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ARCHIVBILD - ZUR TASCHENGELD STUDIE STELLEN WIR IHNEN DIESES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - [Symbolic Image, Staged Picture, ] A girl is sitting on the floor at home and counts his money, photographed on March 10, 2016 in Lucerne, Canton of Lucerne. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

[Gestellte Aufnahme, Symbolbild, ] Ein Kind sitzt zu Hause am Boden und zaehlt sein Geld, fotografiert am 10. Maerz 2016 in Luzern. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

Bild: KEYSTONE

Mutter verlangt Miete von 5-jähriger Tochter – warum das wenig bringt

Damit sie den Umgang mit Geld lernt, muss die kleine Brooke jede Woche fünf Dollar von ihrem Sackgeld abgeben. In diesem Alter bringe das nichts, sagt ein Kinder- und Jugendpsychologe.



Früh übt sich, wer ein Meister werden will: Damit sie den Umgang mit Geld lernt, muss die fünfjährige Brooke jede Woche fünf Dollar von ihrem Sackgeld abgeben. Für diverse Lebenshaltungskosten, wie ihre Mutter auf Facebook schreibt:

«Brooke kriegt jede Woche 7 Dollar. Davon muss sie je einen Dollar für Miete, Strom, Wasser, Kabelanschluss und fürs Essen gleich wieder zurückgeben.»

Das wieder eingezogene Geld gehe auf das Sparkonto ihrer Tochter. 

Sie habe Brooke erklärt, dass man im realen Leben den Grossteil des Lohnes gleich wieder abliefern müsse. «Die Zahlungen bereiten euer Kind auf die Welt vor.» In den sozialen Medien und in der watson-Kommentarspalte erntet die Mutter dafür viel Zuspruch. 

Beim Experten stösst die unkonventionelle Erziehungsmassnahme hingegen auf Skepsis. Urs Kiener, Kinder- und Jugendpsychologe bei Pro Juventute: «Mit Fünf ist das Hirn nicht weit genug entwickelt, um die Lektion dahinter zu verstehen und etwas fürs spätere Leben zu lernen. Die Massnahme bringt in dieser Form deshalb nicht viel.» Kinder im «Zwängialter» könnten noch nicht rational denken. 

«Ich sehe oft Jugendliche, die wissen was ein iPhone kostet, aber nicht ein Kilo Brot.»

Themen wie die Wohnungsmiete und weitere Lebenskosten früh anzusprechen, sei hingegen empfehlenswert. «Ich sehe oft Jugendliche, die wissen, was das neuste iPhone kostet, aber nicht ein Kilo Brot.» Häufig hätten junge Erwachsene auch keine Ahnung, wie viel der monatliche Krankenkassenbeitrag beträgt und was es mit den Steuern auf sich hat. Deshalb mache es Sinn, schon mit Acht- oder Neunjährigen die Rechnungen anzuschauen.

Katsching! Zahltag und 11 Arten mit dem Geld umzugehen

Video: watson

Kiener empfiehlt Eltern, einem Kind ab seinem zwölften Lebensjahr eine gewisse finanzielle Verantwortung zu übergeben, zum Beispiel anhand eines Jugendlohns. «Der Jugendlohn ist ein fixer monatlicher Betrag, von dem die Jugendlichen grössere Teile ihrer Lebenskosten selbstverantwortlich finanzieren. Im Jugendlohn enthalten sind alle Bereiche, für welche die Eltern dem Kind die Kompetenzen übergeben.»

Einen finanziellen Beitrag an Miete oder Haushalt zu leisten, sei erst dann empfehlenswert, wenn das Kind selbst Geld verdiene. «Von einem Lehrling kann man zum Beispiel gut einen Batzen ans Haushaltsbudget verlangen. Sonst kommt schnell der Gedanke auf, die 800-900 Franken seien nur fürs Vergnügen gedacht – dabei werden die wenigsten später einen solchen Betrag zum freien Gebrauch zur Verfügung haben.»

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