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Kovi und Kriegsgeschäfte: Es öffnet sich ein Geschlechtergraben



57 Prozent der Stimmenden hätten auch laut einer zweiten Umfrage Ende Oktober Ja gesagt zur Konzernverantwortungsinitiative. Auch das Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten wäre mit 51 Prozent Ja-Stimmen durchgekommen. Frauen stehen den beiden Vorlagen besonders positiv gegenüber.

Un drapeau en faveur de l'initiative multinationales responsables (Konzern-verantwortungs initiative) est visible sur un balcon d'une habitation le mardi 13 octobre 2020 a Lausanne. Le 29 novembre prochain il y aura une votation sur l'initiative pour des multinationales responsables. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Sehr präsent: Die orangen Fahnen der Befürworter der Konzernverantwortungsinitiative. Bild: KEYSTONE

Damit sind die Resultate im Vergleich zur ersten Umfragewelle von Mitte Oktober sehr stabil. Die Ergebnisse der zweiten Welle der 20 Minuten-/Tamedia-Umfrage zu den beiden Abstimmungsvorlagen vom 29. November wurde am Dienstag veröffentlicht.

Der Nein-Stimmenanteil bei der Konzernverantwortungsinitiative lag bei 42 Prozent. 57 Prozent der Befragten gaben an, mit Ja stimmen zu wollen. Die Analyse der Umfrageresultate weist auf einen sehr grossen Unterschied zwischen den Geschlechtern hin. Frauen befürworten die Konzernverantwortungsinitiative laut der Umfrage mit 65 Prozent. Männer lehnen die Vorlage mit einem Ja-Stimmenanteil von 48 Prozent knapp ab.

Auch bei der Initiative für das Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten zeigt die zweite Umfrage keine grosse Veränderung. Die Zustimmung lag bei 51 Prozent und der Nein-Stimmenanteil bei 46 Prozent. Auch hier unterstützen laut der Umfrage Frauen das Anliegen der Initiative stärker. Der Ja-Stimmenanteil bei den Frauen lag bei 62 Prozent. 40 Prozent der Männer sprachen sich für die Vorlage aus.

Eine erste SRG-Trendumfrage von Mitte Oktober ergab ebenfalls Ja-Mehrheiten für beide Initiativen. (sda)

Das will die Kriegsmaterial-initiative:

Video: watson

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