Schweiz
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Das Seeufer ist mit Gittern abgesperrt, aufgenommen am Samstag, 21. Maerz 2020 in Zuerich. Die Stadt Zuerich ergreift weitere Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus und sperrt mehrere Plaetze, Paerke und Flaniermeilen ab sofort. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Das Zürcher Seeufer bleibt während des Lockdowns abgesperrt. Bild: KEYSTONE

Was macht der Verzicht während des Lockdowns mit uns?

Dieses Jahr geht der Verzicht auch nach Ostern weiter. Manche sagen, dass sei kein Verlust, sondern ein Gewinn.

Sabine Kuster, Sabine Altorfer, Annika Bangerter / ch media



Sich einschränken fällt vielen schwer. Wir verzichten nicht gern. Doch es zeigt sich, dass jede Reduktion auch eine Horizonterweiterung sein kann. Wenn wir uns jetzt wegen des Virus nicht mehr wie gewohnt bewegen können, wird unser Leben in den eigenen vier Wänden intensiver.

Wenn die Zerstreuung wegbleibt, können wir uns auf das Wesentliche fokussieren. Dieses Prinzip ist wohl bekannt: in allen Religionen, in der Psychologie – und auch in der Kunst.

Psychologische Sicht: Die Wertschätzung steigt durch den Verzicht

Irgendetwas am Verzicht muss positiv sein. Sonst würden nicht viele freiwillig fasten oder sich einschränken. Katharina Bernecker forscht als Psychologin an der Universität Zürich über unsere Willenskraft. Sie sagt, übersättigt von Erfahrungen, würden wir nicht mehr an den Blumen am Wegesrand riechen. Und sie vermutet, dass wir nach der Ausgangsbeschränkung die Entschleunigung vermissen könnten.

Bild

Psychologin Katharina Bernecker zvg

Was macht der freiwillige Verzicht mit uns?
Katharina Bernecker: Er ermöglicht eine neue Erfahrung. Man kann sich reflektieren und Abstand vom Selbstverständlichen nehmen. Und wenn die Leute den Verzicht schaffen, den sie sich vorgenommen haben, erfüllt es sie mit Stolz und gibt ihnen ein gutes Gefühl. Das sehe ich auch in meiner Forschung über die Willenskraft.

Was passiert nach Beendigung des Verzichts?
Der Genuss ist oft viel stärker als vorher. Leute, die gefastet haben, berichten, dass der erste Biss in einen Apfel ein tolles Erlebnis gewesen sei. Die Wertschätzung steigt – auch das kann ein Motiv sein, eine Zeit lang auf etwas zu verzichten.

Gibt es Studien dazu, was Überfluss und Verzicht mit uns machen?
Es gab einmal eine Studie bei der Leute vor einer bekannten Touristenattraktion in Boston, der Old North Church, angesprochen wurden. Der Hälfte der Leute wurde ein Fragebogen vorgelegt mit häufigen Reisedestinationen auf der Welt wie Paris oder New York. Die anderen erhielten lauter exotische Orte. Die Testpersonen mussten ankreuzen, wo sie schon waren. Erstere erhielten somit das Gefühl, schon fast überall auf der Welt gewesen zu sein – die anderen nicht. Danach liess man sie die Kirche besuchen. Die vermeintlichen Globetrotter verblieben weniger lang in der Kirche als die andere Gruppe.

Wertschätzung ist also relativ?
Darauf deutet die Studie hin. Eine andere zeigte dieselbe Tendenz: Leuten, denen vermittelt wurde, sie hätten schon viel erlebt und gesehen, blieben danach seltener bei einem Blumenstand an der Strasse stehen, um an den Blumen zu riechen. Der Überfluss macht die kleinen Freuden des Alltags unbedeutend.

Was ist aktuell der Gewinn für die Menschen in der Quarantäne?
Dazu habe ich vor einer Woche gerade eine Studie lanciert: Ich befrage Leute in der Coronakrise während fünf Wochen zu ihrem Wohlbefinden.

Wie lautet Ihre These?
Die Menschen sind unterschiedlich betroffen: Jene, die nun in finanzielle Nöte kommen, erleben die Zeit anders als jene, welche ihre Arbeit gut aus dem Homeoffice erledigen können. Für Eltern wiederum, die gleichzeitig ihre Kinder betreuen müssen, kann die Zeit belastend sein. Ich denke, das Wohlbefinden wird auf diese Faktoren zurückzuführen sein. Allerdings gibt es oft noch eine andere Tendenz.

Welche?
Die Menschen gewöhnen sich in der Regel relativ schnell an Veränderungen und kommen selbst nach einschneidenden Ereignissen oft wieder in ihren vorherigen Gemütszustand. Ich bin gespannt, ob es nach dem Lockdown tatsächlich zum grossen Aufblühen der Gesellschaft kommt.

Sie meinen, wir könnten der Entschleunigung nachtrauern?
Das ist möglich. Jetzt gibt es viel Ruhe. Manche macht das einsam, andere entlastet es.

Kann auch freiwilliger Verzicht schlecht sein?
Nur wenn man sich übernimmt. Vielleicht schafft man es nicht, zwei Wochen lang im Kloster zu schweigen – dann endet das Experiment mit einem schlechten Gefühl.

Gerade solche Schweige-Retraiten boomen aber.
Ja, und man kann sich damit überfordern, wenn man auf einen Schlag zu viel will.

Kann es gut sein, sogar Beziehungen einzuschränken, oder hat der Mensch nie genug davon?
Ohne soziale Beziehungen sind wir schlecht dran. Es ist ein grundlegendes Bedürfnis. Aber möglicherweise ist die Art der Beziehungspflege via Whatsapp nicht befriedigend.

Warum können manche besser fokussieren als andere?
Sie haben einen guten Zugang zu ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen und schaffen es auch mal Nein zu sagen, wenn es ihnen zu viel wird. Dabei ist eine wertschätzende Kommunikation aber sicher wichtig, um am Ende nicht allein dazustehen.

Interview: Sabine Kuster

Künstlerische Sicht: Schönheit durch Schnörkellosigkeit

Der Wiener Architekt Adolf Loos schrieb 1910, das Ornament sei ein Verbrechen. «es ist ein verbrechen an der volkswirtschaft, dass dadurch menschliche arbeit, geld und material zu grunde gerichtet werden», schrieb er und verzichtete dabei auf Grossbuchstaben, weil sie ihm überflüssig schienen. Möbel, Kuchen oder Häuser mit Ornamenten zu verschmieren, sei eine Degenerationserscheinung. Seine Villen sind einfache Kuben, im Innern setzte er mit Marmor und Holz auf die Schönheit, die dem Material selber innewohnt. Loos wurde zum Mitbegründer der Moderne, deren Leitsatz «Form folgt Funktion» die Architektur im 20. Jahrhundert bestimmt.

In this picture taken with a long time exposure a visitor is reflected in a showcase in front of works by Piet Mondrian during the press preview of the exhibition 'Visionary Spaces. Kandinsky, Mondrian, Lissitzky and the Abstract-Constructivist Avant-Garde in Dresden 1919 – 1932' in the Albertinum, the New Master Gallery of the Dresden State Art Collections, in Dresden, Germany, Friday, March 1, 2019. In the 1920s Dresden was a hotspot for the European artistic avantgarde. In the middle of the decade Soviet Russian Constructivism, the Dutch De Stijl movement and the Bauhaus created a sensation here. The exhibition starts on March 3, 2019 and lasts until June 2, 2019. (AP Photo/Jens Meyer)

Strenge Regeln: Piet Mondrian duldete nur den rechten Winkel, die Grundfarben, Schwarz und Weiss. Bild: AP/AP

Das Prinzip von Schönheit durch schlichte Schnörkellosigkeit, gepaart mit handwerklicher Präzision und Materialkenntnis, predigte auch das Bauhaus ab 1919. Es ging den Designern um das Gestalten von Geschirr und Möbeln, die über den modischen Geschmack hinaus ihren Zweck erfüllen und das Auge erfreuen. So entstanden Teekannen und Türfallen ohne neckischen Zierrat, Stühle ohne Fransen und Kleider ohne Rüschchen. Auch wenn das Bauhaus nicht lange bestand, machte diese Haltung Schule.

Von einer neuen Zeit und einem neuen Menschen träumten um 1910 auch die Künstler. Die Abstraktion war Ausdruck dieser Utopie. Kasimir Malewitsch sah 1915 in einem schwarzen Quadrat oder einem weissen Kreis die Essenz alles Sichtbaren und eines neuen Bewusstseins. Piet Mondrian und Theo van Doesburg verzichteten in ihren geometrisch gebauten Gemälden auf das Abbild der Natur. Für sie war es ein Neuanfang. «Wir sehen die Zeit der reinen Malerei voraus», schrieb van Doesburg. «Denn nichts ist konkreter, wirklicher, als eine Linie, eine Farbe, eine Oberfläche ...» Max Bill formulierte es 1949 so: «das ziel der konkreten kunst ist es, gegenstände für den geistigen gebrauch zu entwickeln, ähnlich wie der mensch sich gegenstände schafft für den materiellen gebrauch.»

Das mag ideologisch, fast religiös klingen. Tatsächlich gebärdeten sich die Wortführer der verschiedenen Gruppierungen – vom Suprematismus über de Stijl bis zu den Zürcher Konkreten – oft als strenge Prediger. Mondrian etwa duldete nur die Grundfarben Rot-Gelb-Blau plus Weiss und Schwarz. Solch starre Regeln sind passé. Aber das Prinzip, Kunst aus dem Nichts zu erschaffen, mit minimalen Mitteln ein Maximum an Ausdruck zu erreichen, hat sich bis heute bewährt.

Robert Ryman (1930–2019) setzte in seiner Malerei primär auf die Farbe Weiss, um den Reichtum dieser Nicht-Farbe sichtbar zu machen. Die kargen Linienbilder von Agnes Martin (1912–2004) mögen auf den ersten Blick reduziert oder gar blass wirken. Doch wer die feinen Streifen in Gelb-Rosa-Weiss, die zarten Bleistiftlineaturen über ockerfarbigen oder bläulichen Bildgründen erkundet, die sie in der Abgeschiedenheit der Wüste von New Mexico geschaffen hat, findet darin die Stille, den Wind und das Licht. Die Essenz des Seins.

Sabine Altorfer

Religiöse Sicht: Das Leben einschränken und auf etwas Grösseres ausrichten

Hinter den Mauern des Klosters Heiligkreuz in Cham neigt sich eine besondere Periode zu Ende: die 40-tägige Fastenzeit. Wer nun an dünne Suppen denkt, der irrt.

«In der Fastenzeit leisten wir einen besonderen Verzicht. Das heisst aber nicht, dass wir während dieser Zeit nie Schokolade essen oder fernsehen»,

sagt Priorin Simone Buchs. Vielmehr bereiten sie und ihre Mitschwestern sich auf die Osterfeier vor – das Fest der Erlösung. Konkret heisst das: an den eigenen Schwächen arbeiten, für die Armen spenden und mehr Zeit dem Gebet widmen.

Vieles davon obliegt der Eigenverantwortung der einzelnen Ordensschwestern. Sie widmen sich ihren persönlichen Vorsätzen: Beispielsweise geduldiger zuhören oder auf eine Person zugehen, mit der man sonst eher wenig Kontakt hat. Das geschehe nicht zum Selbstzweck, sagt Simone Buchs:

«Es ist auf etwas Grösseres ausgerichtet – für uns ist das Gott.»

Seit mehr als fünfzig Jahren lebt sie im Kloster Heiligkreuz. Geboren 1945, trat sie als 23-Jährige in den Orden ein. Als Benediktinerin bestimmen zwei Dinge ihren Alltag: das Gebet und die Arbeit.

Wer sich für ein klösterliches Leben entscheidet, verzichtet – zumindest in der Aussenwahrnehmung – auf vieles. Was ist ihr besonders schwergefallen? «Das Einfügen in eine Gemeinschaft und nicht mehr machen zu können, was ich wollte», sagt die heutige Priorin. Das geht auf das Gelübde des Gehorsams zurück. Dieses bedeute aber nicht den völligen Verzicht auf ein selbstbestimmtes Leben: «Wir sind aufgefordert, innerhalb der Regeln eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.»

Das Gefühl, auf vieles verzichten zu müssen, hatte sie indes nie: «Mit dem Eintritt ins Kloster habe ich mich gegen einen Partner und Kinder entschieden. Das klösterliche Leben ist ein anderer Weg, aber ein abwechslungsreicher und spannender. Es gibt dabei viele Möglichkeiten, sich selber zu entwickeln.»

Als Ordensfrau studierte sie Germanistik und Romanistik. Danach unterrichtete sie am Lehrerinnenseminar Heiligkreuz. Reisen an Konferenzen oder zwecks einer Wallfahrt sind den Ordensschwestern erlaubt. Ferien ebenso, wenn auch mit gewissen Beschränkungen. «Reisen nach Übersee machen wir nicht. Auch keine Vergnügungsreisen. Wir achten darauf, was einer Klosterfrau zuträglich ist, was zu ihrem einfachen Lebensstil passt und dass sie ihr geistliches Leben weiterführen kann», sagt Simone Buchs. Für einige könne dies ein Verzicht bedeuten; für sie jedoch nicht, da sie nicht sehr reisefreudig sei.

Als Priorin einer älteren Gemeinschaft fordert sie die Coronakrise. Dennoch sieht sie darin auch eine Chance:

«Im besten Fall öffnet der Verzicht Türen, um sich von einem gewissen egoistischen Denken loszusagen und sich vermehrt auf die Mitmenschen auszurichten.»

Zudem bedeute Verzicht auch, Ballast abzuwerfen: «Und das bringt ein Gefühl von Leichtigkeit mit sich.»

Annika Bangerter

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75
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75Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Turicum04 13.04.2020 10:16
    Highlight Highlight Wir werden krank, können in der Nacht kaum mehr schlafen! Ich will raus!!!
    • Jürg Müller - Der Katzenmann 14.04.2020 04:48
      Highlight Highlight Turicum04, du darfst ja raus. Einfach in der Familie bleiben und die Ruhe draussen geniessen. Glaub mir, wenn du es positiv zu sehen versuchst, geht es dir viel besser. Und schau zu dir, ich wünsche dir nur das beste. Bleib gesund!
  • Schneider Alex 13.04.2020 06:24
    Highlight Highlight «Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.» Das sagte kein Geringerer als der französische Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal aus dem 17. Jahrhundert in seinem Werk «Gedanken».

    Dank der Bücher und der elektronischen Medien sind wir heute in einer weit besseren Lage, unsere Zeit sinnvoll in unseren eigenen vier Wänden zu verbringen. Es gibt viele Vorteile: Weniger Verkehrsaufkommen, weniger Luxuskonsum, wertvolle Erfahrungen sammeln mit dem E-Learning und dem Online-Vergleichen –Kaufen und -Abstimmen.
  • Kaffeesatz 13.04.2020 01:48
    Highlight Highlight Wahrscheinlich haben die Wissenschaftler dies schon in Betracht gezogen? Menschen kommen in schweren Fällen an die Beatmungsgeräte auf der Intensivstation (Lungenentzündung ?). Ich weiss es gibt verschiedene Lungenentzündungen. Aber es gibt auch Impfung gegen eine Art davon, meine 88 Jährige Mutter ist geimpft. Warum versuchen wir es nicht mit einer Impfung gegen Lungenentzündung? Vermutlich stellte ich es mir zu simpel vor.
  • Ralphtherambler 13.04.2020 00:50
    Highlight Highlight Jetzt mal nur auf den Titel bezogen:

    Das es auch mit weniger sehr gut geht!

    Esch mini Erfahrig! ✌🏼
  • KaBe 12.04.2020 23:07
    Highlight Highlight Hallo zusammen, für diesen Artikel wurde u.a. ich interviewt (Psychologische Sicht). Ich befasse mich aktuell in einer Studie damit, wie es Menschen in der Corona-Krise geht und wie sie damit umgehen.

    Und ich suche immernoch TeilnehmerInnen. Zum Dank fürs Mitmachen gibt es eine persönliche Auswertung des eigenen Befindens über die nächsten 5 Wochen.

    Hier gehts zur Studie:
    https://www.soscisurvey.de/CoronaStudie/
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 12.04.2020 20:30
    Highlight Highlight #wenigeristmehr

    Keine neue Erkenntnis, aber sie ist offensichtlicher denn je.
  • Reader09 12.04.2020 19:24
    Highlight Highlight Lieber BR

    Bitte veranlagt lockerungen..... Den die bachelorette ist im anmarsch auf 3+.... 😅
  • Quacksalber 12.04.2020 16:55
    Highlight Highlight Wenn man die ersten Coronafälle im Bekanntenkreis hat wird mancher vielleicht bescheidener.
  • Glaedr 12.04.2020 16:20
    Highlight Highlight Die wenigsten Menschen verzichten wirklich.
    Ja man kann nicht mehr zum Coiffeur und in den Ausgang aber damit hat sich der Verzicht auch schon erledigt.
    Man trifft sich genau gleich oder besser gesagt noch öfters da mehr Zeit.
    Man sieht es sehr gut wie die Leute die Ferien geniessen.
    Es sind nur wenige Menschen die wirklich verzichten müssen, bei den meisten besteht der Verzicht auf Luxus Dinge.
    • Garp 12.04.2020 17:05
      Highlight Highlight Schade, dass Du Dich öfters mit andern triffst, weil Du mehr Zeit hast. Du hast das Problem offenbar nicht verstanden.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 12.04.2020 20:36
      Highlight Highlight Du offenbar auch nicht, Garp. Es wäre an der Zeit, dich selbst zu treffen. Das hast du bisher in deinem Leben offensichtlich noch nicht geschafft.

      Und bevor du blitzt oder antwortest: Nimm die Aussage an, verdaue und verstehe sie. Ich bin mir aber überhaupt nicht sicher, ob du das schaffst.
  • Garp 12.04.2020 15:26
    Highlight Highlight Frau Bernecker fehlt es an Empathie und sie lebt irgend in einem Luftschloss. Man sollte zwischen Verzicht und Entbehrung unterscheiden.
    Sie lebt wahrscheinlich auch nicht mit 3 Kindern und 2 Erwachsenen auf 80 qm, wovon die Eltern den Job verloren haben. Das hat dann nichts mit Verzicht zu tun.

    Auch nach den Entbehrungen des Krieges, genoss man es natürlich wenn man wieder Zugang zu lange Entbehrtem hatte. Dazumal braucht es keine Studien.

    Ob man schätzen kann, was man hat, die Blumen am Wegesrand sieht, hat mit Präsenz zu tun und im Hier und Jetzt sein zu können. Mit Sorgen ist das schwer.
  • dmark 12.04.2020 14:44
    Highlight Highlight Naja, da ich weiterhin wie vorher meinem Job nachgehe, merke ich ausser der sozialen Komponente eigentlich nur, dass ein Teil der Bevölkerung massiv entschleunigt wirkt, während der andere, ebenso noch arbeitende Teil eher hektischer bei Materialbeschaffung und Komponenten, Service oder Reparaturen wird. Man selbst steht da so irgendwie zwischen drin und versucht nun zu reagieren.
    Dafür geniesse ich aber etwas mehr die Ruhe nach dem Feierabend.
  • Locutus70 12.04.2020 14:05
    Highlight Highlight Die monetäre Sicht habt ihr vergessen. Und die sieht für viele alles andere als rosig aus.

    Da klingt dann die 3. Sicht fast schon wie Spott und Hohn. ^^
  • Calvin Whatison 12.04.2020 13:09
    Highlight Highlight Was für ein Luxusproblem, wenn man glaubt von „Verzicht“ sprechen zu müssen.

    Frohes Eier suchen 🐰
  • Clever&Smart 12.04.2020 13:08
    Highlight Highlight Das ist nur eine Seite der Wahrheit. Die andere Seite betrifft die Pesonen die gerade jetzt durch diese Abschottung merken, wie schlecht es ihnen eigentlich geht und für die Personen ist es die Hölle, hin bis zu Angststörungen, weil sie das jetzt erkannte nicht oder nur schwer umsetzen können. Soziale Kontakte sehr schwierig und auch alles organisatorische.
    Wenn es gut ausgeht war diese Kriese ein Lebensveränderndes Ereignis. Die Menschen bei denen das nicht gut geht, gibt es aber auch.
    Aber klar, der Mehrheit der Menschen dürfte positive Ergebnisse haben.
  • PlayaGua 12.04.2020 12:04
    Highlight Highlight Wenn die Krankheit nicht wäre, würde ich das aktuelle Leben bevorzugen.
  • Ohniznachtisbett 12.04.2020 12:04
    Highlight Highlight Hört mir doch damit auf. Was bitteschön soll dem an dem Affentheater entschleunigend sein? Immer noch gleich viel Arbeit haben, aber länger dafür zu brauchen, weil im home office alles etwas mühsamer ist? Oder die Trägheit die entsteht, wenn man zu Hause quasi eingesperrt ist? Die lustigen Abende mit Freunden, die nicht stattfinden? Sehen wie Freunde aus der Gastro richtiggehend Existenzängste haben? Oder anders: das alles hat wenig mit Verzicht zu tun. Denn materiell habe und bekomme ich alles. Und soziale Kontakte fasten, ist eher gefährlich als berreichernd. Hört es auf schön zu reden.
  • CalibriLight 12.04.2020 10:44
    Highlight Highlight Ich vermisse meine lieben Freunde sehr. Und die feinen frischen badischen Spargeln vom Markt in Basel.....
    Ich geniesse die Ruhe, den klaren Himmel, die Langsamkeit, dass wir uns im Haus unterstützen, dass ich nicht mehr oft pendeln muss. Ich geniesse, dass ich merke, wie gut ich mit mir auskomme und wie wenig mir abgesehen von den schmerzlich vermissten sozialen Kontakten eigentlich fehlt.
    Aber ich bin auch privilegiert, da ich Arbeit habe, die bisher gesichert ist.
  • Ribosom 12.04.2020 10:39
    Highlight Highlight Die Corona-Krise macht mir das Leben schwer. Da als Laborant kein Homeoffice möglich ist, müssen wir Schutzmassnahmen in der Firma einhalten: 2m Abstand, obwohl die Gänge und Laborplätze dies kaum erlauben; alleine Pause machen; keine Sitzungen mehr, die zum wichtigen Informationsfluss beitragen; Chefs im Homeoffice, obwohl sie vor Ort gebraucht werden! Meine Hände sind kaputt vom vielen Waschen und Desinfizieren. Wir haben Arbeit ohne Ende. Wir machen Überstunden und arbeiten 2-3x so viel wie normal. Zum Glück habe ich jetzt Ferien und kann zu Hause hocken und nichts tun.
    • *klippklapp* 12.04.2020 11:31
      Highlight Highlight Danke dir für deine Arbeit und gute Erholung in den Ferien!
    • Zeit_Genosse 12.04.2020 11:42
      Highlight Highlight Chefs die sich ins HO abseilen. Die sollen dort einige Leadership-Bücher lesen, oder noch besser, den Arsch heben und zumindest zwischendurch da auftauchen wo gearbeitet wird.
    • Jürg Müller - Der Katzenmann 14.04.2020 05:16
      Highlight Highlight Ribosom, geniesse die Zeit. Danke für deine Arbeit. 🐹
  • Fairness 12.04.2020 10:20
    Highlight Highlight Mir stinkts, dass noch viel mehr Velofahrer und Jogger unterwegs sind, die weder den notwendigen Abstand wahren noch sonst Rücksicht nehmen. Diemüssten als teils prustende Superspreader den DOPPELTEN Abstand einhalten undm Schrittempo vorbei fahren. Reiter verlangsamen auch in den Schritt und traben oder galoppieren nicht vorbei.
    • Carl Gustav 12.04.2020 10:47
      Highlight Highlight Und warum bist du noch unterwegs.
    • ThePower 12.04.2020 11:18
      Highlight Highlight Das ist eigentlich ganz einfach: Blockier nicht den ganzen Weg, dann weichen die Läufer auch aus🤷🏻‍♂️Gränni..
    • Garp 12.04.2020 17:37
      Highlight Highlight Es ist schon nicht lustig, wenn ich zickzack laufen muss, was ich mache.
      Die Jogger fühlen sich sicher, die Schwächeren müssen ausweichen. Nicht so ganz ok. Ich geh übrigens noch raus, allein spazieren, weil ich auch frische Luft und Bewegung brauche. Nehme Rücksicht und halte auch beim spazieren die 2m ein. Sonst baut man ja extrem ab und das Immunsystem wird geschwächt. Den schnaufenden Joggern würd der Zickzack weniger ausmachen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glaedr 12.04.2020 10:00
    Highlight Highlight Also aktuell verzichte ich auf
    Familie/Partnerin/Freunde
    Schlaf/entspannen
    Richtiges Bett mit Kissen und Bettdecke
    Allein sein, Zeit für mich selbst zu haben
    Auf mein zu Hause
    Selber zu entscheiden was man essen möchte, vor allem fast Food und süesses
    Und am schlimmsten alles mit körperlicher Nähe und Zärtlichkeit

    Dafür erlebe ich jeden Tag etwas

    Und das ganze ist ja nicht für immer
    • Garp 12.04.2020 17:38
      Highlight Highlight Bist Du im Militär?
  • Toerpe Zwerg 12.04.2020 09:59
    Highlight Highlight Erstens verzichten wir alle im Alltag stets und immer auf sehr viel: Freizeit, gutes Essen, viele Reisen, viel Schlaf, Sex am Nachmittag, die Flasche Wein ab Abend, den Joint am Morgen, nackt durch die Stadt wandern, dem Nachbarn sagen, was für ein ekelhaftes Verhalten er an den Tag legt.

    Zweitens ist alles, was nicht freiwillig geschieht, kein Verzicht.

    Folglich ist bereits die Prämisse des Artikels wertlos. Der politische Spin vernebelt die Analysefähigkeit ...
    • Locutus70 12.04.2020 14:08
      Highlight Highlight Also wenn beide im Home Office sind muss man auf den Sex am Nachmittag nicht verzichten ^^

      Spaß beiseite - ich sehe das genauso wie du :)
    • SJ_California 12.04.2020 14:55
      Highlight Highlight Ich glaube, Toerpe wollte sagen dass wir ohne Corona auf all das verzichten.
      Wirst schon sehen, die Hebammen werden zwischen Weihnachten und Neujahr Überstunden schieben müssen...
    • Mr.President 12.04.2020 19:16
      Highlight Highlight Der Joint am Morgen wäre schon was...
      und Freizeit / ausschlafen - das würde ich mitnehmen
  • elco 12.04.2020 09:52
    Highlight Highlight Ja es gibt die Priveligierten, für die ist die Krise Selbstfindung und der Zustand dürfte endlos so weitergehen.
    Dann gibt es die weniger Priveligierten. Die verlieren gerade ihre Existenz. Die haben nicht mal die Zeit sich in Kommentarspalten zu verwirklichen. Schöne Ostern allen.
  • Woichbinistvorne 12.04.2020 09:31
    Highlight Highlight Der Verzicht unter dem heute viele leiden, soll positiv sein? So ein Quatsch. Wenn Grosseltern über längere Zeit darauf verzichten müssen ihre Enkel in die Arme zu schliessen, dann ist das keine positive Erfahrung. Ebenso wenn sie nicht mehr raus können und sich nicht mehr mit Freunden und Bekannten treffen können, selbst wenn sie das teils freiwillig tun.

    Soll die Frau Bernecker doch mal für die nächsten 3 Monate auf ihr abgehobenes Leben verzichten und stattdessen täglich 14 Stunden als Erntehelferin aufs Feld. Danach darf sie uns dann erzählen, wie positiv diese Erfahrung für sie war.
    • Panna cotta 12.04.2020 10:08
      Highlight Highlight Wenn man sich ganz fest Mühe gibt, kann man alles falsch verstehen und ins Gegenteil umdrehen. Dreh dich mal um 180°, und schon ist wo du stehst hinten. Die Welt ist aber immer noch dieselbe.
    • Bruno Wüthrich 12.04.2020 10:15
      Highlight Highlight So ein Seich!

      Es bestreitet doch niemand die negativen Seiten dieser Situation. Doch hier geht es darum, dass der Verzicht auch positive Seiten hat.

      Bei einigen hat die Schwarzmalerei und die negative Sicht auf alles System. Was auch immer gerade ist - nichts ist gut genug.

      Wir sind privilegiert! Sie auch! Sie jammern und nörgeln sozusagen auf den höchstmöglichen Niveau. Sie tun damit niemandem einen Gefallen.

      Immerhin: Herzlichen Dank dafür, dass Sie bereit sind, täglich 14 Stunden als Erntehelfer/in zu arbeiten. Das rechne ich Ihnen hoch an.
  • banda69 12.04.2020 09:25
    Highlight Highlight ich fühle mich priviligiert und dankbar.

    ich habe einen sicheren lohn. ein gutes umfeld. die entschleunigung tut mir extrem gut. ich habe vermehrt zeit für private projekte und habe wald und natur neu entdeckt.


    • Locutus70 12.04.2020 14:18
      Highlight Highlight @banda69 - Bei mir ist es ähnlich. Ich schreibe aber keine Artikel aus der Filterblase, in der ich die Hunderttausenden, denen es nicht so gut geht wie mir einfach ignoriere.
  • Zeit_Genosse 12.04.2020 09:11
    Highlight Highlight ◾️Entscheidend ist doch ob ich aus freiem Willen auf etwas verzichte, oder ob gezwungenermassen verzichten muss.

    ◾️Bei der Freiwilligkeit obliegt die Macht bei mir, während unter Zwang Ohnmacht erlebt wird.

    ◾️Wird man gezwungen, wird meist auf eine Kompensation ausgewichen. Wir sehen das beim übermässigen Sport, der exzessiven Gartenarbeit, beim extremen Aufräumen oder wilden Onlineshopping bis zum Hamsterkauf von WC-Papier.

    ◾️Wer auf der freiwilligen Seite reduktionistisch unterwegs ist, befreit sich von Zwängen ohne Kompensation, erlebt Macht über sich und fühlt sich gestärkt im Sein.
    • öpfeli 12.04.2020 09:24
      Highlight Highlight Und Stärke zeigt der, welcher aus dem Zwang zum Verzicht seinen Horizont erweitert.
    • Toerpe Zwerg 12.04.2020 10:00
      Highlight Highlight "Zwang zum Verzicht" ist ein Oxymoron.
    • Locutus70 12.04.2020 14:19
      Highlight Highlight @öpfeli - Das sag mal denen, die nun in Kurzarbeit, schon gekündigt wurden oder pleite.
    Weitere Antworten anzeigen
  • öpfeli 12.04.2020 09:01
    Highlight Highlight Für mich kann ich sagen, abgesehen vom fehlenden Sozialleben, mag ich dieses Leben. Dieser Ausgleich fehlt mir jedoch enorm. Aber, es ist schön ruhig und entschleunigt. Der fehlende Arbeitsweg bringt mehr Zeit für die Familie, ich mache öfters Sport weil eben mehr Zeit da ist. Der Konsum fehlt mir null, lediglich wenige (Kinder)Kleidung müsste ich kaufen. Aber ich weiss, dass ich auch in einer bequemen Situation bin und keine Lohneinbussen etc habe. Dies lässt zu, dass ich das Ganze entspannt sehen kann / darf. Der Verzicht macht mich wahrscheinlich auch dankbarer.
    • Garp 12.04.2020 19:15
      Highlight Highlight Du musst ja nicht wirklich verzichten.
      Du kriegst viel dazu.
      Du hast genügend Sozialkontakt zu Hause, Familie, mehr Zeit für Deine Bedürfnisse. Du hat wirklich einen Zugewinn.

      Du musst ja quasi nirgends verzichten.

      Und wahrscheinlich dankbarer? Entweder man ist dankbar oder nicht. Und das bitte nicht nur in Krisenzeiten, wo man sich, als Privilegierter dann so ein pseudo Dankbarkeitsmäntelchen umhängt.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 12.04.2020 20:33
      Highlight Highlight Du bist noch lange nicht da, wo du hin könntest. Im Grunde bist du 0.9 Millimeter von deinem gewohnten Leben entfernt und du hast das Gefühl, alles sei plötzlich so anders.

      Beklagst fehlendes Soziallebne, hast aber mehr Zeit für die Familie... Merksch?

      Worauf genau verzichtest du?! Kann da keinen Verzicht in deinem Kommentar erkennen.
    • öpfeli 13.04.2020 09:54
      Highlight Highlight Ihr wisst nicht wie ich lebe, was ich in meiner Freizeit mache, aus was mein Alltag besteht und doch denkt ihr zu wissen, dass ich gerade keinen Verzicht spüre. Im Gegenteil, ich spüre Gewinn. Merkt ihr etwas? Ein Kommentar besteht aus 600 Zeilen. Da beschränkt man sich auf, das was einem gerade auf der Zunge liegt.
  • Blitzesammler 12.04.2020 08:59
    Highlight Highlight Für mich hat die Zeit, in der ich zu Hause arbeiten muss, mehr Vor-als Nachteile. Ich geniesse die Zeit mit meiner Familie, die Zeit ohne der Fremd-Aggressionen beim Pendeln, die Zeit ohne dem Egoismuss der mir sonnst täglich begegnet, ich kann den ganzen Tag sein wer ich wirklich bin, ohne mich zu verstellen, Ich geniesse die Ruhe und dass ich viel machen kann was ich WILL und nicht haupsächlich was ich MUSS, ich bin zu frieden mit dem was ich habe. Habe mich trotz ,,Einschränkungen,, selten so frei gefühlt.
    • öpfeli 12.04.2020 09:25
      Highlight Highlight Oh ja, auf das Pendeln freue ich mich so gar nicht 🙈
    • Bruno Wüthrich 12.04.2020 10:18
      Highlight Highlight @ Blitzesammler

      Ihr Kommentar scheint sich nicht zum Blitzesammeln zu eignen. Sie machen ihrem Namen so überhaupt keine Ehre.

      Ihrem Kommentar kann ich leider auch nur zustimmen. Auch von mir kein Blitz!
    • Coffeetime ☕ 12.04.2020 10:19
      Highlight Highlight Es wäre evtl. Zeit, zu überdenken, was du als MUSS bezeichnest? Könnte es einen Wechsel geben?

      Interessanterweise empfinde ich im Zug die Leute nicht als egoistisch, sondern eher als verschlossen. Ich komme aber trotzdem des öfteren ins Gespräch.

      Lache dem Leben entgegen und es lächelt zurück.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 12.04.2020 08:47
    Highlight Highlight Schon bedenklich, dass wir nur schwer in der Lage sind zu verzichten...

    Viele von uns leben gar über ihren Verhältnissen und finanzieren diese über Leasing, Kleinkredite und Kreditkarten...

    Wachstum und Konsum, das ewige Mantra unserer Wirtschaft hat viele von uns zu Sklaven von genau dem gemacht...
    • Keller101 12.04.2020 09:49
      Highlight Highlight Ich glaube, die allermeisten leben über ihre Verhältnisse.
    • Vecchia 12.04.2020 09:50
      Highlight Highlight "Viele von uns leben gar über ihren Verhältnissen und finanzieren diese über Leasing, Kleinkredite und Kreditkarten..."

      Ja, wer bisher mit wenig zufrieden sein konnte, ist eindeutig im Vorteil.

      Allerdings gibt es auch viele - vorwiegend Leute die in Berufen tätig sind, die sich jetzt als extrem relevant herausstellen - die in diesem Wachstums- und Konsumwahn schwer zu kämpfen haben und jetzt in Wohn- oder Erwerbssituationen-Situationen sind, die nicht so einfach sind.

      (Persönlich geniesse ich die Entschleunigung sehr, wohne aber mit grossem Garten in der Natur)
    • Toerpe Zwerg 12.04.2020 10:02
      Highlight Highlight Ein Mantra ist etwas Anderes.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jacques #23 12.04.2020 08:35
    Highlight Highlight Verzicht.
    Ruhe.
    Achtsamkeit.
    Wertschätzung.

    Dankbarkeit.
    Freude.

    Klarheit und Glück.
    Das ist Alles.
    • Toerpe Zwerg 12.04.2020 10:02
      Highlight Highlight Und dafür brauchen Sie staatliche Anordnung?
    • Jacques #23 12.04.2020 10:09
      Highlight Highlight Nope.

      Es darf die paar Tage nun allerdings breiter ins Bewusstsein und in den Alltag einziehen.
  • Tschowanni 12.04.2020 08:27
    Highlight Highlight Nun, jetzt weiss ich auch warum die Aggressivität und der Ton in Foren, Kommentarspalten etc. Zunehmen. Jeder hat Zeit sich selber zu reflektieren und so mancher Zeitgenosse kommt nicht klar mit dem was er sieht. In diesem Sinne, frohe Ostern für euch alle
    • Toerpe Zwerg 12.04.2020 10:03
      Highlight Highlight Nur andy y ruht in sich.
    • Tschowanni 12.04.2020 10:41
      Highlight Highlight Sie liefern hier gleich drei haus eine Bestätigung meiner Worte. Danke dafür
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 12.04.2020 11:26
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg---wenn du deinen Nick aus dem ungarischen törpe herleitest, dann wäre das jetzt kein Oxymoron sondern eineTautologie /// Und wäre als Nick nicht Gift Zwerg angebrachter für dich :-)
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