit Gefühlen, dann erst ein Mann.
      Ich unterdrücke meine Gefühle auch nicht.
      Ich bin manchmal sehr direkt, was gefühllos erscheinen mag, aber ich möchte niemandem absichtlich weh tun.
    • RicoH 07.01.2020 11:26
      Highlight Highlight Sorry, wenn ein Mann Probleme damit hat, mit seinen Gefühlen umzugehen, soll er sich gefälligst selbst darum kümmern und nicht andere dafür verantwortliche machen. Möglichkeiten dazu sind reichlich vorhanden (Freunde, Bekannte, Therapeuten,...).
    • Regionsassa! 07.01.2020 13:12
      Highlight Highlight Ich sage ja nicht, dass man Straftäter nicht zur Verantwortung ziehen soll, und auch nicht, dass das Verhalten entschuldbar wäre. Es geht mir darum, darauf hinzuweisen, dass es ein gesellschaftliches Problem ist. Dass Angebote für ebendieses Problem reichlich vorhanden wären, kann man in Anbetracht des allgemeinen medialenen Diskurses gar nicht glauben wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Helvet70 07.01.2020 09:04
    Highlight Highlight Tja, vielleicht tue ich der Dame Unrecht; aber ich kann mir den Ablauf wie ihn Frau Diaz schildert einfach nicht richtig vorstellen. Ich nehme jetzt mal an der Mann ist nicht einfach unvermittelt mit voller Kraft ueber sie hergefallen. Und selbst dann glaube ich nicht, dass eine erwachsene Frau in eine "Schockstarre" verfaellt.
    Nur so ein Gedanken der fuer mich auf viele dieser "me too" Faelle zutreffen duerfte: grad im Moment hat's gepasst, auch Alkohol hilf da oft! Dann kommt das schlechte Gewissen, ueber die Zeit denkt man sich den Ablauf zurecht und glaubt am Schluss selber daran..me too!
    • Cassady 07.01.2020 10:30
      Highlight Highlight Schockstarre lässt sich vielleicht nicht nachvollziehen, wenn man's selber nie erlebt hat. Stell. Dir vor: jemand, von dem du das nicht erwartest, überschreitet gerade deine intimste Grenze. Trotz deiner Ablehnung. Da reagieren viele nicht so, wie es objektiv vielleicht vernünftig gewesen. Wäre. Frag mal ein Raubopfer: die erzählen ähnliches -?Man ist einfach überfordert.
    • MissDemeanor 07.01.2020 10:39
      Highlight Highlight Die Schockstarre während einer Vergewaltigung ist eine natürliche Reaktion des Körpers. Vergleichbar mit tot stellen bei Tieren. Der Körper (und zum Teil das Gehirn) stellen ab, weil dies erträglicher ist, als den Horror bewusst zu erleben. Das ist ein instinktiver Reflex, nichts das willentlich geschieht. Deshalb kommt es auch vor, dass der Überfall an einem öffentlichem Ort stattfindet, das Opfer aber nicht schreien kann, weil es wortwörtlich gelähmt ist. Dein Beitrag ist für alle, die das erleben mussten, eine Ohrfeige und mit Grund warum man es lieber verdrängt/verschweigt.
    • Thatotherwhitegirl 07.01.2020 10:56
      Highlight Highlight Wohl Kaum.

      Schockstarre hat weder etwas mit dem Alter noch mit dem Geschlecht zu tun, sondern ist eine natürliche Stress- und Panikreaktion. Ich, ebenfalls eine erwachsene Frau, habe diese bei Panikattacken bereits mehrfach erlebt. Man ist absolut machtlos. Man kann sich nicht bewegen, geschweige denn wehren.

      Ganz davon abgesehen ist deine Unterstellung ein schlag ins Gesicht für alle Opfer: du unterstellst ihnen, dass es „grad im Moment gepasst hat“. WOHER willst du das wissen?? Solange du nicht dabei warst, und ein JA gehört hast, hast du nicht das Recht dazu. Punkt
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr no 07.01.2020 09:02
    Highlight Highlight Die "Body-Posivity"- Influencerin - was auch immer das sein soll - tut offenbar alles, um Aufmerksamkeit zu generieren. Versteht mich nicht falsch. Es geht nicht darum, sexuelle Übergriffe zu verharmlosen. Sie soll Anzeige erstatten und das Ganze soll juristisch aufgearbeitet werden. Aber muss man immer alles in den Medien breit treten ?
    • jackybee 07.01.2020 10:40
      Highlight Highlight Muss man nicht, kann man aber. Wenn das für sie der richtige Weg ist, soll dich das nicht stören. Dein Urteil über das Opfer sagt mehr über dich aus, als über Morena Diaz.
    • RicoH 07.01.2020 11:33
      Highlight Highlight Bitte lies den Bericht nochmals, bevor du über die Frau herziehst.

      Offenbar fehlen heute die Rechtsgrundlagen, um in ihrem Fall Anzeige zu erstatten. Daher der Schritt an die Öffentlichkeit.
    • Dr no 07.01.2020 11:54
      Highlight Highlight @Krise und Jackybee: sehr schön, ihr sagt mir also was ich denken und was ich sagen soll / darf ?
      @Ricoh: Anzeige kann sie immer erstatten. Da geht es nicht um Rechtsgrundlagen. Ob es dann für eine Verurteilung reicht ist eine andere Frage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 73th 07.01.2020 08:56
    Highlight Highlight Dass Vergewaltigungen passieren, ist eine scheussliche Sache die nicht zu Entschuldigen ist. Es soll nicht nur an Gesetzten rumgeschraubt werden. Ein ganz wichtiger Punkt in unserer sexualisierten Welt ist, allen klar zu machen, dass Sex mit einer anderen Person kein Menschenrecht ist. Man hat schlicht kein Anrecht darauf. Das ist schwierig zu Akzeptieren, ist Sex doch ein Grundbedürfnis der Menschen. Da steht das Grundbedürfnis der Unversehrtheit jedes Einzelnen nun mal an höherer Stelle.
    Soviel können auch die ganz Unterbelichteten kapieren.
    • Garp 07.01.2020 10:20
      Highlight Highlight Es geht nicht um Sex, es geht um Macht und besitzen.
  • Skeptischer Optimist 07.01.2020 08:45
    Highlight Highlight Influencer sind schon rein definitionsgemäss Aufmerksamkeitsheischer.

    Dass dies auch negativ bewertet werden kann, gehört zum Job.

    Nur weil sie sich beim Job ein sehr heikles Thema suchen, befreit sie nicht von solcher Kritik.
    • RicoH 07.01.2020 11:41
      Highlight Highlight Das Thema hat sie leider nicht gesucht, es wurde ihr aufgezwungen.

      Wer dies negativ bewertet, muss sich gefallen lassen, als Täter-Sympathisant angesehen zu werden.
    • Skeptischer Optimist 07.01.2020 14:45
      Highlight Highlight @Ricoh: Sie wurde nicht gezwungen ihre Erfahrung zu veröffentlichen.

      Es ist unverschämt mich als Täter-Sympathisant zu bezeichnen.
  • Tobias W. 07.01.2020 08:35
    Highlight Highlight Zu behaupten, man wäre vergewaltigt worden, scheint ein gutes neues Rezept zu sein, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Gerade jetzt im Tinder-Zeitalter ergeben sich die Gelegenheiten laufend, und man kann gleichzeitig noch behaupten, man hätte das doch nie gewollt. Im Ernst?

    Kein Wunder, gibts inzwischen in jedem kleinen Kaff ein Puff. Sex wäre zwar heute im Überfluss gratis erhältlich; aber Niveau und Diskretion ist wirllich rar geworden.
    • who cares? 07.01.2020 11:03
      Highlight Highlight Der Tobias weiss es natürlich besser. Er sagt Frau wann sie vergewaltigt wurde und wann nicht. Und wenn Tobias nein sagt, dann darf Frau auch keine psychischen Störungen haben deswegen. Dann schwätzt er noch von Niveau, dass er hat, aber andere nicht.
    • RicoH 07.01.2020 11:47
      Highlight Highlight Puffs gab's schon immer und überall. Ist also keine "Tinder-Zeitalter" Erscheinung.

      Unter Niveau stelle ich mir vor, dass man einfach einer Aussage glauben schenken kann und sie nicht gleich in den Schmutz zieht.
    • Tobias W. 07.01.2020 14:09
      Highlight Highlight @who cares?
      Es gibt Leute, die sehen sich immer als Opfer. Und es gibt heutzutage Leute, die verdienen Geld, (nur!) indem sie Aufmerksamkeit nachweisen können. Und es gibt Leute, die schliessen sich der Mehrheit an, weil sie Angst haben, eine eigene zu sagen, oder kritisch zu sein.

      Weil sie Angst haben, dass man so mit dem Finger auf sie zeigt, wie Sie jetzt auf mich.

      Und trotzdem lässt sich nicht plötzlich alles als Vergewaltigung darstellen, wie es einem gerade passt!

      Zum Glück habe ich genügend Freunde (und Frauen), um mir eine eigene Meinung leisten zu können. Sorry, gell ;-)
  • eysd 07.01.2020 08:35
    Highlight Highlight Es gibt die Möglichkeit, dass jemand fälschlicherweise beschuldigt wird. Ist das Grund genug um den wirklichen Opfern die Gerechtigkeit zu verwehren? Stellt euch mal wirklich vor in dee Situation zu sein. Ist es unvorstellbar in einer so überwältigenden Situation zu kommen in der man nicht mehr fähig ist sich zu schützen? Ich kann es mir trotz sehr hohem Kampfwillen vorstellen.
    • Na_Ja 07.01.2020 12:31
      Highlight Highlight Guter Kommentar! Als ich sexuell genötigt wurde (keine Vergewaltigung), habe ich geweint und ihn angefleht aufzuhören. Er schlug und biss mich umso mehr, bis ich mich nicht mehr traute irgendetwas zu tun, dass das ganze noch verschlimmerte. Ich kann mir sehr sehr gut vorstellen, dass man sich bei schlimmeren Vergehen als meinem nicht mehr rühren kann vor Angst und Schock.
  • no-Name 07.01.2020 08:29
    Highlight Highlight Wer eine Person weiblichen Geschlechts.....


    Aber es braucht einen weiblichen insta post um den Text zu ändern. Wiederholt wurde aufmerksam gemacht, dass männer in der Schweiz von gesetzeswegen nicht vergewaltigt worden sein können. Das war kein Arrikel wert.

    Ja, der Text muss schleunigst geändert werden.
    • Qui-Gon 07.01.2020 15:36
      Highlight Highlight Strafe für Vergewaltigung: 1-10 Jahre
      Strafe für sexuelle Nötigung: bis 10 Jahre (kein Minimum)

      Das ist der einzige Unterschied.
    • no-Name 07.01.2020 16:41
      Highlight Highlight „Wer eine Person zur Duldung einer beischlafsähnlichen oder einer anderen sexuellen Handlung nötigt, namentlich indem er sie bedroht, Gewalt anwendet, sie unter psychischen Druck setzt oder zum Widerstand unfähig macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe bestraft.“
    • no-Name 07.01.2020 16:46
      Highlight Highlight ...du glaubst nicht wie viele Männer darunter Leiden, dass ihre Täter mit ein paar Tagessätzen davonkamen und Richter lachend fanden unter Männer sei dies auch durchaus Usus einander an die Eier zu greifen. Nur interessiert dies keinen und macht kaum klicks.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno S.1988 07.01.2020 08:17
    Highlight Highlight Ist doch logisch dass manche genauer nachhaken. Sie schreibt kaum was zum genauen Hergang. Ja, es wurden schon viele Leben durch eine Vergewaltigung zerstört! Es wurden jedoch auch viele Leben durch falsche Missbrauchs Vorwürfe zerstört!

    Auch heutzutage noch erwartet doch die Mehrheit der Frauen dass der Mann die Initiative ergreift. Sei es auch schon nur beim ansprechen. Warum eigentlich? So besteht die Gefahr dass Männer die Zeichen falsch deuten. Viele Männer verwechseln bereits die Freundlichkeit einer Frau mit Interesse an ihn.
    • who cares? 07.01.2020 11:05
      Highlight Highlight Hier wird niemand durch Missbrauchsvorwürfe zerstört. Yie nennt keinen Namen und gibt keine Hinweise zum Täter.
    • RicoH 07.01.2020 11:50
      Highlight Highlight Was verstehst du an dem Zeichen nicht, dass die Frau es passiv über sich ergehen lässt?

      Ist das deine Vorstellung von Sex? Dann solltest du aber schnellstens etwas dagegen tun.
    • Bruno S.1988 07.01.2020 12:52
      Highlight Highlight @RicoH
      Im Umkehrschluss heisst das also, dass eine Frau die sich beim Sex passiv verhält missbraucht wird? Ach komm...lassen wir dieses Spiel. Ich weiss was du meinst und du weisst was ich meine. Konstruieren wir keine dummen theorien um uns bloss persönlich angreifen zu können ;-)

      @who cares
      Nein, hier in diesem Fall nicht. Habe ich auch nicht behauptet. Es geht mir darum, dass es ihr wunsch ist, der Frau basieren auf ihr Wort zu glauben. Das ist das Gefährliche! Es löst einen Missstand in dem ein neues kreiert wird.
  • Toni.Stark 07.01.2020 08:16
    Highlight Highlight Es ist durchaus möglich, dass sie alles nur erfunden hat, um Aufmerksamkeit zu erhalten.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 07.01.2020 11:00
      Highlight Highlight Beweise es.
    • who cares? 07.01.2020 11:06
      Highlight Highlight Es ist durchaus möglich, dass wegen Leuten wie dir viele vergewaltigte Frauen lieber schweigen, als nach dem Trauma noch der Lüge bezichtigt zu werden.
    • RicoH 07.01.2020 11:56
      Highlight Highlight Ach komm...

      Fakt ist: in ihrem geschilderten Fall gibt es offensichtlich keine Möglichkeit, den Täter anzuzeigen. Das sollte geändert werden.

      Auch wenn du ihre Aufrichtigkeit in Zweifel stellst, ändert das nichts an der Ausgangslage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • chandler 07.01.2020 08:07
    Highlight Highlight "Body-Positivity-Influencerin" - bitte was?
    • rokat 07.01.2020 08:29
      Highlight Highlight Ist in diesem Kontext denn wichtig, was sie ist, oder wie sie sich nennt?
    • THEOne 07.01.2020 09:16
      Highlight Highlight @ chandler
      hab grade genau das gleiche gedacht....
    • ChlyklassSFI 07.01.2020 09:27
      Highlight Highlight Chandler: Google nutzen, dann hast du die Antwort auch sofort. Aber darum geht es dir wohl nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nuscheltier 07.01.2020 07:55
    Highlight Highlight Ich verstehe wirklich nicht warum sie den Post mit einem Badeanzugbild verknüpfen muss. Ich finde die Angriffe und Kommentare jedoch unterste Schublade.
  • Militia 07.01.2020 07:46
    Highlight Highlight Es ist wohl jedem Mann klar, dass eine VerGEWALTigung niemals in Ordnung ist. Der Begriff enthält ja das Wort Gewalt. Für manche Männer ist es aber nicht immer so offensichtlich auf welcher Ebene sich die Zuneigung der Frau abspielt, weshalb solche Situationen entstehen können. Wenn die Frau sich dann nicht wehrt und Nein sagt, hat man(n) die Situation, dass sich der Mann evtl. gar nicht mal im Klaren ist dass er etwas Unrechts getan hat. Jedes mal Ja (wie Schweden) sagen? Dann könnte dich deine Frau nach 20 Jahren Ehe noch wegen Vergewaltigung anzeigen. Diese Situation kennt keine Gewinner.
    • RicoH 07.01.2020 12:02
      Highlight Highlight Wenn eine Frau den Sex passiv über sich ergehen lässt, dann sollte auch dir klar sein, dass sie das nicht will.

      Falls Mann das nicht erkennen kann, sollte er sich mit einer Gummi-Susi begnügen.
    • Militia 07.01.2020 12:21
      Highlight Highlight Mir ist das auf jeden Fall klar, aber um mich geht es hier ja auch nicht.
  • Heinzbond 07.01.2020 07:44
    Highlight Highlight Nein ist nein, das wäre so einfach oder, aber leider können sich nicht alle meiner Geschlechts Genossen mit dem Wort und der Bedeutung anfreunden.
    Ich gebe Frau Diaz recht mit der Aussage das es vollkommen egal sein sollte was eine Frau trägt, wie sie sich schminkt oder all das, aber leider wird auch das nicht von allen Männern so gesehen...
    Meine Meinung dazu, das die Verziehung zum Vergewaltiger ein gesellschaftliches Problem ist, das in den frühen kindheitstagen bereits angegangen werden muss. Und nein es ist nur Vordergründig ein 'kulturelles' Problem liebe Rassisten...
  • Stichelei 07.01.2020 07:44
    Highlight Highlight Die Leute, die bei einer Vergewaltigung zuerst nachfragen, wie das Opfer gekleidet war, fallen für mich in die gleiche Kategorie wie die, die die Ganzkörperverschleierung bei Frauen verlangen, da sonst die Männer ihre Triebe nicht unter Kontrolle halten können.
    • Hoci 07.01.2020 10:06
      Highlight Highlight Diese Leute verlangen keinen Schleier, denn es gibt für sie keine Grenzen und Frauen sind per se sexgierige Wesen, die Männer chronisch anbaggern. Alternativ gesehen sie ständig abweisenhäufig kommen.übrigens Frauen mit diesem Argument. Ich nehme an es ist eine Art sich einzureden, dass es ihnen nicht passieren kann.
  • Guybrush Threepwood 07.01.2020 07:42
    Highlight Highlight Die „nein ist nein“ Regel hätte ja in diesem Fall überhaupt nichts gebracht. Sie hat ja gar nichts gesagt.
    Da ist die „ja ist ja“ Regel viel besser. Die wende ich selber an. Auch um mich selbst zu schützen.
    • ChillDaHood 07.01.2020 08:13
      Highlight Highlight Wenn ich richtig gelesen habe, hat sie ihn mehrmals gebeten aufzuhören.
    • Trompete 07.01.2020 08:36
      Highlight Highlight Aus dem Artikel:
      "Sie hat sich nicht gewehrt, weil sie in eine Schockstarre verfallen sei, schreibt sie. Arme, Beine und Stimme haben ihren Dienst versagt."
    • zaphod67 07.01.2020 09:08
      Highlight Highlight @Chill: Wo? In ihrer Instagram-Mitteilung steht davon nichts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • JASY 07.01.2020 07:34
    Highlight Highlight Es tut mir für alle Opfer unendlich leid, welche so etwas Schreckliches erleben mussten, jedoch finde ich die Menschheit so scheinheilig. Plötzlich schreien alle auf und bei einem Opfer, welches nicht in der ‚Öffentlichkeit‘ steht würde es nichtmal 3/4 davon interessieren. Das ist eine traurige Tatsache.
    • RicoH 07.01.2020 12:14
      Highlight Highlight Wenn ein Mensch nicht in der Öffentlichkeit steht, wird es nur von einigen wenigen gelesen.

      Logisch, dass sich die Leute nicht dafür interessieren, da sie es schlichtweg nicht zu lesen bekommen.
  • Stichelei 07.01.2020 07:34
    Highlight Highlight Die ganze Problematik juristisch korrekt zu lösen, dürfte nicht einfach sein. Was ich nicht begreife ist, wie ein Mann sich Sex „einfach nehmen“ kann, wenn ihm die Frau nicht eindeutig zu verstehen gibt, dass sie das auch möchte. Bei mir würde sich auf jeden Fall schon gar keine Lust einstellen, wenn ich eine Frau nur schon überreden müsste, mit mir intim zu werden. Entweder beide haben Spass dabei oder man lässt es sein. Ich kann das Verhalten einiger meiner Geschlechtsgenossen schlichtweg nicht nachvollziehen.
    • wast*on (*e my life on wats) 07.01.2020 08:57
      Highlight Highlight Ein Ansatz wäre ein Art (verquere) Haltung man könne sich einen Beischlaf "verdienen" und hätte folglich Anspruch darauf. ("Ich hol mir, was mir zusteht"; schlussendlich eine Konsumhaltung, die dank der gerne verharmlosten Pornographie weiter normalisiert wird). Etwa so?
    • Asmodeus 07.01.2020 09:18
      Highlight Highlight Uns wird anerzogen dass ein Nein nur ein Ja mit zusätzlicher Überzeugungsarbeit ist.

      Nur ein Beispiel. Ich habe mit ca. 20 Jahren ein Mädel dass in mich verknallt war auch so lange "beackert" bis es zum Sex kam.

      Dass ich sie aber eigentlich manipuliert, ausgenutzt und eventuell sogar schlimmeres getan habe wurde mir erst 15 Jahre später bewusst.

      Damals war ich aber überzeugt davon, dass sie ja eigentlich auch wollte, weil die allerletzte Initiative ja schlussendlich von ihr aus kam (sich darauf einzulassen).

      Wir müssen uns Männern beibringen die Zeichen richtig zu deuten.
    • corona 07.01.2020 10:44
      Highlight Highlight und andererseits hatte ich auch schon Damen die sich extra geziert haben weil sich das scheinbar so "gehöre" und dann entäuscht waren wenn ich als Mann nicht weiter gemacht habe..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adumdum 07.01.2020 07:28
    Highlight Highlight Ich habe jetzt ihren Post gelesen und noch nicht verstanden was wirklich passiert ist. Hat sie "nein" gesagt und er hat trotzdem weitergemacht? War Alkohol im Spiel (nicht um irgendwas zu entschuldigen, aber Alkohol ändert nun mal die Wahrnehmung - auf beiden Seiten). Haben sie sich geküsst und dann wollte er mehr? Hat er versucht sie zu küssen und sie wollte nicht, und dann hat er sie vergewaltigt? War küssen nie ein Thema und er ging ihr sofort an die Wäsche? Muss sie ja auch nicht ins Detail gehen - aber wie soll man sich als aussenstehender irgedeine Meinung bilden sonst?
    • Garp 07.01.2020 10:37
      Highlight Highlight Das geht uns alles nichts an. Viele vergessen, dass wir hier nicht vor Gericht sind.
    • RicoH 07.01.2020 12:20
      Highlight Highlight Schockstarre. Mit diesem Wort ist bereits alles gesagt, um sich ein Bild machen zu können.

      Oder fehlt dir noch die Beschreibung, was sie angezogen hatte?
  • Trompete 07.01.2020 07:27
    Highlight Highlight "Gemäss dem heute geltenden Strafgesetz ist dieser Geschlechtsverkehr vermutlich nicht als Vergewaltigung einzustufen"

    Wurde versucht, auf dem rechtlichen Weg gegen den Mann vorzugehen? Oder steht da vermutlich, weil man es gar nicht erst versucht hat?
    • Tagedieb 07.01.2020 11:20
      Highlight Highlight Nach einem Jahr anzeigen kannst du vergessen. Nach der heutigen Gesetzteslage musst du sofort zum Arzt und der muss Verletzungen feststellen. Sonst wirds extrem schwierig.
    • Trompete 07.01.2020 12:07
      Highlight Highlight Ich denke, die Beweisführung wäre auch nach schwedischem Modell ein Jahr nach der Tat extrem schwierig. Wie sollte die Gesetzeslage deiner Meinung nach geändert werden?
    • RicoH 07.01.2020 12:28
      Highlight Highlight Wer versucht denn heute den rechtlichen Weg zu beschreiten, wenn bereits im Vorfeld aufgrund der Gesetze klar ist, dass man keine Chance auf Erfolg hat?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Xonic 07.01.2020 07:27
    Highlight Highlight Ich finde es trotz allem sehr schade, das noch immer keine Anzeige eingereicht wurde!
    Das steht meiner Meinung nach über einer Aufklärung.
    • Dong 07.01.2020 08:07
      Highlight Highlight Wobei ich vermute, der geschilderte Vorgang ist nach heutigem Recht nicht strafbar, deshalb die Forderung nach einer Gesetzes-Revision.
    • RicoH 07.01.2020 08:10
      Highlight Highlight So wie ich den Text interpretiere, wäre eine Anzeige aufgrund der aktuellen Gesetze aussichtslos.

      Gerade darum sollte/muss das angepasst werden.
    • PeteZahad 07.01.2020 08:16
      Highlight Highlight "Gemäss dem heute geltenden Strafgesetz ist dieser Geschlechtsverkehr vermutlich nicht als Vergewaltigung einzustufen"
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tomara 07.01.2020 07:04
    Highlight Highlight Wann läuft der Gerichtsprozess gegen den vermeintlichen Vergewaltiger? Oder ist das ein Fall nur für die Medien?
    • PlayaGua 07.01.2020 07:22
      Highlight Highlight Es ist meines Wissens nicht bekannt, ob sie überhaupt Anzeige erstattet hat.
    • Xonic 07.01.2020 07:43
      Highlight Highlight Laut Aargauer Zeitung vor ein paar Tagen ist laut Auskunft der Polizei keine Anzeige eingegangen.

      https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/wyna-suhre/morena-diaz-ein-freund-hat-mich-vergewaltigt-polizei-hat-keine-anzeige-erhalten-136178857

    • SteveBauer 07.01.2020 08:05
      Highlight Highlight Vergewaltigung ist ein Offizialdelikt, welches von Amtes wegen verfolgt werden muss. Die Strafverfolgungsbehörden müssen, wenn sie vom Vorfall Kenntnis erhalten haben, eine Untersuchung eröffnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 07.01.2020 07:03
    Highlight Highlight Ja, wen wunderts?
    Letzte Woche habe ich den Vortrag von David Kriesel über Bahnmining angehört an der 36C3 und er hat am schluss des Vortrags noch darüber geredet was ihn das letzte Jahrzehnt geprägt hat. Es sei das Zeitalter der Empörten.

    Man empört sich über alles und jeden. Also, wen wunderts? Es war so klar, dass diese ganzen trolle aus ihren Löchern kriechen und den MIst ablassen weil viele nicht mehr fähig sind rational ein Thema anzuschauen.

    Wen wunderts also?
    • Asmodeus 07.01.2020 07:38
      Highlight Highlight Wobei diejenigen die am meisten gegen Frauen/Ausländer/Andersgläubige schiessen diejenigen sind die sich über die "Empörten" aufregen.


      Es sind auch hier in der Kommentarspalte immer genau dieselben Leute die hetzerisch und hasserfüllt posten.

      Dieselben Leute die dann aber von "Cancel Culture" sprechen.
    • Scaros_2 07.01.2020 10:07
      Highlight Highlight Google es TingelTangel :)

      Chaos Communication Congress
  • K1aerer 07.01.2020 07:00
    Highlight Highlight Obwohl die Gesetzesrevision eine gute Sache ist, nimmt mich die Ausführbarkeit Wunder. Wie wollen sie es genau beweisen, dass die Frau "nein" gesagt hat? Im Falle Aussage gegen Aussage, was passiert dann?
    • _Qwertzuiop_ 07.01.2020 07:16
      Highlight Highlight Wenigstens hätten die Opfer so eine Chance. Solche Prozesse gewinnt heute meist der Täter und das darf nicht sein!
    • Lisbon 07.01.2020 07:24
      Highlight Highlight Im Falle von Aussage gegen Aussage wird wohl "im Zweifel für den Angeklagten" entschieden.
    • K1aerer 07.01.2020 07:32
      Highlight Highlight @_Qwertz_ würde auch gerne die Täter einbuchten, aber mit dieser Revision kann man höchstens nur die Täter bestrafen, die irgendwie für Filmaufnahmen zugestimmt haben. Man verspricht sich irgendwie mit dieser Gesetzgebung einbisschen zu viel.
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