Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZUM START DER FUSSBALL-EUROPAMEISTERSCHAFT UEFA EURO 2016 IN FRANKREICH STELLEN WIR IHNEN DIESE ELF (11) BILDER ZUR VERFUEGUNG - Das Fussballfieber ist nun auch in der Schweiz angekommen: Ein Kind mit einem Schweizer Fussballtrikot fotografiert am Donnerstag, 5. Mai 2016, neben einer Gruppe asiatischer Touristen  die Kapellbruecke in Luzern. Am Samstag, 11. Juni 2016, trifft die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft in ihrem ersten Spiel auf die Nationalmannschaft von Albanien.  (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Bild: KEYSTONE

Kommentar

Asiatische Touristen: Wenn Angst vor dem Corona-Virus diskriminierend wird

Angst berechtigt zu Misstrauen, findet unser Autor. Verunglimpfen darf man asiatisch aussehende Menschen wegen des Virus aber nicht.

Christoph Bopp / ch media



Der Kollege hielt sich am Wochenende am Bodensee auf, sah eine Gruppe (vermutlich) chinesischer Touristen aus dem Car steigen und ertappte sich beim Gedanken, wie sich wohl der Car-Chauffeur nun fühle. Die Nachbarin hatte schon lange ihre Freundinnen ins Chinesische Restaurant eingeladen für nächsten Mittwoch – eine sagte ab, aus Bedenken wegen des Virus.

Mittlerweile hat wohl schon jeder eine solche Geschichte gehört. Die Logik dahinter geht so: Chinesen oder Menschen, die asiatisch aussehen, könnten Träger des Corona-Virus sein. Deshalb sind sie gefährlich. Und es ist deshalb berechtigt, dass man sich ihnen gegenüber anders verhält, als man es sonst wohl tun würde.

Ist das Rassismus?

Der Begriff der «Rasse» hatte (auf Menschen angewandt) zwei Funktionen. Er dient zum Unterscheiden. Früher war es das Aussehen; dann verfeinerte man ihn zum «biologischen (oder ethnischen) Rassismus»: Abstammung sei von Bedeutung. Mittlerweile ist klar, dass «Rasse» keine wissenschaftliche Grundlage hat. Der genetische Unterschied zwischen zwei «Schweizern» kann grösser sein als der zwischen einem Europäer und einem Afrikaner.

Die zweite Funktion ist die Diskriminierung. Das auffälligste Beispiel für Rassendiskriminierung ist die sogenannte «White supremacy», der Glaube, dass Menschen weisser Hautfarbe anderen Menschen a priori überlegen sind – nicht unbedingt in allen, aber doch in den für relevant erklärten Belangen. Der von den Nationalsozia­listen praktizierte Arier-Antisemitismus folgte der gleichen Logik.

So gesehen ist der Corona-verdächtige Chinese nicht ein rassistisches Phänomen. Vielleicht Träger des Virus zu sein, ist ein zufälliges, akzidentielles, aber kein wesentliches Merkmal.

Was ist es dann?

Das Virus ist gefährlich. Gefahr erzeugt Angst. Angst vor Ansteckung berechtigt zum Misstrauen gegenüber allem, was chinesisch anmutet, weil das Virus aus den Gegenden kommt, woher auch diese Menschen kommen.

Angst haben ist ok, aber es ­berechtigt deswegen zu nichts.

Angst ist eine Grund-Emotion des Menschen. Sie ist kein Gefühl. Der Unterschied liegt darin, dass der Angst ein körperliches Unbehagen zugrundeliegt. Irgendetwas regt sich in uns und unser Körper will uns zu einer Reaktion bewegen. Meistens Flucht oder Aggression. Angst ist die Wahrnehmung dieses Unbehagens. Angst ist ein Bewusstseinsphänomen.

Angst an sich ist deshalb weder rational noch irrational. Aber man kann sie rationalisieren. Das «Wovor» der Angst lässt sich benennen und bewerten. Daraus erst kann man dann eine allfällige Berechtigung ableiten, so oder so zu handeln. Es gibt kein Menschenrecht auf Angst und deshalb ist der argumentatorische Rückgriff einfach auf die Tatsache, dass ich Angst habe, nicht gültig.

Was heisst das konkret?

Dass ich ein Unbehagen verspüre, wenn ich an das Virus denke, ist biologisch bedingt und deshalb normal. Ich soll das Virus meiden. Ich kann daraus ableiten, dass man nicht nach China reisen sollte. (Die Flugunternehmen reagieren in der Regel sehr schnell auf solche Dinge.) Wie ich im Alltag auf Menschen reagiere, die asiatisch aussehen, sollte aber von Überlegungen abhängen, die ich gemacht habe.

Wie wahrscheinlich ist es, dass diese oder jene Person wirklich mit dem Virus herumläuft? (Das hat auch mit dem Vertrauen in die Abschottungspolitik des chinesischen Staates zu tun.) Wie «gefährlich» ist das Virus wirklich in dieser aktuellen Situation für mich? (Die Situation kann sich allerdings schnell ändern.)

Oft, wenn es um Gefahren und Risiken geht, kommen statistische Grössen ins Spiel. Bei Epidemien ist oft von Begriffen wie Ansteckungsrate, Ausbreitungsgeschwindigkeit oder Letalität die Rede. Statistik ist zugegebenermassen nicht ganz einfach zu verstehen, aber hier muss es sein.

Ins gleiche Fach fallen auch andere «Gefährlichkeiten» (Ausländerkriminalität zum Beispiel). Gültig bleibt, dass man sich von «Angst» allein nicht zu irgendwelchen Handlungen berechtigt fühlen darf. Angst ist argumentativ nichts anderes als ein Vorurteil.

Diese Sichtweise wird es schwer haben, auf Akzeptanz zu stossen. Dies nicht zuletzt deshalb, weil es sich eingebürgert hat, Emotionen nicht nur zuzulassen, sondern auch als Standpunkte und Argumente in Diskussionen zu akzeptieren. «Ich habe einfach Angst.» Ende der Diskussion.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

15 Bilder, die zeigen, was gerade in Wuhan vor sich geht

So bauen die Chinesen ein Notspital innert zehn Tagen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

68
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fandustic 05.02.2020 13:22
    Highlight Highlight Der Autor wäre in der Steinzeit sehr gut aufgehoben gewesen. "Angst ist nichts anderes als ein Vorurteil"....eine ziemlich kurze Zeit als Jäger und Sammler wäre ihm gewiss gewesen.
  • Spiegelkopf 05.02.2020 08:42
    Highlight Highlight Mit dem Kreuzfahrtschiff vor Japan mit ca. 3600 Menschen (davon10 infiziert, das jetzt unter Quarantaene steht, hat man eine in sich geschlossene, ueberschaubare Umgebung die minuzioes beobachtet werden kann und wird. Die Schlussfolgerungen aus diesen Erfahrungen werden in ca. zwei Wochen mehr Klarheit in die tatsaechliche Gefahrenlage bringen.
  • soulcalibur 05.02.2020 08:11
    Highlight Highlight Als ich kürzlich auf der Kleinen Scheidegg den Zug Richtung Wengen nehmen wollte war dort ein Abteil lauter Asiaten mit Mundschutz (zurück vom Jungfraujoch-Ausflug). Ich habe mich dann in den nächsten Wagon gesetzt. "Angst ist argumentativ nichts anderes als ein Vorurteil". OK, wegen Vorurteilen mache ich auch gerne einen grossen Bogen um betrunkene Personengruppen oder besuche keine "Hochrisiko"-Fussballspiele. Bleibe lieber zu Hause, als nachts und/oder am Wochenende noch Bahnhöfe frequentieren zu müssen. Vorurteile? Nein, ich bin einfach ein Schisshäsli mit tief verwurzeltem Fluchtreflex.
  • sowhat 05.02.2020 07:15
    Highlight Highlight Sorry, der Artikel ist ein etwas zusammen geschustert. Erst erklären, dass Angst eine biologische Funktion hat und dann weiterunten festhalten, dass Angst kein Menschenrecht ist 🤦‍♂️. Menschenrechte sind Menschenentschieden. Biologie ist Fakt. Hat also beides nichts miteinander zu tun.
    Dann die Idee, dass "ich habe Angst" eine Disskussion beendet. Das halte ich für stupid, denn dann fängt die Diskussion erst an. Angst kann man entkräften mit Erklärungen, mit Wissen, mit verstehen von Zusammenhängen. Wer aufgibt, wenn das Gegenüber seine Angst äussert, hat vorher nicht diskutiert.
  • Ökonometriker 05.02.2020 06:46
    Highlight Highlight Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Weisser den man zufällig auf der Strasse trifft einen umbringt ist höher, als dass ein Asiate den man zufällig auf der Strasse trifft das Koronavirus trägt.

    Das Problem scheint also nicht das Virus, sondern die mangelnde Bildung in manchen Bevölkerungsschichten zu sein.

    Aber als Weisser der während der Schweinegrippe in Asien zur Schule ging weiss ich: es gibt einfach einen gewissen Grundanteil an der Bevölkerung die einfach per se mal Angst haben und nicht rational denken können.
  • Heini Hemmi 05.02.2020 06:07
    Highlight Highlight Offenbar kann sich da jemand nicht entscheiden. Im Titel steht: „Angst berechtigt zu Misstrauen“. Und im Zwischentitel steht: „Angst berechtigt (deswegen) zu nicht“. Was gilt?
  • Cédric Wermutstropfen 05.02.2020 05:52
    Highlight Highlight „Es gibt kein Menschenrecht auf Angst und deshalb ist der argumentatorische Rückgriff einfach auf die Tatsache, dass ich Angst habe, nicht gültig.“

    Menschenrechte sind völlig arbiträr. Sie wurden von irgendwelchen Einzelpersonen erfunden. Daher besitzen sie für mich dieselbe moralische Gültigkeit wie die Zehn Gebote aus der Bibel.

    Gemäss dieser Logik, dürfte man auch keinen extra grösseren Bogen, um eine Schlange machen, wenn man diese für eine Giftschlange hält, aber kein Schlangenexperte ist.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 05.02.2020 06:58
      Highlight Highlight Vor ein paar Tagen haben Sie Cédric W. von sogenannten Einzelfällen geschrieben. Scheinen mehrere hundert, tausend, hunderttausend Einzelfälle zu sein. Und siehe da, sogar Sie selber scheinen ein Einzelfall zu sein.
    • Cédric Wermutstropfen 05.02.2020 13:27
      Highlight Highlight @Stefan: Und das schliesst Du woraus? Weil dieser Artikel geschrieben wurde??
    • Stefan Morgenthaler-Müller 05.02.2020 18:24
      Highlight Highlight Sie verlangen von mir, dass ich Ihnen ihre eigenen Kommentare erkläre?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Logging Out (1) 05.02.2020 02:54
    Highlight Highlight Es wurde zwar schon oft gesagt, dass die Medien viel zu viel Stress machen wegen einer Krankheit wie dieser, aber richtig aufklären tun sie dabei nicht. Ich bin immer noch dran mir das in den Kopf zu pressen, da ich mehr "der Tod ist nahe" sehe als eben solche Aufklärungen. Die Sache ist die, das Virus ist nicht so sehr ansteckend, also wenn das Internet sagt, einmal niesen und das wars, das stimmr nicht. Traurig, aber als ich in Luzern war letzte Woche habe ich viele Leute gesehen die sich irgendentwas über den Mund hielten. Beschämend.
    • Rabbi Jussuf 05.02.2020 11:00
      Highlight Highlight Logging
      "Leute, die sich irgendwas vor den Mund halten" gibt es schon lange, meistens Asiaten ud davon meistens Chinesen. Das hat kaum etwas zu tun mit der neuen Krankheit.

      Vermutlich ist es so, dass dir das erst jetzt aufgefallen ist.
  • Ohniznachtisbett 04.02.2020 22:37
    Highlight Highlight Vielleicht einfach mal zur Beruhigung der allgemeinen Situation: Dieser Virus ist bis jetzt für gesunde Menschen nicht schlimmer als eine schwere Erkältung, allenfalls eine Grippe. Hier wird Panik geschürt, weil ein paar Alte und Vorerkrankte sterben. Jede Grippesaison rafft mehr dahin. Angst haben solltet ihr vor der von China ausgehenden Schweinepest (auch wenn die für Menschen ungefährlich ist), vor multiresistenten Keimen und vor Fachkräftemangel im Gesundheitswesen.
    • koknarr 05.02.2020 00:21
      Highlight Highlight danke 👍
  • EdnNunji 04.02.2020 22:13
    Highlight Highlight Insbesondere die Aussage, dass „Angst“ in Diskussionen als Argument verwendet wird, lässt sich sehr gut auf alle möglichen Situationen übertragen.

    Gerade in der Politik zeigt sich das deutlich, wer beim Volk Angst schürt, muss gar nicht weiter argumentieren. Insofern ist es im Grunde genommen halt schon so, dass man sich nicht durch Angst zu irgendwelchen Handlungen verleiten lassen sollte. Aber ganz klar mit Betonung auf sollte.
  • Michael Scott 04.02.2020 22:11
    Highlight Highlight Vielleicht hätten die Mitarbeiter bei Webasto die asiatisch aussehende Frau doch meiden sollen. Fact ist halt nun mal, dass es bis jetzt meist Chinesen betrifft. Wen ich meide ist meine Sache, und wenn es Chinesen sind ist es halt so.
    • pacoSVQ 05.02.2020 00:49
      Highlight Highlight Natürlich sollte der moderne, urbane Mensch von heute auch seinen Überlebensinstinkt auf political correctness überprüfen! Ob man sich ansteckt ist dabei zweitrangig, hauptsache man schaut niemanden krumm an (vorallem dann nicht, wenn es sich bei den möglichen Infizierten um eine ganze Ethnie handelt) und geht auf Körperkontakt, damit sich auch wirklich niemand beleidigt fühlt.
  • Mehmed 04.02.2020 22:03
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • neutrino 04.02.2020 21:28
    Highlight Highlight Generell tut etwas Gelassenheit gut - ich bin Halbasiate und ja, man merkt die Angst anderer teilweise im Alltag (Tram, etc.). Aber ja, ich verstehe das auch irgendwie, finde es deshalb auch nicht so tragisch.

    Schade finde ich, dass die Haltung gegenüber Asiaten in der Schweiz irgendwie feindseliger geworden ist (im Vergleich zu früher - bin in den 80er geboren). Hat meiner Meinung mit der Masse der chinesischen Touristen begonnen. Ich verstehe, dass das zB. in Luzern too much ist, aber ich habe mit China rein gar nichts am Hut und werd dann halt zT. übel beleidigt.
    • Knäckebrot 04.02.2020 21:39
      Highlight Highlight Falls es dir nicht zu unangenehm ist, wenn ich frage, würde mich sehr wunder nehmen in welchem Kontext du übel beleidigt wirst (am Tag im Tram, in bestimmten Situationen, Orten, oder unberechenbar etc.) und in welcher Frequenz.
      Kommt dies auch von Menschen, von denen du das überhaupt nicht ahnen würdest?
      Ich frage dies, weil es mich von meinem beruflichen Hintergrund her interessiert und ich versuche möglichst, die Menschen, ihre Geschichten und Erlebniswelt zu erfassen und verstehen. Und auch gesellschaftliche Dynamiken, welche der Mehrheit verborgen bleibt...
      Will dich nicht damit nerven
    • neutrino 04.02.2020 23:08
      Highlight Highlight Klassischer Fall ist folgender (3 Mal erlebt, 2x Luzern, 1×Gornergrat): ich bin in einem Laden (Avec) bzw. Restaurant, zufällig eine riesige Reisegruppe aus China, die den ganzen Laden füllt (und klar, laut und teilweise ungehobelt sind, alles fotografieren, anfassen..). Die Angestellten bzw. die paar Schweizer Kunden ziehen schamlos auf Schweizerdeutsch über Chinesen vom Leder (die so üblichen Bezeichnungen) - da es ja niemand versteht.

      Aber ja, der Laden wird halt geflutet, der 0815-Chinese in der Gruppe kauft und isst nichts, bzw. nichts Teures...teilweise wie die Deutschen auf Malle..

    • Money Matter 04.02.2020 23:08
      Highlight Highlight Ich denke Hass gegenüber China kommt auch daher, dass ihre Politik, nicht einhalten von Menschenrechten, Unterdrückung der Uiguren, Tibet und Ausbeutung Afrikas nicht gerade sympathisch sind.
      Also mir auf jeden Fall nicht.

      Chinesen hasse ich deswegen nicht, die politische Führung schon. Mir tut die normale Bevölkerung Chinas leid, welche ausspioniert wird..

      Ist sicher keine Rechtfertigung für die Anfeindungen dir gegenüber. Das tut mir echt leid und ich verurteile das!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mittelpunk0 04.02.2020 21:24
    Highlight Highlight Naja...
    Meine Frau ist Nordost-Inderin und könnte für viele auch als Chinesin durchgehen vom Äusseren. Selbst sie rät mir mich von asiatischen Touristengruppen fernzuhalten, sind das jetzt Vorurteile?
    Nein, Selbstschutz so lange man nichts über die Krankheit weiss.
    • _Qwertzuiop_ 04.02.2020 22:31
      Highlight Highlight Korrektur: solange man sich nicht die Mühe macht, sich seriös zu informieren...
    • _Qwertzuiop_ 05.02.2020 10:51
      Highlight Highlight Das sind verlässliche Informationen... eine Inkubationszeit ist die Zeit, in der die Krankheit ausbricht dies ist immer eine Zeitspanne, da wes bei jedem Menschen anders ist. Bei den Toten kann man davon ausgehen, dass nur Menschen mit schwerem Krankheitsverlauf sterben, welche vorher schon geschwächt waren oder die einfach Pech haben (Kleinkinder, solche mit schweren Vorerkrankungen etc machen den grössten Teil aus, ist bei ziemlich allen Krankheiten der Fall).
    • _Qwertzuiop_ 05.02.2020 10:55
      Highlight Highlight Die Forschungsteams stehen ausserdem in regem Kontakt miteinander, China hat auch schon bereits anfangs Januar die RNA Sequenz veröffentlicht, Mutationen werden frühzeitig gemeldet, nur eben nicht Öffentlich, aber das ist auch nicht wirklich nötig solange die Leite in den Labors es schnell wissen & reagieren können. Die meisten Mutationen sind harmlos... Die Informationen sind da, man muss sich aber, dank den Medien, an vielen verschiedenen Stellen informieren, da die meisten leider nicht sehr darauf aus sind, vernünftig zu informieren sondern lieber Schlagzeilen wollen...
  • ammann 04.02.2020 21:24
    Highlight Highlight nur ist leider die Herleitung was Angst sei schlicht falsch.
  • Nonald Rump 04.02.2020 21:18
    Highlight Highlight Kann die Angst auch vor einer Überreaktion der Medien stammen? Wenn zum Beispiel Onlineportale sofort einen Liveticker zum Thema aufschalten, kann das halt schon verwirrend rüberkommen...
    • Muetter8 05.02.2020 09:07
      Highlight Highlight Genau meine Meinung. Wenn ich einen Live-Ticker wegen einer Krankheit sehe habe ich auch das Gefühl es ist für uns sehr aktuell und ich muss daher aufpassen. Heutzutage wird einfach viel zu schnell und viel zu viel von den Medien berichtet.
  • Bratansauce 04.02.2020 21:11
    Highlight Highlight Jetzt im Ernst: Hat jemand wirklich Angst vor diesem Virus?
    • Chääschueche 04.02.2020 22:21
      Highlight Highlight Ja. Die Medien.
    • Chääschueche 04.02.2020 22:22
      Highlight Highlight Und ein paar "ungebildete"
    • AdvocatusDiaboli 05.02.2020 02:02
      Highlight Highlight Du kannst ja mal die Chinesen fragen, welche gerade Menschen aus Verdacht in ihren Wohnungen einsperren, ob sie wirklich Angst haben vor dem Virus. Oder die Arbeiter des Krematorium von Wuhan, welches nun 24 Stunden am Tag im Betrieb ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • crik 04.02.2020 21:09
    Highlight Highlight 2/2 Und auch im kleineren Massstab finden sich klare Subpopulationen.

    Z.B. Britische Inseln: https://www.nature.com/articles/nature14230

    Oder südl. Afrika: https://www.genetics.org/content/204/1/303

    Der Begriff "Rasse" wird zwar nicht mehr verwendet, aber "Subpopulation" oder "geographically defined cluster" meint letztlich das Selbe.
    • chr_bopp 05.02.2020 06:27
      Highlight Highlight Man sollte das nicht gleichsetzen. Natürlich haben Begriffe wie „Population“ oder „Genpool“ einen Sinn. Und dass sich genetisch homogenere Populationen auf (abgelegenen) Inseln entwickeln, ist auch klar. Aber „Rasse“ meint(e) doch wohl etwas anderes. Zuchtphantasien und dergleichen sind in diesem Zusammenhang auch nicht gut. Man sollte nicht argumentieren wie Sarrazin.
  • crik 04.02.2020 21:05
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Rabbi Jussuf 04.02.2020 21:04
    Highlight Highlight Der Artikel fängt spannend an, kann auch einiges klarstellen, aber dann ist plötzlich fertig.
    Fehlt der Schluss?

    "Angst ist argumentativ nichts anderes als ein Vorurteil."
    Natürlich ist das ein Vorurteil. Ohne Vorurteile könnten wir nicht leben und sie bestimmen massiv unser Handeln.
    Im Einzelfall gibt es eine Kombination verschiedenster "Vorurteile", die das darauf folgende Handeln ganz unterschiedlich beeinflussen, möglicherweise sogar gegen z.B. eine anfängliche Angst.
    • Ueli der Knecht 04.02.2020 23:07
      Highlight Highlight "Ohne Vorurteile könnten wir nicht leben und sie bestimmen massiv unser Handeln."

      Deine Vorurteile zerfressen dein Hirn, Jussuf. Und sie verführen dich, Panik und Hass zu schüren und gegen deine Mitmenschen zu hetzen.

      Da wäre es entschieden besser, du würdest dich mal ernsthaft und sachlich - allenfalls mit professioneller Hilfe - mit deinen Vorurteilen auseinandersetzen.

      Nicht nur für deine eigene seelische Gesundheit, sondern vorallem auch um die Mitmenschen zu schonen, die mit dir zusammelnleben müssen.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 05.02.2020 14:10
      Highlight Highlight Letztlich eine Frage, ob Reizgeneralisierung oder Reizdiskrimination. Manchmal hilft das eine, manchmal das andere. Was sicher nicht hilft, ist wuchernde Angst, die von der Realität entkoppelt ist.
      @ Ueli der Knecht
      Diskussionen leben von unterschiedlichen Meinungen. Es wäre nur toll, wenn Sie ohne, nunja, Vorurteile und Unterstellungen auskämen.
  • bebby 04.02.2020 21:01
    Highlight Highlight Der beste Artikel seit langem, bravo! Insbesondere der letzte Abschnitt.
  • IZO 04.02.2020 21:00
    Highlight Highlight Angst ist ein Urtrieb der in unserem Kopf( Rechtsystem) sogar Mord rechtfertigen( Selbstverteidigung) kann. Ich glaube auch das uns das die lieben Asiaten nicht übelnehmen werden. Und ich freue mich auf euren Bericht wenn es darum gehen wird das "wir" gegenseitig Angst vor uns haben werden 🙄
  • _Qwertzuiop_ 04.02.2020 20:59
    Highlight Highlight Das traurige: Die normale, jährliche Influenza hat schon jetzt viel viel mehr Opfer gefordert als der Coronavirus... Diese Panikmache der Medien führt genau zu solchen stupiden Gedanken... es gibt ca 4 Mia Asiaten und ca 20 000 davon sind infiziert...
    • The Destiny // Team Telegram 04.02.2020 21:31
      Highlight Highlight Du meinst die Panikmache der Chinesen, gleich mal 80 Millionen unter Quarantäne zu stellen wegen einem "Grippevirus".


      Aber hallo, wehe mein Wish Päkli kommt jetzt verspätet!! (/s)
    • Silvio_soy_yo 04.02.2020 21:34
      Highlight Highlight Genau diese Art von Angaben fehlen mir im Artikel. (Zugegeben, wahrscheinlich ist es auch schwierig, an verlässliche und tagesaktuelle Zahlen zu gelangen.) Es ist richtig, dass man Statistiken mehr gewichten sollte als Emotionen/Reflexe. Aber man kann nicht erwarten, dass jeder diese Berechnungen für sich selber durchführt.
    • _Qwertzuiop_ 04.02.2020 21:57
      Highlight Highlight Die Quarantäne macht Sinn: der Virus bleibt lokal bis die Welle abklingt. Ist leider in unserer Gesellschaft, in der du „mal schnell 3 Tage nach Australien chattest“ die einzige Möglichkeit, so etwas einzudämmen. Die Panikmache dazu ist aber übertrieben, es ist kein Ebola 2.0 und es sterben auch vergleichsweise wenig...
    Weitere Antworten anzeigen
  • milkdefeater 04.02.2020 20:59
    Highlight Highlight Also der Argumentationsbogen von der Unrationalität der Angst ist ja sehr abenteuerlich. Während jemand sich auf dem Elfenbeinturm der moralischen Überlegenheit ausruht, sind unten der Pöbel einfach... Menschen.
  • suchwow 04.02.2020 20:55
    Highlight Highlight Diskriminierend? Darf man heutzutage überhaupt noch eine Aussage tätigen, ohne gleich diskriminierend/rassistisch/you name it zu sein?

    Natürlich werde ich Leute meiden, die vor Kurzem in China waren (egal ob Touri oder nicht), was hat das mit diskriminerend zu tun? Wenn es nicht sein muss, dann werde ich mich auch nicht damit infizieren :)
    • neutrino 05.02.2020 00:39
      Highlight Highlight Es ist diskriminierend, da sachlich nicht gerechtfertigt.

      Dass du auf einen Chinesen triffst, der das Virus hat, ist heute grob 0.002 Prozent. Dass du am Virus dann auch stirbst als gesunder Mensch ist nochmals ca. 0.00001 Prozent, das multiplizierst du mit 0.002 Prozent, dann hast du die Gesamtwahrscheinlichkeit.

      Als Durchschnittsautofahrer verunfallst du mit 0.01 Prozent Wahrscheinlichkeit tödlich pro Jahr. Fährst du deshalb nicht mehr Auto?
    • Rabbi Jussuf 05.02.2020 10:50
      Highlight Highlight neutrino
      Jetzt wird es aber lustig: Diskriminierung ist etwas, was statistisch nicht gerechtfertigt ist?
      Das würde heissen, dass wir vor jeder Entscheidung zuerst irgendeine Statistik zu Rate ziehen sollten?
    • neutrino 05.02.2020 12:14
      Highlight Highlight Ja, ist ein Element davon. Wenn du bspw. Frauen und Männer anders behandelst, obwohl kein objektiver Grund gegeben ist, dann ist dies Diskriminierung. Ist ein Grund gegeben, dann nicht.

      Wie wenn bspw. ein TI-Autofahrer höhere Versicherungsprämien bezahlt, da statistisch mehr Unfälle produzierend, dann ist dies ein Rechtfertigungsgrund.

      Aber du musst gar nichts - ich darf auch Schwarze nicht in mein Restaurant lassen, da ich Angst vor Krankheiten habe. Ich finde, das darf ich in meiner persönlichen Freiheit - aber es ist diskriminierend.
  • Hardy18 04.02.2020 20:47
    Highlight Highlight Wenn man nicht alle halbe Stunde über den Mist schreiben muss würde es vielen Menschen keine Angst machen. Es fängt bei denen an die es verbreiten.

    Haltet doch einfach mal inne und wartet die Hysterie ab.
    Als ob man als Nachrichtenmagazin die(!) wichtige Rolle spielt.
    Wenn es akut oder sonst was ist melden sich die Behörden. Bis jetzt ist nichts passiert hier und da auch nicht ausser das ein paar wenige Leute gestorben sind.... Das einzige was bis jetzt geschehen ist, ist dass man aktuell damit Geld verdient.
  • Turrdy 04.02.2020 20:46
    Highlight Highlight Wie so oft: die Angst ist grösser als die Gefahr.
  • De-Saint-Ex 04.02.2020 20:43
    Highlight Highlight Eigentlich beschämend, dass es solch eines Kommentars bedarf, und leider genau so wenig erstaunlich im 2020... daran wird wohl leider auch eine Annahme bei der nächsten Abstimmung nichts ändern...
    • ostpol76 05.02.2020 00:03
      Highlight Highlight Stimmen wir über das Corona Virus ab?
  • Marko 32 04.02.2020 20:36
    Highlight Highlight Es gibt wahrscheinlich auch Leute die kein Corona mehr trinken um sich nicht anzustecken
    • 7immi 04.02.2020 22:22
      Highlight Highlight Die Marketingabteilung hat aber zum Glück schon reagiert ;-)

      ACHTUNG SATIRE (letztes Mal habens nur wenige gerafft)

      https://www.der-postillon.com/2020/01/corona.html
    • AndOne 04.02.2020 22:25
      Highlight Highlight Ich hatte gestern Corona, hab in die saure Limette gebissen und den Rest runter geschluckt. Ich hoffe damit ist die Sache erledigt.

Nur ein neuer Covid-19-Toter – so sieht's in deinem Kanton aus

Wie viele Personen wurden positiv auf das Coronavirus getestet? Wie viele sind daran verstorben? Und wie ausgelastet sind die Spitalbetten in deinem Kanton? Ein Überblick.

Am 24. Februar 2020 fiel der erste Test in der Schweiz positiv aus: Eine Person im Tessin hat sich mit dem Coronavirus infiziert. So hat sich die Kurve in der Schweiz seit Ende Februar entwickelt.

Anmerkung: Der Balken des aktuellen Tages enthält teilweise erst die Angaben von einigen Kantonen und kann im Verlauf des Tages noch grösser werden. Die Veränderung in Prozent im Titel bezieht sich daher auf die letzten beiden definitiven Fallzahlen.

Das Coronavirus hat inzwischen alle Kantone der …

Artikel lesen
Link zum Artikel