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Getötete Frau in Winterthur: Ehemann war den Behörden gut bekannt



Der Ehemann der 32-jährigen Frau, die am Dienstag in Winterthur erschossen worden war, war nicht nur den Zürcher, sondern auch den Zuger Strafverfolgungsbehörden bekannt. Im Kanton Zug läuft gegen den 36-Jährigen ein Verfahren wegen eines Vermögensdeliktes.

Das Verfahren in Zug sei vor dem Verfahren in Zürich – dort wegen Drohung und Nötigung – eröffnet worden, teilten die Zuger Strafverfolgungsbehörden am Donnerstag auf Anfrage mit. Nach den geltenden Gerichtsstandsregeln würden deshalb beide Verfahren von der Zuger Staatsanwaltschaft abgewickelt.

Angestossen worden war das Verfahren wegen Drohung und Nötigung durch eine Strafanzeige der getöteten 32-Jährigen. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hatte im Juli 2020 das Strafverfahren eröffnet und im November zuständigkeitshalber an die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug abgetreten, wo nun auch die Verfahrensleitung liegt.

Gegen den in Serbien getrennt von der Frau lebenden Ehemann lag schon vor dem Zürcher Strafverfahren eine Einreisesperre in die Schweiz vor. Bei der Eröffnung des Strafverfahrens wurde der Beschuldigte von den Zürcher Behörden zudem zur Verhaftung ausgeschrieben. In welchem Zusammenhang er mit dem Mord steht, wird ermittelt.

Die 32-jährige Serbin ist am Dienstagmittag mit Schussverletzungen tot in einer Wohnung in Winterthur-Zinzikon gefunden worden. Am Tatort verhaftet wurde der 76 Jahre alte Grossvater des Ehemannes. Gegen ihn besteht dringender Tatverdacht. (sda)

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