Schweiz
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Schwule getrauen sich auch in Zürich oft nicht, händchenhaltend durch die Stadt zu laufen. bild: shutterstock

Warum sich Schwule in Zürich mehr vor Attacken fürchten als in anderen Schweizer Städten

Ein schwules Paar wurde in der Silvesternacht im Niederdorf brutal zusammengeschlagen. Jetzt verstärkt die Polizei ihre Präsenz am Zähringerplatz. In anderen Schweizer Städten ist es der LGBT-Community hingegen fast zu ruhig.



Homophobie als Tatmotiv. Bei der LGBT-Community in Zürich herrscht Verunsicherung:

In der Silvesternacht wurde ein schwules Paar beim Zürcher Zähringerplatz brutal verprügelt. Dies, nachdem die Täter die Männer gefragt hatten, ob sie schwul seien. Die jugendlichen Angreifer schlugen auf die beiden ein, als diese schon am Boden lagen. Ein Opfer konnte später die Polizei alarmieren.

Die Polizei verstärkt nach der Prügel-Attacke auf das schwule Paar jetzt ihre Patrouillen im Niederdorf. Die Ordnungshüter wollen etwa beim Zähringerplatz «genauer hinschauen», so Polizeisprecher Marco Cortesi.

Das Niederdorf erlebt derzeit eine Renaissance bei den Nachtschwärmern. Besonders beliebt ist das Stadtquartier bei Homosexuellen. Dies nicht zuletzt wegen den vielen Lokalen für LGBT-Menschen. Aber auch Gruppen von Jugendlichen hängen wieder vermehrt im Niederdörfli ab. Und decken sich bei neu eröffneten 24-Stunden-Shops mit Alkohol ein.

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Roman Heggli, Geschäftsführer Pink Cross.

Schwule werden alleine wegen ihrer sexuellen Orientierung attackiert: Die Vorfälle geben auch beim Schwulen-Dachverband Pink Cross zu reden. Warum kommt es in letzter Zeit vermehrt zu Attacken auf Homosexuelle? Die Ursachen sind vielschichtig. Ein Grund ist die Zentrumsfunktion der Limmatstadt: Homosexuelle aus der ganzen Schweiz verbringen ihre Freizeit in Zürich, weil es viele Angebote für die LGBT-Community gibt. «In Zürich ist man als Schwuler sicher exponierter als in anderen Schweizer Städten», sagt Pink Cross-Geschäftsführer Roman Heggli. Wenn er im Ausgang in Zürich mit einer Gruppe Gays unterwegs sei, verhalte man sich vielleicht mal etwas weniger vorsichtig, dafür umso selbstbewusster. «Wenn wir uns in der Öffentlichkeit küssen, werden wir angreifbar», so Heggli weiter.

Schutz im Getümmel der Reitschule

In anderen Schweizer Städten sei dies weniger der Fall. In Bern etwa gibt es keine sichtbare Homo-Community, knutschende Schwule sind eine Seltenheit. «Wir treffen uns oft bei der Reitschule, dort fällt man im Getümmel nicht auf», schildert Heggli. Hand in Hand mit seinem Freund würde er aber nicht auf dem berühmt-berüchtigten Vorplatz des Kulturzentrums herumlaufen. «Dort hat es viele alkoholisierte Leute. Das birgt ein gewisses Risiko für uns.»

Das ist in Basel nicht anders. Dort sind Schwulen-Partys zwar über die ganze Stadt verstreut. Regelmässig gibt es Übergriffe im Schützenmattepark, wo sich Homosexuelle für ein spontanes Date treffen. 2015 zog eine Gruppe los, um gezielt «Schwule zu klopfen», wie sie es in der Gerichtsverhandlung hiess. Die Täter konnten eruiert und verurteilt werden.

Die Schwulen-Prügler vom Niederdorf sind hingegen noch immer nicht gefasst. «Ich bin vorsichtiger geworden, mache mir mehr Gedanken, wie ich mich in der Öffentlichkeit verhalte», so eines der Opfer zur NZZ.

(amü)

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64
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    Alle Leser-Kommentare
  • SnoozeNic 17.01.2020 07:13
    Highlight Highlight Wie man bereits im erst kürzlich erschienen 20Min Beitrag sehen konnte, handelt es sich bei den Schlägern leider vermehrt um junge Leute mit Migrationshintergrund. Dies sagt genügend aus.

    Es würde mich interessieren wie hoch der Anteil von Schweizer Schlägern ist. Ich denke er wird vernichtend klein sein.
  • Ichweissmeinennamennichtmehr 17.01.2020 01:33
    Highlight Highlight Eine weitere traurige Bilanz der Menschheit!

    Ich werde homophobie nie verstehen!
  • Neruda 17.01.2020 00:50
    Highlight Highlight Die Super-Duper-Weltstadt Zürich, wo Schwule offenbar doch nicht so toleriert werden. Sogar die Schweizer Provinz schafft's.
    • Hierundjetzt 17.01.2020 01:26
      Highlight Highlight 🥱😴😴😴

      Gibts in Langenthal eine LGTB Community? Delsberg? Payerne? Neuenburg?

      Eben.
  • Knäckebrot 16.01.2020 21:58
    Highlight Highlight Sie vermeiden es am Vorhof der Reitschule wegen alkoholisierten Leuten, die aggressiv werden können. Die Leute dort gehören aber nicht zum Klischee von Leuten mit Abneigung gegen Homosexuelle. Wie wird denn ihr aggressives Verhalten ihnen gegenüber gedeutet?

    Oder generell, wie begründen die Täter die Abneigung gegenüber Homosexuellen?
    (Wird zwischendurch mittelalterliche religiöse Prägung unterstellt, aber könnt ihr euch echt vorstellen, dass irgendwelche Jungs aus einer konservativen christlichen Jugendgruppe mal zur Abwechslung auf so eine Prügeltour gehen?)
  • Yamamoto /// FCK NZS 16.01.2020 21:24
    Highlight Highlight Zusätzlich sollte das Risiko für die feigen Angreifer erhöht werden. Schwule und Lesben, welche sich dafür interessieren, sollten Kampfsport betreiben. Vor kurzem habe ich selbst wieder damit angefangen. Zudem schadet es nicht, stets einen Pfefferspray auf sich zu tragen. Ich hoffe bald einmal die erste Medienmitteilung zu lesen, die davon berichtet wie solche feigen Hunde in einer Notwehrsituation eins auf die Fresse kriegen. Prävention durch Notwehr bzw. Notwehrhilfe hat schon in den 90ern gegen die gewaltbereiten Nazis ziemlich gut funktioniert. ;)
  • Dani B. 16.01.2020 20:46
    Highlight Highlight Gays willkommen!
    Ja, bin Tüplischiisser, aber der Zähringer ist im Oberdorf, nicht im Niederdorf.
  • Troll Mc Clur formerly known as Harvey Dent 16.01.2020 20:06
    Highlight Highlight Wo leben wir eigentlich? Lassen wir [Gesellschaft] uns von ein paar minderbemittelten, unsicheren und komplex behafteten Idioten deren grenzdebiles Mindset aufdrücken? Nein! Das kann nicht sein. Es kann nicht sein, dass im 21. Jh gleichgeschlechtliche Liebe verfolgt wird. Diesen dummen homophoben Deppen gehört Einhalt geboten. Wieso man als hetero mit homosexuellen ein Problem hat, ist mir unerklärlich!
    • Garp 16.01.2020 22:42
      Highlight Highlight Du machst mit den Tätern verbal genau dasselbe, wie diese mit Homosexuellen.
    • The Count 16.01.2020 22:42
      Highlight Highlight Ich finde es nicht problematisch wenn jemand mit Homosexuellen, SVP Politikern, Diesel SUV Fahrern oder Veganern ein Problem hat, solange er oder sie dies nicht durch verbale oder körperliche Gewalt kundtut 🍀 tolerance ❤️
    • Troll Mc Clur formerly known as Harvey Dent 17.01.2020 05:49
      Highlight Highlight Garp: ich rede von Gewalt. Wenn jmd was gegen Homosexualität hat, ok, sein Problem. Aber Menschen aufgrund ihrer Sexualität in deren Integrität anzugreifen ist intolerabel. Mit Einhalt bieten meine ich, dass wir als Zivilgemeinschaft aufstehen müssen und solche Handlungen verurteilen. Nicht gemeint ist Selbstjustiz. Alles klar? Es ist ein Unterschied etwas nicht gut zu finden oder etwas nicht gut zu finden und diese Menschen dann zusammen zu schlagen, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Carl Gustav 16.01.2020 20:05
    Highlight Highlight Ich war früher oft auf dem Vorplatz der Reithalle.
    Dort küssen sich sogar Männer, die mit ihren Girlfriends unterwegs sind.
    Ich habe dort auch überhaupt keine Hemmungen meinen Freund zu küssen. Es fällt gar nicht auf.
    Aber so wie ich andere Gays einschätze, ist das eben dann auch nicht so cool.
    Viele stellen sich halt lieber dorthin, wo die Scheinwerfer hinzünden.
    Soll jetzt überhaupt keine Rechtfertigung sein für die Übergriffe, im Gegenteil.
    Ich bin froh gibt es mutigere schwule Männer, als meinen Freund und mich.
  • Namenloses Elend 16.01.2020 19:58
    Highlight Highlight Ohne das jetzt auf die gesamte Bevölkerungsgruppe zu wiederspiegeln, ich würde sagen, über 80 % der Schläger haben einen Migartionshintergrund. Das ist leider ein Fakt der sich nicht leugnen lässt. Ich sehe das auch, wenn ich mit meinen ausländischen Mitarbeitern spreche für sie sind, Homosexuelle ein absolutes No Go und die Leute sind alle Perverslinge . Es scheint als würde diese Einstellung auf die Kinder übertragen, die sich jetzt achso stark fühlen um in der Gruppe Stress zu machen. Erbärmliche Würstchen, ich hoffe die Polizei erwischt schon bald ein paar von den Schlägern.
  • Plan B 16.01.2020 19:42
    Highlight Highlight Unverständlich solche Attacken. Lasdt doch eure mitmenschen so leben wie es ihnen passt.
  • John Henry Eden 16.01.2020 19:35
    Highlight Highlight Locuus70 hat es begriffen, andere arbeiten noch daran.

    Gerade in den ach so toleranten Städten lebt man nebeneinander, aber sicher nicht miteinander.

    Berlin und Köln sind Hochburgen der Homosexualität. Doch in vielen Strassen und Vierteln dieser Städte sieht man keine offen schwule oder lesbische Pärchen. Tja, wieso wohl nicht?
    • Garp 16.01.2020 22:47
      Highlight Highlight Städtehasser? Bildest Du gern Gräben, wie Locutus?
    • Rabbi Jussuf 17.01.2020 10:05
      Highlight Highlight Garp
      Wieso Gräben bilden? Er zeigt sie nur auf. Durch das Wegdiskutieren und wegsehen verschwinden die Gräben doch nicht einfach so.
      Das ist Kleinkinderkram: Ich mach die Augen zu, dann sieht mich niemand!
  • Fastadi 16.01.2020 19:11
    Highlight Highlight Genau darum heisst müssen wor JA stimmen. Nicht weil dann diese Taten strafbar würden, das sind sie zum Glück schon jetzt, aber weil es so weniger Raum für Diskriminierung gibt, den manchem Schläger das Gefühl gibt, er handle 'im Recht'.
    • Hierundjetzt 16.01.2020 19:29
      Highlight Highlight Nein. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. (Wenn ich jemanden Anzeige kennt der ja auch noch meine Adresse).

      Wichtig erscheint mir eher das mit dem Gesetzesentwurf das gesellschaftliche Bewusstsein geweckt wird, dass es Homosexualität etwas biologisch normales ist und der Staat dies auch so durchsetzt.

      Dazu ist diese aktuelle Debatte notwendig

      Hat bei der Antirassismus-Strafnorm auch gut geklappt
  • homo sapiens melior 16.01.2020 19:09
    Highlight Highlight Von Sorge, Stress und Ängsten aufgestaute Emotionen brauchen ein Ventil. Kluge Menschen finden solche z.B. im Sport oder in einer hitzigen Diskussion. Dumme Menschen brauchen Sündenböcke. Sündenböcke sind immer Menschen, die anders als die eigene Gang sind. Und natürlich bevorzugt Minderheiten, weil dort instinktiv mit den wenigsten Reaktionen gerechnet wird. Wer hetzt oder prügelt, demonstriert damit, dass er grosse Angst hat. Meist vor Abstieg oder Änderung.

    Unsere Geld-Kultur ist eine Hackordnung, die auf Konkurrenz baut. Hetze und Gewalt sind ein Nebenprodukt davon. Ein sehr hässliches.
    • Suppentopf 16.01.2020 21:21
      Highlight Highlight Kein Sachverhalt zu blöd um dem Kapitalismus die Schuld zu geben. Wir leben Dank Aufklärung, Liberalismus und Fortschritt in den mit Abstand friedlichsten Zeiten, die es je gab. Dieser Backlash hat ganz andere Gründe.
    • homo sapiens melior 17.01.2020 01:37
      Highlight Highlight Da steht doch gar nichts von Kapitalismus. Ich denke, wir Menschen würden das Konkurrenzdenken auch ohne Geld hinkriegen. Kapitalismus wär ok. Raubkapitalismus oder Manchesterkapitalismus sind Scheisse. Aber Kapitalismus ist nicht das Problem. Die Konkurrenzkämpfe sind es. Immer noch bei zu vielen Menschen Revierkämpfe und Hackordnung wie bei Tieren. Prächtiges öffentliches Beispiel ist Trump.

      Was hat der Backlash für Gründe deiner Meinung nach?
  • Locutus70 16.01.2020 19:02
    Highlight Highlight Das verwundert mich nun wirklich. Ich dachte Zürich ist so tolerant und bunt.
    Also hier in Oberägeri ZG laufen öfter mal homosexuelle Pärchen umher, da stört sich niemand dran.
  • The_real_Zippy 16.01.2020 19:00
    Highlight Highlight 2/2

    Ich war da weil der Cousin meiner Ex Homosexuell ist. Ich wurde angefragt und von Anfang an darüber Aufgeklärt worauf ich mich dabei einlasse. Klar ich war vorbereitet darauf und ja es ist schon irgendwie ein Kompliment, wenn man von einer Homosexueller Person angemacht wird. Aber ich fand es nicht Abstossend oder so sondern mir als Hetero ein seltener Einblick in diese Community gewährt und diese Leute sind sehr offen und tolerant. Wir hatten viele gute Smalltalks und eine verdammt geile Party. Ok den "Dark Room" wollte ich dann doch nicht genauer betrachten, aber ich musste ja nicht...
    • The Count 16.01.2020 22:46
      Highlight Highlight Zippy Zaranoja?
    • The Count 17.01.2020 08:20
      Highlight Highlight Frage mich schon warum man etwas blitzt wenn man keine Ahnung hat um was es bei der Frage geht 😂
      Zippy, bist du es? Blaue Flecken, Rollerblades, Luzern?
    • The_real_Zippy 17.01.2020 17:58
      Highlight Highlight @The Count

      Nein war das letzte Mal 2018 in Luzern an der GV des SZSV...
    Weitere Antworten anzeigen
  • The_real_Zippy 16.01.2020 18:55
    Highlight Highlight 1/2
    Ich zitiere Roman Heggli: "Aber auch Gruppen von Jugendlichen hängen wieder vermehrt im Niederdörfli ab. Und decken sich bei neu eröffneten 24-Stunden-Shops mit Alkohol ein."

    Sorry nein. Das ist weder ein Grund, eine Rechtfertigung geschweige denn eine Erklärung Homosexuelle Personen zu verprügeln

    Ich war mal mit meiner damaligen Ex in Zürich in einem Club für vorwiegend Homosexuelle Personen. Ich wurde vielleicht zwei, drei Mal angemacht und dies noch nicht mal auf aggressive Art und Weise. Ich habe ihnen dann erklärt, dass ich Hetero bin und es gab nicht das geringste Problem.
  • Wendy Testaburger 16.01.2020 18:53
    Highlight Highlight Hauptsache Lesbenpornos sind geil.
    • Locutus70 16.01.2020 19:14
      Highlight Highlight @Wendy Testaburger - Solche gucken auch Schwulenpornos ^^
  • Mia Mey 16.01.2020 18:48
    Highlight Highlight Ich frag mich immer wieder warum sich diese Schläger von homosexuellen Männern bedroht fühlen. Wenn sich in Pornos zwei Frauen vergnügen ist dann alles wieder in Ordnung.
    • Hierundjetzt 16.01.2020 18:54
      Highlight Highlight Es geht nicht um „bedroht“ sondern um „schwach„ (Wahrnehmung Täter)
    • Locutus70 16.01.2020 19:05
      Highlight Highlight @Mia Mey - Solche gucken auch schwule Pornos. Das Phänomen ist in der Psychologie bekannt, ich komm jetzt leider nicht auf den Begriff.
    • DichterLenz 16.01.2020 19:06
      Highlight Highlight Das sind arme Würstchen, die nach unten treten wollen, um ihr miserables Selbstwertgefühl zu heben. Teilweise wahrscheinlich auch abstruse religiöse Werte. Anders kann ich mir das nicht erklären.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rasta281 16.01.2020 18:24
    Highlight Highlight Auch wenn mir klar ist, dass es nichts bringt: Ich erwische mich ab und zu dabei, dass mich der Gedanke, dass diesen Schlägern vom anständigen Teil der Bevölkerung (=grosse Mehrheit) mal ordentlich das Maul gestopft wird, irgendwie glücklich macht..

    ..trotzdem darf Gewalt nicht mit Gewalt, sondern mit Bildung und Erziehung bekämpft werden.
    • Locutus70 16.01.2020 19:10
      Highlight Highlight @Rasta281 - ich denke das Problem ist auch, das ein Teil der Bevölkerung (gerade in Städten) in Filterblasen lebt.
      Die Jungen, die Alten, die Arbeiter, die Studenten, die Reichen, die Armen - du kannst das unendlich fortsetzen. Ich habe schon immer irgendwie auf dem Dorf gelebt und da war/ist das irgendwie total anders.
    • Garp 16.01.2020 19:29
      Highlight Highlight Viele die das Nachtleben in Zürich geniessen, kommen aus dem Dorf, Locutus ^^. Blasen gibt es überall.
  • Hierundjetzt 16.01.2020 18:19
    Highlight Highlight Ich tippe eher auf Wunschvorstellung vs. Realität. Auch auf watson wird uns alles jederzeit wunderbar regenbogenfarbig verkauft, alle sind lieb und toll. Das ist einfach chabis.


    Die Realität ist die, dass im 2020 über 100'000 Schweizerinnen und Schweizer *nicht* wollen, dass Hassrede gegenüber Schwulen bestraft werden soll (Abstimmung).

    Es ist wie mit dem Italiener in den 50gern, die durch die Stadt gejagt wurden und Restaurantverbote erhielten. Alles braucht seine Zeit. Das ist eine schwache Entschuldigung, ja, aber eine ehrliche.
  • Mate 16.01.2020 18:17
    Highlight Highlight Was sind das für Leute, welche so starke Abneigungen gegen Homosexuelle haben? Würde mich echt interessieren, da ich niemanden kenn, der so denkt. Besonders da es häufig junge Leute sind...
    • Mate 18.01.2020 13:53
      Highlight Highlight Gibt es den Angabe dazu, dass solche Leute grösstenteils für diese Übergriffe verantwortlich sind? Solche Statistiken wären sehr viel Wert und müssten von der Politik ernstgenommen werden!
  • wasps 16.01.2020 17:59
    Highlight Highlight Himmeltraurig!
  • Glenn Quagmire 16.01.2020 17:53
    Highlight Highlight Wie dumm, primitiv und ungebildet sind den diese Nichtsnutze, die Menschen wegen der sexuellen Orientierung verprügeln?
    • Queen C 16.01.2020 23:02
      Highlight Highlight Die sind erschreckenderes nicht per se dumm und ungebildet. Stichwort religiöse und dadurch kulturelle Prägung.
  • G. 16.01.2020 17:51
    Highlight Highlight Es ist mir nach wie vor ein Rätsel, warum Gays und Lesben attackiert und zusammengeschlagen werden, geschweige denn mit üblen Worten diskriminiert werden. Was mich zusätzlich erstaunt, dass die Täter meistens junge Leute sind...

    Ob nun Hetero oder Homo spielt doch keine Rolle? Man kann doch friedlich nebeneinander leben?

    • stadtzuercher 16.01.2020 18:08
      Highlight Highlight @G, immerhin muss man anmerken, dass auch Heteros zusammengeschlagen werden. Friedlich nebeneinanderleben ist ja selbst dann nicht garantiert, wenn man die sexuelle Orientierung als Hassgrund mal ausklammert.
    • hänes 16.01.2020 18:33
      Highlight Highlight Wann wurden Lesben attackiert? Sind doch immer Schwule
    • murrayB 16.01.2020 18:56
      Highlight Highlight Erstaunt mich nicht - wir haben bei der Migration und der Wertedurchsetzung erhebliche Probleme zu lösen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 16.01.2020 17:49
    Highlight Highlight Prügler sind Trottel. Egal wen und warum sie prügeln

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