Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wieder eine Klimademo in Bern – Über 2000 ziehen durch die Innenstadt



Drei Tage nach der Räumung des Klimacamps auf dem Bundesplatz haben am Freitagnachmittag in Bern mehr als 2000 Personen am Klimastreik teilgenommen. Die Kundgebung stand auch im Zeichen eines weltweiten Klimaprotesttages.

Klima-Demo in Bern am 25.9.2020

Demonstration auf dem Berner Helvetiaplatz. bild: watson

Zum freitäglichen Klimastreik in Bern aufgerufen haben die Aktivistinnen und Aktivisten von «Rise Up for Change». Sie hatten anfangs Woche für 48 Stunden den Bundesplatz besetzt, bevor es in der Nacht auf Mittwoch zu einer polizeilichen Räumung kam.

Bild

Der Demonstrationszug auf dem Weg zum Waisenhausplatz. bild: watson

Die Kundgebung endete mit Reden auf dem Waisenhausplatz. Mehrere Redner verwiesen auf die Dringlichkeit des Handelns und stellten die verschiedenen Forderungen der Klimabewegung vor.

Im Kampf gegen die Klimakrise gehe es auch um soziale, wirtschaftliche und politische Gerechtigkeit sowie internationale Solidarität, hiess es. Die Klimakrise lasse sich nicht wegdrängen, sagte eine Rednerin in Anspielung auf die Räumung vom Mittwoch. Man werde weiterkämpfen, hiess es unter grossem Applaus.

Bild

Der Bundesplatz wurde von der Polizei abgeriegelt. bild: watson

Nach der Demonstration war eine «Klima-Arena» unter Beteiligung von Umweltwissenschaftlern geplant - dies als Gegenveranstaltung zur «Arena» von SRF. Die Mitglieder von «Rise Up for Change» hatten eine Einladung zur TV-Sendung abgelehnt, weil «Klimaleugner» wie SVP-Nationalrat Roger Köppel zur Gesprächsrunde eingeladen wurden.

Man wolle eine «eine ernsthafte und faktenbasierte» Debatte über die Forderungen der Bewegung sowie der Politik führen, schrieb «Rise Up for Change».

Weltweit haben Klimaaktivisten für den Freitag zu Aktionen aufgerufen. Laut der Bewegung «Fridays for Future» sind mehr als 3000 Klimastreiks vorgesehen, allein in Deutschland sollten mehr als 400 Demonstrationen stattfinden. (cma/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Klimaaktivisten sind weg – Bundesplatz ist geräumt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Viel Lärm und wenig Ertrag: Radikale Aktionen schaden dem Klimaschutz

Mit der Besetzung des Bundesplatzes in Bern hat die Klimabewegung alle überrumpelt und viele verärgert. Solche Aktionen bringen Publizität und schaden dem berechtigten Anliegen.

Der Nationalrat hat am späten Montagabend ein Zeichen gesetzt. Mit 109 zu 83 stimmte er einem Ordnungsantrag von SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi zu, der die Räumung des Protestcamps auf dem Bundesplatz verlangt. Klimaaktivisten hatten ihn am frühen Morgen handstreichartig besetzt und damit so ziemlich alle überrumpelt.

Während linke und grüne Politiker Verständnis für die Aktion äusserten, reagierten die Bürgerlichen verärgert bis hysterisch. Damit entlarvten sie nur ihr schlechtes …

Artikel lesen
Link zum Artikel