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Bundesanwaltschaft erhebt Anklage

Schweizer in riesigen Kokain- und Waffenhandel verwickelt



Die Bundesanwaltschaft hat gegen vier Personen Anklage am Bundesstrafgericht in Bellinzona erhoben. Diese sollen einen gross angelegten Kokainhandel zwischen Südamerika und Europa betrieben haben. Weitere Beteiligte sind bereits durch kantonale und ausländische Gerichte verurteilt worden.

Bei den vier Personen handelt es sich um einen Schweizer, zwei Italiener und einen Bolivianer. Sie sind angeklagt wegen Beteiligung an einer kriminellen Organisation, schweren Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, schweren Widerhandlungen gegen das Kriegsmaterialgesetz, Geldwäscherei und weiteren Straftaten.

Sie haben im Rahmen einer bolivianischen kriminellen Organisation einen Betäubungsmittelhandel betrieben, insbesondere zwischen Südamerika und der Schweiz, Italien und Spanien, wie die Bundesanwaltschaft (BA) in einem Communiqué am Dienstag mitteilte.

231 Kilo Kokain abgefangen

Die BA hat ihre Untersuchungen 2009 aufgenommen. Der Handel wurde bereits seit geraumer Zeit nach dem gleichen Schema betrieben. Die Kuriere wurden in Brasilien angeheuert. Sie führten die Drogen in Koffern mit Doppelböden ein. Im Rahmen der Ermittlung wurden 20 Transporte von kokainartigen Substanzen mit einem Gewicht von total 231 Kilogramm aufgedeckt.

Elf Personen sind ins Visier der BA geraten. Eine ist unterdessen verstorben, sechs sind von verschiedenen Gerichten verurteilt worden. Der Kopf der Organisation befindet sich in Bolivien und ist unauffindbar. Gegen ihn wurde das Verfahren derzeit sistiert. (wst/sda)

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