Schweiz
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Die Kandidaten fuer das SP-Parteipraesidium, Cedric Wermuth, links, und Mattea Meyer, rechts, anlaesslich des ersten offiziellen Hearings, am Donnerstag, 5. März 2020, in Bellinzona. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

«Die Zeit der weissen Ritter, die allein die Welt retten müssen, ist abgelaufen»: Cédric Wermuth und Mattea Meyer wollen die Schweizer Sozialdemokratie führen. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Interview

«Die Pharmakonzerne entscheiden alleine, welche Medis auf den Markt gebracht werden»

Ihre Wahl ist Formsache: Im Herbst übernehmen Mattea Meyer und Cédric Wermuth die Führung der SP Schweiz. Im Interview erklären sie, warum sie mehr staatliche Lenkung in der Pharmabranche fordern.

Sven Altermatt, doris kleck / schweiz am Wochenende



Bevor das Interview in einem Oltner Café beginnen kann, muss Cédric Wermuth, 34, noch etwas erledigen: Er übergibt Mattea Meyer, 32, ein druckfrisches Exemplar seines neuen Buchs «Die Service-public-Revolution», das Ende Monat erscheinen wird. Das Manuskript hatte Meyer schon. Aber leider habe sie es noch nicht ganz bis zum Ende durchlesen können, bedauert sie. «Die Agenda ist voll.»

Die Schweiz befindet sich seit sechs Monaten im Krisenmodus. Welche Erkenntnisse ziehen Sie daraus?
Cédric Wermuth: Krass, schon ein halbes Jahr ...
Mattea Meyer: ... verrückt. Diese Krise traf uns mit einer nicht zu erwartenden Wucht. Wer glaubte, dass manche Menschen quasi unverwundbar seien und nie vom Staat abhängig sein könnten, wurde eines Besseren belehrt. Hunderttausende Menschen hätten ohne Unterstützung der öffentlichen Hand ihr Einkommen verloren. Die Krise hat gezeigt: Unsere Gesellschaft wird stärker, wenn wir auf Kooperation und Solidarität setzen.
Wermuth: Niemand sagte mehr: «Wir können uns dies oder jenes nicht leisten.» Wenn wir wollen, schaffen wir als demokratische Gesellschaft fast alles. Nehmen wir das Corona-Rettungspaket: Der Finanzminister, die Nationalbank, 300 Banken und die Finanzaufseher haben innert kurzer Zeit ein konkretes Programm aufgestellt und Milliarden mobilisiert. Vor einem halben Jahr hätten noch alle geschrien, das sei kommunistische Planwirtschaft.

Ist die Krise also auch eine Art ideologischer Nährboden für Sie?
Meyer:
Die Krise als Chance zu bezeichnen, wäre zynisch. Hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt verloren ihr Leben, Millionen wurden in die Armut getrieben. Die Verletzlichkeit unserer Gesellschaft ist aber kein Naturgesetz. Wir selbst gestalten unseren Alltag. Die Krise demonstriert uns: Ein Aufbruch ist möglich. Mit der Ernsthaftigkeit der vergangenen Monate müssen wir nun unsere grösste Krise angehen – die Klimakrise.​

«Vor einem halben Jahr hätten noch alle geschrien, das sei kommunistische Planwirtschaft.»

Cédric Wermuth

Die Verletzlichkeit sei eine «Folge einer bürgerlichen Politik», schreiben Sie in einem neuen Positionspapier. Mit solcher Klassenkampfrhetorik machen Sie es sich zu einfach.
Meyer:
Nein! Schauen Sie nach Genf: Tausende Menschen standen im Regen drei Stunden für ein Päckchen Teigwaren an. Die Papierlosen tragen zu unserem Wohlstand bei, haben aber kein Recht auf Sozialhilfe. Dies ist die bittere Realität unserer Gesetze.

Mattea Meyer, SP-ZH, links, und Cedric Wermuth, SP-AG, waehrend einem Interview in der Wandelhalle, waehrend der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 19. Dezember 2019, im Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

«Die Krise demonstriert uns: Ein Aufbruch ist möglich», findet Mattea Meyer. Bild: KEYSTONE

Aufgrund der Krise fordern Sie eine allgemeine Erwerbsausfallversicherung. Weshalb?
Wermuth:
Wir sollten einerseits aufhören, zu unterscheiden, warum jemand seine Arbeit verliert. Ob dafür ein Unfall, eine Krankheit oder die Wirtschaftskrise verantwortlich ist, soll keine Rolle spielen. Heute ist die Abgrenzung oft enorm bürokratisch. Warum konnten während der Coronakrise die einen direkt auf neue Hilfstöpfe zugreifen, andere nur auf Kurzarbeitsgelder, dritte auf den Erwerbsausfall und weitere auf gar nichts? Die Krise hat überdies gezeigt, dass gerade viele Selbstständige völlig ungenügend abgesichert sind.

ALV, EO, IV und Sozialhilfe: Alles aus einem Topf.
Meyer:
Genau. Wer keine Arbeit hat, bekommt einen Erwerbsersatz.

«Es geht auch um Anerkennung, ums Gebrauchtwerden. Niemand ist gerne arbeitslos.»

Mattea Meyer

Aber dann gäbe es doch keine Anreize mehr, sich um Arbeit zu bemühen?
Meyer:
Die Menschen sollen weiterhin bei der Wiedereingliederung unterstützt werden. Aber Anreize sind nur ein Faktor. Wer seine Stelle verliert, muss nicht nur um seine finanzielle Existenz fürchten. Es geht auch um Anerkennung, ums Gebrauchtwerden. Niemand ist gerne arbeitslos.
Wermuth: Seit Jahren wird jede Sozialreform nur noch darauf ausgerichtet, Missbrauch zu verhindern. Ja, das muss man bekämpfen. Aber wir können doch so nicht Sozialpolitik machen. Die grosse Mehrheit sucht nicht die billige Hängematte. Wer so etwas behauptet, hatte noch nie mit dem RAV zu tun. Ich habe in meiner Familie nach der Finanzkrise selbst erlebt, was das heisst. Wenn sich 60-Jährige nach 40 Jahren Lebensleistung plötzlich für jeden Franken rechtfertigen müssen, ist das für viele entwürdigend. Arbeitslosigkeit ist keine Schuld der Arbeitslosen.

Realpolitisch dürfte Ihre Idee kaum durchsetzbar sein.
Meyer:
Das Bewusstsein, dass es ohne ein gutes soziales Sicherungsnetz nicht geht, ist während der Coronakrise bis weit in die bürgerliche Mitte hinein gestiegen.
Wermuth: Fast alles ist eine Frage des politischen Willens. Vergessen wir nicht: Die Abgrenzung der verschiedenen Säulen unseres Sozialstaats verursacht immer mehr Bürokratie …

… Sie wollen Bürokratie abbauen?
Wermuth:
Immer! Schauen Sie sich die Ergänzungsleistungen zur AHV an: Seniorinnen und Senioren müssen immer wieder aufs Neue nachweisen, dass sie wirklich dazu berechtigt sind. Man bekommt das Gefühl, dass all die Abklärungen bald teurer und aufwendiger sind als die effektiven Auszahlungen.

ARCHIVBILD --- ZUR STAENDERATSKANDIDATUR VON CEDRIC WERMUTH FUER DEN KANTON AARGAU AM DONNERSTAG, 9. AUGUST 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Cedric Wermuth (SP-AG) spricht im Nationalrat, waehrend der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 15. Dezember 2016, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

«Die grosse Mehrheit sucht nicht die billige Hängematte», sagt Cédric Wermuth. Bild: KEYSTONE

Und warum fordern Sie nicht gleich ein bedingungsloses Grundeinkommen?
Wermuth:
Die Idee ist nicht unsympathisch. Sie birgt aber Gefahren: Menschen brauchen nicht nur Geld. Wir können den Sozialstaat nicht ersetzen, denn er ist viel mehr als Geld. Menschen werden begleitet, unterstützt und so weiter. Uns scheint der Ausbau der bestehenden Sozialwerke der naheliegendere Weg.

«Warum soll Care-Arbeit zu einer öffentlichen Leistung werden? Weil sie systemrelevant ist.»

Mattea Meyer

Sie wollen auch den Service public ausbauen, Care-Arbeit besser entschädigen, die Investitionen in den Klimaschutz erhöhen. Wie soll das alles finanziert werden?
Meyer:
Warum soll Care-Arbeit zu einer öffentlichen Leistung werden? Weil sie systemrelevant ist. Die Frage ist nicht: Können wir uns das leisten? Sondern: Wer bezahlt welchen Beitrag? Heute werden die Kosten vor allem jedem Einzelnen aufgebürdet und nicht gesellschaftlich solidarisch über Steuern getragen.
Wermuth: Würden Unternehmen heute zum Steuersatz von 1990 besteuert, könnte die öffentliche Hand Mehreinnahmen von 17 Milliarden Franken pro Jahr generieren! Die Vermögensungleichheit steigt, immer mehr Vermögen landet in der gefährlichen Spekulation.

Die Schweiz ist keine Insel, die sich dem internationalen Steuerwettbewerb entziehen kann.
Wermuth:
Doch, sie könnte dies deutlich mehr.
Meyer: Die Schweiz hat als Steuerdumping-Oase beim Rennen gegen unten mitgemacht. Warum kann man damit nicht aufhören? Es gibt internationale Bestrebungen in diese Richtung. Aber die Schweiz stellt sich quer, weil es kurzfristig etwas kosten wird. Doch langfristig gewinnen wir.
Wermuth: Wir gerieten in eine Abhängigkeit des mobilen, internationalen Kapitals. Die Demokratie wurde erpressbar. Immerzu heisst es: «Machen wir dies oder jenes nicht, laufen uns die Unternehmen davon.»

Sie fordern auch, dass sich die Pharmaindustrie an «realen Bedrohungen statt an Gewinnaussichten ausrichtet». Wie stellen Sie sich das vor?
Wermuth:
Man weiss seit Jahren, welche Bedrohung Coronaviren darstellen. Ebenso warnt die UNO schon lange vor Antibiotikaresistenzen. Doch für die Pharmaindustrie sind insbesondere Antibiotika und Impfstoffe zu wenig profitabel. Ergo werden grosse Probleme der Gesundheitsversorgung sträflich vernachlässigt.

«Es braucht mehr öffentliche Steuerung, mehr Service public.»

Cédric Wermuth

Braucht es in der Pharmabranche ein höheres Mass an Verstaatlichung?
Wermuth:
Es braucht mehr öffentliche Steuerung, mehr Service public. Heute entscheiden die Pharmakonzerne ganz alleine, welche Medikamente auf den Markt gebracht werden.
Meyer: Die Suche nach einem Covid-19-Impfstoff demonstriert uns, wie wichtig die Kooperation von Staat, Forschungsstellen und Industrie ist. Fernab vom gewinnorientierten Konkurrenzdenken.
Wermuth: Kürzlich hat Rudolf Strahm (Ökonom und alt SP-Nationalrat; Anm. d. Red.) vorgeschlagen, dass der Bund den Generikahersteller Sandoz kauft, damit die Schweiz besser gerüstet sei für Pandemien. Auch ich frage mich: Warum gibt es nicht längstens eine internationale, öffentlich organisierte Generikaproduktion? Es braucht auch eine öffentlich-rechtliche Antibiotikaversorgung, die billiger, besser und für alle verfügbar ist.

Eine «Pharma für alle»?
Wermuth:
Genau, die Pharma muss Service public sein. Mindestens in der Form von Leistungsaufträgen mit den Pharmakonzernen. In manchen Bereichen sollte das Gemeinwohl wichtiger sein als die Profitorientierung einiger weniger – ob bei der Volksschule oder der AHV, ob beim Klimaschutz oder eben im Gesundheitswesen.

Stichwort Klimakrise: Sie wollen, dass sich die Schweiz am «Green Deal» der EU beteiligt, ebenso am 500-Milliarden-Wiederaufbaufonds. Die Zeichen stehen auf Annäherung zur EU!
Meyer:
Bedrohungen wie das Coronavirus oder die Klimakrise machen nicht halt an Landesgrenzen. Es geht nicht ohne internationale Zusammenarbeit, ohne Solidarität. Namentlich die EU hat die Kraft und die Macht, mit «Monsterinvestitionen» im Klimaschutz etwas zu ändern. Die Schweiz sollte ein Teil solcher Veränderungen sein, völlig losgelöst von institutionellen Fragen.
Wermuth: Man kann die EU mögen oder nicht. Aber man muss anerkennen, dass sie jetzt einen historischen Schritt plant mit diesem Paket. Erstmals gibt es ernsthafte Bemühungen um eine gemeinsame Wirtschafts- und Fiskalpolitik.

Franzohni Hemmige triff auf Wermuth

Video: watson/nico franzoni, lino haltinner

Zeitweise schien es so, als stünde die SP – getrieben vom Eskalationskurs der Gewerkschaften – nicht mehr für die europäische Idee ein. Wird der EU-Beitritt wieder zum Fernziel?
Wermuth:
Dass wir immer an den Lohnschutzmassnahmen festgehalten haben, ist eine konsequent proeuropäische Position. Europa ist kein Selbstzweck, jeder Integrationsschritt muss das Leben der Menschen verbessern. Und die Frage des Beitritts stellt sich aktuell nicht, sie ist auf keiner Agenda.

Aber die sozialdemokratische Liebe zur EU ist wiedererwacht.
Wermuth:
Es geht doch nicht um die Liebe zur Institution EU. Wir plädieren hier für etwas weniger Hysterie und etwas mehr Gelassenheit.
Meyer: Es geht darum, dass wir Probleme gemeinschaftlich angehen. Wenn die Griechen Asylsuchende wieder aufs Meer zurückschicken, ist das nicht nur ein griechisches Problem. Es ist auch ein Problem der EU und der Schweiz.
Wermuth: Die EU ist so widersprüchlich wie die Schweiz. Sie ist mal ein Bollwerk gegen die Aushöhlung des Rechtsstaats in Ungarn und Polen …
Meyer: … mal ein Bollwerk gegen die Flüchtlinge im Mittelmeer. Wermuth: Manches ist gut, anderes nicht. Das ist Politik. Wichtig ist die Erkenntnis, dass wir die globalen Probleme nicht allein lösen können.

Mit Ihrer Wahl an die SP-Spitze wird der Siegeszug Ihrer Juso-Generation vollendet sein. Bricht in der Partei ein neues Zeitalter des Idealismus an?
Meyer:
Diese Unterscheidung zwischen Idealismus und sogenannter Realpolitik ärgert mich. Das eine schliesst das andere nicht aus. Ich muss an das grosse Ganze glauben, um mich tagtäglich für konkrete Verbesserungen einsetzen zu können. Aktuell etwa für eine bessere Absicherung von Selbstständigen.

ARCHIVBILD ZUM RUECKTRITT VON CHRISTIAN LEVRAT ALS SP-PRAESIDENT --- Bundesrat Moritz Leuenberger, links, gratuliert dem neugewaehlten Praesidenten der SP Schweiz, Nationalrat Christian Levrat, FR, am ausserordentlichen Parteitag der SP Schweiz, am 1. Maerz 2008 in Basel. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Christian Levrat bei seiner Wahl im Jahr 2008. Bild: KEYSTONE

Und stilistisch? Christian Levrat führte die Partei eher Top-down.
Wermuth:
Christian Levrat übernahm die SP 2008 in einer schweren Krise. Er hat sie stabilisiert – gerade im Vergleich mit anderen sozialdemokratischen Parteien Europas. Aber: Wir treten an, um die SP in einem Co-Präsidium zu führen. Unser Anspruch ist nicht, an der Spitze alles allein zu machen. Wir wollen mehr Leute einbinden. Die Zeit der weissen Ritter, die allein die Welt retten müssen, ist abgelaufen.

Bisher sind Sie eher dafür bekannt, aufs Ganze zu gehen. Sie waren beide gegen den breitgetragenen AHV-Steuer-Kompromiss – von Levrat notabene als «historischen Sieg der SP» bezeichnet. Können Sie Kompromisse schmieden?
Meyer:
Cédric und ich sind bekannt dafür, eine klare Haltung zu haben. Wer uns wählt, weiss, wen er wählt. Gegen die AHV-Steuer-Vorlage kämpften wir aus tiefer Überzeugung, doch an der Delegiertenversammlung unterlagen wir mit unserer Position. Wir sassen gleich nach der Niederlage mit den Befürwortern des Deals zusammen und schrieben ein steuerpolitisches Manifest. Letztlich war unser Ziel ja dasselbe: mehr Steuergerechtigkeit. Dieser einende Moment war wichtig.
Wermuth: Man muss als Politiker beides können: Kompromisse schmieden und aufs Ganze gehen. Wir haben beispielsweise in meiner Kommission in den letzten Jahren die Beschleunigung der Asylverfahren und den Arbeitslosenvorrang durchgesetzt. Keine Revolutionen, aber Schritte in die richtige Richtung.

«Wir werden keine Sekunde damit verschwenden, uns zwanghaft von den Grünen abzugrenzen.»

Cédric Wermuth

Sie wollen die SP zur stärksten Partei machen. Werden Sie nicht eher damit zu kämpfen haben, dass die erstarkenden Grünen im linken Lager sie nicht überholen?
Wermuth:
Wir werden keine Sekunde damit verschwenden, uns zwanghaft von den Grünen abzugrenzen. Das linke Lager kommt zusammen wieder auf über 30 Prozent Wähleranteil, das ist ein historischer Erfolg. Es geht darum, wo man sich in der Praxis ergänzt und gegenseitig stärkt. Wir betonen etwa den Zusammenhang zwischen ökologischer und sozialer Frage stärker.

Würden Sie das auch noch so locker sehen, wenn die Grünen wirklich stärker sind als die SP?
Meyer:
Sie sollen stärker werden und wir sollen stärker werden (lacht). Ziel muss es sein, mehr Wählerinnen und Wähler für linke Anliegen zu begeistern.
Wermuth: In den Parlamentskommissionen sind nach dem Erstarken der Grünen andere Zeiten angebrochen. Lange dachten die Bürgerlichen: «Ja, ja, die stimmen wie die SP.» Nun bringen die Grünen zusehends eigene Ideen, das hat auch auf die Sozialdemokratie eine belebende Wirkung …
Meyer: … ein positiver Wettbewerb, quasi.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pafeld 23.08.2020 13:20
    Highlight Highlight Pharmakonzerne produzieren nunmal das, was profitabel ist und potentiell gebraucht wird. Wenn wir als Gesellschaft Produktionssicherheit und Inovation bei Medikamenten haben wollen, werden wir dies bezahlen und auch das finanzielle Risiko daraus tragen müssen. Aber Linke goutieren nunmal keine Milliardeninvestitionen in finanziell gut situierte, börsenquotierte Unternehmen und Rechte kriegen erst recht einen Herzinfarkt, wenn sie Milliarden an Gelder locker machen und Steuern erhöhen müssten und anschliessend noch nicht einmal selbst davon profitieren würden.
  • Hans12 23.08.2020 10:30
    Highlight Highlight Lieber Herr Wermuth, sie sind der Grund warum ich nicht mehr SP wähle.
  • champedissle 23.08.2020 09:13
    Highlight Highlight Herr Wermuth moniert, dass eine private Firma entscheidet welches Produkt auf den Markt kommt und welches nicht. Will er hier eine Art DDR einrichten, wo der Staat und die Partei bestimmt? Wir haben ja gesehen was für ein Desaster das damals war.
  • Schneider Alex 23.08.2020 07:33
    Highlight Highlight Seit einigen Jahren haben der Staat und seine Betriebe Fortschritte bezüglich Effizienz gemacht. Es ist nicht einzusehen, wieso es den Exekutiven in der Staatsführung nicht gelingen sollte, den öffentlich beherrschten Betrieben über Leistungsaufträge (Stichworte: New Public Management, Benchmarks und Anreizinstrumente) die Rahmenbedingungen für eine innovative und effiziente Betriebsführung zu setzen.
  • Morv 22.08.2020 22:41
    Highlight Highlight Wieso weigern sich diese Clowns irgendwas aus der Geschichte zu lernen? Staatliche Planwirtschaft ist immer gescheitert und wird immer scheitern.
  • Ribosom 22.08.2020 20:27
    Highlight Highlight Die Pharmaindustrie ist nicht die Wohlfahrt. Wann verstehen das die Linken endlich einmal?
    Antibiotika ist nicht mehr lukrativ, weil der Aufwand, ein neues zu finden, zu hoch ist. Wir verbrauchen zu viel Antibiotika und das begünstigt die Resistenzen. Da ist das Problem, nicht die Pharmaindustrie.
    • Pafeld 23.08.2020 13:28
      Highlight Highlight Neue Antibiotika gibt es nur über millionenschwere Förderung. Sowohl universitärer als auch privater Forschung. Das Problem ist nicht ausschliesslich links. Die Linken sabbotieren nur eine sinnvolle Verteilung des wenigen Geldes, dass die bürgerliche Mehrheit zu sprechen bereit ist. Das uns in ein paar Jahren die Antibiotika ausgehen ist politisch akzeptiert und so gewollt von der bürgerlichen Mehrheit dieses Landes. Hier geht immer wieder gerne vergessen, dass Linke auf nationaler Ebene ohne bürgerliche Teilhilfe keine politischen Entscheidungen durchsetzen.
  • Brunhilde 22.08.2020 17:36
    Highlight Highlight Wenn die beiden so alles besser wissen; warum gründen sie nicht ein Pharmaunternehmen und machen es „richtig“? Immer nach dem Staat rufen und dann andere bezahlen lassen, geht nicht. Aber es ist halt immer viel einfacher Blosse Besserwisserei zu betreiben.
    • You will not be able to use your remote control. 22.08.2020 19:02
      Highlight Highlight Wenn ihr alle den Vorschlag nicht versteht, warum gebt ihr Tipps, wie man das "richtig" machen würde?
    • Pafeld 23.08.2020 13:31
      Highlight Highlight Das "macht doch euer eigenes Pharmaunternehmen" ist das neue "geht doch nach drüben, wenn es euch hier nicht passt". Die Selbstgerechtigkeit, die aus jedem einzelnen Buchstaben trieft, täuscht auch nicht darüber hinweg, dass es ein völlig inhaltsleeres Totschlagargument ist.
  • Carl Gustav 22.08.2020 16:29
    Highlight Highlight Wenn interessierts, wenn man die Wähler verliert.
    Hauptsache man hat spannende Ideen, innovative Konzepte, immer Recht und einen guten Lohn.
    Wenn das bildungsfremde Wahlvolk die Wahrheit nicht sieht, ist es halt so.
  • chicadeltren 22.08.2020 16:24
    Highlight Highlight 😂 Erst entzieht der Staat vielen die Existenzgrundlage und dann feiert man ihn weil er einigen davon wieder was zurück gibt. Genau mein Humor.
  • what_else? 22.08.2020 15:06
    Highlight Highlight Diese Generation SP ist das Gegenteil von progressiv und wird keine Zukunftstauglichen Lösungen für unsere Probleme bieten.
  • stadtzuercher 22.08.2020 14:03
    Highlight Highlight Ich glaube schon dass die SP mit so weltfremden Programmen ein paar Wählernasen abholt.
    Aber für die Mehrzahl der Menschen sind solche Überlegungen aus dem akademischen und gutbetuchten Elfenbeinturm einfach abgehoben und irrelevant.
    • Pafeld 23.08.2020 13:49
      Highlight Highlight Ach. Und wer bietet sich als Alternative an? Die Grünen, die seit Jahrzehnten thematisch genauso Monokultur betreibt, wie die SVP? Oder die CVP, deren lebhafteste interne Debatte seit Jahren ist/war, ob man das C im Namen wegstreichen soll? Oder die FDP, die durch ihre Durchfilzung so dermassen ineffizient geworden ist, dass sich Lobbyisten bereits bei der Nachbarpartei nach Verfügbarkeiten erkundigt? Von personenkultigen Kleinparteien ganz zu schweigen. Das politische Elend der Schweiz mit der Alternativlosigkeit der Parteien geht über die Unzulänglichkeiten von einzelnen Personen hinaus.
  • gulf 22.08.2020 13:38
    Highlight Highlight die SP wird sich duch die Wermuth - Meyer - Funiciello - Jansen Generation in eine Richtung bewegen, die sie viele Stimmen und Symphatien kosten wird.
    Nicht bei den hardcore SP - Wählern, aber bei den bis jetzt mit der SP Symphatisierenden.
    Levrat konnte diese abholen und mitnehmen, diese sogenannt "goldene" Juso - Generation kann das nicht.
    Schade für die vielen Büezer ....
    • karl_e 23.08.2020 15:50
      Highlight Highlight Allzu viele Büezer sind wegen der Ausländerpolitik der SP und besonders der SVP schon längst unter die Fittiche des sattsam bekannten Milliardärs Ch.B. aus H. geflüchtet. Wenn die SP die Ausländerpolitik ein ganz klein wenig ändern und auch etwas weniger auf Gender* und P.C. machen würde, ....
  • John Henry Eden 22.08.2020 13:37
    Highlight Highlight Gesundheit ist lebenswichtig. Eine staatliches Pharmaunternehmen wäre somit einiges sinnvoller als ein staatlicher Bahnbetrieb.

    Diese beiden Scheinlinken, die gern und stetig ihre Bezüge aus der Staatskasse erhöhen, sind aber reine Populisten.
    • Bratansauce 22.08.2020 14:49
      Highlight Highlight Wieso Bezüge aus der Staatskasse?
    • karl_e 23.08.2020 15:58
      Highlight Highlight Der letzte Satz deines Postings ist reinster Populismus. Oder hast du irgendwelche Belege für deine geistlose Behauptung?
  • Elsässer 22.08.2020 13:34
    Highlight Highlight Der Staat solls richten! Diese Gläubigkeit ist angesichts der historischen Realitäten einfach zu naiv.
    Immerhin hat die sowjetische Planwirtschaft in 70 Jahren nicht ein einziges innovatives Medikament entwickelt.
    Da vertraue ich doch lieber der gewinnorientierten Spitzenforschung, die einen wichtigen Beitrag zu unserer massiv erhöhten Lebenserwartung geleistet hat. Der Staat muss nur die Anreize richtig setzen.
    • Doppelpass 22.08.2020 14:31
      Highlight Highlight Die sowietische Planwirtschaft hinter dem Ofen hervor zu holen schein mir etwas verstaubt. Schauen wir doch wie rasch was knapp wurde in den letzen Monaten und wie abhängig die "freie Pharmawirtschaft" uns gemacht hat.
      Was heisst denn dass der Staat "nur" richtiger Anreize setzten muss, und wo ist da der Unterschied zum Service Public oder Leistungsaufträgen?
      Das sich etwas ändern muss, liegt doch auf der Hand.
    • [Nickname] 22.08.2020 15:29
      Highlight Highlight „AbEr DaS wAr kEiN RiChTiGeR KoMmUniSmus“ - nur hunderte Millionen Tote welche daran glauben mussten, sowie versklavte in Lagern und politischen Gefängnissen.
    • Platon 22.08.2020 17:55
      Highlight Highlight @(Nickname)
      Statt in den Debatten des kalten Kriegs stecken zu bleiben und dementsprechend Sprücke zu klopfen, könnte man Meyer und Wermuth auch mit sachlicher Kritik begegnen. Die Tatsache, dass Sie es nicht tun, beweist ja wohl, dass die beiden Recht haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 22.08.2020 13:20
    Highlight Highlight Als unparteiischer darf ich anerkennen dass dieses Tandem der gegenwärtigen SP-Schweiz Präsidentschaft (nota bene junge kompetente Mitmenschen wie Mattea und Cédric) es soweit wirklich gut machen.

    Deren oft zu pauschalen Lösungsansatz -Vorschlag "mehr Verstaatlichung der Wirtschaft" (pseudo Allheilmittel), nehmen aber hoffentlich auch sie nicht allzu ernst.

    Dass aber Staat punktuell seinen Aufgaben gerechter werden sollte, ist offensichtlich. Auch in Bezug auf die Pharmazeutik wo dessen Markt mittlerweile effektiv absurde und destruktive Dynamiken angenommen hat.
    • what_else? 22.08.2020 19:39
      Highlight Highlight „(nota bene junge kompetente Mitmenschen wie Mattea und Cédric) es soweit wirklich gut machen.“ Sehe (noch)keinen Leistungsausweis. Und Kompetenz ist auch noch keine sichtbar.

      Was ist Pharmazeutik? Gehören Firmen, die COVID Impfstoffe entwickeln auch dazu? Oder geht es hier wieder Mal ums 5erli unds Weggli?
  • Antichrist 22.08.2020 13:00
    Highlight Highlight Die Leute sind vom Staat abhängig? Leider falsch. Der Staat hat Hunderttausende mit dem unnötigen Lockdown vom Staat abhängig gemacht und sie in den Ruin getrieben.
    • Toastbrot 2.0 22.08.2020 16:25
      Highlight Highlight @Antichrist
      Ist das eigentlich befriedigend, einfach mal so locker aus dem Handgelenk irgendwelche völlig unbelegten Behauptungen in die Welt hinaus zu posaunen?

      Die Kernaussagen...

      - der Lockdown war unnötig
      - der Staat hat Hunderttausende von sich abhängig gemacht und in den Ruin getrieben

      ...sind nämlich genau das: Reine Behauptungen. Jeder könnte genau gegenteilige Behauptungen aufstellen. Und dann? Hilft das irgendwem? Nein, keine Bohne.
  • paddyh 22.08.2020 12:56
    Highlight Highlight Ich bin froh, haben wir in der Schweiz noch eine echte Linke und nicht so ein wischiwaschi, wie zB die SPD.
    Ich denke Meyer und Wermuth sind eine mutige, aber auch konsequente Wahl und sie stehen für eine linke Politik, die diesen Namen auch noch verdient. Jetzt müsste es man nur noch schaffen, diese Ideen zu vermitteln, ohne dass man von den rechten Schreihälsen mit Planwirtschafts- oder Kommunistenrufen übertönt wird.
    • Moglyy 22.08.2020 14:16
      Highlight Highlight Nun, Cédric will die Planwirtschaft, das sagt er selbst. Und wie bei allen Sozis, bezahlen dürfen es die Anderen.
    • Hubi128 22.08.2020 17:20
      Highlight Highlight Ich bin eher konservativ gepolt, halte den Sozis aber zugute, dass sie einen grossen Beitrag zur Ausgestaltung des mordernen Sozialstaats geleistet haben. Dazu braucht es jedoch Leute vom Format eine Helmut Hubacher. Solche Leute sind schwer zu finden und würden sich in der heutigen SP nicht mehr durchsetzen können.

      Die neue Führung der SP wird sich mit ihren Umverteilungsfantasien in die Nesseln setzen.
  • du_bist_du 22.08.2020 12:42
    Highlight Highlight Ich finde viele Ansätze interessant.
    Was ich absolut nicht verstehe ist die Pharmaforderung. Respektive wie man das umsetzen will.
    Eine staatliche Pharmafirma wäre wohl sehr teuer sofern sie Neuentwicklungen tätigen müsste z.B. bei Antibiotika, wenn es denn gelingt. Befehlen wie in China ist nicht bei uns. Bei extrem strengeren Vorgaben zu Verfügbarkeit und Preisen, würde genau das wie bei Antibiotika passieren.
    Ich hätte mehr Erklärungen zu einer möglichenUmsetzung erwartet.
    • paddyh 22.08.2020 13:02
      Highlight Highlight Ich sehe das anderst. Die Pharmaindustrie ist bei weitem nicht so inovativ, wie die meistens glauben. Die meiste Inovation kommt sowieso schon von den öffentlichen Forschungsanstalten, die sowieso schon mit öffentlichen Geldern finanziert werden. Oder die Pharmarisen kaufen einfach irgend ein Startup mit den benötigten Technologien.
    • roterkaese 22.08.2020 13:04
      Highlight Highlight Der Vorschlag stammt, wie ja im Interview erwähnt wird, von Rudolf Strahm. Er erläuterte diesen Vorschlag im Radiointerview mit der Wirtschaftswoche. Hier ist der Link zur entsprechenden Sendung:
      https://www.srf.ch/sendungen/wirtschaftswoche/der-bund-sollte-sandoz-kaufen

      Relevant ist vor allem der Abschnitt von 13:15-16-41.
    • Perseverance 22.08.2020 13:25
      Highlight Highlight Der Bund verfügt mit den Einrichtungen der Armeeapotheke übrigens bereits über moderne Produktionsanlagen für Pharmazeutika und andere Medizinalprodukte. Sicherlich liesse sich damit der Bedarf nicht vollständig decken und vermutlich könnte auch nicht jedes erdenkliche Medikament ganz so ohne weiteres hergestellt werden, aber eine sehr solide Basis bestünde sehr wohl. Es ist also mehr eine Frage des Wollens. Die Schweiz könnte allerdings schlecht die Herstellung von patentgeschützten Medikamenten rechtfertigen, so wie dies beispielsweise Brasilien seit einiger Zeit dank UN-Notrechten macht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tmac 22.08.2020 12:37
    Highlight Highlight Liebes watson team, bitte um neutrale berichterstattung! Mit links werden werden nette interviews gemacht und rechts wird im titel schon sehr schlecht dargestellt.
    • 7immi 22.08.2020 15:57
      Highlight Highlight Es stört irgendwie auch niemanden, dass die Wahl nur „Formsache“ ist, während bei der SVP der gleiche Umstand Kritik erntet...
    • tr3 22.08.2020 16:08
      Highlight Highlight Ein privates Medium ist nicht zur Neutralitöt verpflichtet.
    • Platon 22.08.2020 17:07
      Highlight Highlight @7immi
      2 andere Kandidaten mit viel Druck rausekeln nennt man bei der SVP also Formsache?
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 22.08.2020 12:35
    Highlight Highlight Warum gründet nicht die SP ein Pharmaunternehmen?
    • gulf 22.08.2020 13:23
      Highlight Highlight 👍 you made my day ....
    • Platon 22.08.2020 15:17
      Highlight Highlight @atomschlaf
      Was für ein wunderbar lustiger Vorschlag hahaha. Beweist eigentlich nur, dass du keine Ahnung von Gesundheitsökonomie hast und einfach nur gegen die SP wettern willst.
    • wasylon 22.08.2020 20:45
      Highlight Highlight
      Schlimm die besserwisser von der SP darf man nicht kritisieren. Da hört bei @Platon der Spass auf, denn die Partei hat immer Recht☝️
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  • Tjugt 22.08.2020 11:19
    Highlight Highlight Meyer: … ein positiver Wettbewerb, quasi.

    Da musste ich lachen.
    • De-Saint-Ex 22.08.2020 13:33
      Highlight Highlight Wieso lachen? Konkurrenz belebt das Geschäft, heisst es doch von Eurer Seite immer...

Interview

«Da ist ziviler Ungehorsam doch völlig legitim. Wie sollen die sich denn sonst wehren?»

Die zukünftige SP-Spitze erzählt im watson-Interview, was sie von der Besetzung des Bundesplatzes hält.

Bern hat turbulente Tage hinter sich. Wie ist die Stimmung im Bundeshaus?Mattea Meyer: Von unserer Seite her recht ruhig. Auf der rechten Ratsseite hat es einige, die haben offenbar das Gefühl, der Untergang der Schweizer Demokratie stehe kurz bevor.Cédric Wermuth: Uns erstaunt, wie schnell sich vermeintlich selbstsichere Multimillionäre hier empört haben.Meyer: Das ist eine künstliche Empörung. Das sind Nebelpetarden. Es geht darum, vom Inhalt abzulenken. Sie nehmen jetzt auch dankend …

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